Neue Pappe am Dom

Walter Herrmann präsentiert eine neue Pappe vor dem Kölner Dom:  
Am 10. April 2015 ging die Urteilsbegründung der vorsitzenden Richterin im Saal 17 des Amtsgerichts Köln im allgemeinen Tumult unter. “Ich werde weitermachen”, rief Walter Herrmann, “das ist ungeheuerlich was Sie hier machen!” Daraufhin nahm er seine Tragetasche und rauschte raus mit den Worten: “Da mach’ ich nicht mit!” Die Rechtsbelehrung der Richterin ging im wilden Rufen einiger Zuschauerinnen und Zuschauer unter. Sie skandierten: “Macht Spaß zu töten!”

Seit Jahren betreibt Walter Herrmann auf dem Platz vor dem Kölner Dom eine öffentliche Ausstellung, in der er Israel dämonisiert und als Kindermörder bezeichnet. Dazu zeigt er Bilder von blutüberströmten, zerstümmelten Leichen von Kindern und Erwachsenen und behauptet, sie seien von Israelis ermordet worden. Die Fotos sind zu brutal und verstörend, um sie hier zu zeigen.

Aufgrund dieser öffentlichen Zurschaustellung von Gewaltbildern sah es die Richterin als erwiesen an, dass Walter Herrmann gegen §15 Jugendschutzgesetz verstossen hat. §15 bestimmt, dass jugendgefährdende Trägermedien nicht an einem Ort, der Kindern oder Jugendlichen zugänglich ist oder von ihnen eingesehen werden kann, ausgestellt, angeschlagen, vorgeführt oder sonst zugänglich gemacht werden dürfen. Zudem dürfen Menschen, die sterben oder schweren körperlichen oder seelischen Leiden ausgesetzt sind oder waren, nicht in einer die Menschenwürde verletzenden Weise dargestellt werden.

Rund vierzig Sympathisanten von Walter Herrmann fanden sich um 10:45 Uhr im Saal 17 ein. Sie waren alle der Einladung von Walter Herrmann gefolgt, die er vor dem Kölner ausgehängt hatte.  

 

 
Nur einer fehlte: Walter Herrmann!

“Wo ist Herr Herrmann”, fragte die Richterin. “Der hat einen Platten”, erklärte eine Person im Zuschauerraum, er sei aber gleich da. “Kann man ihn nicht anrufen”, fragte eine Frau. “Wenn er auf dem Fahrrad ist, wird er wohl nicht dran gehen”, wusste eine andere. “Dann bitte ich alle, draußen Platz zu nehmen, bis Herr Herrmann da ist”, sagte die Richterin. Die Sympathisanten erhoben sich und gingen raus.

Vor der Tür warteten sie und versperrten im Flur vorbeikommenden Leuten den Weg. Ein Jurist, der vorbei kam, drängte sich durch die Menschentraube mit den Worten: “Das Volk versperrt der Zukunft den Weg!”

Schließlich kam Walter Herrmann. Unter Applaus seiner Sympathisanten wurde er in den Saal geleitet. Er genoss seinen Auftritt. Einem Journalisten des Kölner Stadt Anzeigers, der keinen Platz mehr im Zuschauerraum fand, bot Walter Herrmann den Platz seines Verteidigers an. Walter Herrmann hatte keinen Verteidiger und so war der Platz frei. Der Journalist nahm dankend an und stellte den Stuhl für sich in den Zuschauerbereich.

Die Anklageschrift der Staatsanwältin war kurz und klar. Bilder von verstümmelten Leichen dürfen nicht in aller Öffentlichkeit ausgestellt werden. Bei dem Domvorplatz handele es sich um einen Ort, der von tausenden Menschen frequentiert wird, die aufgrund der öffentlichen Plakatierung der Bilder nicht entscheiden können, ob sie mit diesen Bildern konfrontiert werden möchten oder nicht. Da auch viele Kinder und Jugendliche auf dem Platz seien, einige Jugendliche davon unbeaufsichtigt, sei dies ein nicht hinnehmbarer Eingriff in ihr Recht, von dieser Grausamkeit unbehelligt zu bleiben.

“Jede Mutter und jeder Vater muss die Möglichkeit haben, zu entscheiden, ob das eigene Kind mit diesen Bilder konfrontiert werden soll”, erklärte die Richterin und fügte hinzu: “Die politischen Umstände sind völlig unbeutend. Es ist egal, ob Sie Bilder vom Holocaust zeigen oder Bilder aus dem Gazastreifen. Solche Fotos dürfen schlicht nicht in einer Art und Weise gezeigt werden, dass man nicht die Möglichkeit hat zu entscheiden, ob man sich damit beschäftigen möchte oder nicht. Jeder Mensch hat das Recht, sich auch über etwas nicht zu informieren. Sie können sich nicht mit einer Flüstertüte neben jeden Menschen stellen und ihm Ihre Meinung ins Ohr brüllen.”

Die Staatsanwältin fügte hinzu, dass es auch um die Menschenwürde der abgebildeten Kinder ginge. Als sie dies erklärte, breitete sich Unruhe unter den Sympathisanten aus. Die Richterin bot sich Ruhe aus. Eine Frau von Djihad TV sagte daraufhin: “Ist klar, erst töten ubd dann die Würde verteidigen” und wurde für diesen Zwischenruf des Saales verwiesen.

So sind sie, die Sympathisanten von Walter Herrmann, sie schrecken nicht einmal davor zurück, gewaltpornografische Bilder von Kindern öffentlich zu zeigen, um ihrem Hobby des Hasses zu frönen.

Walter Herrmann nutzte die ganze Verhandlung zur politischen Ansprache an das Publikum. Seine Worte richtete er so gut wie nie an die Richterin oder an die Staatsanwältin, sondern fast ausschließlich an die Zuschauer. Er las sogar einige Kommentare von seinen Pappen vor, die er vor dem Kölner Dom ausstellt.

