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Paramecium bursaria - Grünes Pantoffeltierchen

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Alle Rechte für Bilder und Texte liegen bei Gerald Helbig

 

         
 
Das grüne Pantoffeltierchen gehört zu den bekanntesten Endocytobioten (Symbiose, bei denen ein Partner in den Zellen des anderen lebt). Einzellige Grünalgen (bis zu mehreren Hundert) schwimmen im Entoplasma der Paramecien. Im Gegensatz zu P. caudatum ist das grüne Pantoffeltierchen positiv phototaktisch.

Versuche und Beobachungen: symbiotische Chlorella, Teilungsvorgänge, Fortbewegung, Wimpernschlag, Ausstoßen der Trichocysten, pulsierende Vakuole, Nahrungsaufnahme, positive Phototaxis, Populationsverlauf.

Als Futtertier ist P. bursaria zum Beispiel für Stephanoceros, Actinosphären und Jungfische geeignet.
 
         
  Kulturanleitung  
         
 

Gefäß:
Als Kulturgefäß eignen sich besonders 10cm Petrischalen, da hier die Kulturen ohne weiteren Aufwand unter der Stereolupe durchmustert werden können. Für größere Kulturen können alle Glasgefäße (z. Bsp. Erlenmeyerkolben, Einmachgläser) verwendet werden.

Medium:
Das kohlensäurefreie Mineralwasser "Volvic" ist ideal als Kulturmedium. Dieses Wasser aus einer Vulkanlandschaft in der Auvernge / Frankreich ist in jedem gut sortierten Getränkehandel zu erhalten. Die mineralische Zusammensetzung des Wassers bietet eine optimale, gleichbleibende Ausgangslösung.
Dem Volic wird Erdabkochungsextrakt zugesetzt (pro 100 ml Volvic 4ml Erdabkochungsextrakt).

Verfahren:
Reis für Dauerkultur:
Reiskörner eignen sich vorzüglich für die Bakterienentwicklung. Sie können sehr dosiert eingesetzt werden und haben eine Depotwirkung. 1-2 Stück pro Petrischale. Nach ca. 3 Wochen müssen sie ausgetauscht werden. Allerdings besteht hier die Gefahr der Sporeneinschleppung.

Kohlrübenschnitzel für Massenentwicklung:
Statt Reiskörnern können auch Kohlrübenschnitzel verwendet werden. Max 0,5 Stück pro Petrischale oder 1 Stück pro 250ml Erlenmeyerkolben. Die extrem starke Bakterienentwicklung nutzen die P. bursaria für eine Massenentwicklung. Der Kohlrübenschnitzel sollte nach ca. 7-10 Tagen ausgetauscht werden.

Standort:
Die Kulturen sollten hell aber nicht sonnig stehen (Nordfenster). Ein Temperaturbereich zwischen 18 und 20 Grad ist optimal.

Neuansatz:
Eine Dauerkultur mit Reiskörnen sollte ca. alle 4 Monaten neu angesetzt werden. Bei einer Massenkultur sollte alle 4 Wochen ein Neuansatz erfolgen.

 
Paramecium bursaria beweiden ein Reiskorn
Dichte Kultur von P. bursaria
 
 
 
www.lebendkulturen.de © Gerald Helbig