Die Kölner Klagemauer sieht einfach scheiße aus!

Was wurde nicht schon alles unternommen, um dem M.C. des Kölner Judenhasses, Walter Herrmann, die antisemitische Tour vor dem Dom zu vermasseln:

Am 21. Januar 2010 erstatte ich Anzeige gegen Walter Herrmann.

Am 24. Januar 2010 erscheint mein Artikel Arsch hoch? Zähne auseinander? Nicht für Juden!

Mehrere Bürgerinnen und Bürger erstatteten daraufhin Anzeigen wegen Volksverhetzung.

Fast aller Kölner Ratsfraktionen und Kirchen haben eine Resolution gegen die Kölner Hasswand verfasst.

Eine internationale Petition gegen die Kölner Hasswand liegt von Reiner Schleicher aus Frankreich vor.

Ein Buch mit dem Titel Die Hasswand ist sowohl in Deutschland als auch in Frankreich erschienen.

Ein international unterzeichneter offener Brief an den Kölner Polizeipräsidenten wurde verfasst.

Ein offener Brief fordert die Unterstützer des Hasses auf, mit eben dieser Unterstützung aufzuhören.

Die Jüdische Allgemeine fordert Weg mit Kölner Klagemauer!

Auch Tobias Kaufmann vom Kölner Stadt Anzeiger fordert dies.

Ganz zu schweigen von Andreas Rossmann von der FAZ.

Und von Kirsten Serup-Bilfeldt vom Deutschlandradio Kultur.

Und von Alan Posener von der WELT, der diese Hasswand nur noch einen Skandal nennt.

Und von Henryk M. Broder, der nur noch Abscheu für Köln übrig hat.

Sogar der Gesandte des Staates Israel, Emmanuel Nahshon meldet sich zu Wort und spricht von einem Hass im Herzen der Stadt.

Die Jerusalem Post attestiert Köln eine gefährliche Toleranz für Judenhass.

Und auch in Österreich wird die Kölner Hasswand kritisch zur Kentniss genommen.

Selbst der Aachener Friedenspreis distanziert sich mittlerweile deutlich von Walter Herrmann, dem sie im letzten Jahrhundert noch einen Preis verliehen hat.

Das Simon-Wiesenthal-Center lobt ausdrücklich all jene, die gegen die Kölner Klagemauer kämpfen.

***

Aber all diese nationale und internationale Kritik ist nichts im Vergleich zu dem deutlichsten Grund für den Abriss der Kölner Klagemauer:

Die Kölner Klagemauer sieht einfach scheiße aus!

Sie können als Kölner Bürgerin und Bürger ja politisch stehen wo Sie wollen, aber dass im Herzen unserer Stadt vor dem Kölner Dom, in unserer guten Stube, sichtbar für alle, die Köln besuchen und unvermeidbar für jene, die Köln mit der Bahn besuchen und daher am Hauptbahnhof vor dem Dom aussteigen müssen, ungewaschene Männer mit ungewaschenen Gedanken stinkende Papptafeln zum Vergammeln auf alte Wäscheleinen hängen, die allen Sicherheitsbestimmungen zum Trotz auf fest installierten verdreckten Stangen gespannt sind, das muss ihnen doch jenseits all Ihrer politischen Überzeugungen peinliche Zornesröte ins Gesicht treiben.

Auf der Domplatte verschandelt ein Überzeugungstäter unser Wohnzimmer mit der Folge, dass immer mehr Menschen unserer schönen Stadt am Rhein fern bleiben, weil es mittlerweile vor dem Kölner Dom zum Himmel stinkt. Die Kölner Klagemauer muss ganz einfach weg! Und wenn jemand fragt warum, dann hat man neben all den oben angeführten Gründen noch den einen besonders guten, einen für Köln existentiellen Grund:

Die Kölner Klagemauer sieht einfach scheiße aus!

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42 Antworten zu Die Kölner Klagemauer sieht einfach scheiße aus!

  1. Thomas G. schreibt:

    Sieht nicht nur scheiße aus, ist auch für die Stadt Köln mehr wie nur peinlich.

  2. Monika schreibt:

    Die Initiative Kölner Klagemauer kämpft ums Überleben.
    http://www.palaestina-portal.eu/koelner_klagemauer.htm
    ABER DIE KLAGEMAUER WIRD KEINEN BESTAND HABEN. WIR DULDEN KEINEN ISRAELHASS UND ANTISEMITISMUS IN KÖLN. NICHT IN KÖLN UND NIRGENDSWO

    • yael1 schreibt:

      Hallo Monika,

      habe durch Zufall eure neue Petition entdeckt, ich denke, viele bekommen das gar nicht mit. Vielleicht solltet ihr und Gerd diese immer hier reinstellen, denn nur ein paar Unterschriften nützen nicht viel, wenn man es nur durch Zufall entdeckt.

