Deutschlands längste Straßenbahnfahrt - Einsteigen bitte!

Etappen der Reise:

Alternativetappen:

Daten zur Strecke

Länge: 102 bzw. 120 km
Dauer: 4 Std. 16 Min bzw. 4 Std. 58 Min reine Fahrzeit

Herzlich willkommen auf der Webseite über Deutschlands längste Straßenbahnfahrt

Auf dieser Seite präsentiere ich ein paar Bilder und Streckenbeschreibungen über die längste Straßenbahnfahrt ohne Rund- und Rückfahrten, die man in Deutschland unternehmen kann. Diese Fahrt findet im Herzen des Ruhrgebietes zwischen Witten (südlich von Bochum) und Tönisvorst (westlich von Krefeld) statt. Die Reise gliedert sich in mehrere Etappen, da mehrmals zwischen mehreren Linien, Verkehrsbetrieben und auch Spurweiten umgestiegen werden muss. Ebenso ist diese Webseite aufgebaut, unterteilt in Etappen.

Benutzung der Webseite:

Diese Webseite ist in mehrer Etappen aufgeteilt, die jeweils einer im Rahmen der Reise benutzten Linie zuzuordnen sind. Neben der Beschreibung der Strecke und Bildern, die durch Anklicken vergrößert werden können, gibt es am linken Rand Informationen zur Geschichte der Strecke, zu Länge, Zeitdauer und Verkehrsbetrieb. Das Menü auf der linken Seite erlaubt ein beliebiges Springen zu einer bestimmten Etappe. Ansonsten ist es ratsam, einfach dem Link zu folgen, der am Ende einer Etappe auf die folgende hinweist.

Zur 1. Etappe

Hintergrund: Die Straßenbahn in der Rhein-Ruhr-Region

Die Rhein-Ruhr-Region, Deutschlands und auch Europas größter Ballungsraum, war in den 1930er Jahren durchzogen von Straßenbahnlinien, die die Bevölkerung zur Arbeit, zum Einkaufen in die Innenstädte und soweit nötig auch in die Nachbarstädte brachte. Die meisten dieser Linien wurden auch nach dem Krieg wieder aufgebaut, fielen dann aber in einem Zeitraum von Ende der 1950er bis Ende der 1960er dem großen Straßenbahnsterben und der zunehmenden Wichtigkeit des Autos zum Opfer.
In den 1930er Jahren war es möglich, fast das gesamte heutige Bundesland Nordrhein-Westfalen per Straßenbahn zu durchqueren. Von Werne an der Lippe, nur 50km südlich von Münster in Westfalen, konnte man auf vielen verschiedenen Routen bis nach Bad Honnef am Rhein kommen, nur einen Steinwurf von der heutigen Grenze zu Hessen entfernt. Natürlich brauchte dies eine Menge Zeit (in einem Tag hätte man es nicht geschafft), viel Geld (damals gab es natürlich weder einen Verkehrsverbund noch "NRW-Tickets") und viel Geduld, musste man doch mehrere Dutzend Male umsteigen.

Heute sind - im Vergleich zu damals - nur noch wenige Straßenbahnstrecken übrig geblieben. Nichtsdestotrotz findet sich in der Rhein-Ruhr-Region immer noch das größte zusammenhängende Straßenbahn-"Netz", so dass es auch heute noch möglich ist, einen großen Teil des Reviers per Straßenbahn zu durchqueren. Wie auch damals muss man mehrere Male umsteigen, nicht zuletzt deshalb, weil die einzelnen Betriebe unterschiedliche Spurweiten verwenden und es nicht möglich wäre (selbst wenn man wollte), mit einem Fahrzeug die gesamte Strecke zu befahren.
Auf der Reise erlebt man vielfältige Eindrücke. Eingleisigen Strecken durch Wiesen und Wälder, eintönige Stadtstraßen, alte Zechen wie das Weltkulturerbe "Zeche Zollverein", oder auch die "Kö" (Königsallee), Düsseldorfs prachtvolle Einkaufsstraße. Nicht unerwähnt bleiben dürfen auch Abschnitte als Schnellbahn inmitten einer Autobahn, und natürlich in den zahlreichen Straßenbahn-/ Stadtbahntunneln, die das Ruhrgebiet durchziehen und als Anfang für ein U-Bahnnetz gedacht waren, das niemals wirklich aus der Planungsphase hinaus kam und mittlerweile wegen Geldmangels zu den Akten gelegt worden ist.

