Trotz Sabotageversuche: Wirtedemo in Erlangen erfolgreich

(Bild: M. Seidenschwarz) Die Wirtedemo in Erlangen war ein voller Erfolg

Trotz Nieselregen und Kälte trafen sich am gestrigen Montag etwa 250 (die “Bild” schreibt “500″) Gegner von Verbotswahn und Gängelung in Erlangen, um Flagge zu zeigen gegen das totale Rauchverbot in Bayerns Gastronomie. Militante Antiraucher hatten im Vorfeld massiv versucht, die Veranstaltung zu sabotieren. So wurden in verschiedenen Facebook-Gruppen Meldungen verbreitet, dass die Demonstration kurzfristig abgesagt sei und viele Erlanger Wirte erhielten Mails in ihre Postfächer, in denen ähnlicher Unsinn stand.

Die Demonstranten zogen durch Erlangens Innenstadt zum Schlossplatz und dann zu einer Abschlusskundgebung in den Redoutensaal. Es waren Politiker der wichtigsten politischen Parteien eingeladen, allerdings kniffen die meisten. Lediglich Hubert Dorn, Generalsekretär der Bayernpartei, und Christian Ulrich Sauter von den Erlanger Grünen stellten sich der Diskussion.

Heinrich Kohlhuber vom Bundesverein Gastronomie und Genuss e.V. (BVGG) eröffnete die Veranstaltung. Anschließend erklärte Paul Mooser von Fairness für Raucher, wie die Wirte sogenannte “geschlossene Gesellschaften” durchführen können, in denen das Rauchen erlaubt ist. In der anschließenden Diskussion stellten sich die Politiker den Fragen der Wirte. Diese berichteten über zum Teil massive Umsatzeinbrüche wegen des Rauchverbots und über überzogene Maßnahmen seitens einiger Ordnungsämter. Der Wirt einer ehemaligen Shisha-Bar berichtete darüber, wie sein Lebenswerk durch das totale Rauchverbot in Bayerns Gastronomie eiskalt zerstört wurde und er nun Hartz IV beantragen musste.

Sauter versuchte zuerst, die bekannten Propaganda-Lügen der Tabakkontrolle als “Argument” für das totale Rauchverbot vorzubringen, musste sich aber im Laufe der Diskussion überzeugen lassen, dass das derzeitige bayerische Rauchverbot überzogen, unsinnig und undemokratisch ist, da es Minderheiten ausschließt und in den Ruin treibt. Der Grünen-Politiker versprach, sich dafür einzusetzen, dass man sich bei den Grünen nicht weiter zum Büttel der Antiraucherlobby und der WHO machen wolle. Konkret versprach er, bei seiner Partei für den Vorschlag zu werben, sich für etwa 20 Prozent legale Raucherlokale einzusetzen.

Dorn warb dafür, bei den nächsten Landtagswahlen den Parteien, die kaltlächelnd die Existenzen von Wirten vernichten, die Rote Karte zu zeigen und die Parteien zu unterstützen, die sich für Gesetze mit Augenmaß einsetzen. Er wies darauf hin, dass das Rauchverbot nur ein Teil der Verbotsstrategie der EU ist und dass die Menschen mittelfristig ihre Freiheiten verlieren würden, wenn sie sich nicht gegen die Gängelungen und Verbote zur Wehr setzen würden.

Die Veranstaltung endete damit, dass man ankündigte, weitere Montagsdemonstrationen in verschiedenen Städten durchzuführen und so lange gegen das Unsinnsgesetz zu kämpfen, bis es wieder dorthin kommt, wo es hingehört: in den Mülleimer der Geschichte. Bleibt nur zu hoffen, dass die Wirte bis dahin irgendwie durchhalten können – zum Beispiel durch das Veranstalten geschlossener Gesellschaften.


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146 Kommentare

  1. Was für ein Kindergarten….
    Sorry, aber wie die Raucher auf der einen Seite die beleidigte Leberwurst spielen und Rauchwienix auf der anderen Seite provoziert…. so kann man nicht konstruktiv arbeiten.

    Vielleicht solltet ihr “Extremisten” (auf beiden Seiten) einfach mal die kalten Tage nutzen und eine schöne Schneeballschlacht machen und Euch abreagieren…

    • Christian, genau das ist aber das Problem an totalitären Entscheidungen, wo kein Raum für Andersdenkende bleibt. Die Menschen werden gegeneinander aufgehetzt und ich habe den Eindruck, dass genau das von der Antiraucherlobby gewollt wird. Denn es gab keinen sachlichen Grund, den Rauchern auch noch ihre paar kleinen Kneipen zu nehmen. Wie ich schon immer betont habe: Eine Demokratie zeichnet sich dadurch aus, dass Minderheiten nicht unterdrückt werden, sondern ihren Raum haben. Der Verbotsentscheid hat den Rauchern diesen kleinen Raum genommen. Nur weil ein mediengeiler Jungpolitiker Karriere machen will. Zum Boss der ÖDP hat ers ja schon geschafft. Aber ich denke, der hat noch mehr in der Hinterhand. Wie man Lügenwahlkämpfe führt, andere Parteien dabei verarscht und als Unterstützer holt, weiß er ja.

    • ub56

      Mit Verlaub, das mir ein Politiker was von Kindergarten erzählt ist schon dreist, denn der wahre Kindergarten spielt sich tagtäglich in der Politik ab, Ihr nennt und erkennt es nur nicht als solchen.
      Sie haben genug Informationen erhalten, kümmern Sie sich doch einfach mal um Ausgewogenheit. Den “Kindergarten” hier veranstaltet ausschließlich Rauchwienix, mit dem man nicht diskutieren kann weil er erstens keine Argumente hat und zweitens nur zum “stänkern” hier ist, aber das ist bei Antis nichts neues.

    • Charlie

      Die Summe aller “Laster” ist gleich !
      Ein guter Spruch, denke ich.
      Die einen rauchen, die anderen saufen, die anderen fressen und die, die das alles nicht tun, machen ihren Mitmenschen das Leben schwer.

  2. Rauchwienix

    Bin gespannt, wie die heutige Montagsdemo gelaufen ist :-)

  3. Chopper

    Zitat von Rauchwienix:
    Warum zeigt ihr keine Solidarität mit eurer Stammkneipe und trinkt trotzdem dort weiterhin euer Bier?
    Zitat ende:
    Ich kann lesen, deswegen gehe ich in keine Kneipe mehr. Das überlasse ich jetzt den Nichtrauchern die ja diese Kneipen, die sie Vorher nicht mal mit dem Hinterteil angeschaut haben Stürmen. Waren angeblich ja über 60% oder so. Somit kann der Kneipenwirt ja kein Verlust machen.

    • Sandy

      Seh ich ganz genau auch so. Ich geh doch in kein Lokal, um mich wie ein Hund vor die Tür jagen zu lassen. Auf die Nichtraucher können die Wirte lang noch warten. Is aber nimmer unser Problem. Entweder Widerstand o. Boykott. Anders gehts ned.
      Ach noch was, apropos Hund. In manchen Stammkneipen werden ned mal Hunde verboten, nur sitzen die meistens unterm Tisch, aber im Warmen u. zufrieden. ;)

      • Rauchwienix

        Hunde rauchen ja auch nicht.

      • ub56

        Was soll man schon gegen Phobien, wie Du sie pflegst, machen? Am besten bleibst Du daheim. Im übrigen soll es Menschen geben, die allergisch gegen Hundehaare sind, die können ja dann nach Deiner Interpretation auch draußen essen.

      • Rauchwienix

        @ub56
        Meines Wissens haben Hunde ohnehin nichts in einem Speiserestaurant zu suchen. In Kneipen, wo es keine Speisen gibt, weiß ich es nicht genau. Ich könnte mir aber vorstellen, dass diese Tiere sich nicht in unmittelbater Nähe der Gäste aufhalten dürften. Auch ohne Allergie fände ich das nicht besonders appetitlich.
        Im Übrigen erfreue ich mich der rauchfreien Luft in den Wirtschaften und gehe nun gerne und häufig in diese Lokalitäten. Es gibt für mich also keinen Grund zuhause zu bleiben, auch wenn du es gerne so hättest.
        Mir eine krankhafte Angst (Phobie) zu unterstellen ist absolut abwägig. Krank sind doch wohl nur die süchtigen Raucher.

      • ub56

        @Rauchwienix, das Hundebeispiel kam von Dir. Du hast nichts verstanden, ist aber nicht verwunderlich, da Du nicht verstehen willst. Phobie bezeichnet man in der Psychologie als eine krankhafte Angst. Diese krankhafte Angst hast Du und nicht Deine verhassten Raucher.

      • ub56

        @ Rauchwienix, falls es Dich nicht überfordert. Einfach mal drüber nachdenken. Das Leben sollte keine Reise sein mit dem Ziel, attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
        Wir sollten lieber seitlich reinrutschen, die Zigarette in der einen, Champagner in der anderen Hand, unser Körper total verbraucht, und rufen: “Wow, was für eine Fahrt!”

      • Robert

        @ub56
        Die Beachtung der Rauchergegner und die Diskussion mit ihnen ist bestimmt ja sehr hilfreich.
        Es fragt sich nur für wen und für was.
        Ebenso wie jeder Pfurz eines Frankenbergers in der Presse dokumentiert wird, die Leser inklusive der Raucher sich darüber dementsprechend interessiert zeigen, wird auch in den Foren wie hier, den Antis gegenüber dementsprechend Beachtung geschenkt.
        Oder hat von euch tatsächlich jemand die Überzeugung, mit und durch Diskussionen mit diesen Antis die von ihrem Haß auf die Raucher abzubringen?
        Mir kommt so etwas eher einer Huldigung der Sieger gleich.
        Aber macht weiter damit, ihr findet wie man hier sieht Gefallen dabei.
        Ich jedenfalls habe dafür kein Verständnis und mit Sicherheit auch viele Raucher als Gleichgesinnte ebenfalls nicht.
        In einem Kriegsfall nennt man so etwas unerlaubte Kontaktaufnahme mit dem Feind, was einem Verrat gleich kommt und dementsprechend geahndet wird.

      • Rauchwienix

        @ub56
        Was ich unter einer Phobie verstehe habe ich bereits vor deinem letzten Posting gesagt. Weshalb die lehrmeisterliche Wiederholung?
        Ich habe nichts gegen Raucher und ich habe nichts dagegen, wenn du mit deiner Zigarette und einem Glas Schampus glücklich und zufrieden in voller Fahrt seitlich in dein Grab rutscht. Das ist mir wiklich völlig gleichgültig. Auch wenn ich mich ständig wiederhole: Nach wie vor gibt es genügend Orte und Gelegenheiten wo geraucht werden kann und darf. Lediglich an öffentlichen Orten – dazu zähle ich auch die Gastronomie jedweder Art – ist das eben nicht mehr möglich. Ist das so schwer zu akzeptieren?

      • Chopper

        @Rauchnwinix,
        Warum soll eine Kneipe die in meinem Besitz ist ein Öffentlicher Ort sein?
        Als Kneipenbesitzer kann ich in meine Kneipe rein lassen und Raus schmeißen wen ich will. Die vier Wände gehören mir und nicht dem Saat. Dieser bekommt nur die Steuern die ich durch meinen Umsatz mache. Wenn ich sage bei mir dürfen nur Menschen mit Hunden rein, kann keiner etwas dagegen sagen oder machen. Das übertrage ich auf die Raucher, bei mir dürfen nur Raucher rein. Und dann???

      • Rauchwienix

        @chopper
        Die Kneipe ist – auch wenn es dein Eigentum ist – eben kein rechtsfreier Raum. Als Wirt hast du dich beispielsweise den Auflagen der Gesundheitsbehörde, der Berufsgenossenschaft, der Gewerbeaufsicht usw. zu fügen. Da kannst du nicht diese Auflagen umgehen, indem du nur einen ausgesuchten Personenkreis Zutritt gewährst. Natürlich steht es dir frei die Tür abzuschließen und nur auf Klopfen zu öffnen. Du kannst diesen erlauchten Personenkreis sicher auch zu Getränken und Essen einladen. In dem Augenblick, wo du aber eine Gewinnerzielungsasbicht hast, betreibst du ein Gewerbe und zahlst (hoffentlich) deine Steuern und Sozialabgaben. Und so schließt sich der Kreis wieder (s.o.).

      • Chopper

        Doch das geht sehr wohl, dass ich nur Menschen mit Hunden zu meiner Kneipe Einlass gewähre. Da ist ein Schild, “Zutritt nur mit einem Hund”. Ich erfülle alle Auflagen die Sicherheits- technisch und Gesetztes- technisch einzuhalten sind. Und es wird keiner mit einer Katze in die Kneipe kommen, außer ein Querulant.
        In einer Raucherkneipe ist es genau so.
        Ein Schwuler geht auch nicht ins Bordell und beschwert sich weil da nur Frauen sind.
        (Die soll bitte jetzt nicht falsch versanden werden, gegenüber der Homosexuellen Bevölkerung. es dient mir nur als Vergleich.)
        Warum geht ein Nichtraucher in eine Kneipe in der geraucht wird??????

      • Rauchwienix

        @chopper
        Das sehe ich anders. Allein aus hygienischen Gründen halte ich Tiere in unmittelbarer Umgebung der Gäste – erst recht in der Küche – für ziemlich bedenklich. Aber du kannst es ja gerne probieren. Dein Vergleich mit Schwulen, Frauen zum Rauchen in Kneipen hinkt . Wenn jemand in ein Bordell geht, wird er zumindest vom Angucken der “Angebote” wohl kaum gesundheitliche Probleme bekommen, allenfalls wenn der “Service” in Anspruch genommen wird. In Raucherkneipen sieht das mit Sicherheit anders aus, auch wenn das von den Rauchern immer bestritten wird. Allein die Tatsache, brennende Augen, Kopfschmerzen, Husten usw. davon zu tragen ohne aktiv zu rauchen ist schon eine starke gesundheitliche Beeinträchtigung. Weshalb auch Nichtraucher in eine Kneipe gehen wollen, ohne diese gesundheitlichen Einschränkungen hinnehmen zu müssen wurde bereits in allen möglichen Foren ausführlich diskutiert, das wollen wir doch wirklich nicht noch einmal hier ausrollen, oder?

      • fasti

        @ Rauchwienix
        in jedem Lokal und Restaurant sind Hunde erlaubt solange sie dem Gast gehören, dies hat weder mit Hygiene oder ähnlichen zu tun, es ist einfach so das es kein allgemeines verbot gibt.
        Allerdings kann der Gastronom ein Verbot dementsprechend aussprechen und Hunde verbieten, ebenso könnte der Gastronom jedem Gast der keine zigaretten vorweisen kann den zutritt verwehren ohne das er Strafen zu fürchten hat.
        Also mal überlegen, ich lasse in mein Lokal nur Personen die NACHWEISLICH Raucher sind, dann ist wer der angeschmierte?

      • ub56

        @Rauchwienix, der entscheidende Satz ist gefallen. 80% der Gastronomie war in Bayern bereits rauchfrei. Sich darüber zu beklagen, daß Du Augenbrennen, Halsschmerzen usw.. bekommst, liegt aber nur an Dir selbst, außer Du beanspruchst für Dich genau die restlichen Gastrobetriebe, die Du alle überhaupt nicht aufsuchen kannst, die nicht rauchfrei waren und dieser Anspruch zeigt, daß es Dir keinesfalls um irgendeinen Schutz von NR geht. Es geht Dir ums verbieten, um nichts anderes. Das unterscheidet uns. Dir genügen 80% der Gastrobetriebe nicht, ich könnte in Bayern locker mit den restlichen 20% leben.

      • Rauchwienix

        @ub56
        Dann gebe ich dir mal ein Beispiel wie diskriminierend es ist, aufgrund meiner, wie du es so locker formulierst, persönlichen brennenden Augen, Husten und Kopfschmerzen selbst von kulturellen Veranstaltunge ausgeschlossen zu werden:
        Es begab sich Herbst d.J. (nein, es ist kein Märchen) während meines Urlaubes (nicht in Bayern) in einem sog. Luftkurort, der für besonders gute Luft wirbt. Demensprechend viele Einrichtungen für Atemwegs- und Herz/Kreislauferkrankungen gab es dort . An einem Samstag sollten in verschiedenen Kneipen Livemusik von Rock bis Balladen gespielt werden. Was glaubst du, was ich erleben musste? Richtig, 5 von 6 Kneipen waren sog.ausgewiesene Raucherkneipen, in denen selbst bei solchen Veranstaltungen rücksichtslos gequalmt wurde. Leider sagte mir die Musikrichtung der einzigen Nichtraucherkneipe gar nicht zu und so musste ich leider wieder mein Hotel aufsuchen. Erzähle mir also nichts von Prozentzahlen und Wahlfreiheit der Nichtraucher. Die Wirklichkeit sieht eben ganz anders aus als die geschönten Zahlen des unsäglichen DEHOGA und das ist m.M. auch der Grund für die jetztige Entwicklung. Die Menschen in Bayern waren bei der Volksabstimmung vielleicht doch nicht so dumm wie du glaubst.
        Auch wenn folgendes am Thema vorbei geht, so kann ich jedem Raucher wärmstens empfehlen, einmal so eine Klinik für Atemwegserkrankungen zu besuchen. Da werdet ihr massenweise Patienten sehen die nur nur noch fähig sind, sich schnaufend, hustend und prustend mit Rollator oder Rollstuhl fortzubewegen, im Gepäck ein Sauerstoffgerät mit Schlauchverbindung zur Nase, keine 10 Schritte ohne Pause sind möglich. Kaum mit der letzten Inhallation fertig geht die “Wanderung” in den Außenbereich des Klinikums, um sich erstmal schön gemütlich eine Zigarette anzustecken. Was für ein schönes Leben.
        Nur dieser kleine Ausriss zum Thema (dein Zitat) “Das Leben sollte keine Reise sein mit dem Ziel, attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen. Wir sollten lieber seitlich reinrutschen, die Zigarette in der einen, Champagner in der anderen Hand, unser Körper total verbraucht, und rufen: “Wow, was für eine Fahrt!”
        Wie gesagt, mir ist es gleichgültig was du oder andere mit ihrem Körper machen, mir ist es aber nicht egal, was man mit mir macht.

      • ub56

        @Rauchwienix, ich gehe mal davon aus, daß Dein Beispiel stimmt. Jetzt erzähl ich Dir eines. Ich war auch desöfteren unterwegs und fand wie Du ein paar Gastrobetriebe, die allesamt bis auf eines rauchfrei waren. Und jetzt? Mußte ich halt Vorlieb mit der einen nehmen. Die Krankheitsgeschichten sind so wie sie sind, das gilt für jeden Menschen, daher finde ich es unglaublich, daß eine Forderung im Raum steht, daß Menschen, Dir fremde Gastrobetriebe sich gefälligst nach Dir zu richten haben. Diese Vorstellung ist echt abenteuerlich. Du dürftest niemals an einer Bushaltestelle stehen, niemals eine Fahrt mit einer Dampflok machen (das kann ich übrigens jedem empfehlen, der Probleme mit dem Passivrauch hat), nie an einer vielbefahrenen Kreuzung stehen, nicht selbst in der küche kochen (denn dort atmet man die allerschlimmsten Stoffe ein, die es gibt) usw. Du gehst in Deine Kneipen und ich in meine. Einfacher gehts wirklich nicht, nur Du bist der Meinung, daß sich die Gastronomie nach Deinen Wünschen zu verhalten hat und um das zu erreichen, mußten erst ein paar Studien zurecht gebügelt werden, Raucher regelrecht diskriminiert werden, leute wie Dich mußten erfunden werden, die sich in Raucherforen rumtreiben, um ein Gesetz zu machen, daß mit der Realität nichts zu tun hat. ich könnte Dir übrigens eine Menge Gastronomie nennen, in die ich nicht reingehen würde egal ob da geraucht wird oder nicht.

      • Christoph Suter

        Vielleicht kann man damit diese Diskussion beenden:

        Zum Jahresende «Blinde Wut». Hervorragender Artikel. Zwar 14 Seiten lang – aber sehr lesenswert

        http://ungefragt.com/?p=356

      • ub56

        @Suter, Du hast recht. Die Diskussion ist sinnlos, weil er bewußt immer die gleichen Sprüche auflegt. Ich bin mir jedoch sicher, daß er ganz genau versteht, nur darf er das nicht zugeben. Arm, wenn man nur mit Verboten und Einschränkungen leben kann und die Welt in schwarz und weiß einteilt..

      • Chopper

        @Rauchwienix,
        dann gebe ich auch mal ein Beispiel zum besten:
        Ich bin Allergisch gegen Künstlich, Chemisch erzeugten Rauch, wie er in allen Lasershows die in Hallen oder geschlossenen Räumen erzeugt wird.
        Festgestellt habe ich das in Bochum bei Starlight Express, 1993. Mir tränten die Augen während der gesamten Vorstellung. Damals waren nur wenig Laser Effekte eingebaut. Seit her besuchte ich kein Konzert bzw. Veranstaltung die mit Lasershows zu tun hatte. Im Jahr 2006 fuhr ich mit meiner Familie noch einmal nach Bochum. Ich wusste, dass mir mit Sicherheit die Augen wieder Tränen werden, genauso kam es auch. Schon beim betreten der Halle fingen meine Augen an zu tränen. Zu meinem Pech hatte ich einen Sitzplatz genau unter einer Nebeldüse. Die hatte noch nicht mal richtig angefangen zu Blasen, Tränten meine Augen und Brannten wie Hölle.
        Die Frage jetzt mit Sicherheit: “Warum ich noch einmal dort hingegangen bin, obwohl ich wusste, dass mir die Augen Brennen und tränen”
        Ersten: Das Musical gefällt mir, wegen der Musik und Darstellung, und zweitens, meiner Familie zuliebe.
        Du bist also nicht der einzige auf dieser Welt, der nicht überall hingehen konnte und kann.
        Und nein ich werde keinen Aufstand anzetteln, nur weil es einige tausend genau so ergeht wie mir mit dem Künstlich und Chemisch erzeugten Rauch.

      • Rauchwienix

        @ub56
        warum wirst du wieder so ausfällig? Genau das habe ich befürchtet, dass jetzt doch wieder die alten unsinngen Vergleiche zu Dampflokomotiven, Autoabgase, Küchengerüche usw. ausgegraben werden. Du hast mich also nicht enttäuscht. Aber all diese Dinge sind andere “Baustellen”. Man kann doch nicht ein Missstand dadurch aufheben, in dem man auf andere zeigt. Aber es ist mir klar, dass du mich mit deiner Meinung nicht überzeugen wirst, genau so wenig wird es mir mit meiner Meinung bei dir und anderen Rauchern gelingen. Also entspanne dich und warte ab, wie sich die Dinge entwickeln werden – meine Einschätzung dazu kennst du.
        Nebenbei bemerkt ist in Spanien gestern ein wesentlich strengeres Rauchverbot in Kraft getreten, weil das alte Gesetz von vielen unterlaufen worden ist. Also freue dich auf deine Freiheit, nur an einigen wenigen Orten nicht mehr rauchen zu dürfen, es könnte noch viel schlimmer kommen. Warum ist diese Nachricht eigentlich hier nicht unter den TOP-NEWS?
        Um mal wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen (“Trotz Sabotageversuche: Wirtedemo in Erlangen erfolgreich”), heute ist wieder Montag…

    • Charlie

      Hilfe !!!
      Wo gibt es die “Flüsterkneipen” ??? Kann mir das jemand mitteilen??? Will nicht ständig vor dem Computer hocken, sondern echte Menschen sehen – und dabei genüßlich rauchen !

  4. ich rauche wann ich will und wo ich nicht darf, da bin ich nicht

    @ Mitdenkender Beobachter, genau dieselbe Situation hatten anfangs auch wir mit unserer Ersatzgastronomie bei unseren privaten Gesellschaftszusammenkünften, die wir seit kurz nach dem 1. August veranstalten.
    Zuerst kamen einige Anzeigen von den Antis, dann der Behördenauflauf wobei die Beamten uns ans Leder flicken wollten und dann ist Ruhe eingekehrt als allseits klar gelegt war, es konnte niemand etwas dagegen unternehmen.
    Nachdem in einer ehemaligen Kneipe bei welcher der Wirt zum 1. August seine Existenz als Gastronomiebetreiber aufgegeben hatte, diese Räume durch den Hausbesitzer vom gewerberechtlichen Status behördlicherseits in private Räumlichkeiten umgemünzt wurden, sind diese jetzt unsere Räume in denen wir privat zusammen kommen.
    Seitdem veranstalten wir hier täglich unsere geselligen Zusammenkünfte genauso in gleicher Form, wie du es von euerer Situation beschrieben hast.
    Bei uns ist auch keine gewinnorientierte Situation gegeben und somit wird unser Wohnzimmer als vollkommen privat eingestuft.
    Wir haben nun einen großen Partiekeller in einer ebenerdigen Etage, sind unter uns Leuten welche nur uns zur Nase stehen.
    Die anderen Kneipen im Ort (ein Markt mit ca 7 000 bis 8 000 Einwohner) sind wie leergefegt und nur bei uns rührt sich was. Täglich abends so zwischen 60 und 70 Personen, am Wochenende mehr, welche früher die Stammtische der anderen Kneipen bevölkerten.
    Die meisten anderen Gaststätten sind Restaurants, in denen sowieso nicht geraucht werden darf.

