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Webspace mit Ökostrom

5  04.04.2009 (22.10.2012)

Pro:
zuverlässig, preiswert, umweltfreundlich

Kontra:
keine Designvorlagen, eher für Leute mit Vorkenntnissen

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Häufigkeit der Nutzung

Ladezeit der Website:

Bedienung

Design

Nutzwert


mariosedlak

Über sich: Das ganze Leben ist ein Erfahrungsbericht: www.sedl.at

Mitglied seit:13.05.2005

Erfahrungsberichte:16

Vertrauende:7

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 96 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Seit Mai 2007 bin ich mit einer eigenen Website im Internet präsent. Es gibt viele Anbieter, bei denen man eine Website kostenlos online stellen kann, aber ich entschied mich dafür, ein paar Euro monatlich zu zahlen und dafür mehr Möglichkeiten und weniger Probleme zu haben.

Update 22.10.2012

Dieser Erfahrungsbericht hat nur noch historischen Wert, denn der Anbieter Netroom.de nimmt seit Oktober 2012 keine Neukunden mehr und wird im Laufe des Jahres 2013 seine Dienste einstellen.

Auswahl

Das Internet mit seinen unzähligen Serverzentren verbraucht so viel Energie wie der Flugverkehr. Netroom verwendet Strom sparende Server und kauft den Strom beim Ökostrom-Anbieter Greenpeace Energy. Deswegen kann ich auf meiner Website das Label "atomstromfreie Website" von Greenpeace Energy verwenden. Gefunden habe ich Netroom auf atomstromfreies-internet.de. Von den vier Anbietern, die damals dort aufgelistet wurden, war Netroom mit Abstand der günstigste. Inzwischen ist die Website und die Label-Aktion leider eingestellt worden.

Indem ich mich für einen Anbieter entscheide, der in Energieeffizienz und Ökostrom investiert, zeige ich, dass mir das Thema wichtig ist und unterstütze eine Firma, die sich auf diesem Gebiet engagiert. Die Umwelt wird um ein bisschen weniger belastet als beim billigsten Anbieter. Das war für mich auch kaufentscheidend.

Leistungsumfang und Preis

Das von mir gewählte Produkt heißt "Netpack1000". Es umfasst 1000 MB Speicherkapazität auf der Festplatte des Webservers. So viel brauche ich, weil ich viele Fotos auf meiner Website veröffentliche.

Preis: 3,99 EUR/Monat (inkl. einer eigenen Domain, bei mir: sedl.at)

Inkludiert sind auch Mail-Adressen unter meiner Domain. Ich habe nur eine einzige für mich angelegt, die ich seit Januar 2008 nutze.

Die Transferkapazität ist mit bis zu 40 GB/Monat für eine private Website wie meine praktisch unbegrenzt. Ich habe im Durchschnitt ca. 100 Seitenaufrufe pro Tag (ohne Suchmaschinenroboter).

Man kann beliebige Dateien auf den Webserver hochladen und auch beliebige PHP-Skripts verwenden. ("Safemode" ist ausgeschaltet.) Außerdem kann ich bis zu zehn MySQL-Datenbanken anlegen. D. h. ich kann ein Forum, Gästebuch, Content-Management-System etc. installieren. Derzeit nutze ich das jedoch alles nicht.

Der Webserver ist ein Apache. Über die .htaccess-Datei kann man z. B. individuelle Fehlerseiten erstellen, die aussagekräftiger als die Standard-"Nicht-gefunden"-Seiten des Webservers sind. Das war mir wichtig.

Außerdem habe ich Zugriff auf die Logfiles des Webservers. Damit kann ich meine eigene Besucher-Statistik und viele andere Auswertungen machen.

Bestellung und Support

Wenn man sich für einen Leistungsumfang entschieden hat, kann man gleich online bestellen. Bezahlen tut man bequem später per Rechnung.

Innerhalb 14 Tagen kann man die Bestellung kostenfrei stornieren. In dieser Zeit kann man die Leistungen bei Netroom testen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass man eine eigene Domain dafür hat oder neu reserviert. (Die Reservierung macht Netroom gleich nach dem Bestellvorgang.) Ohne eigene Domain kann man auf den Webspace bei Netroom nicht zugreifen. Es gibt keine "Umweg-Adresse" über Netroom.

