Der Arzt dem Veganer vertrauen

Rassismus

Stiftung ProVegan: Dr. Ernst Walter Henrich teilt wiederholt rassistische Propaganda

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Nachdem Ernst Walter Henrich letzten September noch auf unsere Kritik an seinem islamophob motivierten Postings reagierte, zunächst unseren Kommentar zensierte, schließlich doch besagte Artikel löschte1, greift er nun auf eine ableistische Bewertung der Verfasser*innen unseres aktuellen Postings zurück:

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Was war passiert?

Der Vorsitzende der ProVegan Stiftung teilte mal wieder rechtspopulistische Propaganda aus äußerst dubiosen Quellen:

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Es dauerte natürlich nicht lange und schon wurden in den Kommentaren die NS-Verbrechen inklusive Holocaust mit dem Terror des IS und der Massentierhaltung gleichgesetzt. Auch der bereits bekannte Neonazi Matze Roesen darf hier seinen süssen Senf ablassen und Likes einheimsen. Er wurde vor kurzem vom Administrator des Veganen Zeitalters Thomas V Weiss verteidigt2.

Zuletzt postete Henrich antimuslimisch rassistisch motivierte Beiträge3, die vorsätzlich verkürzte Falschmeldungen vom Berliner Mahnwachenteilnehmer, Verschwörungsideologen und Querfrontler Christian Schmidt beinhalteten. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der verurteilte Rassist Erwin Kessler mit Henrich und ProVegan solidarisiert4.

Was ist unzensuriert.at?

Unzensuriert.at ist aber nicht nur dubios, sondern eine bekannte rechtsradikale Plattform aus Wien, deren Initiator der damalige dritte Nationalratspräsident Martin Graf von der FPÖ ist. Das Netz gegen Nazis schreibt über sie:

„Unzensuriert.at ist keine verlässliche Quelle, sondern ein rechtspopulistisch-rassistischer Blog, auf dem auch gern einmal „Andersdenkende“ angeprangert werden.“

Der Bundesobmann der FPÖ HC Strache wird vom EU-Chef Martin Schulz liebevoll „Nazi“ genannt5.

Die rechtspopulistische Website handelte sich im Jahre 2013 eine Anzeige des Österreicher Parlaments ein6. Der Kurier formulierte eine Seitenbeschreibung7:

„Die rechtslastige Homepage fällt insbesondere wegen der Kommentare auf, die von Lesern unter Artikeln wie „Jung-Türken mit Gewalt gegen FPÖ“ oder „Schwulenrechte als Pädophilie-Türöffner“ einsehbar sind. Grund für die Anzeige waren mittlerweile gelöschte Kommentare unter einem Artikel über einen Selbstmord in Paris, der aus Protest gegen die Gleichstellung von Homosexuellen begangen wurde. Darin rufen anonyme Leser zur „Breivikisierung“ auf, in Anlehnung an den norwegischen Massenmörder Anders Breivik, der 2011 77 Menschen getötet hat. Die Rede ist zudem immer wieder von „Parlamentswanzen“, „Redaktionshetzer“ und „Migratten“. Die anonym verfassten Kommentare sind zu einem großen Teil homophob und antisemitisch.“

Auch die SPÖ schaltete wegen eines Hetzpostings die Staatsanwaltschaft ein. Diesmal teilte der Nazi und FPÖ-Chef HC Strache einen Beitrag des rassistischen Blogs, der allerhand verhetzende Kommentare nach sich zog:

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Der Kommentar Henrichs

Jetzt bezeichnet der promovierte Mediziner, der in der Schweiz lebt, die deutlich rassistisch motivierte Seite unzensuriert.at als „angeblich rechtes Presseorgan“! Wir verzichten auf die Darstellung weiterer Artikel, weil es schlichtweg zu viele sind. Wie hat er eigentlich sein Studium abgeschlossen, wenn er nicht einmal die geringsten Anforderungen, der in Zeiten brennender Asylbewerberunterkünfte so dringend notwendigen Medienkompetenz, erfüllen kann?

Wir wollen auf seinen Kommentar näher eingehen:

1. „Es kommt nicht darauf an, wer eine Meldung verbreitet, sondern ob sie der WAHRHEIT entspricht.“

Dem können wir zustimmen. Das ist die Basis für eine Verbreitung seriöser Kommunikation. Jetzt ging es Henrich ja um den Freispruch. Wir zitieren den Titel:

„Freispruch für Türken wegen Fußballspiels mit einem kleinen Igel“

Hier wird zunächst populistisch die Nationalität in den Fokus der Berichterstattung gerückt, gleichzeitig ein Mensch als vorsätzlicher Tierquäler stigmatisiert, der mit kleinen Igeln Fußball spiele, obwohl die Zeugenaussagen so unpräzise waren, dass ein Freispruch erfolgen musste. Somit können wir keineswegs von der Wahrheit™ sprechen, sondern von einer Mutmaßung, die eine verhetzende Wirkung postuliert und Menschen aus der Türkei diskriminiert.

