Kölle, von der NPD jebützt!

Mühe haben sie sich schon gegeben die Kölnerinnen und Kölner. Am 9. November 1992 versammelten sich 100.000 Menschen auf dem Chlodwigplatz in Köln, um gegen Rassismus und Neonazis zu demonstrieren. Gleichzeitig wurde die AG Arsch huh gegründet, die seitdem immer wieder Projekte und Initiativen gegen Rechts unterstützt. Am 20. September 2008 gab es unter dem Motto „Köln stellt sich quer“ eine Neuauflage der Aktion vor dem Kölner Dom. Anlass war der Versuch der Wählergruppe Pro Köln, in Köln ein als „Anti-Islamisierungs-Kongress“ bezeichnetes europaweites Treffen zu inszenieren. 16 Jahre nach dem ersten, inzwischen legendären „Arsch-huh“-Konzert versammelten sich wieder zehntausende Menschen in der Kölner Innenstadt, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Das Treffen der Rechten wurde so erfolgreich verhindert.

Die einmalige Demo von Pro Köln konnten die Bürgerinnen und Bürger Kölns verhindern, die tägliche Ausbreitung von antisemitischem Hass im Herzen der Stadt jedoch nicht. Seit Jahren schon posaunt ein Mann seine judenfeindlichen Parolen über die Domplatte. Walter Herrmann zeigt vor dem Kölner Dom Juden als kinderfressende Bluttrinker und bezeichnet zudem das jüdische Volk als Erpresser der Welt.

Die Kölner Staatsanwaltschaft unterstützt Walter Herrmann, indem sie kurzerhand erklärt, der Volksverhetzungsparagraf 130 StGB könne nicht zur Anwendung kommen, da der durch Walter Herrmann als Ritualmörder dargestellte Jude zwar einen Davidstern auf der Brust trage, jedoch keine “Krummnase” besitze und daher nicht eindeutig als Jude zu erkennen sei.

Auch die Kölner Polizei und die Kölner Staatsanwaltschaft unterstützt Walter Herrmann. Obwohl der Oberbürgermeister der Stadt Köln öffentlich erklärt hat, Walter Herrmann vermittele “keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses“, erlauben es die Kölner Ordnungshüter, dass Walter Herrmann seine Parolen an öffentlichen Laternen und Schildern anbringen darf. “Wir tolerieren Walter Herrmann”, heißt es schlicht und einfach auf Nachfrage.

Was allen anderen Parteien verboten ist, mögen sie nun grün, rot, schwarz, gelb, grau oder lila sein, wird Walter Herrmann erlaubt, nämlich das Anbringen von Plakaten an öffentlichen Laternen und Schildern. Die Kölner Staatsanwaltschaft, Polizei und das Ordnungsamt zeigen sich bisher unfähig, diesem Treiben ein Ende zu setzen.

Die NPD allerdings zeigt sich froh darüber, dass Juden in Köln wieder als Ritualmörder und Welterpresser bezeichnet werden können und erklärt folgendes:

Der Umstand, dass durch die „Klagemauer“ öffentlich auf die israelischen Verbrechen gegenüber dem unterdrückten palästinensischen Volk aufmerksam gemacht wird, wurde von linksextremen, vornehmlich antideutschen Kreisen, aber auch von Berufsvergangenheitsbewältigern gutmenschlicher Natur immer wieder zum Gegenstand heftiger Kritik gemacht, die ein um´s andere Mal in dem sattsam bekannten Vorwurf gipfelte, die vorgebrachte Kritik an Israel sei nichts anderes als „verdeckter Antisemitismus“ und müsse deshalb unterbunden werden. So forderten beispielsweise Vertreter der Synagogen-Gemeinde Köln 2005 ein Verbot der Ausstellung, welches unter Hinweis auf die Versammlungsfreiheit aber von der Stadt abgelehnt wurde.

