Nur zu!

Für meinen Artikel Broder bis Woelki zitierte ich aus einem Mailverkehr zwischen Henryk M. Broder und der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Der Mailverkehr sollte mit der Veröffentlichung des Berichts noch lange nicht vorbei sein. Der Verkehr ging weiter. Und wie er weiter ging!

Wenn ich alles richtig verstanden habe, so will der Vorsitzende der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Henryk M. Broder einen Strafverteidiger empfehlen, sollte Broder einen Traktor mieten, um damit die sogenannte Kölner Klagemauer vor dem Kölner Dom über den Haufen zu fahren. Nur zu, sagt Prof. Dr. Jürgen Wilhelm zu der Idee!

Das ist mal ein Angebot! Ich setze noch einen drauf: Sollte die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit den Strafverteidiger sogar bezahlen, werde ich für die Miete des Traktors aufkommen. Deal?

Tapfer im Nirgendwo veröffentlicht hier das ganze Gespräch. Viel Spaß!

***

Sehr geehrter Herr Meier,

wie ich höre, wird Kardinal Woelki bei der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit einen Vortrag über Besinnung und Ermutigung auf dem Weg jüdisch-christlicher Begegnung halten. Das halte ich für eine ausgezeichnete Idee, die hoffentlich dazu beitragen wird, dass unsere christlichen Mitbürger uns bald das verzeihen werden, was sie uns antun mussten, um den Tod Jesu zu vergelten.

Darf ich in diesem Zusammenhang eine Bitte an Sie richten? Könnten sie Kardinal Woelki fragen, was er auf dem Weg jüdisch-christlicher Begegnung gegen die Klagemauer direkt vor seiner Kirche unternommen hat, deren Urheber seit Jahren antisemitische Hetze verbreitet? Oder planen Sie, Walter Herrmann zu einem Vortrag über die Wege jüdisch-christlicher Begegnung einzuladen?

Mit besten Grüßen
Henryk Broder

***

Sehr geehrter Herr Broder,

mein Geschäftsführer, Herr Dr. Meier, hat mir Ihre Mail weitergeleitet. Da die Woche der Brüderlichkeit eine in ganz Deutschland stattfindende Veranstaltung der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ist, dürfte es an sich nicht verwundern, wenn wir nach jahrzehntelanger Auszeit das neue Oberhaupt der katholischen Kirche des Erzbistums Köln um einen Vortrag bitten. Nachdem wir in den früheren Jahren Rolf Hochhuth, Walter Jens, Hilde Domin, Navid Kermani und viele andere Schriftsteller, Intellektuelle und Publizisten für einen Beitrag haben gewinnen können, (die übrigens sämtlich publiziert sind), war es nach den ermutigenden Äußerungen von Kardinal Woelki zu vielen aktuellen politischen Problemen an der Zeit, ihn einzuladen. Wir freuen uns, dass er zugesagt hat. Sie sind herzlich eingeladen!

Was nun die unsägliche Klagemauer betrifft, können sich weder die katholische Kirche noch unsere Kölnische Gesellschaft, auch wenn sie die größte Deutschlands ist, über die rechtliche Situation hinwegsetzen. Ich könnte Ihnen Bände und Aktenordner zusenden, die belegen, dass wir, die Stadt Köln, die katholische Kirche und viele andere uns seit Jahren bemühen, diesen Schandfleck zu entfernen. Es gelingt juristisch nicht.

Unsere Veranstaltung in der kommenden Woche mit Kardinal Woelki hat damit gar nichts zu tun.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. Jürgen Wilhelm

***

Sehr geehrter Herr Wilhelm,

das sehe ich ein. Auch gegen die Nürnberger Gesetze waren seinerzeit alle machtlos, die katholische und die evangelische Kirche, der Bund Deutscher Mädel, die Gemeinschaft Kraft durch Freude, der NS-Rechtwahrerbund, der Reichsnährstand und nicht zuletzt die NSDAP. Gesetz ist Gesetz, da kann man nix machen. Nicht mal eine kleine Mahnwache neben der Klagemauer, dazu fehlt sowohl der katholischen kirche wie der GFCJZ offenbar nicht nur der Wille, sondern auch das Personal.

