Und wieder werde ich verklagt!

Vor ein paar Tagen fand ich diese Einladung in meinem Briefkasten:

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Wenn ich solche polizeilichen Einladungen erhalte, schaue ich immer erst auf meinem Blog nach, um zu schauen, ob dort irgendetwas steht, von dem sich eventuell irgendjemand beleidigt fühlen könnte. Ich fand nichts.

“Oh mein Gott,” dachte ich, “denk nach Gerd, wo warst Du am 1. August 2014 gegen Mittag? Erinnere Dich! Du warst doch nüchtern, oder?”

Mir fiel nicht ein, was ich an diesem Tag verwerfliches gemacht haben könnte und hatte daher keine Ahnung, was mich heute erwarten würde. Die letzten Tage waren ein wenig wie Adventszeit für mich. Ich war richtig gespannt darauf, wer mich diesmal verklagen will. Der Knechtel allein gegen die Rothschilds? Der Rentner mit den lustigen Vergleichen? Heute war ich bei der Polizei. Es war fast so schön wie Weihnachten! Eine wahre Bescherung!

Der Mann, der sich beleidigt fühlt und eine Anzeige erstattet hat, ist, Überraschung: Klaus Franke. Ho! Ho! Ho!

Der Grund für seine Anzeige ist folgender Kommentar, den ich unter meinem Artikel “Hamas schießt auf Kinder” verfasst hatte, nachdem Klaus Franke als “Nikolaus” (ja, er nennt sich Nikolaus) wieder einmal meinen Kommentarbereich mit seinen diversen Einlassungen zugemüllt hatte:

“Vielleicht sollten wir diesen Kommentarbereich hier mal als private Klagemauer nutzen. Ich fang an:

“Ist Klaus Franke noch zu retten?”

“Hitler war damals, Franke ist heute!”

“Franke übt am Kölner Dom den Judenpogrom”

Ich glaub, das drucke ich auf gelbe Pappe und stell mich vor den Dom!”

Klaus Franke hat Anzeige erstattet, weil ihn besonders der Vergleich mit Hitler schmerzt, wie er in seiner Anzeige betont. Seine Eltern hätten schwer im Zweiten Weltkrieg gelitten und seine Mutter sei in den letzten Jahres des Krieges gestorben. Nicht selten führt Klaus Franke Dokumente in alten Stofftaschen mit sich herum, die das Leben seiner Eltern dokumentieren sollen. Er fühlt sich von mir beleidigt!

Lieber Klaus Franke,

ich glaube, so langsam kommen Sie meiner Sache näher. Ich habe das Gefühl, es dauert nicht mehr lange und Sie sehen selber ein, warum Walter Herrmanns Installation vor dem Kölner Dom, die Sie so vehement unterstützen, als eine “Botschaft des Hasses” bezeichnet wird. Sie sind nur noch eine Ecke von meiner Kritik entfernt! Kommen Sie näher!

Lieber Klaus Franke,

Ich habe lediglich die Parolen genommen, die an der von Ihnen unterstützen Installation vor dem Köln Dom regelmäßig präsentiert werden. Ich habe nur das Wort “Israel” durch Ihren Namen ersetzt und den Inhalt ein wenig angepasst. Folgende Parolen posaunt die von Ihnen unterstützte Installation in die Welt:

“Ist Israel noch zu retten?”

“Hitler ist Vergangenheit, aber Israel ist Gegenwart”

“Israel probt im Gaza den Völkermord”

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Lieber Klaus Franke,

muss ich Ihnen wirklich das satirische Stilmittel erklären, das ich hier angewendet habe? Man sagt, jeder Sechsjährige kapiere das. Also, passen Sie auf.

Durch den Austausch der Worte mache ich auf die radikale Falschheit der Behauptungen der Installation vor dem Kölner Dom aufmerksam. Mein Kommentar ist wie das Titanic-Cover mit der Schlagzeile: “Schrecklicher Verdacht: War Hitler Antisemit?” Natürlich leugnet die Titanic nicht, dass Hitler Juden gehasst hat. Das Cover entstand jedoch in einer Zeit, in der viele Journalisten und Intellektuelle in Deutschland die ungeheuerlichsten Dinge über Juden und Israel äußerten und dennoch die Bezeichnung der eigenen Aussagen als antisemitisch mit größter Empörung von sich wiesen. Die Titanic überspitze und machte deutlich! Meine Statements sind lediglich eine Entlarvung Ihres beleidigenden Verhaltens und eine Kritik daran.

Wenn Sie sich wirklich beleidigt fühlen, dann halten Sie dieses Gefühl kurz fest und denken Sie in dieser Emotion einmal an all die Juden und Israelis, die sich den ständigen Vergleichen der von Ihnen unterstützen Installation mit Hitler und dem Völkermord ausgesetzt sehen. Wie, glauben Sie, fühlt sich ein Israeli, der ein Überlebender des Holocaust sein kann oder sein Sohn, wenn er und das Land, das ihm und vielen anderen Überlebenden des Holocausts eine Heimat gewährt, mit Hitler verglichen wird? Wie mag es sich für ihn anfühlen, wenn die Installation, die Sie unterstützen, den Holocaust relativiert und verharmlost? Ich sage es Ihnen: Er wird sich mindestens so beleidigt fühlen, wie Sie und im Gegensatz zu Ihnen mit Recht!

Täglich beleidigen Sie das Andenken von Opfern des Nationalsozialismus. Wenn Sie jemanden anzeigen müssen, dann sich selbst!

Aber im Grunde haben Sie diese Selbstanzeige schon verfasst, denn sollte die Staatsanwaltschaft in Köln auch nur eine Sekunde daran denken, mich wegen Beleidigung zu verurteilen, dann wäre das das Ende der Installation vor dem Kölner Dom, da sie eine wahre Beleidigung ist und nicht eine Kritik an eine Beleidigung wie mein Kommentar.

Allerdings ist der Kölner Staatsanwaltschaft einiges zuzutrauen, denn ihr Urteil über eine Karikatur, die deshalb von der Kölner Staatsanwaltschaft als nicht antisemitisch und nicht volksverhetzend eingestuft wurde, weil der dargestellte ritualmordende, Kinder fressende und Blut trinkende Jude keine Krummnase hatte, ist in die Geschichte der abenteuerlichsten Begründungen der jüngeren deutschen Rechtsgeschichte eingegangen.

Mal schauen, wie es weiter geht mit der Klage.

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179 Antworten zu Und wieder werde ich verklagt!

  1. Pingback: Antisemitische Endlosschleife – Lizas Welt

  2. Martin schreibt:

    Facebookseite der “Kölner Klagemauer” vom 29.7.2014: ” Während die Holocaust Eisenbahnwagen rollen schaut Deutschland nicht einfach nur zu ! NEIN !
    Sondern Deutschland schenkt den Mördern auch noch die Eisenbahnwagen und verspricht bedingungslose Unterstützung.

    Der Holocaust findet seit 68 Jahren statt. In diesem Moment während ich diese Zeilen schreibe und in jedem Moment während der illegale Terrorstaat Israel existiert.
    Der Holocaust findet jetzt gerade statt. Und was tust DU ?

    Flyer verteilen ?
    Oder einen Stand mit Informationen in der Fussgängerzone ?
    Mit einem Plakat vor dem Büro des Oberbürgermeister demonstrieren ?
    Alles was Du tust ist besser als nichts zu tun.

    Erhebe deine Stimme gegen den Holocaust in Palästina !
    Deine Stimme zählt !”

    • Aristobulus schreibt:

      Das hat der Walle Haarmann geschrieben, dieses selbstausgesucht irrsinnige Stück DReck, das nicht einmal anständig zählen kann.

    • Kanalratte schreibt:

      Hetze, Israel- und Judenfeindschaft in ihrer puren Ausprägung. Und solche Leute wollen dann noch als “Zionistenkritiker” durchgehen. Genauso dieser Dieudonne wenn er mal wieder den “Falthitler” vor dem jüdischen Museum in Brüssel mit dem Anwalt des Täters macht.

      Andersrum gegen den Islam, wären diese Leute schon längst von der Bildfläche verschwunden, da gebe ich euch Brief und Siegel. Hetze ist nämlich normalerweise nicht erlaubt, es sei denn sie geht gegen USA, Israel oder eben gegen Deutschland.

      Ich stell mich auch mal hin mit nem Schuld “Hamas stopp deinen Völkermord” und “Islam ist Krieg” mal schauen was passiert. Wenn ich Pech habe werde ich von ISIS-Sympathisanten abgestochen, habe ich Glück werde ich von der Polizei abgeführt und bekomme ne dicke Strafe wegen Volksverhetzungen oder so.

      Doppelmoralisten wohin man schaut in diesem Land.

    • Dante schreibt:

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Behauptung in Deutschland nicht strafrechtlich relevant ist. Über eine Einzelperson behauptet wäre das mindestens üble Nachrede, wenn nicht sogar – aufgrund der Offensichtlichkeit der Falschheit der Behauptung – Verleumdung.

      • Aristobulus schreibt:

        Nach der EU-Richtlinie ist es Antisemitismus, Israelis mit Nazis gleichzusetzen. Aber wie strafbar wird der schon sein? :evil:

        Haarmann hat dem Antisemitismus die Krone aufgesetzt, indem er suggeriert, dass die Juden nun den Holocaust veranstalteten. Das ist Leugnung des Holocaust – indem er die Kriegsopfer, die durch israelische Einwirkung starben, so völlig unterschiedslos mit dem Holocaust gleichsetzt, definiert der den Holocaust als klein bemessenen Verteidigungskrieg.

        Das ist sie, des Haarmannes Absicht: Endlich Weißwaschung der Nazis, indem er sagt, die Juden seien die Nazis.

        • Kanalratte schreibt:

          Richtig, es ist sowohl Verharmlosung von den Verbrechen der Nationalsozialisten, als auch eine Verharmlosung der Taten der Nationalsozialisten quasi als “alltägliche bzw. konfliktliche” Angelegenheit.
          Zudem ist es eine indirekte Rechtfertigung für den Völkermord an den Juden durch die Nazis, indem man jetzt sagt dass die Juden quasi jetzt auch Völkermord begehen. Nach dem Motto: Was regen sich die Juden über die Vergangenheit auf, die sind jetzt auch nicht besser.

          Wäre das alles Neu in Deutschland würde man sich sicher noch über den aufflammenden Antisemitismus wundern und sich immer noch die Frage stellen “Wie konnte das damals passieren?”, allerdings ist das Alltag in Deutschland, womit sich dann die Verwunderung deutlich legt und ebenso die Fragen nach der Ursache für den Holocaust spürbar leiser werden.

          Antwort:
          Damals ist das passiert was heute noch ist, nur noch ein Ticken schlimmer und extremer.
          Hitler hat das schon Vorhandene in eine Sekte umgebaut und damit gearbeitet.

  3. olli schreibt:

    HANNOVERANER bekommen empörte Zwischenrufe von SPD und Grünen bei Rede gegen Muslimischen Antisemitismus!

    Friedemann Grabs betonte, dass er sich für die Verbrechen der Nazizeit schäme und alles tun werde, damit so etwas nie wieder von deutschem Boden ausgeht.

    Ebenfalls schäme er sich jedoch dafür, dass gleiches wieder geschieht, indem Moslems ihren Antisemitismus und Judenhass auf deutschem Boden ausleben, ohne dass die Staatsmacht dieses unterbindet.

    Wer in Anbetracht solcher Bilder noch von einer gelungenen Integration redet, habe den Bezug zur Realität völlig verloren und könne nur ideologisch völlig verblendet sein, so Grabs weiter.

    Die Rede wurde, besonders von SPD und Grünen, teils durch empörte Zwischenrufe unterbrochen.

    http://www.die-hannoveraner.org/02-08-2014-abgeordneter-f-grabs-die-hannoveraner-verurteilt-antisemitische-ausfalle-fraktionsvorsitzenden-der-grunen-kotzt-das-an/

    • Dante schreibt:

      Was soll ich sagen? Friedemann Grabs hat Recht, und wenn das islamfeindlich ist, muss ich mich zwangsläufig auch als islamfeindlich bezeichnen. Wer Judenhass verteidigt. ist nicht grün, nicht rot, sondern braun. Gut, dass ich parteilos bin, sonst würde ich so ein Ereignis zum Anlass nehmen, “aus der NDSAP auszutreten”. Die verdutzten Gesichter möchte ich sehen,

    • Kanalratte schreibt:

      Hannoveraner bekommen empörte Zwischenrufe von Antisemiten und Muslimen PUNKT.

  4. gogo schreibt:

    Ich war’s!
    Ich!
    Ich war es!
    Ich hab’s getan!

    Ich wurde nie bombardiert!
    Deshalb meine Hinterhältigkeit … !

    Bevor ihr mich bombardiert, bombardiert doch Leipzig – dort wohne ich nicht!
    Sozialhilfe, die menschlichste aller Hilfen, ergatter ich – auf der Platte vor dem Dom,
    ein Hitlers Jung mit einem Aachener “Preis”.


