Der WDR macht es möglich

In seinem frisch bei Suhrkamp erschienen Buch Allein unter Deutschen erzählt Tuvia Tenenbom von einer schier unglaublichen Beziehung des WDR mit einem Mann, der in einer Resolution, die vom Oberbürgermeister Kölns und allen Parteien im Kölner Stadtrat bis auf die LINKE unterzeichnet wurde, als Verbreiter einer Botschaft des Hasses bezeichnet wird. In der Resolution heißt es:

„Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses.“

Der Mann heißt Walter Herrmann und ist Betreiber der sogenannten Kölner Klagemauer, die aber in Wahrheit nichts anderes ist als anti-israelische Hetze wie es Alan Posener in der WELT schrieb.

Auch Tuvia Tenenbom ist von der antisemitischen Installation vor dem Kölner Dom entsetzt und beschreibt in seinem Buch den Versuch, einen Verantwortlichen zu finden.

Da die Installation vor dem Kölner Dom steht, nimmt er zunächst einmal an, der Dom sei verantwortlich für diesen Hass und fragt bei der Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner nach. Ihre Meinung zu der Angelegenheit ist klar:

Es ist schlicht antisemitisch und rassistisch. Es gibt ein paar reiche Leute in Köln, die Walter Herrmann unterstützen. Auch sehe ich, wenn er hier auf dem Platz ist, dass die Menschen ihm viel Geld zukommen lassen. Vor einiger Zeit vesuchte eine jüdische Organisation, die Mauer verbieten zu lassen, was die Stadt jedoch mit Verweis auf die Demonstrationsfreiheit ablehnte.

Auch dem Dom hatte bereits gegen Walter Herrmann geklagt, aber nur in so weit erfolgreich, als dass er auf dem Grund und Boden des Doms nicht mehr demonstriert darf, wohl aber auf dem Bereich der Domplatte, der zur Stadt gehört. Auf diesem Platz steht Walter Herrmann nun fast täglich, bis auf montags, wie Schock-Werner hinzufügt.

Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, dass eine ähnliche Demonstration gegen beispielsweise Türken in Köln genehmigt werden würde, ist sie sich sicher: Auf gar keinen Fall!

Tuvia Tenenbom kommt daraufhin auf eine sehr interessante Frage:

Die Befestigungsteine die Steine, in denen die Kölner Klagemauer verankert ist sind sehr schwer. Ohne sie gäbe es die mobile Klagemauer nicht. Wo sind sie jetzt?

Die Antwort von Barbara Schock-Werner ist erschreckend: Beim WDR!

Tuvia Tenenbom glaubt seinen Ohren nicht zu trauen und fragt nach.

Wollen Sie mir sagen, dass der WDR

Sie helfen ihm.

Sie helfen dieser Gruppe, antisemitische Propaganda zu verbreiten?

Ja.

Warum?

Fragen Sie sie. Soll ich Ihnen die Befestigungssteine zeigen?

Ja!

Tuvia Tenenbom lässt sich die Steine zeigen und macht Bilder, die im Buch Allein unter Deutschen abgedruckt sind. Tatsächlich, sie liegen im Eingangsbereich des WDR, schön sortiert neben der Treppe.

Tuvia Tenenbom beschließt, den WDR zur Rede zu stellen, und geht in das WDR-Gebäude. Dort erlebt er dann aus erster Hand, was öffentlich-rechtliche Verantwortung bedeutet. Stundenlang muss er auf Verantwortliche warten. Schon am Sicherheitseingang sitzt eine Frau, die erst mal versucht, ihn abzuwimmeln. Tenenbom verlangt jedoch so nachdrücklich, eine verantwortliche Person zu sprechen, dass ein fiebriges Telefonat der Frau auf der Suche nach einem Ansprechpartner beginnt. Tenenbom wartet. Nach einiger Zeit kommt die Frau wieder und sagt, dass alles, was er sage, nicht stimme. Tenenboms Antwort ist kurz und klar:

Ich habe sie gesehen. Ich kann sie Ihnen zeigen. Wollen Sie mitkommen und mir das erklären? Ich habe auch Fotos, falls Sie ihren Posten nicht verlassen dürfen.

Sie haben Fotos gemacht, fragt die Frau und kehrt zu ihrem Telefon zurück. Nach einer guten dreiviertel Stunde erscheint ein Mann im Anzug und sagt:

Herr Herrmann war seit einer Weile nicht mehr hier- Früher wurden diese Steine, die Befestigungssteine, in einem nahe gelegenen Café deponiert. Der Besitzer des Cafés gestatte dies. Aber das war früher so. Jetzt gibt es nichts mehr, worüber man sprechen könne, da besagte Mauer, Sie können zum Domvorplatz gehen und sich selbst davon überzeugen, nicht mehr vorhanden ist.

Tuvia Tenenbom ist entsetzt über diesen schamlosen Versuch eines Dementis und fragt, warum er so angelogen werde. Er sei öfter in Köln und wisse, dass die Klagemauer montags nie aufgebaut werde. Der Mann im Anzug verschwindet. Nur um sicher zu gehen, geht Tenenbom jedoch ins Café, um zu erfahren, was der Besitzer über diese schamlose Schuldzuweisung des WDR sagt. Der Besitzer erklärt:

Sehen Sie, das ist mein Lokal, und hier endet es. Sehen Sie die Steine? Das bin nicht mehr ich, das ist der WDR. () Dieser Grund und Boder gehört mir nicht. Ich kann niemandem vorschreiben, was er dort lagern darf und was nicht.

Tenenbom geht zum WDR zurück. Da wird er jedoch mit diesen Worten begrüßt und abgefertigt:

Ich weiß, wer sie sind. Gehen Sie zum Dom. Die Kirche unterstützt diese Leute, wir nicht.

Ach so, der Dom. Da wo die Dombaumeisterin von Antisemitismus und Rassismus spricht und gegen Walter Herrmann geklagt wurde. Sowas nennt man wohl eine knallharte Lüge!

Die Botschaft des Hasses ist somit möglich, weil die Steine in der Nähe des Doms beim WDR gelagert werden. Und was macht der WDR? Erst dementiert er, dann schiebt es auf andere und zu guter Letzt wird gelogen!

Eine der größten Rundfunkanstalten Europas hält es nicht für nötig, sofortige Konsequenzen und Aufarbeitungen folgen zu lassen, wenn ihre Anstalt in den berechtigten Verdacht gerät, eine Installation zu untersützen, die von der deutlichen Mehrheit der Stadtvertreter als eindeutig antisemitisch bezeichnet wird.

Der WDR macht Antisemitismus möglich! Ist das der neue Programmauftrag der öffenlich-rechtlichen Sendeanstalten? Schön zu wissen, wohin die Rundfunkgebühren so alles fließen.

***

Eine Reaktion des WDR finden Sie hier: WDR konnte nichts abschieben ihn trifft keine Schuld

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163 Antworten zu Der WDR macht es möglich

  1. Alonzo schreibt:

    Ich weiß schon, warum ich seit Jahren keine GEZ zahle

  2. Krokodil schreibt:

    In den NEUEN DDR-BUNDESLÄNDERN wundert man sich also.
    Als ich vor ZWANZIG Jahren solche Zustände voraussagte wurde mild gelächelt.
    Wenn ich sagen würde wie es weitere zwanzig Jahre später aussehen wird, heute würde ich wahrscheinlich einkassiert werden. Habe ich auch vor zwanzig Jahren schon gewusst.

    Zu pessimistisch?
    Die Realität ist schlimmer!

  3. Stefan Göpke schreibt:

    Schade, dass ich nicht vor Ort bin.
    Ich würde die Steine glatt umlagern.

  4. Dante schreibt:

    Mich interessiert nur eines: Was kann man dagegen tun, ohne deswegen gleich seinen Fernseher komplett abzuschaffen?

  5. Arme Sau schreibt:

    Das Buch ist übrigens großartig. Sollte man unbedingt lesen.
    Genauso wie die Vorgeschichte seiner Beinahe-Nichtveröffentlichung in Deutschland:
    http://jewishtheater.org/Jewish%20Theater/SZ-TT.htm
    Insbesondere Tenenboms Korrespondenz mit der SZ, zu der unten auf der von mir verlinkten Seite verlinkt wird, sollte man sich nicht entgehen lassen. Man wird blass, oder zornesrot, je nach Temperament

  6. Roger schreibt:

    Es ist unglaublich!!!
    Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte :sad:

    Irgendwas muss man machen, den Verantwortlichen dafür finden, ihn an die Öffentlichkeit zerren! :evil:

    Hier ist das Buch übrigens sehr schön vorgestellt: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/14647 Also, kaufen, kaufen, kaufen! Genauso wie isralische Kartoffeln, Datteln oder Aid Uhren oder, oder http://www.israeliproducts.com :mrgreen:

  7. miguel schreibt:

    Das ist wirklich zum Kotzen!Kein Wunder das der WDR auch Rotfunk genannt wird.Nun weiss ich aber wo ich das nächste mal Wasser lasse wenn ich in Köln bin

  8. Monika Winter schreibt:

    Also ich bin aufgewachsen in Köln und habe mein ganzes Leben hier verbracht. Das ist normal für Kölner Verhältnisse, es wundert mich nicht. Wenn es drauf ankommt, stecken alle unter einer Decke, auch das war immer so. WDR gesteht nichts ein, dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Wäre auch zu viel verlangt für eine Stadt in der Korruption herrscht, wie allenfalls in Moskau.

  9. Monika Winter schreibt:

    Bin leider abgestürzt: Der Artikel zeigt, wenn es so sein sollte, wir haben uns alle umsonst gegen Walter Herrmann engagiert, es ist hoffnungslos.

    • Yael schreibt:

      Es ist deshalb hoffnungslos, weil der Mehrheit dieser Judenhass alá Hermann völlig egal ist oder sie es akzeptieren. Das sagt vieles über die verlogene Geselkschaft in Dtl.aus.
      Über unsere öffentlich-rechtlichen sowieso.

      • Roger schreibt:

        Noch ist Deutschland nicht gestorben
        solange wir leben.
        ;)

      • Monika Winter schreibt:

        Stimmt, würde die Bevölkerung aufstehen gegen Herrmann, wäre er wahrscheinlich nicht mehr vor Ort. Wahrscheinlich würden sie dann aber jeden zum Nazi machen.

        • Yael schreibt:

          Liebe Monika,

          Stimmt, würde die Bevölkerung aufstehen gegen Herrmann, wäre er wahrscheinlich nicht mehr vor Ort.

          Das denke ich auch.

          Wahrscheinlich würden sie dann aber jeden zum Nazi machen.

          Slicha, habe ich nicht ganz verstanden Wen meinst du damit?

          Übrigens, das wollte ich schon länger mal loswerden. Ich möchte dir für dein Engagement danken, wenn es mehr von dir gäbe, wäre dieser Antisemit mit seiner Hassmauer schon lange kein Thema mehr.

          • Yael schreibt:

            Ich verstehe das Problem mit der Mod nicht, Gerd. Kann man nicht mehr Mauer schreiben, ohne dass die Modfunktion reagiert?

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Die Mod reagiert auf Schlagworte, die von Störenfrieden oft genutzt werden. Kann passieren, dass im Umgang mit diesen Störern hier und da Unannehmlichkeiten entstehen. Dazu gehören auch Kommentare, die verschwinden und sich verschieben, wenn nachträglich gelöscht wird. Wichtig ist nur: diese Probleme sollten nicht dazu führen, sich gegenseitig Vorwürfe zu machen, denn genau das wollen die Störenfriede. Positiv bleiben und nicht gegen das eigene Netzwerk böse werden.

      • Mac Baed schreibt:

        Ich fühle mich als Deutscher hier gerade einer Generalverurteilung ausgesetzt, die ich so nicht aktzeptieren kann. Verallgemeinerungen sind meiner Meinung nach zwar zulässige Stilmittel, aber für eine Dislussion nicht zu gebrauchen. Ich gehe vielleicht noch mit der Einschätzung mit, dass einer Mehrheit dieser ich zitiere Judenhasse etwas egal ist. Ob sie es aber aktzeptieren (die Bedeutung des Wortes lautet positiv bejahen) wage ich in Abrede zu stellen. Verallgemeinerungen sind sehr leicht und sehr schnell ebenso Ignorantien wie diejenigen, gegen die sich sich derart extrapolieren.
        Intoleranz und Ignoranz schlägt auch mir überall auf der Welt entgegen. Das passiert mir ebenso wie Ihnen. ich bin viel unterwegs. So oft habe ich überlebt, dass man mich zuerst auf die Eigenschaft Deutscher, Christ, Mitglied einer politischen Gruppierung reduziert hat je nachdem wo ich mich aufhielt bevor man mich als Mensch wahrnahm. Und ich habe mich auch schon für jede der drei genannten Eigenschaften bespucken lassen müssen. Glauben sie mir, sie sind nicht die Einzige auf der Welt, die ungerecht behandelt wurde. Aber gibt es einem das Recht selbst wieder ungerecht zu handeln?
        Ich glaube nicht!

        • M. schreibt:

          wer ist hier ungerecht? warum jammern sie so? wenn sie es nicht wahrnehmen wollen, heißt das nicht, daß es anderen nicht auffällt. es geht hier nicht um sie. meine güte, es geht um viele menschen, aber nicht um jeden einzelnen.

          • M. schreibt:

            nebenbei, auch wir sind alles deutsche und trotzdem fühlt sich hier niemand persönlich angegriffen, denken sie mal nach, warum das so ist?

          • Mac Baed schreibt:

            Der Begriff Wahrnehmung beinhaltet den Begriff wahr. Schonmal darüber nachgedacht oder einfach so drauflos geschrieben? Ganz offenbar, denn sonst wäre Ihnen ja sicherlich nicht entgangen, dass meine Antwort auf den Generalvorwurf reagierte, in diesem Land (Hinweis für den Nichtmitdenker: das betrifft jeden der in diesem Land lebt , ergo auch MICH). Und da es mich betrifft, in dem Sinne, dass also auch ich mich diesem generallvorwurf (Zur Erinnerung, er lautete: Alle Menschen in diesem Land sind Ignoranten, die dies aktzeptieren), darf ich mich auch dazu äußern.

