Nazi Herrmann

In Köln gibt es einen Mann, der es wie kein anderer Mensch in Deutschland versteht, dem alten Hass der Nazis eine neue deutsche Sprache zu geben: Walter Herrmann. Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher nun das neue Wörterbuch Nazi Herrmann, damit daran erkannt werden kann, wie leicht es manchmal ist, dem alten Hass der Nazis ein neues und zeitgenössisches Deutsch zu verpassen:

Nazi: Die Juden sind unser Unglück

Herrmann: Wie viele Jahrhunderte will das israelische Volk noch unsere Eine Welt erpressen?

Hier fällt sofort Walter Herrmanns sprachliche Brillanz auf, Juden aus der Gemeinschaft auszuschließen. Gehörten bei den Nazis Juden nicht zu unserem Glück, gehören Juden bei Walter Herrmann nicht mal zu unserer einen Welt. Zudem meint Walter Herrmann mit dem Begriff „israelisches Volk“ natürlich nicht nur die Bewohner des Landes Israels sondern alle Juden! Da Israel erst seit 62 Jahren existiert, kann das Land rein logisch nicht für irgendwas verantwortlich sein, das seit Jahrhunderten geschieht. Walter Herrmann meint ganz klar das jüdische Volk, und behauptet in klassisch antisemitischer Wahnvorstellung, es erpresse die Welt seit Jahrhunderten.

***

Nazi: Den Juden geht es nicht um Frieden, sondern um die Unterwerfung der Welt unter ihrem Diktat!

Herrmann: Den Zionisten geht es nicht um Frieden, sondern um Unterwerfung der Palästinenser unter ihr Diktat!

Hier sticht vor allem Herrmanns genialer Austausch des Wortes Jude mit Zionist hervor. Waren bei den Nazis noch alle Juden gleich und vor allem böse, sind bei Walter Herrmann nun alle Zionisten gleich und natürlich ebenso böse. Dabei blendet Walter Herrmann bewusst aus, dass die Mehrheit aller Zionisten der Welt unter folgender Erklärung lebt:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Inspiriert wurde Walter Herrmann zu dem Austausch Jude mit Zionist vermutlich von dem judenhassenden Pamphlet Die Protokolle der Weisen von Zion. Es handelt sich dabei um ein seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitetes antisemitisches Pamphlet, das von einer jüdische Weltverschwörung spricht. Dieses Machwerk, das unter anderem Adolf Hitler zu seinem Wahn motiviert hatte, unterstellt allen Juden, kein Interesse an Frieden, sondern nur an der Weltherrschaft zu haben. Was bei den Nazis noch die Weisen von Zion waren, wird bei Walter Herrmann einfach zu den Zionisten.

***

Nazi: Ich bin ein Judenhasser!

Herrmann: Ich bin ein Israelkritiker!

Das Wort Israelkritiker gehört zu besten Erfindungen der Judenhasser, da es wie ein gewöhnliches Wort klingt, das vollkommen unauffällig ist und somit harmlos wirkt. Genau diese Harmlosigkeit macht die Kraft dieses Wortes aus. Es muss nur das Wort Israel durch ein anderes Land ausgetauscht werden, um zu sehen, welch Boshaftigkeit hinter dem Begriff steht. Zwei Beispiele:

Ich bin kein Freund Berlusconis, aber bin ich deshalb ein Italienkritiker? Nein! Ich kritisiere lediglich die italienische Regierung und ihre Wählerinnen und Wähler.

Ich verabscheue die iranische Diktatur, aber bin ich deshalb ein Irankritiker? Nein ich kritisiere nur das iranische Regime mit seinem pseudoreligiösen Wahn. Ich mache nicht das ganze iranische Volk verantwortlich, denn solange es auch nur einen Iraner gibt, der sich dem Hass Ahmadinedschads widersetzt, sind nicht alle Iraner gleich und der Begriff Irankritiker verbietet sich.

Es gibt einiges an Israel zu kritisieren; Israel macht Fehler, wie jedes andere Land auch. Walter Herrmann jedoch nutzt jeden Fehler Israels und setzt ihn mit der ganzen Nation gleich. Er nennt sich einen Israelkritiker, wohl wissend, dass Israel das einzige Land auf der ganzen Welt ist, das seit über 60 Jahren mit der totalen Vernichtung bedroht wird. Das Ziel der Hamas ist es zum Beispiel laut Artikel 7 der selbstverfassten Charta: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten!

