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Unkelbach
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Die Unkelbacher Bücherei

Bibliothek_Unkelbach.jpg


Der Brief an Inetbib

“Überall hoert man von Buechereischliessungen … … und wer jetzt in Unkelbach die Buechereiext. link besuchen moechte, der sieht nur ein Schild “Die Buecherei bleibt fuer vier Wochen geschlossen”. Nach 34 Jahren ehrenamtlicher Taetigkeit wird hier ein engagierter Buechereileiter von heute auf morgen vor die Tuer gesetzt.
Mehr als die Hälfte der Kunden sind unter 18 Jahre alt und viele haben sich in der Bücherei engagiert. Alle weiteren Mitarbeiter und Helfer sind unter 18 Jahre alt; One-Person Librarians (OPL) Weitere Einzelheiten sind in der Tagespresse veroeffentlicht und koennen auf Anfrage (Presseartikel siehe unten) zur Verfuegung gestellt werden.

An die Kunden, die laufende Geschaeftsabwicklung (Fernleihen, Blockausleihungen, Ausstellungen, Rueckgabemoeglichkeiten, vielleicht möchte sogar einer Medien ausleihen) denkt (noch) keiner.
… Am 04.11. existierte in Unkelbach eine lebendige Bücherei mit 530 aktiven Nutzern (davon 40% von auswärts), 14.422 Ausleihungen und einem Bestand von etwa 11.500 Medien. Das war gestern vor einer Woche. Ehrenamtlich und rechtlos? Freundliche Gruesse aus dem “katholischen” Rheinland."
Quelleext. link

Auszug aus der Seite Aktuelles:


Auf der Homepage der Bibliothek stellt sich das unter Aktuellesext. link noch etwas krasser dar:

Die Pfarrgemeinde St. Remigius Remagen-Unkelbach, vertreten durch (…), haben von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht und die Unkelbacher Bücherei mit sofortiger Wirkung geschlossen.
Dem Büchereileiter wurde durch die herbeigerufene Polizei das Hausrecht des Pastors erläutert und die Schlüssel der Bücherei und des Schaukastens mussten abgegeben werden.

Ergänzung vom 05.12.2006:

Mit Schreiben vom 01.12.2006 (Eingang 05.12.) konnte ein Schreiben des Landrates des Kreises Ahrweiler in Empfang genommen werden:

Abschrift:

Katholische Bücherei in Unkelbach

Sehr geehrter Herr Hönerbach,

mit einiger Betroffenheit habe ich die Presseberichte zur Schließung der Bücherei in Unkelbach zur Kenntnis genommen und bedauere die eingetretene Eskalation sehr. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass es mir nicht ansteht, in ein Verfahren einzugreifen, dass eine Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft betrifft. Allerdings stehe ich jederzeit für ein vermittelndes Gespräch zur Verfügung, sofern dies von beiden Seiten einvernehmlich gewünscht wird.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Jürgen Pföhler


Daneben stellen möchte ich Auszüge aus einem Schreiben eines Mitgliedes der Gemeinde:

Soweit Sie als Verwaltungsrat einen vernünftigen Miteinander zwischen dem Träger der Bücherei und dem Büchereileiter jegliche Basis entzogen sehen, mögen Sie sich einmal "an die eigene Nase fassen, da auch Sie letztlich nicht bereit waren, die Sache über die Person zu stellen. Im übrigen soll nach christlichem Verständnis auch "nur der den ersten Stein werfen, der ohne Schuld ist".

Die überdies erst zeitlich später erfolgte förmliche Entpflichtung des Büchereileiters vermag die angeordnete unbefristete Schließung der Bücherei nicht zu erklären bzw. zu rechtfertigen. Sollte diese Maßnahme in der ungeregelten Frage des zukünftigen Büchereileiters begründet sein, müßte Ihre in Rede stehende Entscheidung als übereilt und unüberlegt betitelt werden.

Ungeachtet dessen offenbart aber allein schon die bislang letztlich unbegründet gebliebene Schließung der Bücherei den Stellenwert dieser Einrichtung für die Gemeinde aus Sicht des Verwaltungsrates. Von der Maßnahme betroffen sind vornehmlich die schwächsten Mitglieder der Gemeinde, Kinder und Jugendliche, was nicht unbedingt als christlich bezeichnet werden kann.