    • Robert

      @ Willensstarker Raucher, alias -ich rauche wann ich will und wo ich nicht darf, da bin ich nicht- übrigens ein bemerkenswertes Pseudonym, sehr aussagekräftig.
      Der Trend geht in die Richtung sich eine Möglichkeit zu verschaffen in der Gesellschaft unter Gleichgesinnten beim gemütlichen Zusammensein weiterhin rauchen zu können.
      Und dies nicht vor der Türe, sondern wie gewohnt am Tisch sitzend.
      Das klappt insofern, wenn man in privaten Räumen sich aufhaltend zusammen sitzt und sein Bier trinkt, nebenbei natürlich seine Zigarette geniest, ohne daß da jemand ans Geld verdienen denkt.
      Die Zeiten wandeln sich eben nun mal und wenn man dazu gezwungen wird neue Wege zu gehen, dann geht man sie halt.
      Genauso wie die bayerische Staatsregierung bei der ersten Gesetzgebung gegen das Rauchen in den Gastronomiebetrieben die Möglichkeit mit den Raucherclubs als damalige Ausweichmöglichkeit zum Rauchen in den Kneipen, welche sich dann eben als Raucherclub bezeichneten, übersehen hatte, so steht jetzt die Möglichkeit zu rauchen in einer privaten Gesellschaft zur Verfügung.
      Und was sich dabei für die rauchenden Mitwirkenden der Privatgesellschaften ergibt, das gesellige Zusammensein ist für den Einzelnen bedeutend billiger geworden.
      Oder man kann rechnerisch davon ausgehen, das Rauchen ist somit ohne Extrakosten zu sehen.
      Das ist doch schon mal was würde ich sagen!
      Viele der Wirte haben es ihren Stammgästen überlassen beim Volksentscheid sich gegen das Rauchverbot auszusprechen. Sie gingen von der Devise aus, wenn die Raucher bei einem Rauchverbot vor die Türe raus gehen müssen haben sie sich das selbst zuzuschreiben. Wenn sie nicht zum Wählen gehen und damit ihren Willen äussern und wenn das zukünftig dann so eintritt, ist das ja in jeder Kneipe so. Die Stammgäste können nicht immer zu Hause bleiben und müssen wenn sie sich in die Gesellschaft begeben wollen, dann müssen sie ja sowieso wieder zu mir in die Kneipe kommen.
      Nur ist jetzt vielfach der Schuß nach hinten los gegangen uns die Stammgäste brauchen mit der hier geschilderten Privatlösung ihren ehemaligen Wirt nicht mehr.
      Das wird sich auch im großen Stiel sich so einpendeln und wird auch zukünftig weiterhin Bestand haben, auch wenn sich in der Gesetzgebung doch noch zu Gunsten der Raucher etwas ändern würde.
      Die Zeiten ändern sich und auch die Gepflogenheiten werden sich zwangsläufig dementsprechend anpassen.

  5. von einem mitdenkenden Beobachter

    Um zu dem Thema mit dem so genannten Begriff Privatgastronomie einmal Klarheit zu schaffen, möchte ich nachfolgende Begebenheit hiermit einmal auf den Tisch legen:
    Nachdem in der (ehemaligen) Stammgaststätte nicht mehr geraucht werden darf, haben sich listige Leute einen Raum für ihr zukünftiges geselliges Zusammensein auserkoren, welcher bei der Baubehörde im Landratsamt als eingetragener Privatraum geführt wird.
    In diesem Raum sind nur bestimmte Personen als Gäste zutrittsbefugt, da diese geselligen Zusammenkünfte rein privater Natur sind.
    Die Bewirtung wird als Selbstbewirtung gesehen, das heisst, die Getränke werden vom Getränkemarkt bezogen und den Anwesenden zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt.
    So kenne ich mittlerweile 17 derartige Einrichtungen, welche seit einem unterschiedlichen Zeitraum Bestand haben.
    Bei einem dieser Gesellschaftsräume in dem auch ich des Öfteren anwesend bin, wollte eines Tages eine Person sich Zutritt verschaffen, welche nicht unserem Personenkreis angehörte.
    Diese Person wurde energisch abgewiesen und ihm eine Anzeige des Hausfriedensbruches angedroht, wenn er der Aufforderung nicht nachkomme.
    Das Ergebnis war dann, dass er die Polizei rief und Anzeige erstattete mit der Begründung, hier wird ein wilder Gastronomiebetrieb geführt.
    Es kam dann tatsächlich kurze Zeit darauf die Polizei mit 2 Beamten angerollt um den Sachverhalt zu überprüfen.
    Den Polizeibeamten wurde erklärt, dass es sich hierbei um eine private Gesellschaft handelt welche ihre Zusammenkunft hier in diesem Raum ausübt und dieser Personenkreis eben nur aus bestimmten, festgelegten Personen besteht.
    Für die Polizeibeamten war dies dann eine klare Sache und sie zogen nach dem erklärenden, aber emotionslosen Gespräch wieder ab.
    Die Person welcher der Zutritt verwehrt wurde und daraufhin die Polizei gerufen und eine Anzeige getätigt hatte, wurde mit seinem Protestgebaren von der Polizei angewiesen, den Bereich des Grundstückes als unerwünschte Person augenblicklich zu verlassen, da ansonsten für ihn dementsprechende Schwierigkeiten zu erwarten sind.
    Damit war aber die Sache noch nicht zu Ende, denn anderntags rückte das Ordnungsamt mit zwei Leuten an und diese wollten die angebliche wilde Gaststätte überprüfen.
    Diesen beiden Leuten wurde der Zutritt verwehrt und ihnen erklärt, genauso wenig wie sie berechtigt sind ein Wohnzimmer der Anwesenden ohne deren Einverständnis betreten zu dürfen, ebenso wenig haben sie als Beauftrage der Behörde das Recht, Zutritt zu diesen Räumen zu fordern.
    Und nachdem aller guten Dinge 3 sind, kam eine Woche darauf das Finanzamt mit einem Beamten angerückt um sich über die gegebene Sachlage zu erkundigen.
    Diesem Herrn vom Finanzamt wurde glaubhaft klar gelegt, dass keinerlei finanzielles Gewinnstreben bei den geselligen Zusammenkünften der alltäglich anwesenden dementsprechenden Personen, ähnlich wie bei einem üblichen Partyraum, vorliegt.
    Dem Herrn vom Finanzamt wurden die Einkaufsquittungen für die Getränke vorgelegt und der Preis der dafür aufzubringenden Kosten für die anwesenden Gäste, welcher mit dem Einkaufspreis identisch ist, glaubhaft übermittelt.
    Zum Vergleich der Benutzung eines Wohnzimmers in einer Wohnung eines der Anwesenden mit mehreren geladenen Gästen würde das Finanzamt ja auch nicht auf die Idee kommen, dass dann in diesem Fall eine Steuerhinterziehung von statten geht.
    Und somit ist nun Ruhe im Reich der geselligen Raucher in diesem ihrem Domizil von Seiten irgendeiner Behörde eingekehrt.
    Dieses unser Beispiel hat schon vielfach Schule gemacht und es spriessen derartige Gesellschaftszusammenkunftsorte wie Pilze aus dem Boden.
    Wie ich Eingangs schon erwähnte, gibt es 17 Beispiele in dieser Art im Umkreis, die ich kenne.
    Es müsste schon ein gesetzliches Verbot des Gebrauches von Tabakwaren eingeführt werden, um uns aus dem Gleichgewicht bringen zu können.
    Aber es gibt Gott sei Dank das Grundgesetz mit den garantierten Grundrechten für jeden Bürger Deutschlands, welches in dieser Hinsicht jede diesbezügliche persönliche Lebensweise schützt.

    • Roodee

      Hallo,

      ein sehr schöner Artikel, der sehr anschaulich zeigt, dass ihr euch nicht unterkriegen lasst und einen guten Weg gefunden habt. Ich bin mir sicher, dass das weiter Schule macht. Schließlich lassen sich bei solchen Treffen auch ganz gut die Geschäfte besprechen.

      Roodee

    • Na dann haben wir eine weitere Art der schwarz Gastronomie diese Privatgastronomie welche legal ist.

      Nach der Vereinsgastronomie welche ja auch Sonderrechte hat, und Veranstaltungen sogar von den Gemeinden unterschtützt werden. Damit wird der Wirt wieder einmal alleingelassen von seinen ehemaligen Stammgästen, welche davon zur hälfte nicht bei der Wahl waren. Nach vielen Diskutionen haben jetzt die Gäste die größte Klappe welche keine Zeit hatten zur Wahl zu gehen. Genau diese Gäste habe ich in Erlangen vermisst, klar die haben lieber in Ihrer Privatgastronomie gefeiert und andere Mitmenschen auf der Straße alleingelassen. Vielleicht wacht auch Ihr irgendwann auf wenn es nur noch Privatgastronomie gibt. Ihr werdet sehen, es wird richtig langweilig. Hab ich ein Glück, daß meine Stammgäste da anders sind. meine Stammgäste gehen mit mir sogar auf die Straße zur Demo, na vieleicht auch nur wil Sie bei mir weiter Rauchen dürfen. Ja wir kämpfen halt gemeinsam, ja auch soetwas gigt es noch in Bayern. Bis dann auf der DEMO in München ende Januar 2011

      • Das es so etwas wir Schwarzgastronomie geben wird, habe nicht nur ich vorausgesagt. Allerdings stört mich daran, daß dort höchstwahrscheinlich auch viele Raucher verkehren, die sich beim VE nicht gerührt haben. Ebenso gibt es jede Menge Wirte, die öffentlich verkündet haben, es gäbe immer einen Weg weiter rauchen zu lassen. Das ist die Krux in Deutschland. Abwarten was den Bürgern eingebrockt wird und dann überlegen wie man das Gesetz überlisten kann. Anscheinend müssen wir Demokratie wieder neu lernen. Wehret den Anfängen hätte das Motto sein müssen. Ein perfektes Beispiel dafür ist Stuttgart 21. Gegner gibt es bereits seit 15 Jahren aber erst nachdem die Bagger anrollten, fanden die Demos statt. Viel zu spät. Es hinterlässt den bitteren Eindruck, daß die Demos entstanden sind, weil z.B. die Grünen gezielt den Protest für ihre eigenen Ziele nutzen und sich nun berechtigte Hoffnungen bei den Landtagswahlen machen können. Politisches Kalkül, das hat nichts mit der Sache an sich zu tun. Das wird scheitern und S21 wird mit einigen Zugeständnissen doch gebaut werden.
        Der gravierende Unterschied vom VE in Bayern und Stuttgart21 ist jedoch, daß man in Stuttgart einen Standort hatte um seinen Protest kund zu tun. Das war beim VE gänzlich anders und somit auch nicht geballt möglich. Ich bleibe dabei, hätten sich die Wirte ingesamt gewehrt und ihre Stammkunden motiviert wäre das völlig anders abgelaufen.
        Menschen benötigen oft jemanden der sie anstupst damit sie sich bewegen und das hat in Bayern gefehlt. Cerveny Vaclav, Dich nehme ich ausdrücklich von meiner Kritik aus.

      • Roodee

        Hallo Serveny Vaclav,

        Du hast natürlich Recht, aus Sicht eines ehrlichen Wirtes betrachtet. Ich finde beide Arten des Protestes sind richtig. Die legale Art der Demo gegen das Unrecht ist eine wichtige Sache. Allerdings auch sehr langwierig. Bis sich da ggf. ein Erfolg einstellt, ist die eine oder andere Kneipe schon kaputt.
        Der andere Weg ist da pragmatischer. Es wird gleich reagiert und zwar so, dass man nicht nur das Unrechtsgesetz umgeht, sich der Kontrolle entzieht, sondern auch noch dem Staatssäckel Schaden zufügt. Welche Form des Protestes wirkungsvoller ist, lasse ich mal im Raum stehen. Du hast sicher Recht, dass es bald ziemlich langweilig werden wird, da es eine Privatgesellschaft ist. Aber ehrlich gesagt, sind Stammgäste die sich täglich in der Kneipe treffen auch nichts anderes, nur dass sie staatlichen Auflagen unterworfen sind und ihr Treffen teurer ist.

        Also, beide Formen sind gut und richtig. Die eine, die öffentlich auf Demos gegen diesen Unsinn zu Felde zieht, die sagt, dass es falsch läuft und die andere, die sich auf einfache Weise diesem Gesetz entzieht, die den Gesetzgeber durch Finanz- und Kontrollentzug zwingt, zu reagieren. Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass die private Geschichte, wenn es dort gut läuft, so schnell nicht wieder öffentlich wird, selbst wenn sich der Gesetzgeber besinnt und wieder ordentliche Verhältnisse herstellt.

        Roodee

      • Charlie

        Wo gibt es denn diese “Privatgastronomie”??? Bin schon Feb r. 2008 in Erlangen mit auf die Straße gegangen, bzw. 2010 zur Wahl !!
        Lag wohl an der “Amtssprache”, dass wohl manche nicht genau wussten, wo sie ihr Kreuzchen machen müssen !!!

  6. von einem mitdenkenden Beobachter

    Irgendwie ist es teilweise ganz interessant euere Beiträge hier in diesem Forum zu lesen.
    Es kommt sogar schon mal vor, daß der eine und andere Eintrag auf seine Art sogar amüsant ist. So z.B. wenn eine Susanne hier ihre Mitstreiter darauf aufmerksam macht die Rauchergegner mit ihrer hier geäusserten Meinung nicht zu beachten und sie vollkommen links liegen zu lassen, sie selbst aber dieselben immer wieder direkt anspricht.
    Wenn man versucht Regeln aufzustellen, dann sollte man sie schon auch selbst beachten.
    Was mich auch zumindest etwas irretiert ist die Umgangsweise mit den Rauchergegnern, vor allem die Ansprache welche denen gegenüber von so manchen hier gebraucht wird.
    Da heißt es dann: *Lieber XY …….*
    Ich persönlich bin auch kein unhöflicher Mensch und spreche stellenweise Personen die ich mag und die mir sympathisch sind mit *Lieber XY ……* an.
    Jedoch Leute die ich nicht kenne, welche mir sogar auf Grund ihrer oftmals bösartigen Einstellung meinem Meinungsbild gegenüber und ihren dementsprechenden Äusserungen unsympathisch, ja sogar zuwider sind, würde ich niemals mit *Lieber XY …… *ansprechen.
    Aber nun ja, Jedem das Seine!
    Die Rauchergegner sehe ich als Raucher nicht als Freunde, nicht zu verwechseln mit den Nichtrauchern unter denen ich sehr viele Freunde habe und die auch verständnisvoll sich gegenüber ihren rauchenden Mitmenschen benehmen.
    Wenn ich als Raucher mal studienhalber in die Seite der Antiraucher von Pro – Rauchfrei rein sehe und deren Artikulation so verfolge, wird mir ganz übel von diesem zu erlebenden aufgestauten Haß gegen die Raucher.
    Und wenn ich mir dann so vorstelle daß ein Mitglied dieser dortigen Runde sich hier in diesem Forum vergnügt indem er die Raucher und Raucherinnen aufmischt, wie er dann ganz stolz seinen Kollegen in der Seite von Pro-rauchfrei sich berichtend ausdrückt, dieser hasserfüllte Antiraucher dann hier auch noch mit *Lieber XY …. * angesprochen wird, dann verstehe ich einfach die Welt nicht mehr.
    Aber die Welt immer zu verstehen ist ja sowieso nicht gut möglich und es ist auch nicht unbedingt erforderlich, sie in dieser Hinsicht verstehen zu müssen.
    Aber wie ich nun schon sagte, Jedem das Seine!

    • Roodee

      Hallo v e m B,

      sei mir nicht böse der Ansprachsabkürzung wegen.
      Da ich mich angesprochen fühle, einen kurzen Hinweis dazu. Rauchen ist im Grund genommen eine Tätigkeit, der man sich hingibt oder nicht. Der Raucher ist demzufolge jemand, der diese Tätigkeit ausübt. Der Nichtraucher tut dies nicht. Damit hat sich’s dann aber eigentlich auch schon – grob gesprochen – mit der Gemeinsamkeit der Raucher bzw. der Nichtraucher. Dass der Raucher durch lebenslange Gängelung zu einem anderen Menschenschlag wird – sich blind versteht, lasse ich mal eben ausser acht. Wenn aber ein Nichtraucher Argumente hat, kann man die nicht einfach ignorieren oder negieren. Das fördert Hass und nutzt letzlich niemandem. Man begibt sich nur auf ein Niveau, auf welches man nicht gehört. Die Argumente aber muß man sich anhören/ durchlesen und bewerten. Alles andere ist Stumpfsinn und Faulheit. In seinem Fall waren die Argumente etwas dünn, weshalb ich ihn auch dementsprechend angesprochen habe (lies es als “Mein lieber Herr Gesangsverein”), trotzdem sollte man doch immer versuchen höflich miteinander umzugehen. Es gibt auch andere Beispiele, wie der “Schinderhannes” im Bundes-Petitionsforum oder der “Marco” hier, die Argumente nicht bedienen können, statt dessen gebetsmühlenartig ihre Ideologie verteilen und sich somit disqualifizieren. Darüber rede ich normalerweise nicht, sondern ignoriere es, wie auch dein “Jedem das Seine”.

      Roodee

    • Susanne

      Hallo “mitdenkender Beobachter”..(gefällt mir) Vielleicht (aber nur vielleicht) drücke ich mich in Ihren Augen nicht richtig aus bzw. Sie verstehen nicht, was ich damit erreichen will..?! Wenn Sie genau verfolgen, was ich hier unter den verschiedensten Themen geschrieben habe, müssten Sie gemerkt haben, das ich zwar auf Kommentare von den “Antis” etwas schreibe, das allerdings für die so langweilig ist, das die darauf entweder gar nicht mehr oder noch 1-2 mal reagieren! Aber dann haben wir hier einfach wieder mal ne Zeit lang Ruhe! Und nur das möchte ich! Ich will keine sinnlosen Diskussionen oder Belehrungen oder Boshaftigkeiten!! Und von dem abgesehen, lass ich nur einen Kommentar los, wenn ich meine, dass die Hin-und Her Diskutiererei wieder ins Endlose führt und sowiese nichts bringt. Wobei ich immer offen bin und mir auch gerne anhöre bzw lese, was die Meinung der Nichtraucher ist! “Antis” ausgeschlossen!!!
      Wenn Sie nur einen Bruchteil von dem gelesen haben, was unter den verschiedensten Themen hier geschrieben wurde, würden Sie evtl. auch so reagieren!
      So, und nun hab ich auch Ihnen gegenüber meinen Kommentar losgelassen…

      Aber, jedem das seine und mir das meiste..;-)

      • von einem mitdenkenden Beobachter

        @ Susanne sowie auch @ Roodee, ich habe nicht die Art gemeint wie man jemanden anspricht, sondern wen man anspricht und dieser Person demzufolge eine Beachtung schenkt.
        Nachdem ich Raucher bin wie viele Personen die hier Diskussionen miteinander führen und einige Personen von der anderen Seite welche man höflich ausgedrückt Antiraucher bezeichnet, mir auf Grund meiner Erfahrungen sich kein Weg finden lässt sich mit diesen Antirauchern auf eine vernünftige Weise verständigen bzw. Verständnis erwarten zu können, ziehe ich es vor, diese Leute eben nicht zu beachten.
        In einem Punkt Susanne stimme ich Ihnen voll zu, nämlich diese gewissen Personen links liegen zu lassen, denn wer sich nicht beachtet fühlt, den Eindruck haben muß als nicht anwesend gesehen zu werden, wird ganz schnell erkennen müssen, er ist im Grunde genommen für die Anderen gar nicht vorhanden und wird von ihnen demzufolge auch gar nicht bemerkt, weil nicht gemocht.
        Und wer nicht bemerkt und von anderen vollkommen übersehen wird, ist sehr schnell überdrüssig sich erfolglos bemerkbar machen zu wollen.
        Ich habe vor einiger Zeit hier auf dieser Seite in einem Beitrag gelesen, diese Leute wie Hundesch….. unbeachtet in der Ecke liegen zu lassen und sich schnellsten Schrittes an diesen Objekten vorbei zu bewegen, um deren Gestank nicht ausgesetzt zu sein.
        Dies hört sich zwar mehr oder weniger brutal an, trifft aber voll den Kern der Sache.
        Aber ich will hier nicht oberlehrermässig in Erscheinung treten und demzufolge auch kein Seminar abhalten mit dem Thema *Umgang als Raucher mit den Antirauchern*.
        Das steht mir nicht zu und ein Jeder soll mit den anderen Leuten, ob Freund oder Feind, umgehen nach seinen eigenen Vorstellungen.
        Ich habe lediglich das Thema angeschnitten nach dem Motto, wie man in Bayern so schön sagt, *ih moan ja blos* (für Roode übersetzt soweit erforderlich mit ….. ich meine ja nur).

  7. Frage: Wann ist die nächste Demonstration gegen das “Totale Rauchverbot”?

    Wenn die nächste Protestaktion auf einen einigermaßen passablen Termin für die arbeiteten Menschen stattfindet, wäre ich mit 2 Spezln auch dabei.

    Wie wäre es mit Freitag abend?

  8. Ihr könnt schreiben was Ihr wollt, die tatsachen stehen fest:

    Die Raucherlokale welche seit Januar 2008, entweder als Raucherclub oder anders betrieben wurden, waren brechendvoll !!! Diese Lokale haben sich dazu bekannt für die rauchenden Gäste da zu sein. Das war Ihre eigene Entscheidung, warum auch immer, spielt hier keine Rolle: Klar wurde man auch manchmal von Nichtraucern beschimpft, aber mann hat die Seite Raucher bezogen, und mann verzichtete ganz bewust uf die Nichtraucher. Mann wurde auch teilweise von den Nichtrauchern boykotiert, aber das war in Ordnung, denn mann hatte seine guten rauchenden Gäste und alles hat gepasst bis zum 1 August 2010.
    Auf einmal wurde einem die Geschäftssubstans genommen!!!!!!!!!!!
    Nur weil mann jetzt ein Nichtraucherlokal ist kommen die Nichtraucher trotzdem nicht, denn das war mal ein Raucherlokal früher, und dem werden wir es jetzt zeigen. Ja und die Rauchenden Gäste gehen jetzt seltener aus, so das auf einmal Umsatzeinbusen von bis 70 % eintretten. Ja bei dieser Art der Gastronomie sind die Umsätze wirklich bis 70 % eintretten. Und um diese Wirte geht es hier !!! Und nicht um Gastronomie algemein, denn insgesammt sind die Umsätze vielleicht nur u 5 % rückleufig gewesen, auf der anderen Seite hat MC DONALDS Umsatz steigerungen. Ja und MC DONALDS ist auch Gastronomie und verfällscht mit seinen Tausenden Betrieben die % Zahlen. Also noch einmal es geht hier nur um eine Marktniesche von Raucherlokalen welche seit Januar 2008, entweder als Raucherclub oder anders betrieben wurden und rauchen Legal liesen. Diesen und keinen anderen Lokalen ist die Existenz genommen worden.

