Ganz wichtig bei der Energiewende war immer auch die energetische Sanierung von Gebäuden, allen voran die Wärmedämmung. Teuer zwar, doch unbedingt nötig – da waren sich alle einig. Bislang. Denn eine neue Studie hat errechnet, dass energiesparendes Bauen deutlich mehr Geld verschlingt als dadurch eingespart wird. Bei vielen Hausbauern und -besitzern, die über Jahre von der Politik zu energetischen Umbauten angehalten wurden, macht sich Skepsis breit: wurden etwa im Eifer des Gefechts um den Klimaschutz Milliarden zum Fenster raus geworfen?
Kommentieren können Sie hier im Blog, auf facebook.com/quer und bei Twitter mit @BR_quer bzw. dem Hashtag #BR_quer.





Seit der Sendung ist ja inzwischen -wie es scheint- schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen. (frei nach Karl Valentin) Ich brauche also meinem Ärger über die schlechte Redaktionsleistung keine Luft mehr zu machen.
Ich möchte nur ein Faktum beitragen, das für mich zählt. Ich bewohne bzw. bewirtschafte 3 nebeneinander liegende Häuser auf zwei zusammenhängenden Grundstücken. Sie werden aus einer gemeinsamen Holz-Hackschnitzel-Heizstation mit “Fernwärme” versorgt. Die Warmwasserbereitung geschieht in allen drei Häusern separat mit ebendieser gelieferten Wärme.
Kurz vor der quer-Sendung habe ich turnusmäßig die drei geeichten Wärmemengenzähler abgelesen. Im ersten Quartal 2013 wurde verbraucht:
1. Altes, oft um- und angebautes Haus (kein Keller, im EG sehr dicke, im OG sehr dünne Mauer, 70-er-Jahre Zweischeiben-Fenster, Kaltdach), Verbrauch bei ca. 160qm Wohnfläche und 3 Personen: 17.826KWh
2. Altes, denkmalgeschütztes Haus (kein Keller, fachgerechte Innen-Wärme-und Dachdämmung im EG und im DG, neue Schreiner-Fenster mit Zweifach-Verglasung in allen drei Etagen) Verbrauch bei ca. 175qm (Einbuße an WF durch Innendämmung) und 7 Personen: 14.536KWh und schließlich
3. Neues, hochwertig gebautes Haus (gedämmte Kellerdecke, Dreifach-Verglasung, neuartige Ziegel plus Wärmeverbundsystem, Warmdach plus Zwischen- und Untersparrendämmung) Verbrauch bei 140qm Wohnfläche und 3 Personen: 3.757KWh.
Diese Primärenergie-Einsparung kann ein jeder mühelos erkennen. Und darum geht es doch … und nicht ob sich eine Maßnahme gleich oder etwas später oder vielleicht noch später “rechnet”!
Lieber Herr Gsandtner,
lassen wir mal die Stilfragen weg, das Schaulaufen bringt hier nix. Konzentrieren wir uns lieber auf die alles entscheidende Frage:
Hat Schönbäcks Studie “nach wiss. Kriterien gesicherte Energieeinsparungen durch Fassadendämmung in der Praxis, BASIEREND AUF ABRECHNUNGSDATEN?” vorweisen können, was dann nicht nur mir, sondern offenbar auch den professionellen Dämmfans, die davon bis dato nix vorzubringen wußten, verborgen geblieben ist – oder hat er wieder mal nur schöngerechnet, was gar nicht schön ist, wie alle sonstigen hier einschlägigen Studien von dena etc.?
Und wenn Letzteres der Fall wäre: Warum bringen Sie sowas als Reaktion auf meine drängende Frage nach echten Verbrauchsdaten vor und nach ausschließlich Fassadendämmung an – um die arglosen Leser hier auf Ihre irreale Normenutopie einzuschwören? Und was Ihr Normenehrenamt betrifft: Das ehrt Sie ungemein. In Deustchland macht man das nämlich oft, um Drittmittel für sein Institut aus der im Normenausschuß herumsitzenden Industrie zu generieren, vielleicht sogar für Gefälligkeitsgutachten. Können Sie hier also öffentlich erklären, daß Ihr Institut nicht auch von solch Drittmittelaufträgen lebt?