Nicht einmal für einen geordneten und gesicherten Rücklauf der auch mit öffentlichen Mitteln angeschafften Medien Sorge zu tragen, stimmt mehr als bedenklich.

Die einstimmig im Verwaltungsrat beschlossene Entpflichtung des Büchereileiters, wird, wie insbesondere eine zwischenzeitlich erfolgte Unterschriftenaktion wohl unbestreitbar offenbart hat, von den Mitgliedern der Gemeinde mehrheitlich nicht getragen. Als deren Vertreter haben Sie die Pfarrei jedoch im Sinne und entsprechend dem Wunsch der Gemeinde zu verwalten.

Abzuwarten bleibt damit neben der weiteren und meines Erachtens ungewissen Zukunft der Bücherei, zu welchen Konsequenzen Sie sich veranlaßt sehen, eine Entscheidung getroffen zu haben, die dem auch öffentlich bekundeten Willen der Mehrheit der Gemeinde nicht entspricht.

Ergänzung vom 03.12.2006:

Nachdem nun fast einen Monat lang zu den bisherigen Öffnungszeiten die Medien von den "ausgeschlossenen Mitarbeitern" vor der geschlossenen Tür des Pfarrhauses in Wäschekörben gesammelt wurden, ist dieser "Service" nun eingestellt worden. Auch nach einem Monat "Zwangsschließung" ist man anscheinend von Seiten der Pfarrgemeinde noch nicht in der Lage, die von auswärtigen Lesern zurückgebrachten Medien angemessen entgegenzunehmen bzw. auf Anfragen der Leserschaft diesbezüglich zu antworten. Mangels Antwort müssen die Titel weiter privat aufbewahrt werden. Aufgrund der "Nacht- und Nebelaktion" (Zitat aus einem Leserbrief) sind über einen Monat lang keine Rechnungen mehr überwiesen worden. Im vergangenen Jahr sind in der Vorweihnachtszeit mehr als 2.500 Medien ausgeliehen worden, davon viele Bilderbücher zu Nikolaus und Weihnachten ...

... und das ist wirklich erst vier Jahre her:

24.08.2002
  
Mit Posteingang vom 24.08. konnte ein Schreiben des Bischöflichen Generalvikariates, Abteilung Medien aus Trier mit folgendem Inhalt empfangen werden:
  
"Die KÖB St. Remigius in Unkelbach kann in diesem Jahr das 80jährige Bestehen feiern. Dies ist ein Ereignis, das nicht nur in der Kirchengemeinde sondern auch in der Öffentlichkeit entsprechend gewürdigt werden sollte.
Wir als kirchliche Fachstelle, möchten die Gelegenheit nutzen, besonders den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KÖB für ihr Engagement zu danken. Ohne den Einsatz und Unterstützung des Büchereiteams wäre vieles in den vergangenen Jahren in der Büchereiarbeit vor Ort nicht möglich gewesen.
Bei Ihnen möchten wir uns für 30 Jahre Mitarbeit - davon 20 Jahre als Büchereileiter - bedanken.  
Als Anerkennung und Würdigung Ihrer Verdienste um die Büchereiarbeit in Unkelbach erhalten Sie unsere Urkunde mit Ehrennadel (vergoldet).
Für die Zukunft wünschen wir Ihnen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles Gute und weiterhin Erfolg in der Büchereiarbeit.

Unterstützung aus dem Leserkreis / Auszug (bisher noch ohne Wirkung)


Bücher als das Tor zur Welt wahrnehmen und die Etablierung einer Bücher- oder Lesekultur sind mit die entscheidensten Schlüssel für eine sich weiterbildende Gesellschaft.

Ich bin Studentin der Grundschulpädagogik an der Universität Koblenz und habe die Bücherei Remagen-Unkelbach auf der Suche nach einem möglichst umfangreichen Sachliteraturbestands für Kinder über das Internet kennengelernt. Zur Einrichtung einer Sachkunde Forschungs-Werkstatt in der Grundschule Bad Neuenahr benötigten wir fast 100 Sachbücher die ein freies Forschen und eigenständiges Erschließen von Erfahrungswelten ermöglichen.