      • yael1 schreibt:

        Wie diese zum Beispiel.

        http://www.ipetitions.com/petition/boycott_tourisitique_de_cologne/

        Ihr müsst mehr Werbung und es öffentlicher machen. Sonst wird das nie etwas.

  3. trotter5 schreibt:

    Mister Herrmann,
    tear down this wall !

  4. kroraina schreibt:

    von Walter Herrmann kommt man schnell zum Milieu der Partei Die Linken- Es ist dieser linke Heiligenschein, der die Schandmauer Kölns schützt.

  5. Andrea schreibt:

    Wer ist eigentlich Eigentümer der Domplatte? Und warum kann der Eigentümer nicht einfach verbieten, diese Mauer aufzustellen? Kann mir das mal jemand erklären?

  6. hans schreibt:

    Die „Kölner Klagemauer“ sieht einfach scheiße aus!

    das gleiche ist von der geschnitzten judensau in innern des doms zu sagen, man sollte beides entfernen.

    • A.mOr schreibt:

      „Die Tiermetapher Judensau bezeichnet ein im Hochmittelalter entstandenes häufiges Bildmotiv der antijudaistischen christlichen Kunst und späteren antisemitischen Karikatur. Dabei zielt das Schweinemotiv auf eine Demütigung der Juden, Judensau-Spottbilder sind seit dem frühen 13. Jahrhundert belegtSpätestens 1918 tauchte der Begriff auch als öffentliches Schimpfwort gegen Juden auf. Die Nationalsozialisten griffen es auf und verwendeten es auch in der Abwandlung „Saujude“ als Hetzparole zur Verleumdung, Demütigung und Bedrohung.“
      (Auszüge aus Wikipedia zum Begriff „Judensau“)

      Was war es, das so schlimm ist an der Veranstaltung von Herrmann?

      • hans schreibt:

        A.mOr
        sie fragen was so schlimm ist an der Veranstaltung ?
        ist die Mauer für einige so hoch dass sie nicht sehen was dahinter ist ?
        Für mich ist diese Inszenierung eine art moderne Judensau !

        • A.mOr schreibt:

          hans,
          die antijüdische Haltung des Herrmann war doch die Sorge, nicht wie schön oder häßlich es dargestellt wird (was in sich eine doppelte Geschmacksfrage anspricht, nicht nur, ist es schön präsentiert, sondern auch, ist die Aussage (Herrmanns) schön?).
          „Judensau“ ist häßlich. Vielleicht aber ist mein Geschmack ein anderer als Ihrer?
          Haben Sie einen Humor beabsichtigt? Gehört „Judensau“ in ein post-Nazi-Vokabular von Leuten, die anders als ich darauf reflektieren?
          So möchte ich Ihnen sagen, daß ich mit diesem Wort nichts verbinde, außer Abscheulichkeiten.

          Ihre abschließende Frage -„ist die Mauer für einige so hoch dass sie nicht sehen was dahinter ist ?
          Für mich ist diese Inszenierung eine art moderne Judensau !“- verstehe ich nicht.
          Was ist „dahinter“? Was ist eine „moderne Judensau“?

          Auch, der „Geschnitzte“ (in ihrem Ausgangs-Beitrag), sie sprechen das Jesus-Bildnis an? Ist er „Saujude“ als Symbol der Christen oder weil er Jude war?

          Und Sie, hans, wofür stehen Sie in diesem Beitrag? Für die Häßlichkeit der „Kölner Klagemauer“?

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            @ A.mOr: Sie sind einem Missverständnis aufgesessen. Mit dem Geschnitze hat Hans nicht Jesus gemeint.

            Im Dom ist wahrhaft eine Schnitzerei im Altargestühl zu finden, auf der eine Sau abgebildetet ist, an deren Zitzen und Exkrementen Juden sind. Diese Schnitzerei ist typischer christlicher Abtisemitismus und findet sich an und in einigen Kirchen. Diese Schnitzerei wird Judensau genannt.

            Der Domherr weigert sich bis heute, das Bild zu entfernen. Ein Skandal! Aber, es ist wenigstens nicht mehr öffentlich sichtbar.

            • A.mOr schreibt:

              Danke für diese Aufklärung.
              Unter diesen Umständen möchte ich mich gerne bei hans entschuldigen für meine „Häßlichkeit“.