Diese Webseite versucht, diese abwechlungsreiche Strecke in Bildern und Beschreibungen nachzuzeichnen und einen Eindruck von den verschiedenen Gesichtern des Ruhrgebiets zu geben.

Praktische Hinweise zum Nachfahren der Strecke:

Natürlich ist es nur halb so schön, sich Bilder der Strecke am PC anzusehen. Ich empfehle deshalb, sich einmal einen Tag Zeit zu nehmen, um die Strecke selber mit den Straßenbahnen abzufahren. Hierzu an diese Stelle ein paar nützliche Tips.

Anreise:
Wie der Name unseres Startpunktes ("Heven Dorf") schon verrät, liegt unser Startpunkt in einer eher ländlichen Gegend und ist damit etwas umständlich zu erreichen. Am besten reisen wir mit dem Regionalexpress RE4 oder der S-Bahn S5 von Dortmund Hbf bis Witten Hbf an. Alternativ kann man auch die RegionalBahn RB40 oder den RegionalExpress RE16 aus Essen/Bochum wählen, um bis Witten Hbf zu fahren.
An der Haltestelle vor dem Wittener Hauptbahnhof (sie liegt auf der anderen Seite der Straße etwas nach rechts versetzt) warten wir dann auf einen Bus der Linie 320 (Richtung "Bochum-Querenburg, Ruhr-Universität") oder 350 (Richtung "Niedersprockhövel Kirche" oder "Witten-Heven, Durchholz"). Die Linie 320 verkehrt nur montags-freitags sowie samstags vormittags alle 20 Minuten, die Linie 350 verkehrt immer, mo-fr und sa vormittags alle 20, sonst alle 30 Minuten. Die Fahrzeit beträgt 10-12 Minuten; aussteigen an der Haltestelle "Heven Dorf".
Alternativ können wir wochentags und samstags vormittags auch von Bochum Hbf aus die Stadtbahn Linie U35 Richtung "BO-Querenburg Hustadt" nutzen. Hier steigen wir an der Haltestelle "Ruhr-Universität" aus und nutzen von dort aus die Linie 320, wobei diese etwas schwierig zu finden ist (nach Verlassen der Haltestelle geht man zunächst ca. 70 Meter nach rechts und muss dann eine Wendeltreppe hinabsteigen, um zu den Bussteigen zu gelangen).

Abreise:
Die Abreise vom Zielpunkt (St. Tönis Wilhelmplatz) erfolgt mit derselben Straßenbahn, die uns auch dorthin gebracht hat - wir bleiben einfach sitzen und fahren mit ihr bis Krefeld Hbf. zurück. Dort haben wir die Möglichkeit, mit verschiedenen RegionalBahn und -Express-Linien nach Duisburg, Düsseldorf oder Mönchengladbach zu fahren und dort Anschlusszüge zu erreichen.

Fahrpreise (Tarifstand 01.01.2010 - Achtung: Es wird keine Garantie für die Richtigkeit dieser Informationen übernommen. Vor Fahrtantritt immer erst die Tarifbestimmungen beachten und ggf. beim Fahr-/Aufsichtspersonal um Rat fragen!) :
Die gesamte Strecke liegt im Raum des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Da die Fahrtdauer 4 Stunden überschreitet, kann die Fahrt nicht mit einem Einzelticket durchgeführt werden. Da für die An- und Abreise ohnehin Fahrkarten benötigt werden, ist ein TagesTicket die beste Wahl. Es gilt je nach Version entweder für 1 oder für bis zu 5 Personen einen ganzen Tag lang (Tarifstand 1.1.20010). Fahrpreise finden sich auf der Webseite des VRR. Inhaber von Zeitfahrkarten ("Ticket 1000 oder 2000") können eventuell die Strecke ohne Zuschläge befahren. 
Alternativ gelten auch die NRW-Tickets wie z.B. das SchöneTagTicket oder für Schüler das SchöneFerienTicket für die gesamte Strecke.

Impressum

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