Wenig Unterstützung für Antiraucher-Petition

Der Deutsche Bundestag ermöglicht die Abgabe von elektronischen Petitionen

Trotz massiver Werbung in Facebook und in diversen Antiraucher-Foren unterstützten gerade einmal 2.782 Menschen die Petition Sebastian Frankenbergers, an Arbeitsplätzen ein grundsätzliches Rauchverbot zu installieren. Wenn man bedenkt, dass Frankenbergers Facebook-Gruppe 20.000 Unterstützer hatte, ist das Ergebnis der Petition ein deutliches Zeichen dafür, dass die Menschen genug haben von dem Verbotswahn des Chefs der Splitterpartei ÖDP.

Wörtlich hatte Frankenberger Folgendes gefordert: “Die Unterzeichner der Petition fordern den Deutschen Bundestag auf, den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz im Arbeitsschutzgesetz oder in der Arbeitsstättenverordnung oder im Bundesnichtraucherschutzgesetz folgendermaßen zu regeln:  An Arbeitsstätten ist Rauchen grundsätzlich verboten”. Als Begründung musste die Passivrauchlüge herhalten, zitiert wurde die längst als fehlerhaft entlarvte angebliche “Studie” des “Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle der WHO im DKFZ”. Frankenberger griff sogar noch tiefer in die Polemik-Kiste: Als Begründung führte er die völlig absurde Behauptung des “Third-Hand-Smoke” an, wie auch angebliche Gefahren für Kinder. Was Kinder an Arbeitsplätzen zu suchen haben, weiß wohl nur Frankenberger selbst. Auch dass in den meisten Firmen bereits ein Rauchverbot gilt, unterschlug der ÖDP-Politiker.

Sicherlich sind elektronische Petitionen nicht unbedingt dazu geeignet, das Stimmungsbild des ganzen Volkes wiederzugeben. Viele Menschen bemängeln die komplizierte Handhabung und auch das Internet ist noch lange nicht in jedem Haushalt verfügbar. Allerdings gibt es auch Petitionen, die für eine Vielzahl von Menschen interessant genug waren, diese zu unterschreiben. Die Forderung nach einem Verbot für Ganzkörperscanner unterzeichneten 16.925 Menschen, gegen ein Verbot von Paintball und ähnlichen Spielen sprachen sich 35.827 Unterzeichner aus, die Petition gegen Internetsperrung hatte gar 134.015 Mitzeichner. Gegen das EU-Verkaufsverbot für Heilpflanzen stimmten 121.819 Menschen und für eine GEMA-Überprüfung entschieden sich 106.575 Unterzeichner.

Es scheint ein Unterschied zu sein, ob man sachlich klare Petitionen unterschreibt, oder ob das Volk durch Lügen, wie das beim Verbotsentscheid in Bayern der Fall war, aufgehetzt wird. Vielleicht haben die Menschen aber auch einfach erkannt, dass der Verbotswahn zu weit geht. Dass eine Demokratie eben nicht das Recht des Stärkeren propagiert, sondern auch Minderheiten schützt. Und ein Minderheitenschutz ist bei der Forderung nach Totalverboten nicht vorhanden.


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2 Kommentare

  1. Ich vermute mal dass das ÜBERHAUPT keine Auswirkungen hat.
    Das kommt.

  2. Albamu

    Franki ist und bleibt ein Savonarola,
    ein verblendeter Zuchtmeister.

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