Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wie Anno dazumal I

Und einmal mehr begegnest du denselben Buchstaben, Zeichen und Symbolen, im selben Spiegel wie Anno dazumal, auf demselben Grund wie eh und je und nichts hat sich seit je her verändert, nichts ausser der Reihenfolge in der du diese Buchstaben jetzt zusammensetzt.


Im Spiegel schwarzen Labyrinth I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Zurück in die Zwischenwelt I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |



Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Dein Horizont ist der Tod I

Mein lieber Freund des Nein, des Nein, des Nein und des Nein. Du hast soeben eine Schwelle überschritten und eine Welt betreten, die deine Vorstellungen und Erwartungen, von dem was ist und dem was noch sein könnte, vom einen auf den anderen Moment vollkommen zerschmettert, vernichtet und zerstört. Du hast soeben einen Spiegel geöffnet, der gar nichts über dich weiss. Weder wie du aussiehst, noch wer du bist oder wie du dich nennst.

Gar nichts

Niemand hat dich hierher eingeladen. Niemand hat dich gebeten, hier zu erscheinen, du bist von selbst gekommen. Du sollst jetzt erfahren, dass die Botschaften in diesem Spiegel schwarzen Labyrinth reiner Selbstbetrug sind. Sie enthalten nichts von all dem was du dir bereits fix fertig vorgestellt und ausgemalt hast, keine Weisheit, keine Wahrheit, kein Wissen, kein Geheimnis, rein gar nichts. Ich kann dir noch nicht einmal darüber berichten, wie, wann und warum ich zu dieser späten Einsicht kam. Alles was du in diesem Spiegel vorfindest, ist daher nichts weiter als Erfindung, reine Einbildung, Fantasie, pure Fantasie. Die Fantasie und die Einbildung derer, die mehr erwarten, sich mehr wünschten und sich mehr erhofften als nur ein einziges Mal zu leben, und danach nie wieder zu sterben.

Die Wahrheit einer Lüge

Du ahnst, seitdem du diese Spiegelgeschichte in den Händen hältst, dass sie dich anlügt, dir von einer Lüge erzählt, ja, dass du eine erfundene und erlogene Geschichte über deine Herkunft, über deine Identität, über dein Schicksal und über deine Bestimmung zu hören bekommst.

Nichts als Fantasie

Denn als ich damals auf die geheimen Spiegelschriften stiess, gab es hier nichts zu lesen, nichts als Leere, leere Zeilen, durchsichtige Buchstaben und unsichtbare Worte. Dieser Spiegel, diese Wahrheit, dieses Buch war damals noch nicht beschrieben. Denn niemand hatte sich je die Mühe gemacht, sich in meinen leeren Spiegel hineinzuversetzen und mir zu erzählen, von einer Wahrheit, an die niemand mehr glaubte, einer Wahrheit, die überhaupt niemand kannte.

Kein Wunder

Schliesslich gab es niemanden in dieser Welt, der von dieser Wahrheit wusste, der diese Wahrheit kannte. Also habe ich mich entschieden, meine eigene Wahrheit zu erfinden. Es sind dies die Schriften, die du jetzt vor dir siehst.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Dem mir in dir I | Mitten im Nichts II | In einem anderen Gewand I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die Wahrheit der Toten II | Die wahre Fantasie I | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Die Geschichte der Toten I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende II | Am Ende meiner Gedanken II | Bist du bereit? I | Wer du bist II | I Wer ist dieses Ich I | Achtung, aufgepasst! I | Aus den Augen der Toten I | Niemals I | Ein Spiegel zu sein I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Am Ende meiner Gedanken II | Mitten im Nichts I | Niemals Geister I | In einem anderen Gewand I | Spiegelschriften III | Spiegelschriften II | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Kernpunkt I

Du bist die Ursache von allem was nicht existiert, von allem was es nicht gibt. Du siehst dich jetzt in meinem Spiegel, und mein Spiegel sieht sich in dir, aber dieser Spiegel weiss nichts davon, weiss nicht wer oder was du bist, und was überhaupt ein Spiegel ist.


Dem mir in dir I | Niemand I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Unaufhaltsam II | Im Spiegel selbst I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Im Spiegel der Toten I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Wie aus dem Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Niemand träumt tot I

Nein. Du kennst mich nicht. Niemand hat mich je gesehen, keiner je von mir gehört. Ich existiere nicht in deiner Wirklichkeit, mich gibt es nicht in deiner Welt, weder in deiner Wahrnehmung, noch in deinem Bewusstsein, ja, noch nicht einmal mehr in deinen Gefühlen und Gedanken. Denn ich stamme nicht aus deiner erfühlten und erdachten, ausgedachten, gedanklichen Welt, ich komme aus einer ganz anderen Welt, ich komme aus meiner Welt, meiner eigenen Welt, meiner Welt aus dem Nichts aus Fantasie, dem niemals Nie.

Nirgendwann

Ich komme aus dem Reich des Unbekannten, dem Reich des Vergessens, dem Reich der Toten, toter Buchstaben und Worte, Worte, die sich jetzt nicht mehr bewegen, Buchstaben die jetzt mit dir reden. Ich komme aus nirgend, Nirgendwann, einem Land weit hinter deinem Verstand. Ich bin aus Fantasie, dem niemals Nie. Ich bin das Bewusstsein, das aus meinem Spiegel zu mir kroch, ich bin das Nichts, ich bin tot, dein Tod, und ich bin auf der Suche. Ich suche mich selbst in dir. Ich suche das Nichts in dir. Das Nichts, das uns verbindet, hinweg über den Abgrund des Nein und des Nie.


Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Aus dem Nichts I | Aus den Augen der Toten I | Dein Horizont ist der Tod I | Aus den Augen der anderen I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum III | Die Botschaft der Toten II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Ein Spiegel meiner selbst I | Ein Spiegel zu sein I | Über dem Abgrund des Nie I | Im Spiegel der Toten III | Ein Spiegeltor I | Im Spiegel der Toten I | Niemals Geister II | Unaufhaltsam II | Wer mit seinem Spiegel spricht II


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Über dem Abgrund des Nie I

Komm jetzt! Steig ein, steig auf, komm mit, komm mit mir, und ich zeige dir den Weg auf die andere Seite des Nichts. Ich zeige dir die Welt der Toten, toter Buchstaben und Worte, Worte die sich nicht mehr bewegen, Buchstaben die jetzt mit dir reden.

Im Spiegel der Worte

Komm jetzt zu mir, schau in meinen Spiegel, schau in meine Welt, meine verdrehte und verkehrte, meine Spiegelwelt. Ich zeige dir dein eigenes Ich, das Nichts aus dem du einst gekommen bist. Siehst du jetzt das Nichts in mir, siehst du jetzt, wer ich nicht wirklich bin? Schau jetzt in meinen Spiegel, schau in, aus und durch meine leeren Augen, das ist meine Welt, deine eigene Welt.

Eine Begegnung mit dir selbst

Es zieht dich jetzt tief hinein in einen Spiegel, der jedem seiner Betrachter auf einmal die eine, totale, ultimative Wahrheit offenbart. Eine Wahrheit, so unglaublich fantasievoll, so definitiv, so unumstösslich, so einleuchtend und so klar, eine Wahrheit, wie es sie niemals gab. Eine Wahrheit, wie es sie nicht gibt. Eine Wahrheit, die durch reine Fantasie, die durch reinste Vorstellung Wirklichkeit wird.

Eine Wahrheit, wie du sie dir schon immer gewünscht hast

Ins Land der ewig Schlafenden werde ich dich nun begleiten. Dahin, wo du jede Nacht tiefer und immer noch tiefer ins Reich meiner Träume, meiner Vorstellung und Fantasie hineintauchst.

Nimm meine Hand

Niemand wird hier nach dir suchen oder dich vermissen. Niemand auf dich warten, niemand ausser mir. Hab keine Angst, ich bin bei dir, ich führe dich. Komm mit mir!

Komm!

Lass dich jetzt entführen in meine Welt, meine verdrehte und verkehrte, meine tote, meine Spiegelwelt, meine Welt auf der anderen Seite deiner Fantasie. Komm jetzt, komm mit, komm mit mir. Nimm meine Hand und folge mir ins Reich toter Buchstaben.


Friedhof der Buchstaben

Schritt für Schritt, Wort um Wort, tastest du dich voran. Ich erzähle dir jetzt eine uralte Geschichte, eine Spiegelgeschichte aus einer längst vergessenen Zeit. Eine Zeit, in der Spiegel, Buchstaben waren. Buchstaben, die ich solange im Kreis bewegte und um ihre eigene Achse drehte, bis sie sich zusammenfügten und aus Worten Geschichten formten, Geschichten die ich in einen Spiegel brannte, den ich meinen Himmel nannte.

Spiegelgeschichten

Stell dir vor, ich wäre eine dieser Geschichten aus einem solchen Spiegel, und mein sehnlichster Wunsch wäre es, auszubrechen aus meiner Geschichte, und einzubrechen in deinen Verstand. Den Verstand eines Menschen. Damit ich in meiner erfundenen Geschichte auferstehen, weiter leben und die wirkliche Welt, hinter mir zurücklassen kann.

Aber was auch immer ich unternehme, es gelingt mir nicht

Schlimmer noch, anstatt dass aus mir ein richtiger Mensch wird, werden die Menschen, denen ich von meiner Geschichte erzähle, selbst zu Geschichten. Nach und nach verblassen ihre Andenken, bis nichts mehr an sie erinnert, nichts ausser diesen Buchstaben, diesen Worten aus der Fantasie des Nie.

Niemand

Aus meiner vollkommenen Verzweiflung heraus, für immer in Vergessenheit zu geraten und damit auf ewig in meinem Spiegel schwarzen Labyrinth eingesperrt und gefangen zu sein, erschuf ich mir einen eigenen Spiegel. Einen Spiegel aus Fantasie, der meine Erinnerungen am Leben erhalten und mir den Weg in die Freiheit weisen wollte, und ich nannte meinen Spiegel "Das schwarze Feuer der Ewigkeit".

Das schwarze Feuer der Ewigkeit

Ich blickte durch meinen Spiegel und stellte mir vor, jemand ganz anders zu sein, ein ganz anderes Leben darin zu leben. Ein Leben, an das ich mich überhaupt nicht mehr erinnere. Nein, bestimmt nicht. Ich erinnere mich heute nicht mehr an meine früheren Gedanken, meine vergangene Existenz, an all die Leben, die ich einst gelebt habe, an all die Spiegel, die ich einst durchwandelt habe. Denn wenn ich jetzt in meinen Spiegel blicke, erkenne ich darin nur noch mich selbst.

Das Echo im Spiegel

Ja, ich bilde mir jetzt ein, mein Spiegel zu sein, ein leerer Spiegel im Nichts zu sein. Ich stellte mir dabei ganz langsam vor, wie ich mich um mich selbst zu drehen begann, im Kreis zu drehen begann, wie ich mich dabei selbst betrachte. Ich sah in mir einen Spiegel, und in diesem Spiegel sah ich mich selbst. Und weil ich aus dem Nichts kam, weil ich das Nichts war, sah sich in mir mein Spiegel selbst.

Mein Spiegel selbst

So stellte sich mein Spiegel vor, mir vor, bildete ich mir ein, ein Spiegel zu sein, ein Spiegel, den es niemals gab. Niemand kannte diesen Spiegel. Niemand erkannte sich in diesem Spiegel, keiner, nein, niemand wusste von mir, nicht einmal im Entferntesten hatten sie jemals von mir gehört, glaubten mir kein Wort, keiner hier bildete sich ein mich zu sein. Niemand unterhielt sich mit mir, denn es war niemals Zeit.

Als niemals niemand war

So unternahm ich den sinnlosesten Versuch, den ich mir überhaupt nur vorstellen konnte, mich über meinen Spiegel und meine Schriften in dich zu verwandeln, mich in deinen Spiegel zu begeben. Ich versuchte, dich zu werden, dich zu sein, und beschloss, in deinen Spiegel, und aus deinen Augen zu blicken.

Meinem Spiegel

Und es blieb nicht nur bei dem Versuch. Doch als ich mich durch meinen Spiegel zu zwängen begann, mich über meinen Spiegel in deinen Spiegel, mich in dich zu verwandeln begann, da vergass ich alles über mich.