Ich bringe auch ein bauphysikalisches Beispiel des Normenirrtums, Sie haben ja danach gefragt:
Laut DIN ist Tauwasserausfall in der Dämmung erlaubt. Weil er angeblich sommers wieder raustrocknen soll. Tut er aber gar nicht, wie unzählige einschlägige und fast allen Bausachverständigen bekannte Schadensfälle, nicht nur in Flachdachdämmpaketen beweisen. Sondern auch die simple Tatsache, daß Feuchtetransporte in Baustoffen 1000:1 kapillar und nicht diffusiv vonstatten gehen [Zitat nach Prof. Dr. Ivo Hammer, Wien], die Dämmstoffe aber in toto keine Kapillartransportfähigkeit aufweisen. Mangels Kapillaren. Und so bleibt das aus der Innenluft (Winterkondensat), der Außenluft (Sommerkondensat dank Umkehrdiffusion) und innen (aus im Dämmstoff eingeschlossener Luft und dem Feuchtegehalt der den Dämmstoff umgebenden Bauteile) eindiffundierende und dann eingetaute Kondensat an den Poren-, Faser- und Schüttdämmstoffen ewig hängen und reichert sich über die Zeit an – das sogenannte und in Praktiker-Fachkreisen wohlbekannte “Absaufen von Dämmstoffen”.
@Hanft: Schön, daß Sie der hiesigen IRAN-Berichterstattung uneingeschränkt Glauben schenken. Das erklärt mir Ihre Einstellung auch zum Dämmen 100%. Ich habe da eben meine begründeten Zweifel und mache mir deswegen am liebsten selbst ein authentisches Bild von allem, was mir wichtig ist. Das dürfen Sie mir gerne vorwerfen, auch daß der Google mir die abenteuerlichsten Werbebeiträge in die Webseite spielt. Die aber meiner grundsätzlich dialektischen Offenheit für allerlei Wahrheiten entsprechen, unter denen jeder selber das für ihn Genehme raussuchen muß. Als Christ nehme ich Ihnen das Genörgel nicht krumm. Das Liebesgebot ist mir auch da verläßlicher Wegweiser, nicht nur bei meinen Interviewpartnern. Und ist nicht sogar unser Herr Jesus zu seinen Widersachern gegangen bzw. hat sie an sich rangelassen, um mit ihnen zu plaudern? Sogar ein bisserl den bösen Teufel? Mir ist das Vorbild, denn ich fürchte mich nicht. Und auch Sie dürfen mich deswegen gerne besuchen, wenn Sie was von mir wissen wollen. Habe Ihnen schon mal ein Kerzlein angezündet – vielleicht hilft’s – so Gott will oder Inschallah, wie meine muslimischen Freunde sagen.
Konrad Fischer
Mitglied der evang.-luth. Kirche Bayerns seit 1955
1. Selbstverständlich werden ALLE unsere Studien an der Messergebnissen – und solche sind ja Verbrauchsablesungen – verifiziert. Wir sind ja selbstverständlich an der WIRKLICHKEIT interessiert und nicht am Marketing.
2. Zum Glück hat unser Institut nie betteln gehen müssen. Ich weise aber darauf hin, dass die Klimaverteilung (Heizgradtagzahl 20/12) in Österreich mehr spreizt als in Deutschland. Wir haben daher das Blockverfahren des Herrn Glaser durch ein Häufigkeitsverfahren verfeinert. Dadurch weicht die ÖNorm B 8110 auch von der DIN 4108 ab.
3. Herr Hammer ist als Restaurator von Gemälden eine nicht gerade belastbare Quelle für eine “1000:1″-Aussage, die noch dazu ein geklärtes Phänomen betifft : den Dampfdiffusionstechnischen Sicherheitsfaktor. Was den Feuchtetransport durch (kapillare) Sorbtion bertrifft, haben wir – vermutlich weltweit erstmalig – die Bauteile in beliebig kleine Teilschichten aufgeteilt und zu jeder Teilschicht ein “Töpfchen” eingerichtet, das das Kondensat aufnimmt. Dieses Kondensat wird an die benachbarten Töpfchen entsprechend bekannter Sorbtionskennzahlen weitergeleitet. Dieses Rechenmodell wird aber nur gutachterlich eingesetzt, da in fast allen Fällen der Praxis auch ohne Sorbtionsrechnung die Akkumulation der Kondensationsfeuchte beurteilt werden kann.