    Ich bin nicht der Sackarsch mit Brett vor dem Kopf aus Köln (würde ich weiteres schreiben so würde dieses gelöscht werden, aber weil in der Klammern – Fuck You Na’z-Bastard)!

    Nebenthema, Thomas Dolby:

  5. Georg B. Mrozek schreibt:

    Man könnte auch sagen: Links zu bleiben schützt vor Senilität.

    • Dante schreibt:

      Nun, ich muss sagen, ich hatte eignetlich immer schon Ansichten, die man als “links” einstufen kann, ebenso wie aber auch welche, die man eher als “rechts” einstufen würde.

      • Aristobulus schreibt:

        Dann biste höchstwahrscheiniglichst LIBERAL, mein Guter :-)

        • Dante schreibt:

          Als liberal kann ich mich ebenfalls bezeichnen, denn ich sehe nicht ein, dass man einem Individuum über Gebühr, d.h. über das notwendige Maß hinaus, Vorschriften macht.
          Ich habe übrigens große Sympathien für den egalitären Liberalismus von John Rawls, dessen Konzept des “Schleiers des Nichtwissens” als Methode der Beurteilung einer Gesellschaft mich sehr überzeugt.
          Ich neige dazu, anhand eines fiktiven Gefängnis-Experiments darzulegen, dass Gesellschaften nicht gleichwertig sind: Gegeben sei ein “demokratisches” Gefängnis mit strengen Regeln, was den anständigen Umgang mit den Gefangenen betrifft (für die Gefangenen untereinander gelten ebenfalls welche), und ein “totalitäres”, in dem die Schließer freie Hand haben. Daran soll man teilnehmen und weiß nicht, welche Rolle man dabei einimmt. nur ein Idiot oder ein lebensmüder Ultramasochist würde sich für die zweite Version entscheiden.

          • Martin schreibt:

            Hmmm, ne. Warum ich von Rawls Idee nichts halte, ist hier sehr gut dargelegt:
            http://www.feuerbringer-magazin.de/2013/04/18/soziale-gerechtigkeit-ist-keine-gerechtigkeit/

          • Dante schreibt:

            Zweifellos gibt es erhebliche Kritikpunkte an Rawls’ Theorie, wozu übrigens auch die Konzentration auf die soziale Gerechtigkeit gehört, die ich eigentlich gar nicht primär im Blick habe. Auch finde ich es unverständlich, dass Rawls den gegenseitigen Respekt der Proto-Menschen, wie ich sie mal nenen würde, voraussetzt. Respekt vor der Würde eines anderen Menschen, einfach nur weil er ein Mitmensch ist, lässt sich rein rational eigentlich nicht begründen, und mit der Annahme wäre Rawls ‘Schleier des Nichtwissens’ (im folgenden VOI für veil of ignorance) wäre damit eigentlich überflüssig.
            Dessen Stärke liegt aber meines Erachtens darin, das ‘Argument’ auszuhebeln, die Lebenssituation eines anderen, gegenüber einem selbst weniger privilegierten Menschen gehe einen nichts an und es sei sozusagen ebenso legitim, sie wie Objekte zu behandeln wie als Menschen.
            Der Rationalismus endet m.E. spätestens am eigenen Leid. Dies kann man nicht so gleichmütig rational von außen betrachten wie das Leid anderer Menschen. Die Erfahrung bzw. Vorstellung, Schmerzen zu erleiden oder gar absichtlich zugefügt zu bekommen oder die, herabgesetzt und wie der letzte Dreck behandelt zu werden, ist primär, es ist sozusagen die Urknallsingularität, an der alle rationalen Modelle versagen bzw. über die sie nicht hinauskommen. Sprich: Es ist nicht egal.
            Es auch als Rationalist nicht für egal zu halten, wenn anderen Menschen Vergleichbares geschieht (z.B. eine – womöglich noch angeordnete – Gruppenvergewaltigung an einer Frau im Norden Indiens, mit der man selbst ja nicht identisch ist), ist letztlich die Hauptfunktion des VOI. Ich will die Vorstellung von der Gleichwertigkeit verschiedener Gesellschaftsmodelle widerlegen.

        • Dante schreibt:

          Hinzufügen möchte ich, dass ich unter Liberalismus keinesfalls eine Art Kompromiss zwischen “Links-sein” und “Rechts-sein” verstehe. Ein Kompromiss ist oft gar nicht die beste Lösung, man spricht nicht umsonst von einem faulen Kompromiss. Angenommen, mehrere Personen streiten sich um einen Kürbis, wollen aber ganz unterschiedliche Dinge damit anstellen. Ein (Dumm-)Kompromiss würde darin bestehen, den Kürbis einfach gleichmäßig aufzuteilen, aber wenn einer der Beteiligten gerade die Schale haben will, um daraus eine Halloween- Maske zu machen, ist der dadurch schon mal gearscht. Vielleicht will der Eine die Schale, der Andere das Fruchtfleisch und der Dritte die Kerne, und so kann jeder 100% das bekommen, was er wollte.

          • Martin schreibt:

            D’accord… wobei meines Erachtens in der Praxis noch viel häufiger ein schwerer “Kompromißfehler” hinzukommt, bzw. ein “Scheinkompromiß” zustande kommt.
            Mal einfach versinnbildlicht:
            In der Praxis gibts ja oft dieses “Kindergärtnerinnen-Denken”, das in “Scheinkompromissen” endet. Wenn sich zwei Kinder streiten, weil beide den Keks haben wollen oder das Spielzeug, dann trifft man sich halt in der Mitte und jeder kriegt nen halben Keks oder darf nacheinander damit spielen.Das gibts natürlich nicht nur bei Kindergärtnerinnen, sondern ist auch sonst verbreitet (ich assoziiere damit immer Käßmanns und Konsorten).Wenn man nur aufeinander zugeht, kann man mit ein bischen guten Willen jedes Problem lösen und garstige Konfrontation vermeiden.

            Das Problem ist dabei nur folgendes: Von einem Kompromiss zwischen (der Einfachkeit halber) zwei Parteien kann eigentlich nur die Rede sein, wenn beide Parteien von gleichwertig/gleichberechtigten Standpunkten ausgehen.

            Hat nun aber das eine Kind den Keks mitgebracht oder das Spielzeug, dann ist der Standpunkt “Ich will das aber haben!” des anderen Kindes kein gültiger Standpunkt.
            Und das “aufeinander zugehen und teilen” kein gültiger Kompromiß.

          • aurorula a. schreibt:

            Also doch sowohl ausgleichende als aufrechnende Gerechtigkeit?
            (Ausgleichende Gerechtigkeit ist jedem dasselbe, aufrechnende Gerechtigkeit ist jedem nach seinen Möglichkeiten und Bedürfnissen; und bevor ich das jetzt dem falschen Griechen unterjubele sage ich lieber gleich es war entweder Platon oder Aristoteles der das in die Welt gesetzt hat.)
            Sprich, das Kind das mehr Hunger hat bekommt mehr von den Spaghetti, und wenn sie nicht reichen koche ich (wenn möglich) lieber noch welche nach bevor ich Nudeln abzähle. Das Geburtstagskind bekommt ein größeres Stück Kuchen (hat ja jeder mal Geburtstag). Und der Kürbis wird zwischen Lichterschnitzerin und Suppenköchin thematisch geteilt (:

          • Dante schreibt:

            Ich weiß nicht, wie Du das genau meinst. Lass uns darüber weiterdiskutieren, wenn der Krääg vorbei ist, der sich selbst durch Familien zieht. Ich entstamme nämlich einem gut sozialdemokratischen Elternhaus und habe argumentative Gefechte in meiner eigenen Familie. Allfällige Missveständnisse untereinander haben Prio B, wenn überhaupt.

          • Aristobulus schreibt:

            Martin sagte es abstrakter, Aurorula sagte es konkreter: Wer kriegt was?
            Die Frage kann bis zum Krieg führen ;-)

            Vorausgesetzt ist, dass jeder das Ganze haben will, zumindest das größere Stück. Darum das Beispiel von den Kindern, die mehr Spaghetti oder mehr Kuchen haben wollen. Weil es kindlich ist, Nullsummenspiele zu spielen… wenn sie von Erwachsenen gespielt werden, ist es reiner Narzissmus.
            Etwa die Erklärung von Khartoum 1948 (“no peace with Israel, no recognition of Israel, no negotiations with it”) ist zutiefst narzisstisch: Einer will den ganzen Kuchen, aber nicht, weil er grad am Verhungern wäre.
            Die Israelis haben so was nie gemacht. Die wollen bloß nicht verhungern – weswegen das eine Stück vom Kuchen reicht.

            Dir, Dante, wünsch ich eine gute Klärung des Innerfamiliären

          • Dante schreibt:

            Für jemanden, dessen Leben bedroht ist, gibt es keine Regeln oder vielmehr, es ist verständlich, wenn er dagegen verstößt. Was ich über den Kürbis geschrieben habe, ist bekacktmochmal nicht auf Situatioen anwendbar, in denen irgendjemand sich die bekackte Vernichtung des Anderen in seinen bekackten Schädel gesetzt hat.

          • Aristobulus schreibt:

            Dein Kürbisbeispiel (etwas gewendet) wendet sich beim Fall Israel so an:
            Da ist ein großes trockenes Kürbisfeld, darauf wachsen spärlich verhutzelte Kürbisse. Ein paar Kürbisbauern kommen zu ihren Verwandten, die in einer Ecke des Feldes vor sich hin kümmern, bauen da eine Hütte und lassen sich was einfallen, um ihre Familienkürbisse zu düngen und zu pflegen, woraufhin ihre Kinder und Enkel dann sehr gute Kürbisse haben und viel bessere Hütten bauen als jene Anderen, die verstreut in den anderen Ecken des großen Felds hausen, noch immer in Hütten und noch immer mit spärlichen Hutzelkürbissen.

            Die Kürbisse dort wachsen verhutzelter denn je und die Hütten bröckeln, wenngleich die Familienkürbisbauern Hilfe angeboten haben. Die wird jedoch nicht angenommen – statt dessen schleichen welche von drüben rüber, wollen die Familienbauern umbringen, werden daran gehindert, und wieder Angriff, wieder daran gehindert, und immer so weiter.
            So.
            Das ist die Situation, in der sich irgendjemand die bekackte Vernichtung des Anderen in seinen bekackten Schädel gesetzt hat ;-) .
            Woraufhin die Anderen, Hausenden und Bröckelnden immer wieder versuchen, jene umzubringen, die einfach in ihrer Ecke des großen Felds wohnen (längst nicht mehr hausen) und inzwischen gut vom Export ihrer Kürbisse leben, neue züchten, Radieschen und eierlegende Wollmilchsäue erfinden usf., und immer wieder von den Anderen angegriffen werden, die nicht mit ihren Kürbissen und auch mit nichts sonst zurechtkommen. Jedoch die Angegriffenen vernichten nicht einfach den Rest des großen Felds (sonst die Regel dort!), sondern bauen einen Zaun, passen auf und töten wenige der Angreifer, wenngleich die Angreifer nicht ablssen mit dem Rüberschleichen und mit den Versuchen, alle umzubringen.

            Weiter weg jenseits des großen Feldes wohnen nun wieder Andere, die sich Europa und UNO und wie sonst noch nennen. Die schreien nun und fordern, dass die tüchtigen Kürbisbauern alle Kürbisse abgeben und verschwinden sollen, weil die trockene Erde der Anderen und deren allgemeine Unfähigkeit eine Folge der Anwesenheit jener Tüchtigen in der einen kleinen Ecke des großen Felds sei.
            Kann man das verstehen-?
            Nö. Weil das doch Irrsin ist.

            – Ähm! Es sei denn, jene in der kleinen Ecke des Feldes sind Juden. Ah so! Na dann.
            Weswegen in dem Fall keine Rede mehr davon ist, wer welchen Teil des Feldes braucht, oder gar, welchen Teil welcher Kürbisse wer wie und warum. Denn da sind Juuudn in der Ecke, und also setzt der allgemeine Verstand aus.

          • Georg B. Mrozek schreibt:

            Das Kürbisfeld @ Aristobulus, sehr schön geschrieben. Die letzten beiden Sätze weggekürzt, dann ist’s druckreif. Kurz mit Pepp, einfach zu lesen und brillant auf den Punkt gebracht. Wirklich toll!

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Aristobulus
            Ihr Beispiel ist höchst anschaulich, Aristobulus. Dank dafür!
            Zustimmung auch für @Dante und @aurorula a. (in order of appearance).

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Martin: “In der Praxis gibts ja oft dieses “Kindergärtnerinnen-Denken”, das in “Scheinkompromissen” endet.”

            Ihr Kommentar lässt mich umdenken, Martin, b.z.w. erwachen. Bisher glaubte ich, wir lebten im Zeitalter der Pausenclowns. Welch süßer Traum! Tatsächlich leben wir im Zeitalter der KindergärtnerInnen.
            Wollte Gott, es wäre nur die Pest!