            Ihr Behauptung, es ginge nicht (auch) um mich, ist mithin eindeutig falsch. Die Frage wer hier also etwas nicht wahrnahm oder schlicht nicht wahrnehmen wollte, damit eindeutig beantwortet.

            Aber so passiert das eben, wenn man statt zu lesen nur reflexartig reagiert.

            Zum Schluß muss ich mich wirklich fragen, warum sie überhaupt an einem Blog teilnehmen? Wenn sie nur verurteilen wollen, statt das Gespräch zu suchen, frage ich mich ernstlich nach dem Sinn.
            Wer einen Satz verteidigt, der da lautet Allen Menschen in diesem Land ist es egal und sie aktzeptieren es sogar! tut nichts anderes als das, was sie an der Klagemauer abstossend finden (und was es auch ist): VERALLGEMEINERN ÜBER EINEN KAMM SCHEREN.

            Wer sich Vorurteilen bedient ist entweder zu dumm oder zu faul, sich eigene Gedanken zu machen. Oder beides! Aber egal ob es jetzt Dummheit oder Faulheit ist, auf die man sich beruft, man unterscheidet sich im Ergebnis aber eben nicht von den Mitteln, die man angeblich so sehr verurteilt.

            Schönen Tag!

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Antisemitismus und Antizionismus sind im Grunde nichts weiter als Spielarten des klassischen Judenhasses, der immer und zunächst einmal religiös motiviert ist.

            Vor drei Jahren wurde mir diese Tatsache wieder besonders bewusst, als ich in einer amerikanischen Talkshow mit Donny Deutsch hörte, was die Christin und bekennende Konservative Ann Coulter über ihre Religion zu sagen hatte:

            “Es wäre besser, wenn alle Menschen Christen wären. Die Juden haben zwar ihre Gesetze und Gebote, aber wir haben eine Abkürzung. Im Grunde sind Christen perfektionierte Juden. Juden haben das Alte Testament und wir haben Federal Express. Im Alten Testament wurde Gott oft zornig, da sich die Menschen nicht an seine Regeln halten konnten, aber Jesus ist gekommen, um für unsere Sünden zu sterben. Die Juden haben zwar ihre Gebote, an die sie sich halten müssen, aber wir haben Jesus, der für unsere Sünden gestorben ist. Der Christ ist somit ein perfekter Jude.”

            Ann Coulter ist zwar keine Theologin, aber ihre Worten reflektieren doch sehr stark gängige christliche Praxis. Sie mag zwar in ihrer Radikalität nicht von allen Strömungen des Christentums gelebt werden, aber sie ist christliches Fundament. Laut dem Evangelium von Johannes, sind Juden jene „Söhne des Teufels“, die die perfektionierte jüdische Lehre von Jesus nicht annehmen wollen:

            „Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht. Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott.“ (Johannes 8, 42-47)

            Für Paulus ist es deshalb auch klar, dass jene Juden, die Jesus Lehre nicht leben wollen, auch seinen Tod zu verantworten haben:

            „Ihr seid nämlich, Brüder, Nachahmer der Gemeinden Gottes in Judäa geworden, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt von den eigenen Landsleuten dasselbe erlitten wie jene von den Juden, die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt haben, die Gott nicht gefallen und allen Menschen feindlich sind, indem sie uns hindern, den Heiden zu ihrer Rettung. So machen sie das Maß ihrer Sünden unablässig voll. Es ist aber schon der ganze Zorn über sie gekommen.“ (1. Thess 2, 13-16)

            Nirgends tritt die judenfeindliche Tendenz des Christentums deutlicher hervor, als während der Karfreitagsfürbitte für Juden. Seit dem 6. Jahrhundert bitten Christen bei Gott darum, den Schleier vom Herzen der “treulosen” Juden zu nehmen und ihnen die christliche Erkenntnis zu schenken, um sie so der „Verblendung ihres Volkes“ und der „Finsternis” zu entreißen. Eine zaghafte Kritik an der traditionellen Judenfürbitte wurde erst nach der Shoa formuliert. Seit 1956 veränderte der Vatikan sie schrittweise. Israles Erwählung zum Gottesvolk wird seitdem stärker betont, aber um die Treue der Juden wird nichtsdestotrotz weiterhin gebetet.

            Das Christentum ist nunmal eine Gemeinschaft, die aus dem Judentum entstanden ist. Die frühen Christen verstanden ihre Lehre zuerst noch als reine Fortführung des Judentums und waren somit im Grunde eine unter vielen jüdischen Sekte. Im Verlaufe der Zeit jedoch wurden die jüdischen Wurzeln immer mehr abgestreift und eine Annährung an das Römische Reich vollzogen. Im Zuge dieser Trennung wurde aus einer subjektiven Fortentwicklung des jüdischen Glaubens eine Trennung und dadurch eine subjektive „Perfektionierung“ des jüdischen Glaubens. Das Christentum war geboren.

            Dass sich Christen als perfektionierte Juden verstehen, kann man auch an der mittlerweile zweitausendjährige Geschichte des Christentums erkennen. Der Umgang vieler Christen, also der perfektionierten Juden mit jenen Juden, die sich einer Perfektionierung verweigerten, wurde immer brutaler. Einen traurigen Höhepunkt fand diese Brutalität in dem Reformator Martin Luther und seinem Werk „Von den Jüden und ihren Lügen”:

            „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

            In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ fordert Martin Luther jene Dinge, die im 20. Jahrhundert am Wannsee in Berlin zur deutschen Staatsräson unter Hitler werden sollten:

            „Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

            Etwas ähnliches erleben wir auch im Islam, der sich ebefalls als Fortführung des alten jüdischen Glaubens versteht und ebenfalls fest davon überzeugt ist, dass die Welt friedlich wäre, wenn nur alle den Islam annehmen würden. Es verwundert daher nicht, dass auch im Islam ein brutaler Judenhass zu finden ist. In einer erst jüngst gehaltenen Predigt des Sheich Ibrahim Madhi in der Sheik ‘Ijlin Moschee befasst sich der Redner mit einer Hadith-Stelle, in der Mohammed die perfekte Welt erst nach dem Tod aller Juden verorten kann.

            Mohammed sagt dort: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.”

            Sheich Ibrahim Madhi interpretiert: „Der Prophet sagt: ‘Die Juden werden gegen euch kämpfen, und Allah wird Euch als Herrscher über sie setzen.’ Wir blasen sie in die Luft in Hadera, wir blasen sie in die Luft in Tel-Aviv und in Netanya. Und auf diese Weise wird Allah uns als Herren über diese Rotte hergelaufener Landstreicher setzen. Wenn ein Jude sich hinter einem Stein oder einen Baum versteckt, dann werden der Stein oder der Baum sagen: Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn…“

            Judenhass ist eine Eigenschaft, die das Christentum und den Islam vereint. Deshalb überrascht es mich auch immer ein wenig, wenn von einem christlich-jüdischen Kulturkreis in Europa gesprochen wird. Die christlich-jüdische Tradition in Europa besteht zum größten Teil aus einer Verfolgung der einen Religion durch die andere. Wenn man in Europa schon von einer Zusammenarbeit zweier Religionen sprechen möchte, so wäre die Rede von einem christlich-islamischen Abendland angemessener, wenn sie sich auch erst in den letzten 100 Jahren entwickelt hat. Als die NSDAP unter Adolf Hitler ihren mordenden Judenhass propagierte, ging Heinrich Himmler ein Bündnis mit Teilen des Islams ein, u.a. mit dem Mufti Al Husseini. Dieses Bündnis wird noch heute von islamischen Organisationen als heilig angesehen, der Hitlergruß ist gängige Praxis bei der Hamas wie bei der Hisbollah, wie man hier und hier sehen kann.

            Natürlich gab es auch christlichen und muslimischen Widerstand, der sich aus der Religion heraus definierte, aber der Hass entsprang eben der selben Quelle; genauso wie sich die Nazis und Teile des Widerstands auf Deutschland bezogen. Als sich Deutschland brutal gegen die Juden wendete, gab es überwiegend nur ein lautes Schweigen und teilweise sogar ein aktives Mitlhelfen der christlichen und islamischen Religionen. Das war gelebte christlich-islamische Zusammenarbeit. Heute haben sich die Christen zwar von ihrem radikalen Judenhass verabschiedet, aber unter Muslimen gibt es ihn leider noch. Mehrere islamische Staaten, unter ihnen Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen sind nach wie vor stolz darauf, „judenfrei“ zu sein. Sie haben geschafft, woran Hitler gescheitert war.

            Der Judenhass hat seine Wurzeln im Christentum und im Islam und die kommenden judenfeindlichen Ideologien haben ihre Saat allesamt in diesen fruchtbaren Boden gestreut. Der Antisemitismus ist nur der pseudo-wissenschaftliche Versuch, dem alten religiösen Judenhass ein neues modernes Gewandt zu geben. Als im Zuge der Aufklärung immer mehr Menschen die Kostüme der christlichen Dogmen und Fundamentalismen abgelegt und sich somit auch der Socken des christlichen Judenhasses entledigt hatten, erkannten sie, dass sie zwar nackt waren, aber immer noch keine Juden mochten. Der Judenhass hatte sich in der langen traditionellen Ausübung der Religion so tief in ihre Herzen verankert, dass sie als Relikt des alten Glaubens Eingang in das Zeitalter der Wissenschaft erhielt.

            Die Ideologie des Antisemitismus’ geht auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und war erklärter Atheist. In seiner linken Überzeugung waren die Juden schuld am Liberalismus, weil er sich den jüdisch konnotierten Kapitalinteressen verschrieben habe. In Berlin erschien im Februar 1879 Marrs Propagandaschrift “Der Sieg des Germanenthums über das Judenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet”, die noch im selben Jahr zwölf Auflagen erlebte. In dieser Schrift grenzt sich Marr deutlich von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreibe. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Einführung des Begriffs „Antisemitismus“ in den zeitgenössischen politisch-gesellschaftlichen Diskurs. Es ist allerdings nicht sicher, dass die Begriffsschöpfung tatsächlich auf ihn zurückgeht, da das Adjektiv „antisemitisch“ schon 1873 belegt ist. Marr prägte jedoch wesentliche Klischees und Schlagworte, die weit über seinen persönlichen Erfolg hinaus weiterwirkten und die Diskussion um die „Judenfrage“ bestimmten. So legte er 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

            Wilhelm Marr gehört somit zu jenen aufgeklärten Demokraten, die zwar auf Gott und den König, nicht aber auf den Judenhass verzichten konnten. Mit pseudo-wissenschaftlicher Akribie wurde der Judenhass intellektuell rehabilitiert und dadurch brutalisiert; denn war es bei dem religiösen Judenhass noch möglich, dass ein Jude Christ werden konnte, um der Verfolgung zu entgehen, war der Jude für den Antisemiten ein ewiger Jude und nur durch die physische Vernichtung zu entfernen.

            Der Antisemitismus ist somit nichts weiter als die Rettung des Judenhasses für die vermeintlich Aufgeklärten. Als es aber in Deutschland zum Holocaust kam, da waren es nicht nur die Aufgeklärten und Demokraten, die die Vernichtung der Juden vorantrieben, unterstützten und tolerierten, sondern auch die gottesfürchtigen Bürgerlichen, die gläubigen Bauern und Arbeiter und die nostalgischen Aristokraten und Theologen. Viele von ihnen hatten Darwin, Nietzsche und all die anderen modernen Philosophen und Wissenschaftler nicht mal genug gelesen, um sie missverstehen zu können, aber an der Vernichtungsindustrie waren sie dennoch beteiligt. Ihre Lust am Judenmord speißte sich nach wie vor durch den klassischen christlichen Judenhass, ohne den Hitler seinen antisemitischen Wahn niemals hätte umsetzen können.

            So wie der Antisemitismus der Versuch ist, dem klassischen Judenhass eine pseudo-wissenschaftlich Grundlage zu geben, so ist es der Versuch des Antizionismus’, dem klassischen Judenhass eine pseudo-politische Grundlage zu geben. Als der Antisemitismus mit seiner Rassenlehre als Unfug entlarvt wurde, standen die Judenhasser wieder einmal nackt da, ohne Gott und ohne König, aber immer noch mit dem Gefühl, keine Juden zu mögen. Es brauchte also wieder eine intellektuelle Erklärung für den Hass auf Juden: Der Antizionismus war geboren.

            Für Antizionisten ist Israel das “zionistische Ungeheuer”, das den Weltfrieden gefährde wie sonst kein anderes Land. Nur die Vernichtung des Staates Israels scheint für viele in Frage zu kommen. Israel ist das einzige Land, dessen Existenz in Frage gestellt wird. Bei keine Nation sonst und mag sie noch so einen wahnsinnigen Führer und Diktator mit Atombombe haben, wird die Frage nach der Existenzberechtigung gefragt. Israel ist halt die Jüdin unter den Nationen.

            Es gibt gerade mal 0,1089% Israelis auf der Welt. 99,9% der Bevölkerung werden somit von Nicht-Israelis gestellt. Alle Juden zusammen ergeben gerade mal 0,22% der Gesammtbevölkerung. Dennoch hält sich der wackere Glaube vom starken und vor allem stets präsenten Juden und mächtigen Israel. Es ist geradezu amüsant wieviel Menschen an die Macht der Juden glauben. Wenn man diese Menschen nun fragt, wie es denn um den Einfluss der Holländer (0,25% der Gesamtbevölkerung), der Deutschen (1,22%), der Chinesen (19,5 %), der Muslime (19,26%) oder der Christen (31,11%), bestellt sei, schauen diese Menschen nur ganz verwirrt, ganz so als habe man gerade eine völlig absurde Frage gestellt. Nur die Frage nach dem Einfluss der Juden ist selbstverständlich nicht absurd. Die Juden sind halt etwas ganz besonderes. Und weil sie etwas ganz besonders sind, müssen sie sich auch ganz besonders benehmen. Sie sollen brav und anständig sein, wie ein wohlerzogenes Kind, das zur Vergewaltigung zum lieben Onkel geschickt wird. Solange sich Juden schön abschlachten lassen, werden sie von allen geliebt; aber wehe, sie fangen an, sich zu wehren, dann hört der Spaß auf. Der Israel-Gaza-Konflikt von Anfang 2009 ist dafür das beste Beispiel.

