Rauchverbot verfassungswidrig – Verfassungsgericht muss neu entscheiden

Hamburgs Rauchverbot ist auf dem Prüfstand

Weil die Hamburger Autobahngaststätte “Trucker-Treff” geklagt hatte, muss sich jetzt das Bundesverfassungsgericht wieder mit dem Rauchverbot befassen, in diesem Fall mit dem aus Hamburg. Das Verwaltungsgericht hatte das Hamburger Rauchverbot als verfassungswidrig beurteilt und das Verfahren an das Bundesverfassungsgericht weitergegeben. Das höchste deutsche Gericht muss also wieder einmal entscheiden, ob ein unsinniges Gesetz nachgebessert werden muss oder nicht.

Das Hamburger Rauchverbot verbietet das Rauchen grundsätzlich in Restaurants, auch in Nebenräumen, erlaubt es aber in Gaststätten bis zu 75 Quadratmetern. Die Richter sehen darin eine Ungleichbehandlung: Es gebe keine sachlichen Gründe, dass in kleinen Kneipen Raucherräume eingerichtet werden dürfen, in Restaurants aber nicht.

Die Klägerin hatte angeführt, dass ihre Kundschaft fast ausschließlich aus Truckern bestehe, von denen die überwiegende Mehrheit rauche. Seit dem Hamburger Rauchverbot würden die bisherigen Kunden in andere Raststätten ausweichen, wo es kein unsinniges totales Rauchverbot in der Gastronomie gibt. Dadurch sei ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet.

Militante Antiraucher sehen nun eine Chance, in Hamburg ein totales Rauchverbot zu installieren. Sie behaupten, nur durch ein totales Rauchverbot würde Gleichheit herrschen. Dass diese Behauptung eine Lüge ist, ist unbestritten: Lokale mit Außengastronomie sind massiv bevorteilt gegenüber Lokalen, wo es keine Möglichkeit gibt, draußen Stühle und Tische aufzustellen. Vielleicht sollte man sich in Erinnerung rufen, wie jämmerlich die Partei von Sebastian Frankenberger, die in Bayern einen unsäglichen Lügenwahlkampf zum totalen Rauchverbot in der Gastronomie geführt hatte, die  ÖDP, beim Versuch gescheitert ist, in Hamburgs Gastronomie ein totales Rauchverbot einzuführen (Rauchernews berichtete).

Bayern zeigt, dass das totale Rauchverbot in der Gastronomie nichts weiter ist als eine gigantische Arbeitsplatz- und Existenzvernichtungs-Maschinerie, und alles nur, weil die Antiraucherlobby den Hals nicht voll bekommen kann. Es wird spannend, ob das Verfassungsgericht im Sinne der Antiraucherlobby  und der Verbotsfanatiker entscheidet oder im Sinne mündiger Menschen, die einfach nur in einem kleinen Bereich der Gastronomie gemütlich rauchen wollen und damit ein legales Genussmittel konsumieren, durch das der Staat Milliarden an Steuern einnimmt.


