Der öffentliche Friede ist gestört!

Vor einigen Wochen habe ich von einer Auseinandersetzung vor dem Kölner Dom berichtet. Der Artikel heißt Eskalation vor dem Kölner Dom und wurde von einer Frau gelesen, die erklärt, jene Frau zu sein, die Walter Herrmann angegriffen haben soll. Sie hat mich heute kontaktiert. Da der Artikel ausschließlich auf Aussagen von Sympathisanten der Botschaft des Hasses beruht, lässt Tapfer im Nirgendwo nun diese Frau zu Wort kommen:

Sehr geehrter Herr Buurmann,

nachdem ich zufälligerweise Ihren Blog Tapfer im Nirgendwo gelesen habe, habe ich ihn in Ruhe verfolgt. Deswegen fühle ich mich verpflichtet, Ihnen wegen der Vorwürfe rund um die Klagemauer zu schreiben. Das Ereignis von 17. Mai 2012 wurde von Walter Herrmann und seinen Anhängern sehr einseitig dargestellt. Zunächst möchte ich feststellen, dass ich bis zu dem besagten Tag Walter Herrmann nicht kannte und seinen Namen erst durch Befragung in der Polizeiwache erfahren habe.

Ich wurde an dem Tag von der Polizei verhaftet, weil ich Walter Herrmann angeblich mit einem Messer verletzt haben soll.

Ich war da, um ein Poster gegen den Eurovision Song Contest in Baku aufzuheften, aus menschenrechtlichen Gründen. Diese Poster wurde von Walter Herrmann und seiner Clique als anti-islamisch bezeichnet. Als ich sie dennoch angeheftet habe, ist Walter Herrmann cholerisch geworden. Er hat das Poster abgerissen und mich so stark geschupst, dass ich mein Gleichgewicht verloren habe und dabei spontan irgendeinen palästinensischen Schal gegriffen habe, um nicht auf den Boden zu fallen. Dabei ist dieser Schal beschädigt worden. Walter Herrmann hat dann auf meine Hand geschlagen, damit ich den Schal los lasse. Damit die Situation nicht weiter eskaliert, habe ich mich entschieden, den Platz zu verlassen. Ich habe gesagt:

Ich werde dies alles an Journalisten und Michel Friedman berichten.

Walter Herrmann: Michel Friedman ist ein Kinderschänder!

Ich: Der Mohammad ist ein Kinderschänder. Wenn Ihr Euch wirklich um den Frieden sorgen wollt, solltet Ihr Euch als Erstes über die Eskalationen zwischen Salafisten und Pro-NRW hier in Deutschland sorgen machen!

Das ist alles. Nicht mehr, nicht weniger! Ich habe weder beschimpft, noch beleidigt!

Danach ging ich in Richtung U-Bahn und habe erst später bemerkt, dass ich meine blaue Mappe auf dem Gästebuch vergessen hatte; also kehrte ich zurück, um sie abzuholen. Erst dann habe ich gesehen, dass Walter Herrmann an der linken Hand blutete und irgendein Kollege von ihm die Polizei gerufen hatte. Naja, ich dachte, dann warte mal ab. Ich wollte mich hinsetzen bis die Polizei kommt, aber einige Leute haben mein Weg blockiert.

Herr Buurmann, ich bin 100% schwer- und gehbehindert! Außerdem bin ich Epileptikerin. Als die Polizei mich mit Handschellen am Rücken ins Auto abführen wollte, konnte ich nicht einsteigen, da ich eine Knieprothese habe. Als ich auf der Polizeiwache war, habe ich sofort gesagt, dass ich Epileptikerin bin und dass ich meine Tabletten nicht dabei habe, aber sie haben mich ignoriert! Stattdessen haben sie mich gefragt, ob ich in psychologischer Behandlung bin. Ausserdem haben sie mich von oben bis unten durchgesucht, aber die angebliche Tatwaffe haben sie nicht bei mir gefunden! Danach, haben sie mich zur zentrale Polizeistation gebracht, wo eine Oberkommissarin meine Personalien aufgenommen hat und dabei habe ich gesagt, dass ich jegliche Aussage verweigere. Erst dann wurde ich entlassen.

In der Nacht zum 18. Mai habe ich dann einen schweren epileptischen Anfall gehabt, und musste zum Krankenhaus gebracht werden. Als ich entlassen wurde, bin ich nach Hause gekommen und habe direkt eine Anzeige gegen Walter Herrmann erstattet. Ich bin auch beim Rechtsanwalt gewesen und bis heute gibt es keine Nachricht, weder von der Staatsanwaltschaft wegen den Vorwürfen noch von meinem Anzeige gegen Walter Herrmann.

Nun haben Sie den anderen Seite von diese Vorfall gelesen.

In meinem letzten Artikel habe ich geschrieben:

Was immer genau vor dem Kölner Dom am Donnerstag geschehen sein mag, ich halte es für meine Pflicht zu erklären, dass ich nicht nur jegliche Form der Gewalt auf das Schärfste verurteile, sondern auch verbale Ausfälle, die Michel Friedman mit ProNRW in Verbindung bringen () So sehr ich in Walter Herrmanns Aktion vor dem Kölner Dom eine ganz gefährliche Form des modernen Judenhass sehe, so sehr schockiert es mich auch, dass er nun Opfer einer mutmaßlichen Messerstecherei wurde. Für mich ist soetwas absolut inakzeptabel! Ich wünsche Walter Herrmann eine schnelle Genesung von diesem Angriff und werde in Zukunft weiterhin seine Propaganda, die “in geschichtsblinder Einseitigkeit antiisraelische Ressentiments nährt“, auf politischem und journalistischem Weg bekämpfen.