Der Netroom-Support ist per E-Mail gut erreichbar und kompetent. Ich habe noch nie bei Netroom anrufen müssen. Man merkt, dass es sich um eine kleine Firma handelt, die sich um zufriedene Kunden bemüht.

Was ich auch toll finde: Bei Netroom wurde anscheinend tatsächlich das papierlose Büro umgesetzt. Ich habe von Netroom noch nie etwas auf Papier bekommen und auch nichts auf Papier hinschicken müssen. Alles geht online bzw. per E-Mail. Ich verstehe nicht, wieso das die meisten anderen Firmen nicht anbieten. Der Papierkram ist nicht nur lästig und zeitintensiv beim Ablegen und Suchen sondern auch eine unnötige Umweltbelastung, da Papier sehr viel Energie zur Herstellung braucht. Auf ausdrücklichen Kundenwunsch kann man bei Netroom aber auch kostenlos eine Rechnung per Post haben.

Pannen und Ausfälle

Niemand ist fehlerlos, schon gar nicht eine kleine Firma, die einen Webauftritt um nur 3,99 EUR/Monat anbietet. Bei anderen Anbietern kann man locker das Zehnfache zahlen.

Die 1. Panne war, dass Netroom aus irgendeinem Grund meine Domain sedl.at nicht registriert hatte. Eigentlich sollte sie "in 2-6 Stunden verfügbar sein". Nach 6 Tagen informierte ich Netroom, dass die Domain immer noch nicht aufrufbar ist. Sie entschuldigten sich und innerhalb weniger Stunden war die Domain dann tatsächlich registriert und verwendbar. Die Wartezeit war für mich kein Problem.

2. Panne: Als ich mich einloggte und durchklickte, stellte ich fest, dass bei der Zugriffsstatistik alte Daten angezeigt wurden, die eindeutig nicht zu meinem Webauftritt gehörten, weil sie bereits 1 Monat vor meiner Bestellung begannen. Es waren jedoch keine vertraulichen Daten dabei.

Auf der Website zeigt Netroom einen Banner, mit dem sie damit werben, dass sie im Dezember 2007 "100% Uptime" (also keinen einzigen Ausfall) hatten. Das kann auch stimmen, allerdings sollte man wissen, dass Netroom keine 100%-Garantie gibt. Wie man in den allgemeinen Geschäftsbedingungen nachlesen kann, gewährleistet Netroom nur 99% Verfügbarkeit - d. h. bis zu 3,5 Tage Ausfall pro Jahr wären möglich.

Nach meinen Beobachtungen kommt Netroom aber in der Praxis doch recht nahe an die 100%. Nur wenige Ausfälle habe ich mitbekommen:

Am 13.3.2008 waren gegen 19:00 Uhr für ein paar Minuten weder http://sedl.at/ noch der zugehörige Mailserver erreichbar. Sie antworteten einfach nicht. Ein Ping auf sedl.at funktionierte.
Der Grund für den Ausfall lag nicht bei meinem Internet-Provider. Um das zu bestätigen, rufe ich meine Website über verschiedene andere Websites auf, die eigentlich zur Validierung von HTML oder zum Betrachten von HTTP-Kopfzeilen gedacht sind.

Am 17.4.2008 konnte ich um 8 Uhr keine Mails verschicken. Der Mailserver antwortete: "4.3.1 Insufficient system storage". Bis ca. 10 Uhr konnte ich auch keine Mails empfangen.

Am 19.10.2008 konnte ich um 8 Uhr nicht auf meinen Webspace zugreifen - weder per FTP noch über das Web-Interface. Fehlermeldung: "Cannot connect"

Am 3.1.2009 war meine Website gegen 0:30 Uhr nicht erreichbar. Das haben zwei unabhängige Serverüberwachungsdienste festgestellt.

Nur vier nennenswerte Ausfälle innerhalb von fast 2 Jahren sind eine sehr gute Leistung! Ich habe früher selbst im Webhosting-Bereich gearbeitet und weiß, wie viele Fehlermöglichkeiten es gibt und wie teuer es wäre, wenn man alle Fehler ausschließen wollte.