Bitte richten Sie Kardinal Woelki einen herzlichen Gruß von mir aus und sagen Sie ihm, dass ich demnächst eine alternative Klagemauer auf der Domplatte aufbauen werde über die Verbrechen der katholischen Kirche, von der Zeit der Inquisition bis zum Kindesmissbrauch in Erziehungsanstalten und Klöstern in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Bin sehr gespannt, wie lange sich die Kirche so etwas direkt vor ihrer Haustür bieten lässt.

Weiterhin alles Gute bei ihrer segensreichen Arbeit im Dienste der Aussöhnung,
b. in b.

***

Sehr geehrter Herr Broder,

ich teile Ihre grundsätzliche Kritik an der vermeintlich unpolitischen Justiz, die ja in Wahrheit häufig eine politische ist. Aber was sollen wir tun? Ihr Vorschlag einer Mahnwache gegen die Mahnwache ist originell, verschaffte aber dem Schandfleck erneute mediale Beachtung. Und wer findet genügend Menschen, die das über eine lange Zeit durchhalten?

Und ja, die Vergehen und Verbrechen der Christlichen Kirchen sind legendär. Wer wüßte das nicht, und wer bestreitet es heute noch? Aber einen Schandfleck, deren Inhalte wir zu bekämpfen versuchen und die wir verachten, mit einer Mahnwache des von Ihnen vorgeschlagenen historischen Inhalts zu füllen, wäre kontraproduktiv.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. Jürgen Wilhelm,
Vorsitzender

***

Sehr geehrter Herr Wilhelm,

ja, das sehe ich auch so. Der mangelnde Widerstand gegen Adolf Hitler und seiner Kohorten entsprang auch der Überlegung, er könnte sich als kontraproduktiv erweisen. Dafür wird heute umso heftiger den Anfängen gewehrt, vor allem, wenn es vollkommen risikolos los, also in Aufrufen und Sonntagsreden. Eine Gegenmahnwache würde da perfekt ins Programm passen. Aber wenn Ihnen die Idee zu lasch, zu unverbindlich und vor allem kontraproduktiv ist, ich hätte da noch was im Angebot: Wie wäre es, wenn Sie einen Traktor
mieten und die Klagemauer plattmachen? So etwas würde keine zwei Minuten dauern, Sie müssten sich allerdings auf ein längeres Verfahren wegen Sachbeschädigung einstellen.

Herr Woelki könnte mitmachen oder zumindest die Aktion mit einer Predigt moralisch unterstützen. Oder wäre das auch kontraproduktiv?

Das, was in Köln seit Jahren auf der Domplatte stattfindet und von der Stadt, den Parteien, den Kirchen, der Justiz und Vereinen wie der GfCJZ geduldet wird, wäre in jeder anderen deutschen Stadt nach spätestens einer Woche zu Ende. Ein Beleg mehr, wie versifft und verkommen Köln ist, das einen durchgeknallten Antisemiten gewähren lässt. Weiter so!

Henryk Broder

***

Sehr geehrter Herr Broder,

Sie werden Verständnis dafür aufbringen, dass ich nach Ihrem wortgewaltigen Gewaltausbruch und Rundumschlag unsere Korrespondenz nicht fortsetze. Nur noch das: Wenn Ihnen das Wegräumen mit einem Traktor als kluge Idee erscheint. Nur zu! Da ich Rechtsanwalt bin, könnte ich Ihnen einen guten Strafverteidiger benennen. Den werden Sie danach brauchen.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. Jürgen Wilhelm

***

Ich bin untröstlich, Herr Wilhelm, es fing gerade an, Spaß zu machen. Wortgewaltiger Gewaltausbruch ist übrigens Unsinn. Ich glaube, Sie haben ein Pleonasmus-Problem.

Henryk Broder

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87 Antworten zu Nur zu!

  1. Martina Maier schreibt:

    Na, wenn es gegen Pegida geht, können die sogar aktiv werden und das Licht ausschalten. Da kann geheult und gejammert werden und kann man aufeinmal Solidarität mit den Muslimen empfinden.

    Diese Einseitigkeit ist ungefähr genauso wie bei Muslimen, die gegen die Greultaten der ISIS keinen Mucks machen und sich nicht engagieren, aber wenn es darum geht, dass Mohmmed beleidigt wird, auf einmal Solidarität aufbringen, um ihre Religion zu schützen.