  6. Dante schreibt:

    @mike hammer, August 14, 2014 um 4:06 nachmittags
    Danke für den Tipp. Ich habe den Artikel sofort gelesen und bin dann darüber noch auf einen Artikel über BDS-Leute gestoßen, wo ich auch schon auf einige Kommentare zu Antworten mich veranlasst sah.

    • mike hammer schreibt:

      # Dante

      ich bin der anschlepper,
      ich tauch immer mit irgendwelchem kram auf
      der nicht zu 100% hierherpasst, zum artickel meine ich.

      ich weis das es in gute hände kommt, wir sind wenige also müssen wir
      vernezter sein. eines mußt du immer bedenken, die
      BDSis oder andere zivilisationshasser
      kannst du nicht überzeugen
      auch nicht die Hammassholes, der wiederspruch und fertige antworten
      reicht völlig, es gibt von EOZ dazu einige vorträge auf youtube
      und….. Ach du bist selber schlau. bedenke das du
      auf angriffe wie ich sie mache stößt,
      unwirsche polterndbösartig
      persönliche.

      ihre technik ist die dreckschleuder metode und die ist leider wirksam,
      habe noch nichts entdeckt was dem beim “unbedarften”
      otto normalleser als gegengift wirkt.

      https://www.youtube.com/watch?v=3Lncp1VTSqI .

      https://www.youtube.com/watch?v=WPB_lirMw4o .

  7. Paul schreibt:

    OT
    Trotzdem passt es hier her.
    Außerdem ist mir sehr daran gelegen, dass sich diese Nachricht weiter verbreitet.
    Das habe ich gerade auf der “Achse des Guten” unter der Überschrift
    POFIS AM WERK
    gefunden:

    >Die drei besten Überschriften zum Nahostkonflikt

    “Israel droht mit Selbstverteidigung”
    FOCUS, 22.1.2006

    “Gaza-Krieg: Israel erwidert trotz neuer Waffenruhe Beschuss aus Gaza”
    SPON, 13.8.2014

    “Im Gazastreifen haben Israelis und Palästinenser eine Verlängerung der Waffenruhe um fünf Tage vereinbart. Trotzdem reagierte die israelische Luftwaffe auf Geschosse, die im Süden des Landes einschlugen.”
    TAGES-ANZEIGER, 14.8.2014<

    Es ist nicht zu fassen.
    Für mich ergeben sich daraus zwei Fragen:
    Haben diese Qualitätsschurnalisten bei der Arbeit ihr Gehirn ausgeschaltet oder haben sie überhaupt keins?

    Herzlich, der völlig erschütterte Paul

    • Krokodil schreibt:

      Viel schlimmer ist das es kaum einem auffällt.
      Fällt auch keinem auf, das man seit Wochen immer ein und das selbe Bild (aus kaum veränderten Perspektiven) von ZWEI zerstörten Häusern sieht?
      Hier ist es, die Quelle ist hier egal, da Bild begegnet einem wie gesagt bei fast jeder Zeitung.

      http://www.lr-online.de/bilder/detail/cme26366,3161873

      Man beachte hier die Bildunter/ -überschrift.
      Sämtliche dieser Zeitungen zeigen NIE die Auswirkungen von Raketentreffern in Israel, die verschreckten Gesichter der Zivilbevölkerung uswusf.
      Ausnahmsweise wird (zum Beweis das kein Schaden entstand und Israel somit eigentlich keinen Grund hätte zurück zu schiessen) ein Einschlag auf freiem Feld gezeigt, wobei der Fotograf bemüht ist die Gewehre der Sicherheitskräfte bedrohlich in Szene zu setzen.

      (Bin zu faul solch einen Link raus zu suchen)

      Beste Grüsse vom Krokodil, und sei nicht traurig, Aufrichtigkeit siegt. Manchmal eben etwas später.

    • Lhy schreibt:

      Endlich ist es aufgefallen – ich dachte schon, ich wäre die Einzige, welche beim Lesen solcher Stilblüten vom Stuhl kippt.
      Aber in Zeiten des allgemeinen sprachlichen Verfalles ist ja auch oftmals nicht mehr genügend Sprachverständnis vorhanden, um so etwas überhaupt erkennen zu können.
      Qualitätsschwurbelisten sind davon evtl. auch betroffen – im besten Fall. :-)

      • Krokodil schreibt:

        “…ich dachte schon, ich wäre die Einzige, …”

        Hihi, zum Glück werden es immer mehr…

        • aurorula a. schreibt:

          Dieses Jahr wird es wieder schwierig für den geschätzten Bolgbetreiber mit der Vergabe des goldenen Orwells: man kann wirklich nicht sagen er könne sich über zuwenig Auswahl beschweren.
          Gibt es vielleicht irgendwann eine eigene Kategorie ‘Nahost-Berichterstattung’?

      • Dante schreibt:

        Sind Sie, jedenfalls hier. Nicht, weil den anderen das nicht auffiele, sondern weil die meisten hier seit Jahren erfahrene Leser und Kommentatoren dieses Blogs sind und ihnen die Einseitigkeit und das IOB diverser so genannten Qualitätsmedien schon lange ein Dorn im Auge ist.

    • nix00 schreibt:

      Solche Überschriften hätte ich eigentlich beim Postillon vermutet.

    • caruso schreibt:

      Zu viel linkes Denken erweicht das Gehirn. Ich weiß nicht mehr, wer das gesagt hat: “Wer mit 20 kein Linker ist, der hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch Linker ist, hat keinen Verstand.” Ein weiser Spruch. Möglich, daß statt “Linker” “Kommunist” stand, aber das ist
      in dem Fall egal.
      lg
      caruso

      • Dante schreibt:

        Ich habe mich eigentlich immer als links verstanden, durchaus sogar als sozialistisch. Unter Sozialismus verstehe ich persönlich das ökonomische Pendant zum Konzept der Demokratie, es geht um den Abbau von Machtgefälle. Was hülft es jemandem, wenn er zwar ein Parlament wählen kann, in seinen Lebensverhältnissen aber extrem von jemandem abhängig ist, der niemals zur Wahl stehen wird? Dies betrifft übrigens nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch kleine und mittlere Selbständige, die selbst Arbeitgeber sind. Leider gibt es für kleine und mittlere Selbstständige keine Gewerkschaft, aber vielleicht ist dieses Konzept auch nicht besonders effizient.
        Meine Sozialismus-Vorstellung impliziert natürlich, dass ein nicht-demokratischer Siozialismus keiner sein kann, denn da ist die Aufhebung oder vielmehr Abschwächung ökonomischen Machtgefälles durch ein starkes politisches konterkariert.

      • Dante schreibt:

        Wohl überflüssig zu sagen, dass meine Vorstellung vom Sozialismus weder etwas mit dem DDR-Sozialismus noch mit dem zu tun hat, was sich heute so als links bezeichnet. Und wenn eine Judith Butler Hamas einen Teil der globalen Linken nennt, fällt mir die Klappe runter. Wie kann man jemanden, der radikal-religiös und anti-emanzipatorisch eingestellt ist, links nennen? Da ist eher Herr Netanjahu links, auch wenn er das selbst nicht gern hören würde!

      • Dante schreibt:

        Die frühen Zionisten waren übrigens mehrheitlich links.

      • Georg B. Mrozek schreibt:

        “Wer mit 20 kein Linker ist, der hat kein Herz. Wer mit 40 immer noch Linker ist, hat keinen Verstand.”

        Das ist lustig @Caruso aber darin steckt tatsächlich eine tiefe Weisheit (wenngleich die Erklärung, was denn ein Linker überhaupt ist, jetzt mal außen vor gelassen wird). Wer aber als Teenager ein Plakat von Helmut Kohl über sein eigenes Bett aufhängt, der ist zumindest suspekt, darin sind wir uns sicher einig.

        Wenn so jemand es dann aber bis zur Familienministerin schaffen kann, sagt das, neben dem zur eigenen Person, nicht auch etwas über den Zustand der sie berufenen Regierung insbesondere deren Chefin aus?

        Also, wenn schon Linke kloppen, dann auch bitte auf die linken Gehirnhälften aller seltsamen Personen.

        • Georg B. Mrozek schreibt:

          Ups, tschuldigung, der Kommentar ist verrutscht, sollte als Nachsatz heißen @Caruso: Links bleiben schützt vor Senilität.

          • Aristobulus schreibt:

            Warum sind dann alte Linke (nicht in Dantes Definition, sondern in der gängigen) schon mit fuffzich kaum und mit sechzig zu gar keinem Gedanken mehr fähig?
            Norbert Blüm, Norman Paech, Lafontaine, Habermas, Gysi, Sloterdijk, usw. usf., Spukgestalten samt und sonders.

            Hermann L. Gremliza mag als Ausnahme gelten. Weil der immer reflektiert hat, nicht?

          • Georg B. Mrozek schreibt:

            @Aristobulus: “Warum sind dann alte Linke (nicht in Dantes Definition, sondern in der gängigen) schon mit fuffzich kaum und mit sechzig zu gar keinem Gedanken mehr fähig?
            Norbert Blüm, Norman Paech, Lafontaine, Habermas, Gysi, Sloterdijk, usw. usf., Spukgestalten samt und sonders.

            Hermann L. Gremliza mag als Ausnahme gelten. Weil der immer reflektiert hat, nicht?”

            Folgendes bitte nur aus westdeutscher Sicht, um ostdeutsche Zustände zu beurteilen, fühle ich mich als Westdeutscher nicht in der Lage.

            Ich behaupte, ohne es belegen zu können, weil sie Gefangene ihrer Zeit sind. In ihrer Jugend erlebten sie zum Teil noch persönlich das Ende der Weimarer Republik, das Chaos dort, das letztlich den Nazis half, an die Macht zu kommen. Die Kommunistenangst, geradezu Panik, Deutschland könne in eine Räterepublik enden (was ja erst mal nüscht mit Links-Sein zu tun hätte) haben sie geprägt. Dann Nazideutschland und die Indoktrinierung hin zum Glauben an die “Untermenschen” (nein, hier meine ich nicht Juden, sondern die slawische Ethnie – wie schön modern doch dieser Begriff ist, braucht man mit ihm endlich nicht mehr von “Rassen” zu schreiben). Und selbst wenn sie sich dieser Beeinflussung verweigern konnten, blieb immer etwas von Menschen 2. Klasse im Gedächtnis hängen. Dann die Nachkriegszeit und der Kalte Krieg – wer bis jetzt noch keine Angst vor Kommunisten hatte, musste sie in den 1950er Jahren endgültig bekommen.

            Wie könnte eine Generation da völlig frei über ihr eigenes Links-Sein vielosoffieren? Ich finde es absolut verständlich und nachvollziehbar, dass sich jeder von ihnen quasi sein eigenes Grüppchen gebastelt hat, seltsame Definitionen ersann, was denn nun der wahre Linke sei. Marxismus, Leninismus, Trotzkismus, Sozialismus, Kommunismus – dann die verschiedenen Mischformen, des Weiteren die Ausgrenzungen (z.B. zum National Sozialismus), die Anpassungen (Kapitalismus vs. Soziale Marktwirtschaft) und letztlich die Vorsicht angesichts einer Internationalen sozialistischen Bewegung nicht von irgendjemanden vereinnahmt zu werden, da so etwas das berufliche Aus in Westdeutschland bedeutete.

            Diese Generation war nicht nur gefangen, sondern sie waren auch Getriebene ihrer Zeit. Sie mussten mehr Aufwand für Rechtfertigungen betreiben als dafür, ihre Gedanken zu einer modernen sozialen Politik zu entwickeln. Immerzu und an jeder Ecke versuchten ihre Gegner, auch aus den eigenen politischen Reihen, sie zu diffamieren. Das alles in seiner Gesamtheit führt m.E. dazu, dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen.

            Aber auch die nächsten Generationen hatten es da nicht viel leichter in Deutschland. Du gehörst auch zu der 60er Jahre Generation, daher kennst du die ellenlangen und ergebnislosen politischen Diskussionen, in denen es weniger um Inhalte ging als vielmehr darum, den anderen nieder zureden, rhetorisch platt zu machen.

            Das zieht sich durch die Jahrzehnte (Deutscher Herbst usw.). Und selbst die Generation der 70er diskutierte in derselben Methodik über Themen wie zivilen Ungehorsam, Gewalt gegen Sachen etc.. Dann kamen die Frauenthemen dazu (das Gedöns) und niemand wusste eigentlich mehr, wo ihm der Kopf stand. Heutzutage ist es die Political Correctness, mit der man jede gegenteilige Meinung in einer Diskussion vom Ansatz her bereits zunichte machen kann. Das meiste lernten wir von den Amerikanern, doch es gibt auch eine spezielle deutsche Erscheinungsform – am Ende all dessen steht ein nichtssagender, ein es jeden recht machen wollender Liberalismus, der sich aus jeder Kontroverse heraushält und keine Stellung bezieht außer der einen: Lass mich in Ruhe meinen Egoismus frönen.

