25.06.2013

Kunst befürwortet Rehabilitation


Am Sonntag wurde die Ausstellung "Die Farbe WEISS - es war ein regnerischer Sommer 1631" eröffnet.

Die Gäste der Vernissage erlebten eine Performance, die, so Kommentare der Besucher, unter die Haut ging und ergriffen machte. Ein roter Vorhang als sinnbildliche Trennung zwischen damals und heute. Dahinter ein klanggewaltiger Gong, der die Inszenierung begleitete.




Es geht dieses Mal um weit mehr als nur um die Kunst. 


Über viele Monate hinweg habe ich mich intensiv mit den Hexenurteilen in meiner Heimatstadt Hüfingen auseinander gesetzt, mit dem Ziel dies zu einem guten Ende zu bringen. Die sieben Frauen, und der ein Jahr später gerichtete Notar, sind bis heute im Sinne der Anklage und Verurteilung noch immer schuldig. So wünsche ich mir für diese Hüfinger Bürger zumindest die öffentliche moralische Rehabilitation. Es ist auch eine Frage der Ehre, diese sollten wir spätestens jetzt wiederherstellen. Im KUNST!Punkt wie auch in der Kirche St. Verena liegen hierzu Unterschriftenlisten aus, um dies zu befürworten. Setzen Sie ein Zeichen!
In der Stadtkirche St. Verena sind die Bilder Heilung I und Heilung II zu finden. Suchen Sie dort, wo Sie Heilung vermuten.

Vielen Dank an Herrn Bürgermeister Anton Knapp für die stimmige Einführung. Ein weiteres Dankeschön geht an Herrn Pfarrer Grimm, er war gleich damit einverstanden, meinen Wunsch in der Kirche öffentlich auszulegen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch und viele interessante Diskussionen
Karin Seitz

Die Ausstellung ist bis zum 21.07.2013 wie folgt geöffnet:
Do/Fr 10-12 u. 14.30-18 Uhr | Sa/So. 14-17 Uhr


09.06.2013

Die Farbe WEISS - es war ein regnerischer Sommer 1631 | 23.06.-21.07.2013

"Wir schreiben das Jahr 1631 und blicken zu den wohl dunkelsten Tagen der Hüfinger Geschichte. Eine gut eingefädelte Intrige kostet 7 unschuldigen Frauen innerhalb weniger Tage das Leben. Diese wurden der Hexerei bezichtigt, verurteilt und ....."

Um die 30 Kunstwerke zoomen auf diese Zeit, stellen Fragen und wollen Denk- anstöße geben. Es ist nicht das Äußere das ich zum Thema abbilden will, es ist das Innere - Fragen, Gedanken, Verständnis, Unverständnis, Emotionen, Details ......
Warum ich ausgerechnet dieses geschicht- liche Ereignis erarbeitet habe, werden Sie an der Vernissage erfahren. Seien Sie gespannt.



Ich lade Sie recht herzlich zur Vernissage am Sonntag, den 23.06.2013 um 14.00 Uhr ein.

Einführende Worte spricht Herr Bürgermeister Anton Knapp.

17.05.2013

Kulturnacht Hüfingen

Die diesjährige Kulturnacht in Hüfingen findet am 08.06.2013 statt. An der letzten Kulturnacht durften sich die Besucher im KUNST!Punkt auf einem 10 m langen Banner künstlerisch verewigen. Um die 90 Besucher, Jung und Alt, haben dieses Angebot gerne angenommen.


Dieses Jahr sind Sie recht herzlich eingeladen, Kalavati Y. Rieger, Porträt- malerin aus Mundelfingen, über die Schulter zu schauen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich von ihr porträtieren zu lassen. Ein schönes Andenken oder ein Geschenk für Ihre Lieben. 
Wir freuen uns, Sie ab 18.00 Uhr begrüßen zu dürfen.

24.04.2013

Kurz notiert

"Jägerlatein - Der blaue Brief" 
Meine Interpretation zum Presseartikel vom Südkurier 09.03.2013:
"Im Jägerstreit klatschen Ohrfeigen"
Abbildung HIER

Workshop Land ART & Natur-Kunst
Die neuen Termine stehen fest, mehr dazu: HIER

Aktuell sind auch wieder Atelier-Plätze frei !