            Zwar erlaubt es das Völkerrecht, dass eine Nation sich zu Wehr setzen darf, wenn Bomben auf ihr Territorium abgefeuert werden, aber für Israel gilt das nicht. Obwohl das Land vom Gazastreifen aus monatelang mit Bomben beworfen wurde, begann für die Weltöffentlichkeit die Katastrophe erst, als Israel anfing, sich zur Wehr zu setzen. Die Weltöffentlichkeit war geradezu empört über die Unverschämtheit der Israelis, sich nicht einfach so abschlachten zu lassen.

            Während in letzten Jahrzehnten übelste Menschheitsverbrechen in Ruanda, Kambodscha, Srebrenica stattgefunden haben und im Iran und in Nord-Korea Menschen in absoluter Unterdrückung leben, hat die UN mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet, wie gegen alle anderen Nationen der Welt zusammen! In einer geradezu manischen Fixiertheit auf nur 0,1089% der gesamten Weltbevölkerung, sieht die UN ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss, während 99,9% der Welt mit geradezu christlicher Milde beäugt werden.

            Was den Antizionismus besonders gefährlich macht ist die Tatsache, dass er von dem klassischen religiösen Judenhass des Islams gestützt wird. Der Islam jedoch war im Gegensatz zum Christentum noch nie nackt im aufklärischen Sinne. Der Islam trägt noch bis heute die Burka des Judenhasses. Der Bart des Antijudaismuses ist im Islam noch lange nicht. Die Bombe des Judenmordes tickt um so manchen Bauch.

            Genau deshalb nehme ich mit wachsender Beunruhigung die Blindheit bei vielen Vertreterinnen und Vertretern in der deutschen Politik, Justiz und bei den Medien wahr. Es ist nicht der Antisemitismus der Neo-Nazis, der uns beunruhigen sollte, sondern der Antizionismus des radikalen Islams uns seiner nicht selten linken Apologeten. 1979 war Alice Schwarzer einer der ganz wenigen Journalistinnen, die nicht im allgemeinen Jubelschrei über die islamische Revolution im Iran ausbrach, wie viele ihrer linken männlichen Kollegen, sondern sich deutlich einer kulturrelativistischen Verharmlosung der Schreckensherrschaft des fundamentalistischen Islams verweigerte.

            Der Antizionismus ist der Antisemitismus des 21. Jahrhunderts. Der Antisemitismus wiederum ist der Judenhass des 20. Jahrhunderts. Der Judenhass aber hat eine zweitausendjährige Tradition.

            Die Tradition fährt fort im neuen Gewandt

          • Aristobulus schreibt:

            Wau. Danke! Darin steht, was man wissen muss

          • gogo schreibt:

            Ausgezeichnete Stellungnahme! Danke!

          • Yael schreibt:

            Selektive Wahrnehmung. Ich habe nicht geschrieben, daß ALLE in diesem Land Ignoranten sind. Hören Sie doch auf, Dinge zu unterstellen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Hören Sie auf meine Zitate zu verfälschen und das wiederholt. Das geht mir jetzt extrem auf den Senkel.

            Adios!

          • M. schreibt:

            Ganz offenbar, denn sonst wäre Ihnen ja sicherlich nicht entgangen, dass meine Antwort auf den Generalvorwurf reagierte, “in diesem Land” (Hinweis für den Nichtmitdenker: das betrifft jeden der “in diesem Land” lebt , ergo auch MICH). Und da es mich betrifft, in dem Sinne, dass also auch ich mich diesem generallvorwurf (Zur Erinnerung, er lautete: Alle Menschen in diesem Land sind Ignoranten, die “dies” aktzeptieren), darf ich mich auch dazu äußern.

            ganz offenbar steht es mit ihrer fähigkeit richtig zu lesen nicht zum besten. denn das steht weder hier noch sonst wo in den kommentaren.

            Zum Schluß muss ich mich wirklich fragen, warum sie überhaupt an einem Blog teilnehmen?

            ihre frechheit wird nur noch mit der unfähigkeit zitate korrekt wiederzugeben, übertrumpft. was wollen sie denn hier? herumjammern, hilfe ich fühle mich angegriffen. darauf habe ich keine lust.

            haben sie sich gewohl.

  10. Roger schreibt:

    und ich ärgere mich gerade schon wieder über eine Scheinheiligkeit! :evil: Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann sind bekannterweise glühende Verehrer des Iranischen Regimes. Welche Stellung die Frauen dort haben, wie sie behandelt werden, was dort für Homosexuelle für tödliche Bedingungen herrschen, wir wissen es alle. Aber dann sind diese beiden so dreist, folgenden Artikel zu veröffentlichen:
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18502
    Die Aktion finde ich klasse, unterstützenswert, aber dass diese beiden darüber schreiben ist an Unehrlichkeit und Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten! :roll:

    • Roger schreibt:

      Diese Gang antisemitischer Greise ist einfach unterträglich
      Alleine schon dieser aufgedunsene EA bei seiner Preisverleihung, der homophobe Kranke, der hier im Kommentarbereich seinen Dünnpfiff verbreitet, und dann noch der teutsche Herrmann, der vom WDR unterstützt wird Armes Deutschland.

  11. Predo schreibt:

    Verständnisfrage: Was meinen die mit Befestigungssteine ?. Sind das solche, die benutzt werden, damit die Papp-Hass-Wand stehen bleibt?

  12. Divara schreibt:

    Ich höre regelmäßig wdr5. Wenn es um Israel geht, ist der Hass nicht zu toppen. Er reicht bis in die Kindersendung zwischen 14 und 15 Uhr. Beliebte Gesprächspartner als Experten sind Michael Lüders und Moshe Zimmerman.

  13. Ruth Spicker schreibt:

    einfach unglaublich, wer räumt die Leitungsebene auf?

  14. Mac Baed schreibt:

    Bevor ich mich jetzt betroffen und reflexartig geschockt zeige:
    Mir war bis dahin weder die Existenz einer Kölner Klagemauer noch der Name Walter Herrmanns ein Begriff. Also habe ich mich versucht zu informieren, bevor ich wie gesagt in ein reflexartiges Betroffensein begebe. Und siehe da. Ich finde schon bei Wikipedia einen Verweis darauf, dass diese Mauer auch bereits den Golfkrieg, die atomare Bedrohung, soziale Ungerechtigkeit und so einiges Mehr zum Thema hatte, Sogar der Dalai Lama soll sich zum Thema Weltfrieden dort eingetragen haben.

    Das wirft natürlich ein ganz anderes Licht auf eine Wand, die per se als antisemitisch angeprangert wird. Ohne konkret die Inhalte dieser angeblich antisemitischen Wand zu kennen (weil sie in diesem Blog-Artikel auch nicht aufgezeigt werden): allein in der Nichterwähnun der Historie dieser Wand, gerät dein Artikel hier in den Verdacht deutlich tendenziös zu sein.

    Vielleicht ist damit die Reaktion des WDR auch nicht so eindeutig zu verurteilen, wie einem Dein Artikel glauben machen will?
    Eine Wand, die offenbar Institution geworden ist, wird nicht allein deswegen zu einem antisemitischen Instrument, weil sie sich mit Israel kritisch auseinandersetzt. Selbst wenn die Inhalte dieser Wand (was bitte inhaltlich zu belegen wäre!) sich gegen das Vorgehen von israelischer Seite und gegen den Staat Israel richten würde, wäre das per Definition noch lange nicht ANTISEMITISCH.

    Diese reflexartig vorgetragenen Pseudo-Argumente und Slogans wie antisemitisch dienen ja nur dem Versuch Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen. Wer sich einem Vorwurf nicht stellen will, versucht zunächst jeden Kritiker mundtot zu machen, indem er ihn diskreditiert zum Beispiel mit dem Vorwurf des Antisemitismus.

    Im Konflikt um den Gaza-Streifen ist es nun einmal unbestreitbare Tatsache, dass ein Staat, die Auseinandersetzung mit extremen Kräften sucht, die meines Erachtens einer Demokratie nicht würdig sind. Es ist verwerflich und nicht gut zu heißen, wenn Hamas-Kämpfer menschliche Schutzschilder benutzen um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Aber das kann doch nicht dazu führen, dass ein Staat zumal ein demokratischer selbst zu terroristischen Mittel greift.

    Indem ich diese Selbstverständlichkeit anzweifle, mit der der Staat Israel Tötungen an unschuldigen Zivilisten begeht (ich verweigere mich hier dem verharmlosendem Begriff des Kollateralschadens), bestreite ich weder das Existenzrecht Israels oder dessen Recht auf angemessene Zur Wehr Setzung. Und ich bin schon ganz und gar nicht antisemitisch durch diese Kritik.

    Abschließend würde ich erwarten, dass in diesem Artikel klare Belege geliefert werden, die Herrn Herrmanns gerechtfertigt dem Vorwurf des Antisemitismus aussetzen. Dann wäre ich auch bemüht, über dessen Rolle und die des WDR nachzudenken.

    Solange dies nicht erfolgt, bleibt der Artikel ein Vorwurf. Unter 1000 Anderen, in unserer Zeit so vorschnell Vorgetragenen.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Seit 2004 widmet sich die sogenannte “Klagemauer” unter Verantwortung von Walter Herrmann inhaltlich einer verzerrenden und einseitigen Darstellung des palästinensisch-israelischen Konflikts.

      Ich schlage vor, sie schauen sich die Mauer an und erstarren vor Schreck. Der Dalai Lama Eintrag ist lange her, fast alle, die einst für diese Installation waren, haben sich angewidert abgewandt.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Die Belege finden Sie in dem Artikel, zu dem Sie gelangen, wenn Sie hier auf Walter Herrmann klicken.

      http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/10/09/nazi-herrmann/

      • Mac Baed schreibt:

        Danke für die Information.. Da ich selbst nicht aus Köln stamme, bleibt mir eben nur Information oder Verweise darauf einzufordern.
        Die Tatsache, dass ich nicht aus Köln stamme, entrechtet mich hoffentlich nicht zu einem Thema von offenkundig überregionaler Bedeutung Stellung zu nehmen?

        Ich habe eine große Bitte an Sie. Eine ernstgemeinte bitte. Ich habe mit großem Befremden gelesen, was für Art E-Mails Ihnen zum Teil entgegenbranden. Es ist nicht mein Bestreben, die Klagemauer oder den Walter Herrmanns zu rechtfertigen. Ich kann sie mangelns genauer Kenntnis weder rechtfertigen noch verdammen.

        Worüber ich gerne mit Ihnen den Austausch betreiben würde, wäre das sprachliche Gleichsetzen der beiden Worte Israel und Juden. Sie tun dies in dem Artikel, auf den Sie in ihrer Antwort verwiesen haben. Und es geht mir eben NUR und EINZIG darum, warum sie die diese zwei Worte, die semantisch eine komplett verschiedene Bedeutung aufweisen, so in einen Topf werfen.
        Für mich, als Leser des Arikels, kommt so der (vermutlich nicht beabsichtigte) Eindruck durch, man wolle eine Kritik des Vorgehens des Staates Israel automatisch mit Anti-Semitismus verknüpfen.
        Es ist dieser Verknüpfungsversuch, gegen den ich mich entschieden wehre, Das hat zunächst nichts mit diesem kölner Aktivisten oder dem WDR zu tun. (Damit werde ich mich noch eingehend befassen, bevor ich urteile).
        Das Gesprächsangebot ist ehrlich gemeint. Über eine E-Mail würde ich mich freuen: korrelat@genial.ms

        Lieben Gruß.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Wichtig ist, die Klagemauer begann wirklich als ehrenwerte Aktion. Auch ich habe noch in den 90ern das Konzept sehr gelobt. Es war eine spannende Form der Demo. Aber die Einseitigkeit seit spätestens 2004 ist echt erschreckend. Und außer ein paar Wochen mal Hiroshima macht Herrmann nichts weiter als Israel verteufeln. Es ist schon echt unschön.

        • Dante schreibt:

          Für mich, als Leser des Arikels, kommt so der (vermutlich nicht beabsichtigte) Eindruck durch, man wolle eine Kritik des Vorgehens des Staates Israel automatisch mit Anti-Semitismus verknüpfen.

          Will man hier nicht, auch wenn ein Troll dies behauptet übrigens ein exzellentes Beispiel für das, was ich unter einer Antisemitismuskeulen-Keule verstehe. Ähnlich wie die Antisemitismuskeule dient diese dazu, jeden Widerspruch und jede Kritik unter den Generalverdacht eines moralisch fragwürdigen und einer vernünftigen Diskussionskultur abträglichen Verhaltens zu stellen, um sich der Auseinandersetzung eben nicht wirklich stellen zu müssen.
          Aber Ihre Frage war ja die, in wiefern die Klagemauer judenfeindlich ist. Nun, zum einen geht es natürlich um Inhalte. Es wurde bereits ein Plakat erwähnt, das einen mit Davidsstern als Juden gekennzeichneten Menschen beim Verspeisen eines Kindes zeigt. Die dahinter steckende Botschaft Der Jude verspeist bzw. tötet Kinder ist im Grunde eine Neuauflage der alten Ritualmord-Verleumdung, und selbstverständlich ist dies judenfeindlich. Man könnte als Apologet dieser Wand natürlich einwenden, nicht Den Juden, sondern den Staat Israel gemeint zu haben, aber erstens hätte dann ganz klar die israelische Staatsflagge und nicht etwa der bloße Davidsstern abgebildet sein müssen. und zweitens wäre auch dies noch immer eine Verzerrung der Realität zu einer einseitigen Gewaltherrschaft, die sowohl den arabischen Terror als auch den Vernichtungswillen vieler Araber (beileibe nicht nur Palästinenser) gegenüber Israel (und je nach politischer Couleur auch seinen Bewohnen) komplett ausblendet.