          • hans schreibt:

            Hallo A.mOr

            für mich haben die sog:Klagemauer des Hr. Herrmann ( Neuzeit) und die sog.Judensau im Kölner Dom( Mittelalter) gewisse Parallelen. Beides ist mit dem Ziel, die Juden zu dämonisieren ,herabzusetzten, zu verspotten zu erniedrigen erschaffen worden.
            Bei Hermann ist es das Dämonisieren des Jüdischen Staates und gilt als sog.Meinungsfreiheit in vielen Augen.Was dahinter steckt erkennen viele Passanten nicht, das meinte ich mit der hohen Mauer.
            Bei der Judensau im Dom ist es ein Relikt aus dem Mittelalter aus der Zeit des christlichem Antisemitismus der man könnte meinen heutzutage überwunden zu sein scheint und wird als wetvolles Kulturobjekt betrachtet.

            Beides ist für mich schwer zu ertragen !
            Sorry noch wegen meiner unklaren Ausdrucksweise !

            • A.mOr schreibt:

              Hallo hans,
              ich war tatsächlich ohne die Aufklärung durch tapferimnirgendwo auf einer fehlgeleiteten Fährte.
              Nun habe ich wieder was dazugelernt: im Kölner Dom steht die „Judensau“.
              Auch so schmerzt mich alleine das Aufschreiben des Wortes.
              Wird im Dom noch kultisch praktiziert, oder ist er selbst nur eine Art Kultobjekt, also eine Art Freilicht-Museum?
              Falls der Dom tatsächlich noch für christlichen Religionskult benutzt wird, dann sollten sich diese Leute wirklich fragen, was die Sau dort zu suchen hat. In diesem Fall gehört die Sau nämlich zum praktizierten Christentum Kölns.
              Als Priester würde ich mir eine solche Schande nicht bieten lassen, daß mein Vorbild Jesus in den Exkrementen einer Sau liegt (weiß nicht genau, wie ich mir das vorzustellen habe).
              Dieses Objekt würde ich jedoch nicht zerstören lassen, es gehört als Mahnung in ein Museum.
              Mich wundert eigentlich, warum Christen sich soetwas bieten lassen. Wie können sie so leichtfertig ihr eigenes Vorbild im Schmutz liegen lassen? Ist das christliches Verständnis von Nächstenliebe?
              Ich bin sicher (na ja), der Jude Jesus hat ein anderes Verständnis.
              Nun, hans, jetzt also Danke für das „Lüften der Mauer“.

              • hans schreibt:

                Hallo A.mOr,
                hier noch Ergänzungen falls Sie Interesse haben.
                Die Judensau bezeichnet als Tiermetapher ein im Mittelalter entstandenes häufiges Bildmotiv der antijudaistischen christlichen Kunst und antisemitischen Karikatur. Hierbei zielt insbesondere die Verwendung des Schweine-Motivs auf eine Demütigung ab, da das Schwein im Judentum als besonders unrein (hebr. tame) gilt.

                Judensau-Spottbilder sind seit dem frühen 13. Jahrhundert vor allem in Deutschland belegt. Sie sind auf Steinreliefs und Skulpturen an etwa 30 Kirchen und anderen Gebäuden vornehmlich Mitteleuropas bis heute zu sehen. Daneben begegnet man dem Bildmotiv seit dem 15. Jahrhundert in der Art einer bösartigen Karikatur in Flug- und Hetzschriften und anderen Medien. Seit dem 19. Jahrhundert taucht der Begriff auch als Schimpfwort gegen Juden auf. Die Nationalsozialisten griffen ihn auf und verwendeten ihn in der Abwandlung „Saujude“ als Hetzparole zur Verleumdung, Demütigung und Bedrohung von Menschen jüdischer Herkunft.

                Herkunft und Bedeutungswandel

                Das Schwein symbolisiert in biblischer Tradition die Unreinheit und Sünde, die der Mensch ablegen und überwinden soll, weil Gott ihn zu seinem Ebenbild berufen hat. So lässt Jesus nach einem Text des Markusevangeliums (Mk 5,1-20) die bösen Geister, die einen Menschen beherrschen, in eine Schweineherde fahren, worauf diese sich ins Meer stürzt und ertrinkt. Im 2. Petrusbrief (2,22) heißt es demgemäß von denen, die sich vom christlichen Glauben abwandten:

                „Es ist ihnen widerfahren das Sprichwort: Der Hund frisst wieder, was er gespien hat; die Sau wälzt sich nach der Notdurft wieder im Kot.“

                Hier wurde die Rückkehr zum Judentum als Verhalten von Schweinen dargestellt. Aber schon einige Kirchenväter beschimpften Juden als solche wie Häretiker als „Schweine“ (Petra Schöner, Judenbilder S. 189ff); bereits Johannes Chrysostomos übertrug diese Herabsetzung in seinen acht Sermonen 388 auf den jüdischen Gottesdienst in der Synagoge.

