Juden für den Staatsanwalt

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat erneut eine Anzeige von mir abgelehnt, die ich gegen Walter Herrmann erstattet habe, weil er nahezu täglich vor dem Kölner Dom auf Plakaten Israel mit Hitler vergleicht und Juden als ein erpresserisches Volk bezeichnet, das angeblich schon seit hunderten von Jahren die Welt erpressen soll. Schon im letzten Jahr wurde eine Anzeige von mir abgelehnt, die ich erstattet hatte, weil Walter Herrmann eine Karikatur gezeigt hatte, auf der ein Jude mit Davidstern auf der Brust als Kinderfresser und Bluttrinker dargestellt wurde.

In der Begründung zur Ablehnung heißt es (Aktenzeichen 121 Js 105/11):

“Konkrete Anhaltspunkte für die Annahme, die Plakataktion eines notorischen, auch in anderen Belangen zum Fanatismus neigenden “Weltverbesseres” könne das Vertrauen der Juden in die Rechtssicherheit erschüttern, sind nicht ersichtlich. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass das psychische Klima in der Bevölkerung gegenüber jüdischen Mitbürgern nachhaltig beeinträchtigt werden könnte oder ist. Die umstrittenen und zum Teil polemischen Plakate vermögen es nicht, die Stimmungslage in breiten Teilen der Bevölkerung gegenüber jüdischen Bürgern zu verschlechtern. Entsprechende Reaktionen einer Vielzahl von Bürgern sind nicht zu verzeichnen. Aus diesen Gründen scheidet der Tatbestand der Volksverhetzung aus.”

Der Staatsanwaltschaft ist es somit egal, dass mein Vertrauen in die Rechtssicherheit erschüttert ist und dass ich mich von Antisemitismus beleidigt fühle. Die Kölner Staatsanwaltschaft braucht schlicht die Klage waschechter Juden. Vorher unternimmt sie nichts.

Die Staatsanwaltschaft hat somit den schwarze Peter an Juden überreicht.

Liebe jüdische Leserinnen und Leser von Tapfer im Nirgendwo,

wenn Sie wollen, dass es mit der judenfeindlichen Aktion vor dem Kölner Dom ein Ende hat, dann müssen Sie wohl leider selber tätig werden, so leid es mir tut. Der Goy hat seine Schuldigkeit getan, der Goy kann gehen.

Ein guter Freund von mir hat allerdings eine Mail verfasst, die ich Ihnen sehr ans Herz legen möchte, da Sie mit dieser Mail im Gegensatz zu mir die Kölner Staatsanwaltschaft dazu bringen können, etwas gegen den brutalen Judenhass im Herzen der Stadt Köln zu unternehmen.

Sollte Ihnen der Brief gefallen, dann kopieren Sie ihn einfach und setzen schlicht Ihren Namen und Ihre Anschrift ein und senden ihn dann an folgende Anschrift:

Koeln11@hotmail.de

Dort werden dann alle Mails gesammelt, bis genug zusammen sind, um sie dann in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion der Stadt Köln zu überreichen. Es wäre einfach wunderbar, wenn hunderte, ach was, wenn tausende Mails zusammenkommen könnten. Verbreiten Sie daher diesen Aufruf unter all Ihren Freundinnen und Freunde, Ihren Verwandten und Bekannten, und sorgen Sie so dafür, dass genug Menschen diese Mail an Koeln11@hotmail.de senden.

Sie können natürlich auch einen eigenen Brief verfassen, Hauptsache es kommen mehr als genug Mails zusammen, denn laut Staatsanwaltschaft gibt es in Köln nur noch eine Menschengruppe, die etwas gegen Judenhass unternehmen kann: Juden.

Es liegt somit nur noch in Ihren Händen.

Hier nun der Brief:

***

Sehr geehrte Damen und Herren der Staatsanwaltschaft in Köln,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

mein Name ist __________, ich wohne in ___________ und ich bin Jude.

Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich mich in Köln nicht mehr sicher fühle. Die Art und Weise wie in Köln mit dem notorischen Judenhasser Walter Herrmann umgegangen wird, hat mein Vertrauen in die Rechtssicherheit nachhaltig erschüttert.

Die Installation vor dem Kölner Dom wurde vom Oberbürgermeister Jürgen Roters, von der SPD, der CDU, der FDP und den Grünen im Kölner Stadtrat, sowie von Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Kirchen wie folgt bezeichnet: „Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses.“

Diese Auffassung teile ich. Es ist genau dieser Hass, der mein Leben in Köln unsicherer macht. Darum macht es mich auch fassungslos, dass nichts gegen diesen Hass unternommen wird und somit die Verschlechterung des psychischen Klimas in der Bevölkerung gegenüber Juden einfach so hingenommen wird.

Es ist natürlich selbstverständlich, dass das hohe Gut der freien Meinungsäußerung wesentliches konstituierendes Merkmal einer offenen und freien demokratischen Gesellschaft ist, aber ebenso klar ist auch, dass freie Meinungsäußerung dort ihre Grenzen findet, wo sie zur offenen Bedrohung für Menschen wird. Jedes freie Land kennt diese Grenzen.

Bei der Beurteilung einer möglichen strafrechtlichen Relevanz muss zwar größte Zurückhaltung geübt werden, aber wenn in Köln Juden, ob Israelis oder nicht, als Kinderfresser gezeigt werden und Juden, ob Israelis oder nicht, mit Hitler verglichen werden und sie als Welterpresser bezeichnet werden, wenn also die Parole “Die Juden sind unser Unglück” in abgewandelter Form wieder über die Kölner Domplatte erschallt, dann sind die Grenzen der freien Meinungsäußerung weit überschritten.

Sollten in Köln all diese Ungeheuerlichkeiten wahrlich vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sein, wenn also die Kölner Staatsanwaltschaft das heutige Köln mit dem Judenhass im Herzen der Stadt als das beste aller möglichen Kölns erklärt, dann bleibt mir nur eins zu sagen:

Das beste aller möglichen Kölns kann mit gestohlen bleiben, wenn darin für Juden kein Platz ist.

Ich jedenfalls bin Jude und erkläre: Köln ist momentan für mich kein Ort, an dem ich mich sicher und geborgen fühle.

Mit freundlichen Grüßen,

_____________________

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101 Antworten zu Juden für den Staatsanwalt

  1. Malte S. Sembten schreibt:

    Einige meiner Kommentare hierzu verschwinden auf magische Weise nach dem Abschicken. Wo sind sie nur gelandet?

  2. Petra Kursawe schreibt:

    “Der Antisemitismus ist euer Problem”, meinte Manes Sperber einmal und meinte mit “euch” die Nichtjuden. Genau so ist es. Die Nichtjuden haben den Antisemitismus erfunden und haben nun die Verantwortung, damit aufzuräumen.

    • Malte S. Sembten schreibt:

      Den Antisemitismus kann man nicht beseitigen, höchstens die Symptome. Am konkreten Beispiel: Man kann die “Klagemauer” abräumen, aber Walter Herrmann nicht den Judenhass austreiben.

      Man könnte auch versuchen zu verhindern, dass künftige Generationen sich anstecken. Aber fast sämtliche deutschen Medien (von Kölner Staatsanwältinnen einmal abgesehen) tun mit ihrer Israel-“Bericht”erstattung genau das Gegenteil. Die ganze demonstrative “Vergangenheitsbewältigung” hingegen ist eine Packung voller Placebos und das Holcaust-Mahnmal ist von den Placebos die dickste, aber offenbar wohlschmeckende Pille. Eine Pille, die man gerne schluckt (frei nach Gas-Gerd).

  3. Malte S. Sembten schreibt:

    Am Effektivsten wäre wahrscheinlich, 5 Meter neben Herrmanns Heul-und-Wein-Papptafeln eigene Info-Stellwände aufzubauen. Allerdings steht dem entgegen, dass es öffentlich alimentierte Existenzen wie Herrmann, die die Zeit und den Nerv haben, von der Notwendigkeit des Broterwerbs befreit ihren Lebensmittelpunkt auf die Dom-Platte zu verlegen, nur in jenen “antizionistischen” Zirkeln gibt, denen er selbst zugehört.

    • Silke schreibt:

      was ist mit den Rentnern und Rentnerinnen ?
      – die können doch nicht alle fest in die Kinderbetreuung eingebunden sein. Wäre ich in Köln, ich würde locker einen Tag die Woche auf mich nehmen.

      Himmel, wir fanden Israel in meiner Jugend sowas von cool, die anderen können doch nich alle die Seiten gewechselt haben.

  4. spiderman schreibt:

    Sie fühlen sich in Köln oder anderswo in Deutschland nicht `wohl` oder
    `sicher`? Dann würde ich Ihnen doch raten, sich bei einem Psychotherapeuthen
    Ihres Vertrauens vorzustellen und sich behandeln zu lassen….
    In einer Demokratie hat man die Meinung anderer zu tolerieren – dass Sie sich in
    groteske Verfolgungsvorstellungen hineinhysterisiert haben, nach denen der nächste
    Holocaust in Deutschland unmittelbar bevorsteht, ändert daran garnichts.
    Im übrigen: ich zum Beispiel habe für die tumben Antisemitismusdenunziationen
    aus der Israelunterstützerszene nur ein müdes Lächeln übrig und
    begrüsse es ausdrücklich, dass Leute wie Sie und Ihre Leser die Möglichkeit
    haben Ihre Krankhaftigkeit und Ihren Rassismus in die Welt hinauszublöken und sich
    so selbst zu desavouieren!

    • Yael schreibt:

      Im übrigen: wir haben für Ihren dumpfen Judenhass nur ein müdes Lächeln übrig. Leider kann da keine Psychotherapie mehr helfen, HaFalzan.