    Genauso schizophren ist das hier.

  2. peter schreibt:

    Wenn Kardinal Woelki bei der Koelnischen Gesellschaft für Christlich-Juedische Zusammenarbeit einen Vortrag haelt, so ist dies schon ohne die Klagemauer skandaloes. Nicht nur seine Sorge um die eingemauerten Palestinaenser zeigt, was er von Juden haelt. Nun macht sich Kardinal Woelki auch Sorgen um die Christen im nahen Osten. Wird auch Zeit, sollte man denken. Allerdings gilt seine Sorge nicht um denjenigen Chriten, die gerade in Syrien und im Irak massakriert werden. Nein, natuerlich gehts um die in Israel. Mehr hier: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kardinal_woelki_macht_sich_sorgen_um_die_christen_in_israel
    Ich fuerchte, hier ist an eine Christlich-Juedische Zusammenarbeit wie zum Beispiel bei den Karfreitagspogromen gedacht. Widerlich.

    • Dante schreibt:

      Mir ist nicht ganz klar, ob Woelki selbst quasi gutgläubig den Fallstricken der Statistik aufgesessen ist. Bei Achgut ist die Rede von einem üblen statistischen Trick, was andeutet, er habe gewissermaßen mit irreführender Statistik Politik gemacht.
      Unabhängig davon zeigt das Beispiel aber, dass man über statistische Zusammenhänge nicht früh genug aufgeklärt werden kann. Wir hatten Stochastik in der Oberstufe, und das halte ich für viel zu spät. Je früher man vor allem mit den Fallstricken der Statistik vertraut gemacht wird, desto weniger schnell fällt man auf solche Aussagen herein.
      Hat eigentlich schon jemand beispielsweise der BOSS ihn direkt darauf anzusprechen versucht?

  3. ceterum censeo schreibt:

    Das Treiben dieses Kirchensatans wird immer doller. Ich meine, man sieht ihm ja an, daß er nicht ganz normal sein kann, dafür kann er aber nichts. Was er aber jetzt wieder von sich gegeben hat, sollte jeden zu der Einsicht bewegen, daß eine Diskussion mit ihm oder seinen Schranzen so vergeblich wie nur irgendwas ist! Wahnsinn gepaart mit abgrundtiefer Bosheit scheint hier die einzige Erklärung zu sein. Verzeiht die garstigen Worte, aber diplomatisch kann man da nicht mehr bleiben, es sei denn, man wäre Jesus.
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kardinal_woelki_macht_sich_sorgen_um_die_christen_in_israel

    • Sophist X schreibt:

      Dschieseskreist. Für solches Durcheinanderwerfen von Fakten müsste er eigentlich Lizenzgebühr an die Hamas blechen.

      Wiki: Der Teufel (von griechisch Διάβολος diábolos, wörtlich „Durcheinanderwerfer“ im Sinne von „Verwirrer, Faktenverdreher, Verleumder“; lateinisch diabolus)

    • aurorula a. schreibt:

      Verzeiht die garstigen Worte, aber diplomatisch kann man da nicht mehr bleiben, es sei denn, man wäre Jesus.
      Selbst das ist fraglich und könnte auch später redigiert / angedichtet sein: schaut man sich die Texte in der christlichen Bibel an die mehr oder weniger doppelt sind, gibt es Beispiele wo in der wohl älteren Version steht: schrie ihn an und in der neueren: sprach zu ihm .
      Beim Gewoelki-Beispiel, zurück dazu, kann schonmal wer lautwerden, meine ich.

      • Aristobulus schreibt:

        Weil das Gewoelki so mit Gelüge wuchert, müsste Jeeses ihm ganz undiplomatisch mal was flüstern.
        Aber der kommt ja nie, wenn man ihn mal braucht.

        • aurorula a. schreibt:

          Das was Du vorschlägst gibts als Romanstoff (z.B: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gro%C3%9Finquisitor ) aber mit dem fertigen Roman kann dann auch wieder alles beliebige bewiesen, der Beweis widerlegen, die Widerlegung bewiesen, na undsoweiter.
          Schade daß die Idee ausgerechnet Dostoyevsky hatte (mir ist durchaus bekannt, daß: http://en.wikipedia.org/wiki/Fyodor_Dostoyevsky#Racial ) jetzt ist die Frage ob der Roman durch die Ansichten des Autors schlechthin unzitierbar wird, außer als abschreckendes Beispiel?