Aber jetzt sind wir in einem Proseminar gelandet …
Fast vergessen, Lieber Herr Gsandtner:
Die von Ihnen nachgefragten Quellen / Studien nenne ich – wie gesagt – in meinen Vorträgen und im zitierfähigen Detail auf der Homepage in reicher Zahl. Hier macht es keinen Sinn, all das in wissenschaftlich exakter Tiefe zu wiederholen. Außerdem haben Sie doch als Wissenschaftler ohnehin auf Alles besten Zugriff. Wir dürfen die Mitleser doch nicht langweilen …
Sehr geehrter Herr Fischer,
gerade die “wissenschaftliche Tiefe” vermisse ich bei Ihren Predigten.
In Foren 8das hier ist bekanntlich kein “Blog”, sondern ein Forum) kann man niemanden “langweilen”, weil Gelangweilte ohnehin nicht lesen. Leider war es beim Quer-Beitrag anders.
Ich hatte es nicht mehr so genau gewusst, aber der Verbrauch von 3.757KWh für die 175 qm Wohnung kam mir etwas eigenartig vor. Für eine Lüftungsrate von 0,5 pro Stunde (sie sollte aus hygienischen Gründen wenigsten 0,8 betragen) werden ca. 3 l pro qm benötigt. Also etwas mehr als 500 l . Da liegen wir bereits fast beim Doppelten. 10 kWh/l also 5000 KWh. Alles andere kann sich der Leser selbst beantworten.
Grundsätzlich müssen bei einem Vergleich überall die Bedingungen gleich sein. Gleiche Raumtemperatur, Nutzung, Standort usw. Als Wissenschaftler weiß man, dass Versuchsreihen genau aufgebaut werden müssen.
Tabelle für Energieverbrauch für Lüftung in Buss, Harald; Das Tabellenhandbuch zum Wärme- und Feuchteschutz, 2002 WEKA Bauverlag, S. 287
Wir halten 0.5 als MITTLERE Luftwechselzahl für ausreichend. Extreme Inhabitant/inn/enzahl ausgenommen. Sonstige Ausnahmen : Emissionen etwa aus Möbeln (z.B. Formaldehyd, welches durch unsere Studien in Österreich aus Pressspanplatten verbannt wurde).
Lieber Herr Sandtner,
was bestimmt nicht nur mir auffällt: Sie weichen aus. So bringt eine offene Diskussion nix. Wo sind die verbauchsbelegten Schönbäckereien? Wie hoch wäre demnach das durch Verrbauchsdaten belastbare (!) Einsparpotential durch Fassadendämmung?
Und nicht immer um den heißen Brei herumschreiben, das ermüdet sogar mich.
Na?
Konrad Fischer
Leider sind wir auf Predigerniveau angelangt.
Jetzt plötzlich definieren Sie ein “durch Ablesung belastbares” Einsparpotential, obwohl ich Ihnen schon gesagt haben, dass wir unsere Berechnungen STÄNDIG mit dem tatsächlichen Verbräuchen vergleichen und im Abweichunsfall DIE BERECHNUNG verbessern.
Sie haben aber in dem Punkt völlig recht, dass das VERBRAUCHERVERHALTEN eine großen Einfluss auf den Heizenergieverbrauch hat. Das geht natürlich in keine Berechnung nach einer BAUNORM ein, weil diese ja das Gebäude und die wirtschaftlichen Randbedingungen betrifft und zu beurteilen hat. Wer beispielsweise den ganzen Winter die Fenster gekippt hat, dem bringt die Verbesserung der Wärmedämmung halt auch nicht viel.
Gegen Ihre “Ermüdung” gibt es übrigens ein einfaches Mittel …
@Gsandtner (Pardon für Fehlschreibung eben, vielleicht kann Moderation das korrigieren?):
Ach so, und keine Aufträge aus den Kreisen Ihres Normausschusses? Oder nur keine “erbettelten”?
Ich kann nicht für alle Institutsangehörigen sprechen, weil ich ihre Auftraggeber nicht kenne.
Ich selbst habe es immer abgelehnt, Aufträge zu übernehmen, die aus dem Kreis der im Normungsaussuss 175 “Wärmeschutz im Hochbau” des Österreichischen Normungsinstituts vertreten Gruppen (Industrien, Verwaltung) zu übernehmen, um mir GENAU SOLCHE VORWÜRFE zu ersparen. Die kommen nämlich immer dann, wenn die Sachargumente knapp werden.