Die Staatsanwältin erklärte erneut, dass die politischen Aspekte nicht von Belang seien, da das öffentliche Zeigen von Kinderleichen an einem Ort, der für Kinder und Jugendliche zugänglich ist, schlicht verboten ist und dass sogar die Nachrichten im Fernsehen darauf verzichten, diese Bilder zu einer Zeit zu zeigen, da Kinder Fernsehen schauen. Walter Herrmann erklärte daraufhin nur: “Wenn es die Nachrichten nicht zeigen, dann muss ich es eben tun!” Die Nachfrage ob er somit in Kauf nähme, dass Kinder diese Bilder sehen, verneinte Walter Herrmann nicht. Damit war alles geklärt.

Walter Herrmann wurde zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt. Er darf die Bilder von Leichen unter Vorbehalt einer Geldstrafe von vierzig Tagessätzen zu fünfzehn Euro nicht mehr öffentlich vor dem Kölner Dom zeigen. Die Bewährung für den Vorbehalt setzte die Richterin auf ein Jahr fest. Walter Herrmann kündigte jedoch noch im Gerichtssaal an: “Ich mache weiter!”

Ein paar Stunden später saß er schon wieder vor dem Kölner Dom und zeigte die Bilder der geschundenen Kinder. Als ich Bilder von der Ausstellung machte, kam ein circa sieben jähriges Kind zu mir und sagte: “Danke, dass Sie auf Palästina stehen”. Meine Begleitung informierte mich später darüber, dass der Junge von Demonstrationsteilnehmern dazu aufgefordert worden sein soll, mir dies zu sagen. Ein weiterer Mann kam zu mir und zeigte mir eine frisch beschriebene Pappe: “Sehen Sie, das hier hat gerade ein neunjähriger Junge geschrieben. Er will nur Frieden!” Ich sagte nichts dazu.

Ich erstattete direkt wieder eine Anzeige.
Die Polizei kam und forderte Walter Herrmann auf, sechs Fotos, die nicht jugendfrei sind, abzuhängen. Es kam daraufhin laut Express zu einem kleinen Tumult: „Herr Herrmann weigerte sich und warf sich auf den Boden“, beschreibt ein Sprecher der Polizei den Einsatz.

Mittlerweile karrt Walter Herrmann jeden Tag schwere Steine, Stangen, Stühle und Seile an und baut daraus jetzt eine Peepshow zwischen Kölner Dom und der belebten Hohen Straße auf. Es dauert teilweise eine Stunde, bis die Galerie steht! Tausende Menschen kommen jeden Tag an diesem Ort vorbei und müssen dieser Peepshow ausweichen, um zum Dom zu gelangen. Bei einer Gefahrenlage kann die Installation nicht unverzüglich entfernt werden.

Die grausamsen Bilder von blutüberströmten, geschundenen Kinderleichen sind jetzt hinter einer Abdeckung versteckt. Die Abdeckung muss man erst hochklappen, um diese Bilder sehen zu können!
  
Die Klappen sind so gebogen, dass Erwachsene die Bilder nicht sehen können, ohne die Klappen zu bewegen. Aus Kinderhöhe jedoch sind die Bilder nicht verdeckt!
 

 
Eine Peepshow ist jedoch keine Demonstration, sondern eindeutig eine erlaubnispflichtige Sondernutzung in Form eines Informationsstandes! Man muss sogar erst in Form des Hochklappens einer Klappe “eintreten”. Der Eintritt ist frei.

Eine Galerie, die jeden Tag umständlich aufgebaut wird, ist keine Demonstration! Kein Urteil der Welt hat Walter Herrmann gestattet, diese Galerie kostenfrei vor dem Kölner Dom zu errichten. Für den Infostand, den Walter Herrmann betreibt, müsste jedes Theater, jedes Unternehmen und jede gemeinnützige Organisation teuer Standmiete zahlen.

Es wurde Walter Herrmann lediglich von einem Gericht gestattet, dass er Leinen spannen darf, an denen Passanten Karten mit Beiträgen aufhängen können. Nirgendwo wurde ihm jedoch gestattet, diese Leinen an einer eigenst dafür aufwendig errichteten Galerie zu spannen, die zudem noch dazu benutzt wird, Bilder auszustellen, einige davon jugendgefährdend.

Ganz sicher aber erstreckt sich die Demonstrationsfreiheit nicht auf eine Peepshow!

Walter Herrmann kann zum Beispiel ohne Probleme die Leinen zusammen mit anderen Demonstrationsteilnehmern halten und spannen. So sind die Leinen im Falle einer Gefahr auch binnen Sekunden entfernbar. Die Steine, Latten, Stühle, Tische, Klappen und Kisten jedoch, die Walter Herrmann aufbaut, stellen einen Stand dar, für den er von keinem Gericht der Welt das Recht auf kostenfreie Betreibung vor dem Kölner Dom bekommen hat.

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91 Antworten zu Neue Pappe am Dom

  1. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Man könnte meinen, nur vor dem Dom und im Dom in Köln ist man gegen Israel, nein auch in Rom und überall wo man katholisch ist. http://www.handelsblatt.com/politik/international/enttaeuschung-in-israel-vatikan-erkennt-staat-palaestina-an/11775710.html

    • A.S. schreibt:

      Na Super. Meine schlechte Meinung vom naiven Franziskus bestätigt sich immer wieder.
      Viel von Frieden und Menschlichkeit reden und dann eine Institution anerkennen die das exakte Gegenteil davon plant.
      Ratzinger, bitte komm zurück!