          Zum anderen noch die Einseitigkeit der Kritik an dem einzigen Land, in dem Juden nicht auf das Wohlwollen einer nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft angewiesen sind, sondern selbst die Mehrheitsgesellschaft bilden:
          Wenn mir die unzähligen Kriege, Bürgerkriege, Völkermorde etc., die sonst auf der Welt unzähligen Menschen das Leben zur Hölle machen und oft vorzeitig beenden, am Allerwertesten vorbei gehen und meine ganze Kritk sich ausschließlich gegen den jüdischen Staat richtet, ist dies zwar kein klarer Beweis dafür, dass ich Judenfeind bin, aber ich muss mich zumindest nicht darüber wundern, wenn ich in den Verdacht gerate, einer zu sein.
          Mir kommt manchmal der Gedanke in den Sinn, dass die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland sich glücklich schätzen können, dass ihre Gegner Juden sind bzw. der jüdische Staat ist, weil dieser Umstand die Anteilnahme eines großen Teils der Weltöffentlichkeit offensichtlich ins Unermessliche steigert.

          • Mac Baed schreibt:

            Das von ihnen geschilderte Plakat ist klarerweise keine sachliche Auseinandersetzung mit dem israelischen-palästinensischen Konflikt. Wenn ich in meiner Kritik Israel meine, muss ich Israel sagen und oder die Flagge Israels verwenden und nicht den Davidsstern. Da gehe ich vollkommen mit ihnen mit.

            Mir fiel aber auch auf, dass Fotos von Plakaten der Klagemauer, die wirklich nur den Begriff Israel enthielten von einigen Lesern dieses Blogs sofort mit Juden übersetzt haben.

            Das halte ich nach wie vor für ein falsches Vorgehen. Da es dem Author aber primär um die die Klagemauer selbst geht und nicht generell um das Thema Anti-Semitismus, möchte ich hier nicht weiter vertiefen.
            Zu Gesprächen stehe ich aber gerne zur Verfügung.

            Lieben Gruß und schönen Tag

          • Dante schreibt:

            Mir fiel aber auch auf, dass Fotos von Plakaten der “Klagemauer”, die wirklich “nur” den Begriff “Israel” enthielten

            Das schon, und da kann man natürlich immer behaupten, die Kritik richte sich nur gegen Israel und eben nicht gegen die Juden und sei daher nicht judenfeindlich. Einseitigkeit kann man dieser Kritik aber sehr wohl vorwerfen, und diese Einseitigkeit wirft die Frage auf, ob diese Fokussierung der Kritik auf Israel nicht doch etwas damit zu tun hat, dass es sich eben um den Staat der Juden handelt. Selbst wenn die Kritik als solche nicht offen judenfeindlich ist, kann es die Motivation dahinter sehr wohl sein. Es handelt sich um jene verdruckste Judenfeindlichkeit, die Juden zwar hassen, aber nicht als Judenhasser gelten will und daher lieber Israel als die Juden sagt.
            Manchmal verrät sich auch jemand, etwa wenn er die Frage stellt:

            Wie viele Jahrhunderte will das israelische Volk noch unsere “Eine Welt” erpressen?

            Israel und damit das israelische Volk gibt es erst seit 1948, also kann das israelische Volk gar nicht seit Jahrhunderten die Welt erpresst haben, wie Gerd Buurmann im Artikel Nazi-Herrmann dargelegt hat. Außerdem erpressen niemals Völker, sondern Individuen, Organisationen und Regierungen jemanden. Einem ganzen Volk so etwas vorzuwerfen, ist also generell ein Unding, selbst wenn man damit tatsächlich das israelische und nicht etwa das jüdische meint. Aus dem Munde eines Deutschen ist ein solcher Vorwurf zudem ein Bumerang, denn wie wil jemand, der dies tut, noch glaubwürdig gegen einen Kollektivschuldvorwurf argumentieren?

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Antisemitismus und Antizionismus sind im Grunde nichts weiter als Spielarten des klassischen Judenhasses, der immer und zunächst einmal religiös motiviert ist.

            Vor drei Jahren wurde mir diese Tatsache wieder besonders bewusst, als ich in einer amerikanischen Talkshow mit Donny Deutsch hörte, was die Christin und bekennende Konservative Ann Coulter über ihre Religion zu sagen hatte:

            “Es wäre besser, wenn alle Menschen Christen wären. Die Juden haben zwar ihre Gesetze und Gebote, aber wir haben eine Abkürzung. Im Grunde sind Christen perfektionierte Juden. Juden haben das Alte Testament und wir haben Federal Express. Im Alten Testament wurde Gott oft zornig, da sich die Menschen nicht an seine Regeln halten konnten, aber Jesus ist gekommen, um für unsere Sünden zu sterben. Die Juden haben zwar ihre Gebote, an die sie sich halten müssen, aber wir haben Jesus, der für unsere Sünden gestorben ist. Der Christ ist somit ein perfekter Jude.”

            Ann Coulter ist zwar keine Theologin, aber ihre Worten reflektieren doch sehr stark gängige christliche Praxis. Sie mag zwar in ihrer Radikalität nicht von allen Strömungen des Christentums gelebt werden, aber sie ist christliches Fundament. Laut dem Evangelium von Johannes, sind Juden jene „Söhne des Teufels“, die die perfektionierte jüdische Lehre von Jesus nicht annehmen wollen:

            „Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht. Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott.“ (Johannes 8, 42-47)

            Für Paulus ist es deshalb auch klar, dass jene Juden, die Jesus Lehre nicht leben wollen, auch seinen Tod zu verantworten haben:

            „Ihr seid nämlich, Brüder, Nachahmer der Gemeinden Gottes in Judäa geworden, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt von den eigenen Landsleuten dasselbe erlitten wie jene von den Juden, die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt haben, die Gott nicht gefallen und allen Menschen feindlich sind, indem sie uns hindern, den Heiden zu ihrer Rettung. So machen sie das Maß ihrer Sünden unablässig voll. Es ist aber schon der ganze Zorn über sie gekommen.“ (1. Thess 2, 13-16)

            Nirgends tritt die judenfeindliche Tendenz des Christentums deutlicher hervor, als während der Karfreitagsfürbitte für Juden. Seit dem 6. Jahrhundert bitten Christen bei Gott darum, den Schleier vom Herzen der “treulosen” Juden zu nehmen und ihnen die christliche Erkenntnis zu schenken, um sie so der „Verblendung ihres Volkes“ und der „Finsternis” zu entreißen. Eine zaghafte Kritik an der traditionellen Judenfürbitte wurde erst nach der Shoa formuliert. Seit 1956 veränderte der Vatikan sie schrittweise. Israles Erwählung zum Gottesvolk wird seitdem stärker betont, aber um die Treue der Juden wird nichtsdestotrotz weiterhin gebetet.

            Das Christentum ist nunmal eine Gemeinschaft, die aus dem Judentum entstanden ist. Die frühen Christen verstanden ihre Lehre zuerst noch als reine Fortführung des Judentums und waren somit im Grunde eine unter vielen jüdischen Sekte. Im Verlaufe der Zeit jedoch wurden die jüdischen Wurzeln immer mehr abgestreift und eine Annährung an das Römische Reich vollzogen. Im Zuge dieser Trennung wurde aus einer subjektiven Fortentwicklung des jüdischen Glaubens eine Trennung und dadurch eine subjektive „Perfektionierung“ des jüdischen Glaubens. Das Christentum war geboren.

            Dass sich Christen als perfektionierte Juden verstehen, kann man auch an der mittlerweile zweitausendjährige Geschichte des Christentums erkennen. Der Umgang vieler Christen, also der perfektionierten Juden mit jenen Juden, die sich einer Perfektionierung verweigerten, wurde immer brutaler. Einen traurigen Höhepunkt fand diese Brutalität in dem Reformator Martin Luther und seinem Werk „Von den Jüden und ihren Lügen”:

            „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

            In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ fordert Martin Luther jene Dinge, die im 20. Jahrhundert am Wannsee in Berlin zur deutschen Staatsräson unter Hitler werden sollten:

            „Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

            Etwas ähnliches erleben wir auch im Islam, der sich ebefalls als Fortführung des alten jüdischen Glaubens versteht und ebenfalls fest davon überzeugt ist, dass die Welt friedlich wäre, wenn nur alle den Islam annehmen würden. Es verwundert daher nicht, dass auch im Islam ein brutaler Judenhass zu finden ist. In einer erst jüngst gehaltenen Predigt des Sheich Ibrahim Madhi in der Sheik ‘Ijlin Moschee befasst sich der Redner mit einer Hadith-Stelle, in der Mohammed die perfekte Welt erst nach dem Tod aller Juden verorten kann.

            Mohammed sagt dort: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.”

            Sheich Ibrahim Madhi interpretiert: „Der Prophet sagt: ‘Die Juden werden gegen euch kämpfen, und Allah wird Euch als Herrscher über sie setzen.’ Wir blasen sie in die Luft in Hadera, wir blasen sie in die Luft in Tel-Aviv und in Netanya. Und auf diese Weise wird Allah uns als Herren über diese Rotte hergelaufener Landstreicher setzen. Wenn ein Jude sich hinter einem Stein oder einen Baum versteckt, dann werden der Stein oder der Baum sagen: Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn…“

            Judenhass ist eine Eigenschaft, die das Christentum und den Islam vereint. Deshalb überrascht es mich auch immer ein wenig, wenn von einem christlich-jüdischen Kulturkreis in Europa gesprochen wird. Die christlich-jüdische Tradition in Europa besteht zum größten Teil aus einer Verfolgung der einen Religion durch die andere. Wenn man in Europa schon von einer Zusammenarbeit zweier Religionen sprechen möchte, so wäre die Rede von einem christlich-islamischen Abendland angemessener, wenn sie sich auch erst in den letzten 100 Jahren entwickelt hat. Als die NSDAP unter Adolf Hitler ihren mordenden Judenhass propagierte, ging Heinrich Himmler ein Bündnis mit Teilen des Islams ein, u.a. mit dem Mufti Al Husseini. Dieses Bündnis wird noch heute von islamischen Organisationen als heilig angesehen, der Hitlergruß ist gängige Praxis bei der Hamas wie bei der Hisbollah, wie man hier und hier sehen kann.

            Natürlich gab es auch christlichen und muslimischen Widerstand, der sich aus der Religion heraus definierte, aber der Hass entsprang eben der selben Quelle; genauso wie sich die Nazis und Teile des Widerstands auf Deutschland bezogen. Als sich Deutschland brutal gegen die Juden wendete, gab es überwiegend nur ein lautes Schweigen und teilweise sogar ein aktives Mitlhelfen der christlichen und islamischen Religionen. Das war gelebte christlich-islamische Zusammenarbeit. Heute haben sich die Christen zwar von ihrem radikalen Judenhass verabschiedet, aber unter Muslimen gibt es ihn leider noch. Mehrere islamische Staaten, unter ihnen Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen sind nach wie vor stolz darauf, „judenfrei“ zu sein. Sie haben geschafft, woran Hitler gescheitert war.

            Der Judenhass hat seine Wurzeln im Christentum und im Islam und die kommenden judenfeindlichen Ideologien haben ihre Saat allesamt in diesen fruchtbaren Boden gestreut. Der Antisemitismus ist nur der pseudo-wissenschaftliche Versuch, dem alten religiösen Judenhass ein neues modernes Gewandt zu geben. Als im Zuge der Aufklärung immer mehr Menschen die Kostüme der christlichen Dogmen und Fundamentalismen abgelegt und sich somit auch der Socken des christlichen Judenhasses entledigt hatten, erkannten sie, dass sie zwar nackt waren, aber immer noch keine Juden mochten. Der Judenhass hatte sich in der langen traditionellen Ausübung der Religion so tief in ihre Herzen verankert, dass sie als Relikt des alten Glaubens Eingang in das Zeitalter der Wissenschaft erhielt.

            Die Ideologie des Antisemitismus’ geht auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und war erklärter Atheist. In seiner linken Überzeugung waren die Juden schuld am Liberalismus, weil er sich den jüdisch konnotierten Kapitalinteressen verschrieben habe. In Berlin erschien im Februar 1879 Marrs Propagandaschrift “Der Sieg des Germanenthums über das Judenthum – Vom nichtconfessionellen Standpunkt aus betrachtet”, die noch im selben Jahr zwölf Auflagen erlebte. In dieser Schrift grenzt sich Marr deutlich von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreibe. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Einführung des Begriffs „Antisemitismus“ in den zeitgenössischen politisch-gesellschaftlichen Diskurs. Es ist allerdings nicht sicher, dass die Begriffsschöpfung tatsächlich auf ihn zurückgeht, da das Adjektiv „antisemitisch“ schon 1873 belegt ist. Marr prägte jedoch wesentliche Klischees und Schlagworte, die weit über seinen persönlichen Erfolg hinaus weiterwirkten und die Diskussion um die „Judenfrage“ bestimmten. So legte er 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

            Wilhelm Marr gehört somit zu jenen aufgeklärten Demokraten, die zwar auf Gott und den König, nicht aber auf den Judenhass verzichten konnten. Mit pseudo-wissenschaftlicher Akribie wurde der Judenhass intellektuell rehabilitiert und dadurch brutalisiert; denn war es bei dem religiösen Judenhass noch möglich, dass ein Jude Christ werden konnte, um der Verfolgung zu entgehen, war der Jude für den Antisemiten ein ewiger Jude und nur durch die physische Vernichtung zu entfernen.