Und nochwas, lieber Herr Gsandtner:
Können Sie mit Ihren Töpfchen das von Hammer angegebene Verhältnis beim Feuchtetransport widerlegen bzw. exakter angeben? Wie ist es – mal vereinfacht dargestellt? 1000:2 kapillar zur diffusiv? :3, 4, 5?
Das Verhältnis hängt von JEDEM EINZELNEN Bauteilaufbau und von der jeweiligen Klimaverhältnissen ab – aber das wissen Sie als Architekt und Bauphysikfachmann ohnehin.
Die Energiesparverordnung dient der Reduktion der CO2 Emissionen, nicht der Verbilligung von Hausbaumaßnahmen. Auch gibt es verschiedene Alternativen zu Styropor-Dämmung die verwendet werden können. Nachteile einzelner Dämm-Systeme der Politik anzulasten ist absurd.
Lieber Herr Gsandtner,
Ihr Ausweichen hat nun ein Niveau erreicht, das wohl kaum übertreffbar erscheint. Ich bemühe mich redlich, Sie dennoch zu verstehen. Ob’s wirklich gelingt? Was bei mir – und wohl den meisten verständigen Mitlesern hier – ankam:
1. Sie und Ihr Schönbäck haben keine echt verbrauchsbasierten Studien – wie das IBP ohne Nutzereinfluß, GEWOS und Fehrenberg mit, der sich aber statistisch ausmittelt – vorzuweisen, sondern basteln irgendwie im nachhinein an Ihren Rechenmodellen herum. Wie es die dena und das IWU etc. genauso vormachen – “mit freundlicher Unterstützung der BASF” übrigens.
2. Ivo Hammer hat mit dem 1000:1-Faktor – etwas vereinfachend – den Nagel prinzipiell auf den Kopf getroffen.
3. Aufträge aus Normkreisen kommen geradezu selbstverständlich bei Ihrem Institut rein, Sie, bzw. Ihr Boß, geben die Bearbeitung aber an Teamkollegen ab. Ob Sie Urlaub für Ihre ehrenamtliche Normarbeit nehmen oder das wie selbstverständlich in Ihrer Dienstzeit erledigen, bleibt erst mal offen.
Nicht erstaunt
Konrad Fischer
NIEMALS bin “ausgewichen”, ich kann Ihnen hier aber nicht HUNDERTE Verbrauchsstudien zwischen Gebäuden mit unterschiedlicher Thermischen aufzählen.
1. Wir “basteln” nicht an ” irgendwie im nachhinein an Ihren Rechenmodellen herum”. Allein die Formulierung disqualifiziert Sie, abgesehen von der Rufschädigung.
2. Welchen “Nagel” hat der Gemälderestaurator Hammer “auf den Kopf getroffen” ? Haben Sie die Fragestellung überhaupt VERSTANDEN ?
3. Die Mitarbeit der Universitäten im Normungswesen ist in Österreich bundesgesetzlich geregelt.
Ich habe aber einen abschließenden Vorschlag : bleiben Sie bei Ihren Predigen und ich bei der Universitären Lehre und Forschung. Dort fühlen wir uns beide eher wohl als auf dem Feld des anderen.
Lieber Herr Gsandtner,
Suuuperantwort, die xyzste – und ein SEHR guter Vorschlag, fürwahr!
Herzlichst
Konrad Fischer
Aufklärungsprediger
Ich kann Ihnen nicht ersparen, Literaturarbeit zu machen. Selbst wenn Sie Ihre Predigten noch so oft wiederholen, dass es KEINE “verbrauchsgestützten Wissenschaftlichen Studien” gibt, wird dieser Unsinn nicht wahrer.
Und die Aufklärung hat sich ja bekanntlich GEGEN die Prediger gerichtet.
1. Übertreiben kann man alles. Es gibt immer einen Punkt, an dem “mehr” nicht mehr “mehr” bringt.