            Diese alten von dir angeführten Herrschaften (bis auf Gysi, dazu kann ich wie gesagt nichts sagen) leiden ohne es zu wissen an diesen Symptomen. Wie einfach haben es die anderen westeuropäischen Länder dagegen?! Ein Sozialist zu sein beispielsweise in Italien oder Frankreich, ist so einfach und selbstverständlich wie der sonntägliche Kirchgang eines Katholiken. Dort gibt es nicht solch einen zerfasernden Richtungsstreit innerhalb der Linken wie bei uns, als dessen Ergebnis eben dieser von mir benannte Liberalismus selbst innerhalb der Linken steht oder eben die kruden Äußerungen der von dir genannten Personen (Greise würde ich sie nennen wollen, Greise ab 50).

            Und Dante erwähnte es bereits, der Zionismus stammt ursprünglich vorwiegend von linken Juden. Wenn man eine Liste aufstellen würde, was bis zum 1. Weltkrieg der Linken an wegweisenden positiven Errungenschaften alles zu verdanken ist, ich würde morgen noch daran sitzen.

            Jaja, ein Mini-Plädoyer für die Linke! Jawohl! ;-)

          • Aristobulus schreibt:

            Ein Sozialist in Itelien zu sein, Georg, bedeutet Korruption und Seilschaften, und ein Sozialist in Frankreich zu sein bedeutet, die ‘eigenen’ Verstrickungen mit damals Vichy zu verleugnen und heute nach altem Strickmuster gemeinsame Sache mit potenziellen Wählern zu machen, mehr mit deren Paten – Nazionalislamisten, deren Ziel das selbe wie das von Vichy ist.
            Staatslinke – ah grauenhaft.

            Der linke Kollektivismus ist mir suspekt, das große Wir, all diese Illusionen, geheuchelten Sprachregelungen, Scheren im Kopf. Dazu diese Jasagerei, die damals z.B. Otto Braun dazu trieb, nicht seine neunzigtausend Polizisten anzuweisen, um 1932 die Papen-Putschisten (Preußenschlag) zu bekämpfen, sondern der Macht zu weichen! Heute nach Strickmuster deren Verstricktsein mit der Fatach.

            Der Zionismus stammt von unabhängigen Juden…

          • Dante schreibt:

            Man kann links und unabhängig sein. Einstein war beides, Orwell war beides. Sein entschiedener Antistalinismus hat ihm durchaus Ärger eingebracht.

          • Aristobulus schreibt:

            Erklärst Du mir, Dante, wie links und unabhängig geht?

            Ich stelle diese Frage das alle paar Jahre immer mal so ;-) , ohne je die Antworten bekommen zu haben, die mich dazu bringen könnten, diese Frage nicht mehr zu stellen.

            – Was ist dann an der Unabhängigkeit noch links? Gleichberechtigung, Bürgerrechte, gute Arbeitsbedingungen, Entmachtung der alten Eliten sind keine links definierten Ziele. Die sind durch den Liberalismus definiert, durch den Grundsatz von Freiheit & Individuum.
            Mir konnte noch keiner erklären, was daran a) links wäre, und b) welchen weiteren Kernbegriff man finden könnte, der das Ganze dann links schattiert.

          • Dante schreibt:

            Erklärst Du mir, Dante, wie links und unabhängig geht?

            Man muss nur unabhängig sein und seine Positionen ‘links’ verorten. ;)
            Die Bezeichnungen sind ja relativ willkürlich. Heute ist es z.B. üblich, die Nationalsozialisten als “rechts” zu bezeichnen, was natürlich v.a. an der Feindschaft zu beiden Arbeiterparteien und daran liegt, dass die Rechten ihnen zur Macht verholfen haben. Andererseits waren endiese Rechten gemeint, wenn Goebbels “die Rechtsparteien” sagte oder schrieb, die eigene Partei hingegen nicht. Man verstand sich eben als innerhalb der “Volksgemeinschaft” sozialistisch, eben national-sozialistisch, was mit einem unter sog. ‘rassisch’ Gleichen geltenden Egalitarismus einhergeht.
            Zugleich vertrat die NSDAP einen starken rassistischen Inegalitarismus, einen extremen Autoritarismus (Führerprinzip) mit starker Wertschätzung des Gehorsams, antiemanzipatorische Ansichten und natürlich einen extremen Nationalismus und Militarismus. Diese Eigenschaften gelten ebenfalls als eher ‘rechts’. Somit kann man alle Eigenschaften als ‘links’ bezeichnen, die o.g. entgegengesetzt sind. De facto findet man natürlich bei Linksradikalen ebenfalls autoritäre bis totalitäre Strukturen, aber man hat sie nicht als Führerprinzip offen propagiert; andererseits findet man auch Anarchisten.

            Gleichberechtigung, Bürgerrechte, gute Arbeitsbedingungen, Entmachtung der alten Eliten sind keine links definierten Ziele.

            Im Verhältnis zu reaktionären Ansichten schon. Da ist auch Liberalismus links.

            Die sind durch den Liberalismus definiert, durch den Grundsatz von Freiheit & Individuum.

            Das Wort ‘liberal’ ist ein schillernder Begriff. Im 19. Jhd. verortete sich der Liberalismus zwischen den Rechten und den Demokraten, es war eher ein Honorationoren-Liberalismus, der namentlich den sog. Vierten Stand, die Arbeiterschaft, ausschloss. Und deren Arbeitsbedingungen waren damals alles andere als gut, sonst hätte es einen revolutionären Sozialismus nie gegeben. Dass ein solcher auch in den USA nie eine nennenswerte Rolle gespielt hat, wird von einigen auf das Fehlen einer Absolutismus-Erfahrung zurückgeführt. Tatsächlich hat sich ja eine kommunistische Revolution nicht in der konstitutionellen Monarchie UK ereignet, wie Marx annahm, sondern im fast bis zum Schluss absolutistischen Russland. Es scheint also etwas dran zu sein.
            Was den Liberalismus betrifft, so hängt das, was man damit verbindet, eben sehr stark von den Leuten ab, die sich als liberal bezeichnen (z.B. auch, ob er sich auf den Wirtschaftsliberalismus beschränkt oder auch einen gesellschaftlichen Liberalismus beinhaltet). Auch Diederich Heßling aus Heinrich Manns “der Untertan” nannte sich selbst so.
            Den Liberalismus vom BOSS finde ich aber jedenfalls sehr überzeugend.
            Als Beispiel für unabhängige Geister, die sich links verortet haben, habe ich schon Einstein und Orwell genannt.

          • Georg B. Mrozek schreibt:

            Sind nicht zwei Dinge entscheidend beim Verständnis darüber, was denn nun eigentlich “links” bedeutet, nämlich zum einen die Definition der Attribute, die man für sich selber in Anspruch nimmt (Gleichberechtigung, Bürgerrechte, gute Arbeitsbedingungen, Entmachtung der alten Eliten) und zum anderen die Personen, die sich das Links-Sein auf ihre Fahnen schreiben?

            Beim zweiten Punkt ist es einfach. Wenn ein Jakob Augstein, ein ganz fieser hinterfotziger Antisemit, behauptet, er sei links, dann möchte ich nie, nie, nie im selben Boot mit ihm sitzen. Da es viele solcher Augsteine in den Linksparteien (aber auch anderswo) gibt, würde ich auch niemals Mitglied einer solchen Partei werden. Hier bin ich in der Realität als Linker bereits so weit unabhängig, dass ich selber entscheide, welcher Gruppe ich angehöre. Was – wenn nicht Unabhängigkeit – wäre das sonst?

            Beim ersten Punkt ist’s schwieriger. Was bedeuten Bürgerrechte? Das Einklagen der selben Macht, über die politischen Verhältnisse mitentscheiden zu können, wie es das alleinige Privileg des Adels in der Vergangenheit war? Selbstverständlich ist damit dann nicht das selbe Recht der Arbeiterschaft gemeint, wie es seit der Antike auch nicht die Sklaven inne hatten trotz Demokratie? Sind Bürger alle in einem Staat lebenden Personen, Frauen und Männer, Deutsche und Nichtdeutsche oder ist mit diesem Begriff dann doch nur ein Teil der Bevölkerung gemeint, nämlich der, dem ich angehöre?

            Bedeutet “Entmachtung der Eliten” die Umverteilung der Macht auf alle anderen oder benutze ich eine solche Aussage nur, um selber an der Macht endlich teilhaben oder sie gar vollends innehaben zu können?

            Dasselbe gilt doch für den Begriff der Freiheit. Meine ich damit, endlich tun und lassen zu dürfen, was ich selber für richtig oder falsch erachte als Legitimierung des eigenen Egoismus (Spenden-Hoeneß)? Oder will ich die Sklaven der Welt befreien, weil es dann meiner Psyche gut geht, die andernfalls leidet (als Therapie gegen eigene Frustrationen)? Oder fordere ich die Freiheit lediglich um sie anderen wegzunehmen (als Werkzeug)?

            Wie es um all diese Begrifflichkeiten steht, wird erst dann deutlich, wenn die anderen eine Gesellschaft wollen, die ich selber nicht möchte. Wäre ich mit einer demokratischen Mehrheitsentscheidung ALLER in einem Land lebenden Menschen auch einverstanden, wenn sie gegen meine eigene Überzeugung des Richtig und Falsch ausfiele? Theoretische Beispiele: Wir erheben in Deutschland den Islam zur Staatsreligion, weil es die Mehrheit der Bevölkerung so will. Wem gehört die Krim, wenn über 90% ihrer Bürger möchten, dass sie zu Russland gehört? Wäre die Teilnahme an einem Krieg durch eine Mehrheitsentscheidung des Volkes gerechtfertigt oder wer dürfte über eine Legitimation für einen Krieg entscheiden? Oder, für den Fall, dass die Ursache bestimmt, wann ein Krieg gerechtfertigt ist, ab wie vielen Toten, ab welcher Brutalität wäre ein solcher Kriegsgrund zu rechtfertigen?

            Für mich sind solche Attribute (Gleichberechtigung, Bürgerrechte, gute Arbeitsbedingungen, Entmachtung der alten Eliten) unerheblich bei der Frage nach politischer Zugehörigkeit, denn sie können von rechten, liberalen und linken Menschen gleichermaßen für sich in Anspruch genommen werden.

            Meine Definition richtet sich allein nach dem Handeln einzelner Menschen. Da kann ein Christ (oder auch andersgläubiger Mensch) durchaus ein vorbildhafter Sozialist sein (Mutter Theresa, Gandhi) wie ebenso ein Diktator (Papst). Es verhalten sich einige der reichsten Menschen der Welt, wie z.B. MS-Gründer Bill Gates, durchaus vorbildlich, indem sie den Großteil ihres Vermögens durch Stiftungen etc. anderen zukommen lassen und mancher Linker nimmt erst den Bettler an der nächsten Ecke wahr, wenn er zufällig über die Beine eines am Boden liegenden stolpert. Am Ende bleibt nur das persönliche Tun, was den Menschen definiert und was damit auch seine Politik bestimmt. Von daher betrachte ich ein Links-Sein immer und unbedingt als unabhängig.

  8. Lhy schreibt:

    Genau so ist es.

    • Dante schreibt:

      Was soll ich sagen? Der Autor hat Recht.

    • Ima schreibt:

      Der Artikel ist interessant, sogar ich habe noch etwas dazu gelernt.
      Denn bisher ist mir die Ironie noch nicht aufgefallen, obwohl sie eigentlich naheliegend ist, dass zur Nazizeit Juden gezwungen wurden einen gelben Stern zu tragen und heute empfohlen wird öffentlich keine Kippa, Davidstern usw. zu tragen, um die jüdische Identität zu verbergen..
      Ja, und das Ergebnis ist fast gleich, Juden wurden zur Nazizeit verfolgt und heute kann das gleiche passieren, wenn man als Jude erkennbar ist.

      Beschämend finde ich für Deutschland, dass trotz Nazizeit, immer noch jüdische Einrichtungen bewacht werden müssen.
      Neulich fragte mich meine kleine Enkeltochter, „ist die Polizei vor meinem Kindergarten, damit keine Monster hinein können“.
      Fast hätte ich gesagt, ja es sind Monster. Aber zum Glück kam mir mein Enkelsohn, der etwas älter ist, zuvor und erklärte seiner kleinen Schwester, dass es keine Monster gibt und die beiden unterhielten sich dann ausführlich über vermeintliche Monster und die Kleine war abgelenkt.

      • Aristobulus schreibt:

        Das macht mich mal wieder völlig baff, Ima.
        Und sobald man DERLEI einem offiziellen Moslem sagt, antwortet er was über “die Besatzung” und über die Macht der Juden. Wir bekommen keine Antwort, so bald wir DERLEI einem offiziellen Moslem sagen.
        So wenig wie auf die berühmte Frage, ob die Hamas eine terroristische Organisation sei. Man weigert sich, darauf zu antworten, sondern man schwallt sofort über “die Besatzung”.