In Anbetracht dieser Situation hat Israel in den letzten vergangenen Jahrzehnten sogar erstaunlich wenig Fehler gemacht. Nicht wenige Nationen in der Geschichte haben sich in Zeiten der Kriege und der existentiellen Bedrohung von ihrer demokratischen Verfassung verabschiedet nicht so Israel! Israel ist und bleibt eine Demokratie! Dieser Umstand sollte mehr zum Lob denn zum Tadel motivieren, aber Walter Herrmann will hassen kritisieren.

Und so wie die Judenhasser damals böse Juden suchten und fanden, nur um dann zu erklären, dass alle Juden böse sind, so sucht sich Walter Herrmann heute böse Israelis, nur um dann zu erklären, dass nicht nur alle Israelis gleich sind, sondern sogar ganz Israel böse sei, was ihn somit zum Kritiker des ganzen Landes macht. Dass dabei die Existenz Israels auf dem Spiel steht, weil einige Feinde des Landes (u.a. das iranische Regime) einen zweiten Holocaust planen, kümmert ihn nicht.

Es kümmert ihn auch nicht, dass Israel das Land mit den wenigsten Fehlern im Nahen Osten ist. Israel ist das einzige Land in der Region mit Religions-, Meinungs-, Kunst- und Pressefreiheit. Nur dort haben Frauen und Männer gleiche Rechte und zwar unabhängig von ihrer sexuellen Identität. Sexismus und die Unterdrückung der Meinung, Presse, Kunst und Religion sind Fehler der Feinde Israels. Die aber kritisiert Walter Herrmann nicht.

***

Nazi:

oder

Herrmann:

Bei der Verwendung jundenfeindlicher Karikaturen ist es immer wichtig, auf die Quelle zu achten. Nationalsozialistische Quellen wie Der Stürmer gehen natürlich nicht, das weiß auch Walter Herrmann, daher musste er sich ein wenig in der Welt umschauen, um fündig zu werden.

Walter Herrmann hat eine Karikatur gefunden, die alles hat: einen Juden mit Davidstern, der ein Kind frißt und sein Blut trinkt, allerdings, und das ich wichtig: der Jude hat keinen Kopf! Genau diese Kopflosigkeit ist es, die es Walter Herrmann ermöglicht, die Karikatur öffentlich zu präsentieren.

Ist ein Jude erst mal geköpft, darf alles mit ihm gemacht werden, oder, um es in den Worten der Kölner Staatsanwaltschaft zu schreiben, die dieser Karikatur attestiert hat, nicht den Straftatbestand der Volksverhetzung zu erfüllen:

„Typisch für antijüdische Bilddarstellungen zu allen Zeiten ist die Verwendung von bestimmten anatomischen Stereotypen, die den Juden schlechthin charakterisieren sollen. Dabei werden insbesondere Gesichtsmerkmale überzeichnet, um den Juden als hässlich, unansehnlich und rassisch minderwertig erscheinen zu lassen (jüdische „Krummnase“, etc.) Einer solchen Bildsprache wird sich vorliegend nicht bedient.“

Mit anderen Worten: Wo keine Krummnase, da kein Jude und wo kein Jude, da kein Judenhass!

***

Nazi: Kauft nicht bei Juden!

Herrmann: Boycott Israel!

Das untere Bild stammt zwar nicht aus Köln, sondern aus Bremen, aber auch Walter Herrmann nutzt nicht selten seine Hasswand vor dem Kölner Dom, um zu einem Boycott israelischer Waren aufzurufen. Dabei bedient sich Walter Herrmann zunächst des alten Tricks, das Wort Jude mit Israel auszutauschen, um dann an Israel einen Standard anzusetzen, den er an kein anderes Land der Welt anlegt. Er ruft nicht zum Boycott von Waren auf, die aus islamofaschisten, kommunistischen oder diktatorischen Länder kommen, sondern nur zum Boycott jüdischer Waren, die aus der einzigen Demokratie im ganzen Nahen Osten kommen.

Im Iran wird vom Diktator ein zweiter Holocaust geplant? Egal!
In Nord-Korea wird vom Führer das eigene Volk geknechtet? Wurscht!
In Somalia regiert der Völkermord? Na und?

Boycott Israel!

Warum? Na, weil sie sich nicht einfach abschlachten lassen. Sie machen so böse Sachen, wie sich wehren! Sie bauen einfach so einen Zaun, statt zu akzeptieren, dass Selbstmordattentäter kommen, um sie zu morden. Außerdem bauen sie einfach so Häuser, statt den Palästinensern das Recht auf Judenreinheit zu geben.