Auch zu diesem neuen Artikel möchte ich etwas schreiben:

Was immer genau vor dem Kölner Dom am 17. Mai 2012 geschehen sein mag, aber wenn es stimmen sollte, dass Walter Herrmann Kritik an Azerbaidschan an seiner sogenannten Kölner Klagemauer als anti-islamisch bezeichnet und entfernt, während er selbst übelsten Judenhass als Israel-Kritik durchgehen lässt, dann hat Walter Herrmann jedes Maß verloren. Während diese Kritik an Azerbaidschan an seiner Kölner Klagemauer nicht erwünscht ist, ist die Darstellung von Juden als Kinderfresser und die Bezeichnung des jüdischen Volks als Erpresser gewünscht. Wenn das islamfeindlich sein soll, aber dies nicht judenfeindlich, dann herrscht bei Walter Herrmann eine Doppelmoral, die nichts weiter ist als purer Antisemitismus!

Einer der Hauptgründe, warum die sogenannte Kölner Klagemauer vor dem Kölner Dom von der Polizei und der Staatsanwaltschaft toleriert wird, obwohl der Kölner Rat, die Kölner Kirchen und die Bürgermeister mehrheitlich die Installation als Botschaft des Hasses verdammen, liegt darin begründet, dass die Installation von einigen immer noch als Ort verstanden wird, wo der einfache Bürger seine Meinung dokumentieren kann, in dem er sie auf Pappen geschrieben an die Klagemauer heftet.

Wenn es aber mittlerweile so ist, dass eine Meinung, die von Walter Herrmann nicht erwünscht ist, zu einer Auseinandersetzung führt, bei der es sogar zu Körperverletzungen kommt, dann ist der öffentliche Friede definitiv gestört. Die Kölner Klagemauer muss in diesem Fall sofort verschwinden, denn einen Choleriker mit einem mehr als gespannten Verhältnis zu Juden und Israel ist das Letzte, was wir vor dem Kölner Dom gebrauchen können!

Ich rufe alle Instanzen Kölns auf, die Causa Walter Herrmann im Lichte dieser neuen Ereignisse zu beurteilen!

***

Nachtrag 28. Januar 2013: Heute fand im Landgericht Köln die Verhandlung zu dieser Angelegenheit statt. Iveen A. gab zunächst genau die Erklärung ab, die sie schon an Tapfer im Nirgendwo geschickt hatte. Als jedoch die Zeugen Walter Herrmann und Klaus Franke vor Gericht erklärten, definitiv ein Taschenmesser in der Hand der Frau gesehen zu haben, ging die Verteidigerin mit der Frau raus, um ein privates Gespräch mit ihr zu führen. Nach dem Gespräch lies Iveen A. über die Verteidigerin erklären, sie habe doch ein Messer bei sich gehabt, aber eine gezielte Körperverletzung sei nicht in ihrer Absicht gewesen. Daraufhin verurteile das Gericht die Frau zu 40 Tagessätzen zu 10 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung, da ihr ein Vorsatz nicht nachgewiesen werden konnte.

Nach der Verhandlung sagte mir Iveen A. unter Tränen, sie habe kein Messer bei sich gehabt, hatte aber Angst, da ihr die Verteidigerin gesagt haben soll, dass es besser sei, den Besitz des Messers zu gestehen, um einer schärferen Verurteilung zu entgehen. Nach erneutem Nachfragen, mit klarer Betonung, dass sie mich nicht anlügen brauche und dass sie jetzt, wo das Urteil gesprochen sei und Revision verneint wurde, mir ruhig die Wahrheit sagen könne, erklärte sie mir gegenüber weiterhin, wirklich kein Messer bei sich gehabt zu haben.

Ich habe überlegt, ob ich schreiben soll, dass sie mir gegenüber nach der Verhandlung gesagt hat, doch kein Messer bei sich gehabt zu haben, weil sie vor Gericht etwas anderes gesagt hat und somit behauptet hat, vor Gericht gelogen zu haben, aber ich kann es auch nicht für mich behalten. Am Ende kann ich nur Bertolt Brecht zitieren: Wir stehen hier und sehen betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen. Das Urtei des Gerichts aber steht: Die Frau wurde zu 40 Tagessätzen zu 10 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt.

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38 Antworten zu Der öffentliche Friede ist gestört!

  1. Judith B. schreibt:

    In BW würde man sagen, die Sache mit der Klagemauer hat Gschmäckle. Oder ist das Kölsch-Klüngel? Wer hält die schützende Hand über Walter Hermann, frage ich mich schon lange

  2. Tobias Weber schreibt:

    Es ist mir völlig, wirklich VÖLLIG unverständlich, dass es seit Jahren so vieler Worte bedarf und die Stadt Köln einfach keine Taten sehen lässt! Man ist doch sonst so bemüht, ein gutes Bild nach außen abzugeben, aber leider vergeigt man es wirklich ständig und bei jeder kleinen und großen Gelegenheit! Nun, bei der Causa Herrmann gibt es keine Alternativen: Die Mauer muss weg! Und zwar sofort!
    Vermutlich aber, wird man städtischer Seits bis zur Eskalation warten, darin hat man in Köln mehr Übung als im sofortigen und präventiven Handeln! Schade, Köln!