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29 Kommentare

  1. Frigorist

    Das Thema Rauchverbot rückt immer weiter in den Hintergrund, was mehr auf die Möglichkeiten des Rauchens in privater Atmosphäre zurück zu führen ist.
    Insidern ist bestens bekannt, wo der gemütliche Raum in dem wie in den alten Zeiten geraucht werden kann, aufzufinden ist.
    Es steht zwar an der Türe von aussen schön sichtbar „PRIVAT! Unbefugten ist der Zutritt verboten!“ und für wen dies Geltung hat, ist den entsprechenden Personen bestens bekannt.
    In solchen Fällen steht niemand mehr rauchend vor der Türe und meistens ist sogar der alte Stammtisch vom Gastzimmer in diesem Raum untergebracht.
    Somit sind wieder die alten Zeiten der gemütlichen Stammtische in die Wirklichkeit zurückgekehrt und es herrscht wieder eine Zufriedenheit wie früher.
    Die Aussendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes müssen sich mit dem Hinweis auf den Privatbereich eines Mieters zufrieden geben, was mit der Beurkundung eines Teilausschnittes des Gebäudeplans und einer Kopie des Mietvertrages unter Beweis gestellt wird.
    Der Beamte des Ordnungsamtes hat in diesen Raum keinerlei Zutritt da dieser nicht zu dem gewerblichen Teil der Gaststätte gehört und somit hören auch seine Befugnisse vor der Türe dieses Raumes auf.
    Die sich in diesem Raum befindlichen Personen sind Gäste des Mieters und ihr Verweilen in diesem Raum ist alleinige Sache des Mieters dieses Privatraumes.
    Der Mieter ist in den meisten Fällen ein früherer Stammgast der Gaststätte und betrachtet diesen angemieteten Raum als sein zweites Wohnzimmer ausserhalb seiner Wohnung.
    Und wie Jedermann/frau sich in seinem Wohnzimmer zu Hause mit Speisen und Getränke von einem Serviceunternehmen für diesen Bedarf beliefern lassen können, so ist dies auch selbstverständlich in jedem anderen Privatraum der Fall.
    Vor einiger Zeit habe ich in meinem Umfeld 17 dieser „Privatgäste – Zusammenkunftsmöglichkeiten“ gezählt, was in der Zwischenzeit sicherlich eine Vermehrung erfahren hat.
    Es spricht sich diese Möglichkeit immer mehr rum und erlebt eine rege Nachahmung.
    Also wer soll sich dann noch über ein Rauchverbot in geselliger Gemütlichkeit aufregen, wenn ein solches in vielen Fällen gar nicht mehr gegeben ist.
    Früher hatte man seinen Raucherclub für gesellige Zusammenkünfte an den Stammtischen in den Kneipen und jetzt hat „das Kind einen anderen Namen“ und die gleiche Zweckerfüllung.
    Und das Schöne dabei ist, die Staatsmacht hat auf private Zusammenkünfte in privaten Räumen keinerlei Einfluss und wird dies auch in Zukunft nicht haben.
    Oder könnte sich jemand vorstellen, dass eine Hochzeitsgesellschaft mit mehreren Personen anwesend ihre Feier in einem privaten Raum, egal wo der sich befindet, verhindert werden kann?
    Vor zwei Wochen hatte ich (als ein erlebtes Beispiel zu nennen) eine grosse Hochzeitsfeier als Gast in einem dafür aufgestellten (mittelgrossen) Bierzelt auf einem eingezäunten Privatgelände miterlebt, welche von den anwesenden Gästen in den höchsten Tönen gelobt wurde.
    Ein namhafter Partyservice hatte die Leute in vollster Zufriedenheit mit Speis und Trank versorgt und eine Lärmbelästigung in Bezug der Tanzmusikkapelle war gegenüber den Nachbarn auf Grund des günstigen Standortes des Bierzeltes als Festzelt für diese Feierlichkeit völlig ausgeschlossen.
    Eine derartige Feierlichkeit ist von Seiten einer Behörde nicht mal genehmigungspflichtig.
    Auf dem Lande ist eben die Freiheit noch grenzenlos!
    Und somit ist das Rauchverbot auch für mich kein Thema mehr, es herrscht wieder eine Freizügigkeit für die Raucher/innen in Bezug ihrem Rauchverhalten wie vor 3 Jahren.

  2. Peter 1969

    Grüss dich Blaudunst du hast Recht, die WHO sollte sich auch um solche Dinge kümmern. Hoffentlich kommen nicht wieder im Scheisseforum gehässige Worte zu Blaudunsts Angaben.
    Freundlichen Gruss

