Heute vor dem Kölner Dom

Wer heute (6. September 2014) den Kölner Dom besuchte, bekam auf der Domplatte diese Parolen zu sehen:

“Das eigentliche Ziel der israel. Militär-Offensive: Den Widerstands-Willen der Bevölkerung brechen – durch maximalen TERROR”

“Wer ein Volk in Ghettos sperrt und systematisch seine Lebens-Grundlagen zerstört, provoziert WIDERSTAND. HAMAS = Volks-Widerstand.”

“Die vergleichsweise harmlosen Kassam-Raketen sind Reaktionen auf gezielte Tötungen und die völkerrechtswidrige Blockade des GAZA-Streifens.”

“Das zionistische ISRAEL will kein nachbarschaftliches Verhältnis zu den Palästinensern; es sucht sie loszuwerden, indem es ihre Lebens-Grundlage zerstört und ihnen mit gezielten Tötungen und Massakern zusetzt.”

“GAZA das “Warschauer Ghetto” der Palästinenser”

“Die gängigen LÜGEN zur Rechtfertigung des
MASSAKERs:

1. “Die Palästinenser Haben begonnen mit Raketen auf Israel.”
2. “HAMAS ist eine radikal-islamische Terror-Gruppe.”
3. “Die Israelis schonen die Zivilbevölkerung”
4. “Die HAMAS benutzt Kinder als Schutzschilder.”

“ISRAEL’s Armee ist eine hoch-gerüstete Mörderbande”

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Diese Parolen erfüllen meiner Meinung nach von Volksverhetzung über Verleumdung, Lüge und Beleidigung bis hin zur Verharmlosung des Holocausts gleich mehrere Straftatbestände. Immer wieder habe ich gegen diesen Hass demonstriert, aber die Kölner Polizei erklärt mir stets, die Betreiber dieser Installation vor dem Kölner Dom zu “tolerieren”. Weitere Parolen, die nahezu täglich vor dem Kölner Dom von den Betreibern Walter Herrmann und Klaus Franke veröffentlicht und von der Kölner Polizei toleriert werden, lauten:

“Ist Israel noch zu retten?”

“Hitler ist Vergangenheit, aber Israel ist Gegenwart”

“Israel probt im Gaza den Völkermord”

Seitdem ich mich gegen diesen Antisemitismus vor dem Kölner Dom engagiere, macht die sogenannte “Kölner Klagemauer” auch gegen mich Stimmung. Auf einem Flugblatt, das Herrmann und Franke vor dem Kölner Dom verteilten, bezeichneten sie mich als “Spürhund” und “kriminellen Israel-Lobbyisten”.

Ich erstattete Anzeige wegen Beleidigung, da ich nachweislich nicht kriminell bin, aber die Kölner Staatsanwaltschaft sprach Walter Herrmann frei.

Vor einiger Zeit wurde vor dem Kölner Dom eine Karikatur veröffentlicht, auf der ein Jude zu sehen war, wie er ein Kind isst und sein Blut trinkt. Ich erstattete Anzeige wegen Volksverhetzung. Die Kölner Staatsanwaltschaft sah jedoch keinen Handlungsbedarf. Es werde “nicht verkannt”, teilte mir der ermittelnde Staatsanwalt mit, dass das Plakat “schmerzliche Erinnerungen an die antijüdischen Ritualmordlegenden aus dem Mittelalter und an hetzerische Bilddarstellungen von Juden aus der Zeit des Nationalsozialismus wachrufen kann”, aber es fehle ihm “an bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen”, unter anderem der “Krummnase”. Das Urteil ist geradezu genial: Wo keine “Krummnase” zu sehen ist, kann es laut Kölner Staatsanwaltschaft auch keinen Antisemitismus geben!

Unterstützt wird die ganze Veranstaltung auch noch von Evelyn Hecht-Galinski.

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Es ist eine Schande!

Dieser Beitrag wurde unter Kölner "Klagemauer" veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Antworten zu Heute vor dem Kölner Dom

  1. Hein schreibt:

    Muss man sich wieder schämen, ein Deutscher zu sei? Ich stelle mir vor, an der Domplatte mit einem israelischen Freund vorbeizugehen. Aber die Beleidigung, die man hier als Israelfreund, Deutscher und Europäer erfährt, reicht schon, um beschämt weiterzugehen. Wenn wir so empört reagierten, wie diejenigen, die sich von Karikaturen und Israelfahnen provoziert fühlen, hätten deutsche Richter nicht so viel Geduld mit uns.

  2. Aristobulus schreibt:

    Doll, dieses Kenotaph – dieser Gummi-Grabstein der Dame Hecht-Galinki.