    • Dr. Octopus schreibt:

      Komm in meine Arme…

    • Silke schreibt:

      wundervoll, wirklich toll, ich bin beeindruckt davon, wie viele Fremdwörter Du kennst und sehr nett von Dir, daß Du sie so verständlich rüber bringst und so kunstvoll mit seit langem kaum noch verwendeten ur?deutschen Wörtern ineinander schlingst.

      also tumbe Assoziationen hysterisiert hinausblökst

      Das muß Dir erst einmal eineR nachmachen, könnte mich glatt zum Arachnophilen konvertieren lassen.

    • Dante schreibt:

      In einer Demokratie hat man die Meinung anderer zu tolerieren

      Wenn jemand z.B. die Meinung nicht nur vertritt, sondern auch propagiert, sexuelle Gewalt gegen Kinder sei o.k., sehe ich da wenig Anlass für Toleranz.

      Übrigens ist tatsächlich in einem autokratischen System eine totale Meinungsfreiheit sehr viel unproblematischer zu verwirklichen, denn der Bürger hat da nichts zu sagen, man kann ihm also Narrenfreiheit lassen.

      …, dass Leute wie Sie und Ihre Leser die Möglichkeit haben Ihre Krankhaftigkeit und Ihren Rassismus in die Welt hinauszublöken und sich so selbst zu desavouieren!

      Im Unterschied zu diversen Aussagen von Ihnen kann ich im Artikel keinerlei Rassismus entdecken.

  5. Yael schreibt:

    @gerd

    mich hat jemand gefragt, ob der Hermann eigentlich täglich dort ist. Weißt du genaueres?

  6. Stefan Meinke schreibt:

    Auch als Nicht-Jude fühle ich mich nicht wohl, solange die HassMauer am Dom steht. Das schreibe ich gern dem OB!

  7. Malte S. Sembten schreibt:

    Den Frühling, den der Antisemitismus in D feiert, verdanken wir dem Niedergang der Neonazis.

    Im Ernst!

    Als die “Glatzen” noch allgegenwärtig und gefürchtet waren und der Antisemitismus als Domäne der Neo-Nazis galt, war der Judenhass ebenso wie seine Hauptvertreter geächtet. Niemand hätte Skinheads gestattet, mit dem Ruf “Juden ins Gas” durch deutsche Straßen zu ziehen, niemals hätten Polizeibeamte eine Israel-Flagge verschwinden lassen, um den braunen Mob zu befrieden. Niemals hätte ein Brauner eine antisemitische “Klagemauer” aufbauen dürfen.

    Mittlerweile sind die Rechtsfaschisten aber marginalisiert. Wo immer sie in kläglichen und überhaupt nicht mehr beängstigenden Häufchen “aufmarschieren”, formieren sich die an Zahl zigfach überlegenen Gegenstreitkräfte zivilcouragierter Bürger mit Löwenherzen in der Brust.

    Heute ist es noch weitaus weniger opportun, ein Nazi zu sein als vor 20 Jahren. Doch hat dies nicht zu einer noch stärkeren Ächtung des Judenhasses geführt. Im Gegenteil! Denn inzwischen prangt der Judenhass auf den Bannern der “Guten” – der Linken und der sog. “Migranten” (womit nicht die Vietnamesen gemeint sind). Judenhass ist nicht mehr dumpf und braun, er hat nicht mehr den Klang von Springerstiefeln im Gleichschritt – der moderne Judenhass gilt als multikulti und antifaschistisch, als antirassistisch und bunt. Er wird nicht mehr von Parias vertreten, sondern vom Zeitgeist. Er hat keine Nazi-Fratze mehr, sondern ein Talkshow-Gesicht. Und damit ist Judenhass auf dem besten Wege, (wieder einmal) in der Mitte der deutschen Gesellschaft anzukommen.

    • Piet schreibt:

      Sorry, da widerspreche ich. Dazu braucht man sich nur die Zahlen zum Rechtsextremismus in der Bundesrepublik anzusehen, ob mit oder ohne Glatze (zumal die Skinheadbewegung nicht automatisch rechtsextrem ist, das nur nebenbei). Auch die Diskussion um Antisemitismus in der Linken ist nicht neu, wird aber, seit diese nicht mehr sektenhaft in kleinen K-Grüppchen marginalisiert sind, sondern in der PdL eine große und scheinbar auch stabile Plattform gefunden haben und auch in Teilen des Mainstreams angekommen sind, verstärkt geführt.

    • Silke schreibt:

      ich weiß nicht, ob die Statistiken Deine These bestätigen würden, doch ich würde ziemlich viel drauf wetten, daß die veröffentlichte Meinung (Blogs wie diese ausgenommen) Deine These von A bis Z widerspiegelt.

      Mit der EDL scheint sich übrigens in England ne Gruppe gebildet zu haben, die ständig des Nazitums beschuldigt wird, aber in Sachen Israel zum Ärger der BDS-Idioten keinen Spaß versteht.

      Womit das Problem entsteht, daß die pro-Israel-iten sich von Leuten unterstützt fühlen, mit denen sie traditionell und sowieso nix zu tun haben wollen.

      Es ist ne total vertrackte Situation, so weit ich es aus der Ferne sehen kann und ich beobachte es mit Spannung, immer im Hinterkopf behaltend, daß Joschka Fischer sein “coming-out” als Steinewerfer hatte.

  8. mariesacher schreibt:

    Der Staatsanwalt ist vielleicht ein 68er, der mit den Linken sympathisiert. Da ich den Linken seit längerem (auch aus Eigeninteresse wie du) auf der Spur bin, ein kleines Trostpflaster für dich, ein Video aus einer Abgeordnetenrede.

    http://mariesacher.wordpress.com/2011/05/30/die-linken-sind-antisemitisch/

  9. Joachim schreibt:

    Erinnert sich noch jemand an den Duisburger Flaggenskandal?

    Die israelische Flagge wurde von der Pozilei schnellstens heruntergerissen, weil Ausschreitungen befürchtet wurden.

    Traurig aber leider Realität in Deutschland, die Staatsmacht kuscht nur vor randalierenden Mobs – der gesetzestreue Bürger kann sich beschweren, soviel er/sie will, da regt sich kein A*sch.

    • Piet schreibt:

      Naja. Gewalt ist (auch) ein Mittel, um Aufmerksamkeit (v.a. in der Medienöffentlichkeit) herzustellen, um Themen und Standpunkte in die Medien zu bringen, weil über Ausschreitungen natürlich berichtet wird. Die Frage ist, ob diese Art der Aufmerksamkeit hier adäquat und gewünscht wäre, oder ob man diese nicht besser, effektiver, nachhaltiger herstellen kann.

      Auch macht es einen Unterschied, ob Gewalt gegenüber einem punktuellen Event angewendet wird (z.B. zur Verhinderung des Anlegens eines Schiffes der rechtsradikalen Pro-Bewegung; mit Negativpresse, auch, aber letztlich effektiv), oder ob es, das befürchte ich hier nämlich, Herrmann letztlich in die Hände spielen würde, da er sich sehr leicht als Opfer stilisieren könnte (Pöbel gegen alten Mann, und so), während er seine Propaganda schon am nächsten Tag wieder feilbieten könnte, mit Solidarität der üblichen Verdächtigen im Rücken. Und letztlich sollte man bedenken, dass Kritik an und kritische Aktionen gegen die Hasswand zwar sicher eine Menge Sympathie erzeugt, diese bei gewaltsamen Vorgehen aber auch schnell verpuffen kann (Zielgruppe und so…).

      Da Herrmann seine Hasswand täglich dort stehen hat, werden Aktionen einen langen Atem brauchen, möglichst mit dem Ziel, denke ich, Politiker zum Handeln zu zwingen. Daher die o.g. Idee mit den Handzetteln, medienwirksame Aufklärung der Kölner und v.a. der Touristen über den „friedlichen“ Hassprediger in Sichtnähe. Vielleicht nicht täglich, aber häufig, und zwar von morgens bis abends, solange Herrmann eben dort ist. Das zwingt die Stadt zur Bindung von Polizei am Ort, was der Stadt gerade auch an diesem touristisch wichtigen Standort nicht Recht sein dürft, und darüber wird berichtet werden, das erzeugt Druck. Ggf. werden sich mit Herrmann solidarisierende Antisemiten dort einfinden und die Gesamtveranstaltung könnte, da es Demo-Charakter annimmt und noch mehr Polizei bindet, untersagt werden. So in diese Richtung, denke ich, könnte es langfristig erfolgreich sein (auch wenn ich mich als Nicht-Kölner leider nur bedingt einbringen kann), gerade auch in Zusammenhang mit der derzeitigen Diskussion in der Linken.

      Auch wenn ich persönlich Tomaten und faule Eier nicht rundweg ablehne: Ich glaube, dass eine andere Strategie, auch wenn sie viel Arbeit und Organisation erfordert (gerade auch was Mobilisierung anbelangt) erfolgversprechender wäre: Hingehen und die Hasswand umschubsen wäre letztlich nur eine sehr kurzfristige Frustkompensation.

      • Tonio schreibt:

        Die Verteilung von Handzetteln soll die Polizei an den Ort binden und sich das ganze langfristig zu einer Demo entwickeln? Abgesehen davon, dass sich keine Kölner finden werden, die den ganzen lieben Tag mehrmals in der Woche dort stehen werden, überschätzt Du die Kraft von Handzetteln.