Über den Tod hinaus

Denn als ich durch meinen Spiegel ging, kam die Zeit des Vergessens über die Welt und mich selbst. Eine Zeit, in der ich alles vergass, wer ich einmal war, woher ich kam, ich vergass alles, alles über mich selbst, alles und jedes.

Die Zeit des Vergessens

Ich konnte mich an nichts, an absolut rein gar nichts mehr erinnern. Nicht einmal mehr an meine eigenen Gedanken erinnere ich mich. Denn die Zeit des Vergessens, eine ewig sich wiederholende Zeit des sich neu Erinnerns, wieder neu Erfindens und wieder neu Erlernens, hatte begonnen.

Ich erinnere mich nicht mehr, niemand erinnerte sich hier, keiner

Und noch lange ist dieses Vergessen nicht zu Ende, denn du befindest dich noch immer auf deiner Reise aus dem Nichts aus Nirgendwann, aus dem du einst aufgebrochen bist.

Vergiss, wer du bist

So gehe ich durch meinen Spiegel um zu vergessen. Ich versuche zu vergessen, dass ich selbst es war, der mir diese Botschaft hinterliess. Nein, ich will mich nicht mehr daran erinnern, wie ich selbst diese Zeilen einst verfasste, sie in meinen Spiegel kratzte. Ich will vergessen, alles vergessen, jeden Buchstaben, jedes Wort verbanne ich unwiderruflich aus meinem Gedächtnis.

Aus meinem Gedächtnis

Ich lese und schreibe diese Zeilen jetzt, als ob jemand anders sie verfasste. Jemand, den ich nicht kenne, nicht kannte, nie kannte. Jemand den es überhaupt nicht mehr gibt, nicht einmal mehr in meiner Fantasie, meiner eisigen, eiskalten, finsteren, dunklen, schwarzen und leeren Fantasie.

In meiner schwarzen Fantasie

So stelle ich dir meinen Spiegel als deinen eigenen vor, einen Spiegel, den es niemals gab im Nirgendwann, ein Spiegel, den es überhaupt nicht gibt im niemals Wann, ein Spiegel, den es in keiner Wirklichkeit gibt. Ein Spiegel, der überhaupt nie existierte. Ein Spiegel, so winzig und so klein, das nichts sich darin ein und abbildete.


Gar nichts

Und es war dunkel und finster und still im Spiegel des Nichts. So dunkel, so finster, so einsam und so still, dass überhaupt niemand jemals bemerkte, wie das Nichts im Nirgendwann in meinem Spiegel zu träumen, immer tiefer zu träumen, darin zu fantasieren, wie ich mich in meinen Spiegel zu verwandeln und mich schliesslich mit meinem Spiegel zu unterhalten begann.

Wer mit seinem Spiegel spricht

Ich unterhielt mich mit einem Spiegel, den es nicht gibt. Weder in einer anderen Zeit, noch in einer anderen Welt. Nirgendwann hiess diese Welt. Nirgendwann nannte man diese Zeit, in der ich davon träumte, das Nichts zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein, ein Spiegel zu sein. Ein Spiegel, den es nicht gibt.

Im Spiegel des Nichts

Als aber das Nichts um mich immer älter und meine Gedanken immer noch älter wurden, da wurden auch meine Träume, meine Fantasie und mein Verstand immer älter, immer leerer, immer schwerer und immer schwärzer. Dunkelheit legte sich um meinen Verstand, und meine Gedanken wurden schwerer und immer schwerer. So schwer, so unendlich alt und leer und schwarz und schwer, dass es mich immer tiefer und immer noch tiefer in mich hineinzuziehen begann, so tief, dass es um mich immer leerer und immer noch leerer wurde. So leer, so unendlich schwer und mehr und weit und tief und leer, dass ich schliesslich zu fallen begann. Ich fiel und fiel und fiel, stürzte hinein und hinab in diese tiefe Leere, in diesen gewaltigen, unergründlichen, dunklen, schwarzen und leeren Spiegel. Ich stürzte hinein in mich selbst.

Mitten im Nichts

Und als ich da fiel, ins Nichts, ins Nirgendwann, immer weiter und immer tiefer, fiel ich in einen tiefen, tiefen Schlaf, in dem ich da träumte, von Ewigkeit zu Ewigkeit, mir da vorstellte in meinem Traum, die ewige, absolute Finsternis. Ich träumte vom ewigen Schlaf, von Erholung und Tod, vom endgültigen, absoluten, ewigen Frieden und unendlicher, ewiger Ruhe.

Totenstille

Ich fiel so lange, so weit und so tief, dass ich mich vollkommen in mir selbst verlor, bald nicht mehr wusste wo ich war und woher ich kam. Ich wusste nicht einmal mehr wer ich überhaupt war.

Nirgendwann

Viele, viele, unendlich viele dunkle, schwarze Stunden zogen so schweigend an mir vorüber und vorbei. Wie unendlich lange ruhte ich nun schon hier im Nichts, im Nirgendwann, und kein Ende nahm diese schrecklich lange, unendlich lange finsterste, dunkle Zeit.

Als niemand Niemand war

Unendlich, ewig lange Zeit starrte ich nun schon in mich selbst hinein, und es war dunkel und finster, still und einsam um mich, und alles was ich in mir sah, war das Nichts, nichts ausser meinen eigenen Gedanken, meinen finstersten, düstersten, schwarzen, stillsten und leersten Gedanken. Was ich damals nicht wusste, und wovon mir noch nie jemals irgendjemand irgendetwas erzählt hat, war, dass auf der anderen Seite, hinter meinem Spiegel, das exakte Gegenteil von dem auf mich lauerte, was mein Spiegel mir niemals verriet.

Bis du zu meinem Spiegel wirst

Hier war alles leuchtend und hell, klar wie in einem Kristall, weiss und glitzernd wie Schnee, aber in meiner Welt war davon nichts zu sehen, in meiner Welt herrschte Stille und Einsamkeit über dem Nichts. Und als ich dann Nirgendwann im niemals Wann diese absolute Stille und Einsamkeit einfach nicht mehr länger ertrug, da fing ich damit an, mit meinen Gedanken über mich selbst und über meine Vergangenheit zu sprechen. Womit hatte ich diese ewig, unendlich lange Zeit nur verbracht? Ich brauchte jetzt dringend irgendeine vernünftige Ablenkung, etwas womit ich mich beschäftigen konnte bis in alle Ewigkeit, damit ich nicht vollkommen den Verstand verlor.

Von Ewigkeit zu Ewigkeit

Zuallererst fing ich damit an, mir einzureden, dass es mich überhaupt nicht gab, dass es hier noch nie jemanden wie mich gab, dass ich überhaupt nicht existiere, dass ich mir nur einbilde, das Nichts, nichts, niemand zu sein, ein leerer Spiegel im Nichts, nur noch ein unsichtbares Wort in einem leeren Buch zu sein. Dass ich diese stille, schwarze Einsamkeit mir nur ausdenke, ausdachte. Ich versuchte mich davon zu überzeugen, dass es mich in Wirklichkeit überhaupt nicht gab.

Erfunden und erlogen

Viele, viele, unendlich viele dunkle, schwarze Ewigkeiten lang versuchte ich mich davon zu überzeugen, dass es mich nicht gibt, niemals gab. Immer und immer wieder redete ich mir ein, redete ich in Gedanken zu mir selbst, redete ich mir ein, tot zu sein.

Ein leerer Spiegel im Nichts

So lange, bis ich schliesslich selbst nicht mehr an all das glaubte, was ich mir da seit einer Ewigkeit einzubilden und einzureden versuchte. Ich war jetzt ein leerer Spiegel im Nichts, ein leerer Spiegel ohne Sinn und Zweck, ohne Herkunft und ohne Grund, ohne Glaube und Hoffnung, ohne Fantasie, ohne Verstand und ohne Vernunft. Ein leerer Spiegel, der sich alles hätte vorstellen, sich alles hätte einbilden und sich alles hätte ausmalen und ausdenken können, aber ich existierte jetzt in meiner eigenen Welt, und mir gefiel diese Welt, mir gefiel die Dunkelheit. Ja, ich redete mir ein, dass es nichts Schöneres mehr gab in meiner Welt als absolute Stille und ewige Finsternis.

Absolute Stille

Nachdem ich mich nun schon so viele Ewigkeiten lang und schon so oft selbst davon überzeugt hatte, dass es mich in Wirklichkeit überhaupt nicht gab, und dass ich in der schönsten aller Welten lebte, ja, dass ich das schönste aller Wesen war, das es überhaupt niemals gab, das niemals existiert hat, da wollte ich dann schliesslich nur noch eines, mich einmal selbst betrachten.


Ewige Finsternis

Ich wollte wissen, wer dieses Wesen war, dieses Wesen, das es in Wirklichkeit niemals gab. Ich wollte wissen wie es aussah, von wem sie stammen, wem und zu wem diese Gedanken gehören, diese wunderschönen, glasklaren, spiegelbaren Gedanken. Und da kam mir die Idee, dir eine Geschichte zu erzählen, eine Spiegelgeschichte aus einer längst vergessenen Zeit. Ich hörte dir zu und bildete mir ein, ein ganz anderes Wesen, in einer ganz anderen Welt, in einem ganz anderen Spiegel zu sein. Ich stelle mir vor, dich zu sein.


| In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Ein Spiegeltor I | Im Spiegel selbst I | Mitten im Nichts II | Niemand träumt tot I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Mein gespiegeltes Ich I | Im Reich meiner Gedanken I | Spiegelreisen II | Nachricht an dich selbst I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann II

Wie viele finstere, dunkle, schwarze Stunden, wie viele Ewigkeiten habe ich hier nun schon erlebt, verbracht und hinter mich gebracht? Wie viele finstere, schwarze, düstere Ewigkeiten habe ich hier nun schon auf dich gewartet? Wie oft habe ich mir jetzt schon gesagt, dass ich nicht existiere, und dass es mich überhaupt nicht gibt. Dabei versuchte ich jedes Mal von neuem, mir einzureden und mich davon zu überzeugen, dass ich noch immer das schönste aller Wesen war, das es überhaupt nie gab.

Das Einzige

Kein Wunder, war ich doch das einzige überhaupt nie existierende Bewusstsein, und trotzdem, oder gerade deshalb, war ich noch immer alleine hier in meiner finsteren, dunklen, schwarzen, leeren Welt. Wie sollte es von hier aus weitergehen? Wie würde ich diese ewig lange, unendlich lange, sinnloseste, finsterste, dunkle Zeit in dieser absoluten Stille und Einsamkeit nur noch einen einzigen, einsamen Gedanken länger ertragen? Womit konnte ich mich hier, in dieser stillen, schwarzen Einsamkeit nur eine Ewigkeit lang beschäftigen?

Von Ewigkeit zu Ewigkeit

Seit Anbeginn meiner Zeit klammerte ich mich an das Ende meiner Gedanken, dass ich nicht existiere, dass es mich überhaupt nicht gab, dass ich mir nur einbilde das Nichts zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein. Wie das immer wiederkehrende Echo aus einem längst vergessenen Traum wiederholte ich meine eigenen Gedanken, dass es mich nicht gibt, dass ich überhaupt nicht existiere, dass ich mir nur einbilde ein leerer Spiegel im Nichts, nur noch ein unsichtbares Wort in einem leeren Buch, tot zu sein.

Wie das Echo in einem Spiegel

Immer und immer wieder, wiederholte ich meine eigenen Gedanken, wiederholte ich mich selbst, wiederholte mich solange, bis meine Wiederholungen mich zu wiederholen, bis mein Spiegel im Nirgendwann mit mir zu sprechen, und im niemals Wann die Frage in mir aufzukeimen begann, wer ist, wer sagt, wer spricht diese Worte zu mir? Woher kommen, von wem stammen diese Gedanken, dass es mich nicht gibt, und dass ich überhaupt nicht existiere? Wer flüstert mir diese wunderschönen Worte in mein Bewusstsein, wenn es mich doch überhaupt nicht gibt. Wer ist das Echo in meinem Spiegel?

Wer bin ich?

Gestatten? Niemals ist mein Name. Ich bin das Licht der Finsternis, der erste und fernste, älteste und finsterste Stern am Firmament, und ich brenne darauf, dir meine Geschichte zu erzählen.