        • Lhy schreibt:

          In München-Bogenhausen steht die Security seit ich denken kann vor Schule und Kindergarten der IKG.
          Und warum?
          Weils in den 80ern einen Anschlag gab.
          Einen Anschlag, in Deutschland, in einem Münchner ‘Edelviertel’, auf einen KINDERGARTEN.
          Ja, Aristobulus, das kann einen schon mal baff machen.

          • mike hammer schreibt:

            dazu gibts was nettes im allgemeiner von einem Metis Indianer aus Canada
            der ziemlich häftig proisraelisch ist und als ex football spieler recht robust
            sich in die bresche stellen kann.

            Jude für eine Woche
            http://www.algemeiner.com/2014/08/14/philo-semite-becomes-a-jew-for-a-week-to-experience-anti-semitism-firsthand/

          • Aristobulus schreibt:

            Ryan Bellerose, aber ja!, der ist ohnehin a mentsch.

            – Lhy, ich meinte mehr diese alltäglichen Erklärungen an Kinder wegen der Absperrungen und Bewachungen jüdischer Einrichtungen. Wenn man kleinen Kindern erklären muss, dass es immer Zeit ist aufzupassen, damit kein Monster kommt.

            Für jüdische Kinder ist derlei Alltag seit den Achtzigern (spätestens). Hohe Zäune um Synagogen, Polizeiwagen vorm jüdischen Kindergarten, Besucherschleusen aus Panzerglas – und die Vorsicht nach dem Besuch in der Schil auf dem Trottoir, wer drüben ev. so dasteht, und der routinierte Griff an den Kopf zum Runternehmen der Jarmulke.

            Erwähnt man derlei gegenüber einem Mehrheitsdeutschen, wird entweder schnell das Thema gewechselt – oder es wird ebenso schnell in Richtung Israel & die Besatzung gedreht, nicht? Tertium non datur-.

          • mike hammer schreibt:

            # Lhy
            ich weis noch wie der gute alte reli lehrer avigdor mich mal zurechtwies,
            die kippa in münchen abzunehmen, da war ich topfit und geschwisterlein
            hatte relli bei ihm, da stand polizei mit schutzweste und MPi,
            am flughafen sind sie da noch ohne weste gestanden.
            das ist locker 30 jahre her und keiner hatte
            angst wegen glatzen oder der RAF…..

      • O.Paul schreibt:

        Beschämend für Deutschland wäre, wenn man jüdische Einrichtungen nicht bewachen würde.
        Und nennt nennt die Feinde der Juden beim Namen! Es sind nicht die Deutschen!

        • Aristobulus schreibt:

          Das ist leider nicht richtig. Seit den 1960ern haben Urdeutsche immer wieder Anschläge auf Juden versucht. Nicht zu vergessen die Hakenkreuzschmierereien immer wieder. Auch nicht zu vergessen das Hetz- und Schmierblatt Nazzjohnalzeitung und die Aufmärsche von NPD und freien Kameradschaften, und selbstverständlich auch nicht zu vergessen der aktuell grassierende Judenhass von Leuten, die Walser, Grass, Augstein, Bax, Putz, Höger, Blüm heißen.

        • Dante schreibt:

          Beschämend für Deutschland wäre, wenn man jüdische Einrichtungen nicht bewachen würde.

          Dies wäre es in der Tat, und zwar für den deutschen Staat. Für die “deutschländische” Gesellschaft (in D lebenden Ausländer eingeschlossen) ist es beschämend oder vielmehr sollte es sein, dass jüdische Einrichtungen bewacht werden müssen.

          Und nennt nennt die Feinde der Juden beim Namen! Es sind nicht die Deutschen!

          Natürlich sind es nicht die Deutschen. Gleichwohl gibt es natürlich deutsche Judenhasser, und zwar durchaus noch immer den klassischen Naz’. Gegen den machen sich auch Linke ziemlich geschlossen stark. Daneben gibt es arabischstämmige (mittlerweile auch türkischstämmige) Judenhasser, die sich SA-artig lautstark gezeigt haben. Gegen die mag der “weltoffene” Deutsche nicht so gern was haben, weil er doch ausländerfreundlich sein will. Vielleicht auch, weil sie lauter schreien und eher die Fäuste und zuweilen auch Messer sprechen lassen, als es selbst die Nazzen tun.
          Es ist aber eigentlich egal, ob die Leute aus Hackfressenhausen oder aus Kuffnuckstan kommen, das liegt beides in Kernasien (sprich: Kernasi-en, nicht also zu verwechseln mit Innerasien). :mrgreen:
          Unter den deutschen Judenhassern gibt es jedoch noch eine dritte Gruppe, die dem kuffnuckischen Judenhass verständnisvoll gegenübersteht. Sie stammt aus Gutmenschenhausen oder auch aus Geläutertenheim, das liegt im pazifistischen Raum, nicht weit von Kernasien entfernt. Sie sehen sich als die geläuterten, guten Deutschen, die angeblich aus der G’schichte gelernt haben und den Überlebenden der Verbrechen ihrer Väter vorwerfen, dass sie nicht dasselbe aus der G’schichte gelernt haben.

  9. mike hammer schreibt:

    der Boss ist einmalig, dem Flaus Krank wünsch ich einen braten, in der luftröhre
    und keinen der Hazala helfer in der nähe, auf das er 1-2 minuten des nachdenkens.

  10. Georg B. Mrozek schreibt:

    Es ist nicht zu fassen, welche Idioten frei herumlaufen und in diesem Blog öfter mal kommentieren. Ich würde sie ja einfach löschen oder nicht beachten (Trolle suchen ausschließlich Beachtung, durch Nichtbeachtung kann man sie mehr strafen als durch jede andere Aktion), aber da du nun mal gezwungen bist, dich zu äußern, also auf einen solchen Troll einzugehen, und er natürlich deshalb vor lauter Vergnügen, endlich die ersehnte Beachtung gefunden zu haben, grunzt und ihm dabei sabbernd die Augen glubschig werden, schließe ich mich der Userin/dem User Ima an und beteilige mich ebenfalls mit einer kleinen Spende an etwaige zu zahlende Strafgebühren. In diesem Fall, einfach Bescheid geben.

    Ich bin bass erstaunt, dass sich solche offensichtlich psychisch erkrankten Menschen sowohl hinter einem Nicknamen verstecken dürfen als auch gleichzeitig offiziell Strafanzeige stellen können. Diese Möglichkeit war mir bisher unbekannt. Schade, dass ich einen solchen Menschen im realen Leben bisher nie zu Gesicht bekam, gar nicht einer möglichen Selbstjustiz wegen, sondern weil ich einfach mal schauen möchte, wie so jemand aussieht. Theoretisch könnte er mir beispielsweise im Discounter um die Ecke regelmäßig begegnen, welchen Eindruck hätte ich von ihm? Natürlich weiß ich, dass selbst ein Menschenschlächter im persönlichen Umfeld durchaus der harmlose freundliche Nachbar und Familienvater von Nebenan sein kann, ich würde kein Monster erwarten, aber ich würde ihn zu gerne einmal sehen und ihn darauf ansprechen.

    Naja, das nur so nebenbei bemerkt. Also Kopf hoch, jede Strafanzeige wegen deiner Äußerungen adelt dich.

    • Aristobulus schreibt:

      Klasse, Georg, den Nagel mitten aufs Tiefstschwarze getroffen.

      Jener, der nicht bis dreieinhalb zählen kann, hat im letzten Winter siebzehnmal (siebzehnmal!) versucht, Strafanzeige gegen Gerd Buurmann zu erstatten, einmal war’s wegen einer Bemerkung hier, dass Freddy Krueger um sein Haus schleiche – er gab an, das sei beleidigend, weil es ihn geängstigt habe.

      Er wird vom Betreiber der Kölner Hasspappen-Inszenierung vorgeschoben, um solche Strafanzeigen zu schreiben. Er lässt sich ausbeuten und zum lächerlichen Hahnepampel machen – weil er’s nicht merkt.
      Was Anderes haben die nicht zu tun: Stehen Morgens auf, um mit pissgelben Schildern in der Öffentlichkeit die Israelis als Nazis zu bezeichnen, um BDS zu propagieren, und um Öl in die Glut des Judenhasses zu gießen. So glauben sie, jemand zu sein.

      Seit geschlagenen zehn Jahren tun sie das – der Kölner Filz aus Politik, Staatsanwaltschaft und Polizei deckt sie, räumt der ungenehmigten Dauerdemonstration Narrenfreiheit ein.
      Manchmal sehen Überlebende des Holocaust en passant diese widerlichen Hasspappen …

      • Georg B. Mrozek schreibt:

        Ahhh, vielen Dank @Aristobulus, langsam verstehe ich. Du musst schon verzeihen, aber mein Besuch hier findet zeitlich bedingt eher unregelmäßig statt, so dass mir die örtlichen Gegebenheiten unbekannt sind. DER ist es also, jetzt wird das nebulöse Bild, das ich hatte, klarer.

        Nun ja, der Kölner Klüngel ist weltbekannt, bei mir am Niederrhein findet man allerdings nur eine Light-Version dessen vor, ich meine, dass sich eine Staatsanwaltschaft für diese Anzeige überhaupt die Zeit nimmt, ist schon bemerkenswert. Normaler Weise würde dieser Troll ab einem bestimmten Punkt, der bei 17 mal sicher längst überschritten worden ist, einen Termin zur psychiatrischen Untersuchung bekommen. In Köln ticken die Uhren andersherum. Wie schade für die ansonsten meist tollen Menschen dieser wunderbaren Metropole.

        • Aristobulus schreibt:

          … in der Charakterisierung dieses Grunz-Sabber-Glubsches lagst Du völlig richtig :-) , und ein paar restliche Détails aus der originalkölner Vorhölle weiß man dann hier.

          Ja, der Filz ist in Köln so ganz besonders filzig, wohl weil da vor lauter Baustellen alles einstürzt, oder aus Tradition und wegen des fehlenden Niederrheins, oder weil wegen des ohnehin bald Einstürzenden endlos gebaut wird, auch am Antisemitismus, und weil die Auen fehlen und der Niederrhein ohnehin – die Kölner Antiemitismusfluten sind also bei Weitem schlammiger als der Niederrhein jemals.
          Oder so.

          • Georg B. Mrozek schreibt:

            Jaja, dann nehme ich das mit der unbeabsichtigten Selbstjustiz aber zurück. Und dem Idioten am Dom, also, bei allem Respekt vor Käßmann und der Petra-Kelly-Gedächtnismedaille, manchmal gehört jemandem einfach eine aufs Maul.

            Ich weiß, wovon ich schreibe, 1980 stand ich als naiver pazifistisch gesinnter Jüngling mit einem “Stopt-Strauß-Plakat” alleine mitten auf einer Open-Air-Wahlkampfveranstaltung der CDU in Kleve und just als Franz Joseph mit einem Hubschrauber lärmend eingeflogen wurde, war etwas sehr ähnliches offenkundig stink seriöser Bürger im Sonntagsanzug für mich eine beeindruckende pädagogische Erfahrung in Sachen Konsequenz. Und ohne den Begriff damals gekannt zu haben, bezüglich der Nachhaltigkeit äußerst wirksam.

          • Bachatero schreibt:

            Hörens min Jong, in Kölle isset sue: et is wiet is, et kütt wie et kütt un bisher iset imer noch jut jegange.

          • Kanalratte schreibt:

            Ich will nit wisse wieviel Leut beim Dombau zu Tode jekommen sind.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Georg B. Mrozek: “Es ist nicht zu fassen, welche Idioten frei herumlaufen und in diesem Blog öfter mal kommentieren. Ich würde sie ja einfach löschen oder nicht beachten …”

      Warum löschen, Georg B. Mrozek? Blogidioten sind des freien Menschen Punchingball.
      Würden wir diese Kreaturen verdreschen, wenn es nicht unserem Wohlbefinden diente?
      Lasset uns prügeln, solange es uns befreit.

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Nicht dass Sie, “Gutartiges Geschwulst”, mir je durch besonderes sprachliches Raffinement aufgefallen wären, aber mir fiel doch die Häufung der Pronomina “wir” / “uns” etc. im letzten Absatz Ihres Beitrags auf und brachte mich ins Grübeln: Was ist damit gemeint? Ein pluralis majestatis? “Wir, Gutartiges Geschwulst, verkünden hiermit, dass wir “Blogidioten” nicht nur als solche erkennen, sondern auch noch “diese Kreaturen verdreschen” bzw. “prügeln” dürfen”?
        Oder steckt doch, und das scheint mir wahrscheinlicher, der Wunsch dahinter, zu einer Gemeinschaft zu gehören, einem Kollektiv, in dem man zum einen Bestätigung findet, zum anderen aber auch eine gewisse Stärke daraus zieht, jedem, der nicht dazugehört, gemeinschaftlich die Grenzen zu setzen?
        Ist das aber nicht eine Haltung, die mehr auf Gruppendynamik als auf intellektuellen Erkenntnisgewinn setzt und die vor allem ignoriert, dass man im Internet als Monade unterwegs, einsam wie der letzte Gast in einer Bahnhofsgaststätte?