Dabei vermittelt Walter Herrmann mit seiner Ausstellung nichts anderes als Fakten, beispielsweise indem er auf selbstgebastelten Tafeln Bilder von Opfern israelischer Bombardierungen und dadurch getötete und/oder schwer verletzte Männer, Frauen und Kinder des palästinensischen Volkes zeigt. Auf eine äußerst ekelerregende Art und Weise wird Herrmann immer wieder „Einseitigkeit“ ausgerechnet von jenen vorgeworfen, die selbst absolut einseitig jedes Blutbad der Israelis als notwendig und vernünftig darzustellen versuchen, jeden Verzweiflungsakt der Palästinenser im Abwehrkampf gegen die israelischen Angriffe aber als „Verbrechen“ stigmatisieren wollen.

Dank der „Klagemauer“ kann jeder Vorbeigehende, ob nun einheimischer Kölner oder Tourist, einmal die Gelegenheit bekommen, solche von der Systempresse ganz bewusst unter den Teppich gekehrte Wahrheiten in ihrer ganzen Grausamkeit zu betrachten.”

Es kann somit nicht geleugnet werden: Kölle wurde von der NPD jebützt.

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36 Antworten zu Kölle, von der NPD jebützt!

  1. Hakam schreibt:

    Jetzt auch mal bitte auf Deutsch für die Nicht-Kölner. Gebützt heißt?

  2. Stefanie schreibt:

    Das sich die linken und rechten Ränder schließen, ist nichts Neues und nicht nur das Thema Antisemitismus betreffend. Das Skurrile dran ist jedoch, dass der linke Rand dies einfach nicht wahrhaben will. Der rechte indes hängt sich bewusst – auch auf Demos und so – hier bei der Linken an, weil die wissen, so können sie mitmarschieren ohne ausgebuht zu werden. Ich will nur ungern etwas Positives über den rechten Rand schreiben, aber man muss ihnen lassen, dass sie hierbei taktisch klug vorgehen, während der linke extreme Rand dumpf nicht einmal merkt, welch Gedankengut sie inne haben. Das ist ein Stück weit Blasiertheit. Wir Linken können nicht antisemitisch etc. sein und deshalb wird nicht einmal reflektiert, wie es denn möglich ist, dass in vielen Punkten hier zwischen die Ansichten der extremen Rechten und der extremen Linken kein Papier passt. Man muss ideologisch schon sehr befangen sein, dass einem hier kein Licht aufgeht.

    • Dante schreibt:

      Ich will nur ungern etwas Positives über den rechten Rand schreiben, aber man muss ihnen lassen, dass sie hierbei taktisch klug vorgehen, während der linke extreme Rand dumpf nicht einmal merkt, welch Gedankengut sie inne haben.

      Merkwürdig. Ich stamme aus einer gut sozialdemokratischen Familie, in der es als Konsens galt, dass extreme Linke üblicherseise intelligenter seien als exreme Rechte. Allerdings sind sie auch oft dogmatischer in ihren Ansichten, und logisches Denken wandelt sich in sein Gegenteil, wenn man “ideo” davorsetzt. Sehr viel Hirnschmalz wird von der Anstrengung absorbiert, die Realität im eigenen Gedankengebäude unterzubringen und die Widersprüche zu vertuschen…

    • Ideologienfeind schreibt:

      Die Linken wissen schon wie der Hase läuft und was die Nazis waren und immer noch sind, es ist das was Broder immer sagt: Je länger das Dritte Reich tot ist, desto heftiger der Widerstand.

      Das hat nichts mit den Nazis oder dem Dritten Reich zu tun, das ist allein eine Macke der Linken, die sich jeden Morgen aufs Neue das Hitlerbärtchen wegrasieren müssen und feststellen das sein Schatten abends schon wieder sichtbar hervor tritt. Am liebsten würden die sich noch die blonden Haare wegfärben, braune Kontaktlinsen einsetzen und täglich in Bräunungscreme baden, so nötig haben die das. Ich stehe immer feixend daneben, wenn ich diese Ideologiegymnastik bemerke. In der Psychoanalyse nennt man so etwas Regression.