20.03.2013

Thomas Gatzemeier


Es freut mich sehr, Ihnen nun auch hochwertige Kunstdrucke von Thomas Gatzemeier anbieten zu können.
(limitierte Auflage, signiert)




16.03.2013

Zeitungsabrisse, Symbole und Grenzen

Mehrschichtig und vielschichtig sind die Werke von Priska Leutenegger und Alexander Ruppert. Beide thematisieren gesellschaftskritisches, sowie mit Tabu belegte Grenzgebiete. Sie stehen jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger da, sondern fordern auf darüber nach- zudenken. Durch Schichtungen und Aufbauten schaffen Sie Raum. Natürlich kann Raum auch perspektivisch darge- stellt werden. Aber lenkt uns dieser nicht nur in die Tiefe einer Illusion? Unser Auge bewegt sich, ohne die Zweidimensionalität zu verlassen, nur auf der Oberfläche.

Priska Leutenegger und Alexander Ruppert bleiben nicht an dieser Oberfläche. Sie wollen nicht mit Illusionswelten verführen, sondern Sie vermögen es, eine ganz andere Tiefe wahrnehmen zu lassen - einen Raum zu öffnen und zu betreten.

Am 07.04.2013 hören wir von Kalavati Y. Rieger aus Mundelfingen eine musikalische Interpretation. Sie wird an diesem Nachmittag die Ausstellung auf ihrer Harfe untermalen. Priska Leutenegger wird auch anwesend sein.


Die Meinung der Presse: Provokation dient dem Nachdenken - Meinungsbilder und Hexen

25.02.2013

MeinungsBILDner | 10.03-14.04.2013

Sie und Ihre Freunde sind recht herzlich zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 10.03.2013 um 14.00 Uhr eingeladen. Priska Leutenegger und Alexander Ruppert sind anwesend.

Detailansicht - Alexander Ruppert

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Do./Fr. 10-12 und 14.30-18 Uhr
Sa./So. 14-17 Uhr

Ein musikalisches Ambiente erwartet Sie am Sonntag, den 07.04.2013. An diesem Nachmittag wird Kalavati Y. Rieger die Ausstellung mit ihrer Harfe untermalen.




27.01.2013

MeinungsBILDner | Die Künstler

Priska Leutenegger | CH-Freienstein

Eine Meinung hat viele S(ch)ichten
Eine Meinung ist eine Haltung - eine Sichtweise, eine Momentaufnahme. „Und morgen kann schon wieder vieles, wenn nicht gar alles anders sein.“

Diese Meinung, diese Haltung prägt meine modulare Arbeitsweise. Ich lasse mich vom Gedanken und der Idee im Moment des Schaffens treiben, widme mich einem Modul, einem Teil des Ganzen, so als ob dieser eine kleine Teil schon an sich das Ganze wäre. Dabei lasse ich mich Schicht um Schicht auf verschiedene Materialien, Techniken und Medien ein. Am Ende entsteht das eine Ganze, eine Meinung, eine Ansicht zusammengefügt aus einzelnen Gedankenfetzen und Überlegungen.

Wie in einem Theaterstück werden Haupt- und Nebendarsteller gewählt und mit einer Spur von Ironie in Szene gesetzt. Die Schauplätze sind aktuell geprägt durch alltäglich Abgründiges. Dabei ist es mir besonders wichtig, die Möglichkeit zu haben, immer wieder alles auflösen, meine Meinung, meine Haltung überdenken und die Szene neu arrangieren zu können. Eine Meinung soll frei sein, soll sich verändern, soll wachsen aber auch zerfallen. Sie soll sich auf der Suche nach aktueller Wahrheit immer wieder neu aufbauen können.


Alexander Ruppert | Bad Kissingen

"Ich nutze die bildende Kunst als Medium der Kommunikation. Als selbstständiges Wesen, das sich nicht aufdrängen will, aber auch nicht weicht."

Mehrfach
Kunst muss einen Inhalt haben,
damit sie nicht zur Dekoration wird.
stand ich davor
wie vor einem Tor
einer Türe die sich öffnet und schließt
durch die die Farbe fließt
und dann wieder schwindet
weil sie sich eben
zum Glück
mit dem Grau verbindet.

Das Werk ist vollendet
nach so vielen Schichten
man kann sie nicht sichten.
Doch im Hintergrund
da schimmert noch leicht das Weiß.
Auszug aus "KUNST 2" - Alexander Ruppert