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          2. Zeile: “stieß” statt “fiel”, vorletzte Zeile: erg. “ist” hinter “unterwegs”. Und jetzt stellen wir die Stühle hoch.

        • Aristobulus schreibt:

          Jedenfalls ist hier wahrscheinlich eher keine Bahnofsgaststätte, Thomas, es sei denn, man hätte Fahrpläne und Bierflecken und Rechnungen übersehen?, und ja, die Zeiten, in denen man in welchen dämmerte, ach, die sind vergangen.
          Dafür gibt’s ja heute Internet.
          Und das Raffinement des Gutartigen ist hoch entwickelt, ist nur freilich ganz anders verästelt als das Ihrige. Sie täten gut daran, nicht an dem Tisch da hinten zu sitzen, sondern mehr am Tresen, wo die richtigen Eisenbahner, Agenten, dunklen Ehrenmänner, Kokotten und Glücksritter einander raffinieren und so tun, als wäre hier noch jene Bahnhofsgaststätte ;-)

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          Warum stellen Sie mir all diese hochweisen Fragen, Herr ex Gotha, deren Antworten ein Mann Ihres geistigen Formates doch längst kennt?

          Thomas ex Gotha: “Ist das aber nicht eine Haltung, die mehr auf Gruppendynamik als auf intellektuellen Erkenntnisgewinn setzt … ”

          Wenn dies der Fall wäre, würde ich mich wohl eher in linken Kreisen bewegen, statt auf Gerd Buurmanns Blog. Letzterer bringt tatsächlich intellektuellen Erkenntnisgewinn,
          sofern man zu lesen versteht.
          Ihr Vergleich mit der Bahnhofsgaststätte ist durchaus nicht schlecht gewählt. Tatsächlich fühle ich mich hier zu Gast, in einer anregenden Atmosphäre.
          Gaststättentypisch sind leider auch Gäste wie Sie, Herr ex Gotha, die stets nur zu meckern haben, trotzdem immer wieder erscheinen und dafür womöglich auch noch ernst genommen werden wollen.

          Prost, Herr ex Gotha!

  11. nix00 schreibt:

    Es gibt den Spruch: Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand. Das ist nicht nur so ein sinnfreier Spruch. Das ist in höchstem Maße ernst zu nehmen.

    Einer der größten Urban Legends ist die, dass Staatsanwälte und Richter sich streng an Vorschriften und Gesetze halten und dabei formalisierte Algorithmen verwenden.
    – Wäre dem tatsächlich so, könnte man den Ausgang von Prozessen problemlos vorausberechnen. Kann man aber nicht. Irrationale Faktoren wie persönliche Befindlichkeit, Unwissen, Rechtsbeugung, Ignoranz, Korruption und Emotion machen mehr als die Hälfte jedes Urteils aus,
    – Wäre dem so, wäre jede Urteilsänderung durch eine höhere Instanz als bestrafungswürdiger Fehler des niedrigeren Richters zu werten.
    – Wäre dem so, dürfte es keine sich widersprechenden Urteile in der Bundesrepublik geben.

    Juristen müssen studieren und sie müssen eine Prüfung ablegen. Das führt zu der Illusion, die Rechtswissenschaften seien tatsächlich so etwas wie eine Wissenschaft. In Wirklichkeit ist jedoch alles, was man aus dem Jurastudium in die Praxis mitnimmt, eine für Laien unverständliche Kunstsprache und ein grober Überblick über formale Abläufe. Das Wichtigste, nämlich wie Gesetze auszulegen und anzuwenden sind, ist dagegen rein akademischer Natur und hat keinen Praxisbezug. Sowohl Anwälte als auch Richter sind ohnehin in der Regel so verblüffend dumm, dass man ihnen gar nicht zutrauen würde, ein Studium absolviert zu haben. Und sie benötigen ihren Verstand zum Geldverdienen, Karrieremachen und Funktionserfüllen auch nicht.

    Denn was ist die wahre Funktion des Justizsystems? Das ist ebenso einfach wie erschreckend: Es ist alleine dazu da, Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten, und dabei insbesondere den Staat, seine Organe und seine Geldquellen vor seinen Bürgern zu schützen. Prozesse, wo Privatmenschen sich verklagen, sind für den Staat uninteressant. Private Klagen wegen Beleidigung führen so gut wie nie irgendwohin. Wurde der Staat beleidigt (z.B. Polizei) sieht das dagegen sofort anders aus. Ebenfalls ein Faktor kann eine politische Vorgabe sein.

    Es gibt eigentlich nur ein Gesetz, das in Deutschland gilt. Es ist nicht schriftlich niedergelegt, obwohl es über allen anderen Gesetzen steht:

    “Wer nach Ansicht eines Richters etwas Verbotenes tut, wird nach Gutdünken bestraft.”

    Wenn du wegen Beleidigung verurteilt werden solltest, folgt daraus für eine eventuelle Gegenklage gegen die Installation oder gegen antiisraelische Sprüche ganz exakt gar nichts. Berücksichtigt man die momentane antisemitische Spannug in der Luft und das Anbiedern unserer Politiker an islamische Terroristen, könnte es da ganz schnell finster für dich aussehen. Ich drücke dir daher alle Daumen, die ich habe und gebe dir für die Zukunft den Rat, niemals jemanden prsönlich als irgendwas zu bezeichnen oder eine Meinung über ihn zu äußern. Rein formell ist zwar die freie Meinungsäußerung in Deutschland erlaubt, aber was erlaubte Meinungsäußerung ist und was verbotene Beleidigung, Volksverhetzung etc., das entscheiden die Richter, und sie entscheiden nicht immer so, wie wir das vielleicht täten.

  12. Herr Franke nennt sich also Nikolaus. Ich denke da spontan an Schokoladen-Nikoläuse: Außen braun, innen hohl.

  13. Lhy schreibt:

    Grüß Euch,

    ich lese hier erst seit ein paar Tagen mit, genau so, wie ich mich auch erst seit Kurzem wieder eingehender mit dem Thema Antisemitismus beschäftige/beschäftigen muss.

    Ein halbes Jahrhundert habe ich schon auf dem Buckel und bin weitgehend unbeschadet von Antisemiten über diese Zeit gekommen.
    Jahrzehntelang konnte ich auch öffentlich eines meiner Lieblings-Schmuckstücke tragen – einen goldenen Davidstern, handgearbeitet, mit kleinen Diamanten in den Spitzen.
    Gestört hat das offensichtlich niemanden – ich denke, vielen war noch nicht einmal die Symbolik klar, die Meisten fanden den Anhänger einfach nur schön.

    Seit einigen Wochen jedoch, muss ich auf Anfeindungen auf teilweise unterstem Niveau gefasst sein (Zionisten-Sau usw.) und habe deshalb beschlossen, das Schmuckstück nicht mehr öffentlich zu tragen, bevor so ein Eiferer noch körperlich wird.

    Niemals, wirklich NIEMALS hätte ich gedacht, dass so etwas in Deutschland (wieder) geschehen könnte – dass es mir geschehen könnte – einer ältern, konfessionslosen, liberalen, zierlichen Frau jüdischer Abstammung, die niemals radikal unterwegs war und noch nicht einmal über ihre Herkunft gesprochen hat.

    Es macht mich noch nicht mal wütend, sondern einfach nur sehr, sehr traurig.
    Es macht mich auch traurig, solche Bilder von Plakaten am Kölner Dom sehen zu müssen und diese unsäglich hasserfüllten Demonstrationen – das sind keine Friedensbemühungen, das ist böse Hetze.
    Es macht mich traurig, dass eine junge Frau nur fürs Hochhalten der Israelfahne nun EUR 300,- Strafe zahlen soll.
    Es macht mich traurig, wenn der Verfasser von diesem Blog mit Klagen überzogen wird, nur weil er sich eine Meinung erlaubt, die Israel nicht zum Nachteil gereicht und er den Arsch in der Hose hat, diese auch öffentlich zu vertreten.
    All diese Dinge – die gesamte Entwicklung der Situation innerhalb der vergangenen Wochen machen mich einfach nur traurig.

    Und Herrn Klaus ‘Nikolaus’ Franke möchte ich fragen, ob er sich jetzt BESSER fühlt, wenn er nachlesen kann, dass er mit seinem Aktionismus definitiv auch Menschen trifft, die genau so unschuldig an der Misere wie die beklagten palästinensichen Opfer sind.
    Wäre er nur soviel Palästinenser wie ich Jüdin bin, dann hätte ich für seinen Eifer mehr Verständnis.
    So aber sehe ich nur einen Effekt, der für SEINE Identität nicht zielführend und für MICH negativ ist.
    Klassische lose-lose-situation.

    Beste Grüße

    Lhy

    • schum74 schreibt:

      Hallo, Lhy!

      Sie meinen, wenn der Nikolaus Palästinenser wäre, also Vertreter eines Volks dessen Mitglieder laut einer Umfrage des Washington Instituts (Juni 2014) zu 67 Prozent ganz Israel vernichten wollen; oder aber als PA-Bewohner via seine Regierung den Juden zurufen würde: “Stop and consider, sons of Zion, that death is near, All you’ll get from us is death”‒ Haltet an und wisst, ihr Söhne Zions, dass der Tod nahe ist; oder aber als Gazaner via seine Regierung israelische Zivilisten mit Raketen beschiesse würde; oder aber im PA-Gebiet wie in Gaza einen deutlich höheren Lebensstandard hätte als alle anderen Araber in einem arabischen Staat –
      Kurz, wenn der Nikolaus ein antisemitischer Fantastinenser wäre, dann hätten Sie für seinen antisemitischen Eifer hier in Deutschland mehr Verständnis?

      http://beer7.wordpress.com/2014/06/26/die-zukunftstraeume-der-palaestinesischen-bevoelkerung/

      http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=11805

      • Lhy schreibt:

        Hallo schum74,

        nein, Ihre Auslegung meine ich nicht – ich meine jedoch, dass ich meine Frage nikolaus-verständlich formuliert habe, was der eigentliche Zweck war ;-)

        Gruß
        Lhy

        • Aristobulus schreibt:

          Das wäre freilich sinnvoll, Lhy. Leider jedoch ist jener Erwähnte nicht in der Lage, Texte zu verstehen, die über allerhöchstens zwei Sätze hinausgehen, besonders wenn sie dazu Worte oder Sachverhalte enthalten, die der Erwähnte nicht kennt, sich nicht vorstellen kann oder hasst. Meist ist es die Kombination von allem plus elender Selbsthass :mrgreen:

          • Lhy schreibt:

            OK, I see… möge man mir den Denkfehler verzeihen… ich lern ja schnell dazu… :-)

          • Aristobulus schreibt:

            Aber nein, das war kein Denkfehler. Sie haben einen anrührenden Text geschrieben

          • aurorula a. schreibt:

            Einen Text, der mit dem jeweiligen Namen versehen persönlich an alle geschickt werden sollte, die hierzulande vorgeblich ‘Frieden für Palästina’ und in Wahrheit Vernichtung für Israel wollen.

          • Lhy schreibt:

            Ich habe mir gestern noch die Mühe gemacht, auf den Spuren der hier vielzitierten Rentner zu wandeln.
            Jetzt verstehe ich… habe gar nicht so viele Eimer, wie ich brauchen würde…

            Absolut lobenswert finde ich jedoch die umfangreiche Sammlung von Aristobulus’ pointierten Kommentaren auf den Seiten des Palästina Portals.
            So hat mir dieser Friendensengel in Rentnergestalt viel Mühe erspart und ich kam in den unverwässert-puren Genuss dieser Eloquenz am Stück.
            Was, profan ausgedrückt, einen mitternächtlichen Lachflash ausgelöst hat.

            Lieber Aristobulus, ich danke Ihnen von Herzen dafür!

            Beste Grüße

            Lhy

          • Lhy schreibt:

            Aristobulus wrote:
            > Meist ist es die Kombination von allem plus elender Selbsthass

            Der Neid Minderbegabter ist immer ein schlechter Berater.

          • Aristobulus schreibt:

            Großen Dank, liebe Lhy :-) , und wie erstaunlich, dass dorten auf der Rentnerseite also fremder Leutz’ Sätze zusammengestohlen werden, die wohl amüsieren können. Haha. Zumal der Rentner selber ja niemals amüsiert, am wenigsten, wenn er zotet oder fäkalisiert.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Lhy: “Niemals, wirklich NIEMALS hätte ich gedacht, dass so etwas in Deutschland (wieder) geschehen könnte …”

      Vielen Dank, Lhy! Ihr Kommentar berührt mich sehr.
      Natürlich wusste ich um Existenz und Anzahl judenfeindlichen Gewürms. Allerdings hätte auch ich niemals gedacht, dass dieses widerliche Gekröse derart unverhohlen an die Oberfläche zurück kommen würde, ohne dass genügend Schuhsohlen bereit wären, es zu zertreten.

    • Dante schreibt:

      Es macht mich noch nicht mal wütend, sondern einfach nur sehr, sehr traurig.