      Auch das Geprügel auf die Islamkritik hat hauptsächlich diese Ursache, dort verstärkt es soch sogar, da der politische Islam rechtsextremistisch ist und die Linken so noch mehr gegen die Gewissheit der braunen Natur ihrer eigenen Triebimpulse ankämpfen müssen. Da fällt die Regression natürlich um so heftiger aus. Deshalb auch der an die Oktoberrevolution erinnernde Aufstand, wenn eine obskure Kleinstgruppe wie Pro Köln irgend so ein Treffen veranstaltet und deshalb dieser Hass auf alles was, sie in ihrer Regression nützt oder stört. Das ist eine Störung, die sie immer den eigenen Schwanz hinterher jagen lässt, da die für den politischen Kampf notwendige Autosuggestion des überlegenen Gewissens nur so von jedem Tag aufs neue erzeugt werden kann.

      Zu Herrmann und der beeindruckenden linksalternativen Toleranz gegenüber seiner braunen Brühe ein Zitat von Joseph Goebbels, dass vielleicht etwas Klarheit bringt:

      “Wir sind so weit links, dass wir schon wieder rechts sind.”

      Die Nazis waren schon komische Rechte, ebenso wie die Lenker des linken Mainstreams schon komische Linke sind, oder was meint ihr?

  3. Hakam schreibt:

    Interessant finde ich, dass hier aktives Tun seitens der NPD mit Nichtstun seitens der Polizei/StA in einen Topf geschmissen wird. Zeigt auch deutlich die Ideologie auf. Die NPD hetzt, die Polizei beachtet die Gesetze. Jetzt könnte man natürlich ewig über die Owi-Nummer mit den Plakaten an den Straßenlaternen sprechen (Opportunitätsprinzip), aber daraus dann pauschal abzuleiten, dass “man” den Herrmann dadurch unterstützen will… ich sag ja: Ideologie: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. So Schwarz-Weiß ist die Welt zum Glück doch noch nicht!

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Sie beachtet die Gesetze eben nicht, oder das Gesetz sieht eine Bevorzugung vor.

      • Hakam schreibt:

        Gut, sie wissen also nicht, was das Opportunitätsprinzip aussagt. Einfach mal nachlesen, dann wird es vielleicht klarer, weswegen das tolerieren kein akzeptieren sein muss. Kann es natürlich auch sein, will ich gar nicht abstreiten. Aber um diese Wertung treffen zu können ist die Faktenlage etwas dünn. Oder haben Sie mal direkt beim Pressesprecher der Stadt angerufen? Oder bereits eine schriftliche Anzeige beim Ordnungsamt eingereicht? Und sich mit diesem an den Bürgermeister und die Presse gewandt?

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Doch, das Prinzip kenne ich und ich sehe die Anwendbarkeit nicht. Die Entscheidung der Polizei und der Staatsanwaltschaft ist auch in juristischen Kreisen arg umstritten!

          • Hakam schreibt:

            Also, erstmal reden wir hier von zwei verschiedenen Dingen. Die Polizei kann, muss aber nicht Ordnungswidrigkeiten verfolgen (Opportunitätsprinzip), während die Staatsanwaltschaft, sowie die Polizei als deren Ermittlungsbehörde, Straftaten verfolgen muss (Legalitätprinzip). Also macht es einen Unterschied, ob wir von der Causa Volksverhetzung sprechen oder von der Causa Plakate an Straßenlaternen. Ersteres muss ausermittelt werden. Das ist geschehen, es wurde keine Anklage erhoben. Darüber kann man sich jetzt künstlich aufregen oder man findet jemanden, der jüdischen Glaubens ist, lässt ihn Anzeige erstattet und legt gegen die Einstellung Rechtsmittel ein. Kostet halt ein bisschen Geld… Sie haben ja schon einen Aufruf gestartet, da haben sich sicherlich auch ein paar Leute gemeldet… also: Zahlen sie es?

            Und bei letzterem (Straßenlaternen), muss man sich halt mal an die richtigen Leute wenden und etwas Druck (va medial) aufbauen. Sich nur im Internet aufregen, dass können wir ja alle….