2. Es kommt halt auch immer auf die technische und handwerkliche Umsetzung an.
Die Kosten/Nutzen-Kurve (“Seilkurve”) wird in der Nähe des Oprimums tatsächlich sehr flach, sodass man mit den derzeitig vorherrschenden Dämmschichtdicken auf etwa 95 % des Wirtschaftlichen Optimums nach ÖNorm B 8110 Teil 4 “Betriebswirtschaftliche Optimierung des Wärmeschutzes von Gebäuden und Bauteilen” kommt.
Jetzt reichts! – Sich gegenseitig die Öko-Normen um die Ohren zu schlagen.
Fragt einfach die Leute, welche diverse Dämm-Massnahmen vorgenommen haben,
das sind dann echte Fakten und keine Zahlenspiele. Also-auf gehts.
Einer im Blog hat schon seine Erfahrungen mitgeteilt bei der Beheizung von 3 unterschiedlichen Anwesen – warum sollte er lügen?
meint Herbie – langsam genervt von der Debatte…
Die Regelwerke sind die Grundlagen von MILLIONEN Gebäuden ! Und Einzelfälle sind Einzelfälle !
Der Präsident der Österreichischen Normungsinstiutes Karl Korinek, auch Präsident des Verfgassungsgerichtshofs, hat die Normung sogar als DRITTE PRODUKTIVKRAFT neben Arbeit und Kapital genannt.
Lauter Trotteln, de G´studierten ?
Lauter Trotteln, de G´studierten ?
So krass würd ich’s nicht formulieren – das Problem mit den Wissenschaftlern ist nur, dass sie immer vom momentanen
Kennstnisstand ausgehen und dann in ein paar Monaten oder Jahren komplett revidieren müssen. Im Moment haben wir das gleiche mit den Medizinern: tausende an Borreliose erkrankte haben eine eigene und sehr verschiedene Krankengeschichte – aber ein paar Wissenschaftler haben Standarts aufgestellt und alle sollen sich danach richten. Und wir leiden, aber nicht still vor uns hin sondern stellen diese “wissenschaftlichen” Behauptungen auf den Prüfstand und stimmen uns ab. Und soetwas wünsche ich mir auch bei der Dämmproblematik…
Bei der gegenständlichen ÖNorm B 8110 Teil 4 (Wärmeschutzoptimierung) wurde auch argumentiert. Sie wurde 1995 als VORNORM beschlossen, weil “die Entwicklung im Fluss” sei. 2010 wurde sie dann zur ÖNorm erhobem. Einzige wesentliche Änderung : der Schilling wurde durch den EURO ersetzt.
Die Planungsnormen des Wärmeschutzes stehen jährlich millionenfach durch die Verbrauchsmessungen auf dem Prüfstand. Dabei zeigt sich, dass die tatsächlichen Energieeinsparungen deutlich über den Berechnungen liegen.
Lieber Herr Gsandtner,
Sie bestätigen wieder mal in unübertrefflicher Weise, warum Österreich als Wunder- oder eher Märchenland weltberühmt ist. Denn was Sie hier öffentlich mit aller geradezu angeborenen Autoriät eines österreichischen Universitäts-Wissenschaftlers bezeugen, ist ja – für den schnöden Rest der Welt erstaunlicherweise – genau das krasse Gegenteil der weltweit anerkannten Wissenschaft zum Thema Übereinstimmung Dämmrechnung und Dämmergebnis, die sich jüngst beispielsweise hier manifestiert hat (Cambridge-Studie):
Minna Sunikka-Blank & Ray Galvin (2012): Introducing the prebound effect: the gap between performance and actual energy consumption, Building Research & Information, 40:3, 260-273
Im Felix Austria Ihrer Nische wohl unbekannt geblieben (habe dennoch schon was vom österreichischen “Rebaound-Effekt gelesen, gell!), aber im verdämmt-unglücklichen Deutschland wurde davon sogar in den Mainstream-Medien berichtet.
Nube!
Konrad Fischer
Als Halbsiebenbürger treuer Habsburger-Fan
Sehr geehrter Herr Rasse,
die Threadtiefe erlaubt keine direkte Antwort, aber vielleicht erreicht Sie diese Antwort dennoch.
Mit “abenteuerlich” habe ich nicht Sie gemeint. Aber “Ihnen ist schon klar, dass im Winter die Tage kürzer sind als die Nächte!” grenzt für mich doch an Verhöhnung.
Sehr geehrter Herr Fischer,
die Threadtiefe erlaubt keine direkte Antwort, aber vielleicht erreicht Sie diese Antwort dennoch.