  3. Sturer Allgäuer

    Zunächst einmal. Die WHO sollte wirklich die Gelder welche sie in den Kampf gegen die Raucher investiert in wichtigere Dinge einsetzen.
    Dieses hier angegebene „Beispiel“ hatte das BVerfG schon des öfteren zu bearbeiten, allerdings noch nicht aus dem Bundesland Hamburg. Der zu entscheidende Senat des Bundesverfassungsgerichtes wird –es würde mich wundern wenns anders wäre- entweder den Fall nicht zur Entscheidung annehmen, oder gegen die Wirtin des Truckertreffs entscheiden. Es kommt sicher auf die Argumentation der Hamburger Verwaltungsrichter an. Der für die Hamburger Wirtin günstigste Fall wäre, das die Verfassungsrichter Papier Kirchhoff De Fabio und wie sie alle heißen, das Hamburger Raucherverbannungsgesetz für verfassungswidrig erklären und dem Hamburger Politikern auftragen innert kürzester Zeit ein neues Gesetz zu basteln, was ich persönlich mir nicht vorstellen kann. Aber nehmen wir an es wäre so, dann würde ein Antirauchergesetz so ähnlich sein wie das der Bayern. Die Bundesverfassungsrichter haben zur Freude der Gesundheitsfanatiker schon immer alles andere hinter den gesundheitlichen Belange einzelner gestellt, was grundsätzlich nicht zu verurteilen ist, aber mit dem Schutz der Nichtraucher die eh und noch nie eine Kneipe besucht haben, zu tun hat. Es hat die Verfassungsrichter nicht interessiert, daß Wirte ihre Öffnungszeiten auf bis zu einem fünftel reduzieren mußten, und ihr Personal entlassen mußte weil die gesundheitsfanatische Antiraucherfraktion welche die Raucher am liebsten verbrennen, aufhängen oder als Ersatz für Tierversuche hernehmen wollen die Lokalitäten massenhaft überschwemmt. In Bayern hat man auch mit der Wettbewerbsverzerrung argumentiert, weil die kleinen Gastrobetriebe die Möglichkeit hatte Raucherräume einzurichten. Jetzt hat sich die Wettbewerbsverzerrung in Richtung der „Großen“ verschoben, die z.B. 1500 Biergartenplätze haben verschoben und der Kleine der u.U. sich finanziell keine Freischankfläche leisten kann bleibt auf der Strecke. Allerdings spricht der Bayerische Wirteverband nicht mehr von einer Wettbewerbsverzerrung. Es kann nicht sein das man sich auf eine „Wetterabhängigewettbewerbsgleichheit“ verlässt. Das mag vielleicht in Kalifornien funktionieren aber nicht in Deutschland.

  4. G-H-L

    Ich schätze mal die Klage wird abgewiesen. Denn das BVerfG hat auch schon Klagen gegen die früheren Rauchverbote in Bayern abgewiesen.
    Und die Existenzen von Betrieben, so die letzten Begründungen für die ablehnende Haltung des BVerfG sind den Richtern relativ wurscht.

    • Roodee

      Hallo GHL,
      auch wenn das keiner gerne liest, ist es wohl eine realistische Einschätzung, der derzeitigen Lage. Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass in Anbetracht der kippenden Stimmung, vielleicht doch etwas vorsichtiger geurteilt werden könnte.
      Schaun wir mal.

  5. Peter 1969

    Grüss euch wie sollte euer Meinung nach der Nichtraucherschutz geregelt werden.Ich denke zu den Zeiten vor 2007/08 möchten viele nicht mehr zurück. Blaudunst haste einen super Bericht geschreiben. Aber Hungernde Kinder wird es weiter geben ,in Somalia sind korupte Politiker,Islamisten usw mit schuld daran usw. Die WHO hätte hier genug zu tun. Aber auch die Poltik und Wirtschaft ist gefragt.

    • B.S.

      Grüss euch wie sollte euer Meinung nach der Nichtraucherschutz geregelt werden.

      Als erster Schritt waere es keine schlechte Idee, dieses degradierende “Denormalisationsprogramm”, das zur Raucherverfolgung fuehrt, zu vernichten.

      Was ist an effektiv getrennten Bereichen (Raucher/Nichtraucher) verkehrt? Es gibt sehr gute Entlueftungsanlagen heutzutage.

      In der Gastronomie waere es empfehlenswert, dem Gastwirt die Entscheidung Raucher/Nichtraucher/effektiv getrennte Bereiche zu ueberlassen; uns wird immer freudig erzaehlt, dass das Rauchverbot in Gaststaetten ein “voller Erfolg” sei – wenn dem so ist, waehlen die Gastwirte freiwillig “rauchfrei”.

      Weiterhin; die von der WHO verschwendeten Gelder fuer ein europaeisches Rauchverbot koennten dazu beitragen, dass die Anzahl der hungernden Kinder sehr reduziert werden kann.

      Packen wirs an?