  3. Lila schreibt:

    Immerhin hat er nicht “Wiederstand” und “Maßacker” geschrieben. Als ich im Juli an ihm vorbeiging, hielt er ein Schild hoch, auf dem behauptet wurde, Israel hätte die “Lizens” zum Töten.

    Ich habe erst IDIOT gezischt, dann ANTISEMIT, dann ARSCHLOCH, aber er hat sich nicht beschimpft gefühlt.

    Egal wie oft ich die Krummnasen-Begründung höre, ich fasse es nicht.

    Was geht in der Kölner Staatsanwaltschaft vor???

    • Aristobulus schreibt:

      Die haben via Kölner Filz ein altes Agrément mit dem Hasspappenwiderling. Die finden es gut bis unmaßgeblich, lässlich, was er tut.

    • Markus Leuthel schreibt:

      Wir malen uns unsere eigene Haßpappe:
      “Tie Gölner Mastpappanschaft ist vol dabei: den derr Witerschdant kegen tie Juten ischt schonn im Middelalder imer vohm Hern der Chriestenmentschen soh gewolde gewest!!11!1!”

      (Nach dem Text hier laß ich mir erst mal ne ordentliche Krummnase machen.
      Ich wollte schon immer mal zum Klischeechirurgen, bissel Spaß haben…)

  4. caruso schreibt:

    Eine Lüge nach dem anderen – wie auf einem laufenden Band. – Das Verhalten der Kölner Justiz und Polizei – eine Schande. Und was für eine!! Daß diese Leute noch in den Spiegel schauen können ohne zu kotzen. Was für ein Menschenschlag! Ekelhaft! Am ekelhaftesten ist die “Tochter”!
    lg
    caruso

  5. Ruth Dodziuk-Justitz schreibt:

    Caruso hat mir alle Worte aus meiner Feder genommen….
    Das nennt sich dann wohl amtlich beglaubigter Antisemitismus – mit der all zu bekannten deutschen Gründlichkeit

    Viel Erfolg bei der Bekaempfung dieses Volks-Krebsgeschwürs!

    Liebe Grüsse,
    Ruth

  6. mike hammer schreibt:

    W.H.
    ist ein selbstmordattentäter,
    köln will das ihm ein jude beim attentat hilft,
    damit den linken nazis ein mehrtürer im kamf gegen juden entsteht.

    der ist alt, da erledigt die zeit was den juden
    kölns nicht zu erledigen wert zu
    sein scheint.

    eigentlich reicht ein “nachttopf”, auf ihn entlert, um seine wirkung
    nachhaltig zu verändern.

  7. Markus Leuthel schreibt:

    Dann sollen die Frau Evelyn Brecht-Verplumpski und der Herr Waldo Plärrmann doch gefälligst nach Gaza gehen, wenn dort alles besser ist!

  8. schum74 schreibt:

    Warum sollte auch die deutsche Polizei bei Volksverhetzung bis Verharmlosung des Holocausts intervenieren? Ist doch seit 2007 Propaganda für terroristische Vereinigungen, wozu diese Ingredenzein unerlässlich gehören, in Deutschland zulässig.
    Die beiden Heinis machen von ihrer Freiheit Gebrauch. Kein Grund zur Aufregung.

    Die Welt, 25.05.2007: „Aufruf zum Dschihad ist nicht mehr strafbar“

    An Propaganda für den „Heiligen Krieg“ darf man sich ab sofort beteiligen. Dies beschloss der Bundesgerichtshof in einer Grundsatzentscheidung. Rechtswidrig ist nur noch das Planen einer Terroraktion oder ein Werben um Mitglieder für eben diese.

    Der Bundesgerichtshof hat den Straftatbestand der Unterstützung terroristischer Vereinigungen eingeschränkt. Nach einer in Karlsruhe veröffentlichten Entscheidung können Täter mit dem entsprechenden Paragrafen nicht verurteilt werden, wenn sie für Organisationen wie al-Qaida werben, ihre Ziele rechtfertigen oder ihre Taten verherrlichen. Solche Fälle könnten nur noch als Werben um Mitglieder oder Unterstützer solcher Vereinigungen bestraft werden, heißt es in dem Beschluss. Damit sinkt das maximale Strafmaß von zehn auf fünf Jahre. Das gelte unabhängig davon, wie menschenverachtend die Werbung sei.

    http://m.welt.de/politik/deutschland/article897355/Aufruf-zum-Dschihad-ist-nicht-mehr-strafbar.html

    • Kanalratte schreibt:

      Alles was nicht “Rechts” ist, ist ja auch nicht gefährlich. So gesehen bleibt das Land auf einem Auge blind, bis das böse erwachen und die berühmte deutsche Floskel “Wir haben das nicht gewusst”, in Erscheinung treten.