        Andererseits:
        in Wikipedia steht: ““Eine solche Karikatur hat es vor dem Kölner Dom seit dem “Dritten Reich” nicht mehr gegeben”, so Buurmann. “Israel kann und soll kritisiert werden. Aber die Kritik findet dort ihre Grenzen, wo sie sich der Symbole der Nazis und Antisemiten bedient.”[8] Wegen der als antisemitisch empfundenen Darstellung wandten sich Bürgerinnen und Bürger in einer Petition an den Rat der Stadt,[12] dessen Fraktionen sich ihrerseits kritisch mit der Klagemauer auseinandersetzten.[13] Distanzierte bis ablehnende Reaktionen gab es in der israelischen Presse,[14][15] aber auch vom Vorsitzenden des Aachener Friedenspreises, Karl Heinz Otten[16] Die Staatsanwaltschaft wies den Strafantrag zurück (…). Im Dezember 2010 verabschiedeten Oberbürgermeister, Bürgermeister, sechs Ratsfraktionen, Vertreter der Kirchen und der Synagogengemeinde sowie die Vereine zur Pflege der Städtepartnerschaften mit Bethlehem und Tel Aviv eine Resolution gegen die als einseitig und antisemitisch empfundenen Darstellungen der Klagemauer.[19] Zeitgleich, am 19. Dezember 2010, erschien beim jüdischen Internetmagazin haGalil ein Themenschwerpunkt mit Beiträgen prominenter Kölner Autoren, in denen sie die “Klagemauer” als antisemitisch verurteilen.”

        http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6lner_Klagemauer

        Die ganze Anlage herunterzureißen oder mit irgendetwas zu besprühen wirkt auch als ein Tropfen auf den kalten Stein angesichts dessen, was schon alles, wie oben zitiert, gelaufen ist. Wenn ich das richtig sehe, ist am Dom auch oft die Polizei präsent, manchmal auch in Zivil, was so ein Vorhaben zusätzlich erschwert.

        Herr Herrmann hat sich dort anscheinend gut eingerichtet.

        Eine Idee habe ich da aber noch: Es ist doch eine “mobile” Installation. D.h. Herr Herrmann darf sie dort nicht dauerhaft ausstellen, sondern muss sie jeden Morgen aufbauen und abends wieder abbauen. Dann ist doch das ganze schön zusammengepackt und relativ handlich. Wenn er das ganze unterwegs los werden würde, müsste er viel Zeit aufbringen, um die ganze Installation wieder aufzubauen.

        Wirklich schade, dass er das in Köln macht. Er könnte doch mal mit seiner Ausstellung nach Berlin kommen. Vielleicht schicke ich ihm eine Einladung.

        • Piet schreibt:

          «Abgesehen davon, dass sich keine Kölner finden werden, die den ganzen lieben Tag mehrmals in der Woche dort stehen werden, überschätzt Du die Kraft von Handzetteln.»

          Nein, das nehme ich nicht an. Als gegen ein Nazi-Bekleidungsgeschäft in der Hamburger Innenstadt demonstriert wurde, war genau dies eines der Mittel: Aufklärung der Menschen mittels Handzetteln, damit sie nicht am Ende Nazis unterstützen, wenn sie „doch nur ein schickes Shirt“ einkaufen. Aufklären über Hintergründe, Abhalten vom Kauf, Schaffen von öffentlichem Druck durch mediale Aufmerksamkeit. Und selbstverständlich fand sich täglich eine große Gruppe Menschen (die z.T. gerne Buttersäure oder andere Mittel eingesetzt hätte, wenn es strategisch möglich gewesen wäre). Auch wenn es über den Tag verteilt nicht immer die gleichen Leute waren, klar.

          Es bräuchte also vielleicht ein Benachrichtigungssystem, wann Herrman the German sein Zeug aufbaut (Twitter, z.B.), und Unterstützergruppen, die dann vor Ort gehen (könnte evtl. auch von H. unabhängig geschehen, müsste man Vor- und Nachteile abwägen).

          Also: Unterstützergruppen (Antifa) einzubinden, so sie sich über über die Ablehnung von linkem, also i.d.R. antizionistischem Antisemitismus einig ist, ist möglich (und aus meiner Sicht dann auch notwendig). Texter und Layouter sollten sich finden lassen, Spenden für den Aufwand sollten sich auch akquirieren lassen durch Organisationen, Soly-Party, o.ä. Leute vor Ort schafft Masse, die die Polizei bindet, es schafft Öffentlichkeit, vor Ort und in den Medien, und es schafft Handlungsdruck auf die Kölner Parteienlandschaft. Leider, leider stehen keine Wahlen an.

          Also, vielleicht bin ich auch zu blauäugig, was Unterstützergruppen anbelangt, denn natürlich braucht es eine kritische Masse und Durchhaltevermögen. Und entgegen rechten Antisemiten (Nazis i.d.R.) besteht bzgl. linkem Antisemitismus weniger Einigkeit. Aber eine Überlegung wäre es Wert.

          Wenn die Hasswand aber auf andere Weise nicht mehr auffindbar oder benutzbar wäre, und zwar immer und immer wieder, nun, sagen wir, es würde mich sicher nicht traurig machen. ;)

          Und wenn Herman the German, auf den unsere Großväter sicherlich stolz gewesen wären, diesen Gedanken mitnehmend nun von sich aus entscheiden sollte, dass ein Schaukelstuhl auch ein schöner Ort für einen Ruheständler ist, wäre auch das eine schöne Sache.

  10. Anders Svendborg schreibt:

    Warum wird diese Klagemauer nicht täglich eingetreten? Oder der Organisator bespuckt? Ich weiß, dass das nicht die feine kölsche Art ist, aber da muss man doch drüber stehen! Hat man denn noch etwas zu verlieren, wenn auf der Domplatte, die täglich von tausenden Touristen bevölkert wird, ungehindert Nazirhetorik verbreitet wird? Was macht eigentlich die Auslandsabteilung der JDL?

    • Eliyah schreibt:

      Ich bin dafür. Nach Köln ist es von Jerusalem zwar ziemlich weit, aber wenn ich da vorbeikomme, dann mache ich genau das. (Also, das Anspucken spare ich mir). Weiter oben wurde mir vorgeworfen, dass so was schlechte Presse machen würde. Ich bin anderer Meinung. Erstens ist die Presse eh schon gegen uns und zweitens imponiert es den Leuten, wenn man für seine Meinung lautstark einsteht. Genau das macht ja den Erfolg dieses Idioten aus.

      • Danny Wilde schreibt:

        Eliyah! Ich mach mit! Aber du weißt hoffentlich schon (als t.i.n.-Leser sowieso), dass allein das Vorzeigen der israelischen Flagge in NRW mit empfindlichen Geldstrafen geahndet wird!

        Wer glaubt, dies alles sei nur eine Randerscheinung, der irrt. Der Antisemitismus ist hier wieder fest verwurzelt und der Pappen-Widerling nur sein wurstartiger Auswuchs. Insofern vergriffe man sich nur an einem Wehrlosen.

        Und trotzdem wäre es ein Anfang.

        Die Ergebnislosigkeit von Gerd Buurmanns Nachhaken, und die Gleichgültigkeit der Bürger gegenüber dieser unsagbaren Hetze, dies würde nicht geheilt. Aber es gibt einfach Momente, wo es nur noch um einen selber geht. Wo man sich sagen muss, dass man das beenden muss. Egal wie sinnvoll das wäre. Für den eigenen Stolz.

        Gerd Buurmann tut das ja auch. Auf seine Art. Die größer ist als Draufdreschen.

        Und dennoch wäre ich mit dir dabei. Lass dir von Lisa/Rungholt meine private Mailadresse geben!

        • Eliyah schreibt:

          Alles klar. Ich bin eventuell in zwei Wochen in D.

          • Tonio schreibt:

            In zwei Wochen wäre es etwas früh für mich. Werde aber Mitte dieses Jahres in NRW sein und mir die Installation anschauen.

            Finde es unerträglich, dass sich Juden dieser Sache annehmen (müssen). Bin kein Jude, auch kein Volksdeutscher, aber seit über 20 Jahren immerhin deutscher Staatsbürger, ist mir aber auch nicht so wichtig.

            Da ich die Installation nicht kenne, wäre ich etwas auf logistische Hilfe angewiesen. “Klagemauer” hört sich nach etwas Großem an. Ist da etwas mehr als das hier: http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/04/06/echt-kolnisch-gift/

          • Tonio schreibt:

            @Eliyah: Eine technische Schwierigkeit gibt es da vielleicht: Wenn Herr Herrmann nicht jeden Tag dort auftaucht, kann es sein, dass wir ihn dort gar nicht antreffen, wenn wir da sind (unabhängig davon, ob wir uns dort treffen oder nicht). Auf die Unterstützung eines Kölners, der morgens mal schaut, ob er da ist, wäre zumindest ich dann schon angewiesen. Mit dem Zug könnte ich dann in zwei bis drei Stunden dann da sein.

            Alleine dort aufzutauchen ist vielleicht auch nicht so gut. Einer müsste den Herrn ablenken. Ein oder zwei andere die Installation abreißen, die Plakate scheinen an Seilstücken aufgehängt zu sein, sie dann mitnehmen und sie in den Rhein schmeißen (die Installation in Brand zu stecken wäre zu gefährlich).

            Oder Grundsätzlicheres: Man reißt das alles runter und versucht es so weit zu zerstören, bis es nicht mehr verwendbar ist. Das braucht Zeit und sorgt für Aufregung. Man wartet das Eintreffen der Polizei ab usw. Hört sich zumindest spannend an. Und das könnte ich dann auch alleine durchziehen.

          • Malte S. Sembten schreibt:

            Euch ist schon klar, dass die “Palästina-Fraktion” hier mitliest?

            Oder wollt Ihr die nur in Unruhe versetzen?