Verwendung

Zur Verwaltung des Web-Auftritts gibt es eine Online-Benutzeroberfläche namens "Confixx". Ich nutze diese hauptsächlich nur zum Nachschauen, wie viel Speicherplatz ich noch habe.

Über Confixx kann ich definieren, dass ein Benutzer, der www.sedl.at eingibt, auf sedl.at weitergeleitet wird. Allerdings hat sich das als weniger gut herausgestellt, da Confixx zur Weiterleitung den HTTP-Statuscode "302 Moved Temporarily" verwendet. Das bewirkt, dass Google sowohl www.sedl.at als auch sedl.at in den Index aufnimmt, was sinnlos ist, da beide Websites genau die gleichen Inhalte haben. Daher habe ich die Weiterleitung dann doch selber gemacht: über die .htaccess-Datei mit dem richtigen Statuscode "301 Moved Permanently".

Eigene Nicht-Gefunden-Seiten kann man mit Confixx nicht definieren, obwohl es laut Online-Handbuch möglich sein sollte. Grund ist, dass die entsprechende Funktion in Confixx ein Sicherheitsrisiko ist und daher von Netroom entfernt wurde, wie mir der Support auf meine Nachfrage mitteilte. Stattdessen kann man wieder die .htaccess-Datei verwenden. Ist dort auch nicht schwierig. Man muss sich aber mit den nötigen Befehlen vertraut machen.

Ebenfalls nicht sehr brauchbar ist für mich die vorgefertigte Zugriffsstatistik, z. B. weil sie auch meine eigenen Aufrufe und die von Suchmaschinenrobotern mitzählt. Ich werte daher die Webserver-Logfiles selber aus.

Dateien hochladen kann man mit FTP. Empfohlen wird das Programm "Filezilla". Ich verwende jedoch meist den Internet Explorer; der kann FTP auch, wenngleich er nicht ganz so stabil arbeitet. Man kann Dateien auch via Administrationsseiten im Web bearbeiten und hochladen, aber das ist relativ mühsam und wohl eher nur für Notfälle oder Kleinigkeiten gedacht.

Einmal habe ich beim Einloggen in die Online-Administrationsseiten irrtümlich die Anmeldedaten von meinem Mailzugang eingegeben und festgestellt, dass ich auch via Web auf meine Mails zugreifen kann. Zum Glück brauche ich das nur selten. Z. B. ist beim Antworten eine falsche Absenderadresse voreingestellt und ich kann auch keine Zitatantworten machen. Vielleicht muss man da irgendwo irgendwas einstellen. Es ist aber gut, dass zumindest prinzipiell die Möglichkeit besteht, jederzeit über den Browser auf Mails antworten zu können (lesen kann ich sie auch durch Weiterleitung an Gratis-Mail-Anbieter). Wie ich später gesehen habe, ist der Mailzugang auch über die "normalen" Administrationsseiten erreichbar. Allerdings muss man den Menüpunkt unter "Tools" suchen und nicht unter "E-Mail"!

Der Abruf von Mails durch ein Mailprogramm (wie z. B. Outlook) über eine verschlüsselte Verbindung wird nicht angeboten. Möglicherweise wird es das in Zukunft geben, teilte mir Netroom mit. Über das Web ist eine verschlüsselte Verbindung (https://...) zu allen Administrationsseiten inkl. Mail-Seiten möglich.

Fazit

Netroom ist ein zuverlässiger, preiswerter Webspace-Anbieter und besonders empfehlenswert für Website-Ersteller, die einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen.

Weniger empfehlenswert ist das Netroom-Angebot wahrscheinlich für absolute Anfänger, die sich nicht in die Grundlagen von HTML oder die Installation von Content-Management-Systemen einarbeiten wollen. Solche Kunden brauchen eher fertige Design-Vorlagen, mit denen man schnell und einfach eine professionell aussehende Website erstellen kann.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Sammelsurium

Sammelsurium

22.03.2014 14:30

BH

tommynews

tommynews

24.02.2014 17:47

leider nicht mehr nutzbar

Cuchulainn1981

Cuchulainn1981

23.10.2013 08:08

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  1. Sammelsurium
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