Die Bücherei Remagen-Unkelbach hat mich und alle beteiligten Kinder überwältigt und begeistert von dem hier in der Region beispiellosen Bestand an bildungsfördernder und sehr ausgewählter Fachliteratur. Für den gesamten Bereich Kinderliteratur kann ich Herrn Bernd Hönerbach ein ausgesprochen gutes Händchen bei der Auswahl bescheinigen. Gemäß Bildungsrichtlinien finden wir hier Bücher, die der Maßgabe Lesespaß, Lesefreude und Lesegenuß vollstens gerecht werden. In einer Gesellschaft in der das Buch mit Fernsehen, Internet, ... konkurrieren muss - der entscheidende Erfolgsfaktor.

Weiterhin zeigte sich Herr Bernd Hönerbach bezüglich meines Buchprojektes unvorstellbar offen, interessiert und äußerest hilfsbereit. Die Qualität des Buchbestandes sowie die Führung der Bücherei sind extrem professionell insbesondere unter der Maßgabe, dass hier nur im Rahmen von ehrenamtlichen Tätigkeiten agiert wird. Auch für auswärtige Büchereibesucher war sehr auffällig, dass die Bücherei als Treffpunkt und Zufluchtsort der ortsansässigen Kinder und Jugendlichen fungierte. Welcher Ort könnte schöner sein um gemeinsam mit anderen Kindern ehrenamtliche Tätigkeiten im Dienste der Bücher zu vollbringen. So weit ich dies beurteilen kann, ist die Beliebheit dieses Treffpunkts insbesondere Herrn Bernd Hönerbach zu verdanken, der in sehr partnerschaftlicher und pädagogisch wertvoller Art und Weise mit einem ausgeprägten Einfühlungsvermögen die Sprache der Kinder spricht und sie dabei stets im Heranreifen ihrer Selbstständigkeit fördert.

Als Mutter zweier sehr lesebegeisterter Kinder wurde die Bücherei Remagen-Unkelbach zu einem Ort für den wir auch eine etwas weitere Anreise gerne in Kauf nehmen. Wir entleihen alle 4 Wochen ca. 40 Bücher und diese Bücher werden auch ALLE gelesen. Ich empfehle die Bücherei auch gerne in meinem Bekanntenkreis weiter und habe bisher nur positives Feedback bekommen.

Ich denke, dass jeder Mensch seine Ecken und Kanten hat und vielleicht sind Herrn Bernd Hönerbach auch in der Zusammenarbeit mit dem betreffenden Personen einige Fehler unterlaufen. Aber der unermütliche (34-jährige), unbezahlbare, ehrenamtliche Einsatz von Herrn Bernd Hönerbach im Dienste der karikativen Jugend- und Bildungsarbeit sowie das Leiden unzähliger Kinder haben mich dazu bewogen Ihnen diese Mail zu schreiben.

Bitte versuchen Sie die gespaltene Gemeinde, deren Diskurs auf Kosten der wissensdurstigen sowie gemeinschaftsuchenden Kinder und Jugendlichen ausgetragen wird, wieder zusammenzuführen. Es ist es auf jeden Fall wert - bezüglich der zeitweiligen Schließung der Bücherei Unkelbach sowie der Entpflichtung des Büchereileiters Bernd Hönerbach - den Versuch einer Schlichtung durch eine unabhängige Schiedskommission zu wagen.

Zugegebener Weise bin ich kein intimer Kenner der vorgefallenen Ereignisse aber ich denke mit Toleranz, Nächstenliebe, Einfühlungsvermögen, Selbstbewußtsein und innerer Stärke sollten die "Kriegsfronten" sich annähern können. Dies wäre ein wundersames Zeichen insbesondere für unsere Kinder - wir könnten zeigen wie Erwachsene Konflikte lösen.

Herr Bernd Hönerbach hätte sich als Träger ihrer vergoldeten Ehrennadel sicherlich einen freiwilligen, ehrenhaften und gewürdigten Abschied gewünscht.