                Mit der übernahme der hellenistischen Tugend- und Lasterkataloge bildete die christliche Theologie seit dem 5. Jahrhundert die Reihe der „Sieben Todsünden“ heraus: Die letzten beiden, Völlerei (lateinisch gula) und Wollust (luxuria), wurden in bildlichen Darstellungen oft mit einem Schwein symbolisiert. Es verkörpert die Unreinen und die Sünder, deren Bauch mit Schweinereien angefüllt ist, deren verdaute Exkremente sie ihren Nachkommen hinterließen (Ps 17,14).

                Diese allgemein menschlichen Verfehlungen wurden bis zum 9. Jahrhundert noch nicht mit dem Judentum identifiziert, sondern nur verglichen. Rabanus Maurus stellte in seiner Enzyklopädie De universo (847) Juden Schweinen an die Seite, da beide in gleicher Weise ihre gottlose, sündhafte Unmäßigkeit und Unkeuschheit „vererbten“. Er bezog sich dabei auf die „Selbstverfluchung“ in Mt 27,25: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Hier waren Juden wie Schweine noch eine Allegorie für die beiden Laster, vor deren Weitergabe der einfache Christ mit drastischen Bildern gewarnt wurde. So verkörperten auch Mönche und Affen die inconstantia (Untreue, Unbeständigkeit).

                Die Skulpturen an Kirchen des Hochmittelalters symbolisierten den Aufstieg des Christentums zur herrschenden Weltanschauung, indem sie die siegreiche Ecclesia (Kirche) der unterlegenen Synagoge gegenüberstellten. Am Straßburger Münster zum Beispiel wurde letztere noch als formvollendete, edle und auch in der Trauer über ihre Niederlage hoheitsvolle Frauenfigur dargestellt (Entstehungszeit um 1230). Ihre verbundenen Augen symbolisieren die Blindheit des Unglaubens, ohne die Juden damit zu verspotten.

                Auch frühe Judensau-Skulpturen im 13. Jahrhundert stellten zwar Juden negativ dar, sollten aber nicht das Judentum verhöhnen: Juden waren hier nur moralische Exempelfiguren für alle Sünder (Shachar, „The Judensau“ S. 22f.). Doch schon die früheste Darstellung einer Judensau (um 1230) deutete die Wesensgleichheit von Juden und Schweinen an, indem sie die Judensau als Mischwesen beider darstellte. Sie stammt aus der Zeit, als die theologische „Verwerfung“ des Judentums sozialpolitisch zementiert wurde: Das 4. Laterankonzil 1215 markiert die kirchlich angeordnete Unterdrückung und Ghettoisierung der mittelalterlichen Judengemeinden.

                Nun wurde das Judentum zunehmend als „verdorbene“, schmutzige und lächerliche Religion abgewertet. Das zeigen die später entstandenen Bildmotive. Am Chorgestühl des Erfurter Doms wird der Konflikt der Religionen als Turnier visualisiert (Anfang des 15. Jahrhunderts). Während die Kirche auf einem Pferd reitet, sitzt die Synagoge auf einem Schwein. Ein Säulenkapitell im flämischen Aarschot wandelt das Motiv ab: Dort reitet ein Jude auf einem Ziegenbock. Dieser war auch Symbol des Teufels, so dass das Motiv nun bereits über den bloßen satirischen Spott hinausging.

                Das Judensau-Relief an der Wittenberger Stadtkirche (um 1440) stellt ein betont „perverses“, verhöhnendes Bild dar, das Abscheu und Ekel erregen sollte. „Der Jude“ erschien nun als widerwärtige Kreatur. Zudem trägt das Motiv den Titel Schem Ha Mphoras (hebräisch „der unverstellte Name“), bringt also den Namen Gottes mit einem für gläubige Juden unreinen Tier in Verbindung. Es bedeutet damit für sie eine ungeheuerliche Blasphemie. Dies zeigt anschaulich, dass sich gegen Ende des Mittelalters der ursprünglich religiöse Gegensatz von Kirche und Synagoge zu einer totalen, alle Lebensbereiche umfassenden Verachtung des Judentums als solchem verdichtet hat.