    • ub56

      @Cerveny, ich kann das nur bestätigen, denn ich bin viel in der Gastronomie geschäftlich unterwegs. Du mußt Dir aber noch mal die Vorgehensweise vor Augen halten. Es mußte eine Begrifflichkeit erfunden werden, der das ganze Nichtraucherkonstrukt zementiert und da hat man sich ohne großen Aufwand an Hitlers Zeiten zurück erinnert und den Passivrauch wieder auferstehen lassen. Garniert mit “wissenschaftlichen und ärztlichen” Fürsprechern, der gesamten Medienschar hintendran und dann wurde die Attacke geblasen. Es hat funktioniert wie man sieht. Der Keil zwischen Raucher und Nichtraucher wurde durch permanent weitere Schreckensmeldungen übers Passivrauchen, nicht mal mehr übers Rauchen, in dosierten Abständen durch die Medienlandschaft getrommelt, immer so das es nicht in Vergessenheit gerät. Was diese Trommler den Wirten antun interessiert doch keinen wirklich, wäre es anders, wäre es so nie gelaufen. Wenn man unter vorgehaltener Hand von Politikern gesagt bekommt, daß man hat untersuchen lassen ob Raucher sie wehren werden wenn das Rauchverbot eingeführt wird und man nach dieser Auswertung zum Schluß gekommen ist, daß Raucher sich nicht wehren weil sie keine homogene Gruppe sind, vor der man sich fürchten muß, dann wird einem schnell klar warum die das praktisch ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen haben. Erst als geklagt wurde, wurde aus einem Rauchverbot auch noch ein Essverbot mit den teilweise bekannten Ausnahmen. Das absolute Rauchverbot überall in irgendwelchen Einrichtungen wird nicht aufhören solange der Passivrauchtod über allem schwebt und der wird weiter schweben weil mehr als 190 Länder weltweit anerkannt haben, daß Passivrauch unwiderruflich Menschen tötet obwohl es keinen einzigen Passivrauchtoten in Wirklichkeit gibt. Solange dieses Konstrukt weltweit aufrecht erhalten wird, solange wird jedes Jahr ein bißchen mehr reguliert bis zum “Endsieg”. Freie Markwirtschaft ist das was wir glauben sollen, für mich persönlich gibt es grundsätzlich zwei Freiheiten, zwei Grundgesetze, zwei Richtersprüche. Einmal für die “Großkopferten” und einmal für die Allgemeinheit. Eigentlich ist das vielen bekannt, was sich aus meiner Sicht jedoch gravierend verändert hat, ist, daß es praktisch ungeniert offen gezeigt wird, daß Recht gebeugt wird, das Korruption in bestimmten Kreisen hofiert und nicht bestraft wird, daß Medien nach Vorgaben u.a. der dpa Meinungsmanipulation betreiben, daß Richter Urteile fällen, die man nicht mal mehr im Ansatz nachvollziehen kann usw., die Liste ist ellenlang. Der Fisch stinkt vom Kopf her und das ist in Deutschland nicht besser als in anderen Bananenrepubliken. Unser demokratisches System führt sich selbst ad absurdum.

      • Roodee

        Hallo ub56,

        ein wirklich sehr guter Artikel, der erkennen läßt, dass du dich mit den Dingen beschäftigst!

        Dein Schlußwort verstehe ich jedoch nicht. Es klingt nach Resignation oder Ablehnung. Warum?

        Roodee

      • ub56

        Hallo Roodee, mit meinem Schlußwort meinte ich, daß wir nach meiner Auffassung nicht mehr in einer Demokratie leben. Es gibt zweierlei Gesetze, für die einen und fürs Fußvolk. Nur das Beispiel Sarrazin. Klar, man muß nicht mit ihm einverstanden sein, aber das muß eine Demokratie aushalten, aber was ist passiert? Er wird aus seinen Ämtern entlassen, politicell correctnes halt. Wir glauben nur noch, daß es eine Demokratie ist. Sind wir mal ehrlich. Wir gehen alle paar Jahre zur Wahl und das ist Demokratie für die meisten. Nur mit Wahlen verändern wir nichts. Wir lassen uns seit Jahren, inzwischen nicht mal mehr verdeckt, von Politikern anlügen, hinters Licht führen und wir wählen sie trotzdem. Das ist fast schon schizophren. Deutschland hat ca. 1,8 Billionen Schulden und uns wird ein Sparprogramm untergejubelt, daß gar keines ist, aber genau als solches verkauft wird, dabei wird nichts gespart, es werden nur weniger Schulden aufgenommen. Schau Dir Irland an, die ca. 85 Milliarden Euro erhalten und ab sofort im Haushalt 6 Milliarden jährlich einsparen wollen. Aber auf welchen Schultern? Auf den Schultern jener, die mit dieser Krise überhaupt nichts zu tun haben. Mal im Ernst, wie wollen die diese 85 Milliarden jemals zurückzahlen? Das geht überhaupt nicht, nimmt man mal das mächtige Deutschland zum Vorbild. Die Deutschen, die nicht mal gebacken kriegen, keine neuen hohen Schulden zu machen und das trotz der verkündeten neuen Arbeitsplätze und des Wirtschaftswunders. Das von diesem Arbeitswunder die allermeisten gar nicht existieren können redet kein politisch Verantwortlicher, ganz im Gegenteil, er verkündet frohe Botschaften. Seit Jahren wird von Bildung gesprochen und es wird ein Niedriglohnsektor massiv aufgebaut und in diesem SNiedriglohnsektor sind weiß Gott nicht lauter Langzeitarbeitslose drin, ganz im Gegenteil. Diese Wortspiele sind es, die unsere Demokratie zerstören. Und so zieht es sich wie ein roten Faden durch alle Bereiche unserer Gesellschaft und es wird diese auf Dauer zerstören. In den gleichen Topf werfe ich die Rauchverbote, die Alkoholverkaufsverbote, den inzwischen salonfähig gewordenen erhoben Zeigefinger bei “Dicken” usw. Geschickt wird das allgemeine Volk abgelenkt, mit Peanuts, und fast alle fallen darauf rein. Ein Beispiel: Im Sommer (Sommermärchen) 2006 während der WM, wurde die Pestizidobergrenze von Seehofer still und heimlich auf höhere Werte angepaßt (EU-Anpassung an die höchsten Pestizidwerte und nicht umgekehrt), diskutiert wurde aber über Fußball. Und keine Sau hats interessiert. Moderne Brot und Spiele eben. Das ist nicht meine Vorstellung von einem gemeinsamen Leben friedlicher Völker. Die Wirtschaft gibt den Ton an, immer weniger miteinander, immer weniger für uns alle, immer härter, immer skupelloser. Es gibt natürlich noch Ausnahmen, Gott sei Dank, aber die Tendenz ist doch sehr eindeutig.
        Du siehst mein Fazit ist eher resignierend. Bis die Deutschen aufstehen, falls sie es jemals tun, ist schon viel zu viel kaputt gemacht worden.

      • Roodee

        Hallo ub56,

        nun will ich dir endlich mal antworten.
        Deine Beispiele sind gut und deine Argumentation ist schlüssig. Aber irgendwas stört mich trotzdem. Es ist die Quintessenz, dass wir die Demokratie verloren haben und uns somit in unser Los fügen müßten. Das will ich nicht glauben.

        “…daß wir nach meiner Auffassung nicht mehr in einer Demokratie leben”
        Das sehe ich nicht ganz so. Natürlich ist es nicht mehr sehr weit her mit unserer Demokratie, aber wir haben sie noch und müssen sie eigentlich nur nutzen. Schau dir die Volksabstimmung an. Mal abgesehen davon, dass sie sich gegen uns richtete und mit unfairen Mitteln durchgeführt wurde – es ist ein demokratisches Instrument, welches genutzt werden kann und sollte. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust diese Demokratie wieder kampflos aufzugeben. Natürlich gibt es Kreise, die davon provitieren, wenn wir in einer Diktatur leben würden und sich also danach sehnen und darauf hinarbeiten. Das heißt aber noch lange nicht, dass sich der gebildete und mündige Bürger dem beugen muß.

        “Deutschland hat ca. 1,8 Billionen Schulden…”
        Das hängt mit der Selbstbedienungsmentalität derjenigen zusammen, die dieses Geld verwalten und nutzen. Sie haben schon lange vergessen, dass es sich nicht um Ihr Geld handelt, sondern um unseres. Sie haben vergessen, dass sie dieses Geld anvertraut bekommen um das Gemeinwohl zu erhöhen bzw. zu erhalten. Es hat sich ein Automatismus entwickelt – Steuern sind Pflichtabgaben die das Volk leisten muß – was dann damit passiert, geht das Volk nichts an. Da werden erst mal Pöstchen geschaffen, um das Geld zu verbraten.
        Aber schau ich mir die Abgaben an, welche für das Gesundheitssystem zu leisten sind, so trifft das hier mindestens genauso zu. Ursprünglich als Versicherung gedacht, um im Krankheitsfall nicht vor unlösbaren Kostenproblemen zu stehen, hat diese Abgabe schon längst einen enormen Wirtschaftszweig hervorgebracht, der ständig wächst und immer mehr Geld verschlingt. So ist es nicht verwunderlich, dass auch hier in Anbetracht der enormen einfließenden Gelder ständig neue Begehrlichkeiten geweckt werden. Es muß dann nur ein Grund gefunden werden, um an diese Gelder zu kommen, selbst wenn dabei irgendwelche Passivrauchstudien heraus kommen, die keiner wirklich braucht.

        Ich hatte dir die Frage gestellt, weil ich mir schon dachte, dass es eher Resignation ist. Die eigentliche Frage ist aber die:
        Wenn du die Dinge so gut analysiert hast – obwohl es heutzutage gar nicht so einfach ist, hinter die Fassaden zu schauen – wäre es dann nicht der nächste Schritt, das Ist dem Soll anzunähern, also zu versuchen die zum Teil verloren gegangene Demokratie wieder herzustellen?
        Natürlich kann nicht jeder im Lande Politik machen, irgend jemand muß ja auch noch was arbeiten. Aber wenn dann die Leute, die sich entschlossen haben Politik zu machen, sich verselbständigen und am Volk vorbeiregieren, anvertraute Gelder verschleudern oder gar veruntreuen, dabei noch Gesetze erlassen, die das Volk mehr und mehr kriminalisieren, um es gefügig zu machen und zu halten, die fanatischen Gruppierungen Gewicht verschaffen und die Lobbyarbeit machen, kommt man als mündiger Bürger gar nicht drum herum sich zusätzlich zu seiner eigentlichen Arbeit auch mit Politik zu beschäftigen und ihnen auf die Finger zu schauen.

        Demokratie beginnt im Kopf – Stellvertreterdenken macht sie überflüssig. Erst wenn man sich selber zutraut, etwas bewegen zu können, wird die Demokratie wieder erwachen. Resignation bringt da in aller Regel nichts, außer dass man sich von scheinbar unlösbaren Problemen zurückzieht und sich selber dabei kleiner macht als man eigentlich ist.

        Roodee

      • ub56

        Hallo Rodee, Du hast Dir echt Mühe gemacht um mir zu antworten. Vielleicht war das etwas zu finster, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß wir uns mit dem Wort “Demokratie” blenden lassen. Klar, wir können unsere Meinung sagen (aber müssen aufpassen wo wir das sagen) aber wir kleinen Lichter ändern nichts. Du hast richtig erkannt, daß politisch etwas geschehen muß. Da bin ich seit 3 Jahren dran, denn ich habe mit einer Handvoll Gleichgesinnten eine Partei gegründet, die viel mit Mündigkeit zu tun hat. Wenn ich mir die Erfahrungen, die wir gemacht haben, durch den Kopf gehen lasse, ist das mitunter ganz schön demoralisierend. Ich gebe zu, ich bin zu ungeduldig. Die Bewegung, die wir mit bescheidenen Mitteln, versuchen aufzubauen hinkt weit hinter meinen Erwartungen her. Wir leben in einer Zeit, wo man medial wahrgenommen werden muß und wo es meist völlig uninteressant ist, welches Ziele im Parteiprogramm stehen. Ich finde das fast unerträglich, denn ein Programmpunkt wird lange diskutiert, bevor er ins Gesamtprogramm aufgenommen wird. Der Eindruck, daß sich die allermeisten Bürger durch Auftritte blenden lassen, hat sich bei mir verfestigt. Dieses permanent “Acton-Zeigen” liegt mir gar nicht. Als kleine Partei benötigt man ein Aushängeschild und das ist schwierig. Wir haben durchaus Mitglieder, die was auf dem Kasten haben, die jedoch zurückschrecken, weil sie zum Teil von den derzeitigen Politikern in ihren Kreisen abhängig sind um öffentliche Aufträge zu erhalten. Sie getrauen sich nicht öffentlich sich zu einer neuen Partei zu outen. Diese Erfahrung war und ist ausgesprochen bitter. Wenn aber die Fähigen nicht mitmachen ist nichts zu gewinnen. Heute habe ich wenig Zeit, es gäbe noch viel zu besprechen, vielleicht können wir das noch auf anderer Ebene nachholen.

      • Roodee

        Hallo ub56,

        der Moderator hat unsere Emailadressen.

        Viele Grüße,
        Roodee

      • Rauchwienix

        @Roodee:
        Da irrst du dich, ich bin ganz und gar nicht “angefressen”, denn ein Scheitern der Bemühungen um einen vollständigen Nichtraucherschutz sehe ich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Du schreibst, dass man bestimmte Dinge immer nur eine Zeit lang unterdrücken bzw. beherrschen kann und irgendwann sei Schluß damit und es stellt sich von selbst wieder die Natürlichkeit her. Diesen Satz könnte man genau so auf den Nichtraucherschutz anwenden. Essen, Trinken, Wohnen, Arbeiten, Poppen, Fortbewegen usw. ist natürlich, Rauchen ist keine Natürlichkeit. Ich schätze, dass die angebliche Rauchkultur in der noch bis vor wenigen Monaten bestandenen Form in Deutschland kaum mehr als 100 Jahre alt ist. Wie kann man dann von Tradition und Natürlichkeit sprechen? Ich wiederhole mich wenn ich noch einmal sage, dass niemand ein absolutes Rauchverbot will, dies wird wohl auch kaum durchzusetzen sein. Was jetzt und zukünftig aber nicht mehr geht ist, dass ihr zu jeder Zeit und an jedem Ort rauchen dürft. Das ist zweigelsfrei eine kleine Einschränkung aber unter Unterdrückung verstehe ich doch etwas anderes. Beispiele erspare ich mir jetzt, das würde den Rahmen sprengen.
        Es würde mich auch sehr freuen, wenn die Wirte endlich den Kopf aus den Sand ziehen und aus der neuen Situation Gewinn machen würden. Mit Sicherheit aber nicht wieder als Raucherkneipe.
        Die Idee der Bewirtung im eigenen Wohnzimmer ist nicht neu. Die Finanzbehörde und die Gewerbeaufsicht, die Krankenkassen, Rentenversicherungsträger usw. sind sicher ganz begeistert von dieser Idee, dass damit auch diese Abgaben hinterzogen werden sollen. Wie naiv muss man sein zu glauben, dass das lange unverborgen bleibt?
        Was du und Deinesgleichen hier betreiben sind in meinen Augen Aufrufe zu Sozialbetrug und kriminellen Machenschaften. Das wird sich keine Behörde gefallen lassen.
        Aber wie ich schon sagte, lasst uns in 10-15 Jahren Bilanz ziehen, dann werden wir ja sehen.

      • Rauchwienix

        Sorry, mein o.g.. Beitrag sollte eigentlich woanders hin. Vielleicht kann ein Admin diesen wieder löschen?

    • Liebe Raucher, wenn euch doch die Wirte so sehr am Herzlen liegen, warum habt ihr sie verstoßen? Warum zeigt ihr keine Solidarität mit eurer Stammkneipe und trinkt trotzdem dort weiterhin euer Bier? Glaubt ihr wirklich, durch euren Boykott den Wirten einen guten Dienst zu erweisen? Wie schäbig ist es doch eigentlich, bei der geringsten persönlichen Einschränkung den Wirten in den A….. zu treten und zu sagen: “Good bye, es war nett aber ich will unbedingt hier drinne rauchen”? Nicht das Rauchverbot in den Wirtschaften ist der Grund für das angebliche Kneipensterben sondern dieses unsolidarische und egoistische Verhalten dieser süchten Kunden.
      An die Wirte gerichtet: Wie kann es angehen, dass es eine weit größere Anzahl von Wirtschaften gibt, die trotzdem weiterhin gute Umsätze machen? Das sind Wirte oder Betreiber, die flexibel, kreativ und vielleicht sogar weitsichtiger sind als viele andere. Anstatt sich selbst zu bemittleiden haben sie die Chance gepackt und und ihren Laden entsprechend angepasst. Die Belohnung folgte auf den Fuss. Ein Wirt ist heute eben nicht mehr nur ein Bierzapfer sondern Unternehmer. Ein Unternehmen muss vernünftig geführt werden, muss sich auf neue Gegebenheiten einstellen, reagieren. Wirt ist auch ein Beruf. Beruf = Berufung. Wer die nicht hat, ist eben nicht fähig genug und hat leider verloren. Ein neuer und besserer Wirt wird vielleicht seinen Laden übernehmen, somit ist von Arbeitsplatzverlust keine Spur.

      • Es gibt ohne Zweifel Lokale, in denen das Rauchverbot funktioniert. Aber es gibt auch genug Lokale, wo es eben nicht funktioniert. Ich gebe zu, dass militante Antiraucher bedingt durch ihren parareligiösen Glauben nicht in der Lage sind, das zu erkennen. Trotzdem bleibt es eine Tatsache, dass es viele Wirte gibt, für die das bayerische Rauchverbot der Grund war, Hartz IV zu beantragen, weil eben die versprochenen Familien mit Kindern eben nicht die Lokale gestürmt haben. Und weil die Raucher eben keine Lust haben, bei Minusgraden, Sturm und Schnee vor der Türe Ärger wegen Lärmbelästigung zu bekommen.

      • @ rauchwienix: Kein Raucher ist verpflichtet eine Wirtschaft zu besuchen, sowas war und ist freiwillig. Es ist doch logisch, daß z. B. etwa eine Schafkopfrunde mit Rauchern ihre Spiele lieber in einer privaten Kellerbar mit allen Freiheiten abhält, als etwa in einem Nichtraucherlokal, wo die rauchenden Spieler alle “Scheißlang” zum Rauchen vor die Tür gehen. Auch viele andere Raucher/innen haben inzwischen ihre privaten Alternativen gefunden und es werden immer mehr.

        Es wurde vielfach davor gewarnt, daß bei einem “Totalen Rauchverbot” viele Lokale (vor allem Eckkneipen, Pilsbars und viele andere mehr) pleite gehen, was bereits eintraf und sich in diesem Wintger verstärkt fortsetzt. Die vielen Shisha-Bars und Zigarren-Lounges, die starke Umsatzrückgänge haben oder pleite machen, will ich erst gar nicht erwähnen. Als Kontra hörte man immer wieder, in Italien und anderswo klappt es doch auch (und alle Leute dort sind damit glücklich und schreien juchu).

        Die Gastwirschaften, die weiterhin gute Umsätze machen, sind meist Speiselokale, die aber auch schon vor dem 01.08. rauchfrei sein mußten, was übrigens kein Mensch (auch wenn das die Antis anders rüberbrachten) ändern wollte.

        Fazit: Die Initiatoren (Sebastian Frankenberger & Konsorten) haben sich der vielfachen Existenzvernichtung in der Gastronomie schuldig gemacht und die 2.149.010 JA-Sager-Wähler/innen haben sie dabei unterstützt.

      • ub56

        Ein sehr schwacher Kommentar, werter Rauchwienix. Uns Rauchern anzulasten, daß wir die Wirte im Regen stehen lassen ist wahrlich reiner Sarkasmus. Wir Raucher werden in den Regen gestellt, schon vergessen? Ich geb Dir mal ein Beispiel. In Heidelberg gab es Jahre vor dem Rauchverbot über 60 rauchfreie Gastrobetriebe. Die Stadt hat auf ihrer damaligen Webseite kräftig Werbung gemacht und rate mal was mit diesen Betrieben passiert ist? Richtig, dicht gemacht haben sie nach und nach. Scheinbar hat sich keiner was aus diesen in aller Regel sterilen Läden gemacht. Deine Argumentationskette ist genau die von den maßgeblichen Befürwortern des Rauchverbots. Die Wirte sollen die Chance ergreifen und aus allen erdenklichen Kneipen Fresstempel und Erlebnisgastronomie machen (von welchem Geld eigentlich?). In aller Regel rede ich hier von Kneipen, wo ich ohne großen Luxus ein gutes Bier trinken kann. Ich benötige keinen Schnickschnack in der Gastronomie. Guter Wirt, gute Musik, gutes Bier und ein gutes Publikum reichen mir vollkommen. Ich kann z.B. diese ganzen neuen Trendlokale nicht ab. Da wird billigstes Sperrholz verbaut, bunt gestrichen aber im Laden ist alles teuer. Wems gefällt soll dort hin, ich bin da tradioneller. Einfaches Fazit: Geh Du in Deine Gastronomie und ich/wir gehen in unsere. Mit diesem Kompromis läßt es sich trefflich leben und wir haben keinen Stress miteinander. Alles andere was Du über Gastronomie und Wirte geschrieben hast stimmt einfach nicht, was mich zu dem Schluß kommen läßt, daß Du von Gastronomie keine Ahnung hast. Ein staatlich/gesetzlich verordneter Kreativ-und Umdenkprozess für Wirte. Lächerlich.

      • pengertz

        Werter rauchwienix können Sie mir vielleicht verraten, weshalb mich Ihr Kommentar und solche gleicher Güte immer an “Das kleine Arschloch” von Walter Moers erinnern – EHRLICH.

      • Roodee

        Lieber Rauchwienix,

        deiner Beschreibung entnehme ich (aus der Ferne), dass es in Bayern gerade richtig Sch….e läuft, für die Raucher, die Wirte als auch die Antirauchliga. Also für alle, die irgendwie damit zu tun haben, egal auf welcher Seite.
        Toll gemacht!
        Dass sich aber die Raucher und die Wirte gemeinsam auf einer Demo zusammengefunden haben, wie dem Artikel ja zu entnehmen ist, ist dir nicht entgangen, oder?

        Ja, du hast Recht! Die Kneiper, die mal eine gut funktionierende Kneipe hatten, bis dann die Antiraucher ihnen die Lebensgrundlage entzogen haben, werden sich umorientieren, wenn dieser Zustand länger anhält. Sie werden sich, Kraft ihrer Berufserfahrung, im privaten Bereich, fernab von Gängelung, Vorschriften und Steuern einen anderen neuen Geschäftszweig aufbauen. Da bin ich mir sicher, weil der Mensch schon immer einen Weg gefunden hat…

        Was ich nicht ganz verstehe:
        Du und deinesgleichen; Ihr wolltet doch insbesondere den Menschenschlag des Rauchers aus den Gaststätten vertreiben. Man macht sich doch aber über die weitreichenden oder zumindest über die naheliegendsten Konsequenzen Gedanken, bevor man sowas anzettelt. Weshalb sind denn nun wir Raucher Schuld daran, dass es so gekommen ist, wie Ihr das wolltet?

        Ich glaube ja, dass ihr euch einfach nur mal wichtig machen wolltet – ein bisschen Politik spielen – ihr aber nicht dachtet, dass es dieses Ausmaß annimmt. War ja auch alles immer schön geregelt. Man konnte seine Meinung immer schön konsequenzfrei rauslassen. Bild und Co. machen es vor – wir machen mit.
        Aber lass dir eins gesagt sein: Seine Meinung sagen und seine Meinung – notfalls gesetzlich – durchpeitschen, sind 2 Paar Schuhe. Im ersten Fall kann man auf Gesinnungsgenossen hoffen und im gegeseitigen Einvernehmen kuscheln. Im zweiten Fall bügelt man Menschen, die man noch nie gesprochen oder zu Gesicht bekommen hat, seine Meinung per Gesetz über. Die Konsequenzen daraus muß man dann allerdings auch selber tragen. Da ist es dann schon wieder infantil, wenn du hier so daher kommst. Die Konsequenz in diesem Fall ist die, dass du mit samt deinen Spießgesellen wohl in die Geschichte eingehen wirst – mindestens als schlechtes Beispiel für die Ausnutzung demokratischer Mittel zum Selbstzweck. Was sich noch alles daraus entwickeln kann, weiß keiner.

        Ich würde dir empfehlen mit dem Rauchen anzufangen, das söhnt aus, verschafft unheimlich viel Ruhe und gibt dir einen völlig neuen Blick auf die Dinge. Ist allerdings nur ein Vorschlag, da ich mir nie anmaßen würde, dir das per Gesetz aufzubinden.

        Roodee

      • Susanne

        Es ist wirklich faszinierend: Gestern war dieser “Marco” hier unterwegs und hat gemeint, er muss sein unkultiviertes Blabla hier hinterlassen und heute haben wir einen “raucherwienix”… Meiomei… Dene muss wirklich langweilig sein auf ihren Seiten… Anscheinend nix mehr los, worüber sie sich aufregen könnten! Leute, lasst DIE hier doch schreiben.. Aber, geht nicht auf sie ein! Nur so werden WIR die ganz schnell wieder los! WIR haben doch den größeren Intellekt! Auch, wenn DIE was ganz anderes meinen! Hab mittlerweile soooo viele Aussagen von diesen Leuten kopiert, das ich persönlich, gar nicht glauben kann, dass es wirklich “Leute” (bei diesen Aussagen kann man nicht mehr von Menschen sprechen) gibt, die so viel Unsinn verzapfen! Da geht sooo viel unter die Gürtellinie und sooo viel asoziales “Geschwätz” hab ich in meinem Leben noch nicht gehört! Jetzt werd ich allerdings bald 48 und arbeite ziemlcih viel auch noch in der Gastronomie! Aber ich bin mittlerweile nur noch entsetzt! Also: Lasst “die” schreiben und reagiert nicht drauf! Ich weiss: Es fällt verdammt schwer…;-)

      • Rauchwienix

        Vielen Dank für eure mehr oder weniger konstruktiven Beiträge.