      Mich macht es wütend. Wenn jemand an Krebs oder den Folgen eines Unfalls stirbt, das ist ein Grund, traurig zu sein, denn da gibt es keinen Mörder, dem man irgendwie böse sein könnte. Wenn jemand, wie jetzt vor einem Gericht verhandelt wird, seine Stieftochter wahrscheinlich jahrelang physisch und sexuell misshandelt und schließlich, weil sie vor ihm floh und ihn angezeigte, brutal ermordet und einbetoniert hat, sehe ich einfach nur tiefdunkelblutrot.
      Und so sauer macht mich auch Judenhass. Es ist nicht einfach eine Einstellung, sondern ein schwerer Charakterfehler.

      Wäre er nur soviel Palästinenser wie ich Jüdin bin, dann hätte ich für seinen Eifer mehr Verständnis.

      Ich würde es umgekehrt formulieren: Da er gar kein Palästinenser ist und wahrscheinlich von Hause aus nicht soo viel mit den Leuten zu tun hat, habe ich umso weniger Verständnis für seinen Eifer.

      • Lhy schreibt:

        Unterm Strich, lieber Dante, würds auch umgekehrt formuliert aufs Gleiche hinauslaufen:
        Ich habe KEIN Verständnis dafür – gestern nicht, heute nicht, morgen nicht.

        • Aristobulus schreibt:

          … ja, um so weniger, als justement jene, die sich scheints so für die ‘Palästinenser’ einsetzen, mehr Verachtung für die haben als für jeden sonst, nicht? Juden beleidigen sie immerhin. Aber sie wollen die ‘Palästinenser’ zwingen, sich weiter von Terroristen beherrschen zu lassen und immer mehr auf den Hund zu kommen.

          • Lhy schreibt:

            Ich kann es nicht wirklich schubladieren Aristobulus, immer wenn ich darüber nachdenke, drängt sich mir als erstes das Wort ‘Dummheit’ auf – die Dummheit quillt hervor, zwischen all diesen Zeilen auf Hasspappen, ihren websites, ihren Kommentaren, youtube-Videos – diese Dummheit ergießt sich im Schwall.
            Manchmal glaube ich, dass man eher von Volksverdummung, als von Volksverhetzung sprechen sollte, denn glauben kann diesen Müll ja auch nur der Dumme.

          • Kanalratte schreibt:

            @Lhy:
            Die schlimmsten und grausamsten Menschen sind diejenigen die ihr Handeln und Tun niemals hinterfragen. Diejenigen die keine Selbstzweifel haben, und diejenigen die kein Mitgefühl haben.

            Die Parolen des Pappenträgers transportieren zwei Botschaften wenn man ganz genau hinschaut, einmal die des Nationalsozialismus und einmal die der Ignoranz und Dummheit.

          • Aristobulus schreibt:

            Ah ja, Kanalratte, nun bist Du es wieder. Vorige Nacht hatte Dich einer gefaked.

            – Lhy, ja, diese unsagbare Dummheit, die sich nicht erkennt. Justement das tut die Dummheit, nicht?, es ist das Einzige, das sie kann. Für den Dummen sind alle gleich dumm, bloß ein paar sind bedrohlich, weil sie ein Etwas tun, das sie nicht dürfen.

            Hoffentlich erkennen wir selbst unsere eigenen Grenzen – wenn nicht, ist das die eigene Dummheit. Ojwawoj, möge sie klein und weit weg sein :-)

          • Kanalratte schreibt:

            @Aristobulus: Es geht vielen Leuten einzig und alleine darum “gegen” Israel zu sein und “für” den Feind Israels.

            Wen interessieren 300 tote jesidische Kinder, getötet an 1 Tag?
            Wen interessieren tausende tote Syrer?
            Wen würden nur 300 tote Araberkinder in Gaza in mehr als 2 Wochen interessieren, wenn nicht Israel auf der anderen Seite stehen würde?

          • Kanalratte schreibt:

            @Aristobulus:

            Ich weiß worauf sie wohl anspielen, aber auch dieser Text kam von mir.
            Die Art und Weise anstatt sachlich zu diskutieren, persönlich oder beleidigend zu werden ist etwas was mich stört. Ich glaube sie tun sich auch selbst keinen Gefallen damit.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, dieser ist der Maßstab. Es galt mal als Straftat und als Schweinerei, Maße und Gewichte zu fälschen. Darauf stand Kerker oder Stockschläge. Ist lange her. – Es war nicht alles so ganz schlecht damals…

            Und hast Du denn bemerkt, dass Dich einer vorige Nacht gefaked hat?

          • Aristobulus schreibt:

            Du solltest “Sie” in der Anrede groß schreiben, Kanalratte, sonst steht da immer dieser missverständliche Plural.
            Willst Du lieber gesiezt werden?

            Du/Sie hatten einen Troll gepampert – und Sie hatten absolut keinne Ahnung von diesem Schädling, wussten nicht das Geringste über ihn, maßten sich aber eine Meinung an – in ziemlich unverschämter Form.

          • Kanalratte schreibt:

            Unentschlossenes “diezen”

            Wo soll dieser Faker denn gewesen sein? Ich glaube ich muss mich
            doch mal auf die Suche begeben.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie geben ja zu, überhaupt keine Ahnung gehabt zu haben, wer das ist.
            Fehlt noch eine Entschuldigung wegen Ihres Übergriffs – dann haben wir’s geklärt.
            Also?

          • Aristobulus schreibt:

            Hier steht noch eine bestimmte Stellungnahme aus…

        • Kanalratte schreibt:

          Stimmt, ich sah nur was er schrieb und es war und ist auch nicht
          meine Absicht irgendjemand zu beleidigen oder gar Streit zu führen.

          • Aristobulus schreibt:

            Okay, dann überlassen Sie den Streit ruhig anderen, die wissen, warum er geführt werden muss.

            Ich kann verstehen, wenn jemand sich nicht streiten will. Nur sollte er dann Anderen nicht plötzlich vorschreiben, was sie zu tun hätten.

    • Kanalratte schreibt:

      @Lhy: Es geht ihnen nicht um den Mensch ansich, es geht um das Prinzip um die Ware Mensch um die Einheit Mensch. Für sie zählt das Individuum nicht, sondern das Große und Ganze. Es geht nicht um Mitleid mit DEM Juden, sondern um die Vernichtung des jüdischen Staates und die judenfreie Zukunft (zumindest unter den Staaten). Der Jude nervt sie heute nicht nur mehr als Volkskörper sondern auch als Staatskörper.

      Es ist ihr menschlicher Hass, ihre Projizierung ihres eigenen Elends, ihre fehlende Geisteskraft, ihre Kindheit und schließlich ihr ganzes Leben.

      • Aristobulus schreibt:

        Ja. Solche Leute, die Sie beschreiben, sind durch die eigenen Mängel (charakterlicher und seelischer, natürlich auch begrifflicher Art) gzwungen, sich jemanden zu suchen, auf den sie herabsehen können. Also gibt’s den Judenhass!, nämlich die bewährt-beliebtest-billigste Art und Weise, um sich selber eine höhere Warte zu konstruieren und um endlich wer zu sein.

        Just in Deutschland ist es immer sehr wichtig, dass man selber (als Gruppe) was Besseres sei als dieser und jener ;-) , es gibt unter Deutschen hunderte solcher Abstufungen, geografische, soziale, geschmackliche, sogar bei Musik, bei Büchern, die einer liest oder nicht liest, wegen der Herkunft, usw. usf. Und wenn dann einer ganz unten steht oder nur meint, ganz unten zu stehen, ist ihm dies Demütigung so unerträglich (zumal wenn er aus charakterlichen oder seelischen Mängeln gar nichts sonst hat), dass er dann den Judenhass entdeckt und ihn zu seinem Ureigenen macht.

        So geht jedenfalls das Rezept vom Mittlalter bis etwa 1945.
        Danach wird’s komplizierter, denn es kommen das Schuldgefühl wegen der Ermordeten hinzu und die beständige Anstrengung, Israel mit einem Sondermaß zu messen, gegen jede Realität. Es ist also verdammt viiiel Realität, die da ständig verbogen und gedreht werden muss.
        Weswegen diese Leute dann noch dümmer werden, noch beschränkter und noch herzloser usf., um sich auf der Erhard Arend*tschen Seinsstufe zu wälzen :mrgreen:

        • Lhy schreibt:

          Ich weiß da gar nicht, was ich schlimmer finden soll – die hier beschriebenen, konkreten Hasser, die mit verbogenen Fakten argumentieren, oder die, welche sich nicht mal diese ‘Mühe’ machen, sondern einfach eine Meinung vertreten, die ihnen gerade en vogue erscheint – diese Fähnchen im Wind, die kurz zuvor noch pro-israelische Worthülsen produzierten.

          Spricht man mit diesen Fähnchen dann ein wenig, merkt man spätestens nach dem 3. Satz, dass sich ihre geschichtlichen und politischen Kenntnisse um den Nullbereich herum bewegen.
          Persönlich betroffen sind sie sowieso niemals und emotional auch nicht, denn im Grunde genommen sind ihnen alle Opfer des Konflikts scheissegal, Hauptsache sie haben irgendwas zum Thema abgesondert und das möglichst mainstream.
          In der gehobenen Mittelschicht findet man viele davon und diese leisten teilweise mehr ‘Überzeugungsarbeit’, als die eindeutigen Hasser, weil ihr Ductus auf den ersten Blick sachlich-friedlich-objektiv erscheint.

  14. mike hammer schreibt:

    nun das geschwätz linker neurotiker erinnert schnell an National Sozialisten tauscht man die protagonisten ihrer hetze.

    hier ein nettes beispiel.:

  15. Kwezi schreibt:

    Beleidigung und verwandte Delikte sind Fälle für die Schiedsperson. Viel Vergnügen bei der Diskussion mit Kranke unter Aufsicht eines Mediators.

    • Aristobulus schreibt:

      … also wenn schon ein ~ator, dann bittschön keiner, der auch nur irgendwas mit Medi~ zu tun hat.

      • Aristobulus schreibt:

        … und nein, ich meinte ja eher keinen TERMINATOR oder gar den ALLIGATOR. Viel zuviel Aufwand für den einen, viel zu mager für den anderen.
        Ich meine den Kurator, ja etwa jenen aus dem Musée de l’Homme in Paris. Der kuratiert nämlich eine Troglodytenabteilung, extra für Überbleibsel aus den Zeiten, als mensch noch Ugga-Ugga sagte und an den bösen Watz glaubte.

        Ich garantiere allerdings nicht, dass dieser Kurator das Austellungsobjekt nicht lieber ausgestopft da stehen hätte. Natürlich ganz schonend und biologisch. Aber lebend schreit’s doch bloß und macht da alles kaputt.

  16. Paul schreibt:

    Hallo lieber Gerd,
    wenn es nicht so traurig wäre, wäre es lustig.

    Gegen die Israel beleidigenden Sprüche wird nicht ermittelt. Das fällt unter Meinungsfreiheit. Aber gegen Dich wird ermittelt. Du wirst als Berschuldigter vernommen.

    Man sollte sich beinahe wünschen, dass Du verurteilt wirst.
    Der Jude auf der Karrikatur hatte keine Krummnase. Deshalb war die Karrikatur nicht antisemitische Hetze.
    Wenn Du Pech hast, dann hat der Franke einen Schnäuzer wie Hitler oder seine Frisur. Dann sehe ich schwarz für Dich.

    Aber Du hast noch Glück, dass nicht irgendwelche Nachkommen von Hitler Dich wegen Beleidigung angezeigt haben, weil Du Franke in Beziehung zu Hitler gesetzt hast.

    Herzlich, Paul

  17. Herr Karl schreibt:

    Kann denn ein anonymer Nick “Nikolaus” überhaupt eine Anzeige wegen Beleidigung erstatten? Er hatte ja nicht einmal einen Link im Namen zu einer allfälligen eigenen Internetseite.

  18. Ima schreibt:

    Oh, in dem bewussten Artikel “Hamas schießt auf Kinder” habe ich auch einige Antworten geschrieben, allerdings nicht als Antworten an den „netten“ Nikolaus.

    Ich nehme mal an, Sie informieren uns wie die Angelegenheit weitergeht.
    Wenn sogar das Zeigen einer Israelfahne in Deutschland strafbar ist, habe ich nicht so viel Vertrauen in die deutsche Justiz.
    http://www.ruhrbarone.de/die-israelfahne-und-die-sensiblen-judenhasser/2954

    und übrigens, mir gefällt die Überschrift von dem Artikel bei ruhrbarone.
    Ob die jetzt auch verklagt werden wegen „sensiblen-Judenhasser“

    Aber eins verspreche ich Ihnen, falls Sie wegen dem „sensiblen Nikolaus“ eine Strafe aufgebrummt bekommen, erhalten Sie von mir eine Spende.