  3. Christian W. E. Mosch schreibt:

    Wenn der obige Bericht der Frau stimmt, dann hat Walter Herrmann die Frau eindeutig angegriffen, die Frau hat dann allenfalls in Notwehr gehandelt!

  4. Yael schreibt:

    Die Frau kann einem Leid tun. Sag ihr bitte meine besten Wünsche.

    Dass sich in Köln etwas tut, glaube ich allerdings nicht. Hermann müsste wohl erst einen Juden töten oder andere auffordern das zu tun, erst dann wird man in dieser dämlichen Stadt munter.

    • Martin schreibt:

      Da würde ich noch weitergehen.
      Damit sich in Köln etwas täte, müsste der Herr Hermann schon jemand töten, den er für einen Juden hält und sich dann herausstellen, daß es sich um einen Moslem handelte.

  5. zrwd schreibt:

    Ich: “Der Mohammad ist ein Kinderschänder. Wenn Ihr Euch wirklich um den Frieden sorgen wollt, solltet Ihr Euch als Erstes über die Eskalationen zwischen Salafisten und Pro-NRW hier in Deutschland sorgen machen!”

    am Mai 19, 2012 gab es das Thema Salafisten und Pro NRW noch nicht!

    Gerd, raushalten, schweigen, denn da ist alles oberfaul, egal wohin man blickt!

  6. freeIran schreibt:

    und diese Schandmauer ist ausgerechnet auch noch in Domnähe, in der man doch jährlich die Woche der Brüderlichkeit ausruft!? Darf man über die Brüder in Israel vor dem Dom wirklich Dreckkübel ausleeren? Wie stehen eigentlich die Domherren zu der antisemitischen Schandmauer?

    • Tomas Bornitz schreibt:

      betreffend JUDENSAU
      quote: …und diese Schandmauer ist ausgerechnet auch noch in Domnähe, in der man doch jährlich die “Woche der Brüderlichkeit” ausruft!? Darf man über die Brüder in Israel vor dem Dom wirklich Dreckkübel ausleeren?

      Das darf man nicht nur vor dem Dom, sondern das geschieht auch IM(!) Dom.
      Im Chorgestühl des Kölner Doms findet sich als Skulptur/Relief die geschnitzte Darstellung einer so genannten Judensau. Gut erhalten und unkommentiert.

      Was es mit solchen Darstellungen auf sich hat, das kann man hier nachlesen:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Judensau

      Ein Video über genau die Judensau IM Kölner Dom:

      EKELHAFT!

      quote: Wie stehen eigentlich die Domherren zu der antisemitischen Schandmauer?
      Das weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Mag sein, dass die das nicht so toll finden.
      Aber so wild wird es wohl nicht sein, wenn schon die Judensau IM Dom nicht ernsthaft stört. Da ist ja nicht mal ein Schild mit distanzierenden Worten angebracht worden, ist ja kein Museum, sondern ein Gotteshaus (so die Dombaumeisterin) . Ein Gotteshaus, ja, umso schlimmer! Mir fehlen dazu einigermaßen die Worte.

      Dieses schändliche Ding gehört rausgesägt und in ein Museum oder eine Holocaustgedenkstätte/Dokumentationszentrum gestellt. Den freien Platz im Chorgestühl könnte man dann mit irgendeiner religiösen Darstellung füllen, die einem Gotteshaus zumindest halbwegs würdig wäre. Eine Tafel mit Foto von dem Schandwerk daneben stellen mit Erklärung und Distanzierung. Das wäre eine saubere Lösung. Was schert es, dass das Ding 700 Jahre alt ist? Das zieht doch jede Liturgie in den Dreck, wenn es da steht!
      Meine Meinung, aber ich bin blos ein katholischer Agnostiker mit atheistischem Einschlag. Das dürfte den Domherren und -herrinnen am A vorbei gehen.

      liebe Grüße
      Tomas

      • Aristobulus schreibt:

        Tomas,
        ich habe diese Judensau mal angesehen. Kunst ab wann ist eigentlich ein Ding, das Andere, etwa Juden, als unreines Schlachtvieh darstellt, Kunst? Muss es barock sein oder gotisch? Zum Kotzen, wenn Du mich fragst.

