Momentchen mal

Nur um sicher zu gehen. Sehe ich es richtig, dass es in Köln zwar für einen Straßenkünstler verboten ist, länger als 20 Minuten an einem Ort in der Kölner Innenstadt zu verweilen, um seine Kunst zu präsentieren, es aber überhaupt kein Problem ist, wenn ein Mann mit seiner antisemitischen Installation fast täglich und dann stundenland an ein und der selben Stelle vor dem Kölner Dom seine Karikaturen und Slogans über die Domplatte kotzt?

Warum sieht sich die Stadt Köln außerstande, dem antisemitischen Treiben eines notorischen Israelhassers, der vor keiner judenfeindlichen Karikatur zurückschreckt, Einhalt zu gebieten, wenn sie doch offenkundig in der Lage ist, Regelungen zu verabschieden, die dafür sorgen, dass der Platz vor dem Kölner Dom nicht musikalisch und theatral mißbraucht wird, trotz des Hohen Guts der Kunst- und Meinungsfreiheit.

Ich bitte um Aufklärung.

Dieser Beitrag wurde unter Kölner "Klagemauer", Momentchen mal ... veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Antworten zu Momentchen mal

  1. Helmut Karsten schreibt:

    Auf genau DIE Aufklärung warten wir alle schon (viel zu lange)!

  2. anti3anti schreibt:

    Wenn ich die Frage ehrlich beantworten wollte, würde ich riskieren, angezeigt zu werden.
    Deshalb folgender Link:

    http://anti3anti.wordpress.com/2010/11/25/neonazis-aus-aachen/

  3. Pat schreibt:

    >Warum sieht sich die Stadt Köln außerstande

    Ich denke, die Stadt Köln verhält sich genau so, wie andere Landeshauptstädte hier auch reagieren könnten, würden etc

    Leider

    Pat

  4. johnson schreibt:

    Warum sieht sich die Stadt Köln außerstande, dem antisemitischen Treiben eines notorischen Israelhassers, der vor keiner judenfeindlichen Karikatur zurückschreckt, Einhalt zu gebieten

    Warum sollte es die Aufgabe des Staates sein, gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus, Antidemokratismus usw. vorzugehen? Eine solche Einstellung: typisch Deutsch! (Aber bei uns ist ja der Staat sogar noch für den Verfassungsschutz zuständig – als ob nicht die größte Gefahr für die Verfassung immer vom Staat/Regierenden ausginge.)
    Nein, hier ist der Bürger gefragt und gefordert, der anständige Bürger! Arsch hoch usw.!

  5. anti3anti schreibt:

    Aachener Friedenspreis weist Kritik an Kölner Klagemauer zurück

    http://www.aachener-friedenspreis.de/news/news-singleview/article/aachener-friedenspreis-weist-kritik-an-koelner-klagemauer-zurueck.html

    Es sind die Bürger, die den Antisemiten wohlwollend unterstützen.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Herrmann wird mit Sokrates verglichen. Geht es noch ne Nummer größer? Dann bin ich mindestens Shakespeare.

    • johnson schreibt:

      Walter Hermann hat sich von der Karikatur distanziert

      Ach ja? Wo? Wann? Es ist zu fordern, dass der Kerl seine Distanzierung von der Karikatur in gleicher Größe und an gleichem Ort (und mindestens über einen gleich langen Zeitraum hinweg) präsentiert, wie er dies mit der Karikatur selbst getan hat.

      Freie Meinungsäußerung und Demonstrationsrecht sind hohe Güter. Die Möglichkeit, Kritik an der menschenverachtenden Kriegstreiberei der israelischen Regierung und die gegen das Völkerrecht verstoßende Politik zu äußern, muss auch in Köln möglich bleiben.

      Freche Unterstellung, so zu tun als ob mit dem Verbot von dieser schmierigen Karikatur auch gleich jegliches Kritikrecht ausgeschlossen wäre. Da wird mal flugs Hermann mit der deutschen Israelkritik identifiziert.

  6. johnson schreibt:

    ach ja, Sie, GB, sind damit natürlich nicht gemeint Sie sind ja einer der wenigen Bürger, die aufstehen.

  7. Pingback: Schaschlik « abseits vom mainstream heplev

  8. Birgitt schreibt:

    Der Brief vom 12. d.M. von Aachener Friedenspreis e.V. an den OB von Köln, mit dem der Verein sich 100 % hinter Herrmann stellt und seine Hasswand noch mit Aktionen von Sokrates vergleicht, spottet jeder Beschreibung und macht deutlich, was dieser Friedenspreis wert ist: Ablehnung, und hoffentlich von allen zukünftigen Friedenspreisempfängern.

    • anti3anti schreibt:

      Leider ist der Preis begehrt, vor allem bei israelischen „Israelkritikern“.
      Zum zweiten ist zu bedenken, dass im Vorstand und in der Gesellschaft viele einflussstarke Politiker vertreten sind, meist von den Grünen und den Kirchen, jedoch nicht nur.
      Der Aachener Friedenspreis ist eine angesehene und wohlgelittene Vereinigung in Aachen, deren Ansichten sich teilweise mit der erlaubten Kameradschaft Aachener Land KAL überschneiden.

      Im Westen der Republik weist Aachen die stärkste Konzentration an Neonazis auf. Das hat wohl seinen Grund.

      http://anti3anti.wordpress.com/2010/08/21/aachener-friede/

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