            Der Antisemitismus ist somit nichts weiter als die Rettung des Judenhasses für die vermeintlich Aufgeklärten. Als es aber in Deutschland zum Holocaust kam, da waren es nicht nur die Aufgeklärten und Demokraten, die die Vernichtung der Juden vorantrieben, unterstützten und tolerierten, sondern auch die gottesfürchtigen Bürgerlichen, die gläubigen Bauern und Arbeiter und die nostalgischen Aristokraten und Theologen. Viele von ihnen hatten Darwin, Nietzsche und all die anderen modernen Philosophen und Wissenschaftler nicht mal genug gelesen, um sie missverstehen zu können, aber an der Vernichtungsindustrie waren sie dennoch beteiligt. Ihre Lust am Judenmord speißte sich nach wie vor durch den klassischen christlichen Judenhass, ohne den Hitler seinen antisemitischen Wahn niemals hätte umsetzen können.

            So wie der Antisemitismus der Versuch ist, dem klassischen Judenhass eine pseudo-wissenschaftlich Grundlage zu geben, so ist es der Versuch des Antizionismus’, dem klassischen Judenhass eine pseudo-politische Grundlage zu geben. Als der Antisemitismus mit seiner Rassenlehre als Unfug entlarvt wurde, standen die Judenhasser wieder einmal nackt da, ohne Gott und ohne König, aber immer noch mit dem Gefühl, keine Juden zu mögen. Es brauchte also wieder eine intellektuelle Erklärung für den Hass auf Juden: Der Antizionismus war geboren.

            Für Antizionisten ist Israel das “zionistische Ungeheuer”, das den Weltfrieden gefährde wie sonst kein anderes Land. Nur die Vernichtung des Staates Israels scheint für viele in Frage zu kommen. Israel ist das einzige Land, dessen Existenz in Frage gestellt wird. Bei keine Nation sonst und mag sie noch so einen wahnsinnigen Führer und Diktator mit Atombombe haben, wird die Frage nach der Existenzberechtigung gefragt. Israel ist halt die Jüdin unter den Nationen.

            Es gibt gerade mal 0,1089% Israelis auf der Welt. 99,9% der Bevölkerung werden somit von Nicht-Israelis gestellt. Alle Juden zusammen ergeben gerade mal 0,22% der Gesammtbevölkerung. Dennoch hält sich der wackere Glaube vom starken und vor allem stets präsenten Juden und mächtigen Israel. Es ist geradezu amüsant wieviel Menschen an die Macht der Juden glauben. Wenn man diese Menschen nun fragt, wie es denn um den Einfluss der Holländer (0,25% der Gesamtbevölkerung), der Deutschen (1,22%), der Chinesen (19,5 %), der Muslime (19,26%) oder der Christen (31,11%), bestellt sei, schauen diese Menschen nur ganz verwirrt, ganz so als habe man gerade eine völlig absurde Frage gestellt. Nur die Frage nach dem Einfluss der Juden ist selbstverständlich nicht absurd. Die Juden sind halt etwas ganz besonderes. Und weil sie etwas ganz besonders sind, müssen sie sich auch ganz besonders benehmen. Sie sollen brav und anständig sein, wie ein wohlerzogenes Kind, das zur Vergewaltigung zum lieben Onkel geschickt wird. Solange sich Juden schön abschlachten lassen, werden sie von allen geliebt; aber wehe, sie fangen an, sich zu wehren, dann hört der Spaß auf. Der Israel-Gaza-Konflikt von Anfang 2009 ist dafür das beste Beispiel.

            Zwar erlaubt es das Völkerrecht, dass eine Nation sich zu Wehr setzen darf, wenn Bomben auf ihr Territorium abgefeuert werden, aber für Israel gilt das nicht. Obwohl das Land vom Gazastreifen aus monatelang mit Bomben beworfen wurde, begann für die Weltöffentlichkeit die Katastrophe erst, als Israel anfing, sich zur Wehr zu setzen. Die Weltöffentlichkeit war geradezu empört über die Unverschämtheit der Israelis, sich nicht einfach so abschlachten zu lassen.

            Während in letzten Jahrzehnten übelste Menschheitsverbrechen in Ruanda, Kambodscha, Srebrenica stattgefunden haben und im Iran und in Nord-Korea Menschen in absoluter Unterdrückung leben, hat die UN mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet, wie gegen alle anderen Nationen der Welt zusammen! In einer geradezu manischen Fixiertheit auf nur 0,1089% der gesamten Weltbevölkerung, sieht die UN ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss, während 99,9% der Welt mit geradezu christlicher Milde beäugt werden.

            Was den Antizionismus besonders gefährlich macht ist die Tatsache, dass er von dem klassischen religiösen Judenhass des Islams gestützt wird. Der Islam jedoch war im Gegensatz zum Christentum noch nie nackt im aufklärischen Sinne. Der Islam trägt noch bis heute die Burka des Judenhasses. Der Bart des Antijudaismuses ist im Islam noch lange nicht. Die Bombe des Judenmordes tickt um so manchen Bauch.

            Genau deshalb nehme ich mit wachsender Beunruhigung die Blindheit bei vielen Vertreterinnen und Vertretern in der deutschen Politik, Justiz und bei den Medien wahr. Es ist nicht der Antisemitismus der Neo-Nazis, der uns beunruhigen sollte, sondern der Antizionismus des radikalen Islams uns seiner nicht selten linken Apologeten. 1979 war Alice Schwarzer einer der ganz wenigen Journalistinnen, die nicht im allgemeinen Jubelschrei über die islamische Revolution im Iran ausbrach, wie viele ihrer linken männlichen Kollegen, sondern sich deutlich einer kulturrelativistischen Verharmlosung der Schreckensherrschaft des fundamentalistischen Islams verweigerte.

            Der Antizionismus ist der Antisemitismus des 21. Jahrhunderts. Der Antisemitismus wiederum ist der Judenhass des 20. Jahrhunderts. Der Judenhass aber hat eine zweitausendjährige Tradition.

            Die Tradition fährt fort im neuen Gewandt

          • Mac Baed schreibt:

            Ich bin ganz erstaunt, dass Ihre reflexartig beifallklatschenden Befürworter hier nicht in Jubelstürme ausbrechen und geifernd Siehste, haben wir ja gleich gesagt zum Besten geben.

            Genauso verwundert bin ich auch, dass sich keiner der Was hat das mit dem ursprünglichen Thema zu tun Fraktion zu Wort meldet. Übrigens meldet sich auch derjenige nicht zu Wort, der eine gewisse Langatmigkeit meiner Beiträge zu kritisieren wusste. Aber, so lehrt uns das Sprichwort: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe!.

            Also was hat Ihre sehr ausschweifende Antwort mit dem ursprünglichen Thema WDR Klagemauer zu Köln zu tun?

            Gar nichts! Richtig! Ich bemühe mich dennoch einige Aspekte aufzugreifen, die sie angeschnitten haben. Und vorneweg: Es ist mein gutes Recht nicht alle angesprochenen Aspekte aufzugreifen. Meine eingebrachten Aspekte finden ja auch nicht allesamt eine Reflektion.

            Der jüdische Glaube ist im Vergleich mit dem christlichen oder muslimischen die deutlich älteste Glaubensrichtung. Demzufolge ist die historische Zeitspanne, in der man Verfolgung, Unterdrückung ausgesetzt sein konnte, logischerweise die Längste, Der Umstand, seines Glaubens wegen unterdrückt, verfolgt und ja auch Hass und Gewalt ausgesetzt zu sein, ist aber geschichtlich wie aktuell nicht auf Juden alleine beschränkt. Christen wurden über Jahrhunderte ebenso verfolgt und Kopten erleiden dieses Schicksal noch heute. Muslime finden sich in christlich geprägten Gesellschaften heute ebenso einem Terrorismus Generalverdacht ausgesetzt, der ans Absurde grenzt.

            Die Lehre, die die Menschheit aus all diesem Leid und dem Unrecht der Verfolgung und Unterdrückung Andersdekender (diesen Begriff politisch wie religiös gedacht) hätte ziehen müssen, lautet: für Unrecht und Leid kann es keine, darf es keine Rechtfertigungen geben. Das wirklich Traurige ist, dass die Menschheit (ein Begriff, der Juden, wie Christen, wie Muslime, Mann und Frau, jede Hautfarbe, jede Nationalität einschliesst!) daraus nie Lehren zu ziehen mochte.
            Mahatma Gandhi brachte das auf den Punkt:
            „Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“

            Insofern gehe ich nicht auf die Aussagen von Luther im Jahre 1400 ein. Ein Satz über den ich 600 Jahre später nur den Kopf schütteln kann. Natürlich. Aber es ist das Jahr 2012, bald 2013, es ist die Gegenwart für die ich als Mensch Verantwortung habe und trage. Ich kann mein heutiges Handeln und Fühlen nicht mit Aussagen aus dem Jahre 1400 (nach christlicher Zeitrechnung) rechtfertigen oder begründen.

            Aber sie leiten u.A. daraus ja einen historisch begründeten und belegbaren Judenhass ab. Darüber kann ich nur den Kopf schütteln. Sehr interessant fand ich auch die Deutung, dass sich aus der christlichen Karfreitagsfürbitte ein Judenhass belegen liese. Diese Fürbitte ist keineswegs freundlich.Richtig. Aber jede monotheistische Religion dieser Welt kennt das Prinzip der Ausgrenzung Andersgläubiger. Die eigene Heilslehre gilt nur dem eigenen Glaubenskreis. Hierin unterscheiden sich Juden nicht von Christen und Muslimen. Nach jüdischem Glauben gehöre ich als Christ nicht zu Gottes auserwähltem Volk. Ich müsste nun sehr paranoisch veranlagt sein, wollte ich aus diesem Sachverhalt einen natürlichen Christenhass des jüdischen Glaubens ableiten.

            Paranoia strikes deep, into your life it will creep, it starts when youre always afraid. (aus einem US-amerikanischen Protestsong zu Zeiten des Vietnamkrieges)

            Wenn ich mir einrede, dass die ganze Welt mich hasst, glaube ich irgendwann daran.
            Dann lese ich natürlich auch aus dem Satz Ich kritisiere die Mittel, die Israel bei der Bekämpfung der terroristisch geprägten Hamas einsetzt als nicht verhältnismäßig:

            Oh, ich werde (mal wieder) in meine Eigenschat als Jude gehasst!
            Wenn Sie so reagieren, ist das zum Einen zunächst mal sehr beleidgend dem Gegenüber, der diesen Satz formuliert hat. Denn sie kennen die Intention nicht. Sie mutmaßen über vermeintlichen Hass und begehen in Ihrer Art Alles und Jeden über einen Kamm zu scheren genau die Ungerechtigkeit, über die sie sich beklagen!

            Zum Abschluß möchte ich Ignaz Bubis ins Gedächtnis rufen. Ein Mensch von großer Weitsicht, der (leider vergeblich) bemüht war, Aus- und Abgrenzungen entgegenzuwirken. Herr Bubis versuchte immer den Begriff des deutschen Juden an die Stelle von Juden in Deutschland zu setzen. Er erkannte die Ausgrenzung dieses Ausdruckes die den Meißten zu eigen wahr sogar den jüdischen Mitbürgern selbst.

            Kurz vor seinem Tod zog Ignaz Bubis über seine Amtszeit als Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland Bilanz:
            Ich wollte diese Ausgrenzerei, hier Deutsche, dort Juden, weghaben. Ich habe gedacht, vielleicht schaffst du es, daß die Menschen anders über einander denken, anders miteinander umgehen. Aber, nein, ich habe fast nichts bewegt.

            So stehe ich denn nun heute hier und ärgere mich über Ausgrenzungen, die nicht ich in die Welt gesetzt habe, sondern die mir entgegen branden weil ich eine Meinung vertrete, die ich nach wie vor für vertretenswert empfinde.

            Indem ich sage, ich halte die Mittel, die der Staat Israel bei der Bekämpfung der terroristischen Hamas anwendet für nicht angemessen sage ich nämlich:
            1) Dass ich Israel ein Verteidigungsrecht NATÜRLICH zugestehe
            2) Das die Hamas eine terroristische Vereinigung darstellt
            3) Dass ich die von Israel angewendeten Verteidigungsmittel aber nichtfür VERHLTNISMÄSSIG erachte

            Was ich nicht sage, und was ich mir verbitte, weil sie eine Form von Unterstellung beinhalten, die einer DISKUSSION nicht würdig sind.

            A) Ich sprach nicht von Juden
            B) Ich sprach nicht von Mord
            C) Ich gab keinerlei Versuch ab, das terroristische Vorgehen der Hamas in irgendeiner Form zu rechtfertigen (also ersparen sie mir klägliche Versuche das Unrecht, das Kindern, Frauen, Alten und Kranken zuteil wird, mit dem Jahrhunderte währenden Unrecht , die Menschen jüdischen Glaubens zuteil wurde, rechtfertigen zu wollen!)

            Mit besten Grüßen

          • kleines Südlicht schreibt:

            Schade, daß man keine Video-Installation gegenüber der kölner Hasspappe aufstellen kann das hier langsam vorgelesen in Endlosschleife dürfte sonst auf keinen Fall fehlen!

          • kleines Südlicht schreibt:

            hmmmm. finds ein Bißchen verwirrend, daß teilweise neuere Beiträge vor den älteren landen, geht das irgendwie zu moderieren? Merci bien im voraus!
            (Dadurch hat sich z.B. der Sinn von meinem letzten Beitrag durch fehlenden Bezug zum Beitrag des Hausherrn fast aufgelöst.)