        Andererseits steht dort die Geschichte des Christentums in Eichenholz graviert, und wem nützte es, sie herauszunehmen und zu negieren? Der Kölner Dom schleift diese Geschichte mit freilich unkommentiert, eine Frechheit.
        Kirchen sind voll mit sowas. In der späten Gotik empfand man so modern, um Juden gern mit Hakennasen darzustellen. Schon im 14. Jh sind etwa Propheten gern mit dem zeitgenössischen Judenhut dargestellt worden, dem Stigma der Ghettosierung, ich glaube, auf den Glasmalereien des Kölner Doms sieht man sie auch.
        Kunst, unkommentiert

        In Wittenberg, dort, wo Luther seine protestantischen Thesen anschlug usf. und wo man ihn jedes Jahr ehrt und feiert, hat man außerhalb der Kirche eine Kommentartafel in den Boden eingelassen. Sie kommentiert eine steinerne Judensau an dieser Kirche (jaja, Kunst). Okay, diese Tafel kann keiner umstoßen oder beschmieren, sie besteht aus Metallrelief, fest im Boden verankert. Nu, und was steht drauf: Der Name Gttes in hebräischen Buchstaben!, ein christliches Kreuz ist da auch noch.
        Dass es dem Wittenberger Superindentenden nichts ausmacht, wenn Leute mit ihren Schuhen über deren Kreuz latschen, ist erstaunlich genug. Aber beim Namen Gttes fiel ich schon hintenüber. Schrieb ich ihm einen Brief. Eine Antwort kam, voller Unverständnis. Schrieb ich ihm zurück, es kam NOCH mehr Unverständnis.
        Schandbar

        • Tomas Bornitz schreibt:

          Hallo, scheint mir eine notwendige Frage zu sein, ab wann Kunst Kunst ist, in diesem Kontext. Wenn sie übelste Diffamierungen zeigt, zu Hass anstachelt und Gruppen auf´s übelste herabwürdigt, dann mag es sich um tolles Handwerk handeln. In meinen Augen ist es keine Kunst. Zumindest steht der Kunstcharakter nicht im Vordergrund.

          Andererseits steht dort die Geschichte des Christentums in Eichenholz graviert, und wem nützte es, sie herauszunehmen und zu negieren? Der Kölner Dom schleift diese Geschichte mit – freilich unkommentiert, eine Frechheit.
          Kirchen sind voll mit sowas.

          Ich will mal bei dem Kölner Fall bleiben. Natürlich ist das diskussionswürdig, was man am besten mit der Darstellung am Chorgestühl machen sollte. Eine Kommentierung wäre das Mindeste. Das Chorgestühl im Dom kann man als Gesamtkunstwerk sehen. Und ich verstehe, wenn man die Darstellung der Judensau dort aus Denkmalschutzgründen oder aus historischen Gründen nicht herausschneiden will. Oder wie Du sagtest, steht dort die Geschichte des Christentums in Eichenholz graviert. Das ist richtig. Und so zu argumentieren ist legitim.
          Historisch kann man sagen: Lasst das Ding stehen, aber kommentiert es.
          Sieht man den Dom aber nicht nur als historisches Bauwerk, sondern auch als lebendige Kirche, dann sieht das meiner Meinung nach schon anders aus. Dann muss so etwas meiner Meinung nach entfernt werden. Da kann man keinen Gottesdienst feiern, neben und mit dieser Hassdarstellung. Schon merkwürdig, das sage ich, Tomas, der ungläubige Katholik.

          Ich habe mich übrigens nicht dafür ausgesprochen, diese Geschichte zu negieren, oder zu verleugnen. Ich habe eine Weile darüber nachgedacht und ich hatte geschrieben, dass die Darstellung am besten herausgesägt werden sollte, dass dort eine halbwegs würdiges Motiv hinkommen könnte UND dass in unmittelbarer Nähe eine Fotografie des ursprünglichen Motivs und ein erleuternder Text angebracht werden sollte. Vielleicht etwas in der Art:

          Hier war bis XXX als Teil des Chorgestühls die judenfeindliche Darstellung einer sogenannten Judensau zu sehen (siehe nebenstehende Abbildung).
          ()
          Die originalen Teile befinden sich derzeit im Museum XXX.
          Trotz Bedenken im Bereich des Denkmalschutzes haben wir, die Diözese, beschlossen diese zutiefst feindselige Darstellung zu entfernen, nicht nur wegen der historischen Verantwortung der Kirche an der viel zu langen Kontinuität des Judenhasses, sondern auch deswegen weil eine solche Darstellung einem Gotteshaus zutiefst unwürdig ist und eigentlich immer schon war.
          ()

          So etwas, oder so was ähnliches könnte man dort hinschreiben. Vielleicht sollte man keine andere, halbwegs würdige Skulptur dort anbringen, man könnte die Stelle auch leer lassen. Aber wie dem auch sei, heute hat in einer Kirche, in der gebetet und Gottesdienst gefeiert wird, keine Judensau zu sein sowas ist einfach abgrundtief falsch.

          beste Grüße
          Tomas

          ps
          Mir ist gerade was aufgefallen. Es möge bitte keiner aus dem Zusammenhang herausgelöst mich mit meinem letzten Satz zitieren.

          pps
          Zu Deinem Erlebnis mit dem Wittenberger Intendenten noch etwas. Mich wundert schon, dass der so ganz verständnislos reagiert hat. Liegt vielleicht an der evangelischen Bilderstürmertradition. ;-) Der konnte sich anscheinend gar nicht vorstellen, dass das darüberlatschen, über den Namen G*ttes überhaupt ein Problem sein könnte. Mich wundert nicht, dass er persönlich da kein Problem hat, aber sein Unverständnis wundert mich.

          Aber immerhins haben sie in Wittenberg das Schandmal überhaupt kommentiert. Das ist schon mal etwas. Standen da auch ein paar kritische Worte zum großen Reformator und seinem Judenhass?