    • caruso schreibt:

      “… habe ich nicht so viel Vertrauen in die deutsche Justiz” Nach all dem, was ich hier und auch anderswo lese, verlor ich mein Vertrauen in die deutsche und die austriakische Justiz
      lg
      caruso

  19. tamy schreibt:

    Naja… Wenn Sie auch keine Krummnase haben – Vielleicht spricht Sie der Staatsanwalt dann ja frei. ;)

    Aber mal im Ernst: Das entwickelt? sich so langsam zu einem Grabenkrieg, verhärtete Fronten wie im nahen Osten. Was versprechen Sie beide sich eigentlich von diesen Klagen und Gegenklagen. Haben Sie alle zu viel Geld und/oder zu viel Zeit?

    Geht es da ums Recht haben oder Recht behalten? Höhere Ziele wie den Weltfrieden oder das Erretten der Welt vor dem Untergang des Abendlandes?

    Naja. Jetzt werde ich wieder zu sarkastisch.

    Muss aufpassen, sonst werde ich auch noch verklagt :P (Das scheint den Deutschen, nach Fussball, der liebste Sport zu sein).

    P.S: Eine Frage an die (Hobby-) Juristen unter Euch: Macht es einen Unterschied, ob man/frau eine Volksgruppe/Nation beleidigt oder eine Privatperson?

    • Aristobulus schreibt:

      Völlig irrelevante Fragen, also keine Fragen wieder, bloß das Heischen nach Aufmerksamkeit.
      Raus!

      • Kanalratte schreibt:

        Den Kleinkrieg tamy gegen Aristobulus verstehe ich auch nicht ganz.
        Natürlich auch nicht warum Aristobulus in kindischer Manier unter jedem Beitrag
        von tamy seinen Senf ablassen muss. Selbstverständlich gehört hier niemand einfach so “raus”, was letztlich eh die Entscheidung von Buurmann ist.

        • Aristobulus schreibt:

          Kanalratte, Du weißt ja nicht, wovon Du schreibst.
          Keine Ahnung, weshalb Du Dich in kindischer Manier für einen bekannten Troll verwendest und Deinen Senf darüber ablässt.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Er hat Dich in eine Konversation gezogen und Dir geschmeichelt – und ich bin Dir nicht böse.
            Man kenn diesen Troll seit etwa zwei Jahren, hier und anderswo: Er will Aufmerksamkeit, und wenn er sie bekommt, ist er erst freundlich, um dann über jene Freundlichen herzufallen, die er alle unterschätzt. Um sie zu benutzen:Ö Nu, wegen der Aufmerksamkeit, und weil er glaubt, Macht bekommen zu haben.

            Dass Du glaubst, jemand habe eine nette Seite, indem er diese vermeintliche Seite versucht herauszukehren, ehrt Dich. Aber es ist leider pure Heuchelei, pures Kalkül, und keine nette Seite.

          • tamy schreibt:

            Ach Ari, sparen Sie sich doch Ihre Küchenpsychologie. Wenn Sie mich für einen Troll halten, warum ignorieren Sie mich dann nicht einfach? Trolle soll man doch nicht füttern, und Leute die unter einem Borderline Syndrom leiden (was Sie offensichtlich tun, wenn ich Ihre Analyse richtig deute) auch nicht.

            Die Welt da draussen ist nicht nur schwarz oder weiß, und Menschen sind auch nicht so simpel, wie Sie es gerne hätten.

            Ich falle nicht grundlos über Leute her, und es gibt nur 2 Leute auf diesem Blog, mit denen ich ständig in Streit verwickelt zu sein scheine. Sie, Ari und Mike Hammer.
            Und dafür gibt es sehr wohl Gründe: Ständige Anfeindungen und persönliche Diffamierung von Ihrer und Hammers Seite. Und besagte Küchenpsychologie.

            Das gilt übrigens nicht nur für mich. Ari und Hammer sind die selbsternannten Blogwächter hier, die Art und Weise wie sie mich hier wegekeln wollen, haben Sie in der Vergangenheit schon oft mit anderen sogenannten “Trollen” bzw. Neuankömmlingen/Gelegenheitspostern mehr oder weniger erfolgreich versucht.

            Ich kann Kanalratte nur beipflichten. Ich versuch mich auch nicht an irgendwelche Leute “heranzuschmeissen”, wenn ich mal jemand beipflichte. Wenn dem so wäre, sollte man es diesen Leuten überlassen, ob diese sich “benutzt” fühlen. Tzz, das ist so…..
            billig. Ja billig von Ihnen Ari.

            Pure Westentaschenpsychologie. Lassen Sie mich doch einfach in Ruhe. Würde auch dem Blog nutzen. Schliesslich lebt eine Community von Pluralismus, auch Pluralismus der Meinungen. Oder wollen Sie hier in einem Reservat leben?

            Übrigens: Wenn ich wirklich unter obig genannten Syndrom leiden würde: Würde ich jeden morgen in den Spiegel schauen und mich für einen tollen Hecht halten. Dem ist aber nicht so. Ich leide nur unter Depressionen, keinerlei Macht- oder Gewaltphantasien.
            Sie Ari, sollten psychologische Analysen denen überlassen, die etwas davon verstehen.
            Und selbst die, kennen nur die halbe Wahrheit, wenn überhaupt.

            So… genug Seelenstriptease von mir. Ich würde gerne hier darauf verzichten, aber Sie, werter Ari, zwingen mich ja hier ständig mich verteidigen zu müssen. Ich bin hier aber nicht in Therapie.

            Können wir jetzt bitte wieder das Thema wechseln? Wäre echt nett von Ihnen Ari.

            P.S: Depressionen sind eine sehr unterschätzte Krankheit und sehr sehr schwer zu behandeln. Für die, die es interessiert: Heute kommt etwas darüber im Fernsehen.
            Ist nicht ohne Grund inzwischen eine Volkskrankheit. Und gibt vielerlei Ursachen für diese Art der Erkrankung.
            Robin Williams hat sie (die Krankheit) das Leben gekostet. 15%-20% aller schwer depressiven sind selbstmordgefährdet.

            P.P.S: Ist übrigens nicht sehr nett von Hammer mir den Tod zu wünschen. Mache ich schliesslich auch nicht bei Ihm.

          • tamy schreibt:

            Achso – was ich noch vergass:

            Ari sieht sich als “Spinne”, die ihre Beute mit Zuckungen ihrer Beine (provozierende Kommentare) in ihr Netz locken möchte. Woher ich das weiss? Nachzulesen in einem Dialog zwischen Schum74 und Ari, weiter unten im Blog auf Französisch. Mein Französisch ist leider nur rudimentär bis nicht vorhanden, aber wozu gibt es Google translate? (und ähnliche Übersetzer, will keine Werbung machen).

            Soll heissen: Mich zu einer unüberlegten Aktion zu provozieren, damit er (Ari) dann nach Gerd Buurmann rufen kann, damit dieser mich vom Blog schmeisst.

            Ist alles schonmal geschehen. Deshalb kann man mir nicht nachsagen, dass ich Gespenster sehe. Auch wenn mein Französisch nicht existent ist. Man kanns ja nachlesen und mir das Gegenteil beweisen.

            (Falls gewünscht kram ich den Dialog raus, ist noch nicht so lange her)

            Blöder Kleinkrieg, nervt mich langsam. Aber ich gebe der Spinne Ari nicht nach. Einfach nicht auf die Zuckungen reagieren und sich nicht verheddern ;)

          • Aristobulus schreibt:

            Hab ich nicht gelesen.
            Lohnt sich nicht.

            Der Troll ist ein widerlicher Lügner undFälscher – er fälscht hier Nicks, fakt sich was zurecht, bloß um die eigene verdorbene Leere Anderen überzustülpen.

            Der Troll ist wie ein Terrorist, der Kaufhäuser anzündet, bloß damit man auf ihn aufmerksam werde.

          • schum74 schreibt:

            An tamy

            Von Spinnerei, „araignées au plafond“ (siehe Google), habe ich als Erste geredet. Wobei Spinnerei eine freundliche Deutung Ihrer handfesten Drohung ist, Robert Cohn, nicht etwa die fiktive Gestalt Aristobulus, körperlich zu verletzen.
            Ich meine, dass Sie damit die Grenze des Geplänkels überschritten haben, und dass man Ihnen Halt gebieten muss. So nicht!
            Unter diesen Umständen fällt der Verdacht „Borderline Syndrom“ auf Sie zurück.

        • SilverSurfer schreibt:

          Liebe Kanalratte,
          Ari liegt vollkommen richtig.
          Der Troll taucht hier seit Jahren immer und immer wieder auf…

    • Dante schreibt:

      Naja… Wenn Sie auch keine Krummnase haben – Vielleicht spricht Sie der Staatsanwalt dann ja frei.

      Da haben Sie was falsch verstanden. Erstens kann kein Staatsanwalt jemanden freisprechen, zweitens hat nicht die fehlende Krummnase eines potentiellen Beklagten, sondern die fehlende Krummnase auf einer Karikatur einen Staatsanwalt veranlasst, keine Anklage wegen Volksverhetzung zu erheben, weil er deshalb nicht meinte, dass der dargestellte Kinderesser als Jude kenntlich sei.

      Das entwickelt? sich so langsam zu einem Grabenkrieg, verhärtete Fronten wie im nahen Osten.

      Das entwickelt sich nicht zu einem Grabenkrieg, sondern hat schon so angefangen. Die “Israelkritiker” vertragen nämlich selbst überhaupt keine Kritik und fassen jeden Widerspruch als Kriegserklärung auf.

      Was versprechen Sie beide sich eigentlich von diesen Klagen und Gegenklagen. Haben Sie alle zu viel Geld und/oder zu viel Zeit?

      Müssen Sie den Nikolaus alias Melakon fragen. Der klagt immer gern.

      P.S: Eine Frage an die (Hobby-) Juristen unter Euch:

      Was soll diese schnippische Bemerkung?

      Macht es einen Unterschied, ob man/frau eine Volksgruppe/Nation beleidigt oder eine Privatperson?

      Wer eine ganze Nation beleidigt, ernsthaft beleidigt, beleidigt automatisch jeden, der dazugehört. Es kommt auch Volksverhetzung in Betracht. Man kann auch nicht einfach so tun, als sei nicht das Beleidigen von Juden dem – wiederholten – Versuch vorausgegangen, sie auszurotten. Es ist nicht nur der Holokaust, sondern auch die unzähligen Pogrome gegen Juden in der Vergangenheit.

  20. abusheitan schreibt:

    “Hitler war damals, Merkel ist heute.”
    Darin läge weder eine Wertung noch ein Vergleich, geschweige denn eine Beleidigung.
    Es ist eine Feststellung die einfach beschreibt, wer jeweils an der Regierung ist.
    Dass die Polizei die Anzeige eines möglicherweise an Flausen Krankenden überhaupt entgegen genommen hat, wundert mich.
    Allerdings wurden vor einiger Zeit bei einer humanistisch-säkularen Aktion zwei Aktivisten, die als Hitler und Papst gekleidet, auf die enge Verbindung zwischen katholischer Kirche und NS-Regime aufmerksam machten, ebenfalls auf die Polizeiwache “eingeladen”. Sie mussten aber kurz darauf wieder entlassen werden.
    Die Staatsanwaltschaft wird das Verfahren hoffentlich wegen Geringfügigkeit einstellen.

    • Dante schreibt:

      “Hitler war damals, Merkel ist heute.”
      Darin läge weder eine Wertung noch ein Vergleich, geschweige denn eine Beleidigung.
      Es ist eine Feststellung die einfach beschreibt, wer jeweils an der Regierung ist.

      Natürlich, rein sachlich betrachtet ist das so. Dennoch sorgt der Spruch für eine gedankliche Verbindung, er suggeriert, ohne es expressis verbis zu sagen, dass es zwischen beiden mehr Übereinstimmungen gebe als es sich bei beiden um deutsche Kanzler handelt, die von Berlin aus regieren (was Hitler gar nicht so häufig getan hat, denn sein zweiter Regierungssitz war der Obersalzberg, und seine aufwändig und auf Kosten vieler, insbesondere jüdischer Berliner gebaute Reichskanzlei hat er kaum benutzt).
      Nun ist freilich Israel kein deutscher Kanzler, sondern ein Staat, was die Feststellung die einfach beschreibt, wer jeweils an der Regierung ist bereits ausschließt. Dass es als direkter Nazivergleich gemeint ist, hat Herrmann-Unterstützer Melakon mit seiner Klage wegen einer ähnlichlautenden Äußerung über ihn bewiesen.

      • abusheitan schreibt:

        “Dass es als direkter Nazivergleich gemeint ist, hat Herrmann-Unterstützer Melakon mit seiner Klage wegen einer ähnlichlautenden Äußerung über ihn bewiesen.”

        “Dass es als direkter Nazivergleich gemeint ist…” Gibt es auch indirekte Nazivergleiche?
        Wer kann wissen, was wer meint?
        Gilt nicht Meinungsfreiheit?
        Kann eine Klage etwas beweisen? Muss nicht die der Klage zugrunde liegende Behauptung, es habe eine Beleidigung stattgefunden, bewiesen werden?
        Gilt es nicht Kunstfreiheit, die Texte satirisch verfremden darf?

        Godwin’s law:
        „Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an.“ ;-)

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