Mit freundlichen Grüßen

(Name bekannt, soll aber hier im Interesse des Namensschutzes nicht veröffentlicht werden)


Ein weiterer Brief vom 21.11. an die zuständigen Gremien als Abschrift:

Entpflichtung des Büchereileiters

...
als Mitglied der Gemeinde und langjähriger Nutzer der Pfarrbücherei erlaube ich mir, Ihre vorbezeichnete Entscheidung und dabei insbesondere deren Umsetzung wie folgt zu kommentieren:

War in dem Gottesdienst vor Allerheiligen noch die Rede davon, "Gott nehme jeden Menschen, wie er sei", "halten" Sie es, Herr Pastor, als dessen Vertreter vor Ort, dagegen wohl schon weltlicher "Und bist du nicht willig, so brauch'ich Gewalt".

Ob unter den gegebenen Umständen ein Polizeieinsatz eines Pastors würdig ist, mögen die hierzu berufenen Stellen beurteilen. Jedenfalls war eine derartige Eskalation unbedingt vermeidbar, da ein Austausch des Schließzylinders weder der aktiven noch der passiven Mithilfe des Büchereileiters bedurfte. Ungeachtet dessen wären Sie Herr Klupsch als Pastor ohnehin besser beraten gewesen, sich der wohl nicht nur im weltlichen Leben geltenden Weisheit zu beherzigen "Schlichten ist besser als Richten".

Soweit Sie als Verwaltungsrat einen vernünftigen Miteinander zwischen dem Träger der Bücherei und dem Büchereileiter jegliche Basis entzogen sehen, mögen Sie sich einmal "an die eigene Nase fassen, da auch Sie letztlich nicht bereit waren, die Sache über die Person zu stellen. Im übrigen soll nach christlichem Verständnis auch "nur der den ersten Stein werfen, der ohne Schuld ist".

Die überdies erst zeitlich später erfolgte förmliche Entpflichtung des Büchereileiters vermag die angeordnete unbefristete Schließung der Bücherei nicht zu erklären bzw. zu rechtfertigen. Sollte diese Maßnahme in der ungeregelten Frage des zukünftigen Büchereileiters begründet sein, müßte Ihre in Rede stehende Entscheidung als übereilt und unüberlegt betitelt werden.

Ungeachtet dessen offenbart aber allein schon die bislang letztlich unbegründet gebliebene Schließung der Bücherei den Stellenwert dieser Einrichtung für die Gemeinde aus Sicht des Verwaltungsrates. Von der Maßnahme betroffen sind vornehmlich die schwächsten Mitglieder der Gemeinde, Kinder und Jugendliche, was nicht unbedingt als christlich bezeichnet werden kann.

Nicht einmal für einen geordneten und gesicherten Rücklauf der auch mit öffentlichen Mitteln angeschafften Medien Sorge zu tragen, stimmt mehr als bedenklich.

Die einstimmig im Verwaltungsrat beschlossene Entpflichtung des Büchereileiters, wird, wie insbesondere eine zwischenzeitlich erfolgte Unterschriftenaktion wohl unbestreitbar offenbart hat, von den Mitgliedern der Gemeinde mehrheitlich nicht getragen. Als deren Vertreter haben Sie die Pfarrei jedoch im Sinne und entsprechend dem Wunsch der Gemeinde zu verwalten.

Abzuwarten bleibt damit neben der weiteren und meines Erachtens ungewissen Zukunft der Bücherei, zu welchen Konsequenzen Sie sich veranlaßt sehen, eine Entscheidung getroffen zu haben, die dem auch öffentlich bekundeten Willen der Mehrheit der Gemeinde nicht entspricht.

Kopien dieses Schreibens habe ich dem Bistum Trier und dem ehemaligen Büchereileiter unmittelbar zukommen lassen.

Hochachtungsvoll

(Name bekannt)


Original-Nachricht
Datum: Mon, 27 Nov 2006 13:17:55 +0100
Betreff: eOPAC-Email

Über die Presse habe ich von der Entlassung von Herrn Hönerbach
erfahren. Ich kenne nicht die genauen Hintergründe. Dennoch möchte
die sehr gute und zuverlässige Arbeit des Herrn Hönerbach loben. Mir
ist immer das sehr starke Engagement extrem positiv aufgefallen.

Mit freundlichen Grüßen und in der Hoffnung auf eine vernünftige
Lösung,

(Name bekannt)


Einträge im Gästebuch von www.buecherei-unkelbach.de


23.11.2006 08:36 Uhr
S. K. (Name bekannt)  hat sich in Ihr Gästebuch eingetragen.