        @Werner R.
        @simmerl
        @ub56
        Wenn man sich Jahrzehnte nur auf die Raucher als Kunden festgelegt hat und andere Gäste quasi den Zutritt verleidete wundert es doch wirklich nicht, dass es einige Zeit dauert, zugegeben manchmal zu lange, bis ein neuer Kundenstamm aufgebaut ist. Das hört sich sicher hart an aber das würde ich unter einer unternehmerischen Fehlentscheidung und mangelnde Weitsicht verbuchen. Wie ich schon sagte: Beruf=Berufung. Um noch mal Eines klar zu stellen: Niemand will ein totales Rauchverbot, niemand hindert einen Raucher am Betreten einer Wirtschaft, er darf nur nicht mehr IN der Wirtschaft rauchen. Ist denn das so schwer zu verstehen? Warum soll es nur im Nebel gemütlich sein? Warum kann man nur im Nebel Doppelkopf spielen? Warum ist Livemusik nur im Qualm so toll? Seid doch mal selbstkritisch: Ihr seid hochgradig süchtig und könnt ohne Zigarette nur eine gewisse Zeit ohne Entzugserscheinung leben. Sobald dieses Zeit um ist werdet ihr unruhig und sucht verzweifelt einen Ort zum Rauchen. Der ist nun vor der Tür im Freien. Das ist euch verständlichwereise zu unbequem und so bleibt ihr lieber zuhause. Auch wenn ich mich jetzt wiederhole, aber genau das ist das, was ich euch anlaste, die mieserable Solidarität mit euren Wirten, nur weil ihr aus reinem Egoismus und gekränkter Eitelkeit lieber das Weite sucht!
        Zum Thema Kreativität: ich habe nicht davon gesprochen, teure Umbauten vorzunehmemen und irgend einen Schicki-Micki-Laden aus den Boden zu stampfen. Aber ich bin sicher, dass man durch interessante Aktionen und Angebote durchaus was erreichen kann. Welche, kommt natürlich auf den Einzelfall an. Aber mit Kopf in den Sand stecken und Jammern wird das nichts. Das hat auch nichts mit saatl./gesetzlich verordneten Kreativ- und Umdenkenprozess zu tun (wörtl. ub56). Wie ich finde eine seltsame Einstellung. Ist Kreativität an deinem Arbeitsplatz nicht notwendig und erwünscht?

        @pengerz:
        Leider kann ich dir nicht sagen, weshalb ich dich an Walter Moers und sein Kleines A…loch erinnere. Woran du mich erinnnerst schreibe ich hier nicht, auf dieses Niveau begebe ich mich nicht. Trotzdem weiterhin viel Erfolg bei deinen Recherechen. Aber wenn man schon nichts Konstruktives zum Thema beitragen kann, beschimpft man den Verfasser lieber. Ist ja auch viel einfacher und bedarf keiner großen geistigen Anstrengung.

        @Rodee:
        Die Demo in Erlangen war doch wirklich ein Witz. Lächerliche 250 Demonstranten mit Transparenten, die an Peinlichkeit und Rechtschreibfehlern kaum zu überbieten sind. Noch dazu die Kinder zu missbrauchen, die diesen Komplex mit Sicherheit in seiner Gesamtheit überhaupt nicht überblicken geschweige denn bewerten können, ist schon ziemlich schwach. Wenn ich dann noch von einem großen Erfolg dieser Demo lese und dass es angelehnt an die damalige Wende in der DDR bald regelmäßig Montagsdemos geben soll, falle ich vollends ab vom Glauben, dass hier auch nur ein Hauch von objektiver Wahrnehmung besteht. Im Übrigen verbitte ich mir deine Vermessenheit, mir einen Ratschlag zu erteilen! Von dir lasse ich mir nichts, aber auch nicht das Geringste sagen und mit dem Rauchen werde ich in meinem Leben mit Sicherheit nicht anfangen. Es ist hier schon abschreckend genug zu sehen, was Nikotin aus Menschen machen kann.

        @Susanne
        Auch von dir lasse ich mir nicht den Mund bzw. das Schreiben verbieten. Ob mir langweilig ist oder nicht kannst du sicher nicht beurteilen, sollte dir auch völlig gleichgültig sein. Dein Aufruf, gegenteilige Meinungen als deine zu ignorieren ist bezeichnend für deine Unfähigkeit mit sachlichen Gegenargumenten aufzwarten. Einfach nur dumpfe Stimmungsmache.

        Zum Schluss meine Einschätzung: Der Nichtraucherzug ist angefahren und wird sich auch nicht aufhalten lassen. Da könnt ihr noch so viel Demonstrieren, Jammern, Heulen – das Thema ist im Grunde durch. Sofern es euch in 10-15 Jahren noch gibt, können wir dann mal Bilanz ziehen.

        Es grüßt euch freundlich
        Rauchwienix

      • Chopper

        Kein Nichtraucher wurde gezwungen in eine Raucherkneipe zu gehen. Wollen Sie mich zwingen in eine Nichtraucherkneipe zu gehen?? Ich bin ein mündiger Bürger, und weiß wo ich hingehe und wo nicht. Dazu brauche ich keine Gesetz wie viele unmündige Antiraucher.

      • Rauchwienix

        @ Chopper:
        Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich jemanden zwingen will in eine Nichtraucherkneipe zu gehen? Wer lesen kann ist durchaus im Vorteil.

      • Susanne

        @raucherwienix ?? Ich habe Ihnen weder den Mund, noch das Schreiben hier verboten! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Aber ich setz es gern nochmal hier rein: -Leute, lasst DIE hier doch schreiben.. Aber, geht nicht auf sie ein!- Genau so habe ich geschrieben! Und ansonsten ist das, was ich im Kommentar verfasst hatte, nicht allein meine Meinung, sondern die Meinung ganz vieler hier!
        Ich drücke mich nur etwas anders aus und lass mich auf keine sinnlosen Diskussionen ein! Meine Nerven brauche ich für wichtigere Sachen!
        “Wer ein Theater füllen will, bedient sich der Dramaturgie. Um es zu leeren genügt Ideologie.”

        Oliver Hassencamp

        Wir hier auf unserer Seite haben noch Ideologien. Was bedeutet: Wir wollen hier von NIEMANDEM beleidigt oder belehrt werden! ICH will hier einfach nur mit den richtigen Leuten auf der Bühne stehen! Ich brauche keine Dramaturgie!

      • Roodee

        Lieber Rauchwienix,

        vielen Dank für dein Feedback.

        Was die Demo in Erlangen betrifft, es haben alle Veränderungen immer klein angefangen und sich dann entweder in Nichts aufgelöst oder sind gewachsen. Schau dir mal euren Kampf gegen die Raucher an. Das war anfangs auch nur ein kleines fanatisches Trüppchen gewesen, welches sich über sehr lange Zeit entwickelt hat und gewachsen ist, still heimlich und leise. Irgendwann war es dann mal so groß und mächtig geworden, dass es (ich hab die Zahl gerade nicht genau im Kopf) so 30% Beteiligung incl. Gegnern am bayrischen Volksenscheid hervorgebracht hat.

        Ich nehme es dir nicht übel, dass du jetzt ein bisschen angefressen bist, da du nun siehst, dass sich die ganzen Bemühungen früher oder später in Nichts auflösen werden. Glaube es mir oder lass es bleiben – man kann bestimmte Dinge immer nur eine Zeit lang unterdrücken bzw. beherrschen, irgendwann ist aber Schluß damit und es stellt sich von selbst wieder die Natürlichkeit her. Ich schreibe es gerne noch einmal: Der Wirt denkt geschäftlich, weil er das muß, er will ja leben. Also wird er auch einen Weg finden an Kundschaft zu kommen. Wenn er dafür seine offizielle Kneipe zusperrt und einen Vereinsraum, privates Wohnzimmer oder sonstwas daraus macht, ist das nur logische Konsequenz. Wenn er dann noch vom Hartzamt eine Zuwendung bekommt, da ihm ja nun die Einkünfte kaputt regiert wurden, steht er sich vielleicht garnicht so schlecht. Du siehst, es finden sich immer Möglichkeiten sich der Bevormundung durch Fanatiker, die in der Regel mit scheuklappenartigem Tunnelblick auf ein bestimmtes Ziel zusteuern, zu entziehen. Ich hoffe jedoch nach wie vor, dass sich die vernunftbegabten Politiker in eurem Lande besinnen und einen angemessenen Weg finden, der allen irgendwie gerecht wird.

        Was meinen Vorschlag (nicht Ratschlag, welcher etwas bindender ist) betrifft – wie gesagt, es war nur ein Vorschlag, der dir zeige sollte, das da noch mehr ist als das Endziel, dass man auch gerne mal die Dinge auf den Kopf stellen darf, um Durchblick zu erlangen.

        Freundliche Grüße,
        Roodee

      • Rauchwienix

        @Roodee:
        Da irrst du dich, ich bin ganz und gar nicht “angefressen”, denn ein Scheitern der Bemühungen um einen vollständigen Nichtraucherschutz sehe ich überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Du schreibst, dass man bestimmte Dinge immer nur eine Zeit lang unterdrücken bzw. beherrschen kann und irgendwann sei Schluß damit und es stellt sich von selbst wieder die Natürlichkeit her. Diesen Satz könnte man genau so auf den Nichtraucherschutz anwenden. Essen, Trinken, Wohnen, Arbeiten, Poppen, Fortbewegen usw. ist natürlich, Rauchen ist keine Natürlichkeit. Ich schätze, dass die angebliche Rauchkultur in der noch bis vor wenigen Monaten bestandenen Form in Deutschland kaum mehr als 100 Jahre alt ist. Wie kann man dann von Tradition und Natürlichkeit sprechen? Ich wiederhole mich wenn ich noch einmal sage, dass niemand ein absolutes Rauchverbot will, dies wird wohl auch kaum durchzusetzen sein. Was jetzt und zukünftig aber nicht mehr geht ist, dass ihr zu jeder Zeit und an jedem Ort rauchen dürft. Das ist zweigelsfrei eine kleine Einschränkung aber unter Unterdrückung verstehe ich doch etwas anderes. Beispiele erspare ich mir jetzt, das würde den Rahmen sprengen.
        Es würde mich auch sehr freuen, wenn die Wirte endlich den Kopf aus den Sand ziehen und aus der neuen Situation Gewinn machen würden. Mit Sicherheit aber nicht wieder als Raucherkneipe.
        Die Idee der Bewirtung im eigenen Wohnzimmer ist nicht neu. Die Finanzbehörde und die Gewerbeaufsicht, die Krankenkassen, Rentenversicherungsträger usw. sind sicher ganz begeistert von dieser Idee, dass damit auch diese Abgaben hinterzogen werden sollen. Wie naiv muss man sein zu glauben, dass das lange unverborgen bleibt?
        Was du und Deinesgleichen hier betreiben sind in meinen Augen Aufrufe zu Sozialbetrug und kriminellen Machenschaften. Das wird sich keine Behörde gefallen lassen.
        Aber wie ich schon sagte, lasst uns in 10-15 Jahren Bilanz ziehen, dann werden wir ja sehen.

  9. Freie Marktwirtschaft bedeutet: Angebot und Nachfrage oder Nachfrage und Angebot, oder ist Freie Marktwirtschaft in Bayern auch schon verboten???

    Also muß die Nachfrage an Rauchern stark sein, sonnst gäbe es kein Angebot an Raucherlokalen.

    Zu einer Sache gibt es aber keine Logische Erklärung: Warum nimmt ein Nichtraucher ein Angebot eines Raucherlokaes an, obwohl es nicht seiner Nachfrage entspricht. Der Nichtraucher ist doch auch ein Mensch der seber entscheiden kann und nicht ein Schaf das der rauchender Menge hinterhär läuft!!!

    Wenn die Nachfrage an rauchfreien Lokalen so groß ist, warum ist bei dennen immer so wenig los ??? Und warum haben die meisten Nichtraucerlokale ab 22:00 Uhr zu. Muß mann als Nichtraucher etwa schon um 22:00 Uhr ins Bett ???

    BITTE NACHDENKEN

    Wenn Jemand ein Fahrad kaufen will, dann geht er doch auch nicht zum Autohändler und beschwert sich daßsie nur Autos anbieten.

    Oder macht ein Nichtraucher auch das ????

    • Sandy

      Hi Cerveny,
      die NR gehn in ihrer Gesamtheit tatsächlich weniger weg, benötigen ihren Schönheitsschlaf ab 21.00 u. stehn dafür morgens um 6.00 auf.
      Woher ich das weiß? Ich besuch selbst gern ab und zu Wellness-farmen u. geh in Fitness-studios. Da triffst Du dann wirklich die dynamischen NR, die täglich zum Joggen o. Nordic-walking gehn. Kneipen u. Disko-Besuchen zur fortgeschrittener Stunde können die nix abgewinnen. Wenn die mal essen gehen, dann trinken die ein Apfel-Schorle o. Mineralwasser, denn mit dem Alk ham die auch wenig bis nix am Hut. Die besuchen so spät auch keine rauchfreien Bars, deshalb ists gehopft wie gesprungen, ob die Bars rauchen lassen o. nicht.
      Ich bin quasi in beiden Gesellschaften daheim, tagsüber NR- u. abends R-Gesellschaften. Deshalb ist’s ja auch so absurd, rauchfreie Kneipen u. Diskos von uns abzuverlangen. In BW wirds auch oft so gehandhabt, dass in Restaurants die Rauchverbote ab 21 o. 22 Uhr fallen. Insider wissen das u. gehn dann erst um 21 Uhr zum essen.

      • Servaxx

        Hallo Sandy,

        da möchtre ich Dich mal einladen, einen Abend mit meiner Clique (allesamt NR!)um die Häuser zu ziehen. Wir spielen eine Runde Billard, Dart oder Kicker (ist ja jetzt endlich Gestankfrei möglich) und spätestens wenn die Würfelbecher ausgepackt werden, geht es so richtig ans Eingemachte. Und wenn Du um vier Uhr früh noch selbständig das Lokal verläßt, ziehe ich den Hut vor Dir. Also erzähl mir nix

      • NT

        also wenn ich Euch recht verstehe Servaxx seid ihr zwar ewig unterwegs, aber Ihr seid Säufer alk-abhänig, dass ist noch schlimmer als rauchen, da ein Raucher am nächsten Tag im gegensatz zum Alkoholiker nicht mit promilie im Blut Auto fährt

      • @NT:
        1. Klar, Alkohol darf nicht verharmlost werden, ABER
        2. “Party machen” bedeutet ja nicht, dass man nicht auch mit dem Bus heimfahren kann.
        3. Ist doch immer die Argumentation, dass die Raucher für den Alkoholumsatz sorgen und die Nichtraucher nicht. Jetzt einem Nichtraucher vorzuwerfen, dass er mit seiner Gruppe für den Umsatz sorgt muss ich erst mal verstehen …
        4. Das er jetzt 14 Negativbewertungen hat, weil er das gemacht hat, was Sandy eigentlich fordert (und dafür hoch bewertet wurde), müsst ihr mir bitte auch mal erklären.

        @all Da ich demnächst ne Prüfung habe, bin ich leider etwas im Verzug mit dem Lesen der Links… aber ich bleib dran….

      • Servaxx

        @ NT

        aha, und die Raucher um uns rum haben die ganze Zeit Apfelsaft getrunken…. Warum ist mir das nur noch nie aufgefallen???

    • Blaudunst

      Ja, die Marktwirschaft in der Gastronomie in Bayern ist de Fakto verboten! Sie ist mit der Planwirtschaft aus dem ehemaligen “Ostblock” ersetzt worden: 100% der Gastronomie-Betriebe MÜSSEN für nur (höchstens!) 70% der erwachsenen Bevölkerung ihr Angebot gestalten, weil die anderen 30% der Bevölkerung keinen Spaß am Leben haben dürfen und deshalb ist es verboten, auf ihre Nachfrage mit einem entsprechenden Angebot zu antworten.

      Die Gastwirte, die das doch versuchen, werden mit allen Methoden eines diktatorischen Regim schikaniert: Denunzieren, Bestrafen, Bedrohen, Einschüchtern, Konzesion entziehen, Willkür.
      Das ist leider die aktuelle Situation in der bayerischen Gastronomie.
      Mit Vernunft und Argumenten kommt man gar nicht an den Menschen ran, die das angestellt haben. Sie sind nicht vernünftig, sie sind entweder Fanatiker oder haben starke finanzielle Interessen an diesem erbärmlichen Zustand.

      Das einzige, was noch helfen kann, ist massiver Widerstand!

      • Ehrlich gesagt ist eine komplett FREIE Marktwirtschaft auch gar nicht mein Ziel und nicht das Ziel der Grünen. Wer sich etwas mit uns beschäftigt der hat sicherlich mitbekommen, dass wir tatsächlich für einen Einfluss des Staates stehen.
        Überall wo Schäden auftreten, wollen wir, dass eine Regulierung stattfindet:
        Umweltschutz (z.B. dass nicht Gifte in Flüsse und in die Luft gepustet werden)
        Menschenschutz (z.B. dass nicht ohne sinnvolle Sicherheitsvorkehrungen gearbeitet werden darf.)

        So, und wenn wir jetztzum Rauchen kommen, dann ist die Frage, wie groß die Schäden sind. Wenn es jetzt einige Kneipen gibt, die wirklich nur für Raucher attraktiv sind (auch viele Nichtraucher sind inzwischen so an den Rauch gewöhnt, dass sie oft halt mit reingehen), dann wäre das für mich OK. Also entweder “Spezial-Gastronomie” (Zigarrenclub, Shisha-Bar, ..) oder auch Raucherkneipen, die vor allem für Raucher interessant sind, dann ist das OK. Aber wenn man JEDEN, der halt ein Bier trinken will vollqualmt, dann ist das NICHT OK.
        Und es gab über Jahre nicht die Wahl. Nach dem ersten CSU-Gesetz gab es die Möglichkeit in irgendeine Kneipe zu gehen. Nach der Lockerung der FDP ist die Möglichkeit langsam wieder verschwunden. Damit stand dann wirklich das “verlieren” auf der Tagesordnung. Aber dsa “Gewinner-Verlierer” ist doch eine Denkweise der Extremisten – auf beiden Seiten. Wenn die Raucher jetzt anfangen davon zu reden, dass die Nichtraucher verlieren sollen, dann ist das 1. Kindergarten 2. nicht sehr aussichtsreich.

        Vernünftig wäre, wenn jetzt mal 10 Leute aus allen Lagern: Nichtraucher, Raucher, Wirte, Gesundheitspolitiker, Jugendschützer … sich an einen Tisch setzen und jeder sagt, was er will. Dies wird so lange hinterfragt, bis herauskommt, was er wirklich will. Bsp: Der Nichtraucher sagt: “Ich will ein Rauchverbot.” – aber oft ist es nicht das, was er wirklich will, sondern dies ist nur ein Mittel, um seinen eigentlichen Wunsch “Ich will abends weggehen und unverqualmt ein Bier trinken” zu ermöglichen. Wenn dann die wirklichen Wünsche auf dem Tisch liegen, dann muss man eine Lösung finden, die möglichst viele der Interessen (vielleicht auch nach irgendwelchen Kriterien gewichtet) unter einen Hut bringt. Ich habe letzten Montag Ansätze einer solchen Diskussion erlebt und würde die auf der Ebene gerne weiterführen. Der Ansatz entstammt übrigens dem Harvard-Konzept.

        Nun zum typischen Nichtraucher: Ich frage mich, warum immer wenn ich weggehe:
        1. alles voll ist
        2. ganz viele Nichtraucher dabei sind, die auch Bier trinken
        3. auch die Nichtraucher bis 6 Uhr morgens unterwegs sind

        und ihr davon gar nichts mitbekommt?

        Ich war vor einiger Zeit in BaWü in einem Club, der hatte einen Raucherbereich und einen viel größeren Nichtraucherbereich. Komischerweise war der Raucherbereich viel leerer als der Nichtraucherbereich.

        Die Statistiken sagen, dass 2008 in den Bundesländern, in denen ein Rauchverbot war, tatsächlich die Kneipen mit Rauchverbot stärkere Umsatzeinbußen hatten. Aber 30% ist da überzogen. Es waren 15% gegenüber 8% also de facto 7%. 30% sind somit Einzelschicksale (die mir auch leid tun), aber mehr auch nicht.

        Und noch mal zum typischen Nichtraucher. Als ich am Wochenende weg war, wurde mir unterstellt, den Diskurs zu meiden. … naja, wie dem auch sei, jetzt muss ich langsam mal ins Bett, also gute Nacht

      • Christian, genau das hatten wir vor dem von den Grünen mit wirklich üblem Populismus und auch Lügen unterstützten Verbotsbegehren Frankenbergers. Wir hatten 85 Prozent rauchfreie Gastronomie (Zahlen des KVR München) und wir hatten halbwegs gesellschaftlichen Frieden in der Bevölkerung. Erst durch das Totalverbot in der bayerischen Gastronomie wurde dieser für die allermeisten Menschen akzeptierte Zustand wieder verändert und zwar von einer halbwegs Win/Win-Situation in eine absolute Win/Lose-Situation. Die Grünen hatten einen großen Anteil daran, denn sie haben offensiv den Populisten Frankenberger in seinem Lügenwahlkampf unterstützt.

        Es ehrt Sie zwar, dass Sie anders als die Hardliner in Ihrer Partei eingesehen haben, dass Totalverbote Unsinn sind, das ändert aber nichts an den Gegebenheiten.

        Was zur momentanen Diskussion auch nichts Fruchtbares beiträgt, ist das ständige Beschreiben einer Situation, die es schon lange nicht mehr gibt. Man hat nicht die Situation “es wurde überall geraucht” geändert, sonder man hat die Situation” 85 Prozent aller Lokale sind rauchfrei” in “100 Prozent aller Lokale sind rauchfrei” geändert.

        Wenn Sie der Meinung sind, dass man 10 Menschen an einen Tisch holen sollte um das Thema zu diskutieren, dann schlagen Sie doch für entsprechende Anhörungen einmal entsprechende Leute vor. Im Wirklichkeit ist es nämlich so, dass ein paar Lobbyisten an einen Tisch geholt werden (VdZ, Philip Morris-Lobbyisten, WHO, Antiraucherlobbyisten wie Jazbinsek, Spatz, Binding, fanatische Gruppierungen wie “Pro Rauchfrei”, die die tabakfreie Gesellschaft in ihrem Vereinsziel verankert haben, rauchenden Menschen die Menschenwürde absprechen und offen zu Gewalt gegen rauchende Menschen aufrufen) aber nicht Organisationen betroffener Wirte oder Experten wie Prof. Rohpohl, Prof. Schachtschneider, Prof Scherer, Netzwerk Rauchen und viele andere. Und kommen Sie mir nicht mit dem BHG, auf dessen Mist ist das totale Rauchverbot in der Gastronomie nämlich gewachsen. Abgesehen davon dass es nichts bringen würde, denn der Verbotsentscheid ist erst mal durch und kann kurz- und mittelfristig nur durch einen Volksentscheid wieder aufgehoben werden.

        Was den “typischen Nichtraucher” betrifft, so stimme ich Ihnen zu, dass es diesen nicht gibt. Es gibt allerdings den typischen Antiraucher, der den Spruch der WHO “War on tobacco” mit allen Mitteln durchdrücken will. Ich würde auch nicht so weit gehen zu behaupten, dass der “typische Nichtraucher” abends nicht weg geht. Genauso wenig wie der “typische Nichtraucher” ein Problem mit Lokalen hat, in denen geraucht wird.

      • Servaxx

        1. Wir haben definitiv keine freie Marktwirtschaft sondern seit Ludwig Erhard die soziale Marktwirtschaft, in der der Staat das Recht und die Pflicht hat, einzugreifen, wenn etwas schief läuft, wie es Christian schon beschrieben hat. 2. Das mit dem beispiellosen Lügenwahlkampf kann ich langsam nicht mehr hören. Mit der 85% rauchfreien Gastronomie beruft man sich immer wieder auf die Zahlen des KVR München. Woher haben die diese Zahlen? Hat da auch nur ein Mitarbeiter seinen Hintern vom Stuhl hochbekommen und nachgezählt, oder wurden kritiklos díe (freiwilligen) Meldungen der Gastronomie übernommen? Und wenn man anfängt, ein wenig zu differenzieren, stellt man fest, ich wiederhole mich hier, daß die Rauchfeiheit äußerst ungleichmäßig verteilt war und immer noch ist. Die Speisegastronomie ist unbenommen weitgehend rauchfrei. Bei der Abendgastronomie wurde munter weitergedampft. In meinem Heimatort waren zum Zeitpunkt des Volksentscheides von ca. 10 Kneipen 8 Raucherkneipen. Etliche davon waren über 75 qm, in einigen davon wurde ausgekocht und in der örtlichen vollverqualmten Kleindisco herrscht ein Jugendanteil von über 60%. Wo sollen da die 85% rauchfrei gewesen sein? Ich sehe daher die beispiellosen Lügen eher auf der Raucherseite!

