31 / 03 / 2010 by EP AUSTRIA

Marco Wiesers Alpena-Abenteuer zu Ende

Mit einer bitteren 0:5-Heimniederlage gegen die Traverse City North Stars endete am vergangenen Samstag nicht nur die Saison von Marco Wiesers Alpena IceDiggers, sondern auch die Jugend-Karriere des gebürtigen Villachers. Sogar die Zukunft seines Klubs steht in den Sternen.

Als im Schmuckkästchen Northern Lights Arena im beschaulichen Städtchen Alpena (Michigan, USA) am vergangenen Samstag um 20.57 Uhr Ortszeit die Schlusssirene ertönte, erhoben sich die 756 Zuschauer von ihren Plätzen und spendeten dem Team der Alpena IceDiggers herzlichen Applaus. Obwohl die Heimischen eben mit 0:5 gegen Traverse City untergegangen waren, zollte das Publikum der Mannschaft für die Leistungen in der damit zu Ende gehenden Saison Respekt.


Das Team der IceDiggers, das im Dezember noch schier aussichtslos mit 20 Punkten Abstand zu den Play-Off-Rängen richtiggehend dahindümpelte, hatte sich im neuen Jahr gefangen, legte zwischen Mitte Feber un Mitte März einen eindrucksvollen Run mit acht Siegen aus zehn Spielen hin und arbeitete sich so sogar noch einmal in die Nähe des Play-Off-Strichs. Dass der Sprung über diesen nicht mehr gelang, lag vornehmlich an zwei Niederlagen gegen den direkten Konkurrenten von den Motor City Metal Jackets am vergangenen Wochenende.

Nun endete die Saison allerdings schon nach der Regular Season und während die Konkurrenten in der NAHL im KO-System um dem Ligatitel fighten, könnten in Alpena sogar ganz die Lichter ausgehen. Die Franchise, 2001 in Toledo (Ohio) aus der Taufe gehoben und 2006 nach Michigan übersiedelt, dürfte aus der nur knapp 12.000 Einwohner zählenden Stadt abwandern. Davon geht Head Coach und GM Jack Fritsche aus.

Damit ist auch für Österreichs besten Nachwuchsgoalie, Marco Wieser, das Kapitel Alpena abgeschlossen. Er etablierte sich im Tor der IceDiggers von Saisonbeginn an als klare Nummer eins, trotz seiner mehrwöchigen, acht Spiele umfassenden Abwesenheit in Sachen World Juniors mit dem U20-Nationalteam stand er in 42 der 58 Partien Alpenas am Eis, 20 ihrer 22 Saisonsiege feierten die IceDiggers mit dem jungen Villacher im Tor. Obwohl für seine Mannschaft am Ende nur Platz 15 unter den 19 NAHL-Teams herausschaute, führt Wieser die Liga in Shutouts (fünf) an, zwei Mal wurde er als Torhüter der Woche ausgezeichnet. Auch bei der GAA (2,89) und der Save-Percentage (90,25%) weist er für einen Goalie eines Tabellennachzüglers gute Werte auf.

Der bittere Saisonabschluss gegen Traverse City war für den 19jährigen – zumindest nach europäischen Maßstäben, wo er als 1990 geborener Spieler im kommenden Jahr nicht mehr als Junior gelten würde – auch die letzte Partie als Jugendspieler. Sein letztes Spiel in Nordamerika dürfte aber aller Voraussicht nach noch – hoffentlich viele Jahre – auf sich warten lassen. Der 186cm große Goalie strebt für die kommende Saison den Wechsel an ein College (NCAA) oder in die USHL an. Ein Ziel, das nach seinen heuer gezeigten Leistungen durchaus erreichbar scheint.

Noch eine nette Geschichte aus der NAHL: Alpenas Ligakonkurrent aus der South Division, die Topeka RoadRunners konnten zu ihrem letzten Regular Season-Spiel am vergangenen Donnerstag exakt 7.777 Zuschauer begrüßen! Das Spiel stand unter dem Motto “Think Big Topeka”, einer Initiative der Gemeinde, um das Internet-Unternehmen google davon zu überzeugen, Topeka zu einer der Testregionen für das neue, ultraschnelle Fiberglas-Netz zu machen. Ein recht skurriles Video dazu findet sich hier. Ansehen lohnt sich!

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