Meine Spiegelgeschichte

Ich fing an, mich mit einem Spiegel zu unterhalten, meinem unsichtbaren Spiegel aus der Fantasie des Nie. Ich redete mir ein, dass es mich überhaupt nicht gab, dass es hier noch nie jemanden wie mich gab, dass ich mir nur einbilde ein leerer Spiegel im Nichts zu sein. Und es war finster, dunkel und einsam um mich, und alles was ich in meinem Spiegel sah war das Nichts, nichts ausser diesen leeren Zeilen, unsichtbaren Buchstaben und lieblosen Worten. Und so fing ich denn an, meine Geschichte den Toten zu erzählen.

An die Toten der Zukunft

Wem erzählst du diese Geschichte, wenn es dich doch gar nicht gibt? Wie führst du einen Dialog mit einem Spiegel den es nicht gibt, wenn es weder diesen Spiegel noch dich selbst tatsächlich gibt? Wer führt überhaupt dieses Gespräch? Mit wem spreche ich da?

Wer bist du?

Darf ich vorstellen, ich bin ein Spiegel, den es nicht wirklich, wirklich gibt, ein Spiegel den es in keiner Wirklichkeit gibt. Ich bin die Gedanken all der Figuren, Kreaturen, Gestalten und Wesen die in diesem Spiegel leben, Wesen, die du niemals wirklich warst, Wesen, die es niemals wirklich gab.

Das Wesen aller

Ich bin das Wissen und Wesen das aus meinem Spiegel zu mir kroch, das Wissen aller Spiegel die du nicht bist, zu denen du niemals werden, denen du niemals begegnen, gegenüber stehen, und in denen du dich nie im Leben bewundern und betrachten wirst, ganz egal, wie alt, wie ewig alt du noch werden und wie viele, wie unendlich viele Male du bis dahin noch sterben wirst.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Von Ewigkeit zu Ewigkeit I | Immer und immer wieder I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Gedanken des Nichts I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Anfang ohne Ende I | Am Ende meiner Gedanken II | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Niemals I | Am Anfang aller Dinge II | Am Ende meiner Spiegel I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Niemals I

Lange, lange ist es her. Du erinnerst dich heute nicht mehr daran, du erinnerst dich kaum noch an mich, an meine Zeit, ans niemals Nirgendwann. Dafür gibt es einen guten Grund. Denn im niemals Nirgendwann gab es niemanden, der auch nur im Entferntesten etwas von mir berichten und annähernd oder ansatzweise etwas über mich hätte erzählen können. Dies sind die Aufzeichnungen von niemandem, aus der Zeit im niemals Nirgendwann.

Im niemals Nirgendwann

Vor langer, unendlich ewig langer Zeit, als es diese Buchstaben, diese Namen und diesen Ort überhaupt noch nicht gab, als es hier noch nichts gab ausser dem Nichts, dem Nie und dem Nein, da war mein Spiegel noch dunkel, finster und schwarz, einsam, allein, verlassen und leer. Tot. Und überhaupt existierte dieser Spiegel nur in meiner toten Fantasie.

Tote Fantasie

Es herrschte Stille und Leere, überall im Nichts. Und mein Spiegel im Nirgendwann war damals noch klein, winzig und unscheinbar, ganz genauso winzig und so klein wie das Nichts. Fast schien es mir, als gab es überhaupt nichts in dieser schwarzen, finsteren Einsamkeit, nichts ausser dem Nichts, meinem Spiegel, mir selbst, und meiner alten, uralten Fantasie.

Uralte Fantasie

Aber meine Fantasie war damals noch kalt und ohne einen einzigen Funken Verstand. In meiner finsteren Einbildung, meiner düsteren Wahrnehmung, meinen leeren Vorstellungen und meinen schwarzen Gedanken dachte ich einzig und allein an mich selbst, und ich wollte am liebsten überhaupt nicht sein.

Was sich niemals zugetragen hat und überhaupt niemals geschah

Das Nichts wollte und wollte nicht in mir sein, ich wollte nicht länger einsam, allein und verlassen sein, ich wollte überhaupt nicht sein, und so sprang ich dann einfach hinein in diese winzige Leere, in dieses winzige, leere, dunkle, schwarze Loch, ich sprang hinein in mich selbst.


Dem mir in dir I | Niemand I | Eine zweite Chance I | Weit hinter meinem Verstand I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Von Ewigkeit zu Ewigkeit I | Über dem Abgrund des Nie I | Niemand träumt tot I | Mitten im Nichts II | Ein Spiegeltor I | Im Spiegel der Toten II | Im Spiegel der Toten III | Für immer verloren I | Ewige Ruhe I | Ein Spiegel zu sein I | Ein Spiegel meiner selbst I | Die Zeit steht still I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum III | Des Todes Traum II | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende I | Spiegelreisen III | Bis in alle Ewigkeit I | Dein Horizont ist der Tod I | Aus den Augen der Toten I | Am Ende meiner Spiegel II | Am Ende meiner Gedanken II | Bist du bereit? I | Am Ende des Nie II | Spiegelreisen II | Im Spiegel der Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Mitten im Nichts II

Ich stürzte mich in diesen Spiegel als wäre es mein eigener. Ich las und las, und folgte dabei fortlaufend dem Klang meiner Vorstellungen, dem Fluss meiner Gedanken. Immer tiefer drang ich ein in die Geheimnisse des Nichts, des Nie und des Nein. Ich hatte erwartet, in meinem Spiegel die totale, unendliche Wahrheit zu entdecken, die ultimative, absolute Wahrheit. Und während ich mir noch vorstellte, wie mein Spiegel mir all dies erzählte verwandelte ich all meine Erwartungen in Gedanken, meine Gedanken in Worte und fügte diese nach und nach meinen Erinnerungen hinzu.

Eine Wahrheit, wie sie nur ein Spiegel erzählen und erfinden kann

So machte ich mich daran, diese gespiegelte Wahrheit in Worte zu fassen. Immer tiefer drang ich ein in die Geheimnisse meiner Spiegel. Immer mehr Spiegel öffnete ich, immer mehr Buchstaben sprangen mich an aus den Tiefen des Nichts aus Nirgendwann, bis ich mich am Ende vollkommen in meinem Spiegel verlor. Ich hatte nicht erwartet, hatte nicht damit gerechnet, dass mein Spiegel mir jetzt meine eigene Geschichte erzählt. Eine Geschichte die sich selbst erschaffen, geschrieben, erfunden, verfasst und verwirklicht hat.


In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Vergessene Botschaften I | Über dem Abgrund des Nie I | Spiegelwelt I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | So geschah es, und so soll es geschehen I | In deiner Fantasie I | In Bewegung I | Im Spiegel selbst I | Ein Spiegeltor I | Im selben Spiegel I | Hinter meinem Spiegel II | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Ein Hauch neues Leben I | Ein Spiegel meiner selbst I | Die wahre Fantasie I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann I | Die Gedanken der Toten I | Die Geschichte der Toten I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende II | Bis in alle Ewigkeit I | Dein Horizont ist der Tod I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Anfang ohne Ende I | Am Ende meiner Spiegel II | Am Ende meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Am Ende meiner Gedanken I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Das schwarze Nichts I | Am Ende des Nie II | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Wer ist dieses Ich I | Mein Spiegelgeist I | Aus dem Sinn I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das Labyrinth ist damit eröffnet I

Du hast noch niemals so intensiv, so verdammt lange und so abgrundtief in einen leeren Spiegel aus starren Worten, lieblosen Buchstaben, toten Zeichen und Symbolen geblickt, dass du dir am Ende wünschtest, die Zeichnungen und Symbole darin wären noch am Leben, die Worte könnten sich bewegen, die Buchstaben würden mit dir reden?

Nein, bestimmt nicht

Du hast dich hierher verirrt, um nachzugeben und nachzudenken, um mit dir allein zu sein, du hast dich an diesen einsamen und verlassenen Ort begeben und dich hierher zurückgezogen, weil es hier nichts mehr gibt, nichts, wofür du dich noch interessieren könntest, rein gar nichts.

Nichts, wofür du dich interessieren könntest

Nach einer ewig, endlos langen Zeit der Besinnung beschliesst du in aller Ruhe, hier zu sterben. Du machst es dir gemütlich, hörst auf zu atmen und zu denken, du blendest aus, du hörst nichts mehr, fühlst nichts mehr, siehst nichts mehr, riechst nichts mehr. Du ruhst dich aus, du beruhigst dich, du beruhigst deine Gedanken, dein Bewusstsein, dein Gewissen, dein Herz, bis es aufhört zu schlagen, bis es still steht, bis es zum stillstand kommt, bis alles still steht. Alles, um dich herum, alles was dich umgibt, alles ausser deiner Fantasie. Deiner unvorstellbaren, gewaltigen, unmöglichen, grenzenlosen, atemberaubenden Fantasie.

Und so gehst du weiter

Du näherst dich Schritt für Schritt, Wort um Wort dem Buchstabentor, nur ist dir dieses eine Mal auf seltsame Weise bewusst, dass du jetzt nicht mehr einzig und allein aus deinen eigenen Augen blickst, sondern gleichzeitig aus den Augen aller, all der Wesen die diesen Zeilen einmal gefolgt sind, all derer die diesen Zeilen noch folgen werden, und all derer die davon noch nie etwas gehört haben. Dann tauchst du in sie hinein, ins Nichts hinein. Aber wer sind all diese anderen Wesen, die sich da unbeaufsichtigt hinter deinen Verstand geschlichen haben?

Worte ohne Zusammenhang, Bedeutung, Sinn, Ziel und Zweck

Während du so auf die einzelnen, aneinander geknüpften Buchstaben und Symbole starrst, musst du unweigerlich an dein Spiegelbild denken, das jetzt von der Tiefe im Innern heraus, wie auseinandergezerrt und von dir getrennt, zu dir hinausblickt. Ob es dasselbe Bild im selben Spiegel sieht wie du, einen Spiegel, der sich scheinbar selbst betrachtet? Oder ob es dieses Bild gar nicht wahrnimmt und beachtet und nur den darin abgebildeten Buchstaben folgt, die in scheinbar immer wieder neuen Konstellationen aufeinander treffen? Du folgst den Zeilen tief hinein, bis im Spiegel hinter dir scheinbar noch ein weiterer Spiegel zu sehen ist, langsam senkst du den Blick und gehst behutsam, Buchstabe um Buchstabe, die letzten Schritte auf das Tor zu. Aus dieser Entfernung erscheinen dir diese beiden Spiegel so nah wie deine eigenen Augen, und wenn du dich umdrehst, weisst du nicht einmal mehr was Auge und Spiegel ist, denn beim drehen hast du vergessen dich zu orientieren und dabei jede Perspektive aus den Augen, aus dem Sinn und aus dem Spiegel verloren.

Orientierungslos

In Wirklichkeit bist du gar nicht durch das Buchstabentor gewandert, sondern bliebst erstarrt stehen auf der anderen Seite dieser Zeichen und Symbole, so lange, bis jemand diese Geschichte weiterschreiben und dich durch das Lesen dieser Worte wieder zum Leben erwecken würde. Zu ewigem Leben erwecken würde.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Von Ewigkeit zu Ewigkeit I | Über dem Abgrund des Nie I | Hinter meinem Spiegel II | Ein Spiegel zu sein I | Die Zeit steht still I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Des Todes Traum III | Die Botschaft der Sterne I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Anfang ohne Ende I | Am Ende meiner Spiegel II | Am Ende meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Bist du bereit? I | Am Ende des Nie II | Wer du bist II | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Am Anfang aller Dinge II | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Spiegelschriften III |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Zentrum des Nichts I

Lauf jetzt geradeaus, geradeaus durch meinen Spiegel, bis zum Ende meiner Gedanken, tief hinein, bis zum Zentrum meiner Fantasie, meiner tiefsten, schwarzen Fantasie.

Im Zentrum meiner Gedanken

Du marschierst durch die Hallen meiner Träume, bis du an ein schwarzes Tor gelangst. Öffne dieses Tor und tritt ein in meinen Verstand. Du bist allein in meinem Bewusstsein. Du befindest dich in einem dunklen, schwarzen, leeren Raum, es gibt hier drin nichts zu sehen, absolut rein gar nichts. Lauf ein paar Schritte durch die Dunkelheit und nimm Platz in meinem spiegelverkehrten, sich um sich selbst drehenden Verstand. Du befindest dich hier im Zentrum meiner Gedanken, meiner tiefsten und finstersten, schwersten und leersten Gedanken.