                Seit 1517 war die Schlosskirche der Predigtort Martin Luthers und Ursprung der Reformation. Seine antijudaistische Schmähschrift von 1546 trug denselben Titel wie das Motiv und deutete es wie folgt:

                „Hinter der Saw stehet ein Rabin, der hebt der Saw das rechte Bein empor, und mit seiner lincken hand zeucht er den pirtzel uber sich, bückt und kuckt mit grossem vleis der Saw unter dem pirtzel in den Thalmud hinein, als wolt er etwas scharffes und sonderlichs lesen und ersehen.“

                Damit bezog Luther die Judensau auf den Talmud und verhöhnte die rabbinische Schriftexegese und den jüdischen Glauben insgesamt als schmutzige Lächerlichkeit. So schloss er jeden denkbaren theologischen Dialog mit Juden und die Anerkennung ihrer eigenständigen Tradition aus.

                Besonders provokant gestaltet war die Frankfurter Judensau, ein um 1475 entstandenes Wandgemälde am Alten Brückenturm in Frankfurt am Main unweit der Judengasse. Es stellte bis zum Abriss des Brückenturms 1801 eine der touristischen Attraktionen der Stadt dar. Es zeigte einen Rabbi, der verkehrt herum auf einer Sau reitet, einen jungen Juden unter dem Bauch an den Zitzen, einen weiteren am After oder der Vulva saugend; hinter der Sau stehend den Teufel selbst und eine auf einem Ziegenbock, einem Teufelssymbol, reitende Jüdin. Zudem war darüber der verstümmelte Leichnam des Simon von Trient zu sehen, der angeblich einem Ritualmord von Juden zum Opfer gefallen war. Die Bildunterschrift lautete:

                „Saug du die Milch, friß du den Dreck,
                Das ist doch euer best Geschleck.“

                Dies sollte unterstreichen, dass Juden abartige Wesen seien, die den Tieren und dem Teufel näher stünden als dem Menschen. Die Verknüpfung des Judensau-Motivs mit einem Ritualmord sollte eine Pogromstimmung schüren (Schouwink, S. 88). Die Darstellung wurde in großer Zahl auch auf Holzschnitten und Kupferstichen, von denen verschiedene Varianten vorliegen, verbreitet. Auf den Druckwerken hat der Teufel meist eine als jüdisch angesehene Physiognomie und trägt auch den Judenring.

                Verbreitung
                Judensau-Skulpturen oder -Bilder sind noch an vielen Orten, meist an Kirchengebäuden, zu finden. Etliche davon sind so stark verwittert, dass das Motiv unkenntlich wurde; einige wurden aber auch erst in jüngster Zeit wieder entdeckt. Die Untersuchung Isaiah Shachars von 1974 und weitere Quellen erwähnen (hier alphabetisch geordnet)

                Aarschot in Belgien (Frauenkirche), verwandte Darstellung
                Stiftskirche St. Peter (Bad Wimpfen), Wasserspeier
                Bamberger Dom
                Basler Münster (neuerdings entfernt)
                Bayreuther Stadtkirche (neuerdings entfernt)
                Brandenburger Dom, Kreuzgang
                Cadolzburg bei Fürth (Burgtor)
                Dom Uppsala (Schweden)
                Calbe, St. Stephani-Kirche, Wasserspeier
                Colmarer Münster St. Martin, zwei Darstellungen, davon ein Wasserspeier
                Eberswalde, St. Maria Magdalena
                Erfurter Dom
                Gnesener Kathedrale
                Heiligenstadt, Kapelle St. Anna
                Heilsbronner Münster
                Kölner Dom und St. Severin (Köln) (Chorgestühl), in St. Severin derzeit nicht mehr vorhanden
                Lemgoer St. Marienkirche
                Magdeburger Dom
                Kathedrale von Metz
                Nikolaikirche Zerbst
                Regensburger Dom
                Spalt, Privathaus
                Theilenberg in Mittelfranken (Kirchturm)
                St. Sebald (Nürnberg)
                Wiener Neustadt (ehemals am Haus Hauptplatz Nr. 16, heute im Museum)
                Wittenberger Stadtkirche
                Xantener Dom
                Die älteste bekannte Darstellung (um 1230) findet sich an einem Säulenkapitell im Domkreuzgang von Brandenburg. Es zeigt die Judensau als Mischwesen zwischen Jude und Schwein: Diese Version wurde später nicht mehr aufgegriffen. Dem 13. Jahrhundert zugehörig gelten auch die Beispiele in Lemgo, Xanten, Eberswalde, Wimpfen und Magdeburg. Dem 14. Jahrhundert rechnet Shachar die Motive in Heiligenstadt, Köln (Dom), Metz, Regensburg, Uppsala, Gnesen, Colmar und Nordhausen zu. Die übrigen Judensau-Bilder gehören dem 15. Jahrhundert an

