Fundstück der Woche

Auf der Homepage von Erhard Arendt findet sich ein Bild von dem Rentner, der schon in mehrfach verurteilter Art und Weise dem Ruf der Stadt Dortmund, eine Neonazihochburg zu sein, alle Ehre macht. Erhard Arendt hat dieses Bild selbst veröffentlicht, tagelang sogar mit stolzer Präsentation aller dort gezeigter Nazisymbole, die er erst später, wohl in Folge dieses Artikels, entfernt hat. Das Original findet sich auf (Triggerwarnung!) dieser Internetseite, zu der ich, wie schon in allen Versionen dieses Artikels, nur einen Link setze, da das Bild nationalsozialistische Symbole aufweist.

Erhard Arendt verharmlost die Taten des norwegischen Mörders Anders Breivik, indem er Breivik mit meinem Kopf zeichnet und somit behauptet, Anders Breivik sei im Grunde nur ein Schauspieler wie ich. Erhard Arendt beleidigt zudem den Propheten Mohammed. Er hat nicht nur den Prophet gezeichnet, was ja bekanntlich allein schon eine Beleidigung im Islam ist, er hat Mohammed auch noch das Aussehen von mir gegeben. Erhard Arendt behauptet somit, dass Mohammed, wenn er heute leben würde, auf der Seite Israels wäre. Das finde ich ja an sich eine recht pro-israelische Haltung, aber ich fürchte, im innerislamischen Diskurs wird er damit nicht auf eine mehrheitliche Begeisterung stoßen.

Erhard Arendt ist ein Mann, der in seinem Hass alle Kohärenz fahren lässt wie einen stinkenden braunen Furz. Er hasst und lügt. Er stilisiert sich zum Opfer von Menschen wie mir, genauso wie sich die Nazis permanent als Opfer gefühlt haben. Im Resultat seiner Opfermentalität fordert er die Einkerkerung und das Schreibverbot seiner Feinde, ebenso wie es die Nazis gefordert haben. Erhard Arendt konstruiert Zusammenhänge zwischen mir und Taten der Weltgeschichte, ganz so, als würde ich mich manchmal nachts heimlich mit meinem in seinen Worten angeblich “geistigen Vater und Mitstreiter” Henryk M. Broder auf einem Friedhof treffen, um aus gestohlen Leichenteilen das nächste Monster Frankenstein-Breivik zu basteln. In uns sieht er die deutsche Spitze der Weltverschwörung. Zudem spricht er allen Deutschen, die nicht seine Ideologie teilen das Deutschsein ab. Wahre Deutsche müssen seine Ideologie teilen. Alle anderen sind in seinen Worten “Anti-Deutsche”, also Volkszersetzer. Erhard Arendt ist ein klassischer Antisemit, Judenhasser und Neo-Nazi.

Und es fühlt sich gut an, von ihm gehasst zu werden!

Nun kann man natürlich sagen, dass der Vergleich Erhardt Arendts mit Nazis auch eine Verharmlosung ist, aber wenn man sich mal ganz genau anschaut, wie die Nazis drauf waren, so wird man sehen, dass unter den Nazis viele “gewöhnliche” Deutsche mit einer ganz banalen Alltagsbosartigkeit waren. Mohammed war ein General, Fundamentalist und Feldherr. Breivik war ein durchgedrehter Bombenbastler, Rassist und Waffennarr. Erhard Arendt jedoch ist nur ein einfacher Rentner aus Dortmund, so wie es viele Nazis waren. Allein sind diese Männer harmlos. Erst in der Masse, wenn ihre Ideologie zu Staatsdoktrin erhoben wird, mit der Macht der Bürokratie im Rücken, werden diese Männer gefährlich. Sie basteln selbst keine Bomben. Sie töten persönlich keine Menschen. Sie lassen bauen und lassen morden. Erhard Arendt aber hat keinen Staat in seinem Hassrücken. Seine Haltung findet in Deutschland keine Regierung. Daher habe ich keine Angst vor ihm.

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11 Antworten zu Fundstück der Woche

  1. lonestar schreibt:

    Lieber Herr Buurman,
    ich lese Ihren Blog seit langem und mit immer gleicher Begeisterung. Als ich die Hassmails gelesen habe, dachte ich zuerst das müssen Sie selbst geschrieben haben, so viel Dummheit, Ignoranz und unbegründeten Hass (soweit solcher jemals begründet sein kann) kann es doch in unserem angeblich so aufgeklärten antirassistischen, antifaschistischen Land gar nicht geben. Nun, man lernt nie aus. Allein ein Blick auf die Seite des Herrn Arendt offenbart einen geistig nicht ganz im Jetzt befindlichen Menschen, einen dummen Hetzer mit einem IQ in Höhe einer Fahrradspeiche. Muss man sich intellektuell mit dieser Person überhaupt auseinandersetzen? Das Problem ist, er wird es nicht verstehen. Bei solchen Leuten hilft entweder die scharfe Waffe des öffentlichen Rechts (allein in der Kopfzeile habe ich schon mindestens drei Straftatsbestände gesehen) oder man besucht den Herrn Ahrendt und redet einmal mit ihm…. Aber wollen Sie solchem charakterlichen und geistigen Brechdurchfall wirklich an sich heran lassen und eine Plattform bieten? Der Typ spielt nicht in Ihrer Liga, werter Herrn Buurmann. Und wenn Sie mal wieder zusammen mit Herrn Broder Leichenteile ausgraben, dann basteln Sie einen Schäferhund, der den Typen in den Arsch beisst. Das wird ihn treffen, denn dort konzentriert sich seine gesamte Persönlichkeit. Und auch wenn wir uns nicht kennen, für Sie werde ich jederzeit Gesicht zeigen. Beste Grüße Lonestar

  2. MEMO schreibt:

    Also ich mag diesen Arendt. Gäbe es ihn nicht, man müsste ihn erfinden, diesen einfachen Rentner aus Dortmund. Er übernimmt eine sehr wichtige Aufgabe, indem er sich und damit seine Brüder im Geiste vorführt und bloßstellt.