  2. Kanalratte schreibt:

    Als Deutscher Christ sage ich:
    Die einzige Rettung für das jüdische Volk ist der Zionismus.

    • Dante schreibt:

      Man beachte die Groß- und Kleinschreibung – “deutscher Christ” versus “Deutscher Christ”.

      • Kanalratte schreibt:

        Sorry, ich bin kein Anhänger Luthers, ich kann das nicht wissen.

        • Dante schreibt:

          Man braucht nicht selbst Lutheraner zu sein, um zu wissen, wer oder was die Deutschen Christen waren.
          Wer sich für jüngere deutsche Geschichte und Kirchengeschichte interessiert, stößt früher oder später auf sie. Auch wenn man Buddhist ist.

          • Aristobulus schreibt:

            Ist dann ein Unterschied zwischen einem deutschen Buddhisten und einem Deutschen Buddhisten?

          • Dante schreibt:

            Feststehender Begriff, Ari. Es gab nie eine GDB (Glaubensbewegung Deutscher Buddhisten), und wozu auch? Selbst wenn es während der Nazizeit schon eine nennenswerte Zahl deutscher Buddhisten gegeben hätte und etliche von diesen auch Nazis gewesen wären, hätten diese wohl keinen besonderen Bedarf gesehen, eine solche zu gründen. Buddha war kein Jude, sondern ein indischer Prinz, also ein Arier, und zwar im eigentlichen Sinne des Wortes.

    • unbesorgt schreibt:

      Also großdeutscher Christ. Oder Großdeutscher?

  3. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Dazu passend, die neuesten Hirnfürze linker Lemuren:
    http://www.blu-news.org/2015/05/13/ex-eu-politiker-aggressive-linie-gegen-israel/

  4. Couponschneider schreibt:

    Mich erinnert Walter Herrmann an Wolfgang Ebel:

    Was das psychologische angeht.

    • Aristobulus schreibt:

      Der ist harmlos – und er verbreitet keinen Hass, feiert keine Terroristen, richtet keinen Schaden an, usf.
      Der hält sich halt für den Reichskanzler Ebel, so, wie Andere sich für Napoléon halten.

      Wohingegen Walter Herrm’ann sich für den neuen Himmlerpenner hält und ständig Judenhass schürt und die Hamas unterstützt

  5. abusheitan schreibt:

    Nach bisher unbestätigten Gerüchten plant Walter Wermann eine neue Plakataktion, die aufzeigt, dass Juden schon vor 150 Jahren palästinensische Kinder zu Schrot gemahlen und an Gänse verfüttert haben. Als Beweismittel werden Originalzeichnungen vom Tatort gezeigt, teils offen für die Erwachsenen, teils zum Aufklappen für die Kinder:

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/max-und-moritz-4137/6

      • abusheitan schreibt:

        Nach bisher als völlig unglaubwürdig einzustufenden Gerüchten will sich Walt Werman in Zukunft auch für andere Vertreibungsopfer einsetzen:
        “Nachkommen der vertriebenen Einwohner der oströmischen Metropole Konstantinopel fordern ein Ende der mehr als 500jährigen Besatzungs- und Siedlungspolitik sowie Entschädigung. Die wirtschaftliche Lage der seit 1453 u.a. in der unwirtlichen Region Thessaloniki lebenden Flüchtlinge ist schlecht. Die EU unterstützt die dort lebenden Byzantinenser mit Hilfsgütern und Geld.”

        http://www.zellerzeitung.de/index.php?m=gbuch&id=104

        • Aristobulus schreibt:

          Nach bisher als vollständig unglaubwürdig einzustufenden Gerüchten will Kallter Wermann sich in Zukunft für die Million vertriebener Juden aus arabischen Ländern einsetzen, die 1948 von dort vertrieben wurden, wo sie über Jahrhunderte gelebt hatten. Entschädigt wurden sie nie dafür. Nach als absolut unglaubwürdig einzustufenden Gerüchten soll Wermann plötzlich groß- nein größtzügig darüber hinwegsehen, dass das ja Juuuden sind, und er soll seine Freunde von der Hamas gefragt haben, ob sie nicht ein paar EU-Millionen für die noch Lebenden unter diesen Vertriebenen lockermachen wollen.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Aristobulus: “Nach bisher als vollständig unglaubwürdig einzustufenden Gerüchten will Kallter Wermann sich in Zukunft für die Million vertriebener Juden aus arabischen Ländern einsetzen, …”

            Der kalte Sperma(n) wird sich für seinesgleichen einsetzten, für kalte Bauern, die an Toilettenwänden heruntertropfen, sobald sie abgewichst sind.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Schockierend!
      Dennoch entrate ich dem Großalarm. Immerhin wurden Maxdullah und Ibn Moritz nicht an Schweine verfüttert.

  6. aurorula a. schreibt:

    Ich steige sowieso nicht durch, wieso wenn irgendwo ‘Nachrichten’ dranbappt andere Maßstäbe für Bilder gelten sollten als wenn ‘Kunst’ draufsteht.

    Ein Beispiel: zeigt der Pirelli-Kalender jemanden oben ohne, ists ganz was anderes als wenn der National-Geographic-Kalender es tut.

    Nochn Beispiel (Vorsicht, Gewaltszene!)
    Zeigt jemand die folgende Szene und sagt korrekt dazu, daß sie aus dem Horrorfilm Final Destination 4 ist – dann Gewalt, Splatter, Geschrei, nach 22 Uhr und alles drum und dran.
    Zeigt jemand ein Bild aus der Szene und behauptet es sei aus Gaza, ja dann… dann keine Beschränkungen oder zumindest wesentlich weniger.
    (und ja, das ist passiert daß jemand Horrorfilmbilder als Bilder aus Gaza ausgegeben hat, s.u.)