          • Aristobulus schreibt:

            Aaalso, justement der Dostojewski als hochstehender, hochmögender, hochfeiner Edel-Antisemit (ja als crème de la crème der Judenhasser) würde daraufhin über den Kardinal Woelki glatt mit dem Degen herfallen, nicht?, weil dieser entsetzlich dämliche Antisemitismus des Kardinals doch die ganze Innung der Antisemiten so peinlich diskreditiert.

            Jeder wahre Delfinfischer giftet sich ja mit vollem Recht, wenn wieder ein Dynamitfischer ein Loch ins Meer macht. So, wie jeder ausgebildete Henker all diese selbsternannten IS-Säbelköpfer einfach nur noch bestrafen will. mit vollem Recht. Und so, wie jeder ehrliche Säufer guten Schnapses mit vollem Recht den fürchterlichen
            mauvais-goût der heimlichen Apfelkörnler verachtet.

            Also verdrießt und erbittert es jeden Qualitäts-Judenhasser zutiefst und mit vollem Recht, dass dieser Kardinal Woelki da so primitiv herumlügt. Dabei hat er seinen Judenhass nebst Lügerei doch von der Pike auf gelernt. Weia!, und trotzdem noch so unfähig.
            Ceterum hat schon Recht, indem er schrieb, der sei nicht ganz normal. Sein Judenhass ist von einer durchaus anormalen Primitivität. Er pflegt und hegt und poliert und kultiviert den ja überhaupt nicht. Hätte er sich nicht ein bisschen mehr Mühe geben können? Dostojewski konnte das schließlich auch.

          • pokemon273 schreibt:

            Dostojevski hat gut ausgeteilt, gegen alle.

          • aurorula a. schreibt:

            und manche waren mehr alle als andere?

          • pokemon273 schreibt:

            Weiß ich nicht, aurorula, da ich kein Dostoyewski-Experte bin. Aber von meiner bescheidenen Lektüre ausgehend, würde ich sagen, dass Polen und Deutsche bei ihm nicht besser wegkommen. Und seine eigenen Landsleute haben auch ganz schön was abgekriegt.

          • Aristobulus schreibt:

            Nu ja, Misanthrop darf, kann, ja soll man ja sein. Auch oder selbst der Dosti.
            Wenn aber einer dann alt-abgebrauchte Klischees hernimmt und zusätzlich auf die Juden draufschlägt, dann glaub ich nicht, dass ihm der Misanthropismus noch Spaß macht. Gegen irgend Deutsche, Russen, Bretonen, holländische Kaasköppe oder gegen Schreimohammedaner herzuziehen bereitet ja schließlich Freude.
            Aber bei Ziganischen und bei Juden isses ernst, todernst und am tötesten ernst.

    • caruso schreibt:

      Die garstigen Worte seien Dir vom Herzen verziehen. Denn Du hast mit diesen mehr als
      recht. Darum darfst Du ruhig noch viel garstigere Worte verwenden. Ich erlaube es Dir:-))))))
      lg
      caruso

      • caruso schreibt:

        Meine vorherige Zeilen sind verrutscht. Sie sind an ceterum
        gerichtet!
        lg
        caruso

        • aurorula a. schreibt:

          *auchgarstigseinwill!* :P
          (nebenbei, wers bei den Aussagen von Meier oben nicht wird, mit denen stimmt entweder was nicht oder sie können schlicht nicht lesen.)

          • mike hammer schreibt:

            So kommt der Judenhass an unsere Schulen

            VON HEINZ BUSCHKOWSKY
            „In den Sommerferien fliege ich nach Palästina und töte Juden“ – das schrieb ein Schüler schon vor Jahren in einem Aufsatz „Mein innigster Ferienwunsch“.
            Doch heute hält die Unionsfraktion im Bundestag einen Kongress ab. Das Thema lautet noch immer: „Jüdisches Leben in Deutschland – ist es gefährdet?“
            Holocaust-Leugner und Judenhasser, das müssen bei uns Neo-Nazis sein und sonstige Rechtsradikale. Wer denn sonst? Doch das ist nichts als Schönsprech vom Schlummersandmann. Wegtauchen vor der Political Correctness.
            Die Realität ist eine ganz andere!

            http://www.bild.de/politik/inland/antisemitismus/so-kommt-der-judenhass-an-unsere-schulen-41017172.bild.html

            was machen die cristlich und vorallem die jüdische?

