Foto: Screenshot vimeo-Video von Jean Noel, adrenalinBASE.com

Vor wenigen Jahren kosteten hochwertige Mini-Camcorder oder Helmkameras mindestens 300 Euro und waren nur für echte Freaks interessant. Mobile Kameras für den Fahrrad- oder den Skihelm gibt es bereits seit einigen Jahren auf dem Markt und sie sind inzwischen für jedermann erschwinglich. Die Preise für Helmkameras – auch mit HD-Technologie – sind teilweise drastisch unter 100 Euro gesunken.

Aktion-Kameras finden seit langem Einzug in alle Arten des Sports. Seien es wagemutige Sprünge mit dem Fallschirm, Figuren mit dem BMX-Rad oder Unterwasserexpeditionen im Korallenmeer – die so entstandenen Videos sind teilweise von atemberaubender Schönheit, wenn man sich zum Beispiel das Video eines Wingsuit-Fluges anschaut.

Schwindelig wird einem beim Anschauen der Aufnahmen dank ausgefeilter Technologien wie Verwackelungsschutz (Steady State Technologie) meist nicht mehr.

Da sowohl die Preise als auch die Qualität von Action-Cams sehr unterschiedlich sind, kann eine Internetrecherche nach Testberichten durchaus Sinn machen. Denn ein hoher Preis verspricht nicht unbedingt eine hohe Videoqualität. Auch in der Bedienung oder der anschließenden Bildbearbeitung ist mehr oder weniger technisches Geschick gefragt. Wenn man nicht sicher weiß, wie man sein gerade aufgenommenes Video am Computer schneidet und vertont, steht man erst einmal im Regen. Technisches Geschick und Grundverständnis im Umgang mit den Kameras und den dazu empfohlenen Programmen wird bei den Aktion-Kameras mehr oder weniger vorausgesetzt. Gut, wenn der Hersteller bereits alle notwendigen Kabel, Programme und einen Support mitliefert. Hier sollte jeder für sich entscheiden, wie wichtig einem der Bedienkomfort bei den Kameras ist. Weitere wichtige Kriterien sind beispielsweise auch die Spritz- oder Unterwassertauglichkeit, ein stabiles Gehäuse oder die Ausstattung mit GPS. Bei letzterem sollte man auf besonders leistungsstarke Akkus wert legen, da die laufende Kommunikation mit den GPS-Sendestationen entsprechend viel Strom verbraucht. Möchte man Videos in hochwertiger HD-Qualität aufnehmen, kommt man ohne zusätzlichen Speicher nicht aus. Auch hier ist es wichtig, auf die Erweiterbarkeit der Modelle mit SD-Speicherkarten zu achten. Modelle in allen Preiskategorien gibt es zum Beispiel von GoPro (de.gopro.com), Contour (contour.com), Sony (blog.sony.com/povcamera), Camsports (camsports.com) oder Rollei (rollei-bullet.de).

Wenn ihr im Stadtbild mehr und mehr solcher Kameras bei euren Mitmenschen entdeckt, entsteht vielleicht gerade ein kunstvolles Video eurer Stadt?

Welche schönen Dinge man mit einer kleinen mobilen Kamera so aufzeichnen könnte, zeige ich euch gerne in einem faszinierenden Video über Base-Jumping von adrenalinBASE.com auf vimeo.com. Das Video ist im Rahmen der Extremsportreihe “La Nuit de la Glisse” im Jahr 2009 entstanden (www.nuitdelaglisse.com). Viel Spaß beim Träumen auf dem virtuellen Base-Jump-Flug, der selbstverständlich nicht zum Nachmachen anregen soll ;-)

Link zum vimeo-Video “Nuit de la Glisse” von Jean Noel, adrenalinBASE.com: http://vimeo.com/channels/361933/6301893/