          • xeros schreibt:

            Bei Volksverhetzung oä. geht es um den Inhalt, und nicht um das Medium.
            Ist also durchaus eine einzige Causa.

          • Hakam schreibt:

            Nö, ist es nicht. Denn nicht jedes Plakat, das an einer Straßenlaterne hängt ist volksverhetzend. Ist wie mit Verb und Prädikat.

          • xeros schreibt:

            Darum gehts ja auch um den Inhalt.
            Sinnerfassend zu lesen ist scheints nicht deines.

          • Hakam schreibt:

            Also, mal wieder Malen nach Zahlen. Der Herrmann stellt irgendwas aus. Diese Plakate sind, nicht alle, aber einige, wohl volksverhetzend nach Ansicht von Herrn Buurmann. Ein Teil dieser Plakate hängt auch an Laternen. Sind jetzt alle Plakate, die an den Laternen hängen volksverhetzend? Oder nur einige? Oder gar keine? Laut Ansicht der StA Köln sind diese Plakate nicht volksverhetzend. Insofern bleibt also nur die OWi. Soweit klar? Oder nochmal langsam?

      • Ideologienfeind schreibt:

        Es ist ehr eine tiefe innerlicher Übereinstimmung, die unter dem Vorwand der Duldung von armen Irren dazu führt.

        Dabei weiss jeder, der schon mal einen verballerten Chef oder Kollegen hatte, das Gefahr selten von Normalen sondern vorwiegend von armen Irren ausgeht:

  4. Dante schreibt:

    Zur Erklärung: Dieser Kommentar ist Antwort auf die zu Recht gelöschte Hasstirade unseres “Hausnazis”.

  5. zooplone schreibt:

    Um Ihren Beitrag und Ihre Ansicht mal unumwunden auf den Punkt zu bringen: “NPD = Walter Herrmann”. Denn wenn ich es richtig verstehe, hängt nicht die NPD Plakate auf, sondern spendet den Werken von Walter Herrmann Beifall. Und dieser Herrmann ist es, der Plakate – Ihrer Meinung nach unberechtigt – an Laternen oder weiß der Fuchs wo ran nagelt.

    Eine ziemlich gewagte These, gerade vor dem Hintergrund Ihres Themas “Der Verbündete”. Ich darf Sie daran erinnern, dass Sie hier noch ein glühender Verfechter der Theorie waren, dass Zitierer und Zitierter nicht gleichzusetzen sind… Haben Sie Ihre Meinung unterdessen geändert?

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Was Breivik von Broder zitiert hat, ist eine akzeptable Meinung Broders, die jenseits von Rassismus liegt. Breivik hat Broder in ein mörderisches Gefüge hineingezwängt. Breivik und Broder haben nicht identische Ansichten. Die Ansicht, das jüdische Volk sei ein Unglück und Juden Ritualmörder ist jedoch eine NPD und eine Walter Herrmann Sicht. Kleiner, aber in diesem Fall entscheidener Unterschied. Herrmanns Sicht und die der NPD sind identisch! Broders und Breiviks nicht!

      • zooplone schreibt:

        Ich bin kein Anhänger der NPD, auch kenne ich Herrmann oder dessen Wand nicht. Dennoch bin ich über Ihren Sinneswandel bzgl. der Verknüpfung von Zitiertem und Zitierer recht überrascht.

        Die NPD nutzt Herrmann um ihre “Standpunkte” zu kommunizieren. Breivik nutzt Broder um seine “Standpunkte” zu kommunizieren.

        Möglicherweise ist Herrmann’s Ansicht über Israel deckungsgleich mit der der NPD. Möglicherweise!
        Möglicherweise ist Broder’s Ansicht über die Gefahr einer Islamisierung Europas deckungsgleich mit der von Breivik. Möglicherweise!

        Ich kann da keine objektiven Unterschiede im Sachverhalt feststellen, tut mir leid.

    • Bärli schreibt:

      Dass @zooplone den Unterschied nicht kennen WILL, sagt einiges über dessen Gesinnung aus.