    • Aristobulus schreibt:

      Eben!, deswegen (oder trotzdem?, oder mithin?, welche Verknüpfung wäre zu wählen?) existiert ja weithin das fast bestätigte Gerücht, dieser Hetzerpenner sei vom Mossad ausgewählt, gepäppelt und angestiftet worden, um den Israelis und Juden eine Lachnummer und um den Israel- und Judenhassern ein lahmes Bein zu sein…

      Chapeau!, das hat der Mossad gut gemacht, das Ergebnis überzeugt auf der ganzen Linie.

  3. anti3anti schreibt:

    EA weiß, dass steter Tropfen den Stein aushöhlt, wobei bei Antisemiten keine Notwendigkeit hierzu besteht. Gefährlich sind intelligente Hassprediger, Idioten sollten wir hegen, um Antisemiten den IQ, dem sie folgen, vor Augen zu führen.
    Wenn AH den IQ von EA gehabt hätte …

  4. Elisabeth BG schreibt:

    Wir dürfe es uns nicht so einfach machen, einen EA als dummen Rentner abzutun. Natürlich ist der “intelligente Antisemitismus” gafährlich, weil oft sehr undurchschubar und subti. Nicht jeder spracht seine Abneigung gegen Juden so offenb aus wie Luther…und, hat es ihm geschadet? Nein. Aber der Juden. EA kann sich zu genauso einem Schandfleck entwickeln wie die klagende Mauer von Köln. Und dann???????? Nein MEMO, nichts ist an EA liebenswert. Er ist eine tickende Bombe. Und findet sicher schnell Nachahmer

  5. Roger schreibt:

    Ich habe länger überlegt, ob es richtig ist, Eddy the Artist als Nazi bzw. als SSler darzustellen.
    Ich bin zu dem traurigen Schluss gekommen, dass es leider sehr richtig ist. Abgesehen von seinen legasthenischen Texten, von seinen ungekonnten Collagen und seinen absolut unterirdischen HTML-Kenntnissen ist er ein Nazi wie er im Buche steht. Zwar behauptet er immer das Gegenteil, weil er ja auf der ‘guten’ Seite, auf der Seite von Ausländern kämpft, aber sein Verhalten zeigt eineindeutig seine Gesinnung.
    Warum geht sein Kampf nur gegen Israel und die Juden? Warum greift er seine Kritiker an, indem er ihnen Massenmordabsichten unterstellt, sie bloßstellt als “Zionistischer Hanswurst”, ihnen Zielkreuze auf die Stirn malt? Warum schreibt er nicht mal einen Artikel, von den Schwulen die in Gaza am Strand verbrannt werden? Warum erwähnt er nicht das Leid der Frauen in ‘Palästina’?
    Wenn E.A. tatsächlich friedliche Absichten mit seinem ‘Portal’ erreichen wollte, würde er anders vorgehen. Aber einseitigen Hass schüren, eine Partei in einem Konflikt als die Ausgeburt der Hölle darzustellen kann keinen Frieden fördern. Die unterschwellige Billigung der Gewaltherrschaft in den palästinensischen Autonomiegebieten macht Arendt zum Mittäter. (Die hinterhältigste Lüge ist die Auslassung.)
    Für Arendt ist nur der Jude ein guter Jude, der sich vom Judensein distanziert. Erst nachdem man Abbitte vor Arendts Tribunal geleistet hat, sich deutlich von Israel distanziert hat und den Palästinensern die Füße küsst, darf man sich in Arendts Augen als ‘guter Jud’ bezeichnen.

    Alle diese Gründe sprechen für mich dafür, Arend als Nazi zu bezeichnen, spreche für mich dafür, dass das Bild welches oben verlinkt ist der Realität entspricht. (Eddy wird es sich wohl ausdrucken und im Goldrahmen direkt neben sein Adolf Eichmann Bild hängen.)

    • Aristobulus schreibt:

      Roger, besten Dank, Du legst den Finger mitten drauf auf’s schwärende Ding.

      Noch eine Anmerkung zum Foto als SS-Typ: Daran stimmt freilich der Dienstgrad nicht. Was ist die Uniform, ein Gruppenführer? Der original-Hetzerpenner ist aber als Menschentyp niemals ein Offizier, undenkbar!, der ist ein Handlanger, ein Laufbursche, also ein einfaches Graben- und Rübenschwein (jargon de la Grande Guerre, pardon), das in die Jahre gekommen ist, nix geleistet hat und den Offizieren bloß durch Schwachköpfigkeit auffiel. Darf er also nun in der Propagandaabteilung (weil’s mit den Gräben und den Panzern usf. nicht mehr so gut läuft, denn Rücken, Knie und Hirn machen nicht mehr mit) den Abschreiber machen.

      Wer sich diese Vogelscheuche wohl ausgedacht hat? Derlei Rollen werden ja ‘gemacht’.

  6. Fred schreibt:

    Was für ein erbärmlicher, jämmerlicher alter Sack…mehr fällt mir dazu wirklich nicht ein.

    Vielen Dank Herr Buurman, ehrliche Stimmen wie Sie müsste es mehr geben!

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