Die Neuzugänge der Adler – Yanick Lehoux

23. Juli 2011

Der Kanadier Yanick Lehoux wurde am 8. April 1982 in Montreal, Quebec, geboren. Der 29-jährige Center spielte zunächst in der Quebec Major Junior Hockey League, der kanadischen Top-Juniorenliga und zeigte schon dort seine herausragenden Scorereigenschaften. Parallel zur schulischen Ausbildung spielte der Stürmer vier Jahre sehr erfolgreich für die Baie-Comeau Drakkar und schaffte in seiner besten Saison 159 Punkte in 81 Spielen. Eine überragende Saison, in der Lehoux alleine 75 Tore erzielte.


Beim NHL-Entry-Draft 2000 sicherten sich die Los Angeles Kings die Rechte am torgefährlichen Stürmer, zogen ihn an Position 84. Er ging allerdings zuerst ins Farmteam nach Manchester zu den Monarchs und absolvierte dort allerdings nur ein einziges Spiel. In seiner ersten kompletten AHL-Saison 2002/2003 fand sich der Mittelstürmer dann jedoch schnell zurecht und konnte sich mehrfach in den Scorerlisten eintragen. Es folgten zwei weitere Jahre bei den Monarchs, in denen er immer konstanter und besser wurde. Insgesamt hält Lehoux den Rekord als bester Scorer der Monarchs aller Zeiten und schaffte in 266 Partien 382 Scorerpunkte.

Die Saison 2005/ 2006 war für den Kanadier dann ein unglaublicher Wechselmarathon. Zunächst zog es Lehoux nach Europa. Er unterschrieb bei Servette Genf, machte dort allerdings nur sieben Spiele. Wenig später wechselte er zum Ligakonkurrenten Basel, spielte aber auch hier nur vier Matches. Schließlich kam der Ruf aus der NHL von den Phoenix Coyotes. Dort absolvierte er seine ersten drei NHL-Partien und schoss sein erstes Tor in der nordamerikanischen Eliteliga. Danach ging’s zu den Monarchs. Nach 31 Spielen für Manchester wechselte er nochmals innerhalb der Liga zu den San Antonio Rampage. Dort machte er 23 Matches und beendete hier schließlich diese verrückte Spielzeit.

Zwei weiteren Jahren in San Antonio und einem erneuten Gastspiel bei den Coyotes in der NHL, bei denen er sieben Spiele machte, folgte der Wechsel zu den Hamilton Bulldogs. In 86 Spielen erzielte er 62 Punkte für das Farmtean der Montreal Canadiens und war einer der erfolgreichsten Stürmer seiner Mannschaft.

2009 kehrte Lehoux Nordamerika sportlich gesehen den Rücken und wechselte nach Schweden. Bei Södertälje SK wurde der dynamische Stürmer schnell zum Liebling der Fans, er markierte 31 Punkte in 39 Spielen. Danach zog es ihn wieder in die Schweiz. Bei Ambri-Piotta zeigte er erneut seine Konstanz und punktete regelmäßig. Dennoch wechselte er noch in der gleichen Saison zurück nach Schweden, wo er die letzte Saison in Södertälje beendete.

„Ich bin topmotiviert für die kommende Saison“


Hallo Yanick, herzlich willkommen bei den Adlern. Wie geht es Dir?

Mir geht es gut, vielen Dank. Ich bin gerade in Quebec City und sitze hier im Auto, weil es unglaublich angefangen hat zu regnen. Ich wurde gerade bei meinem Fitnesstraining davon überrascht. Bis auf das Wetter geht es mir hier sehr gut.

Vielen Adlerfans wirst Du noch nicht so bekannt sein. Stell Dich doch mal kurz vor.

Ja gerne. Ich wurde in Montreal geboren und lebe zurzeit noch in Quebec City. Meine Frau Chantal stammt aus dieser Stadt, weshalb wir hier auch leben. Wir haben einen kleinen Sohn, der im letzten Oktober zur Welt kam. Ich fühle mich hier in Quebec zwar sehr wohl, aber jetzt wird’s Zeit etwas Neues zu sehen und zu erleben. Ich freue mich heute schon auf Mannheim.

In Nordamerika hast Du bei einige Clubs viele Spiele gemacht. Sowohl in der AHL als auch in der NHL. Was hast Du aus dieser Zeit für Dich mitgenommen?

Es war eine Ehre in der NHL zu spielen. Und dann wurde ich auch noch von Wayne Gretzky, einem meiner größten Idole, gecoacht. Das war unglaublich. In der NHL zu spielen und dann noch seinem Idol so nah zu sein. Da sind zwei Träume auf einmal wahr geworden. Das war schon eine tolle Sache.