Hier der Eintragstext: als hauptamtliche Leiterin einer öffentlichen Stadtbibliothek in kirchlicher Trägerschaft kenne ich natürlich die Problematik; wie kirchlich muss der Bestand sein, wer soll die Bücherei nutzen usw.; Ohne zu wissen was im einzelnen vorgefallen ist nur zwei Statements: 1. eine funktionierende Bücherei in der auch noch Jugendliche ehrenamtlich tätig sind zu schließen, ist unverantwortlich.

Gerade eine Kirchengemeinde sollte über Möglichkeiten verfügen, solch einen Konflikt im Interesse aller zu lösen.

2. Für kritisch halte ich die Tatsache, dass die Bücherei während der Gottesdienstzeiten geöffnet ist. Als kirchliche Bücherei sollte sie vorrangig an die Bedürfnisse der Gemeindemitglieder angepaßt sein und dazu gehört natürlich der Gottesdienstbesuch. Da wäre etwas Flexibilität angebracht, auch wenn ich verstehe, dass man die Öffnungszeiten möglichst stabil halten möchte.

167
22.11.2006
22:35
Name: boehser_m (boehser_m@web.de)
Homepage:

Die Bücherei inklusive ihres Leiters hat mehr für Unkelbach getan als der gesamte Pfarrverwaltungsrat. Hier wird eine persönliche Fehde auf dem Rücken der großen Leserschaft, sowie der vielen Helfer der Bücherei ausgetragen. Aber wer die Jugend lieber rumlungern sieht, als Büchereiarbeit verrichtend, der sollte den Pfarrverwaltungsrat ruhig weitermachen lassen (von mir aus auch im Namen des christlichen Miteinanders ...). Vielleicht sieht man die Jugend dann in der Kirche..., aber eine Wette dagegen wäre sehr leicht zu gewinnen.
Beschämend zu sehen, wie hier persönliche Eitelkeit wichtiger genommen wird als die Sache...


So soll es weitergehen

... auch unter Aktuellesext. link

Gemäß angeblich autorisierter Mitteilung soll es in einer "Pfarrbücherei Unkelbach" einen Neuanfang geben.
  
"Es soll in diesem Zusammenhang nicht verschwiegen werden, dass es dabei durchaus auch zu kritischer Selbstreflektion kommen wird, was etwa den Medienbestand oder auch die Grenzziehung im Hinblick auf den Benutzerkreis der "Pfarrbücherei" angeht.
Der Pfarrverwaltungsrat wird diesbezüglich möglicherweise deutlicher als in der Vergangenheit seine alleinige Verantwortlichkeit erkennbar werden lassen.
  
"Ein Verstoß gegen das ausgesprochene Hausverbot würde den Tatbestandes eines "Hausfriedensbruchs" realisieren.  Wir hoffen, sehr geehrter Herr Hönerbach, dass sich all diese notwendigen Formalitäten im Zusammenhang mit der Amtsübergabe reibungslos und insbesondere im Geiste christlichen Miteinanders abwickeln lassen.
Gez. Dr. Lothar Mahlberg für den Pfarrverwaltungsrat der Pfarrgemeinde St. Remigius Unkelbach.
  
Zu diesen nicht akzeptierbaren Neuerungen soll auch ein Verbot des Aushangs von Prospekten des Borromäusvereins im Schaukasten sowie nach Hörensagen auch der Verbot einer Vermittlung von Medien gehören

Aktualisierung vom 13.12.2006:

Veröffentlichung in den Remagener Nachrichten/Kirchliche Nachrichten vom 13. Dezember 2006:
  
Neueröffnung der Katholischen Pfarrbücherei St. Remigius in Unkelbach: Sonntag, 17 Dezember, von 14 bis 16 Uhr - um 16 Uhr Segnung der renovierten Büchereiräume

ABC der Büchereiarbeitext. link
KÖB:
Abkürzung für den Namen „Katholische öffentliche Bücherei“. Gemeint ist damit eine öffentliche Bücherei in Trägerschaft der katholischen Pfarrgemeinde. Der früheren Begriff „Pfarrbücherei“ sollte nicht mehr verwendet werden, da mit ihm ein Image der Abgeschlossenheit verbunden ist. Wenige wissen auch noch, dass der Begriff „Pfarrbücherei“ im Nationalsozialismus den damaligen Katholischen Volksbüchereien staatlich verordnet worden ist ...