    • xeros schreibt:

      Hier gehts aber nicht um Zitate, sondern um eine eindeutige Positionierung in einer bestimmten Frage, in einer bestimmten Form.
      Auch das muss noch nicht problematisch sein, Herrman und die NPD könnten zB identische Ansichten über das Verbot von Glühbirnen haben – aber auch darum geht es nicht.

      • Ideologienfeind schreibt:

        In der Welt gibt es Millionen unterschiedlicher Formen von Glühbirnen, wenn einem diese Glühbirnen völlig egal sind und man seine ganze Leidenschaft nur auf die ehr seltenen, kleinen und ehr unauffälligen Glühbirnen in Sternform konzentriert, dann muss man sich schon fragen was hinter dieser leidenschaftlichen Abneigung steckt. Da liegt es nahe das Nationalsozialisten und Internationalsozialisten im Wahn nahezu identisch sind und einen rassistisches Denkschema aus der Gleichmacherei entsteht, wozu auch MultiRelativiererei ein Werkzeug ist, als Sozialist macht man sich ja immer Gedanken wie das Gleiche als Endprodukt am Ende aussehen soll, je nachdem was dort der unterbewusste Rassismus kreiert wird dann selektiert. Das ist wie bei den Jesusdarstellungen, die in Afrika einen Schwarzafrikaner und in Europa einen blonden Germanen zeigten. Ich möchte damit sagen das ich Herrmann für eine richtig braune Socke halte den nichts von der NPD unterscheidet und der bei den Palästinensern ein ähnlich verklärtes Opferbild pflegt wie Hitler damals, auch Herrmann will die Juden selektieren. Recherchiert mal die Reden von Hitler zu den Palästinensern und ihr werdet staunen, wie viel man davon bei den Nachkriegslinken wiederfindet. Hätte Adolf Hitler das Glück der späten Geburt gehabt, wäre er jetzt ein Sponti, ein Alt68ziger der uns was klarmachen möchte und vielleicht würde er auch so was machen wie Herrmann oder wie die, die ihn gewähren lassen. Unter welcher Flagge man seinen Mist macht ist schließlich egal.

  6. Nili schreibt:

    Dieses Kleinkrämern mit Begriffssefinitionen à la Hakam ist imho der klassische neudeutsche Weg, den auch die Medien immer sehr gut draufhaben, um sich nicht mit der Katastrophe ansich befassen zu müssen. Man seziert lieber das Geschehen um sich nicht den Tatsachen auszusetzen.

    Und so werden Begrifflichkeiten seziert ohne überhaupt darauf einzugehen, dass hier ein einzelner Depp seinen Judenhass an einem öffentlichkeitswirksamen Ort in einer deutschen Großstadt austoben darf – gepriesen von der Hitler-Nachfolgepartei. Während sich sämtliche Herr- und Dämlichkeiten von Stadt, Kirche und anderer Haute Couleur noch die Augen wischen und getreu den drei Affen nichts sagen, hören, tun.

    Herr Herrmann befindet sich mit seinen Fans von der NPD in beseter *sozialistischer* Gesellschaft… der noch bis dato allein rot daher kommende Antisemitismus zeigt seine wahre braune Farbe!

    • Hakam schreibt:

      Jaja… blinde Ideologie. Erst denken, dann posten. Oder gleich den Nuhr machen. Ich zeige zwar konstruktive Wege auf, wie man Herrmann den Garaus machen könnte, aber pöbeln ist einfacher.

      Herr Buurmann ist halt auch ganz groß darin viel zu postulieren und zu schreibseln, aber ich habe noch nicht von ihm gelesen, dass er jemandem den Anwalt zahlen würde, der gegen den Herrmann vorgehen würde.

      Wie gesagt… schreiben und labern können sie ja alle. Ist wie mit Bundestrainer…

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Gerne würde ich jedem einen Anwalt zahlen, aber ich kann mir nicht mal selbst einen leisten.