          • Eliyah schreibt:

            solln’ sie doch. Genaue Daten und Uhrzeiten besprechen wir nicht öffentlich. Wenn das dazu führt, dass sie den Hermann the German mit selbst aufgestelltem Personenschutz bewachen müssen, haben wir immerhin ihre Resourcen gebunden.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Mir egal ob die mitlesen. Der antisemtische Vollpfosten aus Dortmund, die keifernde Tochter, für die sich die Familie schämt und der größte Verleger aller Zeiten sollen das hier ruhig lesen. Die drehen und wenden sich eh alles zurecht. Wer so redet, dass ihn verbohrte hassende Fanatiker nicht missverstehen können, der sagt nix.

          • Malte S. Sembten schreibt:

            Im Prinzip ist das natürlich egal, wer hier alles mitliest. Aber wenn man mit dem Herrmann auf der Domplatte in einen konstruktiven Dialog zu treten beabsichtigt, sollte man vermeiden, ihn frühzeitig mit den rhetorischen Kniffen bekannt zu machen, mittels derer man ihn argumentativ in die Enge treiben will.

          • Eliyah schreibt:

            Wie wäre es mit Farbspray wie Graffiti-Sprüher es benutzen?

          • Silke schreibt:

            Bei uns im Büro hat mal ein Stift (Azubi) Butterspray ausgelegt –

            der Geruch hielt ne ganze Weile und hat die schwangere Kollegin richtig krank gemacht –

            kann in frischer Luft nicht passieren, aber wenn der Gestank jedem in die Nase stiege, der den Plakaten zu nahe kommt, würden vielleicht die richtigen Synapsen wachsen.

  11. Michael schreibt:

    Lieber Schreiber, sicherlich würde Ihre Klage Gehör finden, wenn es sich um eine Forderung in Millionenhöhe handeln würde. Egal worin die Forderung ihre Berechtigung zieht. Hier gibt es keine Menschenwürde mehr, nur noch Kapital. Tschüß und ein schönes Christi-Himmelfahrt-Fest.

  12. Christian schreibt:

    auch ich hab mal geschrieben, etwas abgewandelt :)

    Sehr geehrte Damen und Herren der Staatsanwaltschaft in Köln,
    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    mein Name ist Christian …, ich wohne in …. und ich bin kein Jude sondern Christ.

    Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich mich in Köln nicht mehr sicher fühle. Die Art und Weise wie in Köln mit dem notorischen Judenhasser Walter Herrmann umgegangen wird, hat mein Vertrauen in die Rechtssicherheit nachhaltig erschüttert. Wer gegen Juden hetzt, hetzt irgendwann auch gegen Christen.

    Die Installation vor dem Kölner Dom wurde vom Oberbürgermeister Jürgen Roters, von der SPD, der CDU, der FDP und den Grünen im Kölner Stadtrat, sowie von Vertreterinnen und Vertretern der Kölner Kirchen wie folgt bezeichnet: „Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses.“

    Diese Auffassung teile ich. Darum macht es mich auch fassungslos, dass nichts gegen diesen Hass unternommen wird und somit die Verschlechterung des psychischen Klimas in der Bevölkerung gegenüber Juden einfach so hingenommen wird.

    Es ist natürlich selbstverständlich, dass das hohe Gut der freien Meinungsäußerung wesentliches konstituierendes Merkmal einer offenen und freien demokratischen Gesellschaft ist, aber ebenso klar ist auch, dass freie Meinungsäußerung dort ihre Grenzen findet, wo sie zur offenen Bedrohung für Menschen wird. Jedes freie Land kennt diese Grenzen.

    Bei der Beurteilung einer möglichen strafrechtlichen Relevanz muss zwar größte Zurückhaltung geübt werden, aber wenn in Köln Juden, ob Israelis oder nicht, als Kinderfresser gezeigt werden und Juden, ob Israelis oder nicht, mit Hitler verglichen werden und sie als Welterpresser bezeichnet werden, wenn also die Parole „Die Juden sind unser Unglück“ in abgewandelter Form wieder über die Kölner Domplatte erschallt, dann sind die Grenzen der freien Meinungsäußerung weit überschritten.

    Sollten in Köln all diese Ungeheuerlichkeiten wahrlich vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sein, wenn also die Kölner Staatsanwaltschaft das heutige Köln mit dem Judenhass im Herzen der Stadt als das beste aller möglichen Kölns erklärt, dann bleibt mir nur eins zu sagen:

    Das beste aller möglichen Kölns kann mit gestohlen bleiben, wenn darin für Juden kein Platz ist.

    Weiterhin finde ich es unerträglich, wie die Staatsanwaltschaft sich windet um nicht gegen solche Naziparolen vorzugehen, ja mehr noch, mit welchen abstrusen und vollkommen wiedersinnigen Argumentationen sie ihr Nichtstun begründet.

    Mir scheint, Grundsatz dieser Behörde ist: Was Recht ist, bestimmen wir! Anders kann ich mir solch verquere “Logik” nicht erklären. Oder doch, die einzige andere Erklärung ist, dass Entscheidungsträger in der Staatsanwaltschaft die Ansichten dieses unsäglichen Judenhassers teilen. Dies wiederum würde einiges erklären.

    Ich für meinen Teil werde, solange dieser Schandfleck das Bild der ehemals liberalen Stadt Köln beschmutzt, keinen Fuß in diese Stadt setzen. Solange die Staatsanwaltschaft nicht ihrer rechtsstaatlichen und darüberhinaus moralisch-ethischen Pflicht nachkommt, gegen diese Quelle des Hasses vorzugehen, werde ich diese Meinung und deren Grundlagen bei jedem Gespräch, in dem es auch nur Ansatzweise um Judenhass oder Köln geht vertreten und meine Möglichkeiten nutzen auch andere von dieser Haltung zu überzeugen.

    Was die Argumentation bezüglich der Rechtslage betrifft, gebe ich eine Weisheit aus dem Neuen Testament (falls Ihnen das was sagt) mit auf den Weg: Der Apostel Paulus (übrigens auch ein Jude) schreibt in seinem 2. Brief an die Gemeinde in Korinth:

    Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig! (2. Ko. 3,6)

    Das bedeutet, wer sich sklavisch an den Wortlaut eines Gesetzes hält ohne dessen Sinn zu verstehen sorgt dafür, dass eben dieser Sinn (und irgendwann auch Menschen) getötet – ermordet wird. Vielleicht sollten die Entscheidungsträger Ihrer Behörde diesen Sachverhalt überdenken und sich fragen ob Sie im Geist der Väter des Grundgesetzes oder im Geiste deren Vorgänger der Jahre 1933-1945 handeln.

    Mit freundlichen Grüßen,

  13. Eliyah schreibt:

    Ich bin Jude und Israeli. Wenn ich das nächste Mal in Köln bin, dann gehe ich hin und reisse die Mauer ein. Kurz vorher rufe ich die Polizei, damit sie mich festnehemen können. Meine Botschaft wird mir schon helfen.

    • Malte S. Sembten schreibt:

      Sie schaffen es vielleicht, ein paar der Wände umzukippen, aber die stehen am nächsten Tag schon wieder. Und in den Kölner Blättern stehen Artikel über marodierende Israelis. Und Herrmann feiert, wie man hierzulande sagt, seinen inneren Reichsparteitag.
      Ihnen selbst wird nichts weiter passieren, das stimmt.

      • Eliyah schreibt:

        Marodierende Isrealis sind besser als duckmäuserische Deutsche.

      • Dante schreibt:

        Und in den Kölner Blättern stehen Artikel über marodierende Israelis.

        Wohl eher über randalierende. Denn:

        Der Marodeur bezeichnet jemanden, der am Rande von Kampfhandlungen brandschatzt, plündert, erpresst, raubt, stiehlt, vergewaltigt und mordet. Zumeist handelt es sich dabei um durch Krankheit oder Verwundung untauglich gewordene und ausgemusterte oder wegen Verfehlungen aus der Truppe ausgestoßene Kombattanten oder um Deserteure.

        (http://de.wikipedia.org/wiki/Marodieren)

        • Eliyah schreibt:

          Stimmt, marodierend ist in diesem Zusammenhang falsch.
          Aber ehrlich, was spricht gegen Randale? Die Deutschen verstehen diese Sprache der Gewalt offenbar besser als die der Vernunft. Anders kann ich mir diese Anbiederung an den radikalen Islam nicht erklären. Es geht hier nicht darum, irgend jemandem weh zu tun, es geht darum, eine Istallation gewaltsam zu entfernen, die Gewalt gegen mich, meine Landsleute und andere Juden propagiert. Ich würde diesem Typen auch gerne die Fresse polieren, aber so viel Zuneigung hat er nicht verdient. Aber sein antisemitisches Machwerk zu zerstören ist m.E. legitim. Ganz in linker Tradition “Macht kaputt, was euch kaputt macht” ;)

          • Malte S. Sembten schreibt:

            Legitim und auch sympathisch wäre es aus meiner Sicht, die “Installation” zu zerlegen und den Installateur handfest zu maßregeln – aber jüdische Gewalt erreicht in Deutschland nun mal nicht das, was islamische Gewalt erreicht. Denn:

            – Jüdische Gewalt hat in Deutschland kein breites Drohpotential. Dazu gibt es zu wenig Juden in Deutschland,
            – Israelis haben keine starke Lobby in Deutschland.

          • Silke schreibt:

            Vidal Sassoon, der vielleicht immer noch (zu Recht) berühmteste Friseur der Welt hat neulich im BBC-Interview erzählt, daß er in der Zeit nach WW2 in schweren Stiefeln mit seinen Kumpels durch London ist und die Stiefel auch benutzt hat.