    Die Frage wäre sowieso wieviele der beanstandeten Bilder ähnliche Fehler aufweisen – setzt man die Quote an die es im Internet gab für falsch ausgegebene Bilder (aus Filmszenen, aus Syrien, von Selbstmordattentaten, aus anderen Konfliktgebieten, …) dann würde ich mich wetten trauen daß einige wenn nicht sogar alle dabei sind die falsche Tatsachen vorgeben und von Halter Wer-Mann somit noch etwas ganz anderes sind?
    Widerlich ist das was er da tut in jedem Fall!

    • aurorula a. schreibt:

      P.S: das mit Horrorfilmbildern als Dokumentarfotos aus Gaza funktioniert auch nur, weil die Zielgruppen für Free-Gaza-Gewaltpornos und fürchterlich schlechte Horrorfilme zwei unterschiedliche sind: die typische linksalternative pensionierte Deutschlehrerin die sich an ersterem aufgeilen könnte hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit letzteres nie im Leben gesehen und kann es somit nicht wiedererkennen.

      • pokemon273 schreibt:

        elderofziyon.blogspot.com halte ich für die beste Seite, um die täglichen Fälschungen und Verfälschungen aufzudecken. Der Betreiber (“Elder”) arbeitet sehr sorgfältig und prangert Fälschungen erst an, wenn er sicher sein kann. Meist mit detaillierter Beweisführung und so, dass Außenstehende jeden Schritt der Fälschung und Propagierung nachvollziehen können.

        Man sollte meinen, dass alle Nachrichtenmedien, die über Israel berichten oder Kommentatoren beschäftigen, Elder of Ziyon als tägliche Lektüre für ihre Redakteure verpflichtend machen. Okay, so ist es nicht, stattdessen werden die Pressemitteilungen der NGOs ungeprüft weiterverbreitet.

    • Aristobulus schreibt:

      Danke für den Fund, liebe Aurorula.
      Es gibt eine lange, lange Liste aus gezielt gefälschten oder verfälschten Bildern, nicht?, etwa das Foto von Tuvia Grossman (der in der Bildunterschrift als von einem israelischen Soldaten verletzter Araber bezeichnet worden war), oder Mengen Fotos von toten Kindern während all dieser israelischen Verteidigungskriege, die immer wieder recycelt werden.

      Damit sollen Emotionen gegen den vermeintlichen Verursacher des Leids erzeugt werden, also gegen den Jud’. Wobei die Israelis sich mit solchen Bildern äußerst zurückhalten – selbst während des Höhepunkts der Selbstmordattentate 2002 gegen Diskotheken, Pizzerias, Supermärkte und Schulbusse haben Israelis keine Fotos von Zerstückelten oder Blutüberströmten veröffentlicht.
      Nicht mal fotografiet haben Israelis solche Szenen.
      Weil es ein paar Dinge gibt, die man als a Jid einfach nicht tut. Etwa Horrorpornographie zu treiben. Weswegen dann die Schwallter Werrmänner taktisch im Vorteil sind, weil skrupellos.

      • Dante schreibt:

        Wie gesagt, Israels Anstand ist zugleich seine Schwäche…

      • aurorula a. schreibt:

        Weil es ein paar Dinge gibt, die man als a Jid einfach nicht tut. Etwa Horrorpornographie zu treiben. Weswegen dann die Schwallter Werrmänner taktisch im Vorteil sind, weil skrupellos.
        Mehr oder weniger über dieses Thema (Berichterstattung zwischen Propaganda, Mythen und Fakten) habe ich letzten Sommer einen sehr guten Vortrag des Dokumentarfilmers Michael Yochai gehört:
        http://tapferimnirgendwo.com/2014/07/02/dem-jud-ist-alles-zuzutrauen/#comment-61942
        Auch der hat Gewalt(-Folgen-)darstellungen unter dem Etikett der ‘Nachricht’ als pornographisch gesehen und würde soetwas nie filmen oder zeigen.
        Er hat auch noch etwas sehr interessantes anderes gesagt: “… and how can I show what is not happening?” – Wie kann ich ein Massaker zeigen, das nicht stattgefunden hat?
        Das ist der andere Vorteil von Widerlingen wie Halter Wer-Mann: etwas zu behaupten ist immer leichter als eine solche Behauptung zu widerlegen – denn wie soll jemand etwas zeigen, das nicht passiert?

      • aurorula a. schreibt:

        ..
        Weil es ein paar Dinge gibt, die man als a Jid einfach nicht tut. Etwa Horrorpornographie zu treiben. Weswegen dann die Schwallter Werrmänner taktisch im Vorteil sind, weil skrupellos.
        Mehr oder weniger über dieses Thema (Berichterstattung zwischen Propaganda, Mythen und Fakten) habe ich letzten Sommer einen sehr guten Vortrag des Dokumentarfilmers Michael Yochai gehört:
        http://tapferimnirgendwo.com/2014/07/02/dem-jud-ist-alles-zuzutrauen/#comment-61942
        Auch der hat Gewalt(-Folgen-)darstellungen unter dem Etikett der ‘Nachricht’ als pornographisch gesehen und würde soetwas nie filmen oder zeigen.
        Er hat auch noch etwas sehr interessantes anderes gesagt: “… and how can I show what is not happening?” – Wie kann ich ein Massaker zeigen, das nicht stattgefunden hat?
        Das ist der andere Vorteil von Widerlingen wie Halter Wer-Mann: etwas zu behaupten ist immer leichter als eine solche Behauptung zu widerlegen – denn wie soll jemand etwas zeigen, das nicht passiert?
        ..

