Die Honda Pacific Coast

ein Bike der besonderen Art

Mit Komplettkarosserie, Kardan und integrierten Koffern ist die Pacific Coast zum Touren prädestiniert. Auch wenn Honda Deutschland den Import rundweg abgelehnt hat, ist die aussergewöhnliche PC800 durchaus eine Erfahrung wert.

Wie kaum ein anderes Motorrad hat die Honda PC800 mit dem suggestiven Beinamen Pacific Coast das Zeug zum Meinungsbildner. Desinfektionsfreundlich wie ein Operationssaal, schmähen die einen, während andere von ihr als durchdachtem Konzeptfahrzeug schwelgen. Gleichgültig lässt sie jedenfalls nicht einmal Leute, die sonst mit Zweirädern wenig am Hut haben. Mehrfach wird man von Passanten gefragt, ob das ein Roller oder eine richtige Maschine sei.

Doch kurz gesagt, es ist ein richtiges Motorrad, und was für eins.

Von 1989 bis 1998 führte Honda die Pacific Coast, von Honda Research America speziell für den amerikanischen Markt entwickelt, im Programm. Wie diverse andere Modelle, die von Honda Deutschland nicht angeboten werden, findet die PC800 schon seit geraumer Zeit über freie Importeure den Weg zu uns. Wie viele Pacific Coast hierzulande insgesamt verkauft wurden, lässt sich schwer feststellen, jedoch sieht man das auffällige Schalentier gar nicht einmal so selten auf unseren Strassen.

Honda Deutschland entwickelte auf der optischen Grundlage der PC800 eine europäische Version mit einem stärkeren Motor, die Pan European. Diese um einige Tausend Mark teurere Variante entspricht nur zum Teil der vorteilhaften Konstruktion der Pacific Coast. Die fest integrierten Satteltaschen, von vielen belächelt und von Honda Deutschland als nicht für den europäischen Markt geeignet, abgelehnt, finden sich inzwischen an der Honda Deauville wieder. Doch weder die Pan European noch die Deauville können das phantastische Tourenkonzept besser umsetzen, als die PC800.

Der kraftvolle 45° V-Zweizylinder bringt bereits aus dem Keller einen sehr guten Anzug und stemmt bei 5300/min 64 Nm auf die Kurbelwelle. Die Nennleistung schwangt in den Angaben zwischen 50 – 60 PS. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sie für Fahranfänger auf 34 PS zu drosseln. Die Höchstgeschwindigkeit richtet sich je nach Ausstattung und Beladung und beträgt ca. 170 km/h. Gut eingefahrene Motorräder bringen es aber auch schon einmal auf 190 km/h. Ihr Durchschnittsverbrauch liegt bei 5,0 Liter auf 100 km. Und selbst bei schneller Autobahnfahrt steigt ihr Verbrauch nie über 6,0 Liter Bleifrei Normalbenzin. Die PC800 ist vorn mit einer Doppelscheibenbremse und hinten mit einer Trommelbremse ausgestattet.

Die Sitzbank besteht aus zwei Einzelsitzen, welche etwas zu weich geraten sind. Hier hält die Firma Korbin für den anspruchsvollen Tourenfahrer eine passende Alternative bereit. Für die Baujahre 89-91 boht Honda ein Einbauradio als Zubehör an, aber auch der Einbau eines normalen Autoradios mit Fernbedienung, wie sie Phillips oder Sony anbieten ist leicht zu bewerkstelligen.

Über die Farbe lässt sich das ungefähre Baujahr ermitteln. Perlmutweisse/silber PC´s stammen aus den Jahren ´89 bis ´90. Rot-metalic/silber waren die Baujahre ´90 bis Anfang ´92. Nach einer Pause kam 1994 eine schwarz/silberne PC auf den Markt. Diese wurde bis 1995 gebaut. Ab 1996 bis zu ihrem letzten Baujahr 1998 war sie dann rot/grau. Im letzten Jahr verlor sie dann auch die Abdeckung der Bremsscheiben am Vorderrad. Neben diesen für Amerika gebauten Typen, gab es ab 1989 eine blaue PC für Italien und Frankreich und eine silberne für den asiatischen Raum. Ausserdem sind einige in eigenregie umlackiert  worden.

Oft wurde in der Szene bereits über einen Nachfolger für die Pacific Coast spekuliert, aber bis heute ist noch kein Motorrad, welches so perfekt konstruiert ist, in Sicht.

           

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