Schule und Bildung

Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Seine wirtschaftliche Prosperität und den Stellenwert in der Welt verdankt es seinem Erfindergeist, seinen kulturellen Errungenschaften und den ausgeprägten Sekundärtugenden. All dies findet seine Wurzeln in der Bildung. Somit ist das stetig absinkende Schul- und Leistungsniveau in Deutschland eine Gefahr für die Zukunft unseres Landes.

Leider wurde unser einst erfolgreiches und in aller Welt bewundertes Bildungssystem aufgrund ideologischer Einflussnahme in Kombination mit den unglösten Integrationsproblemen aus der Massenzuwanderung bildungsferner Zuwanderer fast vollständig demontiert. Unter der Maxime der Gleichmacherei wurden und werden Anforderungen kontinuierlich gesenkt. Im Jahr 1955 konnten die meisten Viertklässler besser lesen und rechnen als unsere heutigen Hauptschulabsolventen. Vergleichstests wie PISA oder TIMSS zeigen wie das „Land der Dichter und Denker” international ins Mittelmaß abgerutscht ist und immer weiter abgehängt wird; der Wissensabstand zu den Spitzenländern beträgt mittlerweile zwei ganze Schuljahre. Aber auch zwischen den Bundesländern bestehen großen Unterschiede.

Sozialisten glauben, dass alle Schüler dieselben Leistungen erbringen können, wenn ihnen dieselben Chancen eingeräumt werden. Als Konsequenz aus dieser ideologischen Überzeugung muss jegliche Förderung von intelligenteren und höher begabten Schülern, z. B. durch den Besuch eines Gymnasiums, unterbunden werden und stattdessen alle Schüler, unabhängig von ihrem Potenzial in eine Einheitsschule gehen. Das Resultat ist eine Unterforderung der Starken und eine Überforderung der Schwachen. Der dringend benötigte Nachwuchs an Spitzenkräften bleibt aus, während die Größe der bildungsfernen Unterschicht weiter zunimmt.

Ohne unsere wichtigste Ressource, Bildung, ist Deutschland auf dem besten Weg, das „Land der Hilfsarbeiter“ zu werden. Von einem Erhalt unseres Wohlstandes in einer immer weiter zusammenwachsenden Welt mit aufstrebenden Wirtschaftsmächten wie China kann dann nicht mehr ausgegangen werden. Um für das 21.Jahrhundert gerüstet zu sein und um wieder einen Spitzenplatz in der Welt zu erreichen, legen wir besonderen Wert auf eine Renaissance des Bildungswesens – frei von ideologischer Beeinflussung.

Bundeseinheitliches Bildungssystem

Bildung ist bislang Ländersache. So erklären sich die regional großen Unterschiede. Es darf aber nicht sein, dass die finanzielle Ausstattung oder die ideologische Ausrichtung Schüler benachteiligt. Auch durch die ständig wechselnden Regierungen der Länder ist das Bildungssystem zum Spielball geworden.
Wir verstehen uns als Kulturnation, in der jeder Bürger das Recht auf eine gleichwertige Bildung hat. Deshalb plädieren wir für ein bundeseinheitliches Bildungssystem. Um dies zu erreichen, muss Bildung von den Ländern auf den Bund übertragen werden.

Das dreigliedrige Schulsystem

Kinder sind unterschiedlich, auch in ihrem Lernpotenzial. Da es keinen Einheitsschüler gibt, kann auch eine Einheitsschule keine schülergerechte Förderung, sondern könnte jeweils nur der kleinste, gemeinsame Nenner sein und nur durch ein Absenken des Leistungsniveaus erreicht werden. Damit wächst der Druck auf Schulen in freier Trägerschaft, die zunehmend die Defizite staatlicher Schulen zum großen Teil kompensieren müssen. Eine gute Bildung muss jedoch ein staatlicher Auftrag bleiben. Wir wollen, dass Schüler ihren Möglichkeiten entsprechend gefördert werden und treten deshalb für die flächendeckende Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems ein.

Schulen in freier Trägerschaft

Schulen in freier Trägerschaft sind eine hervorragende Ergänzung zu staatlichen Schulen. Sie bieten den Eltern Wahlfreiheit und erzeugen einen Wettbewerb, dem sich staatliche Schulen stellen müssen. Der Personalkostenzuschuss muss deshalb bundesweit dem staatlicher Schulen gleichgestellt werden.

Anhebung des Leistungsniveaus

Hauptschulabsolventen finden sich meist direkt in den Sozialsystemen wieder. Aber auch Abiturienten sind zu einem großen Teil nicht ausreichend auf eine Hochschule vorbereitet. Vergleichstests mit ostasiatischen Ländern weisen einen Wissensvorsprung dieser Länder bis zu zwei Jahren auf. Damit Deutschland international konkurrenzfähig bleibt, wollen wir das Leistungsniveau an Schulen und Universitäten schrittweise erhöhen.