Der Rebound-Effekt UND der Prebound-Effekt ist im “Wunder- und Märchenland Österreich” nicht nur bekannt, sondern auch umfangreich beforscht und publiziert. Aber der von Ihnen behauptete NEGATIVE Rebound ist noch nicht aufgetaucht.
Lieber Herr Santner,
dollen Textbaustein haben Sie sich da ausgedacht, der wäre sogar für Forentrolle brauchbar. Gratuliere herzlich! Ansonsten: “Wer suchet, der findet!” (Alte Weisheit von den Ostereierinseln)
Mein “Google” findet EINE Studie für das Ministerium BMVIT als 4. Treffer [Webadresse = Link entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien], viele andere danach !
Gerne hätte ich Ihnen einen link geschickt, aber die sind hier nicht erwünscht !
Herr Konrad Fischer behauptet u.a. hier auf diesem Blog am 4.4.: “Zusatzdämmung auf der Wand erhöht die Heizkosten.” Wenn ich vor mehr als 20 Jahren dem Rat von Herrn Fischer gefolgt wäre und die Fassade meines Hauses nicht gedämmt hätte, hätte ich inzwischen mehr als 20.000 Liter Heizöl mehr verheizt, bzw. ca. 14.000 Euro mehr ausgegeben. Unter anderem belegt der Architekt Burkhard Schulze Darup durch das Monitoring der von ihm energetisch sanierten Gebäude in Nürnberg eindrucksvoll, wie man den Energieverbrauch mit Dämmmaßnahmen um den Faktor 10 senken kann. Warum räumt der Bayerische Rundfunk Herr Fischer als bekennenden Leugner des Klimawandels und seiner Falschaussagen zur Wirkung von Wärmedämmung immer wieder eine Plattform ein? [Themenfremden Teil entfernt. Siehe Kommentarrichtlinien.], auch wenn das genauso nicht der Wahrheit entspricht.
Hallo Herr Riedel,
wenn Sie Fragen an DEN Bayerischen Rundfunk haben, so können Sie sie gerne dort stellen.
Wir bei quer haben Herrn Fischer für unseren Bericht befragt, weil wir es für sinnvoll halten. In dem Bericht (Video oben) sehen Sie auch, dass wir bestimmte Aussagen von Herrn Fischer verwenden und dass wir auch andere Meinungen abbilden. Natürlich kann Herr Fischer sich hier im Blog noch weiter auslassen. Und jeder andere kann ihm zustimmen oder widersprechen. Es liegt aber an jedem selbst, sich eine Meinung zu bilden.
Viele Grüße
ADMIN Querulant, quer-Redaktion
Lieber Herr Riedel vom eza,
schön, daß Sie sich auch hier so unnachahmlich konstruktiv einmischen. Fast wäre es mir schon wieder mal als Zensur- und Bevormundungs- und Schmähversuch erschienen, oder?
Zu Ihren Ausführung im Detail:
Das Zusatzdämmung Heizkosten erhöht, ist übrigens in Wahrheit nicht meine Erfindung, sondern Ergebnis der Ihnen offenbar unbekannt gebliebenen Praxisuntersuchungen des Instituts für Bauphysik der Fraunhofer-Gesellschaft, des GEWOS-Instituts und der Begutachtung einer verfehlten Dämmung durch Prof. Fehrenberg. Soviel zur Wahrheit meiner Informationen.
Und jetzt zum Kollegen Schulze-Darup, der die von Ihnen unterstellte Aussage so jedenfalls bei unserem letzten gemeinsamen Auftritt auf den Rheinterrassen Düsseldorf bei der Mäcklertagung nicht herausbrachte:
Gehe ich fehl in der Annahme, daß seinen Untersuchungen die von Ihnen hier gebrachte Aussage “Energieverbrauch mit Dämmmaßnahmen um den Faktor 10 senken” in Wahrheit so gar nicht ableitbar ist, da die betreffende Maßnahme einen ganzen Reigen vieler Baumaßnahmen beeinhaltet und – streng wissenschaftlich betrachtet – keineswegs diese rein dämmbedingte Aussage zuläßt?
Bitte Butter bei die Fische! Ich lerne so gerne dazu!
