Projekte

Am ZGS werden theoretische und empirische Studien unter Verwendung verschiedener Forschungsansätze zur Frauen- und Geschlechterforschung sowie Queer Theory durchgeführt. Eine Besonderheit hierbei ist die disziplinübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung von Natur-/Technikwissenschaften und Kultur-/Gesellschaftswissenschaften. Dies soll sowohl zur Entwicklung neuer interdisziplinärer Ansätze beitragen als auch Impulse für die fachliche Differenzierung feministischer Forschungs- und Lehrinhalte und ihre curriculare Integration geben.

DFG-Projekt:

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Nachhaltiger Konsum und das Wechselverhältnis von kulturellen und
ökologisch-technischen Faktoren: das Beispiel schwarzer Damenbekleidung


Das Forschungsprojekt wurde von Prof. Dr. Christine Eifler und Prof. Dr. Ines Weller beantragt.
Zeitraum: Februar 2010 bis Januar 2013.

Inhalt: Die Produktion schwarzer Oberbekleidung ist sowohl mit einem erheblichen Ressourcenaufwand und ökologischen Problemen als auch mit gesundheitlichen Risiken für Verbraucherinnen verbunden. Trotz der in der Bundesrepublik seit Mitte der 1990er Jahre anhaltenden Bemühungen konventioneller und ökologischer Hersteller wurden weder die ökologischen Probleme in der Produktion behoben noch ein akzeptiertes nachhaltiges Konsumkonzept erreicht. Die Ursachen für diese Situation werden in dem vorliegenden Forschungsprojekt exemplarisch am Beispiel schwarzer Damenbekleidung untersucht. Die Analyse konzentriert sich dabei auf die Wechselwirkungen zwischen den kulturellen und ökologisch – technischen Faktoren bei relevanten Akteuren in den Bereichen Produktion, Regulierung, Konsum, Repräsentation, Ökologie und schließt die Untersuchung der Identitätskonstrukte von Verbraucherinnen ein. Innovativ daran ist, ökologische Fragen explizit in ihren kulturellen Kontextbezügen und Abhängigkeiten zu betrachten, um ein besseres Verständnis nachhaltiger Produktions- und Konsummuster zu erreichen.

Das Projekt wird in zwei inhaltlichen Strängen bearbeitet: In dem kultursoziologischem Teil arbeitet Dr. Kirsten Diekamp als wissenschaftliche Mitarbeiterin unter der Leitung von Christine Eifler. Die ökologisch- technischen Problemstellungen werden unter der Leitung von Ines Weller gemeinsam mit Lene Stöwer bearbeitet.