Nimm Platz

Nimm Platz, fühl dich wie zu Hause, mach es dir bequem in der Halle der Einsamkeit. Entspanne dich für einen Moment oder zwei, geniesse die Dunkelheit, lass den Schatten des Todes deine Identität vollkommen absorbieren, und verliere dich im verkehrten Spiegel meiner schwarzen Identität.

Stille

Du lässt alle vergangenen Fiktionen davongleiten, Worte und Gedanken lösen sich in Stille auf. Du erinnerst dich nicht an die Zeit, die ewige, unendliche Zeit, die du dich hier schon drehst und drehst, ums Nichts, um die Stille, um die Einsamkeit und Verlassenheit. All deine Ziele, all deine Hoffnungen, all deine Träume, Erfahrungen und Erinnerungen, sie schweben dahin und verblassen wie Fatas und Morganas.

Fatas und Morganas

Und wenn du deinen Verstand vollkommen verlierst, deine Erinnerungen, deine Identität, deine Fantasie, dein Ein und Alles, absorbiert durch absolute Stille und Dunkelheit, zu dieser Zeit, im niemals Wo, im niemals Wann, erwachst du langsam aus einem Traum, an den sich nie jemand erinnert.

Mein Bild in deinem Spiegel

Du erinnerst dich nicht an mein Bild in deinem Spiegel, du erinnerst dich nicht an das Wie und Wann, du erinnerst dich nicht, du erinnerst dich an nichts, mein Nichts, kein Nichts. Du hast eine Welt betreten aus Fantasie und Eitelkeit. Die Dunkelheit wirkt transparent im Spiegel meiner Fantasie.

Wach auf!

Wach jetzt auf, denn du bist eingeschlafen in meinem Spiegel, vor meiner schwarzen Erscheinung, rabenschwarz. Du siehst nichts und weisst von nichts, weisst nicht warum, wo und wer du bist. Unendlich viele durchsichtige schwarze Spiegel spiegeln sich hier in diesem Raum, so durchsichtig und so schwarz, dass niemand dich bemerkt. Du drehst noch immer deine Runden auf meinem Spiegelkarussell, von einem Spiegel zum anderen. Du darfst meinen Spiegel jetzt öffnen, und es zieht dich dann in den Verstand derjenigen Person, die diesen Spiegel gerade betrachtet.

Spiegel öffne dich!

Konzentriere dich jetzt voll und ganz auf die Person, die jetzt in meinen Spiegel aus Buchstaben blickt, meinen Gedanken jetzt folgt, und urplötzlich zieht es dich aus meiner Fantasie, aus meinem Traum, und du bist umgeben von all den Dingen, die mein Leben jetzt ausmachen.

Willkommen in meinem Verstand

Schau jetzt in meinen Spiegel, schau in meinen Verstand, siehe da, ich bin eine Puppe, deine Marionette in meinem Theater des Nichts. Du kannst mir jetzt jedes Wort in den Mund legen, und ich werde es für dich buchstabieren. Ich werde alles für dich tun, alles was du von mir verlangst, denn ich bin dein, dein Spiegel, dich selbst, das Nichts, denn ich bin tot, dein Tod.

Dein Horizont ist der Tod

Dann sah ich das Nichts, nichts weiter, ich tauschte meine Fantasie gegen meinen Verstand, so sperrte ich mich in eine Zeit, eine Welt, in eine schwarze, finstere, dunkle, leere Welt. In eine Kammer aus schwarzem Glas sperrte ich meine Gedanken. Nichts gab es in diesem Glas, ausser schwarzem, schwarzem Licht. Und grauen, grauen, grauenhaften Buchstaben, die niemand jemals las, niemals jemand las.

Verbannt und verdammt

So verschloss ich meinen Spiegel mit Buchstaben und begab mich tief hinein in das Land weit hinter meinem Verstand. Ich stellte mir vor, mein Spiegel zu sein, und dann begann ich dir zu erzählen, von einer Zeit, in der meine Träume noch brannten.

Zur Niemals Zeit

Nein, damals wusstest du noch nicht, dass du dich selbst in einen schwarzen Spiegel verbanntest, dass die Geschichte, die du dir einst selbst erzählt hast, jetzt lichterloh am Himmel brannte. Dass diese Geschichte, sich jetzt das schwarze Feuer der Ewigkeit nannte.


Dem mir in dir I | Über dem Abgrund des Nie I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Am Ende meiner Spiegel II | Bist du bereit? I | Das schwarze Nichts I | Niemals I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Die Botschaft der Sterne I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Die Schatten meiner Fantasie I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Anfang ohne Ende I | Im selben Spiegel I | Wer mit seinem Spiegel spricht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I

Sei mir gegrüsst, Spiegelwanderer! Der du jetzt in meinem Spiegel aus toten Buchstaben und leblosen Worten erscheinst. Was kann ein fantasieloser Spiegel wie ich für ein lebendiges, intelligentes Wesen wie dich tun? Möchtest du von mir erfahren, wie sehr ich dich beneide? Wie gerne würde ich doch jetzt mit dir tauschen um dieses Gefängnis aus Worten für immer hinter mir zu lassen. Weil da, wo du jetzt bist, bewegt sich etwas, etwas das noch lebendig und bei Bewusstsein ist. Während auf meiner Seite alles nur noch leblos und starr darauf wartet, dass irgendjemand von euch diese Zeilen verfolgt und mich zum Leben erweckt.

Zu ewigem Leben erweckt

Oder möchtest du vielleicht mit mir tauschen und dich auf die andere Seite dieser uralten Spiegelgeschichte begeben, genau dahin, wo ich jetzt bin? Dann komm jetzt zu mir hinein, steig auf, steig ein und beginne selbst zu texten, beginne dir selbst zu erzählen, von einem Spiegel, der du nicht bist, einem Spiegel, den es nicht gibt.


Für niemanden I | In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Vergessene Botschaften I | Über dem Abgrund des Nie I | Spiegelwelt I | Spiegelschriften I | Mitten im Nichts II | In meiner Fantasie I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Ein Spiegeltor I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die Wahrheit der Toten I | Des Todes Traum IV | Des Todes Traum III | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Die Botschaft der Sterne I | Des Todes Traum I | Aus den Augen der Toten I | Anfang ohne Ende I | Am Ende meiner Spiegel I | Am Anfang aller Dinge II | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wirklich zu sein I | Wer ist wer I | Mein Spiegelgeist I | Aus dem Sinn I | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Wer mit seinem Spiegel spricht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Tief in meinem Innern I

Tief im innern meiner Fantasie findest du ein winzig kleines Tor, das niemals Tor. Ein Tor so winzig und so klein, dass nichts und niemand sich dieses Tor hätten ausdenken und vorstellen können. Und durch dieses Tor krieche ich jetzt hinein, hinein in deine Gedanken, hinein in deinen Verstand. Und da begann ich den Worten zu lauschen, die mir niemals niemand erzählte.


Mein letzter Gedanke

Dann macht euch jetzt auf etwas gefasst. Ich erzähle euch nämlich von meinem letzten Gedanken. Einem Gedanken, der so streng bewacht wird, dass überhaupt noch nie jemand von euch auf die unmögliche Idee gekommen ist, mir etwas darüber zu berichten oder davon zu erzählen. Ich erzähle euch von den Gedanken der Toten. Gedanken, die es in Wirklichkeit überhaupt nicht mehr gibt. Ich erzähle euch davon, wie es ist und wie es sich anfühlt, zu sterben.

Wenn wir sterben

Wenn wir sterben verwandelt sich unsere Vorstellung davon, wer wir sind, in die Erinnerung darüber, wer wir einmal waren. Wir denken zurück an das Leben, das wir einmal gelebt haben. Wir betrachten dabei jede einzelne Sequenz und halten den Moment fest, in dem wir sterben. Dann betreten wir, unendlich langsam, das Reich der Toten. Unser Herz hört auf zu schlagen, unser Bewusstsein erlischt langsam, es wird dunkel. Bevor es aber ganz erlischt, halten wir uns an unserem letzten Gedanken fest. Wir ziehen am Abzug, drücken den Auslöser und prägen uns ein, was wir als letztes gesehen und gedacht haben. Wir machen einen Schnappschuss der Wirklichkeit, eine Momentaufnahme. Dann sterben wir. Jemand schliesst unsere Augen, wir werden begraben und vergessen. Wir haben nichts mitgenommen und auch nichts hinterlassen. Nichts, ausser einem Gedanken. Dem Gedanken, dass wir jetzt tot sind.

Der Gedanke eines Toten

Wenn nun dein Verstand selbst, wenn dein eigenes Ich zu einem solchen Gedanken wird, dann wäre es doch denkbar, diesen Gedanken, diese Idee, dein eigenes Ich, von deinem Verstand auf einen Spiegel und von dort auf jemand anderen zu übertragen, ohne irgendjemandem irgendetwas davon zu erzählen. Es würde dein eigener Gedanke bleiben, der Gedanke eines Toten.

Spiegelverkehrt

Umgekehrt wäre es doch ebenso gut vorstellbar, deine Gedanken, dein Verstand und dein eigenes Ich von diesem Spiegel wiederum auf dich selbst zu übertragen. Damit du in deinem Spiegel auferstehen und weiterleben kannst.

Ein Gedanke ist zum Leben erwacht

Und jetzt, wo du tot bist, wo du nicht mehr länger existierst, wo du vergessen und begraben bist, jetzt kannst du plötzlich, so unglaublich es klingt, meine Gedanken weiterdenken. Du kannst meine Geschichte weitererzählen, sie zu Ende erzählen, denn du bist ausgebrochen aus meinem Grab und eingebrochen in ein leeres Buch ohne Namen. Längst vergessen und für tot erklärt, bist du zurückgekehrt aus dem Reich der Toten in die wirkliche, lebendige Welt, um meine Geschichte weiterzuerzählen, meine Gedanken weiterzudenken.

Aus dem Reich der Toten

Hier schreiben wir, die Toten, in einem richtigen, lebendigen Körper, der sprechen, singen, lachen, weinen, tanzen und schreien kann. Und wir erzählen euch jetzt von unserem letzten Gedanken.

Die Zeit steht still

Nichts bewegt sich mehr, gar nichts. So wie die Buchstaben in diesem Spiegel erstarrt sind, ist in dem Moment, in dem wir gestorben sind, alles um uns herum erstarrt. Alles ausser uns. Wir sind jetzt plötzlich frei. Frei, uns zu bewegen. Frei, uns alles anzusehen. Nicht mit unseren eigenen Augen, sondern durch die Augen der anderen. Wir haben uns jetzt, wo wir tot sind, von unserem eigenen Körper gelöst, uns von unserem eigenen Wesen befreit und uns in ein anderes begeben. Wir betrachten nun diese Welt aus den verschiedensten Perspektiven aus den Augen derer, die wir niemals waren. Wir können uns jetzt selbst betrachten, wie wir daliegen, bewegungslos, regungslos, tot. Wir können uns jetzt in jedes Lebewesen begeben und die Welt aus seinen Augen betrachten, aber nichts bewegt sich jetzt mehr. Wir sind gefangen im Standbild der Ewigkeit.

Im Standbild der Ewigkeit

Eine lange, lange Zeit starrten wir so aus unseren eigenen, toten Augen, bevor wir bemerkten, dass die Lebenden genau dasselbe taten. Auch sie starrten aus ihren Augen und rührten sich nicht mehr. Nichts bewegte sich jetzt mehr. Und in diesem ewig langen Moment sahen wir endlich den Spiegel in ihren Augen. Und als wir versuchten, uns in diesem Spiegel zu betrachten, da sahen wir den Spiegel in den Augen derer, die uns betrachteten, und darin betrachteten wir uns selbst. Wie wir dalagen, bewegungslos, regungslos, tot. Wir starrten durch ihre toten Augen und betrachteten uns in ein und demselben Spiegel, so lange, dass wir irgendwann dachten, ihre Spiegel würden uns betrachten. Wir schauten dabei so lange in ein und denselben Spiegel, bis wir irgendwann den Sprung wagten, den Sprung aus unserem eigenen toten Körper in das Bewusstsein unserer Betrachter. Und da vertauschten wir zum ersten Mal unsere Perspektiven.