          • Schula schreibt:

            Der jüdische Glaube ist im Vergleich mit dem christlichen oder muslimischen die deutlich älteste Glaubensrichtung. Demzufolge ist die historische Zeitspanne, in der man Verfolgung, Unterdrückung ausgesetzt sein konnte, logischerweise die Längste,

            Damit zeigen Sie nur, daß Sie von der Geschichte des jüdischen Volkes und der Geschichte des Antijudaismus und Antisemitismus keine Ahnung haben.
            Und nicht nur darauf bezogen. Mit Ihnen hat es keinen Sinn.
            Und Tschüß.

    • Yael schreibt:

      Es wurden unzählige Artikel zu dieser antisemitischen Schandmauer geschrieben, nicht nur hier. Man muss sich daher erst einmal informieren, bevor man solche Vorwüfe von sich gibt.

      • Mac Baed schreibt:

        Welcherlei Vorwürfe soll ich denn bitte gemacht haben? Vielleichthaben Sie ja meinen Argumentationshergang nicht gelesen?
        Nun, ich hale mich für einen geduldigen Menschen, und hitzig geführte Debatten erscheinen eben diese Geduld auch immer wieder zu erfordern. Ich möchte Ihnen kurz erläutern, was meiner Antwort auf den tapferen Artikel aus dem Nirgendwo motivierte:

        Vielleicht shene Sie dann auch, dass zu solch polemischer Antwort keinerlei Anlass bestand:
        Ich werde per Zufall auf einen Bloginhalt unter freshly pressed aufmerksam. Ich entscheide, oho interessiert mich. Ich klicke , ich lese. Mich beschleicht beim Lesen der Verdacht, dass ich durch diesen Artikel noch nicht vollumfänglich informiert bin (was ich in der Antwort auch zum Ausdruck bringe) und recherchiere (was ebenfalls in der Antwort zu lesen ist). Nun gerate ich in den Konflikt, dass mir der Artikel eben deswegen tendenziös erscheinen muss, weil er mich eben nicht genau informiert (kann er auch nicht, ist ja ein Blog und kein Zeitunsartikel).

        Damit stelle ich mich weder auf die Seite, dieses Walter Hermanns, noch heiße ich das WDR Verhalten implizit gut. Es gibt aber, will man sich den Anspruch der Kritikfähigkeit erhalten, keinen Argumentationsautomatismus, zur Übernahme bestimmter Haltungen.

        Darüber hinaus, erkenne ich aus ihrer Haltung nicht unbedingt eine Gesprächsbereitschaft, Ich persönlich bedauere dies.

      • Yael schreibt:

        Welcherlei Vorwürfe soll ich denn bitte gemacht haben?

        Das sehe ich schon als Vorwurf:

        Diese reflexartig vorgetragenen Pseudo-Argumente und Slogans wie antisemitisch dienen ja nur dem Versuch Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen. Wer sich einem Vorwurf nicht stellen will, versucht zunächst jeden Kritiker mundtot zu machen, indem er ihn diskreditiert – zum Beispiel mit dem Vorwurf des Antisemitismus.

        Sie suggerieren, dass Herr Buurmann Antisemitismusvorwürfe von sich gibt, ohne die angeblich zu belegen. Denn es wäre ein leichtes gewesen, hier mal nachzulesen, was es noch an Artikeln über Herrmann gibt, es sind unzählige. Ich informiere mich immer zuerst über andere Artikel worum es in einem Blog geht und wer der Autor ist.

        • Yael schreibt:

          Leider steht mein Beitrag auf Mod, passiert leider manchmal. Daher müssen Sie noch warten, bis er freigeschalten wird.

        • Mac Baed schreibt:

          Stimmt, das kann man so lesen und interpretieren wollen. Insofern Herr Buurmann dies ebenso empfindet, hätte es ihm frei gestanden, meine Antwort nicht zu genehmigen.

          Da wir über Empfindungen von Herrn Buurmann räsonieren, gilt meine ehrliche Versicherung zunächst ihm, dass, dies nicht die Intention meiner Antwort gewesen ist.

          Wie sie selbst festgestellt haben, sind sprachliche Wendungen sehr leicht fehlinterpretierbar.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Die Intention habe ich nie unterstellt. Sie können nix für die Wichser, die mir Hassmails schreiben. Seien sie bitter weiter kritisch und ja, artikulieren Sie dies. Nur so erkenne ich meine Fehler und kann sie korrigieren. Im Artikel von mir gehe ich tatsächlich nicht auf die Geschichte der Klagemauer ein, aber ich finde, eine Verlinkung reicht.

    • Yael schreibt:

      Diese reflexartig vorgetragenen Pseudo-Argumente und Slogans wie antisemitisch dienen ja nur dem Versuch Auseinandersetzungen aus dem Wege zu gehen. Wer sich einem Vorwurf nicht stellen will, versucht zunächst jeden Kritiker mundtot zu machen, indem er ihn diskreditiert – zum Beispiel mit dem Vorwurf des Antisemitismus.

      PS: Es gibt übrigens auch die Antisemitismus-Keule-Keule.

      • Mac Baed schreibt:

        Gibt es. Und es gibt die Antisemitismus Keule-Keule-Keule. Und was besagt das?
        Es besagt nach meinem Verständnis dass man aus solchen Schleifen nur gelangt, wenn man miteinander spricht und sich die Hand reicht, statt mit diesen Keulen aufeinander einzudrechen.
        Meine Hand ist ausgestreckt. Es liegt keine Keule darin. Wenn Sie mit mir das Gespräch suchen, so würde ich mich über eine E-Mail freuen: .korrelat@genial.ms (Hintergrund dieses Angebotes: dieser Artikel ist aus Sicht seines Urhebers ja der Auseinandersetzung mit der Klagemauer gewidmet. Dazu habe ich eine Meinung kundgetan. Unser Thema: Keule vs. Keule ist aber ein Allgemeines und hat mit diesem Artikel nichts mehr zu tun).

        Lieben Gruß

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Wie wäre es, gar nicht erst in den Kreislauf einzusteigen? Der Vorwurf einer Antisemitismus-Keule ist absurd. Und wer sie schwingt, soll hinterher nicht sagen, lass uns damit aufhören. Dann schwingen sie damit nicht. Lassen Sie uns also reden, aber ohne, dass sie vorher betteln, aber bitte nicht Antisemit sagen. Lass uns reden. Und wenn das Wort Antisemit fällt, schauen wir weiter. Nicht vorher,

          http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2010/06/01/die-auschwitzkeule/

          • Mac Baed schreibt:

            Ich habe nicht gebettelt, daß man nicht mehr zuschlägt. Wenn es denn befriedigt, soll man mit der Keule zuschlagen. Die Frage ist allerdings berechtigterweise nicht wer angefangen habe, sondern wer zuerst aufhört.
            Sie und andere, die sich hier offenbar geprügelt vorkommen, haben mir sprachlich zu verstehen gegeben, dass sie es als Keule empfinden. ich habe das zuvor getan. Ich habe ebenfalls signalisiert, dass man als MENSCH in seinen Gefühlen ebenso verletzt sein kann, wenn die eigene Haltung (zu irgend etwas nennen wir es x einen kritischen Standpunkt und dieser Standpunkt generell mit einer Geisteshaltung y gekoppelt wird). Als Inhaber eines kritischen Standpunktes x der aber die vermutete und generelle Geisteshaltung Y in keinster Weise inne hat, noch sie verteidigt, BIN ICH ANGEGRIFFEN. Keule, wie ihr so schön sagt.
            Insofern könnte man durchaus hinterfragen, wer da zuerst die Keule ausgepackt hat. Wir beide scheinen aber darin übereinzustimmen, das ein Keulengang durchbrochen werden kann oder sogar muss.
            Aber wenn diese Einsicht nicht erfolgt: mein Gesprächsangebot ist kein Betteln. Das ist ein Misverständnis. Mein Gesprächsangebot ist ehrliches Interesse am Thema, an den Menschen dahinter. Ich frage mich gerade, wieso man es übrigens als Bettlen abwerten muss, selbst wenn es eines wäre? ;-)

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Ich schlage vor, wir lassen die Keulendebatte. ;-)

          • Dante schreibt:

            Sie scheinen mir ein vernünftiger Mensch zu sein, mit dem man reden und wenn nötig kontrovers diskutieren kann. Von jenem User, der Ihnen einreden will, Sie würden über kurz oder lang als Antisemit abgestempelt, habe ich einen wesentlich anderen Eindruck.

          • Yael schreibt:

            Von jenem User, der Ihnen einreden will, Sie würden über kurz oder lang als Antisemit abgestempelt, habe ich einen wesentlich anderen Eindruck.

            @Dante
            ich habe die Info. Es handelt sich wieder einmal um den Faker und Troll Entropy aliás F.

            (Hinweis: Der Kommentar, auf den sich dieser Kommentar bezieht, musste wegen Unsäglichkeiten gelöscht werden.)

            ” Der KZ Überlebende war mir tausendmal sympathischer als Ihr Kostümjuden.
            Ihr beschissenen Wohlstandsjuden die Ihr jammert obwohl es hier nix zu jammern gibt. Stolpersteine aufstellen ..Wofür? Um zu erinnern dass Ihr noch hier seid? Pfff… Es gibt noch hundert andere Minderheiten die auch in Deutschland leben und die kriegen keine solche Aufmerksamkeit. Lernt es endlich mal… Dieses Elitäre Getue… Das hat mich schon im Studium angekotzt. ”

            F sagt:
            Oktober 10, 2012 um 12:30 vormittags

            http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/10/04/deutschland-ist-meine-heimat/#comments

            http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/hassmails/

          • M. schreibt:

            ich dachte mir schon, daß es dieser durchgeknallte Fake ist. krank.

        • joker schreibt:

          Mac Bead. Warten Sie es ab. Noch zwei, drei Posts von Ihnen und Alle hier schreien was für ein übler Antisemit Sie sind ;) Dies war meine Antisemitismus Keule-Keule-Keule-Keule :P Ich bin hier schon lange genug Leser um diese Art Reaktion zu erahnen. Kritik an Israel ist nicht erwünscht, da dies per se Antisemitismus ist. Quod erat demonstrandum. Sie werden sehen. Ich finde es mittlerweile lustig. :)

        • Eliyah schreibt:

          Warum schreiben Sie eigentlich immer so wortreich und geschwurbelt? Ich bin eher für den Butter bei die Fische Stil. Bis man Ihre Beiträge komplett durchgelesen hat, wächst einem ein Besenstiel im Rückgrad.

    • Yael schreibt:

      Ein bekanntes Motiv

      Das Bild ist deutlich, das Motiv hinlänglich bekannt, ebenso alt wie antisemitisch: ein Mann, mit einem Davidsstern als Jude gekennzeichnet, zerteilt mit einem Messer, auf dessen Schneide Gaza steht, und einer Gabel in Farben der US-Flagge ein blutendes Kind, dass durch die Keifja als palästinensisch gekennzeichnet ist. Neben dem Gedeck steht ein Becher voll Blut. Was hier als Kritik an israelischer Politik im Nahostkonflikt gezeigt wird, greift ein antisemitisches Stereotyp auf, dass seit dem frühen Mittelalter zur Verunglimpfung von Juden Verwendung findet: Die Ritualmord-Legende, der zufolge Juden zu Pessach christliche Kinder ermorden und ihr Blut trinken und zum Matzen-Backen verwenden würden. Zunächst wurde das Bild von Juden als Kindermördern vor allem im christlichen Kontext verwendet, später gern von den Nationalsozialisten aufgenommen und auch in die islamische Welt exportiert.

      http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/koelner-klagemauer-verbreitet-ungestoert-antisemitismus-auf-der-koelner-domplatte-4917

      http://www.ksta.de/koeln-uebersicht/antisemitismusklagemaueram-dom-abgehaengt,16341264,12601484.html

      http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ausderjuedischenwelt/1339527/

      Also lesen Sie, das Netz ist voll von Belegen. Und da Gerd sich schon seit Jahren damit auseinandersetzt, kann er wohl kaum immer wieder die gleichen Belege bringen.

      Dann wäre ich auch bemüht, über dessen Rolle und die des WDR nachzudenken.

      Ach, wie nett von Ihnen. :D

    • Dante schreibt:

      Indem ich diese Selbstverständlichkeit anzweifle, mit der der Staat Israel Tötungen an unschuldigen Zivilisten begeht (ich verweigere mich hier dem verharmlosendem Begriff des Kollateralschadens),

      Wenn Israel aber zu gezielten Tötungen erklärter Feinde greift, ist das Geschrei wieder groß, und sogar von Mord ist die Rede.
      Man muss sich schon entscheiden, ob man besagte gezielte Tötungen oder eine Großoffensive für das bessere oder legitimere Mittel hält, auf die beständigen Angriffe zu antworten. Die Angriffe einfach hinzunehmen, das würde wohl kaum einer von einer (anderen) Nation verlangen. Es wäre wohl mittelfristig auch Selbstmord. Lämmer haben unter Wölfen kein langes Leben.

      • Yael schreibt:

        Das Geschrei Dante ist nur bei Israel so groß, dabei ist es nicht das einzige Land, dass gezielte Tötungen anwendet. Die USA machen das auch immer wieder, da lese ich allerdings kaum die Kritik wie die im Falle Israels.

      • Mac Baed schreibt:

        Ich weise darauf hin, dass ich eben darum bewusst nicht von Mord sondern von tötungen sprach. Formaljuristisch, setzt der Tatbestand eines Mordes die gezielte Tötungsabsicht voraus. Das unterstelle ich keinem General der israelischen Armee, der einen Befehl zum Gegenschlag erteilt. Deswegen habe ich Tötung geschrieben und bewusst nicht Mord geschrieben.
        Weiter habe ich mit meiner Formulierung nicht das israelische Recht auf Verteidigung bestritten. In keinster Weise, muss ich mich also so angehen lassen. Es stellt sich mir nur die Frage, ob ich wirklich bewusst in Kauf nehme, dass Unschuldige ihr leben lasse, wenn ich Schuldige bestrafen will. Es geht mir nur um diesen Punkt. Nur um diesen.
        Es ist natürlich auch nicht richtig, dass die HAMAS Terroristen gezielt menschliche Schutzschilde einsetzen. aber sie tun es nun einmal. Und ich bleibe bei meiner Behauptung, dass ein demokratischer Staat solche Mittel nicht benötigt, nicht anwenden darf!
        Nochmals: damit nehme ich eine kritische Haltung zum Vorgehen des Staates israel ein. Keine kritische Haltung zu Israel, also keine israelkritische (im Sinne von allgemein Israel gegenüber). Und ich bin deswegen auch kein Antisemit.