Vom Spielniveau her war die NHL bestimmt eine große Herausforderung, oder?

Auf jeden Fall. Das ist eine so schnelle Liga. Gerade wenn du neu bist, erlebst du erstmal alles wie in Trance. Du bist aufgeregt und alles um dich herum geht so wahnsinnig schnell. Außerdem ist jeder um dich herum irgendwie besser als du selbst. Zumindest kommt einem das so vor. Aber ich glaube auch, dass es als Stürmer leichter ist, sich in der NHL zu Recht zu finden. Man gewöhnt sich besser an die Schnelligkeit. Insgesamt war das eine tolle Erfahrung.

Kannst Du Dich noch an Dein erstes NHL-Tor erinnern?

Natürlich, das vergisst man nie. Besonders weil es herausragend war. Es ist kein Witz, wenn ich jetzt sage, dass ich in meinem ersten Spiel, mit meinem ersten Wechsel und meinem ersten Schuss gleich mein erstes Tor geschossen habe. Das ging alles so schnell. Und das in der besten Liga der Welt. Ich glaube, jetzt kann man erahnen wie ich mich gefühlt habe. Das war Wahnsinn!

Das passt aber zu Dir. Du hast sehr gute Statistiken. In den Anfängen Deiner Karriere hast Du in der Quebec Major Junior Hockey League einmal in einer Saison 159 Punkte in 81 Spielen erzielt.

Das stimmt. In dieser Zeit hatte ich einige gute Spielzeiten, da lief es einfach rund. Warum das so gut lief, kann ich nicht erklären. Wenn es als Stürmer stimmt, dann fallen die Tore manchmal einfach so.

Dennoch hast Du diese Scorer-Qualität auch konstant in Deiner Profizeit gezeigt. Du musst doch ein Geheimnis haben?

Nein, wirklich nicht. Ich folge einfach der Philosophie: Schieße einfach in die Ecke, wo der Goalie nicht steht. Dann hast du gute Chancen auf ein Tor. So einfach ist das manchmal.

Es gibt in Deiner Karriere sicherlich eine Spielzeit, die wirst Du nie vergessen. Ich spreche von der Saison 2005/2006. Weißt Du noch, was da alles passiert ist?

Oh ja, das war eine verrückte Saison. In dieser Spielzeit habe ich für fünf verschiedene Clubs gespielt. Das war unglaublich! Ich hätte vorher nie gedacht, dass mir so etwas einmal passieren würde. Ich war in Nordamerika unzufrieden und ging in die Schweiz nach Genf. Dort gab’s aber zu viele Importspieler und ich entschied mich nach Basel zu gehen, da es mir insgesamt in Genf nicht so gut gefiel. Dann kam der Anruf aus Los Angeles, wo ich einen neuen Vertrag unterschreiben sollte. Als ich am Flughafen ankam, sagten meine Eltern: ‚Steig in den nächsten Flieger, die Phoenix Coyotes wollen dich.’ Das war unglaublich. Nach meinen Spielen in der NHL bin ich dann wieder in die AHL zu Manchester und dann nach Hamilton. Das war das erste Jahr, in dem mich meine Frau überall hin begleitete. Es war unglaublich, dass sie nach diesem Jahr noch bei mir geblieben ist. (lacht)

Du schießt viele Tore und bereitest auch gerne Tore vor. Wie würdest Du Dein Spiel insgesamt einordnen?

Ich versuche als Spieler komplett zu sein und solide in meiner Zone zu spielen. Natürlich will ich als Stürmer offensive Akzente setzen, vernachlässige aber auch die Defensivarbeit nicht. Außerdem bin ich ein sehr positiver Spieler und Mensch. Ich rede viel mit meinen Kollegen auf dem Eis, als auch in der Kabine. Das halte ich für wichtig.

Nun kommst Du zu Deiner ersten Saison in die DEL. Was erwartest Du?

Ehrlich gesagt, ich weiß noch nicht viel über die DEL. Ich habe zwar schon ein paar Sachen von anderen Spielern gehört, aber ich kann mir noch kein richtiges Bild von der Liga machen. Von Mannheim habe ich dagegen nur Positives gehört. Ich habe mit Trainer Harold Kreis sehr lange geredet und er hat mir seine Vorstellungen dargelegt. Das fand ich gut und ich freue mich auf die Adler.

Manager Teal Fowler ist sehr froh, Dich nach Mannheim geholt zu haben. Damit ist die vakante Mittelstürmerposition in der ersten Reihe endlich besetzt. Spürst Du dadurch etwas Druck oder motiviert Dich das eher?