  7. Heiner schreibt:

    Klagemauer ist für diese Aufführung genau so richtig, wie die Bezeichnung für die Mauer, als Antifaschistischen Schutzwall war.Das eine ist Gott sei Dank Geschichte und das Andere möge Geschichte werden.Sicher würde der größte Teil der Muslime besonders die Palästinenser aufheulen wenn Ihre Propaganda abgehängt würde.Herrn Herrmann als Linken bezeichnen, ist wohl nicht angebracht ,obwohl auch einige Linke den von Ihn dargestellten Gedanken nachhängen.Dies war ein Teil der kommunistischen Politik die Er und einige andere Pseudo Linke Heute noch nachhängen.Das sich die Welt weiterentwickelt hat und die Palästinensische und kommunistische Propaganda verlogen war und ist haben diese verblendeten Menschen nicht wahrgenommen.Diese Unfähigkeit die reale Welt wahrzunehmen haben Sie mit den Nazis gemeinsam .Stalin und Goebbels sind tot aber die Dummheit lebt weiter!

  8. anti3anti schreibt:

    Das Christentum gehört zu Deutschland. Das Judentum gehört zu Deutschland. Der Islam gehört zu Deutschland.
    Der Antisemitismus gehört zu Deutschland.
    Und die Kölner Klagemauer auch.

  9. Thea schreibt:

    Es ist ja dank Deines unermüdlichen Einsatzes erfreulich, dass Tausende von ausländischen Touristen den Besuch der Domstadt wegen der Klagemauer inzwischen gecancelt haben + auf der Hohen Straße inzwischen merkliche Geschäftseinbußen zu verzeichnen sind trotzdem: Wenn man sich -wie du- jahrelang in eine Privatfehde mit einem eigentlich ziemlich irrelevanten Individuum auf der Kölner Domplatte verbeißt und dabei die Justiz, den Oberbürgermeister und die internationale Presse in Anspruch nimmt, besteht die Gefahr, dass man selbst ständig mental hyperventiliert und beim Blick in den morgendlichen Spiegel feststellen muss, dass man selbst ganz schön kacke aussieht.
    Also Gerd Buurmann: Versuchs mal wieder mit der Schauspielerei, da kann man sich wesentlich leichter Erfolgserlebnisse verschaffen wenn man denn gut ist!

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Liebe Thea,

      das mach ich.

      Jeden Montag um 20 Uhr zur Kunst gegen Bares im ARTheater, Ehrenfeldgürtel 127.

      Am 7. und 8. Januar 2011 spiele ich um 20 Uhr Der letzte der feurigen Liebhaber von Neil Simon im Severins-Burg-Theater, Eifelstr. 33. Im dritten Akt bin ich nur meinen String-Tanga bekleidet. Da sehe ich besonders kacke aus. Das müssen Sie sehen!

      Und La Traviata, also ganz große Oper spiele ich im Severins-Burg-Theater, Eifetsraße 33 um 20 Uhr am 14. / 15. / 20. 22. / 27. 30 Januar 2011 und 3. 5. / 10. 13. / 17. 19. und 24. 26. Februar 2011.

      Das sind 29 Tage in nur zwei Monaten an denen Sie sehen können, wie kacke ich aussehe.

      Kommen Sie vorbei! Ich freu mich.

      alles Liebe,
      gerd buurmann

  10. jozy schreibt:

    Vorsatz fürs neue Jahr: AKTIV werden. Zum Dom fahren, Hand anlegen, Mauern einreißen..

  11. Jewbilee schreibt:

    Interessante Argumentationsfolge:
    1. Die Mauer ist Volksverhetzung. Oh, Argument zieht bei den zuständigen Stellen nicht scharf. Wir müssen uns was anderes einfallen lassen:
    2. Also wird auf die Moral/Ethik abgestellt. Tja, funktioniert nicht, aber immerhin kann man sich jetzt schön darüber aufregen, dass der Rechtsstaat einer ist und nicht wie gewünscht Gewehr bei Fuß steht.
    3. Jetzt sind wir dann also beim Aussehen angelangt. Die gute alte Ästhetik. Wenn alle Stricke reißen muss die herhalten.