            Ob die Londoner damals genauso viel oder genauso wenig Unterstützung für Juden übrig hatten wie Deutsche heute, keine Ahnung.

            und dann gibt es noch diesen Erlebnisbericht, der mir dazu einfällt.

            http://ruth33.wordpress.com/2010/08/29/we-threw-the-paint/

  14. Pingback: Der Ruhrpilot | Ruhrbarone

  15. Anjy schreibt:

    Schade, dass ich nicht in Köln wohne. Ich würde einen Flashmob vorschlagen. Am besten, da es am Dom ist, einen katholischen. Wahrscheinlich würden ca. 30 Leute genügen, die laut für den “irregeleitete, armen, in seinen Wahnvorstellungen befangenen Mitbruder” den Rosenkranz beten. Oder würde die Polzei die nicht genehmigte und extremistische Veranstaltung auflösen?

  16. miriam schreibt:

    “…die Erben des Hauses Freisler…” wie Henryk M. Broder einmal treffend bemerkte!

  17. Miriam Woelke schreibt:

    Wie lauten eigentlich die Meinungen des Zentralrates der Juden in Deutschland sowie der Israelischen Botschaft in Berlin ? Bestehen diesbezueglich Stellungnahmen ?
    In der israelischen Presse habe ich von dem Koelner Fall noch nicht viel gelesen, wenn ueberhaupt.

    Ich sage nicht, dass all die Bemuehungen gegen die Anti – Israel Aktion in Koeln nicht wichtig ist, doch wenn wir international schauen, stellen wir fest, dass z.B. an amerikanischen Universitaeten fast taeglich antisemitische / anti – israelische Demos stattfinden. Schon allein aufgrund der hohen Anzahl von muslimischen Studenten dort.

  18. Piet schreibt:

    In gewisser Weise bleibt die Staatsanwaltschaft sich treu. Juristisch kann ich den Sachverhalt nicht beurteilen, aber so verstehe ich es: Danach kommt es offensichtlich weniger darauf an, ob oder ob nicht Herrmann antisemitisch agiert (auf diesen Grat der Unterscheidung zwischen Antisemitismus und „Israelkritik“ will sich die Staatsanwaltschaft möglicherweise gar nicht einlassen), sondern ob das Vertrauen der Juden in die Rechtssicherheit erschüttern ist, ob das Verhältnis zu Juden nachhaltig gestört wurde, ob sich die Stimmungslage in breiten Teilen der Bevölkerung gegenüber jüdischen Bürgern verschlechtert habe, u.s.w., und dafür sieht die Staatsanwaltschaft wohl keine Anzeichen. Dabei bleibt die Staatsanwaltschaft einen Maßstab für das, was sie nachhaltig nennt, zwar schuldig (nachhaltig im Verhältnis zu was?), letztlich aber ist ihr Argument, wenn ich es richtig verstehe: Solange Herrmann nur agitiert, letztlich aber niemanden erreicht, seine Agitation also keinen direkt ablesbaren und starken Effekt auf das Zusammenleben von Juden und Nichtjuden hat, passiert auch nix weiter. Erst wenn nachweisbar wäre, dass Herrmanns Agitprop-Plakate direkt die Stimmung negativ beeinflussen (vermehrte Übergriffe, Wegzug, glaubhaft dargelegte Verängstigung und dergleichen, vermute ich), würde sie aktiv werden.

    Möglicherweise ist dies auch nicht ganz unlogisch, weil sonst eine Flut an Klagen auch gegen anderweitig Veröffentlichende (Künstler, Politiker, Autoren, etc.) zu befürchten stände.

    Letztlich ist Herrmann ein politisches Problem. Die Kirche sollte dem Antisemiten keine Räume für seine Pappen, keine Standfläche zur Verfügung stellen. Vor dem Dom muss der Kerl weg! Und wenn die Stadt ihm die Agitation auf öffentlichem Grund derzeit nicht meint untersagen zu können (schade, dass man an dieser Stelle von den Politikern so wenig hört, aber die nächsten Wahlen sind lange hin…), müssen es die Bürger (das schließt die Antifa ausdrücklich ein!) es selbst in die Hand nehmen. Durch das tägliche! und dauerhafte Verteilen von Handzetteln in der Umgebung von Herrmann, z.B., durch Plakate, durch Aufklärung. Vielleicht durch das Aufstellen einer Liebeswand, gegenüber der Hasswand. Wie auch immer, durch das Herstellen von (permanenter) Öffentlichkeit, durch Aktionen, die in den Medien für Unruhe sorgen, solange, bis die Politik nachhaltig zu reagieren gezwungen ist. Zumindest wäre das mein (zugegeben, unausgegorener) Gedanke dazu.

    Meinen tief empfundenen Dank aber an den Tapferen im Nirgendwo!

  19. Yael schreibt:

    “Weltverbesseres“ könne das Vertrauen der Juden in die Rechtssicherheit erschüttern, sind nicht ersichtlich. ”

    Allein diese Haltung sollte jedes Vertrauen in die Rechtssicherheit in diesem Land erschüttern. Ich habe selten zynischeres gelesen. Als ginge es diesem widerlichen Judenhasser um Weltverbesserung. Obwohl vielleicht schon, das haben vor 70 Jahren schon einmal Deutsche versucht: In ihrem Sinne.

    Brief geht heute noch raus.

  20. roggen schreibt:

    Nein, die Staatsanwaltschaft will offenbar gar keine Briefe von Juden, die sich belästigt fühlen. Sie fordert krasserweise, bevor sie weitere Schritte einleitet, antisemitische Reaktionen, die ihre Ursache in der “Klagemauer” haben.

    “Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass das psychische Klima in der Bevölkerung gegenüber jüdischen Mitbürgern nachhaltig beeinträchtigt werden könnte oder ist. Die umstrittenen und zum Teil polemischen Plakate vermögen es nicht, die Stimmungslage in breiten Teilen der Bevölkerung gegenüber jüdischen Bürgern zu verschlechtern. Entsprechende Reaktionen einer Vielzahl von Bürgern sind nicht zu verzeichnen.”

    Damit “entsprechende Reaktionen einer Vielzahl von Bürgern” verzeichnet werden, braucht es also vielmehr einen Brief für die, die sich seit Besuch bei der Klagemauer gegen Juden aufgehetzt fühlen…

    “mein Name ist __________, ich wohne in ___________ und ich bin kein Jude.

    Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich mich in Köln mit seinen jüdischen Einwohnern nicht mehr sicher fühle. Die Art und Weise wie Walter Herrmann über die jüdischen Verbrechen und den hinterhältigen Charakter des jüdischen Volkes aufklärt, hat mein Vertrauen in die jüdischen Mitbürger nachhaltig erschüttert.

    Die Tatsache, dass Sie feststellten, dass die Nasen auf den Zeichnungen, die Herr Herrmann ausstellt, zu klein sind, als dass man sie als “jüdisch” erkennen würde, lässt mich daran zweifeln, dass ich einen Juden an rassischen Merkmalen eindeutig als solchen identifizieren kann. Das verschärft mein Misstrauen gegenüber meinen vermeintlich nichtjüdischen Mitbürgern – wenn man die Juden nicht mehr an der Nase erkennen kann, könnte ja am Ende jeder einer sein! Ich sehe daher das psychische Klima in Köln nicht nur gegenüber den jüdischen, sondern gegenüber allen Mitbürgern nachhaltig beeinträchtigt und fühle seit Betrachten der Klagemauer Furcht und eine antisemitische Geisteshaltung in mir aufkeimen.”

    • Malte S. Sembten schreibt:

      @ roggen

      Sie sind mir zuvorgekommen …

      “(…) Die umstrittenen und zum Teil polemischen Plakate vermögen es nicht, die Stimmungslage in breiten Teilen der Bevölkerung gegenüber jüdischen Bürgern zu verschlechtern. Entsprechende Reaktionen einer Vielzahl von Bürgern sind nicht zu verzeichnen. Aus diesen Gründen scheidet der Tatbestand der Volksverhetzung aus.”

      Seltsam … In allen anderen Fällen reicht zur Feststellung des Tatbestands der Volksverhetzung bereits aus, wenn eine solche zwar noch nicht nachgewiesen, aber angeblich zu befürchten ist …

      Eindeutig: die Schuldigkeit des Goy ist keineswegs getan! Es muss “antijüdische Aktionen” geben, und zwar “eine Vielzahl” davon (!!), ehe dieser Staatsanwalt Handlungsbedarf sieht. Ein einziger gemesserter Jude wird nicht ausreichen, da sollten wir Goys uns nichts vormachen. Dann landet nur der Messer-Goy im Knast und Herrmann macht munter weiter vor’m Dom. Es bedarf wohl einer “Kölner Kristallnacht”, ehe Herrmann weichen muss … Nein, nicht! Haltet inne! Mir fällt eben noch rechtzeitig ein: Danach gäbe es keine Juden mehr in Köln, weswegen der Staatsanwalt in Sachen Herrmann keinen Handlungsbedarf mehr sehen würde, weil ja keine Kölner Juden mehr beleidigt sein könnten.

      Vertrackt, vertrackt …

      Es bedarf wohl einer “konzertierten Aktion” solidarischer Juden & Goys. Die Juden verfassen Briefe, die Goys beschmieren Synagogen.

      Sarrazin war zu voreilig. Deutschland schafft erst die Juden ab – und danach sich selbst (zwar nicht aus Reue, aber letztlich verdientermaßen).

      (P.S.: Eine vergleichbare antipalästinensische “Klagemauer” hätte die starke Faust des Gesetzes aus Rücksicht auf die muslimischen Mitbürger Kölns schon längst von der Domplatte gefegt.)

  21. Dante schreibt:

    Der Staatsanwaltschaft ist es somit egal, dass mein Vertrauen in die Rechtssicherheit erschüttert ist und dass ich mich von Antisemitismus beleidigt fühle.

