Herzlich Wilkommen auf dieser Internetseite! Diese Seite beschäftigt sich mit den Traditionen und Bräuchen der Deutschen Juden (welche auch auf Hebräisch als Minhag Aschkenas“ bezeichnet werden).

Juden lebten seit mindestens der Zeit der Römer, also etwa zwei tausend Jahren, in Deutschland. In dieser Zeit ereigneten sich sowohl Zeiten der Toleranz als auch solche der anti-jüdischen Verfolgungen, welche im Zweiten Weltkrieg mit der Vernichtung des Deutschen Judentums bekanntermaßen ihren Höhepunkt erreichten.

Doch entstanden bereits während des Zweiten Weltkrieges, als in Deutschland das Judentum ausgestorben war, in London und New York jüdische Gemeinden mit den Traditionen der deutschen Juden. In letzter Zeit entstanden zusätzlich weitere jüdische Gemeinden, welche sich den Bräuchen des traditionellen deutschen Judentums verpflichtet sahen, auch zum Beispiel in Jerusalem, Bnei Brak, Chicago und anderen Orten.

Während sich ausländische Institute wie das Machon Moreshes Ashkenaz und Gemeinden wie die Kahal Adas Yeshurun in Jerusalem diesen Traditionen widmen und auf ihren Internetseiten Informationen bezüglich des Minhag Aschkenas anbieten, sind solche Informationsquellen im deutschsprachigen Raum allerdings bisher kaum vorhanden. Um eine solche, denen die dem Minhag Aschkenas angehören oder sich darüber informieren wollen, anzubieten, wurde die Seite „Israelit.de.vu“ erstellt.

Doch was sind die Traditionen des Minhag Aschkenas? Der folgende Abschnitt erläutert den Begriff „Minhag Aschkenas“, um kurz das Thema dieser Internetseite zu erläutern.

 

Minhag Aschkenas

Mithilfe historischer Dokumente ist ab dem 4. Jahrhundert n.u.Z. die Existenz jüdische Gemeinden in Deutschland nachgewiesen. Erste jüdische Gemeinden, wie zum Beispiel Speyer, Worms, Mainz, Trier und Köln, existierten vor allem am Rhein. Traditionell werden die Juden in diesem Gebiet auch als Aschkenasim bezeichnet. Der Begriff „Aschkenas“ wird in der Bibel mehrmals erwähnt und scheint eine Region zwischen Anatolien und dem Mittleren Osten zu bezeichnen, in der sich auch der Berg Ararat befand. Später bezeichnete „Eretz Ashkenaz“ eine Region in Mittel-Europa, welche dem heutigen Deutschland entspricht, da entsprechend der rabbinischen Literatur es eine Völkerwanderung aus der ursprünglichen Region nach Mittel-Europa gegeben habe, und der Begriff Aschkenasim die jüdischen Gemeinden im Rheinland.

Mit den Kreuzzügen und Vertreibungen aus West- und Mitteleuropa und der folgenden Migration der Juden nach Osteuropa, begann man schließlich auch die Juden in Osteuropa Aschkenasim zu bezeichnen. Da mit der Zeit sich in diesen neuen Gebieten die Bräuche von den ursprünglichen deutschen Bräuchen zu unterscheiden begannen, nannte man schließlich diese Bräuche nördlich der Elbe und östlich von Frankfurt Minhag Polin, während die Bräuche in Frankfurt und am Rhein als Minhag Aschkenas bezeichnet wurden. Bezüglich Hamburg sei allerdings erwähnt, dass die Bräuche der dort lebenden aschkenasischen Juden eher eine Mischung des Minhag Polin und Minhag Aschkenas darstellten. Dies ist auch bezüglich des Minhag Anglia der Fall, das aus den Bräuchen der Hamburger Juden entstand.

 

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