        • Aristobulus schreibt:

          Hi Tomas. Anzurufen ist wohl besser, schriftlich entstehen zu leicht Missverständnisse, justement bei dieser Art Konflikt. Es besteht christlicherseits wohl ein merkwürdig zwiespältiges Verhältnis zum jüdischen Erbe, K.Voss, ein Katholik, der hier viel schrieb, weiß das gut, und er beklagts.

          Auf der Kommentarplatte in Wittenberg steht nichts über Luthers Schrift Von den Juden und ihren Lügen, die Platte ist nichts Sachliches, bloß ein Gedenkstein oder so. Da wollten sie etwas richtig machen und haben es noch sattfalscher gemacht. Wer weiß, die Platte war wohl teuer!, und ein Ki-Ka-Künstler hat sie ähm gestaltet. Kunst?

          Eine Stelle leer zu lassen, wie Du vorschlägst, so generell, halte ich für eine gute Idee. Es hängt ohnehin zuviel überall. Celan schrieb, ein Grab in den Lüften, da liegt man nicht eng. Da ist es ja auch leer.

          Kunst, wenn sie übelste Diffamierungen zeigt, zu Hass anstachelt und Gruppen auf´s übelste herabwürdigt, dann mag es sich um “tolles” Handwerk handeln. In meinen Augen ist es keine Kunst, schreibst Du. Dem kann keiner widersprechen, wenngleich seit der Moderne in der Kunst (und just bei denen, die sie en gros kaufen und ausstellen) sowas Wertfreies gilt, da heißt es, dass es nicht auf den Inhalt ankommt. Freiheit der Kunst, die darf alles. Wenngleich Achternbuschs Jesusdarstellung in Bayern dann doch verboten worden ist. So weit dazu, was sie nun darf und was nicht, die Kunscht

          Du bist katholisch, Tomas. Du könntest den Kölner Erzbischof anrufen und ihn fragen, wie das nun mit der Judensau im Dom werden soll. Dann wieder anrufen, usf. Es ist mühsam!, selbst mit denen, die es wahrlich besser wissen müssten. Ich versuche seit bald einem Jahr, den Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Berlin zu einer Stellungnahme über die Kölner Hasspappen-Bühne zu bewegen: Keine Antworten.

          • Arme Sau schreibt:

            Indeed hat das Ding in Wittenberg ein Ki-Ka-Künstler gestaltet, und deshalb ist es natürlich auch hammerhart theoretisch unterfüttert:

            http://de.wikipedia.org/wiki/Judensau#Umgang_mit_historischen_Judensau-Darstellungen

            Kunscht halt. Sieht auch so aus, als hätte es diese Auseinandersetzung bezgl. Köln auch schon gegeben. Die wollen das so

          • Arme Sau schreibt:

            Auf dieser hochinteressanten Website

            http://www.christliche-sauerei.de/index.html

            ist hier der Text des Faltblatts der Wittenberger Kirchengemeinde zu dem Mahnmal dokumentiert:

            http://www.christliche-sauerei.de/witt/witt-t-02-falt.html#tafel

            Hier die Exegese des Kunstwerks:

            Der Bildhauer Wieland Schmiedel aus Crivitz/Mecklenburg hat im Auftrag der Stadtkirchengemeinde eine Bodenreliefplatte gestaltet, die das Motiv von Trittplatten aufnimmt, die etwas unter sich verdecken wollen. Aber was da zugedeckt wird, läßt sich nicht verdrängen. Es meldet sich, indem es aus allen Fugen hervorquillt. Die Quetschungen in den Fugen ergeben ein Kreuz. Das Leid der Getretenen findet sich wieder im Leiden und im Kreuz Christi. Der die Bronzeplatte umfassende Text stammt von dem Berliner Schriftsteller Jürgen Rennert. Er nimmt Bezug auf den schwerverständlichen Gottesnamen Schern Ha Mphoras oberhalb der ,Judensau, indem er ihn als den von Juden fast unsagbar beschreibt. Ein frommer Jude spricht den Gottesnamen aus Ehrfurcht nicht aus. Gott selbst ist mit den ermordeten Juden in den Tod gegangen. Christi Kreuz steht dafür.

            Bilde ich mir das ein, oder ist das wirklich so widerwärtig, wie es für meine Ohren klingt? Ich lese das so:

            Also eigentlich wärs ja schön, wenn wir endlich Ruhe hätten vor diesem gamzen Shoah-Kram, aber es hilft nix, es kommt immer wieder hoch. Also pressen wir den toten Juden wenigstens ein Kreuz drauf und sahnen noch ein bisschen moralischen Mehrwert ab.

            Sagt mir doch bitte, falls ich nen Knall ab, aber das steht da doch, oder?

          • Aristobulus schreibt:

            Arme Sau
            aber ja, danke für Deine Hinweise, da steht alles nur Mögliche!, das hatte ich alles längst verdrängt!, mochte nichts mehr davon wissen. Die Psalmzeile im Straßenpflasterkot, mit dem Namen Gttes, also latscht man da munter über den Namen Gttes UND über eine Zeile aus einem Psalm.
            Plus der christliche Diebstahl!, das Ganze ist ja christlich usurpiert!, was hat das Kreuz da zu suchen?, da steht der HEBRÄISCHE Neme Gttes, und genauso die Psalmen sind nun mal jüdisch!, da heben wirn Copyright drauf grad, wenn es darum geht, dass da Leute DRAUFLATSCHEN könnten, nein, tun!!
            Der Name Gttes ist jüdisch. Und die treten drauf.