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        PS: labern und schreiben können nicht alle, jedenfalls nicht alle gleich gut und wirksam. Offenkundig, und ich entschuldige mich jetzt schon mal für meinen Stolz, kann ich es besser als Hakam. Vermutlich macht ihn das so ungehalten.

        • Hakam schreibt:

          Es geht nicht darum jedem einen Anwalt zu zahlen, sondern einer Person. Und zwar
          auch nur für den Fall, dass das Klageerzwingungsverfahren betrieben bzw. der Privatklageweg beschritten werden muss. Und das auch nur sofern sie der Herrmann so sehr stört, dass Sie meinen, dass man dagegen vorgehen müsste. Nichts tun (und irgendwas ohne Erfolgsaussichten heißt nichts) heißt doch tolerieren – oder etwa nicht?

          Im Übrigen schreiben sie bessere Theaterstücke als ich. Ja, das stimmt. Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?

    • Hakam schreibt:

      Im Übrigen: Wenn Sie die Gesetzslage stört, dann engagieren Sie sich doch politisch?

  7. Sören schreibt:

    Hakam: Warum muss man denn jemanden finden, der “jüdischen Glaubens” ist, der dann Rechtsmittel einlegen soll?
    Ist denn die Verbreitung antisemitischer Propaganda wirklich vor allem das Problem der Juden? Oder nicht vielmehr all derer, die diesen kranken Irrationalismus (à la Herrmann) auf unseren Straßen nicht wollen…!?

    • Hakam schreibt:

      Machen Sie sich doch mal den Spaß und finden sie raus, wie sich das mit relativen und absoluten Antragsdelikten verhält. Was ein Offizialdelikt ist…

      Kurzum: Wenn bei einem Offizialdelikt wie Volksverhetzung eingestellt wird, dann gibts keine Möglichkeit etwas zu machen. Fühlt sich aber jemand persönlich beleidigt und stellt Strafantrag, dann kann er über den Privatklageweg etwas erreichen.

      • Hakam schreibt:

        Zumal selbst im Klageerzwingungsverfahren oder in der Vorschaltbeschwerde der Beschwerdeführer bzw. Klagender Verletzter sein muss. Aber die Erfolgsaussichten bei sowas sind so gering, dass ich gleich auf den Beleidigungszug aufsteigen würde. Da kann man viel mehr, viel Öffentlichkeitswirksamer (va medial) machen.

        Muss man halt mal aktiv werden, die Blogosphere verlassen und sich mal mit Lokalreportern treffen, dem Bürgermeister mal auf die Füße treten, tatsächlich jemandem den Prozess sponsorn etc. pp.

  8. Feldheld schreibt:

    Von der NPD gebützt? Na und? Ich finde das wirklich so ziemlich das schwächste aller Argumente. Klar würde es mich nicht unbedingt freuen, wenn die NPD mich öffentlich loben würde, aber ein Grund, meine Meinung zu irgendeinem Thema bloß deshalb zu ändern, weil die NPD mich lobt, ist das selbstverständlich nicht. Oder sieht das wer hier anders?

    Zweifellos ist der schleichende Antisemitismus in Köln abstoßend (und nicht nur der in Köln) aber die NPD ist so ziemlich die letzte Instanz, die ich dazu befragen muß.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Wenn die NPD Walter Herrmann loben würde, weil er Erdberren mag, würde mir das egal sein, aber die NPD lobt seine Aussage, das israelische Volk würde die Welt schon seit Jahrhunderten erpressen. Das ist ein Unterschied! Walter Herrmann hat die Floskel “Die Juden sind unser Unglück” umformuliert und so wieder salonfähig gemacht.

      • Feldheld schreibt:

        Islamgegner (wie z.B. Broder, Giordano, Sarrazin etc) sehen sich ständig mit dem “Argument” konfrontiert, Rechtsradikale (z.B. Pro Köln) würden ihnen bisweilen zustimmen, und zwar bei durchaus relevanten Subjekten. Zum Glück ist ihnen ziemlich egal, wem Rechtsradikale zustimmen oder nicht.

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