Industrie

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Milliarden-Geschäft: Deutsche Panzerfabrik in Algerien vor dem Start

exklusivErstmals sollen in einem Land mit autoritärem Regime deutsche Panzer gebaut werden. Der Rüstungskonzern Rheinmetall will gleich eine ganze Fabrik exportieren – ein Multi-Milliarden-Geschäft.

„Füchse“ sollen schon bald in Algerien gebaut werden: Eine neue Fabrik könnte 120 pro Jahr herstellen.
„Füchse“ sollen schon bald in Algerien gebaut werden: Eine neue Fabrik könnte 120 pro Jahr herstellen.

München/FrankfurtDer Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall steht nach Informationen des Handelsblatt kurz vor der Unterzeichnung eines Vertrages zur Produktion von 980 „Fuchs-Panzern“ in Algerien. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 2,7 Milliarden Euro und ist Teil von umfangreichen Lieferungen deutscher Rüstungsgüter.

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Beteiligt sind unter anderem Daimler mit dem Bau von Geländewagen und Transportern, sowie Thyssen-Krupp mit der Lieferung von Kriegsschiffen. Die Unternehmen wollen sich zu den Geschäften nicht äußern, sie unterliegen Verschwiegenheitsklauseln.

Im Kaufhaus der Weltwirtschaft Deutsche Firmen rüsten Algerien auf

Milliardendeal für die deutsche Rüstungsindustrie: Rheinmetall, Daimler und Thyssen-Krupp sollen Algerien aufrüsten, sogar eine Panzerfabrik ist in Nordafrika geplant. Dahinter stehen auch politische Ziele.

Im Kaufhaus der Weltwirtschaft: Deutsche Firmen rüsten Algerien auf

Erstmals liefert Deutschland nicht nur Panzerfahrzeuge an ein autoritäres Regime, sondern gleich eine ganze Panzerfabrik. Die Fabrik für die „Füchse“ entsteht in der nordalgerischen Stadt Ain Smara und ist auf eine Jahreskapazität von 120 Fahrzeugen ausgelegt. Das nordafrikanische Land hat sich verpflichtet, die Panzerfahrzeuge später nicht in andere Länder weiterzuverkaufen.

Vereinbarung bei Merkel-Besuch 2008

Das Geschäft mit Algerien geht auf Abmachungen aus dem Jahr 2008 zurück, als Bundeskanzlerin Angela Merkel das nordafrikanische Land besuchte. 2011 gab der Bundessicherheitsrat der damaligen schwarz-gelben Koalition dann die Freigabe für das Rahmenabkommen.

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Rüstungsgeschäfte im arabischen Raum sind in der Großen Koalition umstritten, zuletzt blockierte Vizekanzler Sigmar Gabriel Waffenlieferungen an Saudi-Arabien. Die weitaus umfangreicheren Lieferungen an Algerien wird Gabriel wohl nicht stoppen. Ein Sprecher des Ministers verwies darauf, dass es sich um Genehmigungen der Vorgängerregierung handele.

Die ganze Geschichte finden Sie als Download im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

  • 18.06.2014, 10:54 Uhrhafnersp

    Das ist aber schön. Sollten dann die Al-CIAda-Terroristen irgendwann einmal auch Algerien übernehmen, dann können sie sich mit Militärgerät gleich selber versorgen und würden damit die Waffenlieferungen durch die USA und die Golfstaaten unnötig machen (vorausgesetzt, die Terroristen bekommen das mit dem Schrauben auf die Reihe).

  • 18.06.2014, 10:17 Uhrherrkon

    Jaja so wird das sicher was mit der Stabilität und
    Demokratie.

    Der Wind sät wird Sturm ernten.

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