      • Servaxx, Ihre Polemik ist immer so leicht zu durchschauen, strengen Sie sich doch mal etwas an :-) Wenn Sie das mit dem beispiellosen Lügenwahlkampf nicht mehr hören können, dann kann ich Ihnen nicht helfen. Es ist nun mal Tatsache, dass die Verbotsbefürworter bewusst gelogen haben und nur dadurch den Verbotsentscheid gewonnen haben. Die Aussage “Wenn man mit Nein stimmt, wird fast überall wieder geraucht” ist nachweislich eine Lüge.

        Ansonsten verstehe ich Ihre Erregung nicht so ganz. Warum sollte eine Behörde wie das KVR lügen? Das KVR ist ja keine Antiraucherlobby, für die Lügen zum täglichen Brot gehört. Sie glauben nur die Zahlen, die in Ihr Weltbild passen. Vielleicht sollten Sie einmal daran üben, Tatsachen sachlich ansehen zu lernen.

        Was in Ihrem Heimatort war, weiß ich nicht. Und selbst wenn einige Wirte dort gegen das damalige Rauchverbot verstoßen haben, so ist das ein Problem des Vollzuges, nicht des Gesetzes. Wobei sich für mich natürlich die Frage stellt, was ein Gesetz wert ist, welches dermaßen übertreten wird. Da ist dann irgendwas schief gelaufen.

        Und noch etwas zu Ihrer Differenzierung: Die “Raucherseite” lügt nicht, denn wenn man den Zahlen einer Behörde nicht glauben kann, welchen denn dann? Die der Lobbyisten? Machen Sie sich nicht lächerlich. Ihre Befindlichkeiten in allen Ehren. Allerdings auf Grund dieser Befindlichkeiten einer Behörde Lügen zu unterstellen und diese dann auch noch als “Raucherseite” zu bezeichnen, ist einfach nur dumm und durchschaubar.

      • Servaxx

        So, ich bin jetzt mim Lachen fertig und kann wieder schreiben: Zitat: “wenn man den Zahlen einer Behörde nicht glauben kann, wem dann?” Zur Erinnerung: Ist Ihre vielgeliebte WHO nicht auch eine (internationale) Behörde????? Sie widersprechen sich aber nicht selbst, oder? Eine wirkliche Antwort auf meine Frage sind sie mir jedoch schuldig geblieben: Haben Sie sich erkundigt, auf welche Weise das KVR zu ihren Zahlen gekommen ist? Haben die Lokal für Lokal vor Ort besucht? Haben sie wenigstens JEDES Lokal abtelefoniert, oder sind die 15% Raucherlokale die dem KVR bekannt waren die, die sich freiwillig als solche beim KVR geoutet haben? In diesem Falle unterstelle ich mal eine erhebliche Dunkelziffer. Sie haben mit Recht erwähnt, daß das NSG seitens der Behörden nur sehr zögerlich umgesetzt worden ist. Also nochmal meine Frage, bevor sie die Zahl in Beton gießen: WISSEN Sie, ob das KVR bei der Ermittlung nicht auch so zögerlich war?( Schließlich hätten sie dabei auch sämtlichen Verstößen nachgehen müssen…. brrrrr…. das macht ja ARBEIT!!!!)

      • Blaudunst

        @ Christian,
        komplett frei war die Marktwirtschaft in Deutschland nie, aber durch das absolute Rauchverbot ist die Marktwirtschaft in der Gastronomie so unfrei geworden, dass sie keine Marktwirtschaft mehr ist!
        Noch mal: Es geht um eine FREIWILIGE FREIZEIT-Beschäftigung (in die Kneipe gehen oder auch nicht). Es geht um eine reale Nachfrage (ca 30% der Bevölkerung WOLLEN in der Kneipe rauchen).
        Und es wird PER GESETZ VERBOTEN, dass die Leute ihre FREIZEIT so verbringen können, wie sie möchten. Sorry für die Großbuchstaben, aber ich muß leider schon schreien… weil es wirklich zum Schreien ist!

        2) Nach dem ersten absoluten Rauchverbot in Bayern (2008) war die Pleitewelle nicht so groß, weil die Möglichkeit mit den Raucher-Clubs vorhanden war und diese auch ausgiebieg genutzt worden ist.

        3) Durch die Änderung in 2009 konnte man nur noch 2 Möglichkeiten nutzen, um die Nachfrage zu befriedigen: Separater, komplett getrennter Raucherraum (das hatten viele Gaststätte nicht) oder die kleine Kneipe (unter 70 m²) als R-Kneipe zu deklarieren. Deshalb sind viele kleine Kneipen ohne Küche und auf rauchende Stamm-Klientel angewiesen zu R-Kneipen geworden.
        Dafür waren aber fast alle Gaststätten komplett rauchfrei und dort konnte man als NR auch ein Bier oder sonstiges Alk trinken!
        Insgesamt waren aber bestimmt über 80% rauchfrei, es war schon recht schwierig, ein Lokal zu finden, wo man sich als Raucher wohl fühlen konnte!
        Das mit dem “bald wird wieder überall geraucht” war nur die gelogene Propaganda der Antis beim Volksentscheid. Die Realität sah ganz anders aus!

        4) Sicher wäre eine Diskussion zwischen allen Beteiligten und ein guter Kompromis, damit möglichst alle die Möglichkeit haben, sich wohl zu fühlen,, eine gute Lösung. Genau das wollen die Antis aber nicht!
        Im Moment fühlen sich die Raucher und ein guter Teil der Wirte in Bayern überhaupt nicht mehr wohl. Hoffentlich haben Sie das in Erlangen auch mitgekriegt.

        Dieses Gesetz ist tiefst ungerecht, weil es Existenzen vernichtet, die Freiheit für viele Menschen abschafft und 30% der Bevölkerung schikaniert und diskriminiert.

        Ungerechtigkeit kann man NUR mit Gewalt aufrecht erhalten, solange die Gewalt reicht. Aber die Menschen finden sich nie damit wirklich ab und versuchen immer wieder, die Ungerechtigkeit zu beseitigen. So lange, bis sie das schaffen. In diesem Sinne wünsche ich uns in Bayern viel Erfolg!

    • Servaxx

      Sehr geehrter Herr Niedermeier, Sie haben mich jetzt zwei mal niedergemacht oder beleidigt (geschenkt!) aber eine Antwort auf meine konkrete Frage haben Sie sich verbissen… warum????

      • Da ich nicht beim KVR arbeite, weiß ich nicht, wie die zu ihren Zahlen kommen. Ich habe aber keinen Anlass, den Zahlen des KVR nicht zu trauen, die sie decken sich mit meinen Erfahrungen. War das Ihre Frage?

      • Servaxx

        Aha, aber bei der WHO arbeiten Sie, weil Sie wissen ja, daß deren Zahlen nicht stimmen……

      • Die meisten WHO-”Studien” muss man nur durchlesen und man sieht die Fehler. Das sollte jeder, der halbwegs des Lesens und Verstehens mächtig ist, hinbekommen. Wobei ich zugeben muss, dass die 3.301 angeblichen Passivrauchtoten des “Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle dre WHO im DKFZ” durchaus trickreich abgefasst sind, mit vielen Fußnoten und Verweisen auf andere “Studien”. Da braucht man schon etwas mehr Zeit. Aber auch hier sollte es durchschnittlich gebildeten Menschen auffallen, was für ein wissenschaftlicher Unsinn da verbreitet wird.

        Und: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht… Dem KVR München konnte ich noch keine Lüge nachweisen. Der WHO schon häufig (Schweinegrippe, Vogelgrippe, BSE-Paranoia usw.)

        Der größte Unterschied KVR / WHO ist aber, dass die WHO eine Lobbyorganisation ist, das KVR eine Behörde.

  10. Christoph Suter

    Herrn Christian Sauter sei die Lektüre eines Artikels von Prof. Dr.-Ing. em. Günter Ropohl (Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main), zum Thema WHO, wärmstens empfohlen. Dieser Artikel wird zwar die Meinung von Herrn Sauter nicht ändern – er soll ihn lediglich zum Nachdenken anregen:
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo107_30/

  11. Volksverdummung

    Die Antis können nur noch verlieren. Sie haben mit ihrer Gängelung 100 % Verbotsgastronomie geschaffen. Mehr geht nicht, es kann also nur wieder weniger werden, und das wird es auch… Die Antis sollten doch schon jetzt erkennen, dass die normalen Leute diese Gängelung nicht wollen und auch nicht akzeptieren. Wie sagte auch schon Helmut Schmidt “Prohibition kommt und geht auch wieder…”

      • Volksverdummung

        Doch, ausschliesslich ! Ansonstem wären die Antis und sonstigen Gutmenschen mit den bisherigen Schikanen zufrieden gewesen, nee es musste noch einer überflüssigerweise oben drauf gesetzt werden. Fangt schon mal an von Hundert auf Null zu zählen (:-))

      • @Volksverdummung, @all
        Wenn es Euch ums verlieren geht, dann sagt Bescheid.

      • Muna Sat-Ananda

        Sehr geehrter Herr Sauer!

        Hören Sie doch endlich damit auf, den Lesern hier Honig ums Maul zu schmieren. Möglicherweise wird dies Ihnen bei einigen Bayern, die sich von der Antiraucher-Propaganda soweit täuschen ließen, gar noch beim Volksentscheid für die total(itä)en Rauchverbote in der Gastronomie zu votieren, Sympathien verschaffen – aber nicht bei mir.

        Welch eine widerwärtige Show ziehen Sie hier eigentlich ab, mit dem Versuch, den Teilnehmern plausibel zu machen, daß Sie sich für 20% Raucherlokale einsetzen , um im gleichen Atemzug kundzutun, für den Verbotsentscheid votiert zu haben, wenngleich bereits in Bayern schon davor nur noch 10-15% Raucherlokale existierten?!

        Als Ex-Grüne, die ich Ihren verlogenen Verein schon seit vielen Jahren verließ, frage ich Sie: Schämen Sie sich eigentlich nicht, mit dieser seichten Anbiederei überhaupt noch irgendwelche Raucherforen zu behelligen – und im Ernst noch anzunehmen, hier Stimmen zu gewinnen?

        Mal davon abgesehen, daß solche (falschen) Angebote eine Beleidigung für jeden Freidenker sind, haben Sie den Antiraucher-Jargon „stinkende Kleidung, tränende Augen“ usw. (weitere Zitate Ihrerseits erspare ich mir) in vollem Maße übernommen.

        Und jetzt erlaube ich mir eine Bemerkung, die SIE als gehorsamer Trendsetter wahrscheinlich nie verstehen können oder wollen:

        ‚Nichtraucher, die für sich rauchfreie Lokale in Anspruch nehmen, diese aber dann nicht in ausreichender Anzahl frequentieren – verlieren jeden Anspruch auf solche Lokale überhaupt.’

        WO sind denn die Scharen von Nichtrauchern abgeblieben, die das Vakuum angeblich auffüllen wollten? Sind Sie es mit einem einmonatigem Kneipenbesuch??? Warum eröffneten SIE auf dem freien Markt nicht schon bereits vorher NR-Lokale??? Diese Möglichkeit stand Ihnen seit jeher offen – und diese Frage ist mir bislang von KEINEM Antiraucher je beantwortet worden.

        Sie wissen ganz genau, daß u.a. SIE und Ihre grüne Antiraucher-Liga mit diesem unseligen und propagandistischen Volksentscheid der Gastronomie den Todesstoß versetzt haben. Freimütig bekennen Sie sich zudem noch dazu, dieser Verbots“kultur“ mit IHRER Stimme den Weg geebnet zu haben.

        In meiner Heimat, in Baden-Württ. betreiben die Grünen bei den Stuttgart-21-Gegnern eine ähnliche Farce und Wühlarbeit mit ihrer Propaganda-Maschinerie, um die Macht im Landtag bei den anstehenden Wahlen zu übernehmen. Ich garantiere Ihnen als S21-Gegnerin, daß ich alles in meiner Macht stehende tun werde, um Aufklärung bei den Demonstranten zu leisten, indem ich auf die unsauberen Machenschaften der Grünen hinweise – und, um zu verhindern, daß Sie und Ihresgleichen bei uns im Ländle jemals Fuß fassen werden. Die Versprechungen, die SIE und Ihre unselige Partei, sowohl in Bayern den Rauchern, als auch in Baden-Württ. den Demonstranten leisten, werden in KEINSTER Weise eingehalten. Möglich ist, daß Sie sporadisch Ihre Partei durch Ihre Lügen an die Spitze bringen – aber gewiß ist auch, zumindest im Ländle, daß Sie diese Macht NICHT lange halten werden. Spätestens nach vier Jahren sind SIE bei uns weg vom Fenster.

        Und ich bin sicher, daß dann IHRE Partei mitsamt ihrer scheinheiligen Moral wieder im Nichts versinkt, aus dem sie gekrochen kam. DIESEN Tag werde ich und viele Andere dann als Unabhängigkeitstag grandios feiern.

        Mit unfreundlichen Grüßen

  12. Roodee

    Sehr geehrter Herr Sauter,

    zunächst meine Hochachtung dafür, dass Sie sich als Einzigster – ich sage mal “Nichtsympatisant der Raucherfraktion” – bereit erklärt haben, an dieser Diskussion teilzunehmen. Das läßt erkennen, dass Sie ein echtes Interesse am Dialog haben. Vielleicht war es Anfangs nur die Neugier oder vielleicht haben Sie im Vorfeld auch geglaubt, dass Sie die Leute mit Ihrer Überzeugungskraft von ihrem Irrglauben abbringen können. Egal wie, Sie haben sich auch nachträglich dieser Diskussion gestellt und das ist wirklich achtenswert.

    Ich kann mich in diese Diskussion nur bedingt einmischen, da ich in Thüringen zu Hause bin und mich daher die ganze Geschichte eigentlich nur tangieren müsste. Aber sie tangiert mich nur insofern, als dass es ein totales Rauchverbot in der Gastronomie derzeit lediglich in Bayern gibt. Sehe ich mir allerdings die Wunschvorstellungen der fanatischen Antiraucher an, tangiert es mich nicht mehr nur, sondern es betrifft mich.

    Ich möchte deshalb die Gelegenheit nutzen (und es wird lang), Ihnen ein wenig von mir und meiner Heimat vor 1998 zu erzählen, weil ich glaube, dass vieles von dem, was ich in meiner Jugend erleben mußte, sich zu wiederholen beginnt. Wenn Sie ein einigermaßen sensibler Mensch sind, werden sie das Folgende bereits schon mal gehört oder gelesen haben. In diesem Fall dürfen Sie es gerne überfliegen. Ich verzichte auch bewußt auf irgendwelche Links zur Untermauerung meiner Sätze, weil ich es einfach aus dem Bauch raus schreibe.
    _____________________________________

    Die Kindergartenzeit, habe ich in nur sehr nebulöser aber trotzdem guter Erinnerung. Liebe Erzieherinnen, gemeinsames Frühstück mit Kinderkaffee aus blauen Plastetassen für jeden, basteln, malen, singen, spazieren gehen, gemeinsames Mittag, gemeinsamer Mittagsschlaf, Kinderkaffee und Kuchen und ab nach Hause zu Mama.

    In der Schule wurde es dann etwas militärischer. In der Stunde, im Stehen, den Lehrer begrüßen.
    Frontalunterricht mit gehorsamen Armheben,wenn man antworten konnte. Geregelte Pausenzeiten, bei denen man auf dem Schulhof im Kreis laufend sein Pausenbrot verdrücken mußte. Als Kind machte man das ja alles mit, schließlich ist ja der Erwachsene, besonders der Lehrer, eine Respektperson, aber als Jugendlicher verfatzte man sich dann schon mal gerne in eine Ecke, in der geraucht wurde, alleine schon aus Protest und weil’s verboten war.

    Was wir damals nicht wußten, war die Tatsache, dass genau mit diesen Regelungen eine Akzeptanz der später auf uns alle Schüler zukommenden sozialistischen Realitäten erlernt werden sollte (davon, dass zu dieser Zeit schon Aufzeichnungen über jeden einzelnen gemacht wurden, möchte ich jetzt nicht reden). Wir fanden es damals als Jugendliche einfach nur doof im Kreis rum zu laufen und dabei zu frühstücken, aber als wir dann später bei der Armee landeten, konnten wir einfach schon, was uns dann abermals abverlangt wurde.
    Viele wollten diesen Armeemist nicht mitmachen, hatten aber Angst vor dem Gefängnis und machten es dann trotzdem mit. Alle wußten, dass es der normale Lauf im Sozialismus ist – aus dem Kindergarten, in die Schule, in die Armee und dann in’s Arbeitsleben oder studieren zu gehen und dann in’s Arbeitsleben. Nur sehr wenige hatten die Stirn, sich dem zu verweigern und dann die entsprechenden Konsequenzen zu tragen. Zumindest hatten wir die Perspektive – wo auch immer in Ostdeutschland – zu arbeiten und dort auch eine Heimat zufinden.
    Wir waren jedoch durch die staatlichen Einrichtungen (Kindergarten, Schule, Armee) auf alle Eventualitäten, die die Regierung oder irgendwelche Posteninhaber für uns bereit hielten, eingestellt. Uns konnte nichts erschüttern, weil wir von Klein auf gelernt hatten, dass immer irgend jemanden da war, der uns erklärte was gut und richtig ist, auch wenn wir in der Regel geschlossen der Meinung waren, dass derjenige einfach nur “ein Rad ab hat”.

    Das Ostvolk ist DDR-weit von Kindesbeinen an militärisch erzogen worden. Eines konnten die damaligen Machthaber aber nicht wissen, nämlich, dass die ständige Propaganda – die uns im Übrigen sehr gut über Kapitalismus, Imperialismus, Faschismus und deren jeweiligen Auswüchse aufklärte – zu einer starken Gegenbewegung, zum Querdenkertum führen würde. Man glaubte damals, dass sich die “Göbbelsschnautze” auch im Sozialismus eigne. Sicher ging das lange Zeit gut. Aber letztlich sind wir doch fast alle auf die Straße gegangen, uns gegen diese Unnatürlichkeit zu wehren…
    _____________________________________

    Warum breite ich hier in aller Öffentlichkeit einen Teil des traurige Kapitel meiner Geschichte aus?

    Ich weiß, dass es viele Filme über dieses Thema gibt und dass es viele wichtige Leute gibt, die all das auch zu berichten wissen (jeweils aus Ihrer Perspektive), sich auch teilweise gut dafür bezahlen lassen (das ist die wirkliche Stasi 2.0, nicht die armseeligen Würstchen, die dies zu kopieren versuchen), dass aber kaum jemand bemerkt, dass wir uns in einem völlig neuen System befinden, in welchem nämlich der Kapitalismus sich der erweiterten Erkenntnisse des Sozialismus bedient. Dass wir uns schon wieder von diktatorischen Machtsystemen (und zwar weltweit) steuern lassen, ohne es zu bemerken. Gerade von den sogenannten DDR-Erklärern wird vieles verklärt und so aufbereitet, dass es auch allgemeinverständlich rüber kommt, was jedoch den Wahrheitsgehalt keineswegs steigert, eher im Gegenteil.

    Den Bogen zurückspannend auf die Raucher.
    Einmal Revoluzer – immer Revoluzer! Ich behaupte mal, dass einer, der das Rauchen anfängt, sich einerseits einer Gruppe Gleichgesinnter zugehörig fühlen möchte und andererseits seinem Ärger darüber Ausdruck verleihen will, dass er nicht so anerkannt wird, wie es sich seiner Meinung nach gehört. Das bleibt ein Leben lang so. Natürlich auch bei den Hardlinern der Antiraucherszene. Dies würde sich (theoretisch) nur dadurch beheben lassen, indem man dem jungen Menschen die Möglichkeit zur Selbstbestimmung und zur Selbstverwirklichung gibt. Dies aber steht in krassem Widerspruch zu dem derzeit herrschenden System. Da werden nämlich Arbeiter, Lakaien und Denuzianten, kurz Untertanen, gebraucht – nicht selbstbewußte Menschen, die ihr Leben auch selbst in die Hand nehmen.

    Sehen Sie Herr Sauter, sie haben es mit einer Gruppe zu tun, der nichts Wichtiger ist, als die Freiheit der Selbstbestimmung. Was trennt uns? Ich glaube die Frage, ob jeder Mensch ein selbstbestimmtes Leben führen darf, trennt uns nicht. Was uns trennt ist die Propaganda die da besagt, dass der Raucher, sich, der Volkswirtschaft, dem Nichtraucher und vor allem den vielen kleinen Kindern schadet, der sie glauben.

    Der Raucher wird als Schädling gebranntmarkt!
    und – Ja, das stimmt auch. Der Raucher ist ein Schädling. Aber nicht in dem Sinne, wie es verkauft wird, dass er nämlich ein Gesundheitsschädling ist, der sich selbst körperlichen Schaden zufügt, seinen vorzeitigen Tod selbst provoziert, wofür ihm ja eigentlich die staatliche Legitimation fehlt (welche ein volksökonomisches Lebenslimit festlegt) und somit kein gesundheitswohlgefälliges Leben bis zu seinem vorschriftsgemäßen späten und gesunden Tod führt, sondern der Anderen sogar noch nach dem Leben trachtet, mit seiner Raucherei…

    … jedoch in dem Sinne, dass der Raucher im Grunde seiner Seele ein Revoluzer ist, der sich mit Leib und Seele gegen Bevormundung jedweder Art und Weise zur Wehr setzt. Der Raucher ist ein Bürger wie jeder andere auch. Er arbeitet, zahlt (viel zu viel) Steuern, hat Familie, kümmert sich um seine Kinder und nimmt am gesellschaftlichen Leben teil (dies alles in der Regel viel intensiver, als andere).

    Was ist daran schädlich? Ganz einfach, einfluß- und finanzreiche Leute versuchen, den oben beschriebenen sozialistischen Lebensweg auch in Bayern zu installieren, um ihn für sich zu nutzen, um Macht und Geld herauszuschlagen. Sie versuchen ein Sklavenheer von Arbeitern zu schaffen, das sich hauptsächlich mit der ihm anvertrauten Arbeit beschäftigt.
    Viele Politiker lassen sich vor eben diesen Karren spannen, mit der Aussicht auf ein einigermaßen geruhsames und luxuriöses Leben…

    … weil sich der Raucher dies aber nun alles nicht gefallen läßt, indem er z.B. rauchen geht, wenn im Fernseher irgendwelche Verdummungsserien laufen, deren Vielzahl es verbietet genannt zu werden, oder er sich z.B. ein X nicht für ein U vormachen läßt, wenn es darum geht (wie derzeit aktuell) die Terrorhysterie seitens der staatlichen Medien gesteigert werden soll, um flux mal einen Polizeistaat zu installieren aus Angst vor den Konsequenzen der ständigen, unglaubwüdigen Lügen, in welche Richtung auch immer die gehen – muß er bekämpft werden.

    Nein nein, Herr Sauter, das ist nicht gut für die kleine Gruppe von Industriellen und Machthabern, wenn sie weiß, dass sie nicht die Kontrolle hat. Über den Raucher hat sie die definitiv nicht. Also muß der Raucher bekämpft werden. Mal auf die Gefahr hin, dass Sie sich jetzt vielleicht denken, “Na – so gesehen ist es ja gut, wenn sie alle die Raucher bekämpfen”

    - SIE KÖNNEN UNS BEKÄMPFEN, ABER SIE WERDEN UNS NICHT LOS – NIE!

    Deshalb ist es gut und richtig, wenn wir gemeinsam versuchen miteinander auszukommen. Dass wir versuchen, wenn es schon nicht gut miteinander geht, dass wir uns wenigstens gegenseitig unsere Räume lassen.
    Wir können das hier im Netz besprechen oder eben Montags auf der Straße.

    Roodee

    • Servaxx

      Toll, welche ideenreiche und kreative Beschreibungen man hervorbringen kann dass man …SÜCHTIG!!!!! ist

    • pengertz

      nein, ich habe denVerdacht, dass sich Sauter eigentlch nicht auseinander setzen will. Er gibt ja auch keine Antwort auf sehr begründete Aussagen meinerseits (s.u.) Statt dessen “droht” er den Diskurs aufzukündigen, wenn er aueßerhalb seiner Meinung angesprochen wird. Zudem hat er politisch kein Mitspracherecht! Frau Schopper u.Ä sind davor.