            Ich finde das beschissene Ding, das sich Gedenkstein nennt, viel schlimmer als die originale Original-Judenoriginalsau da am Pfeiler. Die steinerne Sau geht okay aber die Gedenkplatte ist eine Miesheit sondergleichen.

            Noch was, den deutschen Spruch auf dem Ding hatte ich natürlich auch schon völlig vergessen. Da isser. Sowas scheußlich Verstiegenes, f*cking patronizing wieder, ein Berliner Schriftsteller Jürgen Rennert:

            „Gottes eigentlicher Name, der geschmähte Schem Ha Mphoras, den die Juden vor den Christen fast unsagbar heilig hielten, starb in sechs Millionen Juden unter einem Kreuzeszeichen.“

            Der Satz hat so viele Fehler, dass es schon gar nicht mehr geht. KEIN Jude starb in der Schoah unter dem Kreuzeszzeichen (was soll das sein, ein Kreuzeszeichen?, ein Zeichen und ein Kreuz?, hat da einer Hakenkreuz gesagt?), und weshalb hielten die Juden VOR den Christen den Namen heilig?, danach zweitausend Jahre ja nu auch noch tagtäglich!, und überhaupt:
            Der Spruch ist doch glatter Holocaustneid.
            Nichtmal den Holocaust gönnen sie uns.
            Der muss da noch ins Christliche überhöht werden.
            Als ob er noch nicht genug gewesen wär

            Soooo schrieb ich es dem Wittenberger Superintendenten freilich nicht habe mich bemüht, höflicher zu sein, habe Kreide gefressen pfundweis. Aber es ist so, wie Du es schriebst, ArmeSau: Sie wollten es so, sie WOLLTEN es genau so.
            Es geht ihnen gut dabei.
            Sie dürfen LEIDEN

            Das werd ich nie verstehen. Nienienie. Ich habe überhaupt nichts gegens Christentum, wenn es denn Andere nicht bedroht und Freiheiten gewährt und nicht missioniert, usf. Sollen Christen doch machen, was sie machen, hat keiner was dagegen.

            Aber DAS da im Straßenpflasterkot von Wi-Wi-Wittenberg: Nee.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.

            Nameden die Juden vor den Christen fast unsagbar heilig hielten

            Es ist ja so ein verlogenes Geschwätz. FAST. Wieso fast?! Der Name ist unsagbar, weil er heilig ist, denn Gtt ist heilig. Der Name wird nicht ausgesprochen, weil er so heilig ist!, und etwas, das nicht ausgesprochen wird, gilt nun mal als unsagbar, als nicht-zu-sagen.

            Aber der schreibt FAST.
            Aalglatt gelogen.

            Denn merke: Die Juden, die haben GTT nur FAST geheiligt. Denn die Christen, die tuns GANZ.
            Steht da mal so auf einem Holocaustgedenkstein stolz prangend draufgeschmiert

            Man kann doch garnich so viel fressen, wie man kotzen möchte

          • Interessent schreibt:

            @Ari
            Die Juden, die haben G”TT nur FAST geheiligt. Denn die Christen, die tun’s GANZ.
            Steht da mal so auf einem Holocaustgedenkstein stolz prangend draufgeschmiert

            Stimmt doch überhaupt nicht. Das steht doch gar nicht da.
            Du erinnerst mich an einen fanatischen Ultraorthodoxen in Deinem Furor, dem man nichts Recht machen kann und der Sachen sieht, die gar nicht da sind.
            Aber wenns Dir Freude macht

          • Aristobulus schreibt:

            À propos, was ultraorthodox sei, musste nochmal definieren, wenn du das kannst.
            In der Tiefe nur brauset es hohl, Interessent. In Deiner jedenfalls.
            Was soll die Maskerade bedeuten?
            Du erinnerst mich an einen fanatischen pataphysiciste, dem man in seiner Vergeltungslust nischt Recht machen darf.

            Du siehst da kein fast?
            Siehst Du das Weiße hinter dem Schwarzen?
            Blind und freudvoll, der Herr. Nu, a gitn Schabbojs.

          • Arme Sau schreibt:

            Der Faltblatttext hat mich verfolgt; ich habe ihn deshalb einer etwas gründlicheren sprachlichen Untersuchung unterzogen. Den Text auf dem Kunstwerk selbst hast du ja schon gut analysiert, Aristobulus. Here goes:

            Die Trittplatten wollen etwas verdecken – nicht etwa Menschen, Täter oder deren Nachkommen, nein, die bösen, bösen Trittplatten sinds.
            Was aber wird eigentlich zugedeckt? Das wird völlig im Ungefähren, Nebulösen, Schlammigen belassen, denn das ist das einzige, was wir darüber erfahren: Es quillt aus allen Fugen hervor. Igitt.
            Wenn es „unsere Schande“ (M. Walser) sein sollte, dann wäre das Bild vielleicht einigermaßen angemessen; das würde aber gleichzeitig bedeuten, dass die Opfer im Kunstwerk überhaupt nicht vorkämen und es sich allein um eine Studie zur Täterpsychologie handelte.
            Wahrscheinlich ist es viel schlimmer, und das Leid der Opfer ist gemeint. Gibt es dann eine unerträglichere Bildsprache? Es quillt aus Quetschungen hervor? Kann man das Andenken der Opfer stärker herabwürdigen, als indem man es zu etwas erklärt, was aus den Ritzen von Trittplatten, also wie Schlamm aus dem Boden, hervorquillt?
            Man kann, indem man dieses Hervorquellende dann noch durch die Kreuzform „christlich usurpiert“. (Aristobulus) Das „Leid der Getretenen“ (Wieso eigentlich Getretene? Es war schon ein bisschen mehr als das, oder? Auch wenn das Wort „Getretene“ metaphorisch verwendet wird, sind damit normalerweise lebende Menschen gemeint. Man muss schon sehr gutmütig sein, wenn man hier vermutet, dass vielleicht einfach nur die unselige Trittplattenmetapher Amok läuft), das Leid der Ermordeten also wird zum Leiden Christi umgedeutet, und so mal eben 6 Millionen ermordete Juden nachträglich zwangskonvertiert. Go Wittenberg! War jemals eine Gemeinde erfolgreicher bei der Judenmission? Kann man da nicht vielleicht irgendwo noch Kirchensteuer nachfordern?

            Fazit: Die Hinterfotzigkeit dieses „Mahnmals“ ist das, was hier tatsächlich „fast unsagbar“ ist.

          • Aristobulus schreibt:

            Arme Sau,
            völlig Recht hast Du. Es quillt hervor, so aus dem Untergrund, aus dem verdrängten Kot unter dem Straßenpflaster. Freud hätte schallend gelacht, bevor er sich verschluckte.

            Judenmission postum, und gleich nochmal die Schoah wird im Kreuze überhöht
            Der Superintendent hatte mir übrigens damals geschrieben, so hätte zuvor einen Juden gefragt. Sicher, er führt da einen Juden an. Wahrscheinlich haben sie dort ein paar beste Freunde, selbst einen jüdischen.

            À propos, dagegen kann der interessent sagen, was er will, es wird ja nichts draus. Klar hab ich mich mal wieder maßlos aufgeregt das wusste er abzukanzeln. Er schrieb nichts zur Sache, sondern gegen hiesige Argumente mit dem durchsichtigen Stilmittel der Diffamierung und Abkanzelei. Das erstaunt mich immer wieder dass er in der Sache kaum je etwas sagen will.
            Es geht ihm gegen diesen oder jenen, der etwas über eine Sache sagt, aber nicht um oder gegen eine Sache.

          • Interessent schreibt:

            @Ari
            À propos, dagegen kann der interessent sagen, was er will, es wird ja nichts draus. Klar hab ich mich mal wieder maßlos aufgeregt – das wusste er abzukanzeln. Er schrieb nichts zur Sache, sondern gegen hiesige Argumente mit dem durchsichtigen Stilmittel der Diffamierung und Abkanzelei.

            Du bist doch der, der uns Christen diffamiert, uns unterstellst, mit der Bodenreliefplatte bewusst und hinterhältig NOCHMAL alle Juden umzubringen, zumindest aber sie und ihr Leid sadistisch zu verhöhnen.
            Und das Ganze soll höchst offiziell im Namen der Kirchengemeinde zu Wittenberg geschehen.
            Eine Unverschämtheit, uns Christen nur und immerwährend das Allerschlechteste zu unterstellen. Ich wundere mich nur, dass hier kein weiterer Christ sich äußert, außer der armen Sau, aber dieser Name spricht ja eh für sich.

          • Interessent schreibt:

            Nochmal @Ari
            Und hier möchte ich eine Feststellung des Blogbetreibers Buurmann zitieren, die gut auch zu dieser Thematik passt.
            Zitat Buurmann:
            PS: Nur weil jemand etwas als eine Beleidigung auffasst, muss es noch lange keine Beleidigung sein. Ein Künstler, der Mohammed malt, muss damit noch lange keine Beleidigung im Sinn haben und jemand, der ein Schwein als Gekreuzigten malt, muss damit nicht das Christentum verhöhnen wollen.

            Und eine christliche Kirchengemeinde kann mit einer Bodenreliefplatte durchaus eine versöhnliche Geste, ja eine Entschuldigung für verübte Verbrechen ausdrücken wollen.

          • Arme Sau schreibt:

            Naja, wenn sie das ausdrücken wollte, die Gemeinde, dann hätte sie sich vielleicht etwas mehr Mühe geben sollen, nicht das Gegenteil auszudrücken. Aber vielleicht geben Sie sich ja mal etwas Mühe und dem Wittenberger Mahnmal einen positiven spin; was gefällt Ihnen denn so daran?

          • Arme Sau schreibt:

            Wieso gehen Sie eigtl. davon aus, dass ich ich Christ bin? Vielleicht bin ich ja Hindu, Buddhist, Wiccan, Kommunist, Anarchist, Satanist, Visagist

  7. Dante schreibt:

    Wahrscheinlich glaubt Herrmann, er habe mit Faschismus (in Bezug auf den Nationasozialismus ein verharmlosendes Wort) nichts am Hut, egal wie judenfeindlich er sich äußert, da er ja links sei. Wie weiland Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann

  8. Malte S. Sembten schreibt:

    Wäre diese Klagemauer gegen den Iran oder gar die Türkei gerichtet, wäre sie längst abgeräumt.