***

Nazi: Juden sind hier nicht erwünscht. Die Stadt ist judenrein!

Herrmann: Israels aggressive Besatzung- und Siedlungspolitik ist das Problem!

Da Walter Herrmann nicht die Sprache der Nazis nutzen kann, um für ein judenreines Palästina einzutreten, muss er ein paar kleine Kniffe anwenden. Zunächst einmal nutzt er wieder den alten Trick, das Wort Jude mit Israel zu ersetzen, um dann nicht von Judenreinheit zu sprechen, sondern das Anliegen in der Forderung nach einem Siedlungsverbot für Juden zu verstecken.

Man stelle sich mal vor, Walter Herrmann würde dafür eintreten, dass Juden in Frankreich, China oder gar Deutschland das Recht genommen wird, Land zu erwerben, um Häuser zu bauen, ein Aufschrei ginge durch die Nation. Einem möglichen zukünftigen Palästina jedoch billigt Walter Herrmann dieses Recht wie selbstverständlich zu. Dabei weiß Walter Herrmann, dass sich viele Palästinenser nicht anders benehmen als die alten deutschen Nazis. Zum Beispiel: Die palästinensische Autonomieregierung unter Abbas, des sogenannten gemäßigten Fatah-Führers, bestätigte erst vor kurzem wieder erneut die Todesstrafe für alle Palästinenser, die es wagen, Land an Israelis oder nichtisraelische Juden zu verkaufen. Selbst für Abbas gilt somit das Prinzip eines judenreines Palästinas. Fehlt nur noch das Schild: Juden sind hier nicht erwünscht. Palästina ist judenrein!

Walter Herrmann tritt somit in alter nationalsozialistischer Tradition dafür ein, Juden das siedeln in bestimmten Gebieten der Welt zu verbieten. Das Recht zu siedeln darf einem Menschen aber nirgendwo aufgrund seiner Religionszugehörigkeit abgesprochen werden. Keinem Menschen, der bereit ist, sich an die Gesetze des Landes zu halten, in dem er lebt, darf das Recht abgesprochen werden, Land zu erwerben, um ein Haus zu bauen. Sollte es jedoch das Gesetz des Landes sein, Juden zu diskriminieren, so hat natürlich jeder Jude das Recht, sich gegen dieses Gesetz zu widersetzen. Jeder Mensch darf für das eigene Lebensrecht kämpfen. Flucht ist kein Muss mehr!

***

Nazi: Juden töten 200 Väter und Söhne bei einem Angiffskrieg im Warschauer Ghetto!

Herrmann: Israel. Armee = Armee der feigen Mörder! Im Gaza wieder 5 ballspielende Kinder abgenallt!

Als die eingepferchten und um ihre elementarsten Bürger- und Menschenrechte beraubten Juden im Warschauer Ghetto einen Aufstand gegen ihre Peiniger organisierten, da war die Reaktion der Nazis klar. Sie schrieben von einem feigen Angriff der Juden auf die ehrbaren Deutschen.

Walter Herrmann bedient sich heute genau dieser Taktik. Immer dann, wenn sich Israel wehrt, sich wehren muss, weil das Land seit über sechzig Jahren fast täglich mit Raketen und Anschlägen angegriffen wird, dreht Walter Herrmann das Prinzip von Ursache und Wirkung ganz einfach um und behauptet, Israel würde sich nicht verteidigen, sondern angreifen. Dabei nutzt Walter Herrmann wieder einmal ganz bewußt das antisemitische Bild vom kindermordenden Juden. Dabei weiß Walter Herrmann nur zu gut, dass die unschuldigen Kinder nur deshalb sterben, weil sie von der antisiraelischen Seite ganz bewusst als Schutzschilde eingesetzt werden. Wo immer Raketen und Bomben in Richtung Israel abgefeuert werden, um dem erklärten Ziel der totalen Vernichtung des jüdischen Staates näher zu kommen, werden Kinder um die Abschussrampen positioniert, um Israel bei jedem Versuch der Verteidigung empfindliche Schäden im Ansehen der Welt zuzufügen. Die ehemalige Premierministerin Israels Golda Meir hat es einmal wie folgt ausgedrückt:

Es wird erst Frieden geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus, Kölner "Klagemauer" veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Antworten zu Nazi Herrmann

  1. Monika schreibt:

    Sehr gut geschrieben, Gerd.
    Aufgabe der Antisemiten ist es immer neue Motive zu finden. Heute heißt / ist das Motiv ISRAEL.
    Der neue Judenhass zeigt eindeutig einen fließenden Übergang zwischen Antisemitismus und Israelfeindschaft, s. Herrmanns Kinderesser-Bild.