      • Sandy

        Selbstverständlich windet der sich wie ein Aal. Wenn Ihr alle Postings von dem gelesen habt, seht Ihr doch deutlich, dass der beim geringsten Widerspruch sofort seine “Versprechen” 20 pro.Raucherkneipen zurücknimmt.
        Die Grünen kriegen meine Stimme solang nicht mehr, bis sich die Basis von den Verbotsphantasien endgültig verabschiedet. Das zu glauben, auch nur einen Funken beim Christian zu erhoffen, ist reine Illussion.
        Auf recht ungeschickte Art geht der hier noch auf Stimmenfang. Seine Dönerbudenvergleiche, ungewaschenes Geschirr etc. ist sowas von ekelerregend, dass mir ne Schopper mit klarer Aussage fast noch genehmer ist. Rumgeschleime ist die schlimmste Form von Wahlkampf. Jedenfalls für mich.

      • *g* … sehr schön, dass ich hier auch noch eine kostenlose Psychoanalyse bekomme :-)

        Mal im Ernst:
        Ich bin froh, dass ich in Kneipen gehen kann, ohne den Rauch ertragen zu müssen. Also ich wäre ansich auch mit dem Status quo zufrieden.
        Ich fände es OK, wenn eine Regelung gefunden werden würde, in der Nichtraucher immer noch die Rauchfreien Kneipen genießen könnten und auch für Rauch eine Regelung gefunden werden könnte.
        Wenn jemand konstruktiv diskutieren will, dann bin ich dabei, wenn es eine WIN-WIN-Situation gibt, dann werde ich die vertreten.

        Aber so eine kostenlose Psychoanalyse meiner Person ist zwar nett gemeint, aber irgendwie habe ich DAZU keine Lust.
        Und wenn ich politisch zu unwichtig bin, dann ist das auch OK, dann lassen wir es halt. Mir auch recht. (Ja, ich bin jetzt 30 Sekunden lang beleidigt… aber danach ist das auch wieder vergessen, wenn es konstruktiv wird)

      • @Sandy:
        Wahlkampf… sooo optimistisch bin nicht mal ich, dass ich glaube, hier Wähler zu finden.
        Mein Versprechen war, dass ich Frau Theresa Schopper einen Vorschlag unterbreite. Das habe ich gemacht.

    • So, jetzt zum eigentlichen Beitrag…
      Rauchen als “politischen Widerstand” und Rebellion zu bezeichnen ist sehr gewagt, da Raucher in allen Parteien vertreten sind und aus meiner Sicht bisher keine große neuartige Bewegung hervorgebracht haben.
      Es gibt unter den Rauchern vielleicht 1%, die wirklich gegen gewisse “Eliten” rebellieren wollen, 99% schwimmen einfach mit. Von diesen 99% ist jetzt ein geringer Bruchteil dabei, der sich gegen das Rauchergesetz wiedersetzen will.

      Und nun zum Fazit, das ich eigentlich ganz schön finde:
      “Deshalb ist es gut und richtig, wenn wir gemeinsam versuchen miteinander auszukommen. ”
      Jepp, das probiere ich gerade … wobei ich (und andere Leute auf beiden Seiten) manchmal patzig sind. Aber ich denke, dass es im Kern nicht darum geht, ob Raucher mit Nichtraucher und umgekehrt gut auskommen sollen, sondern welche Rahmenbedingungen dafür die fairsten sind.
      Ich denke mal, die allerwenigsten definieren sich hier über das Rauchen, oder?
      Also behaupte ich mal, gibt es Freundeskreise mit Rauchern und Nichtrauchern. Und wenn diese nun gemeinsam weggehen wollen, dann ist die Frage, wie läuft das ab. Wenn man eine Kneipentour macht, oder in die Disko geht. Um diese Fälle geht es mir doch.
      Und deswegen sage ich, dass ich als Standard “rauchfrei” haben will. Fast alle Raucher die ich kenne, halten es gut mal 2 Bier lang aus, keine zu rauchen. Aber viele Nichtraucher halten es nicht 2 Bier lang aus, in einer verrauchten Kneipe zu sitzen. Und da hilft es auch nichts, wenn man mal 5 Minuten raus geht. Ein empfindlicher Nichtraucher muss ganz raus, oder leiden.
      Das hat nichts mit Kontrolle oder staatlicher Überwachung zu tun. Das hat mit roten Augen und kratzendem Hals zu tun.

      Aber es gibt halt auch die Raucher, die wirklich nur zum Rauchen wo hingehen wollen. Und das war der Punkt, wo ich bis zu 20% Raucherkneipen akzeptabel finde.
      Ich habe doch nichts dagegen, wenn irgendein Kollege raus geht und raucht (naja, über Volkswirtschaftliche Schäden kann man auch diskutieren, aber da gibt es auch verschiedene Zahlen…)

      Und genau an der Stelle suche ich “innovative” Lösungen. Ein Ansatz ist der von Wenzel Cerveny (s.u.) ein anderer Ansatz ist, eine gewisse Anzahl an Kneipen als Raucherkneipen zu eröffnen … oder man kombiniert beide Ansätze, was mir persönlich das sympathischste ist.

      Von daher finde ich dein Fazit gut und habe mich auf die Suche nach einer Lösung begeben.

      Gruß
      Christian

      • Herr Sauter, Sie weichen (wieder einmal) aus. Es geht nicht darum, ob es jemand “aushält” eine Zeitlang nicht zu rauchen. Es geht darum, dass der Staat sich in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen. Wenn der Bedarf nach rauchfreien Lokalen so groß wäre, warum gab es dann vor den Rauchverboten kaum derartige Lokale? Und kommen Sie mir nicht mit dem “Gruppenzwang”, es ist nicht Aufgabe des Staates, sich in irgendwelche Gruppen einzumischen. Das sollten die Menschen schon selber können.

        Seit den Rauchverboten gibt es Betriebe, die mit dem Rauchverbot gut fahren. Wunderbar! Es sei ihnen gegönnt! Warum gönnt man aber denen, die eben eine andere Gästestruktur haben, Ihr Geschäft nicht? Warum treibt man diese Menschen völlig grundlos in den Ruin?

        Auch die Lüge der Antiraucherlobby mit dem “5 Minuten raus gehen”, die Sie hier verbreiten, hat nichts mit dem Thema zu tun. Abgesehen davon dass es eben eine Lüge ist. Denn eine Zigarre, Pfeife, Shisha oder auch eine gemütliche Zigarette raucht man eben nicht in 5 Minuten. Abgesehen von den Problemen, die durch das “Vor-der-Tür-Rauchen” entstehen. Lärmbelästigung, Gesundheitsgefahren (Kälte, Wind), Verkehrsbehinderungen usw.

        Auf die “roten Äuglein” bin ich auch schon eingegangen, Sie haben das geflissentlich übersehen. Sagen Sie mir einfach, warum die Menschen früher, als es schlechtere Lüftungsanlagen gab als heute und als so gut wie überall geraucht wurde, diese “roten Äuglein” nicht hatten.

        Erklären Sie mir doch einfach, warum 85 Prozent rauchfreie Gastronomie nicht ausreichen, Erklären Sie mir doch einfach, warum man Shisha-Bars, Zigarrenlounges und Lokale, wo ausschließlich Menschen zu finden sind, die kein Problem mit dem Rauchen haben, in den Ruin treibt. Weil Sie vielleicht auch mal in diese Kneipe gehen wollen? Sind Sie ein besserer Mensch, dass Sie so etwas fordern?

        Erklären Sie mir, warum die Antiraucherlobby lügt. Wäre alles so wunderbar, wie sie behauptet, warum muss sie dann lügen? Ja, ich weiß, die amerikanische Tabakkontrolle begründet ihre Lügen damit, dass die Menschen zu dumm seien, die Wahrheit zu verstehen. Denken Sie auch so?

        Erklären Sie mir, warum die Antiraucherlobby (und auch die Grünen) sich so vehement gegen technische Innovationen wehren. Versuchen Sie, mir die Schlussfolgerung zu widerlegen, dass es eben nicht um irgendwelchen Gesundheitsschutz geht, sondern um die Lust am Verbieten. Denn ginge es um Gesundheitsschutz, müsste man doch die technischen Innovationen gut heißen!

        Es gibt keinen Grund für Totalitarismus und Verbotswahn, schon gar nicht eigene Befindlichkeiten. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich mich mit der Antiraucherlobby beschäftigt habe, dachte ich, das sei Konsens in unserer Demokratie.

      • 1. Ich glaube, dass es den Staat etwas angeht, weil dadurch Schaden entsteht. Alle Statistiken und Studien, die Schäden durch Rauchen belegen als Lüge zu bezeichnen, halte ich doch für sehr gewagt.
        2. Warum gab es die nicht vorher: Weil jeder geglaubt hat, man solle sich nicht einmischen. Dann wurde halt immer mehr toleriert und der Nichtraucher wurde immer weniger berücksichtigt.
        3. Rauchen zu verbieten ist nicht “völlig grundlos”. Siehe 1.
        4. Wenn es um “Vor die Tür gehen” geht, dann gibt es plötzlich auch die Gesundheitsgefahren. Finde ich fast schon amüsant.
        5. Zu den roten Augen gibt es zwei Sachen zu sagen: 1. sind viele halt weggeblieben. 2. die Leute, die losgezoigen sind, hatten diese schon immer. Genau das ist ja das Problem. Die Nichtraucher haben gemerkt, dass ihre Probleme von den Rauchern einfach ignoriert werden.
        6. Wie sie so schön geschrieben haben, könnte ich mich mit einer vernünftigen Prozentregelung anfreunden. Was mich an dem alten Gesetz gestört hat war, dass es erst 0% waren, dann 15% und es wäre weitergegangen … es war genau der Effekt, der oben beschrieben wird. Es scheint immer um 0 oder 100% zu gehen. Aber die letzten Montag ins Gespräch gebrachten 20% scheinen ja vielen hier nicht zu reichen.
        7. Warum andere lügen kann ich nicht sagen. Ich probiere nicht zu lügen. Es kann sein, dass ich den falschen Zahlen vertraue. Aber was mich doch sehr wundert, wie viele der Raucher Wissenschaftler zu sein scheinen, die komplett durch die Studien durchblicken. Meiner Meinung nach treffen da 2 Propaganda-Maschinen einfach aufeinander. Oder kann mir hier IRGENDJEMAND selber erklären, was genau die Mängel an den Studein sein sollen. Ich habe oft schon gehört, die Ergebnisse seien statistisch nicht signifikant. Kann mir jemand hier mal erläutern, was das bedeutet? (Ich weiß es, daher reicht mir ein “ICH”)
        Aber eines habe ich an der Argumentationskette nicht verstanden. Was genau ist die Lüge.
        a) Rauchen ist für den Raucher schädlich. Wird das angezweifelt?
        b) Passivrauchen ist schädlich. Dies wird angezweifelt.
        Also wird nur b) oder auch a) angezweifelt.
        8. technische Innovationen: Finde ich besser als nicht, aber ich halte sie nicht für so gut, wie zum Teil behauptet wird.
        9. Verbotswahn ist ein Propagandawort. In unserer Gesellschaft ist sehr vieles verboten und das meiste ist verständlich. Angefangen mit “du sollst nicht töten” über stehlen, … alles was einen unverhältnismäßig großen Schaden anrichtet ist im Grunde verboten. Und ob Rauchen dies tut ist umstritten (siehe 1.).

        Übrigens ich finde es toll, dass Sie hart aber sehr fair diskutieren. So macht mir das Spaß.

      • @Christian: Niemand bezeichnet “alle Studien”, die von Schäden durch Rauchen berichten, als “Lüge”. Hier unterscheiden wir uns von der Antiraucherlobby, die Studien nicht nach dem Inhalt bewerten, sondern nach dem, wer sie verfasst hat.

        Allerdings dienen “Studien”, die wie die eben veröffentlichte WHO-Studie, offensichtliche Fehler enthalten und sonst nur auf ebenfalls von der WHO in Auftrag gegebenen Studien verweisen, nicht der Wahrheit, sondern der Untermauerung der eigenen Ziele. Ich habe die Studie jetzt noch nicht genauer gelsen, beim Überfliegen ist mir nur eins aufgefallen: Angeblich sterben in West-Europa (A) 60 Kinder wegen Passivrauch. Vor einiger Zeit behauptete die WHO, allein in Deutschland würden 60 Kinder wegen Passivrauch den plötzlichen Kindstod (SIDS) sterben. Ja was nun? Wer so fahrlässig mit Zahlen umgeht, der will etwas mit diesen Zahlen erreichen. Und somit ist der ursprüngliche wissenschaftliche Konsens, die Wahrheit zu finden, ad absurdum geführt.

        Und nochmal zu den “Äuglein”: Sie sagen, es gab sie nicht weil man sich nicht einmischen wollte. Also sind die tränenden Äuglein kein physisches Problem sondern ein psychisches? Wenn sie aber ein psychisches Problem sind: Wer trägt dann die Verantwortung dafür? Doch die, die eine Hetze und Paranoia vor Passivrauch angezettelt haben. In diesem Zusammenhang verweise ich auf Prof. Scherer und dessen Anhörung vor dem Sozialpolitischen Asschuss in Rheinland Pfalz (http://www.vcpoe.at/dynamisch/news/news.php?id=34), wo er sagte: “Die Toxikologie und Epidemiologie liefern keine stichhaltigen Hinweise aus denen ein Gesundheitsrisiko für passivrauch-exponierte Gäste in Gastronomiebetrieben abgeleitet werden kann. Insbesondere wegen der geringen Langzeit-Expositionsdosis aus dieser Quelle ist ein erhöhtes Risiko für die mit dem Passivrauchen hauptsächlich in Zusammenhang gebrachten Erkrankungen (Lungenkrebs, Herzkreislauf-Erkrankungen) nicht zu erwarten.”

        Nun, die Gesundheitsgefahren vor der Tür sind nicht amüsant, sondern Tatsache. Auch wenn die daraus eventuell resultierende Erkältung nicht zu 100 Prozent nachgewiesen werden kann (es gibt immer mehrere Einflüsse, die eine Krankheit auslösen), so ist die Wahrscheinlichkeit, wenn man aus einem warmen Raum verschwitzt in die Kälte geht, dass man dadurch Erkältungskrankheiten bekommt, doch sehr hoch. Da gibt es sicher Studien dazu.

        Und nein, es gibt nicht nur 0% oder 100%. Es gab in Bayern vor dem Verbotsentscheid 85% und 15%. Und wie schon erwähnt, selbst wenn man die (geschönten) Zahlen der Antiraucherlobby verwendet, 66% und 33%. Dies wurde unter anderem von Ihrer Partei auf 100% zu 0% geändert.

        Ich kann Ihnen gerne erklären, was statistisch signifikant bedeutet. Die WHO selbst hat die Chance, durch Passivrauch an Krebs zu erkranken, mit dem Wert 1,49 (wenn ich mich nicht irre) bewertet, andere mit 1,29. Alle Werte unter 2 werden von der seriösen Wissenschaft nicht benutzt. Für Raucher selbst gilt hier ein Wert von 10.

        Auf Ihre Frage, was angezweifelt wird: Es werden die WHO-Studien angezweifelt, die behaupten, in Deutschland würden jährlich 3.301 Menschen an Passivrauch sterben. Es werden Studien angezweifelt, die nichts weiter tun als falsche Hochrechnungen zu verbreiten. Es werden die Studien bezweifelt, die behaupten dass alle Krankheiten, die gerade passen, ursächlich durch den Tabak entstehen. Es werden auch Studien angezweifelt, die alle Lungenkrebs und Herzinfarkt-Toten auf den Tabakgenuss schieben und wenn die Betreffenden nicht geraucht haben, dann sind es eben Passivrauchtote. Ich persönlich zweifle darüber hinaus alle Studien an, bei denen es offensichtlich nicht um die Wahrheit geht, sondern darum, die eigene Meinung (bzw. die Meinung der Lobby hinter den betreffenden Leuten) zu verbreiten. Das schließt ausdrücklich die getürkten Studien der Tabaindustrie in den 70er Jahren mit ein, wo behauptet wurde, Rauchen sei nicht gesundheitsschädlich.Wer raucht, hat ein erhöhtes Risiko, bestimmte Krankheiten zu bekommen. Nicht mehr und nicht weniger. Und das heißt nicht, dass jemand diese Krankheiten auch bekommt.

        Verbotswahn ist leider keine Propaganda. Wussten Sie, dass die EU jährlich mehr als 2.000 Verbote und Verordnungen erlässt, von denen gerade einmal durchschnittlich 6 pro Jahr wieder zurückgenommen werden?

        In diesem Zusammenhang ein anderes Thema: Seit gestern gilt in Deutschland die Winterreifenpflicht bei Schnee, Eis usw. Abgesehen davon, dass es völlige Blödheit ist, bei Schnee nicht mit Winterreifen zu fahren und dass man versicherungstechnisch eh schon Probleme bekommt, wenn man das tut:: Am ersten Tag dieses Gesetzes wurde in München, wo der Verkehr eh zusammengebrochen war, eine “Winterreifenkontrolle” aufgebaut und die Leute ohne Winterreifen abkassiert. Es geht bei den meisten Verboten schon lange nicht mehr um sinnvolle Verbote, sondern darum die Menschen zu gängeln und/oder abzukassieren.

    • Roodee

      Sehr geehrter Herr Sauter,

      vielen Dank für Ihre Antwort. Was Ihre Einschätzung bezüglich der Rebelonsfähigkeit von Rauchern betrifft, stelle ich Ihnen anheim zu glauben, was sie möchten. Dies ist für den Sachverhalt eigentlich auch eher unerheblich. Ich wollte Ihnen damit lediglich zu verstehen geben, dass Sie es nicht mit einer Horde unerzogener Kinder zu tun haben, sondern mit erwachsenen Menschen, die sich nicht alles wortlos gefallen lassen. Mit Zahlen jedoch sollte man immer vorsichtig sein. Wenn diese sich nicht stichhaltig und glaubhaft beweisen lassen, macht man sich sehr schnell unglaubwürdig (siehe u.a. die 3301 Passivrauchtoten).

      Ihre Schilderung bezüglich der Freundeskreise, die sowohl aus Rauchern, wie auch Nichtrauchern bestehen, halte ich mit Verlaub gesagt, für an den Haaren herbeigezogen. Natürlich gibt es massenweise Freundschaften zwischen Rauchern und Nichtrauchern. Wenn aber in einem solchen Freundeskreis derartige Probleme auftreten, dass der eine nicht das will, was der andere will – wenn jeder in diesem Freundeskreis auf seiner Meinung als die allein gültige besteht, wenn Intoleranz, Drangsal und Erziehungsversuche die vorherrschende Situation in diesem Freundeskreis sind – wird dieser Freundeskreis früher oder später von selber aufhören zu existieren, da ihm wesentliche Grundlagen – nämlich Vertrauen, Toleranz, Freundlichkeit fehlen. Es liegt in der freien Entscheidung eines jeden erwachsenen Menschen, wen er als Freund bezeichnet und wen nicht, mit wem er seine Freizeit verbringt und mit wem nicht.

      Womit ich bei den “Rahmenbedingungen” bin. Wer soll mit diesen Rahmenbedingungen geschützt werden? Der Freundeskreis, der eh nicht zu funktionieren scheint – der gesetzliche Vorlagen benötigt, um zusammen zu halten? Nein, so wie es aussieht wird hier etwas konstruiert, um ein Stück Macht an sich zu reißen. Es geht nicht darum, dass Einer der einen Raucher als Freund hat, bei gemeinsamen Kneipen- oder Discobesuchen vor dem Freund bzw. dessen Tun geschützt werden müßte. Es geht darum den Lebensraum von etwa einem Drittel der Bevölkerung einzuschränken. Es geht darum, dass ein paar Leute den Bestimmer spielen zu wollen. Hierfür wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen und ein Teil der Bevölkerung, Stück für Stück immer stärker für ihren bisherigen normalen Lebenswandel kriminalisiert.

      Derzeit ist die Lage in Bayern die (um auch kurz auf den von Ihnen gern gebrauchten “Status Quo” einzugehen), dass ein Raucher in letzter Endkonsequenz wegen seines Rauchens eingesperrt werden kann. Ergo schränkt er seine Kneipenbesuche ein, zieht sich in andere Bereiche zurück, bleibt zunehmend mehr “unter sich”, was wiederum die Gastwirtschaft an den Rand des Ruins treibt, da auch die Scharen von Nichtrauchern den nun neu gewonnenen Lebensraum weiterhin beharrlich meiden, wie oft genug zu lesen ist.

      Die Situation vor 2008 war natürlich gewachsen. Die Kneipen waren gut besucht und für den Wirt war genug drin, um leben zu können. Auch das Finanzamt hat ganz gut mitverdient. Alle waren zufrieden. Nein, nicht ganz. Es gab auch ein paar Leute, die gelegentlich in diese Kneipen gingen, sich dann aber über tränende Augen und stinkende Kleidung beschwerten. Auf den einfachsten, auf der Hand liegenden Gedanken sind sie allerdings nicht gekommen, nämlich einfach woanders hin zu gehen. Also müssen Gesetze her, wie der Deutsche ja gerne nach Gesetzen schreit, wenn er der Meinung ist, dass etwas aus seiner Sicht falsch ist. Dass wir in Deutschland eine ganze Reihe unsinniger Gesetze haben, wie auch jetzt dieser Schnellschuß, zeigt eigentlich nur, dass von Seiten der Regierung mit dem Erlassen von Gesetzen zu lax umgegangen wird. Es scheint sich kaum noch jemand wirklich die Mühe zu machen über das nachzudenken, was er tut. Shareholder Value – Denken scheint auch in der Politik an der Tagesordnung zu sein – nämlich kurzfristig etwas erreicht zu haben aber langfristig eine Schadensspur zu hinterlassen. Wir wissen beide, dass das demokratische Werkzeug “Volksentscheid” hier missbraucht wurde, um zum einen einer kleinen Gruppe von Fanatikern Gewicht und zum anderen einer klitzekleinen Gruppe von Politikern ein, wie auch immer geartetes, Profil zu verschaffen. Nicht mehr und nicht weniger. Deshalb weigere ich mich in diesem Fall auch von Volkes Wille zu sprechen.

      Status Quo ist momentan, dass die Raucher zumindest unzufrieden über dieses Gesetz sind. Die Unzufriedenheit ist nur der untere Bereich auf der Skala der Akzeptanz diesem Gesetz gegenüber. Die Mehrzahl der Nichtraucher, behaupte ich, tangiert es wenn überhaupt, nur marginal. Da kann es sein, dass ein Wirt gemeinsam mit seinen Angestellten und Gästen – dass also alle vor der Türe des Lokals stehen, um zu rauchen und zwar nur weil es ein Gesetz gibt, welches Leute schützen soll die entweder gar nicht da sind oder die bereitwillig mit nach draußen folgen, weil sie nicht alleine drinne bleiben wollen.
      Ein Gesetz, welches keine Relevanz hat bzw. keine Akzeptanz findet – welches kaum Freunde hat, ist schlichtweg überflüssig. Mehr noch, es trägt dazu bei, dass sich unter den Betroffenen ein Unruheherd entwickelt und teilweise zu falschen und kurz gesprungenen Überlegungen führt. Es gefährdet die Demokratie – die Gesellschaftsform, wegen der sich der Osten 1990 zum Großteil bereitwillig anschloß. Da werden auch schon mal Rufe nach einem Diktator wieder lauter, von dem man hofft, dass dieser Gesetze erläßt welche sich nicht permanent ändern, sondern die von Anfang an durchdacht sind. Der ein Stück “Heile Welt” verspricht. Dass das nicht der Weg sein kann, ist jedem wahren Demokraten klar, denn einen Diktator wird man nicht mehr so schnell los, wenn er dann doch nicht das tut, was das Volk von ihm erwartet.

      Aus diesem Grund denke ich, dass es der falsche Weg ist nach Schaffung dieses Gesetzes nun über die teilweise Aufweichung verhandeln zu wollen, nach dem Motto des gegenseitigen Krötenschluckens. Vielmehr sollte es für den verantwortungsvollen Politiker angesagt sein, sich einzugestehen, dass man viel zu weit über das Ziel hinausgeschossen ist und nun besser ein gutes Stück zurückrudert, bevor es richtig zu brodeln beginnt.

      Das kann in der Praxis nur so aussehen, dass man den Wirten die Entscheidung darüber, ob sie rauchen lassen wollen oder nicht, wieder selbst überläßt. Alles andere ist Stückwerk, aufgesetzt und von daher nicht praktikabel. Jede Vorschrift zieht Konsequenzen nach sich, welche wiederum geregelt werden müssen. Bis auch die letzte Handlung, der letzte Gedanke einer Reglementierung unterliegt. Ich kann so reden, weil ich die totale Macht, welche bis in meine Wohnung reichte, schon erlebt habe und dies nicht noch einmal erleben möchte. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich bin kein Verfechter des ungezügelten Marktes, aber ich denke, dass Augenmaß bei der Gesetzgebung zwingend notwendig ist.