Ihre Aussage, ich wäre “Leugner des Klimawandels” entspricht gleichfalls nicht der Wahrheit. Als ob irgendein normaler Mensch jemals gegen besseres Wissen “leugnen” könne, daß sich das Klima – übrigens definitionsgemäß ein 30-Jahres-Mittel von sich ständig wandelnden Wetterereignissen – seit Anbeginn aller Zeiten wandelt! Sie haben nicht den geringsten Beweis, daß ich ein “Leugner des Klimawandels” wäre und dennoch erlauben Sie es sich, hier solche geradzu unverschämte Lügen zu verbreiten. Nehmen Sie das hier besser öffentlich zurück und entschuldigen sich dafür.
Und: Daß Sie hier öffentlich solche in der Sache erlogene Schmähkritik benutzen, spricht bestimmt nicht für Ihre Sache und die Sache Ihrer Gesellschafter. Denken Sie mal drüber nach.
Dennoch – Herzlichen Gruß – auch Sie bekommen ein Kerzchen aufgestellt und werden in mein Nachtgebet eingeschlossen, vielleicht hilft’s ja.
Konrad Fischer
WELCHE “Praxisuntersuchungen des Instituts für Bauphysik der Fraunhofer-Gesellschaft, des GEWOS-Instituts” meinen Sie KONKRET ?
Und was wollen Sie aus der “Begutachtung einer verfehlten Dämmung durch (FH)Prof. Fehrenberg” schließen ? Wurde nach dem Stand der Technik ausgeführt ?
Brisante Studie – Milliardengrab Winterjacken!?
Bei vielen Winterjackenkäufern macht sich Skepsis breit.
Angeblich würde sich der Kauf von Winterjacken finanziell nicht lohnen.
Neueste Erhebungen belegen, das Geld für die Jacke ist meist futsch. Erste Langzeitstudien belegen zudem, das oft schon nach wenigen Jahren eine komplette Neuanschaffung notwendig wird, bei Kindern die noch im Wachstum stecken teils sogar jährlich. Eine Investition also mit stetig hohem finanziellen Aufwand und Folgekosten.
Befürworter von Winterjacken behaupten hartnäckig, sie würden seither weniger frieren, vor allem im Winter würden diese Jacken einen deutlichen Komfortnutzen bewirken. Wissenschaftlich lassen sich solche Aussagen nicht eindeutig belegen, zumal der finanzielle Aspekt hier kaum berücksichtigt wird.
Herr K.F., Experte für solare Einstrahlung dagegen ist sich sicher: “Hier hat die Lobbyvereinigung aus Bekleidungsherstellern und -einzelhändlern ganze Arbeit geleistet.” Also tatsächlich eine Verschwörung, eine weitere Masche, um uns Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen?
Eindeutig! meint Herr K.F. weiter: “Winterjacken wirken sogar kontraproduktiv. Letzlich verhindern diese sogar die solare Erwärmung des Körpers durch Sonnenstrahlen. Winterjacken sind oft so dicht das die Sonnenstrahlen nicht bis zur Körperhaut durchdringen, bewirken also erst die Auskühlung des Körpers. Ein weiterer Nachteil der Winterjacken: sie bewirken die Entstehung von Schwitzwasser auf dem Körper, was wiederum häufiges Duschen und intensivere Körperpflege zur Folge hat, also zusätzlicher finanzieller Aufwand der zu der Anschaffungsinvestition dazukommt.”
Herr K.F., Winterjackengegner, verzichtet daher seit Jahren auf Winterjacken. Es würde sich schlichtweg finanziell nicht lohnen. Er nutzt lieber die natürliche Erwärmung durch solare Einstrahlung, meidet deswegen schattige Plätze und dreht sich wie das Hendl am Grill in der Sonne – damit die Sonnenstrahlen auch die Rückseite erreichen. Um sicher nicht zu frieren, meidet er weiter das freie, vor allem in der kalten Jahreszeit. “Ich bin doch nicht blöd und verschwende mein Geld so unsinnig”.
Ein ähnliches Problem also wie bei der Gebäudedämmung? Auch hier besteht Skepsis ob solche energetischen Baumaßnahmen überhaupt sinnvoll sind.
Hallo McGert,
nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Aber Ihr Ansatz sich satirisch dem Thema zu nähern, ist sehr hübsch.