    Ironischerweise kann man verknackt werden, wenn man jemanden als “Antisemiten” bezeichnet:
    Die erste gerichtliche Instanz entschied, es handele sich um ein Werturteil, bei dem die Grenze zur Schmähkritik überschritten sei, so dass die Klägerin Unterlassung verlangen könne.
    Das Unterlassungsurteil richtete sich gegen Broder, der Evelyn Hecht-Galinski scharf kritisiert hatte.

    Dabei ist das Wort an sich kein negatives Werturteil (bzw. diese Einschätzung impliziert den Grundkonsens, dass “Antisemitismus” etwas moralisch Verwerfliches ist). Es ist genau genommen ein Euphemismus, den Judenhasser als Selbstbezeichnung benutzt haben. “Judeophobie” ist vielleicht passender, drückt das Wort den irrationalen Charakter aus.

    • Yael schreibt:

      Ich wiederhole es auch hier noch einmal

      Eine Phobie ist ja eine Erkrankung, die daraus resuliert, dass man Angst vor etwas hat und die man heilen kann. Ich finde, dass bei Judenhass nicht passend ist, denn Judenhass ist keine konkrete Angst vor etwas oder jemanden und er ist nicht heilbar, da der gemeine Judenhasser für Argumente nicht zugänglich ist. Man kann antisemitische Äußerungen oder Klischees von sich geben ohne das dieser ideologisch gefestigt ist, beim Antisemiten an sich ist er es aber.

      • Malte S. Sembten schreibt:

        Griechisch “phobein” heißt fürchten, aber auch hassen. Man hasst ja auch in aller Regel, was man fürchtet.

        Eine “Phobie” ist also Angst & Hass zugleich, oder je nach Ausprägung eines von beiden.

        Ich glaube aber nicht, dass es heute eine Angst vor Juden gibt. Das war vielleicht teilweise im abendländischen Mittelalter so. Seit Beginn der Neuzeit gibt es nur den Hass gegen Juden. Gleiches gilt in Bezug auf Israel. Auch die Palästinenser fürchten Israel nicht, das ist nur Hass, gespeist aus dem Koran und von der Hamas.

        Auch Walter Herrmann hat ganz bestimmt keine Angst vor Juden. Das beweist er jeden Tag auf der Kölner Domplatte.

      • Dante schreibt:

        Eine Phobie ist ja eine Erkrankung, die daraus resuliert, dass man Angst vor etwas hat und die man heilen kann.

        Man kann Phobien lindern, desensibilisieren, aber nicht wirklich heilen. Im Übrigen gibt es ds Wort nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Sozialwissenschaft, und bedeutet es einfach eine Abneigung gegen den Gegenstand der Phobie (man spricht ja auch von Islamophobie).
        Und genau das, in dem Fall gegenüber Juden (und keinesfalls gegenüber Sprechern semitischer Sprachen) ist mit “Antisemitismus” gemeint.
        Ich frage mich manchmal, warum man so etwas Asoziales wie Judenhass überhaupt mit einem Fremdwort adeln sollte.

        • Malte S. Sembten schreibt:

          @ Dante:

          Würde “Islamophobie” als bloße “Abneigung” gegen den Islam definiert, wäre ja alles in Butter.

          Doch wurde der Kampfbegriff der “Islamophobie” durchaus in medizinischem Sinne von Ajatollah Chomenei erfunden, um Gegner der Islamisierung des Irans zu pathologisieren, indem er ihnen eine krankhafte Hass-Furcht gegenüber dem Islam diagnostizierte.

          Direkt zu ihrem Kommentar: bedeutet “Antisemitismus” nun “Abneigung gegen Juden”, wie Sie schreiben, oder “Hass gegen Juden” – wie Sie ebenfalls schreiben?

          • Dante schreibt:

            Direkt zu ihrem Kommentar: bedeutet „Antisemitismus“ nun „Abneigung gegen Juden“, wie Sie schreiben, oder „Hass gegen Juden“ – wie Sie ebenfalls schreiben?
            Beides. Ein “Antisemit” ist nicht erst jemand, der allen Juden nach dem Leben trachtet, und es gibt verschiedene Abstufungen.
            In jedem Fall aber handelt es sich um die Ablehung der Juden als Volk bzw. einzelner Juden als Angehörige eines Volkes (“Rasse”), nicht um die Ablehung des jüdischen Glaubens, die als Antijudaismus bezeichnet wird. Letzterer ist übrigens nicht besser (als Christ würde ich ihn als unchristlich bezeichnen), aber eben anders als “Antisemitismus”.

          • Dante schreibt:

            Nachtrag: Der Satz
            als Christ würde ich ihn als unchristlich bezeichnen
            ist missverständlich: Ich meine nicht, dass ich Antijudaismus als unchristlich bezeichnete, wenn ich Christ wäre, sondern, dass ich als Christ ihn für unchristlich halte d.h. der Meinung bin, dass judenhassende Christen keine sind.

      • Yael schreibt:

        Ich bleibe dabei: Ich habe Bauchschmerzen mit diesem Wort. Denn eine Phobie ist eine Krankheit, für die keiner etwas kann. Und Antisemiten können sehr wohl etwas dafür. Für mich impliziert es eine Entschuldigung. Und wenn Ihnen der Begriff nicht gefällt, nehmen Sie einfach die Übersetzung: Judenhass.

        “Würde „Islamophobie“ als bloße „Abneigung“ gegen den Islam definiert, wäre ja alles in Butter.

        Doch wurde der Kampfbegriff der „Islamophobie“ durchaus in medizinischem Sinne von Ajatollah Chomenei erfunden, um Gegner der Islamisierung des Irans zu pathologisieren, indem er ihnen eine krankhafte Hass-Furcht gegenüber dem Islam diagnostizierte.”

        Ich lehne die gleichsetzung mit einer “Islamophobie” auch ab. Es ist ein Kampfbegriff für pol. Zwecke.

        • Dante schreibt:

          Ich bleibe dabei: Ich habe Bauchschmerzen mit diesem Wort. Denn eine Phobie ist eine Krankheit, für die keiner etwas kann.

          Das Wort “Phobie” ist ein Teekesselchen. In der Medizin bezeichnet es eine unbegründete Angst, in den Sozialwissenschaften eine starke Abneigung z.B. gegen bestimmte Gruppen (vergl. “Xenophobie”).
          Auch diese “Phobien” werden erlernt, man wird ja nicht z.B. xenophob geboren, allerdings beschließt man auch nicht irgendwann aus heiterem Himmel, xenophob zu werden. Normalerweise wird man es deshalb, weil man von Menschen, die man bewundert und zu denen man gehören will, solche Klischees übernimmt.
          In Einzelfällen kann Xenophobie auch durch die Verallgemeinerung negativer Erfahrung mit Ausländern entstehen.
          In diesem Zusammenhang bildet Judenfeindlichkeit eine absolute Ausnahme, denn die meisten Judenhasser haben vermutlich noch nie wissentlich einen Juden gesehen, geschweige denn dass sie jemals schlechte Erfahrungen mit einem von ihnen gemacht haben.
          Mit einer Phobie im medizinischen Sinne hat Judenfeindlichkeit also manches gemeinsam: Es ist eine vollkommen unbegründete Abneigung bzw. die “Begründungen” sind völlig aus der Luft gegriffen. Sie scheint auch tatsächlich etwas mit Angst zu tun haben, denn den Juden wird bekanntlich unterstellt, über sehr viel Macht zu verfügen. Vielleicht kennen Sie den Witz vom Rabbi, der in den 1930er Jahren ein Gemeindeglied zur Rede stellt, weil das immer Völkischer Beobachter und dergleichen liest. Der antwortet: “In unseren Zeitungen steht immer drin, dass Juden verfolgt werden. Das macht mich traurig. Im Völkischen Beobachter dagegen steht, die Juden beherrschen die ganze Welt. Freu’ ich mich doch.”

          In diesem Artikel steht eine Menge über Wesen und Geschichte des Judenhasses von der heidnischen Antike bis heute:
          http://www.zionism-israel.com/his/judeophobia.htm

  22. Bendolino schreibt:

    Sollte ich demnächst mal in Köln weilen(wo ich leider nur selten bin) werde ich die Ausstellung mit dem Hammer abräumen, dann wird sich der Staatsanwalt sicher für mich interessieren, was ich in gespannter Aufmerksamkeit erwarten werde.
    El Aleman

  23. TN schreibt:

    Finde die Machenschaften von Herrmann auch widerwärtig, aber ich persönlich (kein Jude, aber in nahezu allen Belangen pro-Israel) würde hier eine eher angelsächsische Auslegung von Meinungsfreiheit bevorzugen.

    Klar, wir Deutschen haben eine andere historische Konstellation, aber solche Rechtsschritte haben meiner Meinung nach nur wieder den Effekt, dass Leute wie Herrmann von einer ‘Israel-Lobby’ schwadronieren, die gegen eben jene (Meinungsfreiheit) aktiv vorgeht, um ‘unliebsame Wahrheiten’ zu unterdrücken.

    Im Endeffekt macht man Idioten wie Herrmann damit zu ‘Märtyrern’ an der Sache und bestärkt dabei deren krudes Selbstverständnis, ’sich tapfer gegen den Mainstream’ zu stellen. Was man stattdessen machen sollte ist, den Schwachkopf einfach zu ignorieren.

    Was ich für ungleich gefährlicher erachte, ist die subtile, ‘israel-kritische’ Dauerbefeuerung durch unserer Leitmedien (von der SZ bis zu den Tagesthemen) – denn während man bei Herrmann noch von einer wie immer abstrusen ‘Privatmeinung’ sprechen kann, die unter den Schutz der Meinungsfreiheit fällt, so gilt letztere ja als ‘objektiv’ und ‘ausgewogen’ und ist in der öffentlichen Wahrnehmung ja überhaupt keine Meinung mehr, sondern ‘Wahrheit’.