    • Aristobulus schreibt:

      Ora Shapiro, Research Fellow bei NGO Monitor und in Yad Vashem, schreibt heute bei Achgut:
      Auch Badil, eine palästinensische NGO (finanziert von verschiedenen europäischen Regierungen) griff Israel an, indem sie 2010 eine antisemitische Karikatur publizierte. In der Karikatur wird ein jüdischer Mann in einer traditionellen orthodoxen Kleidung mit einer Hakennase und Schläfenlocken abgebildet. Er steht mit einer blutverschmierten Heugabel, die einer Menorah nachempfunden ist, auf einer Plattform, unter der ein totes Kind liegt. Auf der Platform steht die Zahl “1948” neben einem Davidstern gezeichnet, eine Anspielung auf die Gründung Israels.
      Dem von Badil erklärten Ziel zufolge besteht ihre Arbeit darin, „die Rechte von palästinensischen Flüchtlingen zu verteidigen und zu fördern.“

      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/europas_geld_fuer_palaestinensische_propaganda

      Also wurde dort ein jüdischer Hakennasiger abgebildet, der eine Menora-Gabel in der Hand hat, an der Kinderblut klebt, und unten sieht man das tote arabische Kind.
      Das ist fast das Bild von der Herr*mannschen Kölner Hasspappenwand. Es könnte ein Auschnitt des anderen Bildes sein, vielleicht vom selben Zeichner, eine Variante im selben Geiste, kaum anders. Sogar der Davidstern ist enthalten.

      Die Bedeutung ist klar, sowohl dieses Bildes, als auch des anderen.

      Laut den Kölner Staatsanwälten gilt jedoch das Kölner Bild nicht als strafbar, weil es keine Hakennase abbildet und deswegen nicht antisemitisch sei. So lautete die formalistischste aller formalistischen Begründungen, um das Aller-Offensichtlichste zu verleugnen.
      Demnach ist z.B. auch die Aufforderung Schlagt sie alle tot! an einer Synagoge kein Aufruf zum Mord, weil nicht daneben geschrieben steht, dass hier keine Motten von woanders totgeschlagen werden sollen.
      Und demnach ist auch ein Hakenkreuz auf einem jüdischen Grabstein nichts Antisemitisches oder gar Strafbares weil ja keine Abbildung oder ein Hinweis daneben steht, wer oder was gemeint ist. Nicht wahr?! Also könnte es eine Dokumentation sein, und die ist ja erlaubt.
      DORT hin, genau dort hin kommt man, wenn man so denkt wie die Kölner Staatsanwälte, als sie sich weigerten, das Kölner Bild als Straftat zu sehen.

      Dieser Formalismus will gerecht sein, aber er ist perfide und realitätslos, weil er nichts gelten lässt als die Form. Jedoch die Form ist leer, sie bedeutet nichts. Farbmoleküle, eins wie das andere. Selbst SS-Runen sind demnach nur zwei schiefe Striche, aus.

      Zurück zu dem judenhassenden Bild, zu beiden. Wenn man dieses Bild in Relation zu dem anderen setzt, muss dann nicht jedem, aber auch dem aller-formalistischsten Staatsanwalt auffallen und klar werden, worum es da geht?: Dass dieses Bild genau wie jenes andere aussagt, dass Juden Kinderblut saufen und Kinder töten. Nichts anderes.

      Ich bitte um Hinweise, wenn das Bild wieder an der Hasspappenwand hängt!

  2. anti3anti schreibt:

    Es ist sinnlos, Gründe für den Antisemitismus zu finden.

  3. Pingback: Nazi – Herrmann | Jihad Watch Deutschland

  4. David Rosen schreibt:

    Du zitierst: Herrmann: „Wie lange will das israelische Volk noch unsere eine Welt erpressen?“
    Er schrieb aber Wie viele Jahrhunderte will das israelische Volk noch unsere Eine Welt erpressen?
    Du schreibst: Israel macht Fehler, wie jedes andere Land auch. Walter Herrmann jedoch nutzt diese Fehler Israels und setzt sie mit der ganzen Nation gleich.

