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Irans Parlamentspräsident: "Häftlinge wurden nicht vergewaltigt"

Irans Parlamentspräsident weist Vorwürfe zurück

"Häftlinge wurden nicht vergewaltigt"

Ali Laridschani, der iranische Parlamentspräsident (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Parlamentspräsident Laridschani warnt die Opposition davor, nicht belegbare Vorwürfe zu erheben. (Archivbild) ]
Das iranische Parlament hat Vorwürfe der Opposition zurückgewiesen, dass Regierungskritiker in der Haft vergewaltigt worden seien. Die Vorwürfe seien "eine Lüge", sagte Parlamentspräsident Ali Laridschani in einer Rede vor dem Parlament in Teheran. Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mehdi Karubi hatte Ende Juli in einem Brief an den Vorsitzenden des Expertenrates, Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani, geschrieben, laut Berichten von Häftlingen seien mehrere Frauen und Männer im Gefängnis brutal vergewaltigt worden. Die Übergriffe hätten zu schweren seelischen Problemen bei den Opfern geführt.

"Karubis Brief war schockierend"

Mehdi Karubi (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Karubi erhob die Vorwürfe auf seiner Webseite. ]
"Der Inhalt des Briefes war schockierend und die ausländischen Medien haben ihm sofort Aufmerksamkeit geschenkt", kritisierte Laridschani. Ein Sonderausschuss des Parlaments, den er mit einer Prüfung der Vorwürfe beauftragt habe, habe in den Haftanstalten Ewin und Kahrisak keinerlei Vergewaltigungsfälle festgestellt. "Wenn Herr Karubi Beweise für sexuellen Missbrauch und Vergewaltigungsfälle hat, soll er die dem Parlamentsvorsitz geben, damit wir das prüfen", sagte Laridschani.

Polizeichef bestätigte Vorwürfe

Der iranische Polizeichef Ismail Ahmadi-Mokaddam hatte einen Teil der Vorwürfe bestätigt. Einige Beamte hätten sich nicht an die Vorschriften gehalten. Der Direktor eines Gefängnisses im Süden von Teheran sei festgenommen und entlassen worden. Auch zwei Wärter seien gefeuert worden. Der iranische Generalstaatsanwalt Ghorban-Ali Dorri-Nadschafabadi hatte Missbrauchsvorwürfe ebenfalls bestätigt.

Noch bis zu 300 Menschen inhaftiert

Laridschani warnte zugleich alle Politiker davor, Vorwürfe vor einer ordentlichen Prüfung in die Medien zu tragen. Ein derartiges Vorgehen werde vom Ausland ausgenutzt. Im Zuge der regierungskritischen Proteste nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 12. Juni waren mindestens 4000 Menschen festgenommen worden. Derzeit sitzen noch etwa 200 bis 300 von ihnen im Gefängnis.

Stand: 12.08.2009 13:10 Uhr
 

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