  4. brathering schreibt:

    Ist doch schön, das die katholische Kirche Prioritäten setzt!
    Wäre der Urheber der Klagemauer Kindergärtnerin in einem katholischen Kindergarten, geschieden und wiederverheiratet. Dann hätte die katholische Kirche ihn längst an den Eiern, wegen Ehebruchs und mangelnder Bibeltreue. Aber so

  5. Melanie schreibt:

    Wenn Geld keine Rolle spielte (denn das hab ich nicht): Ich würde den Traktor selber fahren! (Oder die Planierraupe, mir egal.).

    Mal ehrlich, ganz abgesehen von dem ganzen Scheiss, der da seit Jahren vor dem Kölner Dom abgeht: Ich bin seit Jahren im Emailverteiler der GfCJZ in Köln (oder wie auch immer deren Kürzel lautet). Und mich (ca. 30 km von Köln lebend) hat noch keine einzige deren Veranstaltungen zum Kommen bewogen. Immer habe ich den Eindruck, denen gehts nur um die toten Juden. Wie überall: Gedenkveranstaltungen vielleicht drei Mal im Jahr, aber ich frag mich bei jedem neuen Email-Einladungs-Programm immer: Was ist mit den lebenden Juden?!? Kein Interesse? Oder sind da etwa gar keine mit dabei, die mal auf den Putz hauen und sagen, hey, dieses Jahr mal was für uns?

    Ich bin als Kind über die GfCJZ einer anderen Stadt früh an Kontakte mit Israelis gekommen, war daraufhin 8 Mal in Israel, davon u. A. für ein Jahr, ein ander Mal für 5 Monate. Wir haben zusammen gelacht, getanzt, länderübergreifend frühjugendliche Verliebtheiten erlebt. SO geht Austausch! Ich pflege sogar immer noch Kontakte zu lebenden Juden, in Israel, auweia. Was macht diese GSZGNDH in Köln da eigentlich? Ich wäre ja gerne mal dabei, aber mal für was Vernünftiges! Nicht nur für die abgedroschenen Sachen wie Klezmer-Abend und nie-wieder-Veranstaltungen!

    Auch der I-like-Israel-Tag, in anderen Städten rein ungefähr zum Gründungsdatum des Staates Israel abgehalten (Monat Mai), wird in Köln (glaube ich mich zu erinnern, kanns nicht in Stein meisseln) erst ca. 2 Monate später abgehalten. In der letzten Emaileinladung, die ich erhalten (und wie immer ziemlich schnell gelöscht habe), ging es um irgendein Tagesseminar, in welchem angehende Pädagogen lernen sollten, wie es denn nie wieder geschehe, wie man das auf theoretische Art und Weise den einem anvertrauten Kinderlein beibringen könne. So nur für den Fall, es würde noch mal ein Männlein namens Adolf aus Österreich in Deutschland auftauchen Theorie pur. Alleine den Vortrag von Ahmad Mansour hätte ich mir gerne angesehen, um mal einen persönlichen Eindruck von ihm zu bekommen.

    Falls irgendwer von Euch Mitglied in der Kölner GfCJZ ist, bitte mal meine höfliche Frage: Veranstalten die auch schon mal irgendwas lebendiges??

  6. Kanalratte schreibt:

    Wenn 20 Leute die israelischen Produkte boykottieren dann kaufe ich eben 20x das Produkt
    für den guten Zweck. Ich habe keine Lust auf einen neuen arabischen Terrorstaat und verstehe nicht warum alle Welt der Ungläubigen erpicht darauf ist den Arabern zu helfen, wenn die Türkei nach wie vor Nordzypern besetzt, Kosovo Stunk auf dem Balkan macht und Aserbaidschan den Armeniern nicht Bergkarabach überlässt. Ich bin Christ, jedenfalls kulturell, und ich bin ein Ungläubiger in dieser Welt, warum sollte ich mit den Surensöhnen zusammenarbeiten?
    Ach ja, warum setzt sich eigentlich kein Nichtkurde für einen Kurdischen Staat ein???
    Vielleicht weil die Gegner Kurdistans keine Juden, sondern Türken sind.