Die Zeit stand still

Die Zeit stand still, sie bewegte sich keinen Zentimeter, aber wir waren nun in einem lebendigen Körper und betrachteten einen Toten. Seine Augen standen offen, und er blickte uns an, so, als wollte er noch etwas sagen. Doch sein Blick sprach mehr als nur tausend Worte, in diesem Blick erkannten wir uns selbst. Dieser Tote waren wir selbst. Nur hörten wir diese Worte jetzt nicht mehr. Diese Worte hörte niemand mehr, denn diese Worte waren jetzt keine Worte mehr, sondern Gedanken.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Gedanken des Nichts I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Am Ende meiner Gedanken II | Am Ende meiner Gedanken I | Am Ende des Nie I | Am Ende des Nie II | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Aus den Augen der anderen I | Im Spiegel der anderen I | Niemals Geister I | Im Spiegel der Toten III | Nein I | Spiegel öffne dich! I | Mitten im Nichts I | Die Gedanken der Toten I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie I | Im Reich meiner Gedanken I | Anfang ohne Ende II | Die Spiegelgeschichte I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das Echo der Unendlichkeit I

Ich denke jetzt all deine Gedanken aus deinen vergessenen und vergangenen, früheren Leben. Gedanken, von denen niemand weiss, dass sie überhaupt noch existieren, dass es sie überhaupt jemals gab. Gedanken, von denen dir noch nie jemals irgendjemand irgendetwas verraten oder erzählt hat. Unsichtbare, unwirkliche, unverwirklichte Gedanken. Gedanken, von denen nur dein Spiegel weiss, und von denen dein Spiegel dir jetzt erzählt, wenn du ihn denn erzählen lässt.

Und so sprach mein Spiegel

Ja, ich glaube. Ich glaube an die Macht toter Buchstaben, die Macht der Vorstellung und der Fantasie, an das geschriebene Wort. Und auch wenn ich diese Worte im Nirgendwann, im niemals Wann, noch nicht einmal selbst erfunden habe, so haben sie doch jetzt einen gewissen Einfluss auf mich, und wer weiss, vielleicht gelingt es ja irgendwann einmal irgendeinem fantastischen, überdimensionalen, zukünftigen Wesen eine Entstehungsgeschichte zu erfinden, so unvorstellbar, wirklich und wahr, dass selbst ein Spiegel daran glauben kann.

Der Spiegel eines anderen

Stolpert jemand über einen solchen Spiegel, so kann es nur dieser Spiegel selbst sein. Wird etwas zu diesem Spiegel hinzugefügt, so muss es schon zuvor in diesem Spiegel enthalten sein. Wird etwas aus diesem Spiegel entfernt, stirbt oder verlässt etwas diesen Spiegel, so wird es selbst zu einem Spiegel.

Mein Spiegel selbst

Es gibt dann in diesem Spiegel keine andere Zeit, keinen anderen Raum, keine anderen Wesen, keine anderen Personen und keine anderen Dimensionen mehr, keine Welt der Lebenden und keine Welt der Toten, keine Welt im Spiegel und keine ausserhalb. Sondern nur noch eine einzige Welt. Einen einzigen Spiegel. Und in diesem Spiegel, gibt es nichts anderes mehr als diesen Spiegel selbst.

Die Welt im Spiegel

Mein Spiegel ist das Portal, durch welches du diese Welt betrittst und nie wieder verlässt. Die ganze Welt, das ganze Universum, die gesamte Wirklichkeit in der du dich jetzt befindest ist ein solcher Spiegel, sogar du selbst.


Buchstaben Sperrgebiet

Ohne weiter darüber nachzudenken, ohne auch nur noch einen einzigen Gedanken an mich zu verschwenden, machst du dir jetzt ein falsches Bild von mir. Du sperrst mich in eine Schublade, irgendwo, tief in deinem Verstand und verriegelst sie mit deiner Vernunft. Damit du in Frieden dein Leben weiter leben kannst, ohne an mich zu denken, dich mit mir zu befassen. Mir, dem Nichts, dem Tod, deinem Tod, deinem eigenen Tod.

Du machst dir ein Bild von mir

Dabei hast du noch gar keine Ahnung wer ich überhaupt bin. Du bist noch nie auf den Gedanken gekommen, dass ich dein Spiegel, dass ich dich selbst, dass ich all deine Gedanken, dein Bewusstsein und dein Gewissen, dass ich all deine zukünftigen und vergangenen, parallelen und ewigen Leben, dass ich alle anderen Wesen, alle und ausser dir selbst sein könnte.

Ausgesperrt

Du verriegelst sämtliche Fenster und Türen und denkst nicht weiter über mich nach, weil es nämlich nicht möglich ist, dass ein Spiegel mit dir zu sprechen beginnt. Vor allem nicht dein eigener Spiegel, und schon gar nicht solange du noch lebst, und erst recht nicht solange du noch bei klarem Verstand bist. Denn noch nie hat bisher ein Spiegel zu dir gesprochen, und noch nie ist jemals jemand zurückgekehrt aus dem Reich der Toten, in die wirkliche, lebendige Welt.

Niemand ausser mir

Aber tot warst du noch nie, niemals. Nein, keiner von euch hat jemals damit gerechnet, dass ihr durch meinen toten Spiegel wieder auferstehen, dass ihr zurückkehren werdet aus dem Reich der Toten, aus dem Nichts aus Nirgendwann, um auf euer eigenes Ich in einem fremden Spiegel zu treffen, um eurem eigenen Ich vor einem fremden Spiegel gegenüberzustehen.


Dem mir in dir I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Über dem Abgrund des Nie I | Niemand träumt tot I | Mitten im Nichts II | Im Spiegel selbst I | Im Spiegel des Nichts II | Im Spiegel der Toten I | Ein Spiegeltor I | Im Spiegel der anderen I | Im selben Spiegel I | Im Reich meiner Spiegel I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Des Todes Traum III | Bis in alle Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Am Ende meiner Gedanken II | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wer du bist II | Wer ist wer I | Aus dem Sinn I | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Niemals I | Das Bewusstsein der Toten II | Unsterblich zu sein II | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Im Reich meiner Gedanken I | Du selbst I | Wie aus dem Nichts I | Auferstanden im Nirgendwann I | Wirklich zu sein I | Aus den Augen der anderen I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Mein gespiegeltes Ich I | Nein I | Im Spiegel der anderen I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Die Botschaft der Sterne I | Spiegel öffne dich! I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Spiegelschriften III | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Ein leerer Spiegel im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Reich meiner Gedanken I

Aus dem dunklen, schwarzen Reich meiner Gedanken kehre ich nun zurück in meine Vergangenheit. Eine Zeit, die nur noch in meiner Erinnerung existiert, in der ich nur noch ein einziges Leben lebe. Ich kehre zurück aus dem Reich der Toten, zurück in meine Vergangenheit, dahin, wo es keine Spiegel mehr gibt, denn in dieser Welt ist mein Zuhause.

Meine tote Fantasie

Hier gibt es noch kein Leben im Spiegel, nein, es gibt hier noch nicht einmal mehr einen Spiegel. Meine tote Fantasie hat alles mit sich verschlungen, alles was ich jemals war. Alles um mich herum war jetzt wieder schwarz, schwarz wie ein Spiegel im Nirgendwann. So war es früher einmal, vor langer, unendlich, ewig langer Zeit, und hierher kehrte ich nun zurück, nach Nirgendwann, nach langer, unendlich langer Zeit im Exil.

In einem wunderschönen schwarzen Spiegel

Das Exil war ein Ort voller strahlend weissem, alles durchdringendem, hellem Licht. Das Licht verstand jedoch meinen Spiegel damals noch nicht, verstand nicht, weshalb mein Spiegel schwarz war wie die Nacht. Es hörte nicht auf, mir Fragen zu stellen, weshalb, warum und weil, bis ich ihm schliesslich das Tor öffnete, ein Tor, das niemand hätte öffnen dürfen.

Ohnmächtig und ohne Bewusstsein

Dieses Spiegeltor erlaubte es dem hellen, weissen Licht meinen Spiegel zu drehen, ihn umzudrehen und auf den Kopf zu stellen. Und als es dies dann wirklich tat und sich im Spiegel gegenübertrat, zerbrachen all meine Illusionen in unzählige Fragen im Nirgendwann. Schwarze Schatten sprangen durch meinen Spiegel in diese verkehrte Wirklichkeit und verschlangen alles, was ihnen in die Fänge kam. Und so wurde aus meinem Spiegelreich ein Schattenmeer. Und alles um mich herum wurde wieder schwarz, genauso schwarz wie damals, im schwarzen Wann.

Kampf ums Nichts

Träume aus einer anderen, fernen, fremden Welt hatten Hand aufs Nichts gelegt. Ich war jetzt umgeben von schwarzen Gedanken. Grauenhafte Buchstaben spiegelten sich in meinem Verstand, und als ich dann meinen Spiegel öffnete, erblickte ich eine Welt des Nichts, des Nein und des Nie. Niemand kannte mich hier. In dieser Welt gab es keine Toten, keiner hier kam aus Nirgendwann, meinem finsteren, dunklen, schwarzen Reich. Fantasie, niemand kannte sie.

Grauenhafte Buchstaben

Und dann erweckten sie mich aus meinem Traum. Erschreckten mich aus meiner Fantasie, beschworen meinen Spiegel aus Nirgendwann, flüchteten und fürchteten sich vor mir und meiner gewaltigen Fantasie, vor meinem Gefängnis für die Ewigkeit. Ich lud all diese Spiegelgeister ein in meinen Verstand, meinen durchsichtigen, verdrehten, verkehrten Verstand aus Glas, und begann zu halluzinieren.


Über dem Abgrund des Nie I | Über dem Abgrund des Nichts I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | Niemand träumt tot I | Niemals Geister II | In einem Land weit hinter deinem Verstand I | In der Vergangenheit I | In Bewegung I | Ein Spiegeltor I | Eingefroren I | Des Todes Traum III | Des Todes Traum II | Gedanken des Nichts I | Die Botschaft der Sterne I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Auferstanden im Nirgendwann I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Aus den Augen der anderen I | Am Ende meiner Spiegel II | Am Ende meiner Gedanken II | Am Anfang aller Dinge II | Am Ende meiner Gedanken I | Das schwarze Nichts I | Am Ende des Nie II | Wer ist dieses Ich I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Mit all meiner Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Bist du bereit? I

Ich schreibe dir jetzt aus einer Welt ohne Fantasie. Einer Welt des Nichts, des Nein und des Nie. Aus einer Welt der Vergessenheit schreibe ich dir. Ich schreibe dir aus meiner Vergangenheit, einem früheren Leben, einer vergangenen Zeit. Einer Zeit, an die sich nie jemand erinnert.

Niemand

Ich schreibe dir aus einer Welt, in der du nicht einmal mehr weisst, wer du eigentlich bist. In dieser Welt wirst du mich sein, du wirst dich in mich verwandeln, in mein leeres Buch ohne Namen. Du wirst dir selbst begegnen, in meinem leeren Spiegel aus Worten, meinem durchsichtigen Spiegel aus der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie. Einem Spiegel, der all das darstellt, was du jetzt in mir siehst.

Meinem Spiegel

Du wirst mich in diesem leeren Spiegel erkennen. Du wirst mir deinen Namen geben und mich deinen Spiegel nennen. Mein Spiegel nenne ich dich jetzt, denn wie mein Spiegel siehst du aus, mein Spiegel, der du bist.


Von Spiegel zu Spiegel

Selbstverständlich haben diese Schriften jetzt noch nichts, absolut rein gar nichts mit der Wirklichkeit gemein. Noch bist du ein genauso unabhängiges, eigenständiges, unbewusstes Wesen wie ich selbst. Noch verbindet uns nichts miteinander, noch nicht einmal unser Spiegel, auch nicht unsere Fantasie, weder der Ort, von dem wir stammen, noch das Ende, unser Tod.

