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News-Blog

Linke Hochschulgruppe Stuttgart

 

January 24th, 2012

Am 18. Februar 2012 wollen wieder einmal tausende Faschisten in Dresden aufmarschieren, um an die Bombardierung Dresdens im 2.Weltkrieg zu erinnern. Mit diesem heuchlerischen “Trauermarsch” wollen sie von den Verbrechen des Faschismus ablenken und eine Opferrolle Deutschlands konstruieren. Den Versuch, von den Hintergr├╝nden der Bombardierung abzulenken und die deutsche Nazivergangenheit zu relativieren gilt es nun das dritte Mal in Folge zu verhindern! Nach der erfolgreichen Blockade des Aufmarsches durch zehntausende AntifaschistInnen aus dem gesamten Bundesgebiet in den letzten beiden Jahren, werden wir auch 2012 daf├╝r sorgen, dass die Faschisten keinen Meter laufen!

Im Rahmen des letztj├Ąhrigen Widerstandes kam es bundesweit zu harter Repression gegen NazigegnerInnen. Zahlreiche Hausdurchsuchungen, die Entnahme von DNA-Proben bei Verd├Ąchtigen, die brutale Polizeigewalt gegen BlockiererInnen, oder die wahnsinnige Abfrage und Speicherung hunderttausender Handydaten in Dresden selbst, sind nur wenige Beispiele eines verheerenden staatlichen Umgangs mit dem legitimen antifaschistischen Widerstand. So werden die Faschisten nicht nur besch├╝tzt sondern bei ihren Angriffen gegen fortschrittliche Bewegungen auch noch unterst├╝tzt. Auch die erst vor Monaten aufgeflogene Verstrickung staatlicher Stellen mit faschistischen Terrorzellen macht deutlich, dass die Abwehr der Gefahr von Rechts nur Sache einer vereinten und entschlossenen antifaschistischen Bewegung sein kann. Das Vertrauen in staatliche Stellen wird uns keinen Schritt weiterbringen.

Die menschenverachtende Ideologie der Nazis hat ihre praktischen Auswirkungen ├╝berall - auch in unserer Region. Im vergangenen Jahr schossen Faschisten einem jungen Leonberger Antifaschisten mit einer Gaspistole ins Gesicht und in Winterbach, im Rems-Murr Kreis, versuchten Nazis aus dem Umfeld der NPD Jugendorganisation JN mehrere Migranten in einem Gartenhaus anzuz├╝nden. Diese besonders harten F├Ąlle faschistischer Gewalt bilden nur die Spitze des Eisberges an allt├Ąglicher rechter Gewalt.

Um das braune Treiben zu stoppen, m├╝ssen wir daf├╝r sorgen, dass jedes Auftreten der Faschisten von vielf├Ąltiger und entschlossener Gegenwehr ├╝berlagert wird. Gerade der erfolgreiche antifaschistische Widerstand gegen ├╝berregionale Events wie den Aufmarsch in Dresden, der f├╝r die gesamte rechte Szene zentraler Bezugspunkt ist, versetzt dem Selbstbewusstsein und der Motivation der Faschisten empfindliche Schl├Ąge.

Was auch immer staatliche Stellen in diesem Jahr gegen uns auffahren werden - wir wissen, dass unser Widerstand gegen die Gefahr von Rechts notwendig und legitim ist. Gemeinsam werden wir auch in diesem Jahr mit Bussen aus Stuttgart nach Dresden fahren um mit tausenden AntifaschistInnen aus dem gesamten Bundesgebiet eines klar zu machen: Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

Die Linke Hochschulgruppe unterst├╝tzt den obigen Aufruf des Stuttgarter B├╝ndnisses und ruft zu Protesten gegen den geplanten Naziaufmarsch am 18.2.2012 in Dresden auf!

Weitere Infos: http://stuttgart2dresden.blogsport.de/

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