        Man stelle sich nur vor, Vertreter der Bundesrepublik Deutschland hätten zu Zeiten des RAF Terrorismus einfach Häuser nieder gebombt, in denen sich RAF Terroristen aufgehalten hätten. In Kauf nehmend, dass andere Menschen in diese Haus getötet werden. Der Aufschrei in der Welt wäre zurecht groß gewesen.

        Es geht um diesen Aufschrei, in dieser Sache. Kein Existenzrecht eines Staates rechtfertigt(!) die Vernichtung unschuldiger Leben.
        Basta!

        • Dante schreibt:

          Die RAF war vergleichsweise harmlos, eine Randerscheinung. Ihr war mit polizeilichen Maßnahmen beizukommen.

          • Yael schreibt:

            Nicht nur eine Randerscheinung. Die RAF war, trotz des Terrors nicht darauf aus, jeden deutschen Zivilisten zu vernichten und hatte sicher keine Waffen und Raketenlieferer wie die Hamas. Das ist eine ganz andere Baustelle. Niemals mit der Hamas zu vergleichen.

          • gogo schreibt:

            Würde es die RAF heute noch geben, so würde sie voller Freude mit der Hamas zusammenarbeiten!
            Dante: RAF-Anhänger gibt es heute noch. Entebe, Selektion im Flugzeug harmlos?

          • M. schreibt:

            im vergleich zur hamas ja, da waren sie harmlos.

          • gogo schreibt:

            ist Verharmlosung!

          • M. schreibt:

            sehe ich nicht so. wenn man die hamas mit der raf gleichsetzt, verharmlost man die hamas.

          • gogo schreibt:

            Die RAF hätte nie die Macht erringen können, sind die toten Polizisten und Andere deshalb weniger wert? Am 911 starben an einem einzigen Tag über 3.000 Menschen, das hat die Hamas noch nie getan, ist sie deshalt harmloser? Die Hamas wird auch nie die Macht über Israel erringen können. Die Alkaida konnte mit 911 nie die Macht über die USA erringen. Der Begriff harmlos ist in diesen Zusamenhängen total fehl am Platze, es kann höchstens vorlieben für die Linke bzw. die oder jene Terroristen geben, die man gerne als harmlos betrachtet, die haben es nicht so gemeint.

            Das unterstelle ich Dir natürlich nicht!

            Aber beim Adolf und Erich war auch nicht so alles von schlechten Eltern, es war viel harmloser (sarc. off). Mit diesen Vergleichen, Ver-Gleich-en, landet man ganz wo anders! ;-)

          • M. schreibt:

            du hast schon recht, mir geht es aber weniger um die opferzahlen, denn die kann man nie miteinander vergleichen oder gar gleichsetzen. jeder, der durch einen terroristen ums leben kommt, ist einer zuviel. jedoch konnte man die raf besser bekämpfen, zumal sie nie den rückhalt der bevölkerung inne hatte.

            entebbe hatte nichts direkt mit der raf zu tun. es waren natürlich auch deutsche linke terroristen, aber hierbei waren es die revolutionären zellen.

          • gogo schreibt:

            So dann hätten wir es fast ausdiskutiert. Nächstes mal, an passender Stelle, gehts weiter. :-)

          • M. schreibt:

            immer gern.

        • Yael schreibt:

          Den Beleg liefert die Hamas mal wieder selber.

          Zentrale Punkte in der Rede Mashals waren:

          „Palästina zu befreien, ganz Palästina, ist eine Pflicht, ein Privileg und ein Ziel. Es liegt in der Verantwortung des palästinensischen Volkes und der islamischen Nation […] der Jihad und der bewaffnete Widerstand sind der wahre und einzig richtige Weg zur Befreiung und zur Wiederherstellung unserer Rechte.“

          „Palästina vom [Jordan]-Fluss bis zum [Mittel-]Meer, von Norden nach Süden [d.h., ganz Israel] – ist unser Land und unser Recht und unsere Heimat. Nicht das kleinste Stück davon wird aufgegeben werden. Palästina war und ist arabisch und islamisch. Da Palästina uns gehört und es das Land der Araber und des Islam ist, ist es undenkbar, dass wir die Legitimität der israelischen Besatzung anerkennen würden. […] Palästina gehört uns und nicht den Zionisten. […] Gaza und das Westjordanland können Haifa, Jaffa, Beer Sheva und Safed nicht aufgeben.“

          „Israel hat kein Recht auf Jerusalem.“

          Auch der Ministerpräsident der Hamas, Ismail Hanniya, sprach bei der Veranstaltung. Unter anderem schwor er beim Namen Allahs, dass nicht einmal der kleinste Hinweis auf Israel überleben würde – „nicht in Gaza, nicht im Westjordanland, nicht in Jerusalem und nicht im ‚historischen Palästina‘.“

          http://www.hagalil.com/archiv/2012/12/11/mashal/

    • Krokodil schreibt:

      Selbst wenn die Inhalte dieser Wand (was bitte inhaltlich zu belegen wäre!) sich gegen das Vorgehen von israelischer Seite und gegen den Staat Israel richten würde,

      Als Quelle für diesen Unfug auch noch Wikipedia anzugeben

      Die Belege befinden sich hier auf diesem Blog.
      Ich halte es für ziemlich unverschämt, dieses zu ignorieren und gleichzeitig zu fordern, es Ihnen mundgerecht zu servieren.
      Diese Vorgehensweise kennt man von Ihrer ach so seriösen Quelle, und dort sind Sie wahrscheinlich auch besser aufgehoben.

  15. kleines Südlicht schreibt:

    Ich war noch nicht in Köln vor Ort an der Pappwand, kenne nur die Darstellungen aus dem Netz, deswegen: wie weit reicht denn der Bereich des Doms? Ist da alles klatsch bis an die Mauer ran Domplatte, die der Stadt gehört, oder bleibt ein wenig Platz dazwischen (Treppenaufgänge o.ä.), wo die Dombaumeisterin Hausrecht hat?

    Reicht dieser Platz allein für eine Gegendarstellung (wenn man die Pappwand schon nicht für diese Zeit wegbekommt)? Sicher gab es (einmal oder öfter) etwas in diese Richtung, von dem eventuell noch Material vorhanden ist?
    Nachdem leider kaum jemand außer einem Rentner die Zeit hat, das zu betreuen; wären wohl einige der erwähnten Organisationen, Parteien und Verbände bereit, als Sponsoren aufzutreten, daß man das mal als professionelle Ausstellung aufzieht? Was meint Ihr, lassen sie ihren Worten wohl finanzielle Unterstützung folgen? Daß die Hausherrin das (erneut) unterstützen würde, weil es ja im Sinne ihrer erfolglosen Klage ist, oder sogar mitorganisiert? (Das wäre dann zwar wohl zeitlich begrenzt, aber immerhin etwas)

    [zur Erklärung: Ich hatte am Wochenende jemanden von der Sorte Nahost-komplett-ahnungslos-aber-schwätzen, der sich Information gegenüber nicht unzugänglich / nicht uneinsichtig gezeigt hat und denke jetzt, vielleicht hilft Information ja zumindest an der einen oder anderen Stelle wenigstens ein Bißchen, wenn mans nur oft genug, laut genug, offiziell genug macht. Obwohl ich den Spruch von der Flugabwehr gegen angreifende Hologramme auch kenne.]

    Und eine andere Frage: wie schaut es zur Zeit auf der Domplatte aus? In jeder Bahnhofshalle gibt es einen Weihnachtsmarkt, ist da auch einer? Falls sich die Pappwand nämlich zwischen den Buden befände, verstellt sie Fluchtwege; dann könnten eventuell Feuerwehr oder Polizei was machen, zumindest für diese Zeit. (Hoffentlich konfiszieren sie es gleich ganz)

    • Roger schreibt:

      2 m gehören noch der Kirche, dann wird der Grund städtisch.
      Aber warum sollte man auf kirliches Gebiet ausweichen müssen? Eine Gegendemonstration, natürlich angemeldet, sollte ja auch auf städtischem Gebiet möglich sein.
      Ein Faktor ist aber tatsächlich die Zeit, wer hat schon so viel Zeit zur Verfügung wie die antisemitischen Hass-Greise?

      • Yael schreibt:

        Ich glaube nicht, dass es nur an der Zeit liegt. Wie ich schon schrieb, geht das den meisten Deutschen sonstwo vorbei. Die Ignoranz ist das Schlimme. Dieses Mir- doch egal- Getue in diesem Land.

        • Yael schreibt:

          PS und nicht zu vergessen, das stille Einverständnis unzähliger.

        • Yael schreibt:

          Wenn Sie schon wissen, was ich angeblich mag oder nicht, behalten Sie Ihre unverschämte Frage für sich. Diskutieren Sie inhaltlich, auf private und freche Fragen werde ich nicht eingehen.

          Und Tschüss!

          • Ima schreibt:

            Yael
            Gab es denn überhaupt schon mal eine Gegendemo direkt in Nähe dieser Schandmauer?

            dies würde mich auch interessieren.

            Soviel mir bekannt ist gab es eine Klage gegen das antisemitische Bild der Ritualmordlegende, die aber von der Staatsanwaltschaft abgeschmettert wurde.
            Es ist ja „schön“ dass verbal im Internet gegen dieses Schandmal vorgegangenen wird. Nur nützt dies nichts.

            Allerdings habe ich keine Ahnung, wie ich persönlich regieren würde, wenn ich in Köln oder in der Umgebung von Köln leben würde. Ich nehme an, ich würde jedes Mal eine Krise bekommen, wenn ich an diesem Schandmal vorübergehen müßte.
            Ruhig sein könnte ich wahrscheinlich auch nicht.

          • kleines Südlicht schreibt:

            Im Archiv von haGalil (als da wäre: http://www.hagalil.com/suche/resultat.htm?cx=017235998219110101338%3Ahumphkrxaegcof=FORID%3A9q=k%F6lner+Klagemauersa.x=0sa.y=0siteurl=buecher.hagalil.com%2Fcss%2Fg-suche-w.htmref=hagalil.com%2Fss=3949j1228549j18 ), die das recht ausführlich mitprotokollieren, habe ich spontan nichts gesehen bei 10 500 Ergebnissen brauchts aber eine Weile, um sie zu sichten. Schneller können das wahrscheinlich die Kölner beantworten ;)

          • Yael schreibt:

            Irgendwie sind die Kölner alle verschollen. ;) Ich habe noch nie etwas davon gelesen, dass es eine Gegendemo gegeben hat. Das einzige was hier hilft, ist ja eben der Druck von der Straße, sonst passiert hier kaum etwas.

          • kleines Südlicht schreibt:

            Hmmmm.
            oder wurden vielleicht mal Unterschriften gesammelt? Wo? Falls die in irgendeiner Form online existieren, wäre es bestimmt nicht unmöglich, diese Leute in irgendeiner Form von den Sammelnden anschreiben zu lassen, ob sie im neuen Jahr wie von Roger vorgeschlagen als offiziell angemeldete Gegendemo mal die Straße drücken wollen, oder so ähnlich. ;)

        • Mac Baed schreibt:

          Ich lebe in diesem Land. Und hier ist wahrlich nicht alles beim Besten. Aber Ignoranz ist kein Problem von diesem Land alleine. ich bin gerade baff, so einen Satz von jemandem zu lesen, der sich weiter oben noch über vermeintliche Keulen beschwerte,
          Ein klitzekleinwenig grobschlächtig und verallgemeinernd ist diese Aussage ja schon? Natürlich ist uns Lesern auch allen klar, dass überall sonst auf der Welt keine Ignoranten leben. Die leben alle hier. In diesem Land! Deswegen ist die Aussage syntaktisch natürlich richtig, IN DIESEM LAND LEBEN IGNORANTEN. Auch wenn die Aussage semantisch vermutlich anders gemeint war. So bleibt sie doch für jedes Land auf dieser Erde eine gültige Aussage, Bravo YAEL! ;-)

          • Yael schreibt:

            Jetzt wurde meine Antwort gelöscht.

            Ich rede von der Ignoranz und Gleichgültigkeit Antisemismus oder Rassismus gegenüber, der subtil ist. Vielen ist das egal, aber eben nicht jedem, wie Sie hier feststellen können. Diese Ignoranz und Gleichgültigkeit war auch schon das große Problem während der Nazizeit.

          • Yael schreibt:

            Hier steht es und jeder kann feststellen, wie der Mac Baed ständig meine Zitate verfälscht. Ich verbitte mir das endgültig.

          • Mac Baed schreibt:

            Für Aristoteles war das Lachen göttliches Erbe, wodurch sich der Mensch vom Tier unterscheidet.
            Ich habe gerade beschlossen herzhaft von diesem göttlichen Erbe Gebrauch zu machen!

          • Dante schreibt:

            Für Aristoteles war das Lachen göttliches Erbe, wodurch sich der Mensch vom Tier unterscheidet.

            Der Teufel lacht aber auch, zum Beispiel, wenn wir am Schnaps einmal sterben.
            Auch die Fähigkeit, richtig böse zu sein, unterscheidet uns, ich würde nicht sagen vom Tier (das Tier als etwas, das dem Menschen gegenübersteht, gibt es nämlich nicht; alle Wesensmerkmale, die wirklich alle Tiere gemeinsam haben, teilt auch der Mensch mit ihnen), sondern von den meisten anderen Tieren.
            Viele Tiere töten, aber erst der Mensch mordet. Und foltert; ich weiß manchmal nicht, was ich schlimmer finden soll.
            Ist also Ihr Lachen eher ein mitmenschliches oder ein teuflisches Lachen?