      Sie sollten das zumindest mal sacken lassen. Dann tut sich auch sicher eine Lösung auf, mit der alle leben können und bei der keiner sein Gesicht verliert.

      Roodee

    • Dampflok

      Diese Antwort ist eigentlich mindestens 12 Sterne wert! Ich sag einfach mal “Dankeschön!”

  13. Christoph Suter

    Sehr geehrte(r) ub56,

    Kompliment, Sie haben es auf den Punkt gebracht. Nun haben wir jedoch ein Problem mit Herrn Sauter. Er schreibt in seinem Blog, dass er nicht wisse, was ein «Büttel» ist. Im DUDEN findet man den Begriff. Herr Sauter weiss auch nicht was «Tabakkontrolle» sei – so schreibt er zumindest in einem Kommentar seines Blog. Im selben Blog erwähnt er jedoch das DKFZ in Heidelberg – weiss aber immer noch nicht was «Tabakkontrolle» bedeutet. Er befasst sich mit einem Thema, von welchem er schlichtweg keine Ahnung hat. Hätte er eine Ahnung dann wüsste er, dass mit «Tabakkontrolle» das WHO Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle im DKFZ Heidelberg gemeint ist. Das ist die Organisation der WHO, welche ihr Domizil *im* DKFZ hat – aber nicht das DKFZ ist. Geleitet wird das WHO Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle im DKFZ von Frau Dr. med. Martina Pötschke-Langer, welche – zusammen mit Prof. Dr. med. Ulrich Keil von der Universität Münster – die Mär mit den 3’301 Passivrauchtoten in die Welt gesetzt hat. Es wird auch nichts bringen, Herrn Sauter die neuste Lüftungstechnik schmackhaft zu machen. Spätestens an dem Tag, an welchem ihm Siggi Ermer von Pro Rauchfrei die Studie von James Repace unterschiebt, ist Schluss mit Lüftung. Repace behauptet nämlich, dass nur eine Lüftung, welche mit «Orkanstärke» arbeitet, auch wirklich den «tödlichen» Passivrauch entfernen kann. Und wenn ein Politiker wie Sauter ständig von den «armen Kinderlein» faselt, wird mir als Grufti speiübel. In den Fünfziger- und Sechzigerjahren wurden ich und meine Altersgenossen so eingequalmt, dass sich die Balken bogen. Wir leben alle noch. Herr Sauter hat nicht begriffen um was es geht. Der WHO geht es um eine «tabakfreie Welt» (Originalton «Tobacco Free World». Übersetzt heisst dies «eine raucherfreie Welt». Um dieses Ziel zu erreichen, ist der WHO und ihren Adlaten jedes Mittel recht. Letzte Woche hat sich die WHO mit ihren Adlaten in Punta del Este (Uruguay) zur Jahreshauptversammlung der FCTC getroffen. Heute verbreiteten die Pressagenturen bereits die neue WHO-Horrorstudie «600’000 Passivrauchtote pro Jahr». Die Printmedien haben diese Meldung umgehend publiziert. Unkommentiert und unwidersprochen. Zufall? Nein – kein Zufall.

  14. ub56

    Hallo Herr Sauter, ich bin aus BaWü und ehemaliger Grünenwähler. Ich habe die Diskussion hier mit Ihnen nachgelesen und erlaube mir auch meinen “Senf” dazu zu geben. Ihre Argumentation ist die der Tabakkontrolle, der WHO und der Antirauchergruppen. Das ist fast im Wortlaut gleich, was für mich bedeutet, daß Sie sich genau von diesen Gruppen haben instrumentalisieren lassen. Erstaunlicherweise hat sich scheinbar kein Politiker mit anderen Studien, außer der von der Tabakkontrolle am DKFZ in Heidelberg, auseinander gesetzt. Dabei gibt es eine völlig unabhängige Langzeitstudie z.B. der BGN (Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten), die keinerlei Schädigung durch Passivrauch über viele Jahre festgestellt hat. Ebenso wird Ihnen ein Lüftungsexperte mitteilen können, daß durch Einsatz von Entlüftungssystemen moderner Bauart eine Luftreinheit in Innenräumen, trotz rauchens, erreicht werden kann, die ihresgleichen sucht und die gesetzlich festgelegten Grenzwerte um ein vielfaches unterschreitet. Wenn Sie sich u.a. für Gesundheitsschutz einsetzen, müßten Sie sich mit aller Macht dafür aussprechen, daß diese Systeme nach und nach überall eingebaut werden müssen, alleine schon aus dem Grund um weitere “Giftstoffe” aus den Räumlichkeiten zu bekommen, was im übrigen zur Folge hätte, daß diese Systeme dann recht preiswert zu erhalten wären und nach meinem Kenntnisstand sogar noch in der Lage sind, Energie zu sparen. Bei der Verbreitung des Passivrauchmärchens und der darauffolgenden Verbote geht es um Ideologie und nicht um Nichtraucherschutz. Man wird den Eindruck nicht los, daß Politik heute darin besteht, dem Mainstream zu folgen, der durch Werbekampagnen und Medien unablässig jeden Tag aufs Neue verbreitet wird. Ich war mir zu Beginn nicht sicher, doch heute bin ich es. Die Raucher werden sich wehren. Setzen Sie sich für eine Lösung ein, die für beide Seiten tragbar ist.

    • Ich habe inzwischen den Vorbericht der TÜV-Studie, die sie wahrscheinlich auch meinen. Diesen werde ich in den nächsten Tagen prüfen.
      Ansonsten bitte ich um Links, wenn Sie auf Studien verweisen, das macht es mir einfacher, diese zu lesen.
      Was die Politik und das Nichtraucherschutz-Gesetz angeht, liegen sie leider komplett falsch. Die Politik war sich unsicher und ist hin und hergeschwankt (kann man auch kritisieren). Die Mehrheit von über 60% der Wähler hat entschieden. Die Politik kann für vieles verantwortlich gemacht werden, aber nicht für das Ergebnis einer Abstimmung.

      Aber ich kann Ihnen auch erklären, warum ich glaube, dass es zu diesem Ergebnis kam:
      Wir Nichtraucher haben über Jahre feststellen müssen, dass wenn wir in die Kneipe gehen:
      unsere Klamotten danach stinken – die Jacke muss man dann erst mal 2 Tage lüften.
      unsere Augen tränen
      unser Hals hat gekratzt

      Das wollten wir so nicht mehr. Daher habe ich dafür gestimmt. Aber dennoch bin ich bereit über konstruktive Ideen nachzudenken. Lüftungsanlagen gehören sicherlich dazu. Aber jeder Besserwisser der meint, alle anderen als WHO-Nachrenner beschimpfen zu können veranlasst mich dazu, doch lieber am Status Quo festzuhalten. (Und es gibt zum Teil noch schlimmere Beschimpfungen)

      • @Christian: Die Beschimpfungen und Stigmatisierungen gehen von den Verbotsbefürwortern aus. Und irgendwann reicht es halt einfach und man wird selbst auch polemisch. Oder empfinden Sie es als sachlich, wenn Sie “alle Nichtraucher” für sich einnehmen? Finden Sie es sachlich, wenn “Pro Rauchfrei” allen rauchenden Menschen die Menschenwürde abspricht? Finden Sie es sachlich, was in diversen Foren militanter Antiraucher abgeht? Finden Sie es sachlich, wenn man sich als “Suchtkrüppel”, “Kinderschänder” und “Mörder” beschimpfen lassen muss? Finden Sie es sachlich, wenn bei mir wochenlang die ganze Nacht Telefonterror geherrscht hat und meine Familie nicht schlafen konnte?

        Mag sein, dass ein paar Leuten die Äuglein tränen. Nur: Seit die Tabakparanoia “in” ist, steigt diese Zahl exponentiell in die Höhe. Komisch, dass man in meiner Jugend niemand hatte, dem die Äuglein tränten und damals wurde ÜBERALL geraucht (außer dort, wo es wegen Feuergefahr verboten war).

        Übrigens: Ich kann Kaffeegeruch nicht haben. Da wird mir schlecht. Soll ich deshalb fordern, dass in allen Lokalen der Kaffee verboten wird? Ganz abgesehen davon, wie Kaffeesüchtige sich aufführen, wenn sie morgens auf ihren Kaffee verzichten müssen? Und erst die armen Kinder, die sehen, wie ihre Eltern ausrasten nur weil der Kaffee alle ist.

        Und zum Thema WHO-Nachrenner folgendes: Wenn Sie die Propaganda der WHO ungeprüft weitergeben (beinahe hätte ich jetzt “nachplappern” geschrieben), sind auch Sie ein “WHO-Nachrenner”. Wenn Sie sich sachlich und wissenschaftlich in das Thema eingearbeitet haben und in der Lage sind, Ihre eigenen Befindlichkeiten außen vor zu lassen – ich gebe zu, dass das viel Zeit kostet – werden Sie ähnlich denken. Sie werden dann auch nicht verstehen können, wie jemand ungeprüft diesen WHO-Unsinn glauben kann. Bei der Schweinegruppe und Vogelgrippe, aber auch beim Thema BSE weiß man inzwischen, wie sehr die WHO lügt und übertreibt, um ihre Interessen bzw. die ihrer Geldgeber durchzusetzen. Beim Tabak wird es noch etwas dauern bis die uniformierten Menschen so weit sind.

        Und was Ihr “Argument” betrifft “wir Nichtraucher haben über Jahre hinweg…”: Dieses Problem war mit dem alten bayerischen Rauchverbot mehr als erledigt. 85 Prozent aller Lokale waren rauchfrei! Sogar “Pro Rauchfrei” musste in ihrer “Studie”, die Nachforschungen nicht stand gehalten hat, zugeben, dass 66 Prozent aller Lokale komplett rauchfrei waren. Nachforschungen insofern, dass diese “Studie”, um es höflich zu formulieren, schludrig war. So wurde z.B. in Gebieten, wo es fast nur rauchfreie Lokale gibt, nur wenige Lokale befragt, in Gebieten mit vielen kleinen Raucherkneipen dagegen fast jede. Und viele der Lokale wurden gar nicht befragt, zumindest konnten uns die Wirte glaubhaft machen, dass bei ihm niemand angerufen hatte wegen dieser “Studie” bzw. Telefonumfrage von “Pro Rauchfrei”.

        Sie fordern Links zu den Studien an. Seltsam nur, dass Sie das bei den Studien der Tabakkontrolle nicht tun. Wobei das “Sie” jetzt als Verallgemeinerung derer gilt, die für Rauchverbote sind. Da wird jeder noch so große Unsinn geglaubt.

        Eine Versachlichung der Diskussion ist nur schwer möglich, weil es um einen Glauben geht. Die eine Seite glaubt, dass Passivrauch und Tabak für alles Übel dieser Welt verantwortlich ist. Die andere Seite glaubt das nicht. Wie soll man bei Glaubensfragen auf einen grünen Zweig kommen? Argumente, Studien, Informationen usw. werden nicht ausgetauscht, um die Wahrheit zu finden, sondern um die eigene Seite zu missionieren. Versuchen Sie einem Scientologen zu erklären, dass es Thetanen nicht gibt. Sie werden genauso scheitern wie wenn Sie einem militanten Antiraucher beweisen wollen, dass die Passivrauchlüge ein aufgeplustertes Konstrukt ist, welches nur zum Zwecke der “rauchfreien Welt” erfunden wurde.

        Hier einmal zwei Links für Sie. Der erste sammelt Studien und Informationen zur Passivrauchlüge. Der zweite ist von Dr. Michael Siegel, ein Antiraucheraktivist, der sich aber von der Antiraucherlobby und deren Helfershelfern losgesagt hat wegen der Lügen dieser Leute. Irgendwo gibt es diesen Artikel auch in deutscher Übersetzung. Falls Sie des Englischen nicht mächtig sein sollten, suche ich Ihnen die Übersetzung gerne heraus.
        http://www.passiv-rauchen.de/Links.htm
        http://tobaccoanalysis.blogspot.com/2007/11/anti-smoking-groups-admit-to-knowingly.html

  15. Da es wohl einige Ungereimtheiten und Missverständnisse gab, werde ich hier einmal etwas weiter ausholen, was im Rahmen eines Newsartikels so nicht möglich war.

    Ich habe Herrn Sauter nicht wörtlich zitiert, da ich die wörtlichen Zitate nicht mitgeschrieben habe. Ich habe die Stimmung, die ich aus dem öffentlichen und anschließenden Gespräch im kleinen Rahmen hatte, wieder gegeben. Alleine die Bereitschaft, sich nicht nur mit der Propaganda der WHO und ihrer Mitläufer zu beschäftigen und sich selbst zu informieren, ist für mich ein Grund zu schreiben, dass sich jemand nicht weiter zum “Büttel der Antiraucherlobby” machen will. Leider findet man dies gerade bei den Grünen nur sehr selten.

    Ich denke, nicht nur Herr Sauter hat bei dem Beitrag des Wirtes, der fast den Tränen nahe beschrieben hat, wie ihn das totale Rauchverbot in der Gastronomie ruiniert und in Hartz IV getrieben hat, nachgedacht. Und dass Herr Sauter die 20-Prozent-Zusage gemacht hat, zeigt, dass er erkannt hat dass Totalitarismus und ein “Krieg gegen den Tabak mit allen Mitteln” wie ihn die WHO propagiert und wie in die Grünen mehrheitlich unterstützen, auf dem Rücken unschuldiger Menschen ausgetragen wird. Insofern sehe ich in meinem Satz, dass sich Herr Sauter nicht weiter zum Büttel der Antiraucherlobby machen will, als absolut korrekt an. Denn die Büttel der Antiraucherlobby wollen ein totales Rauchverbot, nicht nur in der Gastronomie.

    Auf seiner Webseite (http://networkedblogs.com/aWdJf) spricht Herr Sauter davon, dass er sich mit Siggi Ermer, dem Boss von “Pro Rauchfrei” unterhalten hat. Ich darf erinnern: Der “Stern” hat “Pro Rauchfrei” damit zitiert, dass diese Gruppe rauchenden Menschen die Menschenwürde abspricht. Einer der Vorstände der Gruppe, Patrick Kast, hat im Gruppeneigenen Forum offen zu Gewalt gegen rauchende Menschen aufgerufen. Wer solche Leute zitiert, begibt sich auf eine gefährliche Gratwanderung. Wie Theresa Schopper das tat, als sie sich mit einem ehemaligen DVU-Kandidaten für den bayerischen Landtag an einen Tisch setzte und damit Gemeinsamkeit mit Ultrarechten demonstrierte. Hier erwarte ich eigentlich keinen Schulterschluss der Grünen mit Ultrarechten, sondern eine klare Distanzierung.

    Was die Veranstaltung selbst betraf, so hielt ich mich bewusst fast während der ganzen Zeit in der Nähe des Podiums auf. Ich konnte feststellen, dass viele Wirte ihre Wut darüber, dass man ihnen ihr Lebenswerk nimmt, nur schwer im Zaum halten konnten. Eine Eskalation der Situation konnte ich aber nicht erkennen. Es sind niemals Flaschen oder andere Dinge geflogen. Hier unterscheiden sich die Wirte scheinbar von anderen Demonstrationen, die unter anderem von Teilen der Grünen aufgeheizt werden. Hier gilt mein ausdrückliches Lob Herrn Kohlhuber, der die Veranstaltung moderiert hat und immer versucht hat, zu deeskalieren. Dass Herr Sauter das Gefühl hatte, ich zitiere: “ich habe mir eher überlegt, ob ich am Abend lebend rauskam” sehe ich als Übertreibung an. Herrn Sauters Leben und Gesundheit war niemals auch nur annähernd in Gefahr.

    Was die Innovationsklausel betrifft, so wurde diese ja im alten Gesetz zugesichert. Die ÖDP und die Befürworter des totalen Rauchverbots wehren sich aber mit Händen und Füßen gegen diese technischen Möglichkeiten, die, wie der TÜV Rheinland in einer Untersuchung bewiesen hat, eine bessere Luft als vor der Türe und eine bessere Luft als in vergleichbaren Nichtraucherkneipen erzeugen. Allein dies zeigt, dass es der Antiraucherlobby nicht um Gesundheitsschutz geht, sondern ausschließlich um den von der WHO vorgegebenen “Krieg gegen den Tabak mit allen Mitteln”.

    • schneeadler

      Bei allem Respekt, den man auch einem GRÜNEN zollen sollte, der sich einer Debatte über die von seiner Partei maßgeblich und ohne jede Not mit losgetretene Diskriminierungswelle gegen Raucher und Enteignungswelle gegen Wirte öffentlich stellt, hält sich mein Mitgefühl doch sehr in Grenzen.

      Es kann nicht Ziel der Debatte sein, eine Art “Quotenregelung” für das Recht auf Wahrnehmung grundlegender Freiheitsrechte als Erfolg – oder auch nur als Teilerfolg – zu feiern. Das Recht auf FREIE, vor staatlichen Schikanen geschützte Berufsausübung für Wirte und das Recht auf FREIE Entfaltung der Persönlichkeitsrechte auch rauchender Bürger kann und darf nicht mal im Ansatz verhandelbar sein oder in so genannten “Kompromissen” teildemontiert werden oder bleiben.

      Fakt ist, dass es niemanden, auch keinen GRÜNEN irgendetwas angeht, wenn sich Wirte und Gäste darin einig sind, dass in ihren Lokalen geraucht werden darf – und Punkt.

      JEDER Versuch, dieses Recht, das umgekehrt selbstverständlich (und zwar schon immer) auch ALLEN Wirten und Gästen von Lokalen zusteht, die sich für ein rauchfreies Lokal entscheiden, ist definitiv nicht verhandelbar.

      Es ist eine bodenlose Anmaßung und Ausdruck eines ganz üblen Totalitarismus gegenüber erwachsenen Bürgern, ihnen dieses Recht ganz oder auch nur teilweise vorzuenthalten und hier kann und MUSS die Forderung – und zwar die Minimalforderung – nur lauten: Vollständige und uneingeschränkte Wahlfreiheit für ALLE Wirte, entweder ein rauchfreies oder ein Raucherlokal (oder räumlich getrennt auch beides) zu führen und ihre Gäste in diesen Lokalen selbstverständlich auch gastlich bewirten zu dürfen bzw. sich gastlich bewirten lassen zu dürfen, sprich: Auch warme Speisen zu servieren!

      Die vorgeschlagene Quotenregelung wäre ein absolut fauler Kompromiss. Das wäre in etwa das gleiche, als würde man nach der über einen Putsch erwirkten Aufhebung des allgemeinen Wahlrechts nun großzügig “anbieten”, 20 Prozent aller Wahlberechtigten wieder an die Urnen lassen zu wollen.

      Sorry, werter Christian Ulrich, aber da stülpt sich mir der Magen um. Deine Partei (die zwei Jahrzehnte lang auch mal meine war) hat sich hoffnungslos verrannt und kann aus dieser Nummer nur noch herausfinden, wenn sie sich kompromisslos wieder ihrer einst wirklich freiheitlich orientierten Wurzeln besinnt.

      • Freie Berufsausübung steht im Grundgesetz (Artikel 12 Absatz 1): “Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.”
        Zur Freien Entfaltung der Persönlichkeitsrechte steht im Grundgesetz:
        “Art 2
        (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
        (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.”
        Jetzt fange ich in der Argumentation mit Artikel 2 an: Jeder darf demnach rauchen, wenn er nicht das Recht eines anderen verletzt. Eines dieser Rechte ist die körperliche Unversehrtheit. D.h. wenn eine Person in der Kneipe ist und sagt, dass nicht geraucht werden soll, wegen den Gesundheitsschäden, dann ist es nicht mehr zulässig. Da dies aber, trotz dem Wunsch, in der Praxis nicht umsetzbar wäre, musste ein Gesetz her, das ja im Artikel 12 eindeutig ermöglicht wird.
        Sie sagen es geht niemanden etwas an, wenn sich alle (Gäste und Wirte) einig sind. Wo endet die Uneinigkeit? Leider mussten wir Nichtraucher über Jahre den Rauch ertragen. Daher kam das Nichtraucherschutzgesetz. Ob das “Pendel” nun in die andere Richtung zu weit geschwungen ist, darüber kann man reden. Aber so eine radikale “Überall soll rauchen erlaubt sein” – Position, die absolut nicht konstruktiv ist, zeigt mir, dass es bei Ihnen doch Leute gibt, denen man nicht mal die 20% anbieten sollte. Sie scheinen mir einer der 1% Raucher zu sein, die einfach rücksichtslos waren und sind, und wegen denen so ein Gesetz nötig wurde.
        Das umgekehrte Recht, dass allen Gästen schon immer zustand… praktisch gesehen haben 30% der Raucher in 100% der Kneipen geraucht… Damit ist diese Behauptung ein Witz. Das hat die Nichtraucher gestört. Daher haben sie die Initiative ergriffen.
        Zur Wahlfreiheit der Wirte: Wie weit gehen wir da? Ungespülte-Gläser-Kneipen? Koch-wäscht-sich-nicht-die-Hände-Restaurants? Gammelfleischdönerbuden? … Es gibt nun mal Sachen, die der Gesetzgeber (zum Glück!!) verbieten kann. Und ob Pasiv-Rauchen so gesundheitsschädlich ist oder nicht darüber streitet sich die Wissenschaft. Aber da es kein klares NEIN gibt, hat die Politik das Recht, die Bürger zu schützen.
        Sorry, ich habe letzten Montag viele konstruktive Raucher kennengelernt, aber so einen unkonstruktiven Beitrag kann ich gar nicht leiden.

      • schneeadler

        Wo habe ich gefordert “überall” soll geraucht werden dürfen? Meine Forderung (Ja, Du hast richtig gelesen: In dieser Frage bin ich in der Tat kein Bittsteller mehr, ich verlange!) lautet: In einer als solche ausgewiesenen Raucherkneipe, die zu betreiben sich JEDER Wirt frei entscheiden können muss, soll auch geraucht werden dürfen. Nenn das meinetwegen Raucherclub. Ebenso, wie in einem Nichtraucherlokal ein Rauchverbot zu beachten und einzuhalten ist.

        Ich wehre mich allerdings entschieden dagegen und halte es für absolut faschistoid, dass Nichtraucher darüber befinden können sollen, dass ALLE Wirt in IHREN (!) Betrieb Rauchverbote verhängen müssen. Sorry, aber wo leben wir eigentlich, Stasi 2.0 braucht kein Mensch mehr!

        Im Übrigen war ich immer ein sehr rücksichtsvoller Raucher, der seit 2über 0 Jahren mit einer Nichtraucherin und einer inzwischen erwachsenen, nichtrauchenden Tochter in harmonischer Hausgemeinschaft lebt, in der in all dieser Zeit einzig und allein in EINEM Zimmer, nämlich in MEINEM Arbeitszimmer geraucht wird. Und ich habe als Fahrer sogar auf Tramper, die ich an der Straße aufgelesen habe immer Rücksicht genommen und sogar extra Rauchpausen eingelegt, wenn diese auf meine Frage hin erklärt hatten, dass sie den Rauch nicht lieber nicht im Auto haben wollten. Ich hätte die auch gar nicht erst mitnehmen müssen oder einfach vollquarzen, habe das abner NIEMALS getan- Ich finde es eine schamlose Frechheit und verwahre mich dagegen dass Du mir den Stempel des rücksichtslosen Rauchers aufdrücken willst. DAS ist Demagogie, eines der übelsten Erbe aus dem politischen Alltagsgeschäft! Gratuliere!

        Abschließend nochmal zum so genannten “Schutz”: Welcher Mensch muss in einem Raucherclub vor Rauch geschützt werden? Nichtraucher die lesen und denken können, gehen erst gar nicht in den geforderten Raucherclub. Tun sies doch, muss sie niemand vor den Folgen ihrer freien Entscheidung schützen.

        Dass Ihr Rauchern aber selbst diese Möglichkeit, in selbst gewählten Raucherclubs rauchen zu dürfen, per Gesetz verboten habt, zeugt von totalitärem Fanatikergeist.
        Und DAGEGEN gilt es sich zu wehren durch aktiven Widerstand und zivilen Ungehorsam. “Gesetze”, die Unrecht befördern sind unbeachtlich und müssen entschieden bekämpft werden. Insoweit bin ich radikal, ja, bei Freiheitsrechten gibts nunmal keine Kompromisse, in dieser Frage war Deine Partei ursprünglich auch mal radikal, – allerdings bevor die Sonnenblume verwelt ist …

      • überall = alle Wirte war verkürzt … sorry … aber es ist den Nichtrauchern wichtig, dass wir auch eine Kneipenauswahl haben, in die wir ohne Schmerzen reingehen können. Ja, uns tun die Augen in Raucherkneipen weh. Einem Raucher tut meines Wissens nichts weh, wenn er in eine Rauchfreie Kneipe geht.
        Daher könnte ich mit “maximal 20%” leben und würde stattdessen aber auch gerne den Kinderschutz ausbauen.
        Wenn das für Sie keine Diskussionsgrundlage ist, dann muss ich auch nicht weiter auf sie zugehen. MIR gefällt der Status quo. Ich bin eigentlich Kompromissbereit. Aber wer nicht will…
        Für die Falscheinschätzung Ihrer Person bitte ich um Verzeihung.