Das ist Motivation pur. Ich bin Stürmer und es ist mein Job mit Druck umzugehen. Ich will viele Tore machen und in jedem Match meine beste Leistung bringen. Fred Brathwaite ist als Nummer Eins im Tor sicherlich auch unter Druck, aber er geht super damit um und wird wieder ein starker Rückhalt sein, weil er ein absoluter Profi ist. So ist es bei mir auch. Das ist mein Job und den will ich gut erledigen.

Du wirst mit der Nummer 8 auflaufen. Gibt es dazu eine Geschichte?

Eigentlich nicht direkt. Alle Nummern, die ich regelmäßig getragen habe, die 26 zum Beispiel, waren schon vergeben. So habe ich mich für die 8 entschieden, da ich am 8. April geboren bin. Neue Nummer, neue Herausforderung und hoffentlich auch viel Glück in Mannheim. Ich bin jedenfalls topmotiviert für die kommende Saison.

Welche Interessen hast Du denn, wenn Du nicht auf dem Eis stehst?

Da gibt es einige. Sowohl jetzt in der Vorbereitung als auch privat fahre ich gerne Fahrrad und halte mich so fit. Ich bin übrigens auch ein großer Fan der Tour de France und schaue mir gerne die TV-Übertragungen an. Außerdem spiele ich gerne Golf. Privat kochen meine Frau und ich sehr gerne. Oft kochen wir auch mit Freunden und machen hin und wieder kleine Kochpartys.

Hast du konkrete Ziele für die neue Saison?

Ganz klar: Ich will das Optimale aus dem Team und mir heraus holen. Ich werde für das Team und den Erfolg alles Erdenkliche tun. Ich habe noch nie eine Meisterschaft gewonnen und werde alles daran setzten, dass wir oben mitspielen und wir Erfolg haben.

DEB und DEL einig über neue Kooperation

22. Juli 2011

Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und die Deutsche Eishockey Liga (DEL) haben sich auf einen neuen Kooperationsvertrag geeinigt. Der bisherige Vertrag war am 30. April dieses Jahres ausgelaufen. Die neue Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018.


Als zentrales Element beinhaltet das Dokument eine gemeinsame Struktur der Nationalmannschaft. Demnach wird die Nationalmannschaft zukünftig sportlich und wirtschaftlich in eine neue, von DEB und DEL paritätisch geführte Organisation überführt. Dagegen wird es eine Relegation um Auf-/Abstieg in bzw. aus der DEL nicht geben. Die Zweitliga-Betriebsgesellschaft ESBG hat sich gegen Relegations-Play-offs und eine Beteiligung am Kooperationsvertrag entschieden.

„Wir haben zwar eine generelle Einigung erzielt, dennoch ist es schade, dass der Weg für die Zweitligisten nicht gangbar war. Wir hätten eine Verzahnung erreichen können, aber die Bedingungen wurden von der ESBG nicht akzeptiert“, sagte DEB-Präsident Uwe Harnos (München).

Neue Struktur bei der Nationalmannschaft

In Bezug auf die Nationalmannschaft bündeln DEB und DEL in Zukunft ihre Kräfte. „Der gemeinsame Weg bei der Nationalmannschaft macht zwingend Sinn. So ergeben sich mehr Möglichkeiten hinsichtlich der Vermarktung und die DEL kann sich auch in Bezug auf sportliche Fragen mehr einbringen. Ab sofort stehen DEB und DEL gleichermaßen in der Pflicht, am Vorzeigeprodukt des deutschen Eishockeys zu arbeiten“, so Uwe Harnos. Ähnlich sieht es der DEL-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Arnold (Ingolstadt): „Ich bin sehr zufrieden, dass es zu dieser Lösung gekommen ist.“

Manuel Klinge verlässt die Adler und wechselt nach Kassel

21. Juli 2011

Manuel Klinge, der zur vergangenen Saison nach Mannheim gekommen ist, verlässt die Adler schon nach einem Jahr wieder in Richtung Kassel. Der 26-jährige Stürmer bat in den vergangenen Tagen um eine Freigabe aus seinem noch laufenden Vertrag, um zurück zu den Kassel Huskies zu wechseln.


Klinge sieht für sich und für seine berufliche Perspektive in Kassel die besseren Möglichkeiten und entschloss sich deshalb zu diesem Schritt.

Die Adler stimmten der Vertragsauflösung zu und wünschen Manuel Klinge auf seinem weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg.

19. Jul. '11 Mannheimer Eishockey-Nachwuchs in den Camps der deutschen U18 und U20 16. Jul. '11 Der Trip nach Toronto war ein tolles Erlebnis
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