Netzwerk Rauchen schreibt offenen Brief an das DKFZ

Ob ein offener Brief beim DKFZ etwas bewirkt?

Das Netzwerk Rauchen hat einen offenen Brief an das DKFZ, der deutschen Heimat der Tabakkontrolle, geschrieben. Das Netzwerk Rauchen sieht seinen Zweck darin, “durch geeignete Maßnahmen darüber zu wachen, dass grundlegende Werte wie das Recht auf Menschenwürde, auf die Selbstbestimmung des eigenen Lebensstils und die Handlungsfreiheit nicht fragwürdigen politischen, insbesondere gesundheitspolitischen Zielen und Methoden geopfert werden”.

In diesem offenen Brief wird die Vorgehensweise des DKFZ unter anderem im Bezug auf dessen Öffentlichkeitsarbeit kritisiert. Der Vorwurf an das DKFZ ist hierbei unter anderem, dass bewußt eine Spaltung der Menschen in Raucher und Nichtraucher vorgenommen wird, die teilweise schon in Gewalttätigkeiten eskalierte.

Als Beispiel wird der Tischlermeister und militante österreichische Antiraucher Dietmar Erlacher angeführt, der nach eigenem Bekunden an Blasenkrebs leidet. Erlacher schiebt seine Erkrankung auf Passivrauch zurück und nach dem Grund gefragt, meinte er, er wisse es einfach, man brauche nur die Warnungen des DKFZ zu lesen und verwies auf einige Internetseiten. Er sei manchmal im Büro und mittags in der Gaststätte mit Rauchern beisammen und Passivrauch ausgesetzt gewesen. Welche schwerwiegenden Folgen dies habe, könne man überall nachlesen.

Wortlich schreibt das Netzwerk Rauchen in seinem offenen Brief: “Ihrer Agitation ist es zu verdanken, das Raucher als asoziale, gefährliche Rand-Individuen betrachtet werden. Ungestraft dürfen Nichtraucherorganisationen in den Medien Raucher als „Mörder“ bezeichnen und werden dann noch als „Sachverständige“ in die Gesundheitsausschüsse der Länder eingeladen. Sie, Damen und Herren des DKFZ, wissen, welchen Arbeitsstoffen ein Tischler Tag für Tag vom 15. bis zum 65. Lebensjahr ausgesetzt ist (Holzstäuben, Klebern, Beizen, Lacken, Formaldehyd) – Herr Erlacher scheinbar nicht und Ihre Aufgabe wäre hier, objektiv zu informieren.”

Im Bezug auf die Passivrauchlüge schreibt das Netzwerk: “Ihre Strategie ist jedoch die der WHO, deren Mitarbeiter aber im Gegensatz zu Ihnen offen zugeben, dass ihre Veröffentlichungen nicht immer auf nachvollziehbarer Datenbasis entstehen, untersucht und veröffentlicht in The Lancet.

Deutlich wird das, schaut man sich Ihre Arbeiten zur „Passivrauchgefahr“ genauer an – sie sind ebenso wenig nachvollziehbar. Sie arbeiten mit Fehlinformation und Verunsicherung, Studien, die Sie zitieren, sind teilweise nicht auffindbar und Sie berufen sich auf Wissenschaftler, deren seriöses Arbeiten man anzweifeln muss.”

Der Brief schließt mit den Worten: “Es ist daher an der Zeit, sollten Sie sich nicht zu einer Umkehr zu seriöser Wissenschaft entscheiden, dass die Gremien des DKFZ und Bundesregierung Sie zur Ordnung rufen und zur sachlichen Forschung ebenso wie der nüchternen Präsentation Ihrer Forschungsergebnisse anhalten.”


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3 Kommentare

  1. B.S.

    So ein Brief ist notwendig und es ist hoffentlich nur der erste.

    Deutlich wird das, schaut man sich Ihre Arbeiten zur „Passivrauchgefahr“ genauer an – sie sind ebenso wenig nachvollziehbar. Sie arbeiten mit Fehlinformation und Verunsicherung, Studien, die Sie zitieren, sind teilweise nicht auffindbar und Sie berufen sich auf Wissenschaftler, deren seriöses Arbeiten man anzweifeln muss.”

    Der Brief schließt mit den Worten: “Es ist daher an der Zeit, sollten Sie sich nicht zu einer Umkehr zu seriöser Wissenschaft entscheiden, dass die Gremien des DKFZ und Bundesregierung Sie zur Ordnung rufen und zur sachlichen Forschung ebenso wie der nüchternen Präsentation Ihrer Forschungsergebnisse anhalten.”

    Um glaubhafte Forschungsergebnisse zu erhalten, sollte man als ersten Schritt die Finanzierung von Studien von diversen Antirauchergruppen strikt ablehnen. Man hat das ja auch mit der Tabakindustrie gemacht und damit den Antirauchern freien Lauf gegeben. Was dabei herrausgekommen ist, sehen wir.

    Ungestraft dürfen Nichtraucherorganisationen in den Medien Raucher als „Mörder“ bezeichnen…

  2. Nansy

    So ein Brief ist richtig, wenn es darum geht, von der Öffentlichkeit auch weiterhin wahrgenommen zu werden.
    Andererseits lachen die sich im DKFZ wahrscheinlich einen Ast, wenn sie das lesen. Denn diese Leute sind nicht mit vernünftigen Argumenten zu beeindrucken. Wahrscheinlich sind sie sogar stolz auf den Erfolg ihrer Halbwahrheiten, Lügen und Manipulationen.

    • Hans Tegel

      Ich halte diesen Brief für sinnvoll. Genauso gilt es auch für Interessensgruppen, Foren und Petitionen. Nicht umsonst wird so manch spätere Erkenntnis mit folgenden einleitenden Satz formuliert: …….schon lange haben Interessensgruppen auf diesen Missstand aufmerksam gemacht.
      Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch solche Organisationen wie WHO oder DKFZ ins Visier der Aufklärung kommen.

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