    • Stephan

      Gaststätten und Restaurants, die abtrennen können, müssen einen NR-Bereich zur Verfügung stellen. Gaststätten und Restaurants, die nicht abtrennen können, müssen sich entscheiden ob reine R- oder NR-Gaststätte – Kennzeichnung. Das gleiche gilt für Einraumkneipen – reine R- oder NR. Diskotheken sollten Raucherraum einrichten können (wobei m.E. die Begasung durch die Nebelmaschine belastender und schädlicher ist, als Tabakrauch). Zutritt zu R-Lokalen nur ab 18. Bei einer Baustelle reicht auch das Schild “Betreten auf eigene Gefahr”. Der Gast hat somit die Wahlmöglichkeit, welches Angebot er annimmt, der Wirt die Wahlmöglichkeit und kann entscheiden, welches Geschäftsmodell er wählt. Sowas nennt sich freie Marktwirtschaft und ist auch im GG verankert. Die Nachfrage regelt das Angebot (niemand hatte vorher verboten NR-Lokale zur Verfügung zu stellen…..nur mal so als Denkanstoss). Alles wofür sich der Mensch FREI entscheiden kann, und welchem er sich nicht ZWANGSLÄUFIG aussetzen muss, vorallem für die Nutzung eines Konsumguts “Besuch einer Gaststätte”, muss nicht staatlich geregelt werden. Somit ist weder der Freiraum eines NR, noch eines R eingeschränkt, beide müssen sich mit dem am Markt zur Verfügung stehenden Angeboten arrangieren. Es bleibt ja auch jedem die Auswahl und die Entscheidung, heute “Bio” oder “industriell” zu konsumieren.

      • Stephan

        @unsere extremistischen Antiraucher: wir haben eine FREIE (=Gewerbefreiheit, freie Berufswahl, Vertragsfreiheit, Privateigentum, Konsumfreiheit usw.), soziale Marktwirktschaft : Bedeutet Eingriff des Staates um sozialer Ungerechtigkeit vorzubeugen, dazu gehört z.B. Kündigungsschutzgesetz, Kartellgesetze, Verbraucherschutzgesetzte usw…… Faktische Körperverletzung: meine Lieben, die ist im Grundgesetz verankert (Art 1+2+3 GG)! JEDER kann sich den Schaden zufügen, den er möchte. Und wenn er meint, dies tun zu müssen, wenn er eine Raucherkneipe betritt, fällt das genau darunter. Man kann es nun dämlich nennen, oder “freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, aufgrund selbstbestimmten Handelns” (PS: auf einer Baustelle stehen BEIDE Schilder, “Betreten auf eigenen Gefahr, Betreten ist verboten”), was jedoch nicht bedeutet, das Selbstbestimmtes Handel dadurch unterbunden wird, sondern nur, dass der Doofie, der die Baustelle betritt, nicht mit einem Verdienstkreuz, wegen Selbstgefährdens ausgezeichnet wird, sondern Mitschuld trägt. Wie gesagt, Nichtraucher dürfen sich selbst gefährden, sie müssen es nicht, wenn sie selbstbestimmt (=nicht unter Zwang) Handeln können (und hier lassen wir mal die lieben Kinderlein weg, siehe oben, Zutritt ab 18…)

      • Stephan

        @Dave Bergerl und Frischlufterl von angeblich “Gscheithausen”: hättet mal beide in der Schule besser aufpassen sollen – aber googlet einfach nochmal nach freier sozialer Marktwirtschaft (Anmerkung: das Arbeitsplatzschutzmassnahmen dazugehören, war nur nicht aufgezählt, nur muss niemand „besonders“ geschützt werden, wenn dieser sich z.B. einen Riskoberuf auswählt. Einem solchen Menschen ist klar, dass er sich einem höheren Risiko aussetzt, als z.B. ein Lehrer *grins*. Arbeitsplatzschutzmassnahmen haben einen primärer Schutzaspekt/-gedanken vor etwaigen Gefahrenquellen, sie sind jedoch nicht dazu da um einen Einzelnen vor SICH SELBST zu schützen). Zum nächsten: NIEMAND wird geschädigt, wenn es R-Lokale gibt ! Der Baustellenvergleich passt doch sehr gut: Wer zu dämlich ist zum Lesen und sich dort freiwillig (Besuch eines Lokals=FREIWILLIG!!! nicht immer vergessen, ihr Superantis) hineinbegibt, und mit dem fadenscheinigen Argument des Gesundheitsschutzes argumentiert (bzw. die Freiheit hört dort auf, wo sie anderen schadet *hust*), ist m.E. bei sonstigen Lebensbelangen, welche eine kontroverse und kritische Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen erfordert, absolut überfordert und kleingeistig.