    • andreh schreibt:

      sehr guter kommentar.

      die anti-jüdische/israelische und anti-amerikanische haltung der leitmedien (teils gebührenfinanziert) lassen mich nahezu täglich erschaudern. da wird dem leser/zuschauer eine “wahrheit” verkauft, die die meisten leider auch genau so annehmen.

      ein höhepunkt dieser entwicklung war für mich die berichterstattung zur tötung von bin laden.

    • Danny Wilde schreibt:

      @TN, @andreh,

      sehr interessanter Aspekt.

      Das Problem mit diesem intellektuellen Nichts “Herrmann” (O.T.: doitscher geht ein Name ja wohl kaum noch…) ist aber gerade nicht sein Wirken vor dem Hintergrund unserer Meinungsfreiheit, sondern vor dem Hintergrund seiner Rezeption: Es sind gerade die sehr feinen Unterschiede von Darstellung und Rezeption, die diese ganze Nummer zum Skandal machen.

      Rasierte ich mir eine Glatze und betriebe exakt denselben Stand wie er, so fiele der Focus der Wahrnehmung sofort auf meine Judenhetze! Ein Nazi! Ein echter gar! Denn die Juden, die sind natürlich gut und lieb und schützenswert, solange man als guterr Doitscherr hoite ihre damalige Vernichtung bedauern kann. Deshalb sähe man, stünde z.B. ich mit Glatze hinter des Herrmanns Stand, den Jud’ als Opfer meiner Hetze.

      Das wäre Verhöhnung, Verächtlichmachung, und interessanterweise ja auch: Rassismus.

      Aber es steht nunmal keine offensichtliche Nazi-Glatze dort. Sondern ein langhaariger, klar Linker, im realen Leben Gescheiterter. Der seine kostbare von der Allgemeinheit bezahlte Zeit für eine ihm offenbar unentbehrlich gewordene, wichtige Sache opfert. Ja, sich sogar bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit den heute Schwachen und Ausgebeuteten widmet: den vom heute MÄCHTIGEN und BÖSEN Jud’ ausgesaugten Opfern! So wird aus der Judenhatz – zack! – ein edles Ansinnen.

      Und das dankenswerterweise gar auf dem Boden des Grundgesetzes, da der doitsche Herrmann bei seiner antisemitischen Hetze zwar von Nazis entlehnte Stereotypen und Symbole verwendet, aber halt nicht das wichtigste Erkennungsmerkmal des Jud’: die Hakennase!!

      Diese Einstellung der zuständigen Kölner Staatsanwaltschaft, die als pure Meinung bereits ein Skandal wäre, ist aber offizieller Anzeigen-Einstellungsgrund. Schriftlich. Weil der Jud’ sich – mangels Hakennase – ja gar nicht als Diskriminierter empfinden kann! Sagt der doitsche Staatsanwalt. Und jetzt ja, sinngemäß, erneut.

      Und das ist offenbar auch Common Sense, sonst wäre der Gerd Buurmann nicht ein solch einsamer Rufer!!!!

      Dies ist der Grund, warum der Herrmann vor dem Kölner Dom – und ich betone, als ex-kölscher Jung: vor MEINEM Kölner Dom – seit Jahr und Tag dort stehen kann, ohne seit Jahr und Tag von rechtschaffen empörten Bürgern zu Rede gestellt oder zumindest vom Platz gedroschen zu werden (Disclaimer: ICH BIN NICHT BUURMANN!! ICH SCHREIBE SO, WEGEN DER MEINUNGSFREIHEIT UND SO!!), jeden Tag, bis er sich mit seinen Pappen ein sein Loch verzöge und sich mit ihnen allein vergnügte.

      Aber so ist das eben nicht. Denn der darf das ja. Und niemand unternimmt ernsthaft was dagegen.

      Wir, sagen wir mal: als Israelfreunde, wurscht ob jüdisch oder nicht, betrieben wir eine ähnlich einseitige Klagemauer über die realen Schrecken, die Hamas und Co. unter Palästinensern verbreiten, dann wären wir – wetten? – sehr schnell weg.

      Nein, je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger kann man die ganze Sache british-cool betrachten.

      Und die Medien? Nichts. The big silence.

      Je mehr der Buurmann bohrt, und je weniger Erfolg er damit hat, zu einer desto ehrlicheren und wahrhaftigeren Installation über den status quo unserer freiheitlich-demokratischen Republik mutiert dieser hasserfüllte Herrmann.

      Auf eine höchst unerwartete Weise hält er uns den Spiegel vor.

      Weshalb ich ebenfalls dem Staatsanwalt schreibe, obwohl ich kein Jude bin. Nein, weil.

      • Eliyah schreibt:

        sag’ ich doch. Erinnert mich an einen anderen Spruch aus dem linken Spektrum: “Wenn Unrecht zu recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.” Ich bin für eine gewaltsame Entfernung der “Klagemauer” auf dem Domplatz. Wer hilft mit?

  24. Dieter Müller schreibt:

    Habe den Brief abgesendet und noch etwas verschärft, da meiner Meinung nach die Begründung der Staatsanwaltschaft eine Verfolgung wegen Volksverhetzung unmöglich macht und somit einen Freibrief für Neonazis darstellt. Möchte auch gerne wissen welcher Gesinnung dieser Staatsanwalt ist, es würde mich nicht wundern, wenn er in einer rechtsextremen Studentenverbindung Mitglied ist oder gewesen ist.

  25. Alex schreibt:

    Lieber Gerd,
    sehr gerne unterschreibe ich diesen Brief. Bitte lass mich wissen, wo ich den Brief senden soll. Sollte man nicht weitere Schritte ueberlegen die vielleicht mehr negative Presse Verbreiten und damit ein Handeln erzwingen? Gerne koennen wir uns diesbezueglich zusammen schliessen. Viele gruesse, Alex

  26. Joram schreibt:

    Es tut mir leid, aber ich sehe es nicht, dass ich als Jude mit dem deutschen Mist aufzuräumen habe. Das sollen bitte die Deutschen ihre Psychischkranken selber behandeln. Juden haben die Psychoanalyse erfunden. Aber sie anzuwenden überlassen wir hier den Deutschen. Hätten die Deutschen WIRKLICH das gewollt, wäre der Idiot längst ruhig gestellt. Aber wenn man ihn mit Preisen überschüttet und als Friedenkämpfer lobt, dann hat man auch die entsprechende Ergebnisse. Nihil novi sub sole. Das alles gab es schon in Deutschland. Im letzten Jh.

    • Dante schreibt:

      Hier versucht ja gerade (und zwar seit Langem) ein m.W. nichtjüdischer Deutscher, gegen diese “Klagemauer” anzugehen. Leider ist die Kölner Staatsanwaltschaft mit Leuten besetzt, die eine antijüdische Hetze sehen – sehen wollen wie ich denke.

    • Yael schreibt:

      Ich kann verstehen was du meinst, aber und das ist eben sehr wichtig: Hier haben wir Nichtjuden, die sich sehr engagieren und gerade deshalb, weil das keine Selbstverständlichkeit ist, müssen wir sie unterstützen.
      Wir leben hier in Deutschland und müssen uns auch engagieren, mit Unterstützung durch viele Nichtjuden. In erster Linie betrifft es ja uns und wenn wir es auch nur schaffen, den Focus weiter auf diesen meschuggenen Judenhasser Hermann zu lenken, ist das schon viel und irgendwann, wenn der öffentliche Druck zu stark ist, wird sich auch etwas tun. Nur ohne öffentlichen Druck passiert gar nichts.

    • Jardinera schreibt:

      Zum Glück fühle ich mich mental-moralisch soweit gefestigt, dass ein einzelner armer Irrer meine Stimmungslage gegenüber jüdischen Bürgern nicht verschlechtert.
      Was mich bei diesen ganzen Juden-gegen-Deutsche-Diskussionen jedoch immer wieder verblüfft ist, dass der Eindruck entsteht (entstehen soll?), JUDE sei das Gegenteil von DEUTSCH. Ist nicht viel eher Jude das Gegenteil von Christ? Und Israeli das Gegenteil von Deutscher? Es gibt schließlich durchaus Menschen, die sowohl Jude als auch deutsch sind; wo sollen die sich in dieser Diskussion wiederfinden: bei den Deutschen, die sich um ihre Idioten (dass es sich in Köln um einen handelt, steht außer Frage) mal schön selber kümmern sollen, oder bei den angegriffenen Juden?
      Wäre nicht schon ein großer Schritt in die richtige Richtung getan, wenn sich Juden und Deutsche nicht ständig als Gegenteil begriffen?

      • Malte S. Sembten schreibt:

        Das “Gegenteil” von Christus ist der Antichrist. Das Gegenteil von Christen sind vielleicht Satanisten – Juden eher nicht.

        Natürlich ist es albern, jüdisch und deutsch als Widerparts zu begreifen – allein schon deshalb, weil das erste eine Religionszugehörigkeit ist, das zweite hingegen eine Staatszugehörigkeit. Propagiert, wenn auch nicht erfunden, haben diesen vermeintlichen Gegensatz die Nazis.

        • Yael schreibt:

          Jüdisch sein ist weit mehr als eine Religionsgemeinschaft: Nämich auch und vor allem ein Volk. Jüdisch und Deutsch ist natürlich erst einmal kein Gegensatz. Jeder definiert sich anders. Jedoch gibt es Juden, die sich nicht als deutsch identifizieren, nicht nur weil die Mehrheit aus der ehem. GUS kommt, sondern wegen der dt. Geschichte.