      • Aristobulus schreibt:

        Es ist schließlich nicht ‘rechts’. Es ist nationalsozialistisch.

        • schum74 schreibt:

          Faktisch ja, offiziell nein. Würde der Dschihad unter „deutsch“ firmieren, würde man ihn als böse bezeichnen. Nicht weil er an die Vierzigerjahre anknüpft, sondern weil deutsch und damit schlecht.

      • caruso schreibt:

        Aufruf zum Mord und Totschlag nicht mehr strafbar. Was für wunderbares Land dieses Deutschland! Was alles die Menschen hier von der Geschichte gelernt haben! Und wie großartig sie die Vergangenheit bewältigt haben! –
        Ich weiß, ich bin ungerecht. Ich weiß, daß in D viele viele anständige Menschen gibt. Aber beim Lesen der Welt- Artikel über das Karlsruher Urteil kam in mir eine solche Menge an Bitterkeit auf… das mußte einfach raus.
        lg
        caruso
        .

        • schum74 schreibt:

          Anständige Menschen gab es in Deutschland auch im Dritten Reich, liebe Caruso. Das ist nicht der Punkt.

          Was sollen die Leute hier und anderswo von der Geschichte gelernt haben? Dass es nicht edelmütig ist, ein Volk systematisch auszurotten? Hat man es nicht vorher gewusst?
          Dass sich der Versuch, ein Volk auszurotten, furchtbar rächen kann? Das können die Leute nicht gelernt haben. Deutschland hat nicht deshalb den Krieg verloren, weil es die Juden akribisch und andere Gruppen weniger akribisch umgebracht hat, sondern weil die NS-Regierung die falschen Länder angegriffen hat.

          • Aristobulus schreibt:

            Mit anderen Worten: Weil sie Pech hatten.
            Nicht irgend übergeordnet wegen der Moral – oder als Strafe wegen Verbrechen, oder gar, um zu sühnen. Sowas gibt’s nicht. Sondern bloß, weil sie sich neben all den Millionenmorden und dem sich Suhlen in Massakerlust halt kriegstechnisch übernommen haben und dann eben ganz banales Kriegspech hatten.

  9. Kanalratte schreibt:

    Wer nicht in Deutschland lebt, wird ob der Hetze, ausgeführt mit deutscher Gründlichkeit, geschockt und irritiert sein, für “uns” aber ist das hier Alltag. Genauso wie es in Deutschland weiterhin bedingungslose Putin-Fans gäbe, selbst wenn der die ganze Ukraine einnähme, gibt es in Deutschland diese notorischen USA- und Israel-Hasser in großen Teilen der Bevölkerung.

    Diese “Kritiker” hetzen komischerweise genau gegen jene Länder die am meisten Rechte für Menschen garantieren und in denen diese “Kritiker” selbst leben und leben woll(t)en. Gleichzeitig unterstützen diese “Kritiker” jene Staaten die weniger bis gar keine Rechte für Menschen garantieren und in denen die “Kritiker” NICHT leben und NICHT leben woll(t)en.

  10. anti3anti schreibt:

    Hier kann nur die Scharia-Polizei helfen!

  11. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Köln ist deutsche Hauptstadt des Hasses gegen Juden! Boykott Köln!

  12. Kuhrahn schreibt:

    Nein, Köln ist nur eine von vielen…. und schon bald auch in deiner Stadt (der Spruch der Schariah-Police gefällt).

  13. schum74 schreibt:

    Den Pappbudenfiguren bitte nicht weiter erzählen. Sie könnten vor Wut in ihr Kindermörderplakat beißen:

    Maariv, 07.09.2014:
    Ein 12jähriger Junge aus Damaskus, der an seinem Wohnort von einer Bombe schwer verletzt wurde und im Libanon erfolglos behandelt wurde, hat sich auf Eselsrücken nach Israel aufgemacht. Genau: Er und sein Bruder haben den Berg Chermon überquert und an der Grenze Chajalej Zahal gebeten, dem Jungen hinüber zu helfen.
    Jetzt liegt er in einem Krankenhaus in der Kabbalistenstadt Zfat (Safed).
    Wissen die Beiden denn nicht, was tout Cologne weiß?

    http://www.nrg.co.il/online/1/ART2/618/729.html?hp=1&cat=875&loc=4

  14. Pingback: Antisemitische Endlosschleife – Lizas Welt

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