      • Chopper

        @Stephan,
        Deine Argumentation in allen ehren aber es ist sinnlos, den militanten Antirauchern diesbezüglich etwas zu erklären. Die sind so verbohrt, wie die Zeugen Jehowa, die nur an das Glauben, was in Ihrem Leuchtturm steht.. Sie akzeptieren keine andere Meinung. Sie glauben nur das, was irgend ein Selbsternannter Guru vor betet. Diese Menschen sind nicht mündig, denn sie haben keine eigene Meinung.
        (und ich weiß, der Comic heißt Wachturm)

    • Roodee

      Hallo Peter,
      “wie sollte euer Meinung nach der Nichtraucherschutz geregelt werden”
      Da ist und bleibt die Frage, ob der überhaupt geregelt werden muß, oder ob es sich bei der heraufbeschworenen Gefahr nur um um einen Joke handelt, der gewissen Hinterbänklern ein Gesicht versprach.

      “Ich denke zu den Zeiten vor 2007/08 möchten viele nicht mehr zurück”
      Also wenn du mich fragst, ich fand’s gut zu dieser Zeit. Ich gehöre also nicht zu denen, die dahin nicht zurück möchten.

      “Aber Hungernde Kinder wird es weiter geben …”
      Zynischerweise könnte man sagen, dass es gut so ist, weil man dann immer etwas oder jemanden hat, auf das/den man mit dem Finger zeigen kann. Wo man sagen kann “Schau – das muß auch noch geregelt werden”.
      Ich möchte den Tag nicht mehr erleben, ab dem es nichts mehr zu meckern gibt, ab dem alles zur Zufriedenheit geregelt ist. Das wird für viele Deutsche ein schwarzer Tag werden. Was machen dann diese Leute, die sich immer auf’s meckern verlegt haben, mit ihrer Kunst? Genau – dann ist der Nachbar dran, oder der Dicke, oder der Säufer, oder der Raucher – uups, war der schwarze Tag schon da?

  6. sandra

    Diese Gesetze, wie jetzt in Hamburg, und wie wir sie auch in Bayern hatten, werden deshalb vom BVerfG kassiert, weil in EIN UND DEMSELBEN Gesetz eine Ungleichbehandlung der gleichen Normadressaten (Gaststätten) herrscht. NUR DAS hat das BVerG – in diesem so oft zitierten Urteil – abgehandelt. Deshalb wird das BVerfG auch das Hamburger Gesetz kassieren. Es wurde jedoch noch NIE vom BVerfG eine TOTALES Rauchverbot in der Gastronomie verfassungsmässig betrachtet. Die Richter haben lediglich eine “Rechtsansicht geäussert”, dass eine totales RV möglich wäre – gleichzeitig schränken sie es jedoch ein – indem sie argumentieren – SOLANGE es nicht ausreichend NR-Lokale gibt. Ein totales RV in der Gastronomie ist nicht verfassungsmässig. Und es gibt bereits, dem Bevölkerungsanteil entsprechend, zu mehr als 70% NR-Lokalitäten. Die Gesetzgeber sind einfach zu dämlich, ein “ordentliches” Gesetz zu formulieren.

    • G-H-L

      Täusche dich nicht! Das BVerfg und auch das Bayerische Verfassungsgericht haben das totale Rauchverbot in Bayern für Verfassungsgemäß erklärt. Allerdings gibt es auch im BVerfG Richter die anderer Meinung sind. Diese wurden jedoch überstimmt.

  7. Blaudunst

    Ich würde schon sehr gerne wissen, wieviele Gerichtsverhandlungen insgesamt in Deutschland wegen des (ah so unwichtiges, alle haben sich doch daran gewöhnt…) Rauchverbots schon statt gefunden haben oder gerade stattfinden!