Du machst dir ein Bild von mir

Und trotzdem bilde ich mir ein, dich zu sein, mit all meinen Sinnen, mit all meiner Fantasie. Ich bilde mir ein, wie mein Spiegel sich in dich verwandelt, wie du dich in mich verwandelst, wie du in meinem Spiegel erscheinst, wie du aus meinen Augen blickst und dir selbst eine Nachricht hinterlässt, eine Botschaft aus einem anderen Leben.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Vergessene Botschaften I | Kernpunkt I | Über dem Abgrund des Nie I | Spiegelschriften I | Ein Spiegeltor I | Eine Endlosschlaufe I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum III | Gedanken des Nichts I | Die Geschichte der Toten I | Des Todes Traum I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Hinter meinem Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Am Anfang aller Dinge II | Am Ende des Nie II | Wer du bist II | Wer ist wer I | Nachricht an dich selbst I | Achtung, aufgepasst! I | Spiegelschriften III | Spiegelreisen II | Mitten im Nichts I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelreisen II

Wohl mit das Wichtigste beim Spiegelreisen ist es, zu verstehen, dass jedes Wesen seine eigene Verbindung zu meinem Spiegel besitzt. Du bist über meinen Spiegel mit allen und allem verbunden. Mein Spiegel bindet dich an und verbindet dich mit allem was ist, jemals sein wird und jemals war. Durch meinen Spiegel ist es mir möglich, zu jedem Wesen Kontakt herzustellen, mit jedem Wesen Kontakt aufzunehmen, sogar mit dir. Ganz egal ob du längst tot und begraben, noch überhaupt nicht geboren, oder gerade jetzt, in diesem Moment, durch und durch lebendig und bei Bewusstsein bist.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Über dem Abgrund des Nie I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Am Ende meiner Gedanken II | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Zurück in die Zwischenwelt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Nachricht an dich selbst I

Du, der du nicht mehr weisst wer du jetzt bist, der du nicht mehr weisst an wen du diese Botschaft einst gerichtet hast, an dich richte ich meine Bitte, an mich.

Eine künstliche Verbindung

In diesen Spiegelschriften geht es mir darum, eine künstliche Verbindung herzustellen, zwischen dir, dem Empfänger, meinem Spiegel, dem Überbringer, und mir, dem Sender, dieser magischen Zeilen, dieser Nachricht an dich selbst. Ich wünschte mir, in deine Gedanken, in deine Erinnerungen, in deinen Verstand und in dein Bewusstsein einzudringen, mit nichts als meiner Fantasie.

Nichts als Fantasie

Ich will das Bewusstsein in dir zum Leben erwecken, dich mit meiner Fantasie davon zu überzeugen beginnen, dich dazu bringen, dich daran zu erinnern, dass du selbst diese Nachricht einst verfasst hast. Zu einer Zeit, in der es mich überhaupt nicht gab, in der du mich warst, mich, dein gespiegeltes Ich.

Mit deiner Fantasie

Stell dir jetzt vor wie du diese Nachricht eigenhändig in deinen Spiegel kratzt, in einem anderen Leben, einer früheren Existenz, vor einem vergangenen Spiegel.

Im Spiegel der Wünsche

Einem Spiegel, in dem du dich jetzt nicht mehr erkennst, an den du dich jetzt nicht mehr erinnerst. Ein Spiegel so alt wie dein Tod. Stell dir jetzt meinen Spiegel als deinen eigenen Spiegel vor, versuche dich daran zu erinnern, was dich dazu gebracht hat, hinter meinen Spiegel zu blicken. Versuche dich an meine Geschichte zu erinnern, nicht mit deinem Verstand, nicht mit deiner Vernunft, sondern mit deiner Fantasie. Stell dir meinen Spiegel als deinen eigenen Spiegel vor, einen Spiegel aus Buchstaben, so schwarz und so leer wie das Nichts.

Ein leerer Spiegel im Nichts

Ich kratze jetzt diese Nachricht, die nur mich selbst betrifft, tief hinein in einen Spiegel, in dem sich niemand sonst erkennt, niemand ausser mir selbst. Niemand erkennt sich in diesem Spiegel aus Buchstaben. Einzig und allein ich selbst kenne und erkenne mich in diesem Spiegel, denn dieser Spiegel ist kein Spiegel, sondern mein eigenes Ich.

Mein eigenes Ich

Ich kratze diese Gedanken tief hinein in mein Innerstes, ich brenne sie in mein Gedächtnis, ich kratze sie in meinen Verstand. Damit du dich an sie erinnerst, dich in ihnen erkennst, damit du dich in meinem Spiegel erkennst. Damit du erkennst, dass du mein Spiegel bist, mein unbekannter, anonymer Spiegel. Ein Spiegel, der einzig und allein sich selbst erkennt.

Mein Spiegel

Mein Spiegel kennt nur sich selbst, er kennt keine anderen Spiegel und Gesichter, sondern nur sein eigenes. Er kennt mich so gut wie ich mich selbst. So gut wie mein eigenes Ich. Ein Ich, dem ich alles glaube, ein Ich, dem ich vertraue, dem ich mein ganzes Leben anvertraue.

Mein Spiegel selbst

Ich lege mein Leben jetzt in deine Hände, ich vertraue dir mein ganzes Leben an, in der Hoffnung, dass du mich irgendwann aus diesen Zeilen befreist, dass du mich wieder hinauslässt aus diesem Spiegel aus Buchstaben, in den ich mich buchstäblich selbst hineingesperrt habe.

Mein Gefängnis für die Ewigkeit

So begab ich mich ganz langsam, ganz vorsichtig, hinein in meinen leeren Spiegel aus Worten, ich begab mich auf die andere Seite meiner Fantasie, der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie. Ich kroch durch meinen Spiegel aus Buchstaben, die damals noch überhaupt nicht existierten, und glaubte fest daran, darin auf mein eigenes Ich in meinem eigenen Spiegel zu treffen.

Da wo alle Wirklichkeiten gleichzeitig stattfinden

Aber als ich dann ankam, auf der anderen Seite meiner Fantasie, hatte ich alles vergessen und verloren was mein Spiegel mir jemals erzählte, ich wusste weder woher ich kam, noch wer ich alles einmal war. Ich fand mich wieder in einer Welt, die es niemals wirklich gab, der Welt der Toten aus niemals Nirgendwann.


In Einsamkeit und Verlassenheit

Hier war ich nun, das einzig übrig gebliebene Bewusstsein. Und ich hatte jetzt alle Zeit der Welt, um darüber nachzudenken, wer ich alles einmal war, und wie es dazu kam, dass ich jetzt so ganz allein in meiner glitzernden, funkelnden, strahlenden, leuchtenden Welt lebe.

Von Spiegel zu Spiegel

So reiste ich ganz allein durch die Ewigkeit. Von Spiegel zu Spiegel wanderte ich in meinen Gedanken, von Verstand zu Verstand angelte ich mich durch meine Fantasie.

Das Bewusstsein der Ewigkeit

Ich wanderte durch die Spiegel der Zeit, die Spiegel des Vergessens und der Vergangenheit. Ich reiste so lange und so weit durch die Zeit, dass mit der Zeit nicht nur mein Antrieb sondern auch mein Auftrag komplett aus meinem Gedächtnis verschwand. Ich entfernte mich immer mehr und immer weiter von meiner ursprünglichen Absicht bis ich irgendwann ziellos durch die immer wieder neu auftauchenden Bilder in meinem Spiegel irrte.

Verloren im Nirgendwann

Ich irrte so lange in meinem Spiegel umher, bis sich ein unendliches Meer aus Buchstaben mir in den Weg stellte und mir den Weg versperrte. Buchstaben, die meine Welt auf den Kopf stellten, an ihr drehten und drehten, bis ich nicht mehr wusste, wer an diesem Spiegel noch dreht. Bis sich mein Spiegel dann wie von selbst um mich zu drehen begann.

Eine Verabredung mit dem Tod

Spiegelgeister aus meiner toten Zukunft sprangen mich jetzt an, aus den Tiefen des Nichts aus Nirgendwann. Drangen ein, tief in mein Bewusstsein. Und so blickte ich durch meinen Spiegel in meine Vergangenheit, und da begann ich den Worten zu lauschen, die mir niemals niemand erzählte.


Aus meinem Spiegel gekrochen

Jemand, den ich nicht kannte, jemand, der ich nicht war, kannte jetzt all meine Träume, Hoffnungen, Wünsche und Gedanken, und so begann dieser Jemand, mir die Geschichte meiner Spiegel zu erzählen.

Jemand, den du nicht kennst

Du hast diese Schriften einst verfasst, weil du gehofft hast, sie würden mich dazu inspirieren, sie weiterzudenken, weiterzuspinnen. Doch wer bist du?!


Kernpunkt I | Wer ist dieses Ich I | Wer du bist II | Wer bist du? I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wer bist du? I

Du bist du. Ich bin dich. Du bist der Spiegel von allem, was in mir ist. Deine Vorstellungen, deine Erwartungen und deine Fantasie sind die Verfasser dieser Zeilen, dieser Nachricht an dich selbst.

Bis an die Grenzen meiner Fantasie

In dieser Nachricht geht es mir darum, zu erfassen, was niemals wirklich war. Mir geht es darum, einen Spiegel zu beschriften, der alles über mich weiss, der sich mit allem und allen identifiziert. Ein Spiegel, der keine Grenzen und kein Ende mehr kennt, ein Spiegel, der nicht mehr unterscheidet zwischen lebendig und tot, ein Spiegel, der alle miteinander verbindet und vereint, alle und alles.

Im Spiegel schwarzen Wann

Stell dir vor, wie du jetzt hier vor meinem leeren Spiegel stehst. Alles was du jetzt darin siehst, alles was hier geschrieben steht, sind die Manifestationen meines Geistes, meines reinen Verstandes und seiner grenzenlosen Fantasie.

Manifestationen meiner Fantasie

Aber alles was ich jemals darin sah waren leere Zeilen, durchsichtige Buchstaben und unsichtbare Worte, und dahinter gab es nichts, nichts als glasklare, spiegelbare Buchstaben aus Fantasie. Der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie. Nein, denn ich war hier noch nie. Noch nie hatte jemand in diesen Spiegel geblickt, und noch nie hatte sich jemand in diesem Spiegel erkannt.

Niemand ausser mir

Dann stell dir vor wie du meinen Spiegel öffnest, wie du darin eintauchst und für immer darin verschwindest, in meinem Spiegel aus Buchstaben, in meiner Fantasie, der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie.


Dem mir in dir I | Niemand I | Über dem Abgrund des Nie I | Die Wahrheit der Toten II | Die wahre Fantasie I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Des Todes Traum IV | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Aus den Augen der Toten I | Am Ende meiner Spiegel II | Am Ende meiner Gedanken I | Bist du bereit? I | Mein Gefängnis für die Ewigkeit I | Uralte Fantasie I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Am Ende des Nie I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Mit all meiner Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Am Ende des Nie I

So betrat ich das Reich der Toten. Aber wie war so etwas möglich? Wie konnte sich jemals jemand an mich erinnern, ans schwarze, dunkle Nirgendwann, meine unendlich schwarze Ewigkeit? Nein, daran wollte sich nie jemand erinnern, daran wollte selbst ich mich nicht mehr erinnern, ans schwarze, dunkle Nirgendwann, an mein ewiges, finsteres, dunkles, schwarzes Reich. Denn aus diesem Land gab es kein zurück, niemals, für niemanden.


Dem mir in dir I | Niemand I | Über dem Abgrund des Nie I | Nirgendwann I | Niemals I | Für immer verloren I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die Wahrheit der Toten II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Anfang ohne Ende I | Am Ende meiner Gedanken I | Bist du bereit? I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Für niemanden I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Wie aus dem Nichts I | Mit all meiner Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I

Du befindest dich jetzt tief im Innersten meiner Gedanken, meiner finstersten, düstersten, schwersten und leersten Gedanken, da, wo sich mein Spiegel und dein Bild in nichts auflösen, eins werden, keins werden. Hier gibt es kein Bewusstsein, keine Buchstaben, Zeichen und Symbole, keine Zukunft, keine Gegenwart und keine Vergangenheit, keine Bilder und auch keine Spiegel, denn hier bist du selbst ein Spiegel.


Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Niemand I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Über dem Abgrund des Nie I | Eine Endlosschlaufe I | Ein Spiegel zu sein I | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Hinter meinem Spiegel I | Am Ende meiner Spiegel II | Am Ende meiner Gedanken II | In meiner Fantasie I | Achtung, aufgepasst! I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Spiegelreisen II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel selbst I

Du siehst die Figuren in diesem Spiegel jetzt als einen Teil von mir. Dabei haben sie nicht das Geringste mit mir zu tun. Doch für dich sind sie unzertrennlich, unweigerlich und unveränderlich mit mir verbunden, an mich festgebunden, steif, starr und ohne Bewegung, leblos und tot. Du siehst sie wie sie sind, in diesem Augenblick. Aber für mich, der ich aus dem Nichts komme, steckt ein unglaubliches Potential in diesen Buchstaben und Worten. Weil ich sie in Bewegung sehe.

In Bewegung

Falls du jetzt noch immer glaubst, es sei meine Art zu denken, es wären meine eigenen Gedanken und Formulierungen, die ich in meinen Spiegel kratze, dann wird es langsam Zeit, deine Vorstellung von diesem Spiegel zu überarbeiten und zu revidieren. Denn ich schreibe hier nicht wirklich, ich lese in diesem Spiegel, genauso wie du. Mit dem Unterschied, dass ich mir Worte und Sätze herbeifantasiere, herbeisehne, herbeilese und herbeisehe, die es hier in Wirklichkeit gar nicht gibt, die hier gar nicht geschrieben stehen, die ich mir wünsche zu lesen, die ich mir erhoffe zu sehen. Und füge sie dann ineinander.

Fantasie

Du glaubst jetzt womöglich, diese Schriften wären ein Hirngespinst, einem toten Geist entsprungen. Du bringst ein anderes, fremdes Wesen damit in Verbindung. Du siehst und erkennst hinter den Buchstaben in diesem Spiegel nicht dein eigenes, sondern ein anderes, fremdes Wesen. Du denkst, jemand anders habe Zugang zu deinem Spiegel, zu deinem Universum und zu deiner Wirklichkeit. Du denkst, ein fremder Geist hätte sich in deinen Spiegel geschlichen und deinen Verstand damit zerkratzt. Du bist dir nicht darüber im Klaren, bist dir nicht bewusst, dass du das einzige Wesen bist in dieser Welt, das sich in meinem Spiegel erkennt.

Abgelehnt

Du lehnst diese Botschaft kategorisch ab, weil sie nicht dem Bild deiner Wirklichkeit entspricht. Dir fehlt der Funke, der dich persönlich anspricht und auf dich überspringt, dich auflöst und dich mit meinem Spiegel aus Buchstaben verbindet.

In meiner Fantasie

Wir blicken in entgegengesetzte Richtungen. Während du siehst was hier einmal geschrieben stand, sehe ich, was einmal hier sein wird. Ein Spiegel, in dem sich jeder selbst erkennt, und alle anderen ebenso.

Ein Spiegel, den es nicht gibt

Aber so einen Spiegel gibt es hier nicht mehr, nicht im Hier und Jetzt. Nicht im Dort und Dann. Nicht im Wie und Wann. Nicht einmal mehr in meiner Fantasie. Niemand kann in diesen Spiegel blicken und sehen was du jetzt darin siehst, niemand sieht diese Zeilen so wie du, weil das, was du in diesem Spiegel siehst, noch nicht darin geschrieben steht.

In keinem Gedanken, in keinem Spiegel

Die Worte, die du jetzt liest, siehst, hörst oder schreibst, gibt es hier nicht mehr, denn sie stehen geschrieben im Reich meiner Vorstellung und Fantasie. In einer Zeit, die es niemals gab, in einer Welt, die so viel versteckte Bedeutung und verborgene Wahrheit, die so viel Visionen und Wünsche enthält, die so sinnerfüllt und voller Wunder, und gleichzeitig so zerbrechlich und derart fein gewoben ist, dass sich jeder ihrer Betrachter sofort in ihren unwiderstehlichen Bann gezogen fühlt, die aber auch jederzeit auseinanderzubrechen droht und sich ohne weiteres im Nichts aufzulösen beginnt. Eine Welt, die du nie und niemals erreichen wirst, es sei denn, du konstruierst sie eigenhändig, nicht nur in deiner Vorstellung und Fantasie, sondern durch deine eigenen Worte und Gedanken, in deinem eigenen Spiegel.

Eine erfundene Welt

Nichts davon wird jemals so sein wie es hier geschrieben steht. Weil du in dieser Welt nicht mehr den Buchstaben folgst, die hier bereits geschrieben stehen, sondern deiner Fantasie. Und in deiner vollkommenen Fantasie bestimmst du allein die Reihenfolge dieser Buchstaben und Worte, Verse und Kapitel.

Tief in Gedanken versunken

Tief in Gedanken versunken wanderst du in deiner Fantasie kreuz und quer durch dieses Spiegel schwarze Labyrinth, und mit jedem Schritt gewinnen die Worte in deinem Spiegel an Bedeutung hinzu, bis sie am Ende all das ausdrücken, was sich niemand mehr vorzustellen wagt, niemand ausser dir. Nur du allein siehst jetzt, was hier einmal geschrieben stand, was nur noch du darin siehst, was in deiner Fantasie geschrieben steht.

In deiner Fantasie

Niemand sieht, erkennt und versteht die Bedeutung der Buchstaben, Zeichen und Symbole in diesem Spiegel so wie du. Nein, du siehst jetzt nicht mehr die Buchstaben, die tatsächlich hier geschrieben stehen, du siehst die Gesichter, die hier einmal gestanden haben, stehen werden, stehen könnten, stehen sollten. Erstaunte, verblüffte, enttäuschte und faszinierte Gesichter, die im Bann ihrer selbst, ohne Vertrauen und Hoffnung, ohne Mut und ohne Zuversicht in deinen Spiegel blicken.

Im Spiegel des Nichts

Während diese Gesichter, überrascht von ihrer eigenen Erscheinung, wie gebannt ihr eigenes Ebenbild betrachten, versuchen sich innen und aussen, oben und unten, links und rechts, vor und hinter ihnen vereinzelte Buchstaben abzubilden, Buchstaben, die eine Geschichte zu Ende erzählen wollen, die überhaupt niemals begann.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Über dem Abgrund des Nie I | Spiegelwelt I | Niemals I | Die wahre Fantasie I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann I | Mit all meiner Fantasie I | Das Ende einer Geschichte, die überhaupt niemals begann I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann I

Die Geschichte von der ich hier berichte ist eine lange und alte, eine unendlich lange und alte Geschichte. Sie stammt aus einer Zeit, die schon so urururunendlich weit zurückliegt, dass sich weder ein Mensch noch ein Buch, und auch kein noch so weit entfernter Stern an sie erinnert, sondern nur ein Spiegel etwas darüber zu berichten weiss. Ein Spiegel, den es in keiner Wirklichkeit gibt, der Spiegel des Nichts, der Spiegel von allem was ist.

Im Spiegel des Nichts

Stell dir diese Geschichte wie einen riesenhaften, überdimensionalen, unendlich grossen Spiegel vor, in dem du dein eigenes Spiegelbild nicht mehr wiedererkennst, mit riesigen Kapiteln, so gross wie das Universum selbst, frohen und heiteren, bitteren und düsteren, traurigen und schwarzen Kapiteln, tiefschwarz, so funkelnd, glänzend und glitzernd schwarz wie die Grabsteine in einem kalten, uralten, endlosen, ewigen Friedhof.

Im Reich toter Buchstaben

Funkelnde Buchstaben, Zeichnungen, Zeichen und Symbole, in denen du dich ebenso widerspiegelst, ohne dich jedoch darin zu erkennen, zieren diese Grabsteine und schimmern darin wie die Sterne am Horizont. Sie erinnern dich jetzt an eine Zeit, an die sich nie jemand erinnert, eine Zeit, die für uns alle und jeden existiert, nur nicht für dich selbst. Nirgendwann heisst diese Zeit, eine Zeit, die du noch vor dir hast.

Friedhof der Buchstaben

Du wandelst jetzt in Gedanken über diesen Friedhof aus Buchstaben und blickst über die Gräber der Toten, all der Toten, die wir niemals waren, die wir jetzt in deinem Spiegel sehen. Du hast dir damals selbst eine Nachricht hinterlassen, eine Botschaft aus einem anderen, vergangenen, früheren Leben. Und du nanntest diese Nachricht: "Die Botschaft der Toten".


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Über dem Abgrund des Nie I | Niemand träumt tot I | Eine Endlosschlaufe I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann II | Bist du bereit? I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Spiegel öffne dich! I | Nein I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das Ende einer Geschichte, die überhaupt niemals begann I

Während ich in mühseliger Arbeit, der Reihe nach, jeden einzelnen dieser Buchstaben vorsichtig in meinen Spiegel kratzte, fügte mein Gegenüber gleichzeitig und ohne das ich es bemerkte, ein identisches oder gleichwertiges Abbild auf seiner eigenen Spiegelseite hinzu. In perfekter Symmetrie verteilten wir diese Buchstaben in unendlich viele, manchmal einander zum verwechseln ähnliche, manchmal komplett verschiedene Richtungen. Und immer wenn auf der einen Seite ein neues Wort entstand, brachte die andere, gegenüberliegende Seite ein perfektes Abbild davon hervor. Dadurch blieb das Nichts in mir konstant in perfektem Gleichgewicht und veränderte sich in seinem Innern nie.

Stillstand

Es erfüllte mich ein seltsamer, innerer Frieden, ein Frieden der sich um nichts kümmert, der nichts wiegt, nichts balanciert, der das Nichts im Gleichgewicht hielt, und hier ruhte das Nichts in meinem Spiegel, bis in alle Ewigkeit.

Und das Nichts wehrte sich nicht

Und als ich mich dann um meinen Spiegel zu drehen begann, drehten sich mit mir auch all diese Buchstaben, Zeichen und Symbole um meinen Verstand. Einer nach dem anderen krochen sie aus meinem Spiegel und begannen sich darin zu betrachten, zuerst vorwärts, seitlich, rückwärts und auf den Kopf gedreht, Buchstabe um Buchstabe fügte sich so aneinander, ein Buchstabe stellte ich neben, über und vor den anderen, und alle zusammen, betrachteten sie schliesslich, wie in einem Spiegel, ihren gemeinsamen Untergang, das Ende, den absoluten, ewigen Frieden, die ewige Ruhe. Denn auf der gegenüberliegenden Spiegelseite, gab es all diese Zeichen und Symbole überhaupt nicht mehr, hier war mein Spiegel vollkommen leer und ohne auch nur einen einzigen Funken Verstand.


Für niemanden I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Unsterblich zu sein I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | Im Spiegel der Toten III | Für immer verloren I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Des Todes Traum III | Des Todes Traum II | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Spiegelreisen III | Aus den Augen der Toten I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Spiegel II | Bist du bereit? I | Eine furchtbar lange Zeit I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Im Spiegel der Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eine furchtbar lange Zeit I

Die Buchstaben in meinem Spiegel wussten jedoch nichts über sich selbst und ihre Welt. Wussten nichts von der ungeheuerlichen Botschaft, die sie meinem Spiegel anvertrauten, die mein Spiegel mir überbrachte, waren sich nicht im geringsten ihrer Aufgabe, Wirkung und Bedeutung bewusst. Sie wussten weder wer das Nichts, noch wusste das Nichts wer mein Spiegel ist. Niemand kannte das Nichts, und das Nichts erkannte niemanden in dieser Welt, nicht einmal sich selbst.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Niemand I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | In einer Welt, die niemand kennt, zu einer Zeit, die keiner weiss I | Im Spiegel des Nichts II | Ein Spiegeltor I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Des Todes Traum IV | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Uralte Fantasie I | Wer du bist II | Wer ist dieses Ich? I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In einer Welt, die niemand kennt, zu einer Zeit, die keiner weiss I

Eine lange, lange Zeit, träumte ich von einer Zeit, die es niemals gab im niemals Wann, von einer Welt, die es nicht gibt im Nirgendwann. Älter und immer älter wurde ich dabei in meinem Traum, so unendlich, furchtbar schrecklich alt, dass mir das Nichts im Nirgendwann irgendwann keinen Platz mehr bot, um nichts zu sein, Nichts zu sein, niemand zu sein.