    Nein, das genau tut er eben nicht. Er weiß ja gar nichts über die israelische Politik und deswegen auch nichts über die Fehler der israelischen Politik! Er verbreitet alleine Propaganda, Lügen und Ressentiments. Ich bin mir sicher, man kann jede einzelne Tatsachenbehauptung widerlegen. Alleine finde ich dort ja nicht einmal Tatsachenbehauptungen, sondern alleine seine eigene antisemitische Meinung.

    „Er ruft zwar nicht zum Boycott von Waren auf, die aus islamofaschisten, kommunistischen oder diktatorischen Länder kommen, aber dafür zum Boycott von Waren, die aus der einzigen Demokratie im ganzen Nahen Osten kommen.“

    Nein, es ist ja noch viel perfider: Er ruft zum Boykott alleine jüdischer Waren auf. Wenn man ihn fragen würde, ob dieser Boykott auch Waren beträfe, die von christlichen oder moslemischen Arabern aus Israel und den umstrittenen Gebieten stammt, dann bin ich mir sicher, er würde dies verneinen. Frag ihn doch, wenn Du ihn das nächste Mal siehst.

    „Da Walter Herrmann nicht die Sprache der Nazis nutzen kann, um für ein judenreines Palästina einzutreten, muss er ein paar kleine Kniffe anwenden. Zunächst einmal nutzt er wieder den alten Trick, das Wort Jude mit Israel zu ersetzen, um dann nicht von Judenreinheit zu sprechen, sondern das Anliegen in der Forderung nach einem Siedlungsverbot für Juden zu verstecken.

    Das macht auch der Herr Polenz recht gerne, so wie eigentlich alle „Israelkritiker“ von Westerwelle bis Obama. Tja arabische Bauaktivität in Jerusalem oder Bethlehem wird nicht als Problem für den Frieden gesehen.

  5. David Rosen schreibt:

    Achso: Klasse Beitrag!

  6. Eliyah schreibt:

    Langsam verliere ich das Interesse an diesem Looser. Zum Heben des Gemüts empfehle ich diese Einschätzung zu Israels Zukunft:

    http://heplev.wordpress.com/2011/10/05/die-zeit-ist-auf-der-seite-israels/

    • aristobulus schreibt:

      Hi Eliyah. Dieser Looser ist egal, da hast Du freilich Recht. Auch mein Interesse für diesen Täter oder für Täter überhaupt ist seit je her im Keller. War Hitler viertelschwul oder gar ein Halb-Borderliner, oder wurde er als Kind mal mit Enzug der Nachspeise bestraft? Ist Walter Herrmann mal von einer Jüdin von der Bettkante gestoßen worden, oder leidet er seit dem Frühling 68 am schlechten Wetter? Völligst egalst

      Es geht aber darum, dass sowas offiziell DARF. Und dass weder die Offiziellen noch die Öffentlichkeit etwas gegen sowas TUT.

  7. zrwd schreibt:

    wirklich guter Beitrag!

  8. andreh schreibt:

    köln schafft es zehntausende gegen rechts zu mobilisieren, gewerkschaften, parteien, vereine (und ich spreche nicht von den ewig gestrigen der antifa oder autonome oder radikale linke), aber gegen diesen offen zur schau gestellen hass auf juden schweigt diese tollerante, offene, bunte, multikulturelle, islamophile stadt.

    (sorry fürs doppelposting, aber den kommentar wollte ich hier zu diesem artikel einstellen)

  9. 6kraska6 schreibt:

    Ich kenne mich mit Kölner Verhältnissen nicht so aus, aber kann man diesem Hetzer denn nicht mal das Handwerk legen? Oder werden die (XXX) Pappschilder von der Polizei geschützt?

  10. Karl Eduard schreibt:

    Zum Glück gibt es die Nazi Keule, mit der Opfervolksgruppen jederzeit zuschlagen können. Ob es passt oder nicht. So spart man sich jede Auseinandersetzung. Kann man nur hoffen, dieser Herrmann verhetzt kein Volk, sondern äußert nur frei seine persönliche Meinung. Wie das die Griechen tun, wenn sie der Merkel ein Hitlerbärtchen anmalen.

    • aristobulus schreibt:

      Sie armer Karl Eduard. Wurden Sie schon oft von Volksgruppen geschlagen? Wen sehen Sie als Opfer? Ah wa, Sie selber sind das Opfer. Na wie langweilig.

      Sie sind wohl auch so ein Beiseitesteher aus Prinzip sogar mit Prinzipien.

