Die Spielregeln

Der Geber gibt jedem Spieler fünf Karten, und zwar in drei Runden. In der ersten Runde gibt er jedem Spieler eine Karte mit dem Bild nach oben. Sobald alle Spieler ihre erste Karte in der Hand haben, ist damit auch die Trumpffarbe bestimmt, und zwar durch die niedrigste in dieser ersten Geberrunde ausgeteilten Karten, gemäß oben angegebener Rangfolge. Falls zwei oder mehr Karten des gleichen Ranges vorhanden sind, so gilt die Farbe jener Karte als Trumpf, welche als erste ausgeteilt wurde.
Allerdings geht das Austeilen der ersten Runde nicht in einem Zuge vor sich. Der Geber gibt nämlich nur seinem linken Nachbar (Vorhand) und dem darauffolgendem Spieler eine Karte, beide mit dem Bild nach oben, und wartet dann. Die Vorhand hat nun das Recht, eine Steigerung des Spielrundenwertes um drei Punkte anzusagen, so dass sich damit der Wert der Spielrunde auf sieben Punkte erhöht. Er darf mit seinem Partner laut darüber diskutieren, ob er steigern soll oder nicht. Tut er es, so hat der Spieler der außer ihm als einziger auch noch eine Karte bekommen hat, drei Möglichkeiten, zu denen er sich, ebenfalls nach Diskussion mit seinem Partner entscheiden muß. Er kann für sich und seine Partei die Steigerungsansage akzeptieren. Damit beträgt der Spielwert nun sieben Punkte; oder: er kann für sich und seine Seite die Steigerung ablehnen und damit die Runde aufgeben. In diesem zweiten Fall hat die Partei der Vorhand die Spielrunde mit vier Punkten gewonnen, die Karten werden wieder zusammengeworfen, gemischt und der Vorhandspieler ist der nächste Teiler.
Die dritte Möglichkeit des Gegenspielers ist es, nicht nur die Steigerung zu akzeptieren, sondern seinerseits eine weitere Steigerung um drei Punkte anzusagen, womit der Wert der Spielrunde auf zehn Punkte geht. Nun ist er der Vorhandspieler, für sich und seine Partei zu sagen, ob er diese Steigerung annimmt, oder ob er ablehnt oder seinerseits nochmals erhöht. Nimmt er an, beträgt der Wert der Spielrunde nun zehn Punkte. Lehnt er ab, so gewinnt die Partei des Gegners die Spielrunde mit sieben Punkte. Die Karten werden wieder eingesammelt und der nächste Spieler ist der neue Teiler. Wen der Vorhandspieler keine Steigerung ansagt, verbleibt der Wert der Spielrunde auf vier Punkten und der Gegenspieler kann seinerseits eine Steigerung um drei Punkte ansagen oder auch nicht. Wenn er es tut, muß der Vorhandspieler, so wie vorher beschrieben, für sich und seine Seite sagen, ob er akzeptiert oder ablehnt. Im Ablehnungsfall gewinnt die Partei des Kartengebers die Runde mit vier Punkten und es kommt zum neuerlichen Teilen für die nächste Runde. Vorausgesetzt das keine Steigerungsansage abgelehnt wurde (aber auch keine mehr gemacht wurde), setzt der Teiler das Kartengeben fort; bei mehr als zwei Spielern hat er hierbei zunächst die erste Runde des Kartengebens zu vervollständigen. Hierbei gibt er neuerlich mit dem Bild nach oben je eine Karte an die beiden nächsten Spieler und wartet wieder. Jeder dieser beiden Spieler hat nun der Reihe nach das recht, eine Steigerung des Spielrundenwertes um drei Punkte anzusagen; neuerlich muß der jeweils andere, sobald eine Ansage gemacht wird, diese anzunehmen oder ablehnen und aufgeben.. Wenn eine Seite aufgibt, schreibt die andere Seite den Spielrundenwert als Gewinnpunkte für sich gut, und zwar in jener Höhe, wie vor dem abgelehnten Vorschlag bestand. In dieser Weise setzt nun der Kartengeber fort und gibt immer zwei Spielern je eine Karte offen und unterbricht dann, um zu hören, ob irgendwelche Ansagen für die laufende Spielrunde gemacht werden. Dies geht so lange weiter, bis entweder eine Seite aufgibt oder alle Spieler je eine Karte der ersten Runde erhalten haben.
Nach dieser ersten Runde des Kartengebens wissen alle Spieler welche Farbe Trumpf ist. Nun führt der Kartengeber die zweite und dritte Runde des Kartengebens durch, bei welchen jeder Spieler zwei Karten "verdeckt" erhält. Sobald der Geber je zwei Karten an den Vorhandspieler und seinen Nachbarn ausgeteilt hat, unterbricht er wieder. Jeder der beiden Spieler betrachtet nun die ihm zugeteilten zwei Karten und hat das Recht, eine weitere Steigerung des Spielwertes für diese Runde um drei Punkte anzusagen, und andererseits die Verpflichtung, eine derartige Ansage des Gegners entweder anzunehmen, abzulehnen oder selbst zu steigern. Bei vier Spielern darf jeder Spieler seine Karten seinem Partner zeigen und laut mit ihm darüber diskutieren, ob einerseits eine Ansage zu machen sei oder nicht, und andererseits, ob eine Steigerung des Gegners angenommen oder abgelehnt werden soll. Sind sechs oder acht Spieler vorhanden, so bestimmt jede Mannschaft für sich einen Führer, und jener Spieler, der gerade Karten erhalten hat, darf seine Karten diesem Führer zur Einsicht überlassen und kann dann von ihm Ratschläge über eigene Ansagen bzw. Reaktionen auf Vorschläge des Gegners erhalten.
Die Gewinnpunkte der beiden Seiten werden von Spielrunde zu Spielrunde addiert, Falls während des Kartengebens der Wert einer Spielrunde auf eine solche Höhe ansteigt, dass damit der Gesamtgewinn der Partie für eine Seite gesichert wäre, sollte ein Mitglied jener Mannschaft, die dem Sieg nahe ist, dies laut verkünden; in diesem Fall darf von keiner Seite mehr eine Ansage gemacht werden. Hierbei ist besonders jener Fall zu beachten, in welchem eine der beiden Parteien schon mit dem Basiswert einer Spielrunde von vier Punkten die Gesamtzahl der Gewinnpunkte einer Partie erreicht würde. Wenn jemand aus der Partei mit der niedrigeren Punkteanzahl bemerkt, dass seine Gegner mit dem vorliegendem

von Jürgen Ludwig

 

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