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Leitbild

Wovon gehen wir aus?

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch einzigartig, einmalig und deshalb unaustauschbar ist, dass mensch mit Bewußtsein, Vernunft, Kreativität, Willen und Gewissen begabt und damit zu Erkenntnis und Veränderung fähig ist.

Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch Bedürfnisse (Anliegen, Wünsche, Absichten usw.) hat, die von Tag zu Tag und von Lebensphase zu Lebensphase wechseln können. Diese Bedürfnisse sind uns Ausgangspunkt unseres Denkens und Handelns.

Wir gehen davon aus, dass für jeden Menschen Beziehungen (jeglicher Art) zu anderen Menschen lebensnotwendig sind, gleichzeitig aber die Früchte dieser Beziehungen unabsehbar vielfältig und bereichernd sein können.

Wir gehen schließlich davon aus, dass jeder Mensch in ihrer/seiner persönlichen Wirklichkeit lebt, in der sich ihre/seine Einmaligkeit widerspiegelt und die unter anderem durch ihre/seine Bedürfnisse und Beziehungen bestimmt wird. Diese persönliche Wirklichkeit ist ihr/ihm Entscheidungsgrundlage für ihr/sein Handeln und letztlich ausschlaggebend für ihr/sein Lebensgefühl. Auch diese Wirklichkeiten sind veränderlich und gestaltbar.


Was finden wir vor?

Wir finden derzeit KonsumentInnen, ProduzentInnen, ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen vor - also auf bestimmte Funktionen und Berechenbarkeiten reduzierte oder sich selbst beschneidende Menschen. Ihr kreatives und wohlwollendes Potential wird durch ein Übermaß an unnotwendigen Ängsten und Zwängen eingeschränkt.

Wir finden derzeit vorwiegend jene Bedürfnisse, die man glaubt, haben zu dürfen, eine Unzahl an fremdbestimmten, diktierten Bedürfnissen und oft die seltsame Gewißheit, daß viele ganz genau über die Bedürfnisse der anderen Bescheid zu wissen glauben.

Wir finden derzeit Beziehungen, die vom Kalkül dominiert werden, Beziehungen, die bestrebt sind, die unberechenbaren (kreativen) menschlichen Anteile auszutreiben und die durch die Inszenierung physischer und/oder psychischer Abhängigkeiten zementiert werden. Da sich in solchen Beziehungen nur selten jemand wohl fühlt, ist es nicht verwunderlich, daß viele heute von einer beziehungsverarmten, "atomisierten" Gesellschaft isolierter Individuen sprechen.

Wir finden derzeit persönliche Wirklichkeiten, die gespickt sind von Zwängen, Widersprüchen, Ängsten, überflüssigen Grenzen, Vorurteilen, Fremdurteilen, "freiwilligen" Selbstbeschränkungen und lieblos zusammengebastelten Weltbildern. Dementsprechend häufig sind Fehleinschätzungen (unter anderem, daß man unter "diesen" Umständen sowieso nichts machen kann) und Fehlentscheidungen, die daraus resultierenden Mißerfolge und Lebensgefühle, in denen nicht einmal mehr die Hoffnung auf Freude existiert und die durch Resignation und Mutlosigkeit bestimmt sind.


Wie könnte es sein?

Die Menschen könnten sich ihrer Ganzheit, ihrer Einmaligkeit, ihrer Fähigkeiten und ihrer Entwicklungsmöglichkeit bewußt sein und dementsprechend auf der Achtung ihrer Würde bestehen.

Die Menschen könnten ihre eigenen Bedürfnisse selbst auffinden, artikulieren und zu verwirklichen anstreben. Sie könnten auch die anderen fragen, welche Wünsche und Fähigkeiten diese haben.

Die Menschen könnten ihre Beziehungen durch Dialog und Vereinbarungen so gestalten, daß sich alle Betroffenen ganzheitlich (nämlich mitsamt ihren Wünschen) darin wiederfinden, Fluchtgedanken dementsprechend absurd erscheinen und Hinwendung, Interesse, Neugier und Wohlwollen ausreichend Raum finden.

Die Menschen könnten sich der Gestaltbarkeit ihrer persönlichen Wirklichkeit bewußt sein, sich dementsprechend selbst dafür verantwortlich erklären und damit Sinn darin sehen, Widersprüche aufzuklären, Ängste zu hinterfragen, willkürlich gesetzte Grenzen und Zwänge aufzuheben und sich entmenschenden Tendenzen und Inszenierungen zu widersetzen.


Was wollen und können wir tun?

Wir wollen Mut machen, die Menschen für voll und ernst nehmen, wir wollen den ganzen Menschen im anderen aufsuchen.

Wir wollen Räume schaffen und pflegen, wo sich Bedürfnisse artikulieren können und ihre Umsetzung begonnen werden kann, sowie falls nötig bzw. möglich Hilfestellung dabei leisten.

Wir wollen an einem dichten Beziehungsnetz mitknüpfen, Beziehungsmodelle aufspüren und austesten und entsprechende Informationen ausfindig machen und bereitstellen.

Wir wollen Wirklichkeitsentwürfe diskutieren, austesten und etablieren, die dem "ganzen" Menschen gerecht werden. Wir wollen schließlich zu einer gemeinsamen Wirklichkeit vorstoßen, die nach all dem Gesagten nur dann auch wirklich eine gemeinsame genannt werden kann, wenn sie von den Betroffenen auch gemeinsam gestaltet wurde.


Anmerkung:

Dieser Leitbildentwurf orientiert sich an der Sprache des Konstruktivismus. Er ist mit einiger Sicherheit auch in der Sprache der Liebe, in der Sprache des neuen Humanismus, in der Sprache der Gesellschaftssysteme, in der Sprache des Geschlechterdiskurses, in der Sprache der Bibel, in der Sprache der Wissenschaft, in der Sprache der Kunst, in welcher Sprache auch immer darstellbar - wohl ohne zu einem wesentlich anderen Ergebnis zu gelangen: Wir müssen, wollen, können, sollen und dürfen gemeinsam leben.

Zum Thema "Konstruktivismus" vgl. auch http://www.univie.ac.at/constructivism/



Seit 13.02.02 ist in der Vorläufer-Text auch auf http://www.opentheory.org zur Diskussion gestellt. Der direkte Link ist http://www.opentheory.org/h-leitbild/

Überarbeitet von Andreas Landl 20.12.2002
Überarbeitet von Christian Apl 12.07.2003
Überarbeitet von Michael Grimburg 27.11.2006




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