kasten

Das

trauma:schule


werden wohl beinahe alle kennen. Die schulische Zurichtung auf das blosse Funktionieren in der späteren Arbeit ist die Grundlage der allgegenwärtigen gesellschaftlichen Schizophrenie. Der Mensch wird als ausbeutbares Material gesehen, eine individuelle Selbst-Entfaltung wird unterdrückt, da sie die Produktivität bei der Lohnarbeit behindern könnte.

Hier, auf dem Gelände der alten Kaserne Riebau, wird versucht, im Bewußtsein, daß wir alle durch dieses System verkrüppelt sind, ein anderes lernen zu ermöglichen. Besonders wichtig im Lernprozeß ist es die Fähigkeiten zu selbstständiger und eigeninitiativer Handlung im Kollektiv wieder zu erlangen, da gerade diese Eigenschaften in der Schule absichtlich eliminiert werden, da sie im autoritären Konzept “Lohnarbeit” unerwünscht sind.

Tatsächlich war sie als Lernort für ALLE, egal wie alt und welcher Herkunft schon von den Gründer_innen gedacht. Ein grosser Anspruch war u.a. der Versuch Hierarchien (auch in Bezug auf das Alter) abzubauen und auch die (zwangsweisen) familiären Abhängigkeiten abzubauen. Heute oszilliert die Nutzung zwischen Fablab (im Aufbau), Künstlerdomizil und Projektwerkstatt.

Wir haben hier eine ganze Reihe an Werkstätten, von denen im Moment nur die Elektrowerkstatt in gut benutzbaren Zustand ist. Um in die anderen kontinuierliche Struktur zu bringen fehlt es an motivierten Kräften. Dazu gehören die Fahrrad-, die Metall- und die Holzwerkstatt. Weiterhin gut benutzbar sind u.a. die Gemeinschaftsküche, der Yoga-Raum, der Trainingsraum, der Bastelraum, die Autoschraubergrube, sowie der (beheizbare) Gruppenschlafraum für Gäste. Der Schenkladen ist in den benachbarten Bahnhof umgezogen. Ein neuer scheint zu entstehen. Diese Räume sind im Konzept offener Raum, also nach Anmeldung von jedmensch nutzbar.

Neben den infrastrukturellen Aufgaben und der weiteren Gestaltung der Gebäude als Gesamtkunstwerk kann sich hier auch prima im Garten betätigt werden.

Wir freuen uns jederzeit über Besuch und haben hier noch viel Platz (2,5 ha), auch für Bauwägen.

Kontakt:

Es gibt eine öffentliche Mailingliste, über die Diskussionen und Einladungen laufen. Eintragen könnt ihr euch hier.

Riebauer Dorfstraße 78a
29410 Salzwedel, Ortsteil: Riebau
Telefon: 039037-955428
E-Mail: die[ätt]traumschule.org

Anreise

Das Gelände befindet sich am Rande des Dorfes Riebau in der Altmark unweit östlich von Salzwedel, etwa auf halber Strecke zwischen Hamburg, Berlin und Hannover. Wenn Du Dich meldest, wenn Du kommen möchtest, können wir Dich eventuell vom Bahnhof abholen oder Dir vielleicht auch eine Mitfahrgelegenheit vermitteln oder ähnliches.

Bahn:

Die nächste (aktive) Bahnhaltestelle ist Pretzier (Altmark) beim Nachbardorf Pretzier auf der Bahnstrecke Stendal-Uelzen unweit östlich von Salzwedel in Richtung Stendal - keine drei Kilometer vom Gelände. Die Bahnstation liegt am Rand von Pretzier an der Straße Richtung Riebau. Hier kommen Züge aus entweder Stendal und Salzwedel oder manchmal auch aus Magdeburg oder Uelzen an.

Fußweg:

Folge der Straße von Pretzier weg Richtung Norden über zweieinhalb Kilometer bis zu einem schärferen Linksknick (mit einem Straßenspiegel) innerhalb von Riebau. Gehe in die dort von rechts einmündende Kopfstein-gepflasterte Dorfstraße, dann gleich wieder links, an Spielplatz und Feuerwehr/Gemeindehaus (rechterhand gelegen) vorbei zur links abgehenden Einfahrt auf unser ehemaliges NVA-Kasernengelände.


Stand: 02/2013