Die Presse zu der Schliessung


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generalanzeiger_711.jpg
General-Anzeiger vom 07.11.2006
rheinzeitung_711.jpg
Rhein-Zeitung vom 07.11.2006
rheinzeitung_1011.jpg
Rhein-Zeitung vom 10.11.2006

Lesen bildet
Remagen. Wenn es stimmt, dass Lesen bildet, geht man in Unkelbach vermutlich nicht den richtigen Weg. Denn dort ist auf Anweisung des neuen Pfarrers Frank Klupsch, seit vier Monaten im Amt, die Bücherei geschlossen worden. Diese Schließung soll zunächst für vier Wochen gelten.
Quelle: Wochenspiegel Ahrtal 45. Woche vom 08.11.2006

Leserbriefe


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generalanzeiger_1011.jpg
General-Anzeiger vom 10.11.2006

Blick aktuell Nr. 47/2006 Remagen

Ruhe und Besonnenheit sind gefordert
Stellungnahme zur Schließung der Bücherei Unkelbach

Ich schreibe normalerweise keine Leserbriefe, aber dies geht mir doch zu weit und ich muss meinem Unmut Luft machen. Wir hören immer wieder wie sehr es überall an "Ehrenamtlichen Helfern" fehlt. Unkelbach kann sich mit diesem "Ehrenamtlichen Helfer" seit 34 Jahren glücklich schätzen und sein Erfolg spricht nach dieser Zeit nur für sich. Da kommt nun ein neuer "Besen" und kehrt nach gerade mal vier Monaten diese gute Leistung einfach so weg. Dass es sich dabei dann auch noch um einen Mann der Kirche handelt, hat mich erst mal sprachlos gemacht. Wenn man so mit seinen "Schafen" umgeht, darf man sich nicht mehr wundern, warum es immer weniger Kirchengänger gibt. Ich wünsche mir, dass es jemanden gibt, der mit Ruhe und Besonnenheit diese Posse beendet und den "Ehrenamtlichen Helfer" wieder seiner "Guten Tat" nachgehen lässt.

Egon R. Ott Unkelbach

Ergänzung vom 14.12.2006
Endlich kommt auch mal die "andere Seite zu Wort:

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verbal.jpg

farce.jpg

Kommentierung vom 19.12.2006 / Leserbrief an Blick Aktuell

Nacht- und Nebelaktion
Büchereischließung in Unkelbach für mehr als 6 Wochen

Die Vorkommnisse vom 04. November in Unkelbach sind auch nach 6 Wochen für die regelmäßigen Besucher der Bücherei und für unvoreingenommene Beobachter noch unverständlich und rätselhaft geblieben.

In mehreren bisher unbeantworteten Schreiben auch an das Generalvikariat Trier wurde dies auch von unabhängiger Seite geschildert:

„Ungeachtet dessen offenbart aber allein schon die bislang letztlich unbegründet gebliebene Schließung der Bücherei den Stellenwert dieser Einrichtung für die Gemeinde aus Sicht des Verwaltungsrates. Von der Maßnahme betroffen waren vornehmlich die schwächsten Mitglieder der Gemeinde, Kinder und Jugendliche, was nicht unbedingt als christlich bezeichnet werden kann.“ Im vergangenen Jahr sind in der Vorweihnachtszeit mehr als 2.500 Medien ausgeliehen worden, davon viele Bilderbücher zu Nikolaus und Weihnachten.
„Nicht einmal für einen geordneten und gesicherten Rücklauf der auch mit öffentlichen Mitteln angeschafften Medien Sorge zu tragen, stimmt mehr als bedenklich. Die einstimmig im Verwaltungsrat beschlossene Entpflichtung des Büchereileiters, wird, wie insbesondere eine zwischenzeitlich erfolgte Unterschriftenaktion wohl unbestreitbar offenbart hat, von den Mitgliedern der Gemeinde mehrheitlich nicht getragen. Als deren Vertreter haben Sie die Pfarrei jedoch im Sinne und entsprechend dem Wunsch der Gemeinde zu verwalten.

