Vereinsgeschichte

WBS - was ist das eigentlich?

Einige unserer heutigen Besucher hören den Begriff WBS zum ersten Mal; deshalb möchte ich Ihnen die Entstehungsgeschichte sowie die weitere Entwicklung bis zum heutigen Tag kurz schildern:

Der TraditionsSportVerein Weiss-Blau Sechzgerstadion e. V., wie WBS ausgeschrieben heißt, ist aus einem Schulterschluss ambitionierter Fans des TSV 1860 München entstanden. Schon lange war im Internet über die Gründung eines eigenen Vereins diskutiert worden. Anlässlich des AZ-Cups wurden schließlich Nägel mit Köpfen gemacht und so fanden sich im März 2003 ca. zwei Dutzend Fußballbegeisterte beim ersten Training ein. Das Besondere an der Ansammlung der mitunter verschiedenen Charaktere war, dass alle den Löwen im Herzen tragen und mit der damaligen Situation beim TSV 1860 München unzufrieden waren; insbesondere die damalige Vereinspolitik bezüglich des vom Abriss bedrohten Sechzgerstadions war allen ein Dorn im Auge.

Man erkannte das Potential innerhalb der Mannschaft und beschloss, einen geregelten Trainingsbetrieb auf dem Gelände des FC Sportfreunde München einzurichten. Es schlossen sich immer mehr ehrgeizige Kicker der Mannschaft an und wir entschieden uns, sich in der Freizeitliga anzumelden. Langfristiges Ziel war der Fußballbetrieb unter dem Dach des Bayerischen Fußballverbandes.

In der Royal Bavarian Liga (9 Ligen, über 100 Mannschaften aus dem Münchner Raum) schafften wir auf Anhieb den Aufstieg in die nächsthöhere Liga. Die neue Saison nutzten wir, neue Spieler an den Verein heranzuführen und die Mannschaft auf das Unternehmen C-Klasse vorzubereiten.

Mit Wirkung vom 10.12.2003 wurde WBS ins Vereinsregister des Amtsgerichts München aufgenommen und seitdem ein offiziell anerkannter "eingetragener Verein". Im Februar 2004 erfolgte die Aufnahme in den Bayerischen Landessportverband und seit März 2004 sind wir auch Mitglied beim BFV.

Am 22.08.2004 war es dann soweit: WBS bestritt gegen Irish Rovers II sein erstes Ligaspiel, das von der Süddeutschen Zeitung zum Amateurspiel der Woche auserkoren wurde. Zwei Wochen später schafften wir auswärts beim ESV Ost 2 den ersten Punktgewinn der Vereinsgeschichte.

Wir gründeten eine zweite Mannschaft (liebevoll WBS-Amateure genannt), die zunächst den Part der ersten Mannschaft in der Royal Bavarian Liga übernahm.

Die Heimspiele trugen wir auf dem Gelände des FC Sportfreunde an der Säbener Straße 55 aus, also Zaun an Zaun mit dem FC Bayern.

In der ersten Liga-Saison erreichte WBS einen beachtlichen 8. Tabellenplatz, auch wenn dies nach dem ersten Spiel (Endergebnis 0:9) nicht anzunehmen war.

Am 05.06.2005 veranstaltete WBS erstmals einen Stadiontag im Sechzgerstadion mit über 1.000 Besuchern. Höhepunkt war ein Freundschaftsspiel von WBS gegen eine Prominenten-Mannschaft (u. a. mit Thomas Miller, Martin Max, betreut wurde die Mannschaft von Karsten Wettberg).

Video des Grünwalder Stadiontags 2005



Zur zweiten Saison in der C-Klasse, bei der die Heimspiele ebenfalls an der Säbener Straße ausgetragen wurden, wurde die Mannschaft gezielt verstärkt. Dies sah man bereits im ersten Spiel, als man auswärts bei Irish Rovers II 4:0 gewann. WBS war die gesamte Saison über auf einem Aufstiegsplatz. Am 14. Mai 2006 war es soweit. Die beiden Hauptkonkurrenten um den Aufstieg (Perlach III und Niksar Spor II) spielten unentschieden und sorgten dafür, dass WBS den Aufstieg in die B-Klasse perfekt machte. Nach dem letzten Spiel gegen DJK Fasangarten II gab es eine Meister- und Aufstiegsfeier, bei der u. a. Karsten Wettberg und ca. 60 Fans zu Gast waren. Anzumerken ist, dass WBS in der gesamten Saison gerade mal zwei Spiele verloren hat. Dazu wechselte man nach den ersten beiden Heimspielen auf einen Nebenplatz an der Säbener Straße, da der Hauptplatz aufgrund der vielen Spiele (die Sportfreunde München haben neben den Herrenmannschaften div. Jugendmannschaften) dermaßen ramponiert war, dass an technisch ansprechenden Fußball nicht zu denken war.

In der Saison 2006/2007 musste WBS den Platz an der Säbener Straße verlassen, da der FC Bayern sein Gelände erweitern wollte und deshalb der alte Platz abgerissen wurde. WBS fand sich auf der Bezirkssportanlage am Surheimer Weg (Mittersendling) wieder. Auf diesem Platz ist u. a. der FC Hertha München beheimatet, der uns sehr freundlich aufnahm.