    Ich würde auch gerne wissen wieviel Geld und produktive Zeit in der Vernichtungsmaschinerie “Rauchverbot” schon reingesteckt worden sind?
    Gelder der WHO-, Pharma- und Gesundheits-Lobby für verlogene Propaganda und falsche Studien, Steuergelder für das VE, Verbotsschilder und unzähligen Antiraucher-Maßnahmen, Gelder für Gerichtsverfahren und Anwälte, das durch Rauchverbot verlorene Geld der Wirte und ihren gekündigten Angestellten, das Minus-Geschäft der Kasino’s (also auch ein Minus für den Staat), usw., usw.
    Wieviel Geld ist dadurch schon sinnlos vernichtet worden?

    Und wieviel Zeit, die sonst viel produktiver und gewinnbringender hätte benutzt werden können, ging durch diese Vernichtungsmaschinerie verloren?
    Man hätte z. B. diese Zeit nützen können um reale, seriöse Studien über Krebs und andere Krankheiten, statt sinnlose, gelogene Antiraucher-Propaganda zu machen.
    Oder um wichtige politische Probleme zu lösen, statt sich immer mehr blöde Verbote und sinnfremde Regulierungen auszudenken.
    Oder um Hilfe in unterentwickelten Lädern mit dem vielen Geld der Gesundheitslobby zu organisieren. Dort wo die Leute ganz sicher nicht an “Passivrauch” sterben, sondern an Hunger, AIDS oder an ganz banale Infektionen, die man problemlos behandeln könnte.
    Aber die Menschen dort (darunter viele Kinder!) sterben sehr früh, weil sie gar keine Medikamente und ärtzliche Versorgung haben. Sie sterben nicht erst nach 40-50 Jahren dadurch, wenn sie vielleicht schon so wie so weit über 80 Jahren alt sind, sondern manchmal innerhalb weniger Tagen!

    Interessanterweise für DIESE Kinder und für DIESE Menschen allgemein haben die Antiraucher und die WHO kein Herz, darüber machen sie sich gar keine Sorgen.

    Wichtig ist nur, dass die Kinder in Bayern sich (angeblich!) “rauchfreie Bierzelte” wünschen (in jedem Fall vor einem bestimmten Volksentscheid haben sich das sehnlichst und in großen Mengen gewünscht…).
    Ich kenne zwar kein einziges Kind, das sich so was merkwürdiges wünscht, aber was soll’s… wenn die Leute keine Beweise und keine vernünftige Argumente haben, dann müssen ihre Lügen und ihre Kinder das ausrichten.

    • Magnum

      Ja genau, Blaudunst …
      Wenn die “herzzerreissenden” Bilder von den armen Kindern in den Entwicklungsländern im TV gezeigt werden, stelle ich auch immer die Frage:
      Wo ist da das WHO ???
      Mit dem Geld, was in die Tabak-Prohibition (sorry, Tabak-Kontrolle) gesteckt wird, könnte man die gesamte 3. Welt locker-flockig medizinisch und ernährungstechnisch versorgen.
      Aber eben, mit den Kindern in der 3. Welt kann man halt keine Kohle verdienen.
      Ich kann gar nicht so viel fr… wie ich ko… könnte.

      • Blaudunst

        @ Magnum,
        Ich ko… in der letzten Zeit schon mehr als ich rauchen kann :(-
        Ja, es geht NUR ums Geld und es gibt leider Gottes noch viele Leute, die das nicht mal verstehen. Sie glauben blöderweise, dass es tatsächlich um ihre Gesundheit gehen würde.
        Dabei sterben jährlich ca 30000 Menschen in den deutschen Krankenhäusern nur wegen Keime (nicht etwa wegen Rauchen, Passivrauch, Dritte-Hand-Rauch und sonstiger Blödsinn!):
        http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/jaehrlich-30000-tote-durch-krankenhausinfektionen-2902.php
        Alle diese Leute haben gehofft, im Krankenhaus wieder gesund zu werden!
        Dazu sagt die WHO übrigens auch nichts… Hauptsache, man vernichtet die Raucher, der Rest ist ziemlich unwichtig.