      Komisch immer, diese Haltung: Man schimpft auf den Angegriffenen. Denn der Angreifer äußert ja bloß seine Meinung. Schläger hatten halt ne miese Kindheit, und Vergewaltiger wurden provoziert. Sich schamlos auszuleben ist die erste Bürgerpflicht?

      Ach so, eh ichs veergesse: Ich male Ihnen jetzt ein kleines Hitlerbärtchen an. Ihr rafaelischer Klein-Engel verlangt so danach. Möge es Sie kratzen.

      • aristobulus schreibt:

        PS.
        Schrieben diesen durch und durch vergifteten Satz wirklich SIE, Karl Eduard,?, waren SIE das wirklich?, kaum mag ichs glauben!, oder ist das hier ein Urrtum oder hat einer Ihr Passwort geknackt:

        Zum Glück gibt es die „Nazi – Keule“, mit der Opfervolksgruppen jederzeit zuschlagen können.

        Derlei plakative Walsereien (Nazi-Keule), ja Hohmännereien auf die ganz Schamlose (Opfervolksgruppen) kennt man sonst so gar nicht von Ihnen. Sie erschienen in den Blogs als reichlich vernünftiger Mensch. Nicht? Hab ich irgendwie so in Erinnerung Oder hat man was übersehen?

  11. Thomas schreibt:

    Es ist die alte Leier: Du predigst ausschließlich zu den Überzeugten. Deine ganze Argumentation bricht in dem Moment zusammen, wo das geneigte Publikum die Gleichsetzung von krudem Antisemitismus und einer prinzipiellen Kritik der israelischen Besatzungspolitik nicht nachvollziehen kann: Dann erscheinen auf einmal Daniel Barenboim, Tony Judt, Harold Pinter, Moishe Zuckerman, Noam Chomsky et al. als geschworene Antisemiten dem mögen zwar die wenigen Vertreter des Gun-Zionism (Hannah Arendt) begeistert zustimmen, die große Mehrheit der Bevölkerung wird sich allerdings gegen solche Zuschreibungen wehren.
    Ja: Walter Herrmann kann man antisemitische Motive unterstellen das liegt aber nicht unbedingt an den konkreten Aussagen auf seinen Stellwänden, sondern an seiner psycho-pathologischen Konstitution, die ihn dazu bringt, seit Jahrzehnten auf der Domplatte ein privates Anti-Israel-Bashing zu veranstalten: Der Mann ist einfach alt, verwirrt und gaga und fühlt sich ganz persönlich vom internationalen Judentum verfolgt. Man sollte ihm fürsorgliche Betreuung zukommen lassen und als politisch agierenden Menschen nicht einmal ignorieren. In deutschen Einkaufszonen treiben sich ne ganze Menge ähnlicher durchgeknallter Spinner herum, seis drum.

    Eine Anmerkung zum Schluss: Du gehtst in deinen Aussendungen häufig ziemlich freihändig mit Zitaten von angeblichen Antisemiten um . Hier wieder: Du zitierst Mahmud Abbas: Juden sind hier nicht erwünscht. Palästina ist judenrein. Dieses Zitat ist eine glasklare Erfindung und weist auf eine mental bedenkliche Projektionsleistung in deinem Kopf hin: Das Zitat taucht in ähnlicher Form beim israelischen Ministerpräsidenten in seiner Rede vor der UN auf: Er benutzt den Begriff judenrein (übrigens in deutscher Sprache) um den Palästinensern zu unterstellen, im neu geschaffenen Staat Palästina alle Juden vertreiben zu wollen. Die Position der Palästinensischen Autonomiebehörde sieht völlig anders aus: Im neu geschaffenen Staat Palästina sei Platz für Menschen jedweder Religion soweit sie sich der Jurisdiktion dieses neuen Staates -wie alle anderen Bewohner auch- unterstellen. Das scheint mir doch eine menschenfreundliche Vorstellung zu sein. Aber du wirst ja sicherlich in der Lage sein, das Abbas-Zitat mit einer nachprüfbaren Quellenangabe zu versehen. Dannaber erst dann nehme ich deine Qualifizierung als Zitatenfälscher zurück.
    Mit kölschem Gruß
    T.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Ich habe nie behauptet, dass es ein Zitat von Abbas ist, sondern nur, dass er in dem Prinzip dieser Aussage agiert. Ich habe es jetzt aber ganz deutlich gemacht, damit es da keine Missverständnisse mehr gibt. Danke für den Hinweis, dass die Satzstruktur das Missverständnis gefördert hat.