  7. aurorula a. schreibt:

    Man sollte zusammenlegen für eine Planierwalze und den Transport von Krokodils Traktor nach Kölle wo kann ich mich beteiligen? Wann solls losgehen?

    Und möglichst viele Fotos von der Planage machen und die als doppelseitige Anzeige in jede Zeitung schalten die nur irgendwie in Köln zu haben ist mit passender Bildunterschrift, auf Google Adsense, und als Plakatkampagne in die ganze Innenstadt damit hinterher jede und jeder und alle in Kölle diese Bilder kennt und weiß was drauf ist.
    Schon allein damit Halter Wer-Mann nicht hinterher behauptet das wäre ein israelischer Bulldozer der eine Wohnung planiert; aber es wurden doch Vorschläge gesucht was die KG&c finanzieren soll :twisted:

  8. unbesorgt schreibt:

    Da sind dem Kirchenmann wohl die Wangen ausgegangen, die er dem Broder hinhalten konnte und dann riss auch noch der Faden, an dem er so hängt: Der Geduldsfaden. Vielleicht gibt es ja einen anderen Weg, die Domplatte endlich vom Gestank zu befreien. Man muss die Verantwortlichen dort nur dauerhaft und hartnäckig genug mit derartigem Schriftwechsel beschäftigen. Eine EOP-Attacke (End of Patience) ist nötig! Solange bis der feine Herr Kardinal höchstselbst die Röcke rafft und den Herrmann persönlich an seiner Lästerzunge vom Platz schleift.

    Meine Güte, was haben die Katholiken doch in den letzten paar Jahrhunderten an Schneid verloren! Ein kleines Progrom hier, ein Autodafe dortda war man doch sonst nicht so zimperlich. Liegt es am Thema? Hat man da Konsens? Draußen erzählt der Herrmann von den bösen Juden und drin predigt der Wölki vom bösen Judas? Die Diözese Köln ist die reichste Kirchengemeinde der Welt wird Zeit, mal den Unrat vor der Tür zu beseitigen. Dafür wird sich doch ein Dienstleister finden! Zu geizig? Na, mann muss och jönne könne!

  9. mike hammer schreibt:

    OT Erster Schlag gegen BDS

    US Bunesstaat Illinois erlässt Gesetz das die Auftragsvergabe an
    Unternemen die sich am Boycott Israels beteiligen verbietet,
    weitere US Bundesstaaten wollen folgen, das
    wird Gejammer geben aus der
    EUSSR. :twisted:

    • unbesorgt schreibt:

      Mich hat tatsächlich mal (Sommer 2014, klar) eine ältere Frau im Supermarkt angekeift, als ich nach Paprikas in der Gemüseauslage griff. Nehmse die nich, die sind aus Israel!
      Oh, sagte ich. Das wusste ich nicht dann nehm ich doch noch ein paar mehrich kauf ja noch beim Juden!
      Schade dass ich in dem Moment zu wütend war, um auch noch ein Selfi zusammen mit der blöden Kuh zu machen. Ihr Gesichtsausdruck war bemerkenswert, irgendwo zwischen verdutzt und verloren.

      • Dante schreibt:

        Ich würde ähnlich reagieren, vielleicht mit einem süffisanten danke für den Hinweis. Sollte sie mich quasi im Befehlston dazu auffordern, keine zu nehmen, würde ich sie vielleicht fragen, wann der BDM die Uniformpflicht aufgehoben habe bzw. seit wann die SA auch Frauen aufnehme.

        • unbesorgt schreibt:

          :D oder so.
          Ich war froh, dass mir in dem Moment überhaupt was eingefallen war. Die hatte einen Ton drauf als wolle sie ihren pimpfigen Enkel davon abhalten, sich auf eine heiße Herdplatte zu setzten.
          Ausgerechnet die leckeren Paprika aus Israel! Das sind die besten von den Grapefruits gar nicht zu reden, die sind schon mal überhaupt unvergleichlich! Und ja, Illinois möge leben! Hoch, hoch, hoch!