      • aurorula a. schreibt:

        Versuche gerade einen Kommentar zu posten, der weder in der Modernationsschleife noch hier landet; ich bekomme zwar eine Bestätigung daß gepostet wurde, aber der Post verschwindet im Nirvana…

        • aurorula a. schreibt:

          edit: Nö, funktioniert nicht. ):

          • Aristobulus schreibt:

            Hat wohl nun funktioniert :-)

            “…denn wie soll jemand etwas zeigen, das nicht passiert?”
            Seit dem Mittelalter wird ständig gezeigt und gezeigt und gezeigt, was NICHT passiert: Gerüchte über den Jud’, Gerüchte über Israel.

            So, wie früher der Jud’ ständig mit irgendwas nie Passiertem beschuldigt wurde (Gottesmord, Ritualmorde, Wucherzins, Rassenschande usf.) und also ständig in die Defensive gedränt war, so muss sich heute Israel ständig für nicht Passierendes rechtfertigen (allerlei Völkermord, allerlei Welteroberung, finanzielle Ausblutung der Deutschen, fiese Vergiftung der Araber mit Schweineblut, miese Ausspionierung arabischer Länder mit Fledermaus-Cyborgs, usf., ja gar die Verschandelung des Kölner Rathausplatzes mit einem zionistischen Museum, und dann noch diese komische Verschworenheit irgend einer Kölner Richterin mit dem Mossad, usw. usf.)

  7. wreinerschoene schreibt:

    Der Hass gegen Juden nimmt jedan Tag zu. Solche verklärten Menschen sind gefährlich denn sie reiten auf einem Prinzip was keine Argumente zuläßt. Vielleicht könnte man damit eine Gegendarstellung anbringen.
    http://haolam.info/Israel-Nahost/artikel_20932.html
    Es wird Zeit das man darüber informiert um einiges richtig zu stellen.

    • Dante schreibt:

      Die sind nicht verklärt, sondern verpeilt. Das ist ein wichtiger Unterschied.

      • wreinerschoene schreibt:

        Ok, wollte nicht ganz so hart vorgehen, aber Sie haben recht. Vielleicht sollte man solchen die Möglichkeit geben sich vor Ort zu informieren. Evtl. im Gaza selbst

      • Frase0815 schreibt:

        Rudolf Dressler, der war ja immerhin mal Botschafter in Israel, gestern Abend auf Phoenix. Man beachte die ersten 1,5 Minuten

        Hab ich live genießen dürfen und dachte ich höre nicht richtig. Ich meine (glaube) der Mann ist doch nicht israelfeindlich gesinnt, wie kann denn so ein völlig an der Realität vorbei gehendes Bild enstehen? Bzw. zwei Bilder: seins von “der israelischen Politik” und seins von den Deutschen und ihren Gründen für die “schlechte Meinung über Israel”.

  8. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Der Hass gegen Israel und gegen Juden erfährt breite Zustimmung in Köln. Die katholische Kirche, die politisch Verantwortlichen und die Bürger Kölns unternehmen nichts und dulden zustimmend die Dauerhassausstellung.

    • A.S. schreibt:

      Da fehlt einiges entscheidende in dem Artikel. Man kann auch durch Weglassen von Informationen lügen.
      Schrott-Link, nicht ernst zu nehmen.

      • Frase0815 schreibt:

        Nur zur Unterstützung von A.S.:
        Hier eine Übersicht der “ausgewogenen” Berichterstattung von Frau Frykberg
        http://www.ipsnews.net/author/mel-frykberg/

        Wenn ich mir einfach nur die Überschriften anschaue, weiß ich auch wieder warum mir selbst in der Zeit, in der ich mich noch nicht sonderlich für Israel interessiert habe, die Geschichte der armen unterdrückten Palis etwas, nun ja, eindimensional vorkam :mrgreen:

        • A.S. schreibt:

          Eindimensional ist noch nett. Es fällt bei den “Die armen Palästinenser”-Jammerziegen schon auf, dass in deren Berichten eigentlich nie die Warum-Frage gestellt oder gar beantwortet wird. Da führt immer nur Israel einen Krieg. Aber ohne Gegner ……..
          Was die Aktionen völlig sinnlos werden lässt. Der angebliche Völkermord ist quatsch. Wenn das das Ziel wäre hätten die Israelis ganz andere Möglichkeiten und da sie diese nicht nutzen ist der Völkermordblödsinn widerlegt. Genau so wie ein kurzer Blick auf die Bevölkerungsstatistik den widerlegt.
          Ein an Wahrheit auch nur oberflächlich interessierter Mensch müsste sich sehr schnell die Warum-Frage stellen. Welchen Sinn sollen die angeblichen Greultaten haben?
          Das fehlen dieser Frage zeigt deutlich, dass es nur um die Bestätigung von Feindbildern geht.

          • Frase0815 schreibt:

            Heutzutage nenne ich das auch nicht mehr eindimensional, das ist verlogene, von Judenhass durchzogene Propaganda. Der Punkt ist eben – und Du beschreibst das ja ganz richtig – dass man als halbwegs geradeaus denkender Mensch, der nicht vom „de Jooodn sind unser Unglück“-Fieber befallen ist, bemerken müsste welch mieses Spiel da gespielt wird.

          • Dante schreibt:

            Gemeint ist dasselbe. “Eindimensional” ist diplomatisch für dt. “antisemitische Hasspropaganda”.

          • Aristobulus schreibt:

            Leider funktioniert Kurtls Weltbild dennoch seit vielen Jahrhunderten wie geölt: Weil der Jud’ darin gleichzeitig absolut übermächtig und absolut wertlos ist.
            Also gilt der Jud’ da als kakerlakenartiger Unter- nin Nichtmensch, der jedoch alles besitzt und alles kontrolliert und alles beherrscht.
            Indem Kurtl das so sieht, funktioniert’s auch mit dem permanenten Völkermord am edlen Araber durch den hakennasigen Jud’.