      Ich rede und predige nicht für Gleichgesinnte, sondern gebe ohne Umschweife meine subjektive Haltung wieder. Dies ist ein Blog!

      Kannst Du mir eine Quelle nennen, in der Abbas Religionsfreiheit zusichert? Und kannst Du mir erklären, warum Abbas Todesurteile absegnet für Palästinenser, die es wagen, Land an Juden zu verkaufen?

      Sie schreiben Besatzung! Welches Land hält Israel besetzt?

      • Zahal schreibt:

        Fehlt nur noch das Schild: „Juden sind hier nicht erwünscht. Palästina ist judenrein!“

        Das gibt es schon und so wird auch die Aussage von Thomas widerlegt:

        http://www.facebook.com/media/set/?set=a.151297104965237.35368.100002548448086type=3

        Auch ist die Aussage, daß der neue Staat Palästina keine Juden haben will, mehr als einmal belegt, sogar kürzlich noch vom palarabische Botschafter in New York, mir kommt es so vor, als wenn die gleiche Taktik verwendet wird, die auch bei Achmachihnplatt so gut funktioniert, alles Übersetzungsfehler. Aber natürlisch.

        http://koptisch.wordpress.com/2010/12/30/%E2%80%9Cwir-wollen-keinen-einzigen-juden-in-palastina%E2%80%9D/

        Ausserdem gibt es die Todesstrafe für Palaraber, die an Juden Land verkaufen, feine Religionsfreiheit selbst die Christen werden diskriminiert.

        Kürzlich erliessen die beiden führenden Muftis von Jerusalem eine Fatwa, die Landverkauf an “Nichtmuslime” verbieten. Christen und Juden sind in dieser Hinsicht also nun gleichgestellt. Muslime befolgen solche Fatwas. Die muslimischen Führer haben die Al Quaida Sicht übernommen, die Juden und die “Kreuzfahrer” sind nun ein und dasselbe.
        Die beiden Muftis gehören nicht etwa der Hamas an, sondern sind Fatahmitglieder, beide haben auch Fatwas erlassen, die den Christen eine geschichtliche Verbindung zu Jerusalem aberkennen. Juden und Christen hätten in Jerusalem nichts zu suchen. Hier hören wir die Arafat – Linie, dass Jesus ein Palästinenser war, dass heisst, er war weder Jude noch Christ, sondern “Hanif”, ein Moslem VOR dem Erscheinen des Propheten.
        Der palästinensische Premier, Fayyad sagte kürzlich, Palästinenser, die durch die Altstadt Jerusalems spazieren, seien die Nachkommen DER Propheten, d.h. der jüdischen Propheten, einschliesslich Jesus.
        Das bedeutet, Juden und Christen gehören hier nicht hin. Es gibt noch mehr Beispiele.

        Dazu kommen Berichte von muslimischen Christenverfolgungen in Samaria, Judäa und Gaza, in Nablus wurde ein Friseurladen und eine Kirche angezündet. In Hebron forderten die Muslime die Schliessung einer bekannten Arrak Fabrik und drohten mit Brandstiftung der Fabrik. Eine christliche Familie aus Kana emigrierte, weil sie die islamischen Drohungen nicht mehr aushielt.
        Christen haben die Fatah-Politik, als Muslime und Christen gemeinsam gegen Israel zu kämpfen erfolgreich in die westlichen Gesellschaften getragen. Der Westen steht jetzt gegen Israel. Nun braucht man die Christen nicht mehr.
        Aus Israel Heute, Printausgabe August/September Seite 20

        • Zahal schreibt:

          Hier noch ein paar Beispiele für Religionsfreiheit in den PA Gebieten:

          Palästinensische Christen unbemerkt beseitigt
          Jonathan Spyer greift das unbeachtete Verschwinden der Christen im Gazastreifen auf:
          Die Hamas verpflichtet sich offiziell zur Toleranz gegenüber den christlichen Gemeinden und Sprecher der Behörden haben die Anschläge kritisiert. In der Praxis sind jedoch nur halbherzige Untersuchungen durchgeführt worden und es kommt kaum zu Inhaftierungen. In den wenigen Fällen, in denen es dazu kam, wurden die Verdächtigen nicht angeklagt und bald wieder freigelassen. Dieses war z.B. der Fall bei zwei Mitgliedern von Jaish al-Islam, die der Mittäterschaft beim Bombenanschlag auf das YMCA-Zentrum verdächtigt wurden.
          Die Fatah ist auch nicht besser:
          Ein kürzlich erschienener Artikel in der palästinensischen Zeitung Al-Ayyam lenkte die Aufmerksamkeit auf das schwelende Problem der „Enteignung“ von in christlichem Besitz befindlichem Land. Diese Entwicklung ist besonders in den Gebieten um Bethlehem, Ramallah und Al-Bireh festzustellen. Personen mit engen Verbindungen zu den Sicherheitskräften der PA oder mächtigen Clans wenden mittlerweile verschiedene Methoden an, um sich des Grundbesitzes von Christen zu bemächtigen. Dazu zählen gefälschte Grundstücksdokumente, Einsatz von Hausbesetzern und die Mitwirkung hochrangiger Sicherheitsbeamter der PA.
          http://backsp.wordpress.com/2008/12/14/palastinensische-christen-unbemerkt-beseitigt/

          Palästinensische Verbrechen gegen arabische Christen
          Justus Reid Weiner diskutierte mit der JCPA über die Menschenrechtsverletzungen, denen sich palästinensische Christen ausgesetzt sehen.
          Als Dhimmis werden in den palästinensisch kontrollierten Gebieten lebende Christen nicht als den Muslimen gleich behandelt. Sie werden Kräfte zehrenden rechtlichen, politischen, kulturellen und religiösen Beschränkungen unterworfen. Das ist für die palästinensischen Christen in der Westbank und dem Gazastreifen zu einem kritischen Problem geworden. Muslimische Gruppen wie die Hamas und der Palästinensische Islamische Jihad haben auf den uralten Grundlagen der islamischen Gesellschaft eine Kultur des Hasses aufgebaut. Darüber hinaus hat die PA das islamische Gesetz in ihren Verfassungsentwurf übernommen.
          Zu den wenig berichteten Punkten, die Weiner aufwirft, gehört:
          •Die PA-Sicherheitsorgane beteiligen sich an der Verfolgung (sogar der Ermordung) von Muslimen, die zum Christentum konvertieren.
          •Fälle von muslimischen Männern, die christliche Frauen verführen und entführen, sind ein zunehmender Trend.
          •Kriminelle Banden, die mit PA-Beamten zusammenarbeiten, stehlen christliches Land.
          •Kommunale Führer auf Hamas-Linie treten offen für eine diskriminierende Steuer für nicht muslimische Einwohner ein, die man als Jizya kennt.
          •Weder die PA noch die Hamas bieten Christen unter ihrer Herrschaft irgendeine Möglichkeit eines Anspruchs auf Gerechtigkeit.
          •Die Christen machen inzwischen gerade noch 15 (2008) 5 (2010) Prozent der Bevölkerung Bethlehems aus; 1950 stellten sie noch 80 Prozent.
          •Taybeh ist das einzig verbleibende christliche Dorf in der PA; seien Bevölkerung ist auf 1.300 Menschen geschrumpft.
          •Viele christliche Führungspersönlichkeiten sind zu sehr von den PA- und Hamas-Führern eingeschüchtert, um sich gegen die Belästigungen auszusprechen.
          Wiener fügt noch hinzu:
          Viele in den internationalen christlichen Führungsetagen bleiben wissentlich stumm, was das Leid der palästinensischen Christen angeht. Andere nehmen den politisch korrekten Weg und machen Israel verantwortlich, statt die wahren palästinensischen Täter der Verbrechen gegen ihr Volk zu nennen. Alle Unruhe und alles Leid in der Region wird routinemäßig den Handlungen oder dem Nichthandeln Israels angelastet, ohne muslimische Gewalt zuzugeben oder zu verurteilen.
          http://backsp.wordpress.com/2008/09/07/palastinensische-verbrechen-gegen-arabische-christen

    • aristobulus schreibt:

      [ Wer braucht eigenlich grad den Thomas, um die große Mehrheit der Bevölkerung zu definieren? Gleich fängt er noch an mit die Demokratie usf.! ]

  12. dirkules schreibt:

    Schwenk zurück auf Walter Herrmann und seine Hasswand. Die Stadt Köln hat diese antisemitische Installation doch ziemlich eindeutig Verurteilt, sollte man da nicht nochmal deren Glaubwürdigkeit hinterfragen wenn dieses Ding in einem städtischen Bürgerzentrum beheimatet ist. Weshalb wird das von der Stadt toleriert und warum setzt man nicht mal dort an um diesen Hetzer endlich das Handwerk zu legen?

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