Voriges Stichwort: Nächstes Stichwort:
Galaktose Stichwort-Übersicht Gallenblase

Galaktoseintoleranz

Galaktoseintoleranz ist eine vererbbare Krankheit, die auf einem Fehlen oder einer Aktivitätsherabsetzung der Galaktose-1-phosphat-uridyltransferase (Enzym) beruht. Daraus folgt, daß galaktosehaltige Lebensmittel unverträglich sind. Mit Beginn der Säuglingsernährung, auch mit Muttermilch, kommt es unter anderem zu Erbrechen, Durchfall, Gedeihstörung, Leber- und Milzvergrößerung, Gelbsucht, Bauchwassersucht (Aszites), Ödemen, Eiweißmangel und -verluste. Bleibt die Galaktoseintoleranz in der ersten Lebenswoche unbehandelt, verläuft sie tödlich. Überlebt der Säugling, können Gehirnschäden resultieren. Die Behandlung der Galaktoseintoleranz erfolgt durch lebenslange milchfreie Kost.

 

Galle

Die Galle bzw. Gallenflüssigkeit ist eine Absonderung (Sekret) der Leber. Sie wird in der Leber gebildet und in der Gallenblase gespeichert. Aus der Gallenblase wird der Gallensaft in den Dünndarm abgegeben und sorgt dort für eine feine Verteilung des Nahrungsfettes. Dadurch wird eine bessere Fettverdauung ermöglicht, da Enzyme nun die Fette in ihre Bausteine aufspalten und einzelne Bausteine die Darmwand passieren können. Ein wichtiger Bestandteil der Galle sind die Gallensäuren, die in der Leber aus dem Cholesterin entstehen.