      • Dante schreibt:

        Ihre Formulierung ist etwas unglücklich: “Jude” ist natürlich weder das Gegenteil von “Deutscher” noch von “Christ” auch wenn sich Juden als Gruppe oft als beides verstehen: Als Religionsgemeinschaft und als Volk.
        Paulus von Tarsus z.B. war Christ, ohne je aufzuhören, Jude zu sein.
        Jakob Wassermann z.B. schrieb 1912: “Ich bin Deutscher und ich bin Jude, eines so sehr und so völlig wie das Andere, keines ist vom Anderen zu lösen.”

    • A.mOr schreibt:

      Joram hat recht.
      Ich finde, er schreibt im Sinne vom Rambam, daß die Deutschen die Mittel (bekommen) haben sich selbst zu helfen und es dann auch tun sollen (sie entscheiden selbst). Auch haben sie mit ihrer Geschichte sich zum „schlimmsten Freund“ der Juden gemacht, den es bis dahin gab.
      Sie haben Verantwortung übernommen, sie sollen sie tragen.
      Ich bin uneingeschränkt auch dieser Meinung, neben Joram.

      Aber Yael hat auch recht.
      Es gibt nichtjüdische Deutsche, die sich gegen diesen allseits mit Gleichgültigkeit (und wir kennen das schon) aber auch offener Zustimmung (wir kennen auch das) getragenen Antisemitismus wehren, die sich engagieren, und das schätzen auch wir. Sie tun das und gehen dabei ein erhebliches Risiko ein, welches sie so nicht hätten, wären sie einfach „mucksmäuschenstill“.

      Jude oder Nichtjude, zusammen sollen wir gegen die Menschenfeindschaft kämpfen, mit bescheidenen Mitteln oder auch in groß angelegten Aktionen.
      Und grundsätzlich geht es um eine Absichtshaltung, es gibt ein „nein“ oder „ja“ zu folgender Frage: „Hasse ich Menschen?“

      Wir haben jüdische Antisemiten, und wir haben „germanische“ Freunde der Juden.
      Es gibt eben nicht einfach Juden gegen den Rest der Welt, aber Antisemitismus ist die Feindschaft gegen Juden allein.

      Ich verstehe Joram und Yael, und ich bedanke mich bei tapferimnirgendwo für sein Engagement.
      (und das trotz dem Risiko, dafür erheblich angegriffen zu werden. Erst vor etwa einem Monat [?] wurde ihm entsprechend mit Gewalt gedroht…)
      Ich versuche, so wie ich es vermag, Antisemitismus durch Aufklärung und freundliche Haltung aufzulösen, aber das ist nicht leicht in einem Land, in dem die „freie Qualitätspresse/Massenmedien“ dem deutschen Volk schlimme Verleumdungen (Unterstellungen/Absichtsverklärungen) über das jüdische Volk und den Staat Israel berichten.
      Nicht offen, bzw für jeden sofort erkennbar, aber für jeden erkennbar, der etwas von Juden und Israel versteht.

      Die Deutschen werden von ihren Medien (es gibt nur wenige Ausnahmen von verhältnismäßig geringer Relevanz, aber, gut, auch das ist Relevanz und wird gesehen) hinter das Licht geführt und auf eine weniger offene aber letztlich genauso niederträchtige Weise zu Antisemiten „erzogen“, so wie es zB die Hamas oder Fatach tun, aber auch andere Organisationen und Regierungen muslimischer Länder (zB), die ihre Kinder bereits zu Judenhassern erziehen.

      Das ist abscheulich, und die Deutschen verstehen das auch (wenn es ihnen bekannt ist), aber sie können nicht glauben (auch das verstehe ich), daß ihre „Qualitätsmedien“ sie belügen und manipulieren. Es ist auch kaum vorstellbar, es widerspricht dem, was wir in der Schule lernen über die Demokratie und dem Drumherum, aber, leider, das ist was geschieht.

      Dank deutscher Medien (ua) glauben einige Deutsche, daß Israel ein Staat sei, wie der eines Ghaddafi (zB), eine Diktatur, ein Militärregime, ja, sie wissen es nicht besser!
      Sie wissen nicht, daß die Demokraten, die tatsächlichen Demokraten von Deutschland lieber in Israel leben würden, denn dort ist die Demokratie so gut ausgebildet (und das hat ganz definitiv mit jüdischer Tradition, Sitte, Selbstverständnis, Geschichte, Mentalität…zu tun) wie sonst in kaum einem Land, und Deutschland kann sich dort einiges zu seinem eigenen Besser abschauen.
      Deutschland? Sagen wir lieber: die Deutschen, die deutschen Menschen; viele von ihnen sind unzufrieden in Deutschland.

      Wir können nur hoffen, daß möglichst viele Deutsche, zB hier bei tapferimnirgendwo, mitlesen, aber die meisten Menschen werden sich etwas suchen, was ihren Interessen eher entspricht.

      Die meisten Deutschen interessieren sich nicht für Juden, sie erinnern sich „dunkel“ daran, daß sie in der Schule etwas über den Holocaust/zweiter Weltkrieg lernten das ist alles.
      Und das ist, trotz allem, ersteinmal nicht schlimm.
      Aber es ist schlimm, wenn die Deutschen nach der Schule von den Nachrichten hören, daß der Israeli wieder einmal „sehr böse“ war, und der „arme Palästinenser“ überhaupt nichts dafür kann, und so „schrecklich leiden“ muß, weil Israel „einfach so“ ganz „schlimme“ Dinge tut.

      Ich habe neulich einen alten Artikel gefunden in einem blog eines „israelfreundlichen“ Betreibers.
      Wenn manche Menschen, die nicht verstehen können, wovon ich hier schreibe, etwas auf eine „tragisch-witzige“ Weise dazulernen wollen, es mag weiterhelfen.
      Sicher haben schon einige davon gehört: „Egal, was Israel tut, sie sind schuld!“
      Natürlich denken viele Deutsche, daß das „Quatsch sei, nur Gelaber. Da kann man uns ja viel erzählen!“

      Seht euch die Schlagzeile an, die ich dazu setze:

      „Israelische Soldaten sind Faschisten, weil sie nicht die Frauen des ‘Feindes’ vergewaltigen!“

      Nein, ihr glaubt mir das nicht. Ja, ich verstehe euch.
      Gut, dann lest diesen Beitrag.

      Dies sei ersteinmal ein kleiner Beitrag auf dieser Seite.

      Gesegnet seien alle Menschen wohlmeinenden Herzens! Gesegnet sei das Leben, die Gesundheit und die Freude derer, die anderen Menschen solches frei (von ihrem Herzen) wünschen.

      • A.mOr schreibt:

        Tembel!
        Habe mich beim link vertan.
        Nun also auf Nummer Sicher:
        http://lizaswelt.blogspot.com/2007/12/vergewaltigungssoziologie.html

      • A.mOr schreibt:

        Zur Schlagzeile (ich sollte mehr schlafen!), es heißt nicht “Faschisten” sondern “Rassisten”.

      • Dante schreibt:

        Gesegnet seien alle Menschen wohlmeinenden Herzens! Gesegnet sei das Leben, die Gesundheit und die Freude derer, die anderen Menschen solches frei (von ihrem Herzen) wünschen.

        Danke für den Segen. :-)

        • A.mOr schreibt:

          Es ist für eine gute Sache, und ich „empfehle“ also wünsche es gerne.
          Jedoch, wem’s gebührt, wer’s empfängt,
          das ist nicht in meiner Macht es zu entscheiden.
          Es wird gesagt:
          die Wege des Genannten sind unergründlich… ;)

      • Dante schreibt:

        „Israelische Soldaten sind Rassisten, weil sie nicht die Frauen des ‘Feindes’ vergewaltigen!“

        Ich habe erst gedacht, das wäre ein Witz oder ich hätte mich verlesen. Aber nein, zu dieser Einschätzung gelangt die israelische Soziologin Tal Nitzan in ihrer Magisterarbeit an der Hebräischen Universität in Jerusalem.
        Ich habe nie etwas derartiges gehört oder gelesen. Wie kommt man eigentlich auf eine derart skurrile These?

        • A.mOr schreibt:

          Nicht nur “die Wege des Genannten” sind unergründlich.
          Und manchem in Israel, so kann man vernehmen, ist die Sonne unerbittlich…
          Auf hohem Berge und in tief(gründiger) Tal.

        • Silke schreibt:

          ich glaube, indem man Soziologie studiert …

          Wobei ich um der PC Genüge zu tun, gleich hinzufügen muß, daß ich eine begeisterte Hörerin von “Thinking Allowed” (BBC) bin, eine Sendung, in der die neuesten Studien von Soziologen vorgestellt werden. In aller Regel sind die, die da auflaufen, offensichtlich geistig makellos gesunde Menschen, aber vielleicht liegt’s auch am Moderator, dessen Newsletter eine Perle des Feuilletons wäre, so er dort erscheinen würde.

          http://itunes.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=261548752

        • A.mOr schreibt:

          Danke, übrigens, für’s Richtigstellen “meiner” Schlagzeile ;)

        • A.mOr schreibt:

          Silke, übrigens, und hupps, ich wollte der schlauen Tal gewiß nicht unterstellen, daß sie geistig ungesund sei. Ich habe eher den Eindruck, daß die Frau über einen unschlagbaren Humor verfügt, und damit auch der Uni zu Jerusalem ein Schnäppchen schlug. Aber auch das soll keine Unterstellung sein, ist nur so ein Gedanke…
          Andere Gedanken (sie fliegen vorbei), dafür erbitte ich mir Verständnis, lasse ich lieber aus.

        • A.mOr schreibt:

          Scusi, das ist nicht “Schnäppchen” sondern “Schnippchen”?

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