      • Hallo Cristian, es ist alles richtig was Du sagst, auch wenn es machmal diverse Ansichten gibt. Aber bei Deinem Zitat:” D.h. wenn eine Person in der Kneipe ist und sagt, dass nicht geraucht werden soll, wegen den Gesundheitsschäden, dann ist es nicht mehr zulässig. Da dies aber, trotz dem Wunsch, in der Praxis nicht umsetzbar wäre, musste ein Gesetz her, das ja im Artikel 12 eindeutig ermöglicht wird.” Hier muß ich Dir Extrem wiedesprechen: wie ich Dir ja schon am Tish nach der Demonstration versucht habe zu erklären: Es gab ein Gesetzt und zwar die Inovationsklausel, die hat alles geregelt. Nur Ihr habt sie nicht Verstehen wollen!!! Ist ja auch ein wenig schwer zu verstehen, wenn ein Raucherlokal bessere Luftqualität hat wie ein Nichtraucherlokal. mehr sage ich nicht mehr dazu, denn Deine Kolegin Schopper hat das bei uns zwar verstanden, als ich mit Ihr in meinem Lokal eine Podiumsdiskussion htte, leider hat Sie alles aber am nächsten Tag wieder vergessen weil es nicht in Eure Überzeugung passt.

        Siehe http://www.karibic-beach.de/Crepes_Ebersberg/crepes_ebersberg.html und http://www.rauchernews.de/news/2008/07/24/tuv-studie-beweist-totales-rauchverbot-unsinnig/

        mfG
        Wenzel Cerveny

      • Jepp, ich habe mich auf die “klassische” Raucherkneipe bezogen. In dem hinter meinem Namen verlinkten Blog habe ich deinen “Beach” (Kneipe?) und auch die Messung-Seite verlinkt. Allerdings habe ich noch eine Frage: Gibt es das TÜV-Gutachten auch. Also wenn du mir da was per Mail zuschicken könntest wäre das Supoer. IIch melde mich auch noch mal per Mail.

      • pengertz

        @christian

        Es geht eben schon um die freie Wahlmöglichkeit! Unbenommen war es Nichtrauchern auch bisher schon, selbst rauchfreie Gastronomie zu betreiben. Die ganze Aggression wäre besser in die positive Umsetzung eigener Unternehmen transformiert worden.
        Selbst wenn man unterstellt, dass ein Fünkchen Wahrheit an der DKFZ “Studie” sein sollte (was ich angesichts der unwissenschaftlichen Herangehensweise stark bezweifle) kann man den Schutz der körperlichen Unversehrtheit nicht strikt anwenden. Dies wissen doch auch die “Grünen”, ansonsten hätte doch die Friedenspartei nicht die Bundeswehr in alle Welt schicken dürfen! Die Gefallenen und Verwundeten hatten auch Anspruch auf körperliche Unversehrtheit. In diesem Zusammenhang wäre es interessant wie sich die Antirauchereiferer verhalten, wenn ein verwundeter und schwer traumatisierter Soldat(in) in einer Kneipe trotz Rauchverbots raucht. Schickt man ihn dann in die Psychiatrie oder gar wieder zurück aufs Feld der Ehre?

        Des weiteren könnte man bei absolutem Vorrang der körperlichen Unversehrtheit ganze Berufsgruppen schützen aber auch liebgewonnene Angewohnheiten verbieten: Als Beispiele nenne ich nur Benutzung von Kraftfahrzeugen aller Art, Flugreisen, Grillen usw. Bei der Umsetzung der körperlichen Unversehrtheit in der Arbeitswelt, könnte man die Arbeitslosenstatistik gar nicht mehr so weit frisieren. Beispielhaft aufgeführt: Schichtarbeiter, Polizisten, Köche, Feuerwehrler, Soldaten, Bauarbeiter, Krankenschwestern, Altenpflegern u.v.a.m. All diesen Berufsgruppen kann man keine absolute körperliche Unversehrtheit garantieren – soll man die Berufsausübung verbieten?

        Auch das von den Grünen mit betriebene Lohndumping führt zu einem um Jahre früheren Ableben der Betroffenen – also fassen Sie sich an die eigene Nase, nicht nur wenn es Ihnen ins Konzept passt.

        Für mich ist der Gesundheitsschutz nur vorgeschoben. Natürlich sind freiwillige und brandschutzmäßige Rauchverbote weiterhin einzuhalten!

  16. Zwar möchte ich die Grünenvertreter nicht alle in einen Topf werfen. Christian Ulrich Sauter von den Erlanger Grünen, gehört so wie es bei Rauchernews rüberkommt auch nicht zu den radikalen Verfechtern des “Totalen Rauchverbotes”.

    Tatsache ist aber auch, daß die ÖDP ohne die Unterstützung der Grünen und der SPD beim Volksbegehren höchstwahrscheinlich gescheitert wäre. Die 20 % Raucherlokale, wie von Herrn Sauter vorgeschlagen, wären heute kein Thema mehr.

    Fazit: Mit dem Volksbegehren und dem Volksentscheid, sind Probleme gemacht worden, die es davor und nach der Korrektur des radikalen Rauchverbotes vom Schüttelschorsch nicht mehr gab.

  17. Blaudunst

    Nur einmal allerdings :-) Keine Ahnung, was ich falsch mache, manchmal kommt der Kommentar doppelt :(-

  18. Susanne

    Servus Blaudunst, ich fand die Demo auch schön, wichtig und interessant!! Bei so etwas war ich das erste Mal dabei! Aber, in Zukunft werd ich bei UNSERER Sache immer dabei sein! Sofern es meine Arbeitszeit und der Fahrtweg erlauben…;-) Aber, wo ein Wille, da ist auch ein Weg….!!!! Ich habe auch keinerlei böse Blicke entdeckt.. Nicht mal die Autofahrer (die ja wegen UNS kurzfristig nicht weiterfahren konnten/durften) haben negativ reagiert! Die Polizisten (ich hab ja im Spass zwischendurch gesagt:”Hoffentlich seit ihr Raucher und versteht DAS!) haben nur gegrinst…;-) Was will man mehr..???!! Ich, jedenfalls, freu mich schon auf das nächste Mal..!!!
    Und klar, kann man gewisse Sachen anders machen..Aber: BEATE hat das alles super gemeistert und gemacht! Respekt! Und das innerhalb kürzester Zeit!! Von dieser Seite (sollte sie hier mitlesen): DANKE BEATE!!! Ich schätz mal, du hast nen Meilenstein vorgelegt.. Für die Sachen, die noch folgen..!!

  19. Blaudunst

    Also ich fand die Demo trotz aller Widrigkeiten schön und sehr wichtig! Für eine “ruhige” Stadt wie Erlangen ist das sicher nichts alltägliches und die Leute am Rande haben schon sehr überascht und interessiert zugeschaut. Und “böse Blicke” habe ich sehr wenige gesehen. Mindestens in Erlangen wissen bestimmt viele, dass diese Demo stattgefunden hat, auch wenn unsere tolle Presse uns wieder mal beharlich ignoriert hat.
    Sicher könnte man nächstes mal aus der Erfahrung lernen und das eine oder andere anders machen. Die Menschen, die sich beteiligt haben, waren ja keine “Profi-Demonstranten” und ich bin mir sicher, viele haben das zum ersten mal in ihrem Leben gemacht.
    Aber die Demo war ein sehr wichtiger Anfang und ich war froh, dass sie stattgefunden hat und das ich dabei sein konnte.
    Für die vielen Wirte, die auch betroffen sind, aber nicht mehr den Mut haben, den Mund aufzumachen, um nicht noch mehr Ärger zu kriegen und für die vielen Raucher, die umgeknickt und leise vor irgendeiner Tür rauchen, hoffentlich ein Signal, dass es auch anders geht!
    Meckern ist nicht angesagt, sondern machen! Und Hiobs-Botschaften kriegen wir genug von allen Seiten, das brauchen wir nicht noch aus der eigenen Reihen!
    Das ist ungefähr, was ich denke…

  20. G-H-L

    So so. der Grünen-Politiker verspricht…. Was wurde uns nicht alles versprochen? Und was wurde gehalten?
    Im Übrigen werden die Rauchgegner eine Änderung des Gesundheitsschutzgesetzes überhaupt nicht zulassen. Sie werden einen solches Ansinnen sofort per Gerichtsentscheid zu verhindern versuchen.
    Daß die Demo am Montag durchgeführt wurde ist natürlich logisch, denn am Montag haben die meisten Kneipen in Erlangen Ruhetag.
    Auch wenn diese Demo in Erlangen erfolgreich war, solche Demos müssten in vielen anderen Bayerischen Städten wiederholt werden.

    • Schneeadler

      … und zwar zumindest einmal im Monat in allen größeren Städten zur selben Zeit!

      • Roodee

        Montagsdemo heißt Montagsdemo, weil sie Montags stattfindet. Montag ist jede Woche, nicht “zumindest einmal im Monat”!

        Roodee

      • schneeadler

        @ Roodee : Das ist/war mir schon klar. Das “einmal im Monat” bezieht sich auf den weitergehenden Vorschlag einer derartigen Veranstaltung GLEICHZEITIG in allen möglichen. größeren Städten. Bisher wird ja die Praxis forciert, jeden Montag in EINER größeren Stadt zusammenzukommen. Das ist sicherlich nach aktuellem Stand auch absolut sinnvoll. Aber um den Druck zu erhöhen sollte mittelfristig angestrebt werden, dass montags in vielen Orten gleichzeitig demonstriert wird. Um dahin zu kommen, erscheint mir übergangsweise sinnvoll, wenigstens einmal monatlich bereits einen gleichzeitigen, dezentralen Montag ins Auge zu fassen.

  21. Chopper

    Zitat aus dem Beitrag:
    ……….. Der Grünen-Politiker versprach, sich dafür einzusetzen, dass man sich bei den Grünen nicht weiter zum Büttel der Antiraucherlobby und der WHO machen wolle. Konkret versprach er, bei seiner Partei für den Vorschlag zu werben, sich für etwa 20 Prozent legale Raucherlokale einzusetzen……….
    Zitat ende:
    Ja Ja in Afrika ist Muttertag und die Erde ist eine Kugelrunde Scheibe.
    Kann mir einer einen “Plausiblen” Grund nennen diesen, von mir, zitierten Abschnitt zu Glauben???

    • Roodee

      Ja!

      Weil auch die Grünen keine homogene Masse sind! Weil auch diese Partei aus vielen Schattierungen besteht, wie jede andere auch.

      Ich möchte trotzdem zu bedenken geben, dass wir in einer Demokratie leben. Demokratie bedeutet, dass das Volk das Sagen hat. Darauf aufbauend möchte ich zu bedenken geben, dass das zwar schnell dahergesagt, aber nur sehr schwer umsetzbar ist. Deshalb haben sich ja Parteien gegründet, um einem Gedanken, einer Vision Kraft und Macht zu geben – damals. Heute scheinen die Parteien nur noch diesem Selbstzweck – Macht – verpflichtet, weshalb man sich wohl nicht mehr allzusehr auf deren Gönnen verlassen sollte.

      Back to the roots!

      Besinnen wir uns auf das, was damals nach Adolf H. für das Volk wichtig war – nämlich die Freiheit der Selbstbestimmung!

      Es scheint bei vielen schon wieder Gesetz zu sein, dass Parteien oder nur irgend welche Vertreter unser Leben und Handeln bestimmen. Wenn sie es dann nicht in unserem Sinne tun, gibt’s Geschrei. Selbstbestimmung heißt aber auch, dass man sich (wie der frigorist schon des Öfteren schrieb) auch mal selber in Bewegung setzt, um sich Gehör zu verschaffen und für seine Wünsche einzutreten (was er aber hier nun nicht tat). Wie auch immer – ein Vertreter ist ein Vertreter – wenn er gut ist und tut, was er soll, wird er bejubelt und bezahlt, wenn er das nicht tut, fehlt ihm beides. Deshalb wird sich ein Mensch, der Vertreter wird immer so orientieren, dass er beides bekommt. Wir sollten uns auf die eigenen Kräfte verlassen und in unserem Sinne handeln.

      Deshalb – alle Daumen oben. Es war eine gelungene Demo. Mehr war nicht zu erwarten, eher weniger. Also weiter so und nicht verzagen. Hier in Thüringen scheint sich auch einiges zu entspannen.

      Roodee

      • Servaxx

        Zitat: “Ich möchte trotzdem zu bedenken geben, daß wir in einer Demokratie leben. Demokratie bedeutet, daß das Volk das Sagen hat.” Irre ich mich, oder hat das Volk nicht schon gesprochen. Direkt und mit fast 2/3-Mehrheit!
        Nicht mit (vielleicht) 6000 Stimmen mit denen G. W. Bush einen Krieg mit hunderttausenden Toten angezettelt hat.

        Natürlich haben sich sehr viele nicht an der Wahl beteiligt. Viele, die gerne weiter in Gaststätten rauchen würden, sind zu Hause geblieben. Aber wahrscheinlich sind noch mehr, die NICHT rauchen, auch zu Hause geblieben. Hätten alle wählen müssen, wäre die 2/3-Mehrheit wahrscheinlich sogar überschritten worden.

      • Roodee

        Ja Mensch Servaxx, warum hast du das nicht eher geschrieben?

        Da hätten sich doch viele Leute gar nicht so einen Aufwand machen müssen, wenn sie das eher gewußt hätten, dass nun sämtliche Chancen vertan sind, weil das “Nichtraucherschutzgesetz” in Stein gemeißelt ist.

        Da wird es wohl für die Raucher zukünftig das Beste sein, sich das Rauchen abzugewöhnen oder halt mit dem Mobbing zu leben. Da wird es wohl das Beste sein, zukünftig die Hände in den Schoß zu legen und den Medien zu entnehmen, wie man sich zu verhalten hat.

        Jetzt, wo du es schreibst, fällt es mir auch auf, dass es ja viel einfacher ist, dem Mainstream hinterherzulaufen und in das gemeinsame große Horn zu blasen. Ich danke dir für die Aufklärung.

        Roodee

    • Christian Sauter

      Gibt es ein Video von dieser Veranstaltung?
      1. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich viel zur WHO gesagt hätte, geschweige denn das so zitierte.
      2. Ich habe noch viel mehr gesagt, das mit den 20% war dabei. Aber in einen riesen Kontext eingebettet. Am Ende habe ich das tatsächlich so verkürzt (auf die Nachfrage gesagt). Meine Komplette Meinung steht auf o.g. Webseite.

      • Christoph Suter

        Sehr geehrter Herr Sauter

        Ich hoffe, dass Sie an der Veranstaltung nichts Schlechtes über die WHO und die von ihr verbreiteten Unwahrheiten über den «bösen Passivrauch» verlauten liessen. Das ist nämlich sehr gefährlich und wird von der WHO umgehend mit einem Bannstrahl belegt. Bei uns in der Schweiz wurden schon einige Wissenschaftler und Politiker geteert und gefedert, nachdem Sie die Mär vom «tödlichen Passivrauch» entzaubert hatten. Denken Sie bitte immer daran, dass es weitaus weniger gefährlich ist, im Nordosten von Pakistan, in der Provinz Wasiristan, mit dem Fallschirm über einem Dorf abzuspringen, dort inmitten einer Gruppe von schwerbewaffneten Taliban zu landen und die verdutzten Krieger wie folgt zu begrüssen: «Shalom aleichem. Mein Name ist Cohen – Ytzhak Cohen. Ich bin vom Mossad und muss sie leider alle festnehmen.» ;-)

  22. Michael Auksutat

    Wenn ich eins nicht abkann dann ist es so eine Nölerei wie vom Frigoristen.
    Hätte, würde, wollte.
    Tatsächlich ist der Montag ein sehr ungünstiger Tag, tatsächlich kann man hier und da an der Organisation etwas verbessern, alles professioneller machen ect ect.
    Was dabei gedanklich unterschlagen bleibt:
    Hier arbeitet nicht das Berufsprotestlertum.
    Wenn die Maschinerie von Grünen, Gewerkschaften, Staat ect etwas anpackt dann läuft da natürlich eine gut geölte Maschine, kampfgestählt, erfahren.
    Wenn Menschen um ihre Existenz kämpfen und protestieren, und das vieleicht das erste mal in ihrem Leben dann rumpelt und pumpelt es wahrscheinlich an allen Ecken.
    Dies ändert aber nichts an der Ernsthaftigkeit des Anliegens.
    Fünfhundert Leute zusammenzubekommen ist der erste Schritt.
    Die Nächsten folgen sicher.
    Mannheim wäre nicht schlecht, in der Nähe wohne ich und würde gern bei der Organisation und der Logistik helfen.
    Weiter so!
    Gruß

  23. pengertz

    @frigorist
    Wie oft “drohst” Du denn in den verschiedensten Foren noch an, diese künftig zu verschonen? Dein Engagement in allen Ehren, allerdings ist Dein Geschwurbel auf Dauer ziemlich ermüdend.

    Zum “Erfolg” der Demo möchte ich bemerken, dass dieser m.E. durchaus ausbaufähig ist. Dass der Grüne zumindest auf Sachargumente einging ist erstaunlich, allerdings kann er sich auch darauf einlassen, da er damit nicht durchdringt. Imm Übrigen widerspricht eine Quotenregelung auch der Argumentation unserer Seite. Zudem kann sie auch politisch nicht umgesetzt werden – Stichwort: Verwaltungsvereinfachung!
    Im Übrigen könnten sich interessierte Nichtraucher mehr als ausreichend schützen, indem sie selbst Gastrobetriebe aufmachen – dies ist und war gesetzlich nicht untersagt!

  24. Frigorist

    Wie kann man von Seiten der Veranstalter nur so „ungeschickt“ und völlig naiv (jetzt hätte ich mich bald hinreissen lassen und „blöd“ geschrieben) sein und bei der Ankündigung der Demo nicht da schon zu erwähnen, „Die Demo findet auf alle Fälle wie vorgesehen statt!“?
    Es muss doch schon schön langsam auch dem letzten Zweifler bekannt sein, mit welchen falschen und hinterfotzigen Aktionen die Antis arbeiten.
    Und wer eben damit nicht rechnet, ist nicht nur als Mitleid erregend naiv anzusehen.

    Ich selbst konnte aus beruflichen Gründen nicht zugegen sein, worüber ich nachträglich direkt froh bin, denn ich hätte mich über diese Vorkommnisse grün und blau geärgert, wenn ich da auch dafür noch meine Energie eingesetzt hätte.
    Ausserdem ist ein Montag für das arbeitende Volk eben ein ungünstiger Tag, noch dazu wenn sie eine weite Anfahrt in Kauf nehmen müssen.
    Ein Samstag wäre lt. meiner Meinung bedeutend günstiger, da das „Fussvolk“ (die Gäste der Wirte) an diesem Tag bedeutend besser abkömmlich sind.
    Aber dazu müssen die Wirte für diesen Zeitraum ja ihre Kneipen vorübergehend schliessen und einige Stunden auf Umsatz verzichten, das ist dann natürlich schon wieder zuviel verlangt.

    Aber der Gästeschwund und die Verringerung der Verweildauer der noch verbliebenen Gäste ist das Problem der Wirte und nicht das Meinige.
    Wie ich von einem Teilnehmer an der Demo glaubhaft in Erfahrung brachte waren es nicht 250 Anwesende, sondern seiner Schätzung lediglich NUR 150 bis maximal 200 und warum man da von einem Erfolg reden kann, ist mir vollkommen unerklärlich.

    Für mich war diese Demo ein Maßstab mir ein Bild zu machen, was mit dem Thema Rauchverbot dahinter steckt.
    Die (angebliche) Sabotage der Antis sehe ich mehr als eine Ausrede und als eine Beschönigung der Pleite dieser Veranstaltung.
    Aber man macht sich selbst lieber etwas vor und allem Anschein nach auch den anderen Leuten, welchen an einem grossen Erfolg der Aktion sehr viel gelegen war.
    Bei einer Einwohnerzahl Erlangens von ca 130 000 und wie man mir sagte ca 120 Gastronomiebetriebe, hätte ich schon mit einem „anderen“ Erfolg gerechnet.
    Bavaria München lässt grüssen!

    Und dass man einen „Grünen“ zu Wort kommen lässt, wobei man weiss, dass die Grünen ohne Ausnahme ALLE für ein absolutes Rauchverbot eintreten, lässt mich an einem gesunden Menschenverstand so mancher Leute zweifeln.
    Oder glaubt Ihr tatsächlich, dass dem sein Bla …. Bla als ernst zu nehmende Sache gesehen werden kann?
    Wenn diese „grüne“ Person von einem „Kompromiss“ spricht, wie hier in diesem Artikel zu lesen ist und diesen seinen vorgebrachten Vorschlag gegenüber seinen Parteifunktionären äussert, wird er doch augenblicklich von der Partei ausgeschlossen.
    Der muss sich doch totlachen wenn er den Eindruck gewonnen hatte, dass er von den Anwesenden und deren Naivität, mit seinen Aussagen seiner erbärmlichen Sprüche zufolge für „voll“ genommen wurde.

    Man kann selbstverständlich meine Sätze als Enttäuschung sehen und mein Benehmen mit diesen Zeilen geäussert, als Frust bezeichnen.
    Denn wer sich mit dem Minimalisten zufrieden gibt und dies auch noch als Erfolg hoch stilisiert, der hat demnach das maximal Machbare voll aus den Augen verloren.

    Und somit verschone ich Euch in Zukunft mit meiner Kritik und belästige Euch hier auch nicht mehr mit meinen Kommentaren.

    • @Frigorist, ich habe die Leute am Schloßplatz gezählt und ich habe 250 gezählt. Reporter der “Bild” haben 500 gezählt. Ansonsten hat du mit deiner Kritik zwar teilweise recht, allerdings ist es sicher leichter aus der Ferne zu kritisieren als selbst so etwas durch zu ziehen.

      Ich hätte mir auch mehr Leute gewünscht, aber wenn man bedenkt dass bei Frankenbergers groß angekündigten “Flashmob” nicht mal 50 Leute da waren (und der war in München bei schönem Wetter am Wochenende!) ist es in meinen Augen für die erste Veranstaltung dieser Art durchaus gut.

      Wichtig ist, dass es weiter geht. Auch wenn die lokale Presse, die über jede Änderung der Frisur von Frankenberger einen einseitigen Artikel bringt, nichts geschrieben hat, auf Antenne Bayern und anderen Radiosendern wurde über die Demonstration berichtet.

      Dass die Boshaftigkeit militanter Antiraucher immer noch unterschätzt wird, kann ich allerdings auch nicht nachvollziehen. Allerdings können sich halt die wenigsten Menschen vorstellen, welcher Hass in diesen Antirauchern schwelt und auch zum Ausbruch kommt.

      Ob ein sich Zurückziehen und granteln der Sache dienlich ist, bezweifle ich allerdings.

    • Albamu

      Hallo Frigorist,
      Deinen (abschließenden) Kommentar konnte ich weder mit “gut” oder “schlecht” bewerten. Wenn Du Dich nun zurückziehen würdest, würde ich das jedoch bedauern. Du bist mir als einer der fundiertesten Kommentatoren bisher aufgefallen.
      Nach dem ersten (Demo-)Schritt solltest Du die Flinte nicht ins Korn werfen. Es können doch weitere Schritte folgen.
      Dass sich Deine Kritik auch gegen die eigenen Reihen richtet, ist verständlich, muss aber nicht zu Deinem Rückzug führen.

    • Susanne

      “Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.”

      Marcus Tullius Cicero

      Mag für dich kein Trost sein, aber damals, als es die Mauer noch gab, hat es auch an einem Montag mit wenigen Leuten angefangen!!! Und dann…??!! Also, wie Werner schon geschrieben hat: ein Zurückziehen und granteln hilft UNSERER Sache überhaupt nichts…!!! Nix für ungut…;-)

  25. Roodee

    Auch von mir ein großes Kompliment!
    Der erste Schritt ist getan, jetzt muß Beharrlichkeit an der Sache und das Gewinnen einer immer stärker wachsenden “Rauchergemeinde” das Ziel sein.

    Roodee

  26. Christoph Suter

    Ein grosses Kompliment aus Basel für Eure erfolgreiche Demo. Weiter so!

    Basel wurde übrigens von den Römern gegründet. Asterix und Obelix wohnen aber immer noch in diesem Stadtstaat :-)

    http://bazonline.ch/basel/stadt/Viel-Rauch-wenig-Verbot/story/30058658

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