Ein Brief an den WDR

Der folgende Brief kann jederzeit genutzt werden, um ebenfalls eine Anfrage an den WDR zu senden. Tapfer im Nirgendwo druckt gerne die Antworten des WDR ab. Senden Sie sie mir einfach zu.

***

Sehr geehrte Programmverantwortliche des West-Deutschen Rundfunks,

in seinem frisch bei Suhrkamp erschienen Buch “Allein unter Deutschen” erzählt Tuvia Tenenbom von einer schier unglaublichen mutmaßlichen Zusammenarbeit des WDR mit einem Mann, der in einer Kölner Resolution, die vom Oberbürgermeister Kölns und allen Parteien im Kölner Stadtrat bis auf die LINKE unterzeichnet wurde, als Verbreiter einer “Botschaft des Hasses” bezeichnet wird. In der Resolution heißt es wörtlich: „Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses.“ Der Mann heißt Walter Herrmann und ist Betreiber der sogenannten “Kölner Klagemauer”, die aber in Wahrheit nichts anderes ist als “anti-israelische Hetze” wie es Alan Posener in der WELT schreibt.

In Tenenboms Buch sagt die Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner über dieses Objekt: “Es ist schlicht antisemitisch und rassistisch. Es gibt ein paar reiche Leute in Köln, die Walter Herrmann unterstützen. Auch sehe ich, wenn er hier auf dem Platz ist, dass die Menschen ihm viel Geld zukommen lassen.”

Dank Tuvia Tenenbom wurde ich nun über folgenden Umstand informiert: Die Botschaft des Hasses wird regelmäßig mit Befestigungssteinen vor dem Kölner Dom installiert. Diese Steine sind sehr schwer. In seinem Buch fragt Tenenbom die Dombaumeisterin, wo die Befestigungssteine in der Nacht gelagert werden. Ihre Antwort ist klar und deutlich: Beim WDR! Tenenbom lässt sich die Befestigungssteine im Eingangsbereich des WDR zeigen und macht Bilder, die im Buch “Allein unter Deutschen” abgedruckt sind. Im weiteren Verlauf des Buches beschreibt Tuvia Tenenbom seine Odyssee auf der Suche nach einer verantwortlichen Person, die ihm diese Angelegenheit erklären kann. Bis auf ein paar Dementis und Schuldzuweisungen in andere Richtungen bekommt er jedoch keine befriedigende Aussage.

Ich finde, wenn eine der größten Rundfunkanstalten Europas, die von Zwangsgebühren finanziert wird, auch nur in den Verdacht gerät, antisemitische Kunst und Politik zu unterstützen, ist es die Pflicht der Anstalt, unverzüglich eine Aufarbeitung und Konsequenzen folgen zu lassen. Tuvia Tenenbom zeigt in seinem Buch, dass der WDR einem Botschafter der Hasses infrastrukturelle Unterstützung zukommen lässt.

Ich frage Sie daher nachdrücklich: Haben Sie in der Angelegenheit bereits geforscht? Was gedenkt der WDR zu tun?

Mit freundlichen Grüßen,
Gerd Buurmann

Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Kölner "Klagemauer" veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Ein Brief an den WDR

  1. Roger schreibt:

    Sehr gute Aktion!
    Ich bin schon gespannt auf die Antworten :-)

  2. Malte S. Sembten schreibt:

    Habe mich der Anfrage von Geerd Burrmann per E-Mail an folgende Adresse angeschlossen:

    redaktion[@]wdr.de

  3. Roger schreibt:

    So, Leutchen, der WDR hat mir eine rasche Antwort zugesichert. Ich bin ja mal gespannt, und werde euch daran teilhaben lassen!

  4. Paul schreibt:

    Lieber Gerd,
    gerne habe ich mich Deiner Aktion angeschlossen und mich soeben entsprechend an den WDR gwendet.
    LG Paul

  5. Paul schreibt:

    Das habe ich bekommen.

    Dies ist eine automatisch generierte Antwort!

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Ihre Mail wird im Auftrag der Internetredaktion an die entsprechende Stelle im Hause weitergeleitet und so schnell wie möglich bearbeitet.

    Mit freundlichen Grüssen

    Das ist natürlich keine Antwort. Aber ich weiss wenigstens, dass die Mail angekommen ist.

  6. babyboomer schreibt:

    This is OT but here is a very interesting article on anti-semitism in Europe. Scary!
    http://palestineisraelconflict.wordpress.com/2012/12/14/the-full-blown-return-of-anti-semitism-in-europe/
    BTW, I also sent the letter even though I cant watch WDR.

  7. Aristobulus schreibt:

    Ab etwa 2. Januar MÜSSEN die ja mal was antworten!, da sind diese Feiertage vorüber, selbst für das dunkle Imperium des WDR

  8. Joshua Rosenbaum schreibt:

    Selten so einen Mist gelesen !!
    Das Wort Klagemauer an sich, bedeutet doch gewisse Missstände anzuprangern.
    Und die gibt es im Nahostkonflikt jawohl zu genüge.
    Und der Auslöser dafür sind jawohl eindeutig Israel als Besatzer Palästinas.
    Für mich eh die größten Antisemiten von allen !!
    Was hat der WDR damit zu tun ?!
    Vielleicht erstmal an die eigene Nase packen ;-)

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