Der letze Absatz des Beitrages:

„Tier und Natur ist Problem bei gewissen Zuwanderern

Der hier geschilderte Fall ist nur die Spitze des Eisbergs. Bei Tierschützern ist es längst ein offenes Geheimnis, dass Zuwanderer aus bestimmten Kulturkreisen Tiere als Mitgeschöpfe offen missachten und auch sonst ein gestörtes Verhältnis zur Natur und der Umwelt haben. Die veröffentlichte Meinung und viele beamtete Tierschützer und politisch Verantwortliche ignorieren dies jedoch.“

Diese polemischen Worte verlinken auf einen weiteren verhetzenden asylfeindlichen Beitrag der Seite: „Gefährden Asylwerber die Umwelt und den Tierschutz?“(sic!)

2. „Ich habe weder ZEIT noch Lust, jedes Presseorgan auf seine politische Gesinnung hin zu überprüfen, zumal mir politische Gesinnung, Nationalität, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, religiöse Orientierung usw. völlig EGAL sind. Ich kümmere mich stattdessen lieber um Tierrechte, Menschenrechte, Umweltschutz, Welthunger und Veganismus.“

Das ist mal eine Ausrede! Zeit hat er nicht, Lust auch nicht, weil es ihm eh egal ist? Henrich kümmert sich um Menschenrechte, während er volksverhetzende Inhalte verbreitet, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft und/oder Religion diskriminieren? Mit der antisemitischen diktatorischen Sekte Universelles Leben hat Ernst Walter Henrich keine Berührungsängste:

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Soviel zur henrichen Wahrheit™, wenn Täter und Opfer eine Umkehrung erfahren.

3. „In meinem Kommentar habe ich klar zum Ausdruck gebracht, dass es mir auf das offensichtliche JUSTIZVERSAGEN ankommt und dass mir deshalb dieser Artikel wichtig ist.“

Warum nimmt er dann nicht einen seriös geschriebenen Artikel, der nicht zur geistigen Brandstiftung beiträgt, die gerade von völkischen Bewegungen wie PeGiDa, Mahnwachen für den Frieden, Wir sind Deutschland, Einprozent, Anonymous.Kollektiv oder asylfeindlichen AfD-Demos entfacht wird?

„Lebender Igel als Fußball missbraucht? Freispruch“

Das war übrigens Googletreffer Nr. 1. 😉

4. „Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, welche Quelle ich nutzen darf und welche nicht. Auch von Wirrköpfen nicht.“

Nun, mal davon abgesehen, dass wir sachlich präsentieren, wie er aktiv volksverhetzende Inhalte von rechtspopulistischen Webseiten verbreitet, sind wir vollkommen sicher, dass sich höchstens unsere Frisuren als wirr bezeichnen lassen. Somit bleibt die Frage, was daran ist vorschriftlich, wenn wir seine politisch motivierten öffentlichen Postings als solche benennen, was sie sind und dies schließlich kritisieren?

5. „Man muss schon sehr beschränkt sein, wenn man fordert, dass in einem Artikel keine Nationalität mehr genannt werden darf, weil dadurch angeblich alle Türken in den Generalverdacht geraten würden Tierquäler zu sein. Genauso wenig kommt jemand beim Bericht über einen türkischen Olympiasieger auf die Idee, alle Türken seien gute Sportler oder gar alle Türken Olympiasieger.“

Diese Worte haben es in sich. Schließlich haben wir gar nicht gefordert, sondern die schlichte Ausländer- und Asylfeindlichkeit kritisiert. Deswegen stellen der von ihm implizierte und von unzensuriert.at formulierte Generalverdacht sowie die Olympiasiegeranalogie lächerliche Strohmannargumente dar. Schon vergessen? Im verlinkten Artikel wird ein weiterer verlinkt: „Gefährden Asylwerber die Umwelt und den Tierschutz?“(sic!)

6. „Auch an diesem Fall zeigt sich wieder, wie recht der Nobelpreisträger Albert Einstein hatte: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.““

Der Vorteil, den sich Albert Einstein erarbeitet hatte, er sagte auch:

„Sie stellen es sich so vor, dass ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zurückschaue. Aber es ist ganz anders von der Nähe gesehen. Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, dass er standhalten wird, und ich fühle mich unsicher, ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin.“

So stellte er sich der Kritik und nutzte sie. Einmal grübelte er:

„Woher kommt es, dass mich niemand versteht und jeder mag?“

Ernst Walter Henrich müsste analog dazu denken:

„Woher kommt es, dass mich jeder versteht und niemand mag?“

Fazit

Dr. Ernst Walter Henrich macht mit im Kanon der asylfeindlichen Rassist*innen. Er verbreitet aktiv verhetzende Inhalte von Webseiten des politisch rechten Randes. Parallel und wiederholt sowohl auf seinem privaten wie auf dem Stiftungsprofil von ProVegan auf Facebook. Er verharmlost das populistische Portal unzensuriert.at und zensiert gleichzeitig kritische Kommentator*innen. Mit Blick auf die Kooperation mit dem Antisemiten und veruteilten Rassisten Erwin Kessler, seiner öffentlichen Verharmlosung der judenfeindlichen totalitären Sekte UL und der Verteidigung des reaktionären Tierrechtlers Helmut F. Kaplan8 können wir nur noch feststellen, dass sich Henrich in Unterdrückung übt. Scheinbar hat er den Veganismus nicht verstanden und macht vorsätzlich falsche Angaben auf seiner Website. Natürlich könnte es auch sein, dass er den Veganismus als Deckmantel für seine eigene rassistische Haltung mißbraucht, zumindest aber sind Spenden an ihn und seine Stiftung höchst fragwürdig, solange er sich zum Handlanger brandstiftender Ideolog*innen macht.

 

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