In der vergangenen Woche hat Detlef Münch, der als Sohn des Küsters (normalerweise „Haus“meister des Pfarrhauses, in dem die Bücherei untergebracht ist) und Bruder von Jürgen Münch eines wieder aktivierten Mitarbeiters einer am 17.12. neu eröffneten „Pfarr“-Bücherei“ sicherlich über Insiderinformationen verfügt, an dieser Stelle einige interessante Fakten veröffentlichen wollen und dabei meiner Meinung nach einige Eigentore geschossen.

Viele Aussagen sind oberflächlich betrachtet, korrekt wiedergegeben doch in ihrer Wirkung falsch interpretiert bzw. einseitig dargestellt worden.

Zunächst mal bedanke ich mich bei Detlef Münch für seine klaren Aussagen. Ich möchte einige Dinge aufgreifen. "Seit einigen Jahren herrscht zwischen den Gremien der Pfarrgemeinde und dem Büchereileiter ein angespanntes Verhältnis. Es geht um zu wenig Geld aus dem Haushalt der Pfarrgemeinde für die Bücherei, angeblich mutwillig ausgetauschte Schlösser und andere Dinge, die regelmäßig die Gemüter hochkochen ließen. Die Kontroversen zwischen den Parteien gingen sogar so weit, dass Mitglieder des Verwaltungsrates wegen des Leiters der Bücherei ihr Amt niederlegten. Irgendwann war ein Punkt erreicht, an dem ein Schlichtungsgremium des Bistums eingreifen musste, um Frieden in die Pfarrgemeinde zu bringen. Danach kehrte eine unheimliche Ruhe ein; wann würde der berühmte Tropfen in das Fass laufen, der selbiges zum Überlaufen bringt?

Dieser Tag war nun vor einigen Wochen gekommen. Stein des Anstoßes waren die Aushänge der Bücherei im Schaukasten der Pfarrgemeinde sowie die Überschneidung der Öffnungszeiten der Bücherei mit den Messen in der Kirche ..."

... Hier scheint wirklich ein Insider zu sprechen.  Aha, der Büchereileiter setzt sich für mehr Geld für die Bücherei ein. Verwerflich? .. Hm, ich denke nein, da es hier um feste Zusagen des Pfarrverwaltungsrates im Rahmen eines Landesprojektes für neue Medien ging, die in einem Schlichtungsgremium des Bistums festgeschrieben wurden, dessen Einsetzung durch das von 1983 - 1999 aktive Pfarrgemeinderatsmitglied Bernd Hönerbach (Schriftführer und Kassenwart sowie zeitweise Vorsitzender der diversen Wahlausschüsse)  erst nach langer Zeit erzielt werden konnten. Wen es interessiert, es ging um 800 DM Jahresetat, also rund 400 Euro, die trotz bestehender Vereinbarung auf 600 bzw. 400 DM im Haushaltsplan reduziert worden waren.

Und Rücktritte hat es auch gegeben, nachdem die Bücherei nicht mehr an den Basaren der Pfarrgemeinde teilnehmen durfte.

Und das mit dem Stein des Anstoßes ist der Offenbarungseid ... Prospekte im gemeinsam seit Jahren einvernehmlich zu 50 % genutzten Schaukasten der Pfarrgemeinde. Interessant .... Hier ging es um Prospekte, die zu Tausenden in Schaukästen in Deutschlands Pfarrgemeinden aushängen und mehrmals ohne jegliche vorherige Information entfernt worden waren. Das war also der berühmte Tropfen.  Und das alles ohne ein Gespräch mit dem Büchereileiter. Hier hat der neue Pastor Klupsch sich meiner Meinung nach ohne Not zum Erfüllungsgehilfen einer langjährigen Mobbinggeschichte einsetzen lassen.  

In den letzten Wochen wurden Ausstellungen in Zusammenarbeit mit dem Borromäusverein zum Beispiel in den Nachbargemeinden Remagen und Kripp der jeweiligen Büchereien in kirchlicher Trägerschaft durchgeführt, die in Unkelbach angeblich zukünftig nicht mehr stattfinden dürfen ... Die Ausstellung in Unkelbach wurde durch die "Schließung der Bücherei" verhindert.