    • @ Blaudunst:

      Gratulation!! Sein obiger Beitrag ist echt “sauguad” und entspricht voll meiner Meinung. Auf einfache und klare Darlegung der Tatsachen hast du voll die Verlogenheit und Heuchelei der militanten Nichtraucherfraktion auf den Punkt gebracht.

      Dein Kommentar wäre ein echt guter Leserbrief in einer großen bayerischen Tageszeitung, weil er auch von den Lesern voll verstanden würde. Aber leider wird sowas in den Zeitungen so gut wie keine Chance auf Veröffentlichung haben, da du zu nah an der Wahrheit bist und wie es sich für eine Gesundheitsdiktatur gehört, die Medien linientreu und gleichgeschaltet sind.

      • Blaudunst

        Danke für die Blumen :-)
        Das mit dem Lesebrief kann man aber wirkich vergessen, da werden sogar einfache Kommentare relativ oft gelöscht, wenn sie nicht der Antiraucher-Propaganda entsprechen. Und das tun sie bei mir nie :-)

    • G-H-L

      Volle Zustimmung! Und weil sich die Kinder in den nun rauchfreien Bierzelten besonders wohl fühlen und ordentlich dem Alkohol fröhnen – nicht nur in den Bierzelten, sondern auch in den Kneipen und Discos – muß natürlich die Sperrstunde wieder verängert werden.
      Achtung Sarkasmus:
      Es geht doch nicht an, daß man die Kinder vor dem bösen Tabakrauch schützt und diese sich nun die Gesundheit mit Alkohol ruinieren.

  8. B.S.

    Die Klägerin hatte angeführt, dass ihre Kundschaft fast ausschließlich aus Truckern bestehe, von denen die überwiegende Mehrheit rauche. Seit dem Hamburger Rauchverbot würden die bisherigen Kunden in andere Raststätten ausweichen, wo es kein unsinniges totales Rauchverbot in der Gastronomie gibt.

    Ja, natuerlich weichen die Kunden auf Raststaetten ohne Rauchverbot aus. Die Klaegerin hat nun 2 Moeglichkeiten; entweder die Raststaette schliessen, oder zu klagen.
    Ich bin sicher, dass die Klaegerin die lieben Antiraucher sehr ausgiebig in ihrer Raststaette begruesst……

    Militante Antiraucher sehen nun eine Chance, in Hamburg ein totales Rauchverbot zu installieren. Sie behaupten, nur durch ein totales Rauchverbot würde Gleichheit herrschen.

    Gleichheit im Sinne von Gaststaette/Raststaette schliessen muessen?

    Wann wird der gesunde Menschenverstand endlich wieder reanimiert?

    • Blaudunst

      Ich frage mich auch von wem wird mal der gesunde Menschenverstand wieder reanimiert?
      “Reanimiert” klingt ziemlich “medizinisch”, aber gerade aus dieser Ecke gibt es gar keine Hoffnungen, dort ist die Geld- und Macht-Gier VIEL größer als die Vernunft…
      Wer /was könnte also die Gruppe der Vernünftigen und Freiheitsliebenden größer und stärker machen?

      • Hans Tegel

        na, so schwarz würde ich es jetzt nicht sehen, heute gelesen:

        “Der Berliner Ärztekammerpräsident ist bekennender Raucher. Deshalb fordert er Raucherzimmer in Krankenhäusern und statt des Rauchverbots in Kneipen die Verordnung von besseren Abluftanlagen.

        Nun fordert eine Initiative seinen Rücktritt ” ……….na , welche ( Berliner ) Iniative wird das wohl sein ;-)

      • Blaudunst

        Die Ausnahmen bestätigen die Regel, aber das ist wirklich eine prächtige, wunderschöne Ausnahme!
        Mein voller Respekt dem Herrn Günther Jonitz! Das ist wirklich ein Arzt, kein WHO-Nachplapperer!
        Ich hoffe sehr, dass er uns lange erhalten bleibt! Und dass die Leute, die den Fanatismus “Frischluft” nennen, ihm nicht schaden können.

  9. B.S.

    Es ist anzunehmen, dass eine Fliegenklatsche der Scheisshausfliege ein unruehmliches Ende bereitet hat.

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