Jaarlijkse Tomatenoorlog in Spanje: La Tomatina
31 augustus

Jedes Jahr am letzten Dienstag im August spielen sich im beschaulichen Ort Bunol nahe Valencia die gleichen Szenen ab. Inhaber kleiner Läden vernageln ihre Schaufenster und die Bewohner hüllen ihre Häuser in Folie oder Stoff, dass Christo seine wahre Freude daran hätte. Das Ganze ist jedoch kein Kunstprojekt, sondern die einzige Möglichkeit, die größte Tomatenschlacht der Welt, die so genannte Tomatina, einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Am 31. August ist es wieder soweit: dann fliegt das rote Gemüse tonnenweise durch die Stadt und verwandelt Straßen in wahre Ketchup-Flüsse.


Tomatenschlacht in Bunol

60 Jahre alte Tradition

Ihren Ursprung hat die Tomatina in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ob es sich bei der ersten Tomatenschlacht um eine Demonstration gegen das Franco-Regime oder einfach einen Nachbarschaftsstreit handelte, ist nicht mehr eindeutig zu klären. Bewiesen ist jedoch, dass das ausgelassene Treiben in den ersten Jahren mehrmals verboten, wieder erlaubt und mit Auflagen versehen wurde. So ist das Werfen von Tomaten außerhalb der genehmigten zwei Stunden bis heute strengstens verboten.

140 Tonnen Tomaten auf den Straßen

Den Startschuss markiert um 11 Uhr ein lauter Böller. Mehrere Lkw kippen rund 140 Tonnen Tomaten auf die Straße, und die Schlacht beginnt. Bezahlt wird das Gemüse von der Stadt, die sich über die Einnahmen von Zehntausenden Touristen aus aller Welt freut. In dem zweistündigen Chaos gibt es einige Regeln, die Besucher beachten sollten. Zur Ausrüstung gehört neben einem alten T-Shirt und festem Schuhwerk möglichst eine Taucherbrille, die die Augen vor der Fruchtsäure schützt. Wer fotografieren will, sollte eine preiswerte Einmalkamera einpacken. Außerdem gilt die goldene Regel, jede Tomate vor dem Wurf in der Hand zu zerquetschen, um Verletzungen zu vermeiden.


Teilnehmer der Tomatina

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