Öffnungszeiten der Bücherei können nicht beliebig geändert werden und bestehen schon seit etlichen Jahren zu diesen Terminen. Bis zum 04.11. wurde dieses Thema auch nicht angesprochen und hätte sicherlich im beiderseitigen Einvernehmen gelöst werden können ... Inzwischen ist der Wochenendgottesdienst wieder an einem anderen Tag ...  Aber das zum Anlass für einen Austausch der Büchereischlüssel nehmen zu wollen ...

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, das Gemeindemitglieder, welche an diesem Abend den Gottesdienst besucht haben, von Äußerungen im Streitgespräch des Büchereileiters mit Pfarrer Klupsch  Kenntnis haben sollen, die im Zusammenhang mit dem mehrfachen vorherigen "Verschwinden" der Prospekte aus der Büchereihälfte des Schaukastens, gefallen sein sollen. Hier liegen von dritter Seite unbeantwortete Anfragen beim zuständigen Dechanten in Remagen und beim Bistum Trier vor, die diese Aussagen von Pastor Klupsch im Gottesdienst kritisch hinterfragt haben.

Laut Generalanzeiger am 07. November "bedauern" alle "Beteiligten" diese Vorkommnisse ...

Vielleicht noch rasch einige Anmerkungen zu dem Leserbrief  E.M. Bois. Ausleihgebühren sind in der heutigen Zeit "leider" nicht mehr zu verhindern. Die Kassen sind leer und jede Bücherei muss schauen, wie sie mit den gegebenen Mitteln den größtmöglichen Nutzen erzielen kann. Und interessant ist in diesem Zusammenhang, dass mehr als 530 Leser (davon rund 40% von auswärts) im vergangenen Jahr 14.422 Ausleihungen getätigt haben, und das im 1.300 Seelen-Ort Unkelbach ... Die Einnahmen wurden im Übrigen für die Ergänzung des Medienangebotes ausgegeben, die wieder unmittelbar den Lesern zukommen. Und liebe Frau Bois, 50 Cent (Gebühr für erwachsene Leser) für vier Wochen Ausleihfrist für ein Buch, welches in der Anschaffung 20 € kostet und im Jahr vielleicht 10 mal ausgeliehen werden kann ist das wirklich zuviel, wenn ein Bällchen Eis heute schon 60 Cent kostet? Sachbücher für Kinder sind übrigens schon seit etlichen Zeiten umsonst. Wer soll die Anschaffung der Romane für die erwachsenen Leser finanzieren? Die Stadt Remagen, die die Zuschüsse in den letzten Jahren um mehr als 50% für alle Büchereien im Stadtgebiet zusammengestrichen hat, wie es viele Kommunen in Deutschland getan haben aber trotzdem noch mit 600 € in diesem Jahr noch 50% mehr zu den Anschaffungskosten für neue Medien beigetragen hat als die Kirchengemeinde als Träger der Bücherei mit gezahlten 400 Euro.

Ein Dank in diesem Zusammenhang an Landrat Dr. Pföhler, der seine Vermittlung in dieser Angelegenheit angeboten hat, sofern dies von beiden Seiten einvernehmlich gewünscht wird.

Die fetten Jahre scheinen vorbei zu sein. Ich denke, in Unkelbach waren die meisten Leser zufrieden mit dem Angebot und haben dazu auch gerne ihren Eigenanteil beigesteuert, damit neue Medien gekauft werden konnten. Mit 400 € kann man heute keine 25 Bücher mehr kaufen, abgesehen von neuen Medien, wie CD’s, DVD's, CD-ROM's und Zeitschriften. Eine Einbandfolie für Bücher kostet bereits rund 35 Euro.

Nach 34 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit wurde ein engagierter Büchereileiter von heute auf morgen vor die Tür gesetzt, der noch vor wenigen Jahren die goldene Verdienstnadel des Bistums Trier überreicht bekommen hatte. Auf der privaten Internetseite www.buecherei-unkelbach.de sind weitere Informationen bei Bedarf abfragbar.

Mehr als die Hälfte der Kunden sind unter 18 Jahre alt und viele haben sich in der Bücherei engagiert. Ein frohes Weihnachtsfest wünscht Bernd Hönerbach!

Die Kündigungsbriefe


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Erste schriftliche Reaktionen aus Trier vom 26. Januar 2007


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Kommentar


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