Bundeseinheitliche Bildungsstandards

Wir sind für ein bundeseinheitliches Prüfungssystem, welches von schulunabhängigen Beamten begleitet wird. Jährliche Überprüfungen (Evaluationen) aller Schulen werden öffentlich zugänglich gemacht, sodass Eltern die Qualität jeder Schule einschätzen können. Dadurch entsteht ein positiver Konkurrenzdruck unter den Schulen, welcher auch Schulen in freier Trägerschaft mit einschließt. Schulen mit schlechtem Konzept werden neu besetzt bzw. können nicht bestehen. Dies erfordert auch, dass schlechte Lehrkräfte entlassen werden können.

Ganztagsschulen

Alle allgemeinbildenden Schulen müssen ein Ganztagsangebot bereitstellen, inklusive einer intensiven Hausaufgabenbetreuung durch die Lehrkräfte und sog. Co-Lehrer. Verbindliche Förderstunden gleichen Defizite aus. Der Schwerpunkt wird auf Lesen, Schreiben und Rechnen bzw. Deutsch und Mathematik gelegt. Es findet ein verbindliches tägliches Sportprogramm statt. Darüber hinaus stellen Schulen eine Reihe von weiteren Angeboten zur Weiterbildung, zur Förderung von Begabten und Unterstützung von Schwächeren, zur musikalischen und künstlerischen Betätigung zur Verfügung. Ein ständiger Austausch mit den Eltern auch zum Thema Fleiß, Ordnung, Pünktlichkeit und Disziplin sollte im Interesse gefördert werden. Wir fordern auch die Bewertung dieser Tugenden in den Zeugnissen.

Co-Lehrer und Sicherheit

Wir sind für die Einführung von Co-Lehrern an möglichst vielen Schulen. Diese werden über das Workfare-Konzept eingesetzt und unterstützen Lehrer etwa bei der Hausaufgabenbetreuung oder übernehmen die Aufsichtspflicht.

Ebenfalls über das Workfare-Programm werden Sicherheitskräfte an Brennpunkten eingesetzt, die mit entsprechenden Kompetenzen und Aufgaben ausgestattet sind.

Disziplin an Schulen

Die Schulpflicht ist ausnahmslos durchzusetzen und mit Sanktionen für die Eltern zu ahnden, sollte das Kind unentschuldigt fehlen. Den Lehrern steht es frei, eine Entschuldigung von einem Amtsarzt einzufordern, sollten Zweifel an einer krankheitsbedingten Abwesenheit bestehen. Schlechtes Benehmen wird nicht geduldet und kann vom Lehrer über Schulleiter bis hin zum Jugendamt geahndet werden und Konsequenzen für die Eltern haben, sollte der Schüler uneinsichtig sein. Des Weiteren sind wir für die Einführung von einheitlicher Schulkleidung.

Kindergärten und Vorschulen

Im Zuge der Vorsorgeuntersuchung U1 bis U8 sind ab dem vierten Lebensjahr Eignungstests hinsichtlich der späteren Schulpflicht (Sprachkompetenz, Soziale Kompetenz, Gesundheit) durchzuführen. Der Besuch eines Kindergartens (Kindertagesstätte) oder einer Vorschule kann bei erkennbaren Defiziten bindend verordnet werden und ist auf Ganztagsbetreuung ausgerichtet. Rückstände im Sprachschatz können so durch Erzieher schon frühzeitig aufgefangen werden. Eine rundum gesunde Ernährung sowie der Ausgleich von Erziehungsdefiziten inklusive der Elternberatung sind umzusetzen.

Weiterbildung von Pädagogen

Auch Pädagogen haben mit Abschluss ihrer Ausbildung nicht ausgelernt. Lehrer und Erzieher müssen in regelmäßigen Abständen Weiterbildungsmaßnahmen wahrnehmen. Ein breites Angebot soll Defizite jeder Art beheben können. Lehrer und Erzieher müssen ebenso auf die Erkennung von besonderen Förderungsbedarf (Sonderpädagogik, Hochbegabung) geschult werden.

Kostenbefreiung für Bildung

Es ist eine Aufgabe des Staates die Schulen zur Erreichung des Bildungsauftrages ausreichend auszustatten. Die Lehrmittelfreiheit muss für alle gelten. Schulausflüge werden aus dem Etat der Schule finanziert, um Schüler aus sozial schwächeren Familien nicht zu benachteiligen. Auch Schulbekleidung wird gestellt.

Hochschulen und Universitäten

Der Absturz ins Mittelmaß muss gestoppt und die Umkehr, mit dem Ziel Spitzenreiter zu sein, eingeläutet werden. Wir sind deshalb für eine Erhöhung der Leistungsanforderungen und der Effizienz eines Studiums. Wir fordern die regelmäßige Prüfung am Ende jedes Semesters. Wir sind gegen Studiengebühren an Hochschulen und Universitäten für Studenten innerhalb der Regelstudienzeit. Die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technikstudiengänge) haben für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands einen hohen Stellenwert. Deshalb setzen wir uns für eine Erhöhung der Zahl der Absolventen ein; gegebenenfalls auch über eine besondere Subventionierung.

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