        • Kanalratte schreibt:

          “Palästina” ist einfach der Moslem der ständig auf dicke Hose macht, wenn er dann aber von Deutschen verschlagen wird, rumheult und “Nazis” ruft.

          “Palästinenser” sind feige Pussys wie diese ganzen Messerstechermoslems.

    • Bergstein schreibt:

      Abgesehen davon, dass der verlinkte Artikel Unsinn behauptet, bitte ich Sie um ehrliche Antworten auf folgende Fragen:

      1. Ein 12-Jähriger richtet eine geladene Waffe auf Sie, um Sie zu erschießen. Werden Sie ausgehend davon, dass keine dritte Möglichkeit besteht, sich erschießen lassen oder ihn vorher selbst erschießen? Was ist bei einem 10-Jährigen oder einem Achtjährigen?

      2. Aus einem Haus in dem eventuell Kinder sind, wird auf ihr Haus mit ihren kleinen Kindern drin geschossen, mit dem Ziel ihre Kinder zu töten. Werden Sie, wenn keine dritte Möglichkeit besteht, zurückschießen oder Ihre Kinder erschießen lassen? Was ist, wenn im anderen Haus sicher Kinder sind, die im Haus als menschliche Schutzschilde festgehalten werden?

      3. Was ist aus Ihrer Sicht die richtige Reaktion auf Steine schmeißende Kinder, die von ihren Eltern bewusst dazu animiert werden Steinen auf fahrende Fahrzeuge zu schmeißen, wobei sowohl den Eltern als auch Kindern bewusst ist, dass dies zum Tod der Insassen führen kann und auch häufig führt? Was ist, wenn in diesen Fahrzeugen Ihre Kinder fahren? Ist es anders zu beurteilen, wenn die Kinder für das Steineschmeißen Geld bekommen?

      4. Ein Selbstmordattentäter rast mit einem Kind im Auto auf ein Kindergarten zu, darf man auf sein Auto schießen? Kommt es bei der Beantwortung der Frage darauf an welche Kinder im Kindergarten sind oder darauf wer der Attentäter ist? Was ist wenn er auf ein Altersheim zurast?

    • Krokodil schreibt:

      Kurt,
      ich habs ja geahnt.
      Sie nutzen die Redefreiheit hier,
      um letztendlich mit diesem Müll aufzuwarten.
      Gehen Sie in sich,
      falls das noch hilft.
      Sie haben sich gerade ausgiebigst diskreditiert.

    • ceterum censeo schreibt:

      Kurt, danke für dieses famose Beispiel von einer Internetseite der Weisen von Zion! Was hat übrigens das arme palästinensische bärtige Mädchen auf dem Bild für ein tragisches Schicksal? Kopfläuse?

  9. A.S. schreibt:

    Offensichtlich sieht W.H. bei allem was ihm im Weg steht eine “Israellobby” am werk. Andere Optionen scheint es in seinem Kopf nicht mehr zu geben. Wer dermaßen die Perspektive nicht wechseln kann muss dringend in Behandlung. Das ist keine Meinung mehr……

    • Dante schreibt:

      Da hilft keine Behandlung, würde zweifellos auch Manfred Lütz (Irre! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen) sagen. Der Typ (WH) istr unheilbar, weil normal. Komplett abgedreht, aber normal.

  10. mike hammer schreibt:

    @ American Viwer

    wenn ich mir ansehe was in den
    USA als Liberal alles daherkommt,
    da ist Halter Werrmann ein
    weisenknabe dagegen,
    rufe ich aus,” Im aint no damn liberal”. ;)

  11. Philipp schreibt:

    Wurde schon mal versucht, den Spieß umzudrehen, eine “Gegendemonstration“ auf der Domplatte zu machen – also so ähnlich wie dieser Idiot, wenn auch nicht pietätslos – um zu sehen, ob man von der Polizei anders behandelt wird und somit einen Eklat zu provozieren? Wobei ich natürlich befürchte, dass niemand von den Behörden dort Scheu davor hat, ganz offen zweierlei Maß zu zelebrieren.

  12. unbesorgt schreibt:

    Ich glaube ich muss mal wieder nach Kölln kommen und mich angesichts des Treibens vor’m Dom derart in meinen religiösen Gefühlen verletzt sehen, dass ich es nicht mehr ertragen kann und den Herrmann windelweich klopfen muss. Wie haltet ihr das da mit dem Vogel aus?

    Wenn in Rom ein aufdringlicher Bettler auf der Metro-Treppe ständig Leute anpöbelt kommt nach einer Weile ein Carabiniere und stellt Warnbarken mit Flatterband drumherum. Die Belästigungen hören dann schneller auf als bei einer Verhaftung. In Kölln könnte man das doch auch großflächig veranstalten. An die Pfosten könnte man noch Warnschilder binden mit der Aufschrift: “Gehen Sie weiter, hier wohnt ein alter, verblendeter Sadist, den die Stadt Köln hier solange lüften möchte, bis er mumifiziert ist und dem Domschatz zur Reliquienverehrung als St. Mumpitz zugeführt werden kann, stören Sie durch ihren Atem nicht dieses wissenschaftliche Experiment “.

    Ich gebe eine Runde Flatterband aus. Wer macht mit?

    • unbesorgt schreibt:

      Wenn man Kölle denkt und Köln schreiben will, flockt es Kölln. :)

      • unbesorgt schreibt:

        Das sieht komisch aus…mein ursprünglicher Beitrag muss freigeschaltet werden…und der auf den ich antwortete ist nur die Korrektur desselben. Also nochmal das Original – bevor sich jemand wundert was ich hier von Flocken labere :)

        –schnipp–

        Ich glaube ich muss mal wieder nach Kölln kommen und mich angesichts des Treibens vor’m Dom derart in meinen religiösen Gefühlen verletzt sehen, dass ich es nicht mehr ertragen kann und den Herrmann windelweich klopfen muss. Wie haltet ihr das da mit dem Vogel aus?