          • aurorula a. schreibt:

            @ unbesorgt: wenn es welche gibt unbedingt mal die Pomelo probieren (Zitrusfrucht; israelische Züchtung aus den Siebzigern, Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse). Die sind wirklich richtig lecker, wenn auch eher in Mehrpersonengröße; will sagen handballgroß. Am besten mit Joghurt und Honig *schleck* :)

          • unbesorgt schreibt:

            @aurorula: wenn man die Dinger nackig hat, reichen sie gerade so für einen. Aber lecker!

          • aurorula a. schreibt:

            Stimmt schon, da schält man ne Weile :)

          • mike hammer schreibt:

            Pomelo, die Israelische methode.:
            Einfach vierteln, Fruchtfleisch aus Schale lösen,
            in das fordere aufgeschnittene Fruchtfach hineinbeißen,
            nächstes Fach öffnen Pomelos sind
            rech trocken damit die Sauerei
            übersichtlich, im übrigen konzentriert sich Israel auf die
            Zucht von Saaten und Sorten, die Pomelos hier sind
            meist aus China, das Saatgut aus Israel.

            PS.: die meisten Scharon/Persimon Saaten und fast alle
            Cherrytomaten Saaten, Zwergpaprikas u.v.m. sind Israelisch. ;)

          • Aristobulus schreibt:

            Ojwej, diese Zwergpaprikas, uh, roh kann man die nicht essen. Als ich sie dann in der Pfanne donst (geschtorckenes Werpp mit Sojasoße), schmocken sie sehr gut.
            Welchen Schluss ziehen wir draus: Dass Zwergisraelis halt hartgesotten sein müssen?

          • aurorula a. schreibt:

            @ hammer: einfach vierteln hmmmm ich glaube ich brauche ein zweites Suschimesser (: . Obwohl Fisch mit Zitrusfrucht ja garnicht schlecht schmeckt.

            @ Ari: Stimmt, Zwergpaprika schmeckt in asiatischen Wok-Gerichten garnicht schlecht. Woraus wir schließen daß Israel in Asien liegt tut es sogar, aber nicht wegen der Paprika (; (das ist der Unterschied zwischen Korelation und Kausalität, nichtwahr).

          • mike hammer schreibt:

            israel liegt zwar in
            asien aber paprika stammt aus amerika,
            hmmm, was beweist das asien in amerika
            hmmmm, moment,
            muß nachdenken.

          • mike hammer schreibt:

            nix suschi,
            ein vülgäres
            fisch filetiermesser
            bekommt man ab
            15€ ist lang, dünn,
            flexibel und schaaaaarf!

            das beste zun früchte schnitzen.

          • Aristobulus schreibt:

            :-) (nochmal der vom Foto in Klein)

            Aber die Alien-Gesichts-Brütkrabbe da rechts, korreliert sie mit dem kleinen Etrog und dem großen Kürbis-Schmeili, oder springt da was Kausales raus, oder passiert dergleichen meist Mittwochs in Illinois (hmmm, aus Korrelationsgründen)?

    • Dante schreibt:

      Ein Hoch auf Illinois!

  10. caruso schreibt:

    Nur Ausreden, damit man nichts tun muß. Eine antisemitische Sch.gesellschaft. Eine Schande für
    ganzes D. Köln ist ja nicht ein kleiner Dorf irgendwo hinter Gttes Rücken!
    lg
    caruso

    ps Mike, Deine Idee finde ich sehr gut!

  11. abusheitan schreibt:

    Vor einiger Zeit wagte ich hier die ironisch gemeinte Frage anzudeuten, ob sich nicht in Köln jemand Mutiges finde, der die Hasswand mit ein bisschen Sprit erleuchte.
    In diesem Fall arbeiteten die Kölner Behörden erstaunlich schnell!
    Gegen Herrn Buurmann wurde Strafanzeige erstattet und er umgehend zur Vernehmung polizeilich vorgeladen.
    Das Verfahren wurde allerdings dann eingestellt, wahrscheinlich wegen Gerigfügigkeit oder weil man Herrn Herrmann nicht bei seiner israelkritischen Aufklärungsarbeit beeinträchtigen wollte.