  9. Sophist X schreibt:

    Tobias Weber schreibt:
    Juli 10, 2012 um 5:25 nachmittags
    >Man ist doch sonst so bemüht, ein gutes Bild nach außen abzugeben, aber

    Wenn ich mal so naseweis sein darf: Wenn in Köln die Mehrheit, Presse und Politik voran, nicht der Meinung wäre, mit dieser Mauer ein ganz hervorragendes Bild nach außen abzugeben, dann wäre sie längst auf die Deponie geflogen.

    • Martin schreibt:

      So ist das wohl.
      Wie ist das denn eigentlich, kann man nicht auch eine eigene Mauer, vielleicht als Motto: Linke Massenmörder, Islamisten und antisemitische Pogrome danebenstellen?
      Wenn der seine Mauer dahinstellen darf?

      • Aristobulus schreibt:

        Dann müsste einer schon so irr und selbstverleugnend wie der Herr Mann sein, um jeden Tag da hinzuscheesen und diese Gegenmauer auf-, ab- und umzubauen und vor Allem müsste er allerbeste Verbindungen zur Kölner Polizei & Staatsanwaltschaft pflegen, damit er das dürfen möge.

  10. Danny Wilde schreibt:

    Vor einiger Zeit hatte ich auch das zweifelhafte Vergnügen, mir diesen Papphaufen anzuschauen. Ich hätte ihn natürlich ignorieren können. Aber ich kam grad von Dani Karavans großartigem Kunstwerk unser Gastgeber hatte es bereits hier beschrieben: http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/01/30/maalot-kolns-bekanntestes-unbekannte-kunstwerk/ und da musste ich natürlich, allein um nach Gerds Freude mit diesem Kunstwerk schon zum Ausgleich auch sein pain-in-the-ass erneut aus der Nähe zu begutachten, hin.

    Die Abbildung des palikinderfressenden Hakennasenlosen war zwar nicht da, der Ungewaschene auch nicht, aber dafür ein anderer Rentner.

    Der lief kreischend, zeternd und Schläge androhend hinter mir her (ich hatte eine Widmung im Gästebuch hinterlassen), aber ich schritt betont langsam von dannen in die Massen auf der Hohe Straße. Weshalb der Oppa auch nur bellte. Die in einiger Entfernung wartende Gattin zitterte am ganzen Körper (die fands doof, dass ich mich in Gefahr begeben hatte mein Hinweis, ich wär dem Typen überlegen gewesen, falls, ließ sie nicht gelten).

    Dies sei hier nur aus dem Grunde erwähnt, dass die Darstellung der oben zitierten Dame aus meiner Erfahrung heraus plausibel klingt. Zumindest, was das Eskalationsmuster der Hass-Opas betrifft. Diese Typen sind hochaggressiv, und jeder, der das nicht glaubt, mag es selber ausprobieren (übrigens auch erstaunlich flott auf dem Fuße für ihr Alter, dies nur zur Warnung).

    Diese Typen sind derart kaputt und fertig und gestört, dass eine jede direkte Auseinandersetzung mit denen unmittelbare Spuren im eigenen Nervenkostüm hinterlässt.

    Weil hier also eine gesunde, normale, zivile Bürger-Reaktion gar nichts bewirkt außer unglaublicher Fassungslosigkeit ob der Erschütterung des eigenen Menschenbildes, ist die Zeit nie früh genug, diesen Müll in die kölsche Müllverbrennung zu überführen.

    Ja, Gerd! Köln als Stadt, als Gemeinde, als Bürgerschaft, muss handeln!

    • Dante schreibt:

      ist die Zeit nie früh genug, diesen Müll in die kölsche Müllverbrennung zu überführen.

      Die war ja auch teuer genug! ;)
      Ist die aber auch giftmülltauglich? Oder bedarf es stattdessen eines Endlagers, ähnlich wie für abgebrannte Brennstäbe?

    • Martin schreibt:

      Oha aber das : Der lief kreischend, zeternd und Schläge androhend hinter mir her .diese Typen sind hochaggressiv,

      läßt ja ganz neue Handlungsmuster zu.
      Zeugen mitnehmen, Widmung hinterlassen, vor Zeugen Schläge angedroht bekommen und von hochagressivem Mensch angegangen und bedroht werden und aus lauter Angst sofort in angenommener Notwehr sofort einmal so hart wie möglich zuschlagen.

      • Aristobulus schreibt:

        Und wenn er bewaffnet ist?
        Ich hatte bei meinem Zusammenstoß mit dem höchstpersönlichen Herrn Mann die Befürchtung, dass er auf mich losgeht und schneller ist. Oder dass ern Messer dabeihat. Seine Allure stimmte schon.
        Die geistige Welt jener Ungewaschenen ist sowas wie Bürgerkrieg, deutlich wieder neulich, als hier im Blog dieser Franke ankam und pöbelte. Merkwürdig, deren Krieg, den die führen, erstreckt sich bis in deren gestammelte Buchstaben

    • Michal schreibt:

      hier gilt wohl die alte formel: je oller desto doller. hoffentlich gehen die bald ins altersheim, da gehören solche säcke nämlich hin.

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