Viele Grüße
ADMIN Querulant, quer-Redaktion
Wieso hinkt der Vergleich ?
Weil Äpfel rund sind und ein Würfel eckig?
Brisante Mißverständnisse
Immer wieder vergleichen ahnungslose Kunden von Verpackungsstoffen für Hausfassaden deren Wirkung mit der von Pulli, Jacke und Mantel, teils sogar tierischem Pelz und Federkleid. Dabei übersehen sie, daß die Hausverpackungen nach ihrer Meinung möglichst dick und fett auf die Fassade sollen, während sich alle wärmenden Kleidungsstücke wie auch Pelz und Federkleid gerade durch nur wenige Millimeter Materialstärke auszeichnen und zusätzliche Dicke hier überhaupt keinen nennenswerten Vorteil bringt. Ganz im Gegenteil nimmt die wärmedämmende Wirkung einer Wärmeschutzschicht im Sinne einer geringeren Wärmeabgabe des Körpers an die kühlere Umgebungsluft und durch Abstrahlung an die kühlere Umgebung mit steigender Dicke extrem ab (Hyperbelfunktion).
Die Verpackungskunden übersehen weiterhin, daß der Wärmeschutz für wärme- und feuchteabgebende Lebewesen hinsichtlich seiner Trocknungseigenschaften in jede Richtung optimiert sein muß, da sonst eine durchnäßte Schicht auf dem Körper diesem so viel Wärme entzieht, daß sich die Wirkung des Wärmeschutzes ins Gegenteil verkehrt. Und hier wird es besonders brisant: Die dicken Verpackungsstoffe an der Hausfassade heizen sich zwar tagsüber extrem auf, kühlen aber in allen Nächten – oft genug sogar unter den sogenannten Taupunkt aus. Dadurch kondensiert die Luftfeuchte aus der in ihnen vorhandenen und der zusätzlich einströmenden Luft auf und in den Verpackungsstoffen. Zusätzlich kann die angeblich feuchteabwehrende Beschichtung der Verpackung durch nach und nach entstehende Mikrorisse mehr und mehr Regenwasser und Tau aufnehmen und letztlich im Verpackungsstoff einspeichern. Da die Verpackung insgesamt extrem schlecht trocknet, reichert sich dann die eingedrungene Nässe stark an. Jeder, der schon mal im verschwitzten Pulli oder nassem Mantel in eisigem Wind und bitterer Kälte stand, kann also nachvollziehen, wie stark die wärmende und hautpilzfördernde Wirkung einer nassen Hülle in Wahrheit ist. Vor allem, wenn sie in einer hermetisch dicht schließenden Plastikfolie gefangen ist.
Dies alles interessiert die im Irrtum gefangenen Verpackungskunden aber überhaupt nicht. Und die Verpackungsbranche amüsiert sich köstlich über die Unwissenheit der Kundschaft, lebt sie davon doch mehr als prächtig und versucht deshalb, die Aufklärung dieser Mißverständnisse mit allen erlaubten und teils auch unerlaubten Methoden zu verhindern. Dafür dienen ihr auch viele wunderliche und mit utopischen Berechnungen begleitet Versprechungen hinsichtlich der Wärmeenergiesparwirkung ihrer Verpackungskünste. Für deren Wahrheit in Wirklichkeit aber jeder Nachweis fehlt.
K.F.
“Dies alles interessiert die im Irrtum gefangenen Verpackungskunden aber überhaupt nicht.”
Warum wurden GENAU über diese Vorgänge EIGENE Normen (z.B. Önorm B 8110 Teil 2 “Wasserdampfdiffusion und Kondensationsschutz”, DIN 4108 Teil 3 “Klimabedingter Feuchteschutz”) erarbeitet ?
Und warum wird in der Norm behauptet, daß die zwangsweise eindringende Feuchte wieder rauskommt, wo das doch gar nicht wahr ist?
Was meinen Sie mit “zwangsweise” ?
Die Physikalischen Vorgänge in der Baulichen Dampfdiffusion, Kondensation und (Sommerlicher) Austrocknung sind mit ausreichender Wirklichkeitsnähe für den Stand der Technik und für den Stand der (Technischen) Wissenschaften geklärt. Vielleicht war das zur Zeit Ihres Studiums noch nicht so, aber Sie sich ja als Architekt zur Forbildung verpflichtet.