          • Mac Baed schreibt:

            Ich glaube eher an die befreiende Wirkung des Lachens. Ebenso an ein gewisses Mass an Skepsis, die das Lachen zum Ausdruck bringt.

            I

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Yael, wir sehen doch, wenn jemand jemanden falsch zitiert und dies sogar klar herausgestellt wird. Mach Dir doch keine Sorgen. Wenn Du falsch zitiert wirst, dann fällt das doch nur auf den Zitierenden zurück.

          • Yael schreibt:

            Bei den Verfälschungen meiner Zitate, sollte Ihnen Ihr dummes Lachen besser im Has stecken bleiben. Aber: Ihiye beseder! :D

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Willkommen zurück, Yael. :-) Lass Dich nicht zu sehr provozieren. Freu mich, Dich wieder zu lesen.

          • Schula schreibt:

            Mac Baed, das ist schon peinlich, wenn man beim Lügen ertappt wird und es nicht zugeben kann. Daß Sie im positiven Sinne lachen können, kann man sich bei Ihnen nur schwer vorstellen. Diabolisches Lachen traut man Ihnen zu. Da hilft auch Ihre geschwollene Ausdrucksweise nichts. Ihr Job ist hier wohl den Agent Provocateur zu spielen. Fällt nur keiner drauf rein. Aber nicht ärgern, es kommen wieder bessere Zeiten. Nur hier nicht. Heul!

          • Mac Baed schreibt:

            Und sie sind friedlich vor sich hin argumentierend und die Erde ist eine Scheibe, ;-)

          • Mac Baed schreibt:

            Ist dies die Bitte an mich, werte(r) Schula ich möge einfacher formulieren, so daß Sie es verstehen können? ;-)

          • Schula schreibt:

            Ist dies die Bitte an mich, werte(r) Schula ich möge einfacher formulieren, so daß Sie es verstehen können? ;-)

            Nein, keine Sorge, ich kann Ihnen sehr gut folgen. Jedoch ist bei Menschen wie Ihnen wie bei einigen Studenten an der Uni. Sie labern salbungsreich, damit jeder denkt, sie wären besonders intelligent, aber wenn man die eine Weile kennt, erkennt man, daß nichts außer salbungsreicher Quark dahintersteckt, aber eben kein besonders großes Wissen. Aber jeder kompensiert so gut er kann, gelle!! :D

            PS: Sie sind genauso durchschaubar wie unser Haustroll, der meint besonders clever zu sein. Reden Sie einfach von Dingen, von denen Sie etwas verstehen, dann hört Ihnen vielleicht mal jemand zu. Vielleicht

          • Yael schreibt:

            Slicha Gerd, aber das war kein Zurückkommen. Ich wollte dem Lügenbaron nur widerlegen. Habe zurzeit auch zu viel zu tun. Ich wünsch dir Frohe Weihnachten.

      • kleines Südlicht schreibt:

        Roger schreibt: [2 m gehören noch der Kirche, dann wird der Grund städtisch.
        Aber warum sollte man auf kirliches Gebiet ausweichen müssen? Eine Gegendemonstration, natürlich angemeldet, sollte ja auch auf städtischem Gebiet möglich sein.
        Ein Faktor ist aber tatsächlich die Zeit, wer hat schon so viel Zeit zur Verfügung wie die antisemitischen Hass-Greise?]
        Im Gegensatz zur Stadt, deren praktisches Verhalten gegenüber der Pappwand mir trotz aller erfolgten Erklärungen doch eher indifferent bis hinhaltend scheint, erschien mir die oben zitierte Dombaumeisterin so, als sei sie für ein solches Vorhaben Gegendemo-Zweitwand sofort zu haben; deswegen die spontane Frage. Das gäbe ihr nebenbei auch die Möglichkeit, gut sichtbar zu machen, daß die die Pappadeckel da garnicht haben wollen (die Klage war ja leider erfolglos).
        Eine Gegendemo als Demonstration an sich wäre aber auch keine schlechte Idee, da geht es aber eher um Sachen wie Kippa-Flashmobs (könnte man auch, warum nicht beides?). Länger was aufstellen, weiß ich nicht ob die Stadt tut bzw. lässt. Selbst die Möglichkeit der Situation, daß das dann mit irgendeiner windigen Begründung vor der Pappwand gehen muß (die ja jetzt wohl rechtlich Kunst ist) wollte ich um jeden Preis vermieden haben, auch deswegen der Vorschlag, die Nachbarin zu bitten.

        Wegen der Zeitfrage kam mir die Idee, Zeit ist Geld, soviel wie möglich Profis machen zu lassen (Angefangen mit einer Werbeagentur wg. Plakaten? Keine Ahnung, hab sowas noch nicht gemacht und noch viel weniger machen lassen!) und zu schauen, ob alle die, die erklärt haben diese Pappe müßte besser gestern weg sich auch als Sponsoren zur Verfügung stellen würden. Zum einen mit ihren Namen, zum anderen haben die aber auch die dementsprechenden Finanzen. (Nebeneffekt: Damit es auch nicht als engagierte, knuffigkleine Gegendemo ankommt. Sollen sich diejenigen alle mal groß zeigen, die soviele offizielle Worte gefunden haben.)

  16. adal schreibt:

    Warum holt nicht mal einer die Steine publikumswirksam ab und lässt sich vom WDR oder von Hermann des Diebstahls bezichtigen? Es wäre interessant zu sehen, wie sich der WDR in diesem Fall positionierte.

  17. M. schreibt:

    aus posners artikel (oben verlinkt)

    Von Anfang an versuchten Kirche und Ordnungsamt immer wieder, Herrmann und seine Plakatwand zu entfernen. Es gab Klagen, Gerichtsverfahren, Räumungsaktionen. Seit 2004 beschränkt sich Hermann auf antiisraelische Propaganda. Und seitdem hat er Ruhe.

    Andererseits scheint sie davon auszugehen, dass antiisraelische und antisemitische Hetze nur Juden und Israelis, nicht jedoch andere deutsche Staatsbürger angehe. Das steht eindeutig im Widerspruch zum Grundgesetz, in dem es heißt, die Würde des Menschen sei unantastbar – und nicht, die Würde des arischen Menschen sei unantastbar, die Würde seiner nichtarischen Mitmenschen habe ihn nichts anzugehen.

    http://m.welt.de/article.do?id=politik%252Fdeutschland%252Farticle6572587%252FAnti-israelische-Hetze-bleibt-in-Koeln-straffrei

  18. Dante schreibt:

    Da bin ich ja froh, dass ich keine Ahnung von Antisemitismus habe. Dann kann ich auch kein Antisemit sein. Hurra! Qed.

    Nichts ist hier bewiesen. Weder ist die Prämisse glaubhaft, noch folgt aus ihr Letzteres. Es gab schon Antisemiten, bevor es dieses Wort gab. Diesen Euphemismus, um genau zu sein. Denn Judenhasser haben dieses Wort im 19. Jahrhundert geprägt, um ihrer Ideologie einen wohlklingenderen Namen zu geben.
    Ich find Judenhasser passender, das Wort bietet auch keine Angriffsfläche für dämliche Bemerkungen wie die, Araber könnten keine Antisemiten sein, da sie selbst Semiten seien. Bemerkungen, die in einer Diskussion nur als Störfeuer dienen.

    • Schula schreibt:

      @Dante
      das ist doch derjenige, der hierunter verschiedenen Nicks herumgeistert. An den sollte man kein Wort mehr verschwenden. Wer es nötig hat, andere zu faken, trotz mehrfachem Hinweis, er sei hier nicht erwünscht, aber trotzdem weiter den Idioten spielt, hat nichts anderes verdient, als gar nicht beachtet zu werden. Da spielt eine psychische Erkrankung eine Rolle, dem kann niemand helfen. Der doch gar nicht mehr erreichbar.

      http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/hassmails/
      ” Der KZ Überlebende war mir tausendmal sympathischer als Ihr Kostümjuden.
      Ihr beschissenen Wohlstandsjuden die Ihr jammert obwohl es hier nix zu jammern gibt. Stolpersteine aufstellen ..Wofür? Um zu erinnern dass Ihr noch hier seid? Pfff… Es gibt noch hundert andere Minderheiten die auch in Deutschland leben und die kriegen keine solche Aufmerksamkeit. Lernt es endlich mal… Dieses Elitäre Getue… Das hat mich schon im Studium angekotzt. ”

  19. Dante schreibt:

    Noch etwas zu unserem Freund:

    Wenn Sie schon ihr Privatleben dort ausbreiten, müssen Sie nicht wundern, daß Leute darauf eingehen können.

    Man muss auch, wenn man ein Fahrrad unabgeschlossen oder nur mit einem Kabelschloss gesichert abstellt, dass irgendjemand einfach damit davonfährt, ggf. nachdem er das Kabelschloss durchtrennt hat. Wer aber genau das tut, ist trotzdem ein Dieb, und wenn er dafür bestraft wird, dann völlig zu Recht.
    Wenn jemand persönliche Dinge ins Netz stellt, läuft er natürlich Gefahr, dass jemand diese Dinge für persönliche Angriffe ausnutzt. Wer das aber tut, ist trotzdem ein Arschloch, und wenn er gesperrt wird, dann völlig zu Recht.

    • Yael schreibt:

      Dante, er ist deswegen ein Arschloch, weil das gar nichts mit dem Thema zu tun hatte. Aber das ist doch gerade eine Zeichen der Soziopathie, heute antisoziale Persönlichkeitsstörung genannt.
      Auch sein Faken anderer, nicht nur hier, sondern auch bei mir, zeigt seine soziopathologischen Züge. Ich habe ihn eine zeitlang bei mir schreiben lassen, damals hatte er noch Züge einer gesunden Psyche, aber scheinbar hat er zwei Seiten, die er je nach dem benutzt (auch ein typisches Zeichen dieser Störung). Nachdem ich ihn bei mir gesperrt habe, wurde seine Soziopathie offensichtlich, deswegen stalkt er mich so gern.
      Ich würde dir aber raten, dich nicht zu intensiv mit diesem Soziopathen abzugeben. Das will ich einem Psychiater überlassen.

      • Dante schreibt:

        Wenn jemand psychisch erkrankt ist, so ist das, was er aufgrund seiner Erkrankung tut, nicht vorwerfbar. Ein Kleptomane ist streng genommen kein Dieb, im Unterschied zu jemandem, der stiehlt, um sich zu bereichern.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Nicht bestrafbar, aber verantwortlich. Verantwortlich ist jeder! Egal wie krank!

          • Dante schreibt:

            Ich sehe das insofern anders, als dass jemand, um verantwortlich für eine Handlung zu sein, wenigstens die Freiheit haben muss, sie zu unterlassen. Einen Menschen, der am Tourette-Syndrom leidet, kann man nicht für seine Flüche oder Kraftausdrücke verantwortlich machen, weil sie zwanghaft sind. Allerdings gehe ich immer von der Gesundheit eines Menschen aus, wenn ich keinen starken Grund habe, das Gegenteil anzunehmen. Ich gehe also davon aus, dass er nicht unter Zwang handelt, und dementsprechend gehe ich ihn im Zweifelsfall auch an.

          • Yael schreibt:

            Ja, sicher ist da jeder verantwortlich, wenn er weiß was richtig und falsch ist und das weiß er hier ganz genau. Psychische Defizite heißt nicht automatisch, man sei nicht verantwortlich oder schuldunfähig.

        • Yael schreibt:

          Dante, wie gesagt, es gibt psychische Störungen, bei denen diese Menschen wissen, dass es falsch ist, aber sie, bleiben wir bei der Kleptoamanie, unter Zwang handeln.
          Solche wie unser spezieller Freund handeln nicht unter Zwang, sondern weil sie mit Zurückweisung nicht umgehen können und ihre Frustrationsgrenze extrem niedrig, aber ihr Aggressionspotential sehr hoch ist. Er ist deswegen nicht schuldunfähig, sondern das Gegenteil. Er weiß was er tut und er tut es aus den eben genannten Gründen. Helfen kann man diesen Menschen nicht, das meinte ich mit dem Hinweis auf einen Psychiater.

  20. Dante schreibt:

    @Schula

    Aber wenn Antisemitismus erst dann bei Ihnen existent ist, wenn Synagogen brennen, war der Nationalsozialismus erst seit 1938 antisemitisch. Danke für die Offenbarung, daß Sie keine Ahnung vom Antisemitismus haben.

    Ich glaube nicht, dass Ahnungslosigkeit der Grund für diese Einschätzung ist. Früher nannten sich Judenhasser stolz Antisemiten. Heute hat das Wort allgemein einen schlechten Klang, deshalb nimmt diesen Begriff kaum jemand für sich selbst in Anspruch; dafür belegen einige Nazzen ausgerechnet Juden mit diesem Wort, mit der Begründung, dass diese etwas gegen Araber hätten. Übrigens haben selbst die Nazis das Wort Antisemitismus in Zusammenhang mit der eigenen Ideologie tunilchst vermieden, als Mohammed Amin al-Husseini ihr Gast war.
    Moderne Judenhasser wollen also, wie gesagt, nicht Antisemiten genannt werden, da sie ihren Judenhass und jede noch so ätzende oder einseitige Israelkritik für wohlbegründet und berechtigt halten, während dem Wort Antisemitismus etwas irrationales und Grundloses anhaftet. Außerdem finden viele von ihnen Araber (die ja auch zu den Semiten gerechnet werden bzw. eine semitische Sprache sprechen) toll, zumindest dann, wenn diese in ihren Ländern bleiben oder allenfalls als Gäste herkommen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass besagte Araber Juden hassen.

  21. crush26 schreibt:

    Sehr informative Artikel. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Wer nicht hören will, muss fühlen!

  22. Pingback: Stoff für’s Hirn « abseits vom mainstream heplev

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