        Wenn in Rom ein aufdringlicher Bettler auf der Metro-Treppe ständig Leute anpöbelt kommt nach einer Weile ein Carabiniere und stellt Warnbarken mit Flatterband drumherum. Die Belästigungen hören dann schneller auf als bei einer Verhaftung. In Kölln könnte man das doch auch großflächig veranstalten. An die Pfosten könnte man noch Warnschilder binden mit der Aufschrift: “Gehen Sie weiter, hier wohnt ein alter, verblendeter Sadist, den die Stadt Köln hier solange lüften möchte, bis er mumifiziert ist und dem Domschatz zur Reliquienverehrung als St. Mumpitz zugeführt werden kann, stören Sie durch ihren Atem nicht dieses wissenschaftliche Experiment “.

        Ich gebe eine Runde Flatterband aus. Wer macht mit?

        • aurorula a. schreibt:

          Wäre interessant zu wissen ob andere Veranstaltungen auf der Domplatte angemeldet werden könnten oder davon ausgegangen wird daß diese durch obengenannte Installation dauer’besetzt’ ist – jemand sollte glatt ausprobieren ob eine Kunstinstallation (zur Not und in bester Tradition von Beuys et al. Satellitenfotos mit dem Wetterbericht von letzter Woche die dazu erklärt werden) dort gezeigt werden darf oder mangels Platz woandershin umziehen müßte. Leider wohne ich nicht in Köln.
          Falls wegen Dauerbelegung durch WH etwas anderes dort nicht gezeigt werden kann, dann besetzt auch WH – und zwar die Domplatte. Woraufhin ein Ende der Domplattenbesetzung gefordert werden…. *gagasprüche vonsichgeb*
          (Kopfkino: ich stehe auf der Domplatte mit einem Pfeil in Richtung WH und Schild “Dieser Mann besetzt seit X Jahren Köln mit seiner Botschaft des Hasses. Fordere sofortige Freigabe!”)

  13. Dante schreibt:

    Bei einer Peepshow sind die Betrachteten physisch anwesend und zeigen sich mehr oder minder freiwillig den Betrachtern. Die “Klagemauer” ist also keine Peepshow, sondern eine Art Gewaltpornographie. Auch nicht ganz, denn die Bilder sollen den Betrachter zwar erregen, aber nicht sexuell. Vielmehr sollen sie ihn zum Hass gegen den jüdischen Staat anstacheln wie einst andere Machwerke den auf die Juden. Der geistige Urgroßvater dieses Mannes namens Walter hieß Julius.
    Der Verzicht auf dieserlei Gewaltpornographie ist Israels Tugend und Schwäche gleichermaßen.

  14. American Viewer schreibt:

    Was dieser Herr macht ist anti-israelische Propaganda aus den tiefsten Schuhbladen. So weit bin ich einverstanden.

    Ich finde allerdings ein westlicher, liberaler Staat sollte dies als Meinungsfreiheit ansehen und letztendlich auch aushalten. So schwierig und schmerzhaft dies auch ist. Und bei diesem Typ ist es wirklich sehr schwierig, denn dessen Propaganda ist besonders verlogen und bösartig.

    Natürlich kann man mit bürokratischen Vorschriften und Regeln argumentieren, die dieser Herr erfüllt oder nicht erfüllt. Aber auch das finde ich schwierig, denn normalerweise sind “wir” Liberalen dafür Bürokratie abzubauen, oder nicht? Letztendlich ist das dann auch keine ehrliche Argumentation, denn im Kern geht es einem ja nicht um Bürokratie, sondern man will Gesetze finden und so auslegen, die diesen Kerl zum Schweigen bringen.

    • anti3anti schreibt:

      Der letzte Satz trifft ins Schwarze. Wir wollen aus Selbstschutz und aus ethischen Gründen den Kerl zum Schweigen bringen, der gegen uns mit Hilfe von Gesetzeslücken und Winkeladvokaten hetzt. Wir könnten einen Schläger bezahlen, jedoch akzeptieren wir das Gesetz, welches derartiges verbietet. Und wir sind feige.

      Nun sollen wir “ehrlich ” argumentieren und auf legale Mittel verzichten?
      Deutsche Antisemiten wollen Juden in Israel verbieten, sich zu wehren. Nun auch in Köln?

      • Dante schreibt:

        Antisemiten – egal ob deutsch oder welcher Nationalität auch immer – wollen natürlich allen Juden verbieten, sich zu verteidigen, überall.

    • Malte S. Sembten schreibt:

      Es sollte aber gleiches Recht für alles gelten. Und nur W.H. darf in Köln, was sonst keiner darf. Wenn Gerd Buurmann oder jeder andere mit gleicher Selbstverständlichkeit jederzeit eine eigene “Ausstellung” zu welchem Thema auch immer auf der Domplatte aufbauen dürfte, könnte man von Meinungsfreiheit sprechen, wenn die Stadt eben auch jemanden wie W.H. gewähren lässt. So aber handelt es sich um Narrenfreiheit, die es nur in Köln gibt und die nur W.H. mit seinem Judenhass genießt.

    • Dante schreibt:

      Ich finde allerdings ein westlicher, liberaler Staat sollte dies als Meinungsfreiheit ansehen und letztendlich auch aushalten.

