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Die Technik des Leuchtfeuers Buk

Auswahl-86So wie der Leuchtturm an sich, hat auch das Leuchtfeuer in Bastorf (s)eine Geschichte.

Die bei Inbetriebnahme des Leuchtturms vorhandene Optik ist noch in vollem Umfang vorhanden und einsatzbereit, wurde aber mit den Jahren modernisiert.
Zu Beginn der „Leuchtturm-Karriere“ diente eine vier-dochtige Petroleumlampe als Lichtquelle, die nach Einführung der Elektrizität durch eine Fresnel-Optik mit 20 Glasfeldern ersetzt wurde. Sechs der 20 Glasfelder wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von einem alliierten Flugzeug durch Maschinengewehr-Treffer zerstört, wobei zwei der Felder durch Wiederzusammensetzung der Glasbruchstücke repariert werden konnten. Durch diese Reparatur hatte der Leuchtturm bis einige Jahre nach dem Krieg die ungewöhnliche Kennung von 16 Blitzen. Durch eine spätere Neugruppierung der Linsenfelder zeigt das Leuchtfeuer bis heute alle 45 Sekunden 4 Blitze .

Die riesigen Glühlampen wurden 1998 gegen Halogenmetalldampflampen ausgetauscht. Damit wurden Wartungsarbeiten verringert und aufgrund der höheren Leuchtstärke kann nun eine Entfernung von 25,5 Seemeilen befeuert werden. Auch das bis dahin Propangasbetriebene Reservefeuer wurde auf Elektronik umgestellt.
Damit auch alles ohne Wärter reibungslos läuft, wurde eine Funkverbindung nach Travemünde geschaffen, welche im Störfall die dortige Verkehrszentrale benachrichtigt. Um das Leuchtfeuer von See aus zu erkennen, ist nicht nur das Wissen um die genaue Position des Leuchtturms, sondern gerade auch die Dauer und die Abfolge der Lichterscheinungen wichtig.

Das Drehlinsensystem besteht aus 20 Sektoren, davon 16 Linsen mit einer Brennweite von 700 mm. Die übrigen 4 Felder sind abgedeckt. Die Rotationszeit beträgt 180 Sekunden. Eine Halogenmetalldampflampe von 400 Watt mit einer Lichtstärke von rund 1,2 Millionen candela sorgt für eine 45-sekündige Blinkgruppe (2,1 Sekunden scheinen, 6,9 Sekunden Pause, zweimal wiederholt, dann 2,1 Sekunden scheinen und 15,9 Sekunden Pause). – Quelle: Wikipedia