    Was kommt als nächstes?

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Als nächstes?
      Nun, wenn ich mal ganz pathetisch sein darf, wenn Unrecht recht, Amoral moralisch und das Hässliche schön wird, bleibt als letzte Konsequenz nur die Revolution. Bei der letzten Revolution in Deutschland vor 20 Jahren fiel eine Mauer. Diese Geschichte darf sich ruhig wiederholen ;-)

  12. Pingback: Stoff für’s Hirn! « abseits vom mainstream heplev

  13. Sebastian schreibt:

    Sieht vielleicht Scheisse aus, dokumentiert aber die Taten der Israelis, für die es keine Rechtfertigung gibtFür mich hat Israel als Staat sein Existenzrecht schon lange selbst verspielt. Man sollte Ihnen die A-Waffen wegnehmen bevor wirklich noch etwas ernsthaftes passiert und das Land dauerhaft durch die UN besetzen.

    Die Israelis sind die Besatzer, nicht umgekehrt.

    • yael1 schreibt:

      Für mich hat Israel als Staat sein Existenzrecht schon lange selbst verspielt.

      Damit sind Sie ein klassischer Antisemit und haben sich wohl im Blog vertan. Auf antisemitische Typen hat hier keiner Lust. Mach den Abgang!!

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      @ Sebastian: Ich möchte mich einmal auf Ihre Argumentation einlassen:

      Wenn Sie sagen, die Israelis seien die Besatzer, dann muss es ja eine Heimat der Besatzer geben, also einen Ort, an den die Israelis zurückkehren können, wenn Sie ihre Besatzung aufgeben. Wo also ist Ihrer Meinung nach das Israel, zu dem die Israelis zurückkehren können, sollten sie Ihre Besatzung aufgeben?

  14. Sebastian schreibt:

    @ tapferimnirgendwo

    Sie müssen dahin gehen wo sie hergekommen sind, egal wie diese Länder heißen. Von Irgendwo müssen sie ja hergekommen sein.

    Ausserdem: Hitler (bevor das Argument wieder kommt) war keine Deutsche Angelegnheit, sondern Hitler wurde von amerikanischen und zionistischen Personen und Organisationen fianziert. Sogar die NSDAP, die 32/33 fast Pleite war, wurde erst von diesen zum Aufstieg gebracht, unter Anderem von George Bushs Opa.

    Steht sogar auf einer UN-Seite. ohne jedoch tiefer in die Materie einzutauchen:

    http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/g-ss/AmericanEmpire/nazis.htm

    Wie Immer: Ein halbwegs moderater Herrscher wurde von den USA gestürzt (Wilhelm Zwo) und durch einen Diktator ersetzt..Allende in Chile, Mossadeg im Iran, Saddam Hussein usw sind weitere Beispiele der USAschen Außernpolitik.

    Oder leugnen sie das etwa? Schreiben sie doch hierzu mal ein paar Artikel, um die Wahrheit über die Zionisten rüberzubringen. Was sagen sie dazu?

    Wer heute noch die USA verteidigt muss einen ganz schönen üblen Character haben, nah all den Kriegen und Morden, Putschen und Attentaten.

    Nichts gegen die Bevölkerung dort, wir sollten nicht den Fehler machen (wie gegen die Deutschen) alle Menschen in einem Land für die Verbrechen ihrer Regierung verantwortlich zu machen, dass gilt natürlich genauso für die Israelis.

    Die Zionisten haben beide Weltkrieg gegen Deutschland angezettelt weil es die Einzige Möglichkeit war, Israel zu bekommen. Und jeder mit einem IQ häher einer Küchenschabe weiß das.

    • hans schreibt:

      @sebastian

      manches in der weltgeschichte ändert sich nie.
      leute wie sebastian könnten , (gäbe es eine zeitmaschine) sich mit so einem weltbild wie er es hat in jeder historischen zeit zurechtfinden .

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      WOW,
      Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

      ich lasse die Auswürfe von Sebastian hier mal stehen, damit sich jeder darüber informieren kann, wie abgefuckt manche Antizionisini, Antisemitisimi, ach sagen wir einfach Judenhasser sein können.

    • yael1 schreibt:

      Gerd, der Typ ist ja nicht nur ein Judenhasser, sondern ein lupenreiner Nazi.

      Und jeder mit einem IQ häher einer Küchenschabe weiß das.

      Der Lacher des Tages. Soviel Blödheit auf einmal kann es eigentlich gar nicht geben, aber machen Sie weiter so, ich sammle für den Staatsanwalt. Bald habe ich genug zusammen.