      Meinungsfreiheit deckt nicht jede dreckige Lüge und Verleumdung ab. Wer sich gegen Judenhass und Mord an Juden wegen ihrer jüdischen Identität ausspricht, den nennt WH öffentlich einen “Massaker-Befürworter”.
      Gehen wir großzügig darüber hinweg, dann habe ich eine nicht verhandelbare Bedingung: Es muss im Gegenzug nicht nur jeder, der das will, jederzeit und überall eine Israel-Fahne mit sich führen und Null Toleranz gegen jeden erwarten dürfen, der an Übergriffe auch nur denkt, es muss auch möglich und erlaubt sein, selbst unfaire und abfällige Kritik am Islam, an Muslimen und Arabern zu äußern.
      Wenn Meinungsfreiheit, dann als allgemeines Menschenrecht, keinesfalls als Privileg für Antisemiten.

    • Dante schreibt:

      Solange jemand, der eine Israel-Fahne zeigt, zu einem Ordnungsgeld verurteilt werden kann, bedarf es keiner ehrlichen Argumentation.

    • Paul schreibt:

      Lieber Viewer,
      Deine Meinung kann man nur vor dem Hintergrund amerikanischer Liberalität verstehen.
      Die gibt es in Deutschland nicht und die wollen auch nicht wirklich sehr viele, weil sie dazu führen würde, dass Menschen in Pseudonaziuniform mit Hakenkreuzfahnen öffentlich demonstrieren dürften. Bei Euch in Amerika ist das möglich. http://www.spiegel.de/fotostrecke/stahlhelm-hakenkreuz-sternenbanner-neonazis-in-den-usa-fotostrecke-67979.html
      Schaut Euch die Bilder ruhig an.

      Nein, das wollen wir in Deutschland nicht.

      Deswegen nehme ich und mit mir auch noch Andere, leider zu wenige, Anstoß an der Judenhassdemostration vor dem Kölner Dom.

      Herzlich, Paul

      • Dante schreibt:

        Nein, nein, nicht nur Anstoß – den nimmt @AmericanViewer zweifellos auch. Ich halte das Machwerk für kriminell.

      • American Viewer schreibt:

        Gibt es nicht wichtigere Dinge über die man sich aufregen kann? Ich würde den Mann nicht zum antisemitischen Märtyrer machen. Der Mann soll sagen, was er will, wann er will, wo er will. So wie jeder andere Bürger auch. Seine Meinung spricht doch für sich.

        • Dante schreibt:

          Gibt es nicht wichtigere Dinge über die man sich aufregen kann?

          Es gibt immer “Wichtigeres”, das ist nun wirklich kein Argument. Ginge es nur um einen einsamen alten Kläffer, den niemand ernst nimmt, wäre es in der Tat unwichtig, aber der Typ ist ja nur ein Symptom.

          Ich würde den Mann nicht zum antisemitischen Märtyrer machen.

          So etwas gibt es nur in Gesellschaften wie der der Nazizeit oder HaSSmastans. Jemanden, der wegen seines Einsatzes für die Legalisierung von Kinderpornografie angefeindet wird oder auffe Fresse kriegt, würde bei uns wohl auch niemand als Märtyrer anerkennen.

          Der Mann soll sagen, was er will, wann er will, wo er will. So wie jeder andere Bürger auch.

          Erstens ist Meinungsfreiheit kein Anrecht auf ein Forum im öffentlichen Raum, schon gar nicht so dauerhaft wie es WH bereits gehabt hat. Schon gar nicht unwidersprochen.
          Zweitens – auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen – kann mitnichten jeder Bürger das Recht ausüben, überall seine Meinung kundzutun. Fragen Sie doch mal die Leute, die “am falschen Ort” Israel-Fahnen schwenken und dafür mit Ordnungsgeldern zugeschossen wurden.

          Seine Meinung spricht doch für sich.

          Hat Mancher auch in den Zwanzigern von den Tiraden der Nazis gesagt. Zehn Jahre später war Antisemitismus Staatsräson und weitere zehn Jahre später waren rund sechs Millionen Juden ermordet, und hinzu kommen noch einige Millionen Roma und andere den Nazis missliebige Personen.
          Soll ruhig ein Idiot sich öffentlich als solchen outen, aber man darf ihn verdammtnochmal weder unterschätzen noch zulassen, dass er zu einer Art Helden avanciert.

  15. mike hammer schreibt:

    also es gibt papier, latten, steine, leinen…..
    hmmm, damit ließe sich was machen und so
    ein dom vorplatz ist auch eine passende kulisse dazu.

    LOL

    der mann ist in köln gewollt und bevor ihn ein kölner
    gericht aburteilt wird ihn wohl ein anderer
    richter vorladen, einer den
    man nicht belügt.

    was soll man auch von einer stadt halten in der männer
    bier aus vodkagläsern trinken?

    • Clas Lehmann schreibt:

      Ich verstehe, was Du andeuten möchtest, aber: Männer?

      Sind es nicht eher Kölner?

      Und Bier?

      Dieses selbstreferentielle Getränk wird Kölsch genannt…

      • mike hammer schreibt:

        # Clas Lehmann
        tschuldige, wollte dich nicht beleidigen, aber erst kürtzlich war ich in köln
        und da saßen männer und tranken diese finerhutgebräue,
        man sagte mir das es ein bier sein soll.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Hast Du nicht. Ich bin kein Kölner und kein Biertrinker, aber hast Du da mal einen Selbstversuch unternommen, mit dieser Flüssigkeit? Kölner sind vielleicht den Kretern anverwandt, und wir kennen mindestens ein Beispiel, das lügt…

          • Dante schreibt:

            Kölsch ist nicht gleich Kölsch. Es gibt dieses Küppers Kölsch, das schmeckt mir begeistertem Jevertrinker bei Weitem zu süß. Es gibt andere, wie Reissdorf oder Früh, die kann man meines Erachtens trinken.
            Ärzte empfehlen es (oder, als Nichtkölner, wahlweise Alt) sogar, wenn jemand Nierenprobleme hat.

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