WBS verstärkte sich erneut gezielt und startete mit einem 5:0-Sieg gegen den SC Armin in die B-Klassen-Saison. In einer durchwachsenen Saison fand man sich nach der Vorrunde nahe den Aufstiegsplätzen, obwohl schon einige Niederlagen zu Buche standen. Der positive Wendepunkt war vermutlich das letzte Spiel im Kalenderjahr 2006 gegen den späteren Mitaufsteiger FC Azzurri, das wir glücklich mit 2:1 gewinnen konnten. Mit einem neuen Trainer ging es in die Rückrunde. Nach einigen klaren Siegen (u. a. ein 7:0 gegen den direkten Konkurrenten FC Bosna Herzegovina) stand man auf einem Aufstiegsplatz, den wir bis zum Saisonende nicht mehr verließen. Am 13. Mai 2007 feierten wir dann auf der Bezirkssportanlage am Surheimer Weg den Aufstieg in die A-Klasse. Die Aufstiegsfeier (im Endeffekt wurden wir Zweiter) fiel jedoch nicht so überschäumend aus wie die Feier des Vorjahres. Stattdessen fuhr ein Großteil der Mannschaft im Juni für ein Wochenende in die Tschechische Republik nach Doksy. In der Saison spielten die WBS-Amateure erstmals in der C-Klasse und erreichten dort einen hervorragenden 7. Tabellenplatz.

Zur Saison 2007/2008 verließen wir die Bezirkssportanlage am Surheimer Weg, um in die Säbener Straße zurückzukehren. Mittlerweile wurde dort ein Kunstrasenplatz gebaut, der uns im Verlauf der Hinrunde nicht allzu viel Glück bringen sollte. Von 7 Heimspielen im Kalenderjahr 2007 gewannen wir nur 2 (davon eines am grünen Tisch), dafür waren wir auswärts sehr erfolgreich, so dass zum Ende des Jahres Tabellenplatz 9 zu Buche steht. Zu den Auf- sowie den Abstiegsplätzen besteht jeweils ein so großer Abstand, dass in dieser Saison für WBS ein Mittelfeldplatz erreicht wird.

Im Sommer 2008 veranstaltet WBS ein Turnier anlässlich des 5-jährigen Vereinsbestehens. Nähere Informationen hierzu gibt es rechtzeitig auf dieser Internetseite zu lesen. Des Weiteren veranstaltet WBS zusammen mit den Freunden des Sechzgerstadions erneut einen Stadiontag. Auch über diese Veranstaltung berichten wir rechtzeitig im Internet.

Insgesamt kann man sagen, dass WBS in den letzten 5 Jahren sehr große Fortschritte gemacht hat. Mal sehen, wie sich die Geschichte noch weiterentwickelt. Ziel ist es, mit der ersten Mannschaft in naher Zukunft in die Kreisklasse aufzusteigen und damit den Namen WBS noch bekannter zu machen.

Am 13.10.2007 ging bei WBS eine Ära zu Ende. Der langjährige Präsident Arnold Geißler (Sloggy) stellte sich nicht zur Wiederwahl; ihm folgte Andreas Gilch als Präsident.

In der folgenden Saison holten wir den ehemaligen Löwen-Spieler Birol Aydemir als Trainer. Birol kitzelte aus jedem Spieler noch ein paar Prozent raus, so dass wir von Anfang an oben um den Aufstieg mitspielten. Leider hatten wir dann im April eine schwarze Woche, in der wir von 9 möglichen Punkten nur 2 Punkte holten. Die uns wohl bekannten Mannen von Azzurri nutzten diese Schwächephase und stiegen zusammen mit AtaSpor auf. Wir wurden am Schluss toller Vierter! Kurz vor Ende der Saison mussten wir uns leider aus disziplinarischen Gründen vom Birol trennen. Unsere Amateure erreichten am Schluss Platz 8.

In der Saison 2009/2010 versuchten wir es mit der Variante eines Spielertrainers. Andi Kopfmüller übernahm diesen Part. Leider stellte sich der Erfolg nicht ein wie von uns gewünscht, deshalb übernahm Achim Kobahn das Traineramt in der Winterpause. Mit dem Gespann Andi/Achim wurden wir Rückrundenmeister, was uns allerdings insgesamt nur den 6. Platz einbrachte. In dieser Saison wäre einiges mehr möglich gewesen, aber u.a. viele schwere Verletzungen verhinderten eine bessere Platzierung. Die Amateure landeten wieder im Mittelfeld und wurden 8. Im Oktober 2009 übernahm Sloggy erneut das Präsidentenamt vom Andi Gilch.

Insgesamt kann man sagen, dass WBS in den letzten 7 Jahren sehr große Fortschritte gemacht hat. Mal sehen, wie sich die Geschichte noch weiterentwickelt. Ziel ist es, mit der ersten Mannschaft in naher Zukunft in die Kreisklasse aufzusteigen und damit den Namen WBS noch bekannter zu machen.

Um unsere weiteren Vorhaben verwirklichen zu können, suchen wir starke Partner an unserer Seite.

Im Namen der Vorstandschaft bitte ich Sie, sich in Zukunft für WBS zu engagieren. Ob als Mitglied oder Sponsor - wir freuen uns über jede Form von Unterstützung!

Mit weiss-blauen Grüßen
Klaus Rother, 1. Vorsitzender