    • mike hammer schreibt:

      einfach den spinner mit faulen eiern,
      tomaten und fischresten bewerfen.
      ein sogenannter
      stink in!

      lässt sich billig tun, bis polizei da ist sind alle weg
      und wenn war mans ja nicht.

    • unbesorgt schreibt:

      Es ist also illegal in Köln Illegale Installationen zu entfernen? Ich dachte, das fällt unter Amtshilfe!

      • Aristobulus schreibt:

        Gegen mich ist Strafanzeige erstattet worden, weil ich zu Tritt oder Sprit oder Brenn gegen die Hasswand aufgerufen haben soll.
        Wobei ich keine Ahnung habe, wer das wo gefunden haben will, oder was ich da geschrieben haben soll, oder ob eine Bemerkung (von wem auch immer gemacht), dass dergleichen passieren könnte, nun ein Vorschlag, eine Bemerkung oder ein Hinweis ist.

        Also bemerke ich jetzt mal, dass die Hamas-Gutfinder von der Domplatte dazu aufrufen, dass ein paar Juden angekokelt werden.
        Oh. Muss jetzt gegen mich ermittelt werden, weil ich das alte herrliche Judenbrennen wieder einführen will?
        Oder war das eine Bemerkung? Hinweis? Wortausbrüchiger Gewaltbruch? Pleonasmus-Problem? Erkältungsbefürchtung?

  12. bergstein schreibt:

    Ich war am Wochenende auf einer jüdischen Veranstaltung. Da hat ein von mir sehr geschätzter Rabbiner, folgenden hier sehr passenden Spruch vom ZAHAL (IDF) zitiert. Was sich mit Gewalt nicht lösen lässt, lässt mit noch mehr Gewalt lösen. Insoweit ist ein Traktor ein guter Anfang.

    • abusheitan schreibt:

      Ein Traktor ist ein Zuggerät, das ziehend eingesetzt wird.
      Ein Planierraupe planiert und ebnet ein, was in diesem Fall angebrachter wäre.

      • bergstein schreibt:

        Ich wollte zunächst auch Planierraupe vorschlagen. Sie lesen ja meine Gedanken.

      • Krokodil schreibt:

        Achwas.
        Meiner (grün!) hat hinten ne Ackerschiene.
        Und einen Rückwärtsgang gibts auch,
        mit den großen Rädern zuerst kommt
        man leichter über Hindernisse.
        Und nochwas:
        Einen Mähbalken hat er.

        • unbesorgt schreibt:

          und im Gegensatz zu den meisten Planierraupen hat er sicher ne Straßenzulassung und ist schneller in Köln.
          Ich würde aber einen Pflug empfehlen und Pflugscharen zu Schwertern machen.

          • Krokodil schreibt:

            Achwas Strassenzulassung.
            Das braucht man in unserem Dorf nicht.
            Meistens fährt man sowieso über das eigene,
            oder das Grundstück eines Nachbarn.
            (und jeder weiss wo der Dorfbulle wohnt)
            In Gölle würde ich das 6km/h Schild dranpappen,
            dann braucht man auch dort keine Zulassung.
            Da man ihn dort mit einem Hänger hin bringen müsste,
            kann ich gleich den Bagger mit drauf stellen.

            Zeit müsste man haben,
            und helfen müsste es.

            Die Vorstellung, wie Walles Pappen so
            den Abgang machen herrlich.
            *grinst immer breiter*

          • Aristobulus schreibt:

            Nu. Mit dem Traktor kommt man nicht auf die Domplatte drauf, wegen der Stufen (pardon für diese ernüchternde Langweiligkeit).
            Auch ganz schön aufwändig und kostet Diesel.

            Fußgänger können hingegen ohne Schwierigkeiten oder Dieselverbrauch auf die Domplatte und mal sehen, wie Broder dorten wie oder was finden oder machen oder gemacht haben wollen könnte.

          • Dante schreibt:

            Mit dem Traktor kommt man nicht auf die Domplatte drauf,

            Was ist mit nem Panzer?

          • Aristobulus schreibt:

            Traktor ist ja bloß Gewalt, die nicht so richtig geht. Hingegen ist Panzer richtig viel Gewalt, geht also richtig viel, dann.

  13. Malte S. Sembten schreibt:

    Ein Beleg mehr, wie versifft und verkommen Köln ist …

    Bravo!

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