  15. Sebastian schreibt:

    @ yael1

    Dann will ich mal ganz konkret fragen:

    Würde es heutzutage Israel geben, ohne das der erste Weltkrieg und der zweite Welzkrieg stattgefunden hätten?

    Eine einfache Frage? Ja oder nein?

    • Samu schreibt:

      @ Sebastian

      Was hat der WW I denn mit der Entstehung Israels zu tun !?!?

      Setzen 6 Klappe halten, wenn man keine Ahung hat ;-)

      Und ein wenig mehr Infos über den klassischen Zionismus lesen, wäre auch nicht schlecht !!!!

    • yael1 schreibt:

      Der erste WK ist wirklich putzig zu erwähnen. :D
      Schon mal was von der Balfour-Deklaration gehört? Scheinbar nicht, aber mit der Ihren eigenen Verdummung sollte man nicht derart hausieren gehen.

  16. Sebastian schreibt:

    @ yael1

    Und ja, nach dem Staatsanwalt zu rufen wenn man keine Argumente hat, kennen wir alle schon..ist in dieser Form leider auch nur in Deutschland möglich. Allerdings weiss ich was ich sagen kann und was nicht, und die behauptung, die Zionisten sind am Holo und an den Weltkriegen beteiligt gewesen ist nicht strafbar.

    Zionisten haben mit Judentum an sich nichts zu tun, im Gegenteil, sie beschmutzen es.

    Ich zitiere mal Thomas Jefferson:

    NUR die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

    • yael1 schreibt:

      Volksverhetzung ist in Deutschland ein Straftatbestand, da nützen Ihre Verleumdungen gar nichts. Seit wann helfen Argumente bei Antisemiten und Nazi wie Ihnen! Vergebliche Mühe, wie jeder weiß.

  17. Sebastian schreibt:

    @ Tapfer im Nirgendwo

    Was ist denn nun? Habe ich rech das Geeorge Bush sein Opa die Nazis finanziert hat und so seinen Grundstock für sein Vermögen aufgebaut hat?

    Ist das etwa falsch was ich geschrieben habe?

  18. spiderman schreibt:

    Haben Sie sich nicht vor einiger Zeit mal über die humorlosen Teutonen
    mokiert die Sarrazins Buch mit Behauptungen wie Muslime seien inzuchtbedingt
    minder intelligent einfach nicht mit Humor wollten? Ich nehme an die
    humorlosen Teutonen sollten sich mal ein Beispiel dran nehmen wie humorvoll
    und locker Sie und Ihre Leserschaft die Klagemauer nehmen.
    Ihren Blog kann man dagegen wirklich mit Humor nehmen. Die Klagemauer ist
    eigentlich eher blöd aber wenn ich mir anschaue wie Sie sich dran abarbeiten
    weil offensichtlich Ihr lächerliches kleines Ego es nicht verträgt dass Ihre Klage
    damals abgewiesen wurde, dann finde ich sie schon wieder richtig gut.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Sie lesen meinen Blog aber ganz genau.
      Freut mich.
      Weiter so.

    • yael1 schreibt:

      Tja, Spiderman hier tut wenigstenst jemand etwas gegen Antisemitismus, im Gegensatz wohl zu Ihnen. Das tut Ihnen wohl sehr weh. Q.E.D.

    • hans schreibt:

      spiderman

      nun die klage wurde abgewiesen aber das klare, unmissverständliche eintreten für jüdische und israelische belange des g.buurmann hat weiter bestand obwohl es schon immer schwer war, auch in früheren epochen und heute sowieso für israel einzustehen . die geschieht aus einer minderheiten- position gegenüber der mehrheitsgesellschaft also schwächeren position. auf jeden fall braucht es dafür ein ego, und dafür gratuliere ich hr. buurmann dafür das er eines besitzt.
      warum es solche menschen wie g.buurmann durch die jahrhunderte immer so schwer hatten frage ich nicht ihn sondern müsste man leute ihres schlages fragen. aber da fehlt wohl eine gewisse selbstreflexion und ich habe auch keine energie dafür

  19. anti3anti schreibt:

    @ Sebastian,

    du fragst, ob es heute Israel geben würde, wenn die beiden Weltkriege nicht stattgefunden hätten.

    Du hältst dies für eine einfache Frage, die mit ja oder nein beantwortet werden kann.

    Meine Antwort: ja.

    Andere Frage:
    Gäbe es heute den Sebastian, wenn Sebastians Mutter die Zukunft gekannt hätte.
    Meine Antwort: ja.

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