netzeitung.deSchnarchen macht schusselig

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Schnarcher und Schlaflose (Foto: Techniker Krankenkasse/dpa/gms<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Schnarcher und Schlaflose
Foto: Techniker Krankenkasse/dpa/gms
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wer heftig schnarcht, leidet unter Gedächtnisstörungen und Konzentrations- Schwierigkeiten. Das hat eine Rostocker Studie jetzt herausgefunden.

Wer schnarcht, wird laut einer neuen Studie vergesslich. Grund dafür sei, dass Menschen mit Atemstörungen im Schlaf weniger Wachstumsfaktoren für Nervenzellen aufwiesen, heißt es in einer Dissertation von Paul Stoll von der Universität Rostock. Die bei den Testpersonen festgestellten Defizite reichten von Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und Reizbarkeit bis zu schweren Einschränkungen der Hirnfunktion.

Laut der Studie gibt es immerhin Abhilfe: Die Störungen können mit einer Untersuchung im Schlaflabor und anschließender Therapie behoben werden. Wie weit eine Beeinträchtigung der intellektuellen Funktionen wieder behoben werden kann, muss sich allerdings im Laufe der Zeit noch zeigen.

Für seine Arbeit erhielt Stoll den Doktorandenpreis der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg-Vorpommerns. Die Ergebnisse wurden auch in der Fachzeitschrift «Thorax» veröffentlicht.

Schnarchen ist weit verbreitet. Rund 20 Prozent der Erwachsenen schnarchen im Schlaf, zehn Prozent leiden dabei unter Atemstörungen. Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Häufigkeit erheblich. Besonders Menschen über 60 schnarchen vermehrt, dabei ist der männliche Anteil höher als bei den weiblichen. (nz)