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Interview mit:

Michael Schierl [mihi]  Share



BERUF
Was ist Ihr Beruf? Was steht auf Ihrer Visitenkarte unter Ihrem Namen?
Software-Entwickler.
Was haben Sie studiert und warum?
Angewandte Informatik, da ich schon als Jugendlicher Spaß an Mathematik und Programmieren hatte und mich einerseits die Theorie dahinter interessiert, und ich mich andererseits aber auch nicht im Elfenbeinturm einquartieren will.
Ihre Links im Internet (Website, Blog, Social Networks, etc.)
Alle meine Social Links finden sich unter http://schierlm.users.sourceforge.net/

PROGRAMMIERUNG
Wie haben Sie mit dem Programmieren angefangen? Wie alt waren Sie damals?
Das muss so in etwa mit 10 Jahren gewesen sein, als ich feststellte, dass auf dem PC meines Vaters ein BASIC-Interpreter installiert war, der auch eine brauchbare Hilfefunktion hatte. Die Hilfetexte hatte ich mir damals alle ausgedruckt und auf Papier gelesen. Mein erstes Programm nutzte den PLAY-Befehl, um auf dem PC-Lautsprecher Musik zu "quäken". Dann kamen schnell anspruchsvollere Spielchen mit Cursortastensteuerung (Labyrinth, Tetris, Sokoban). Aus heutiger Sicht habe ich damals viel zu viel mit Copy&Paste; programmiert, aber Spaß gemacht hatte es damals trotzdem.
Welche Sprachen beherrschen Sie? In welchen Entwicklungsbereichen arbeiten Sie?
Eine schwierige Frage, weil ich immer welche vergesse... QBasic, Visual Basic (6/.NET), Java, C#, PHP würde ich sagen, dass ich gut beherrsche (also alle Keywords/Befehle kenne und auch bei exotischen Konstruktionen weiß, was sie tun, ohne sie auszuführen). SQL, HTML, CSS, JavaScript auch, auch wenn ich das nicht primär als Programmiersprachen ansehen.

In Perl, Python, Ruby, ELisp, Haskell, ML, bash, Erlang, C, C++ und noch ein paar weiteren hab ich mich mal für kleinere Projekte versucht, diese auch mit Erfolg abgeschlossen, aber hier bin ich doch noch des Öfteren auf die Dokumentation oder Google angewiesen, um fremden Code wirklich zu verstehen.

Ich arbeite primär an GUI- und Webentwicklung, aber ab und zu entführen mich auch kleinere Projekte in die mobile Welt (J2ME) oder Enterprise-Umgebungen (J2EE, .NET).
Welche Konfigurierung und welches Betriebssystem benutzen Sie?
In der Arbeit unter Windows (XP/2k3/2k8), privat auch teils unter Linux (Debian).

Für Java-Entwicklung benutze ich Eclipse als IDE, für Microsoft-Sprachen Visual Studio 2008, und bei anderen Sprachen entweder Notepad++ oder den guten alten Emacs.

Als Versionskontrollsystem bevorzuge ich (Apache) Subversion, aber darf mich beruflich auch mit Microsoft Visual Source Safe herumschlagen.
Können wir einige Arbeiten von Ihnen im Internet sehen?
Die Projektlisten auf SourceForge und Ohloh sind sicher ein guter Startpunkt; andere kleinere Projekte liegen auf private Webspaces, die aber auf meiner Seite auf http://schierlm.users.sourceforge.net/ verlinkt sind.
Kaufen Sie nach wie vor Programmierbücher, oder lernen Sie mittlerweile alles online?
Seit 2001 hab ich keine Programmierbücher mehr gekauft. Häufig kauft man dort eher die "Katze im Sack". Bei Tutorials Online sieht man die Qualität bzw. den Stil und kann sich einfach das aussuchen, was einem am ehesten zusagt.
Was schlagen Sie als Lösung für die Piraterie vor?
Bei Auftragsarbeiten oder Open-Source-Software (wobei das eine das andere nicht ausschließt) ergibt sich das Problem sowieso nicht.

Ansonsten empfehle ich jedem, "The Magic Couldron" von Eric S. Raymond zu lesen (http://www.catb.org/~esr/writings/magic-cauldron/) - die meisten Softwareentwickler leben heute nicht von Standardsoftware, sondern von Individualsoftware, und dort ist Piraterie ohnehin kein Problem (da die Software so speziell ist, dass eine Anpassung einer Raubkopie aufwändiger wäre als sie neu zu entwickeln).
Welche Rat geben Sie jemandem, der Programmierer werden will?
Ich frage ihn nach dem "warum". Wenn der Grund darin besteht, dass man dort "gut Geld verdienen kann", oder weil derjenige gerne Computerprogramme benutzt oder Computerspiele spielt, dann frage ich ihn, es sich noch einmal zu überlegen - oder etwas mit "Einsteigerprogrammiersprachen" wie EToys oder Kara rumzuspielen.

Wenn der Grund in Interesse an Mathematik oder Logik begründet ist, oder derjenige schon das ein- oder andere Programm geschrieben hat und auch kein Problem mit Mathematik hat und auch die Hintergründe dahinter versteht statt stur Regeln anzuwenden (wobei ich Mathematik hier nicht auf Grundrechenarten beziehe, sondern eher auf Umformungen von Gleichungen etc.), dann ist es sicher die richtige Entscheidung.

PERSÖNLICHKEIT
Wie reagieren Sie auf Telemarketing-Anrufe?
Wenn es ein Lotto-Anbieter ist, mit ihm etwas über Wahrscheinlichkeiten fachsimpeln (99,6% Gewinnchance - wann ist es ein Gewinn? Sobald man den Einsatz heraus hat oder ist jemand der für 100 EUR ein Los kauft und 50 EUR gewinnt auch einer?) bis er entnervt aufgibt.

Wenn er mir ein Gratis-Probe-Abo andrehen will, frage ich ihn, ob ich von vorne herein vermerken kann, dass das Abo auslaufen soll falls ich mich nicht nochmals bei ihm melde. Da das in der Regel nicht geht, lasse ich es bleiben.

Ansonsten habe ich kein Interesse.
 

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Michael Schierl
Aichach, Germany


[mihi] Michael Schierl
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© Michael Schierl
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