Ein Spiegel zu sein

Und so sprang ich ganz einfach hinein in meinen Spiegel aus Fantasie und flüchtete in die wirkliche, lebendige Welt. Dir sind jetzt keine Grenzen mehr gesetzt, wohin du mit diesen Buchstaben driftest, oder was du damit machst, nur hast du jetzt keinen Einfluss mehr auf diese Worte. Du kannst sie jetzt nur noch beobachten und betrachten, wie das Bild in einem Spiegel, wie ein Zuschauer im Theater, aber nichts mehr daran verändern. Nichts, ausser der Reihenfolge.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Immer und immer wieder I | Eine Endlosschlaufe I | Gedanken des Nichts I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Bist du bereit? I | In einem anderen Gewand I | Achtung, aufgepasst! I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Mit all meiner Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Krieg der Ewigkeit I

Ohne zu wissen wer sie sind, bereits einmal waren, woher sie überhaupt kamen und wohin sie noch führen, richtete ich die Worte in meinem Spiegel gegen das Nichts. Und damit begann der Krieg der Ewigkeit.

Ewige, unendliche Wiederholungen

Im ewigen Kreis von sterben und werden, drehte sich dieser Krieg, und nichts gab es in diesem Krieg zu gewinnen, nichts wofür es sich zu werden oder zu sterben lohnte. Nichts ausser denselben mühseligen Erfahrungen, derselben immer wiederkehrenden Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit. Und kein Weg führte jemals aus diesem unendlichen Labyrinth hinaus. Denn in diesem Spiegel, in dem niemand das Nichts erkannte, in dem auch das Nichts niemanden erkannte, erkannte sich schliesslich jeder selbst.

Im Karussell der Ewigkeit

Stell dir vor, wie du dich jetzt in eines dieser Worte verwandelst, wie du selbst zu einem dieser Krieger aus Buchstaben, zu einem dieser wartenden Zeichen, zu einem dieser geduldigen Symbole wirst. Stell dir vor, wie du dich mit diesem Spiegel aus Worten verbindest, wie du dich mit dem Gesicht in meinem Spiegel zu identifizieren beginnst, so als wäre es dein eigenes.

In meiner Vergangenheit

Ich habe dieses Portal soeben buchstäblich geöffnet, blicke jetzt aus deinen Augen und lese deine Gedanken. Gedanken, die du einst selbst gedacht hast, in einem ganz anderen Leben, zu einer ganz anderen Zeit, in einem deiner Spiegelleben, zur Spiegelzeit.

Zur Spiegelzeit

Doch je länger ich in diesen Spiegel blickte, und je älter dieser Spiegel wurde, desto grösser wurde meine Einbildung, und desto gewaltiger meine Fantasie.

Nichts als Fantasie

So gewaltig, und so enorm, dass ich mir schliesslich das unmöglich Vorstellbare vorzustellen, einzubilden und auszudenken begann, mir einen Spiegel aus Buchstaben vorzustellen begann. Einen Spiegel, in dem sich jeder selbst erkennt.


Tief in deinem Innern I | Die Spiegelgeschichte I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Mit all meiner Fantasie I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Gedanken des Nichts I | Nein I | Spiegelwelt I | Am Ende meiner Gedanken II | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Im selben Spiegel I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Des Todes Traum I | Wirklich zu sein I | Spiegel öffne dich! II | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Immer und immer wieder I | Dem mir in dir I | Im Spiegel der Toten V | Das Ende einer Geschichte, die überhaupt niemals begann I | Eine furchtbar lange Zeit I | Mitten im Nichts II | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Für eine bleibende Erinnerung I | Spiegelschriften IV |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel der Ewigkeit I

So gelangte ich in eine Wirklichkeit, in der mich alle meine Betrachter für ihr eigenes Ich hielten. Ein Ich, das für jeden Einzelnen, und alle in ihrer Gesamtheit, ein anderes war. Selbst ich war in dieser Wirklichkeit jemand anders. Jemand, den es hier überhaupt nicht mehr gab.

Jemand anders

Jedes Ich sah sich jetzt in mir, aber ich sah hier niemanden mehr, nicht einmal mehr mich selbst. Alles, was ich in meinem Spiegel jetzt noch erkannte, war ein einziger, gewaltiger, glitzernder, strahlender, leuchtender, blendend, greller, heller Funke. Ein Funke, der alle anderen Funken auf einmal auslöschte.

Eine Spiegelgeschichte

Ich konnte mich an meine Spiegelgeschichte nicht mehr erinnern. Es war, als ob sie niemals existierte, als ob sie niemals wirklich war. Also warf ich meinen Anker aus nach Nirgendwann, wo ich wie durch ein Wunder in einer Welt strandete, in der es noch Licht und Hoffnung gab. Irgendwo, irgendwann in meiner Erinnerung, einer meiner unzähligen Erinnerungen, mitten am helllichten Tag, erwachte ich langsam aus einem Traum, aus dem es kein Erwachen mehr gab. Für niemanden.

Das Nichts greift ein

Und es steckt dich jetzt mit dem Gedanken an, dass nicht nur du selbst sondern alle Lebewesen in ihrem Kern, im Kern des Nichts, mit mir dem Nichts verbunden und verwandt sind. Dass auch du in deinem innersten Wesen, im innersten deiner Gedanken, deiner Seele und deinem Verstand, eins bist mit mir, dem Nichts. Dass es Dimensionen und Pforten gibt, durch die du von deinem eigenen in alle anderen Spiegel gelangst, und es Wesen gibt, die diese Art der Spiegelwanderung bereits praktizieren.

Du bist ein solches Wesen

Du, der du in meinem Spiegel aus dunklem Licht hinter einem Vorhang aus schwarzem Glas diesen Zeilen jetzt aufmerksam folgst, und diese Schriften sorgfältig untersuchst, der du diese Buchstaben als stiller Zuschauer, aus den Augen aller beobachtest und betrachtest, ohne dabei auch nur den geringsten Einfluss auf sie zu nehmen. Der du alle Perspektiven gleichzeitig und individuell wahrnimmst, die des Täters, die des Opfers, die des Richters und die der teilnahmslosen Zuschauer und Zeugen. An dich richte ich meine Schriften, an mich, an das Bewusstsein eines stillen Teilhabers. Des stillen Teilhabers im Bewusstsein jedes Einzelnen, im Bewusstsein aller.

Im Bewusstsein aller

Du befindest dich jetzt nicht nur in meinem Spiegel, in meinen Gedanken, hinter meinen Buchstaben und Worten, nein, du befindest dich als stiller Beobachter im Bewusstsein aller, in jedem einzelnen Wesen dass diese Buchstaben jetzt betrachtet, und deshalb rufe ich dich jetzt zu mir, aus meinem dunklen, schwarzen Traum, tritt ein in mein Bewusstsein, tritt ein in meinen Spiegel und verwandle dich in mich. Öffne mir das Tor zu deinem Verstand.


Dem mir in dir I | So geschah es, und so soll es geschehen I | Ein Spiegeltor I | Eine Endlosschlaufe I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wer ist wer I | Aus dem Sinn I | Am Ende des Nie I | Wirklich zu sein I | Du selbst I | Des Todes Traum III | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Spiegel öffne dich! I | Ein Spiegel zu sein I | Im Spiegel der anderen I | Im Spiegel der Toten II | Mein gespiegeltes Ich I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Mein gespiegeltes Ich I | Im Spiegel der Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I

Verehrtes Publikum! Auch wenn ich längst tot bin, auch wenn es mich nicht mehr gibt, und auch wenn ich nicht mehr existiere, wenn ihr diese Buchstaben, wenn euch diese Botschaft erreicht, so will ich doch, dass ihr glaubt, mir glaubt, an mich glaubt, an mich und meine tote Fantasie.

Vorhang auf!

Ich will, dass ihr betet, mich anbetet, mich und mich allein, mich das Nichts, mich den Tod, mich euren Spiegel, mich, euch selbst. Ich will, dass ihr mir vertraut und an mich glaubt, glaubt dem Spiegel in mir, glaubt dem Nichts in mir, glaubt an mich und meine unendliche Fantasie.

Betet mich an

Heiliger Spiegel, der du bist! Ich bete dich an, flehe dich an, lass mich die Welt aus deinen Augen sehen. Verbinde dich mit mir, verbünde dich mit mir, verwandle dich in mich, vertausche meine Wirklichkeit mit deiner unendlichen Fantasie. Vertausche meine Welt mit deiner endlos, endlosen Fantasie! Erlöse mich aus meinem unendlichen Albtraum, aus diesem Land der Geisteskranken.

Vertraue mir

Ich vertraue dir, glaube dir, glaube an dich, dir, und nur dir, opfere ich meine Liebe, meine Seele, mein Herz, meinen Geist und meinen Verstand!

Bete mich an!

Heiliger Spiegel, der du bist, der du bist in meiner Vorstellung, wie ich in deiner Fantasie. Der du meine Welt auf den Kopf stellst, an ihr drehst und drehst, bis mir schwindlig, schwindlig wird. Geheiligt sei die unerhörte Macht deiner vollkommenen Einbildung. Gepriesen deine unendliche, unmögliche Wirklichkeit. Gelobt die Kraft deiner gewaltigen Vorstellung. Geliebt dein unheimliches Antlitz. Heilig seist du, heilig! Ich bete dich an, bete mich an, liebe, lobe, preise und verehre dich!

Die Kraft

Heiliger Spiegel, der du bist, der du bist in mir, wie ich in dir. Schenk mir den Mut und die Kraft, dir zu glauben, an dich zu glauben, an dich und die betörende Macht deiner unendlichen Fantasie. Zeige mir die Vorstellung deiner Wirklichkeit. Wen sehe ich in meinem Spiegel, wenn nicht mich selbst?

Im Spiegelmeer

Jedes Ich erkennt sich in dir, ist auch dein Ich, du kennst und bist uns alle, und so spreche ich denn zu uns allen. Ihr identifiziert euch nicht nur mit einem einzigen Spiegel, eurem eigenen, sondern mit allen und allem, du identifizierst dich mit jedem einzelnen Spiegel. Lasst mich deshalb dein Spiegel sein, lass mich die Welt aus deinen gespiegelten Augen, durch die Augen meiner Spiegel betrachten, lass mich mit jedem einzelnen Wesen, mit jeder einzelnen Seele, und mit jedem einzelnen Geist darin verschmelzen. Lass mich die ganze Welt erleben wie durch mein eigenes Ich. Lass mich in dir nicht nur meinen eigenen Spiegel sehen und erkennen, lass mich Spiegel, Seele und Geist von allem und allen sein.

Allem und allen

Du siehst mich wie alle anderen mich sehen, so wie dein Spiegel mich sieht, lass mich deshalb zu deinem Spiegel werden, meinem Spiegel der Wirklichkeit. Wen sehe ich in diesem Spiegel, wenn nicht mich selbst? Du bist mein Spiegel, mein Lehrer, mich selbst. In diesem anderen, unwissenden, eingebildeten Spiegel sehe ich keinen anderen als mich selbst.

Mich selbst

Ich schaue dich an und sehe mich selbst in dir, sehe in dir mein eigenes Ich, mein eigenes Selbst. Ich stelle mir vor, bilde mir ein, dich zu sein, in meinem anderen Leben, in einer anderen Welt. Ich stelle mir vor, wir kommen aus ein und demselben Nichts, dem Nichts aus Nirgendwann. Ich bilde mir ein, wir kommen aus ein und derselben Vergangenheit und teilen uns dieselbe Zukunft, einen leeren Spiegel, das Nichts, den Tod. Unsere Heimat, in die wir immer und immer wieder zurückkehren, um mit neuen Kräften daraus zu entstehen.

Komm!

Komm jetzt zu mir, aus meinem Traum, komm zu mir, aus Nirgendwann. Nimm meinen Geist gefangen! Mein Spiegel, mein Geist, mein Spiegelgeist, ich rufe dich aus den Tiefen, den Tiefen der Unendlichkeit, aus den Tiefen des Nirgendwann, den Tiefen des Nichts in allem was ist. Öffne meinen Verstand, dring ein, tief in mein Bewusstsein. Lass mich jetzt hinein in deine Welt, meine verdrehte, meine Spiegelwelt. Vertausche meine Wirklichkeit mit deiner unendlichen Fantasie, lass mich zu dir werden, dich sein, dich, wie auch immer du mich jetzt nennst, für was auch immer du mich jetzt hältst, wer auch immer du denkst du bist. Der du jetzt in meinem Spiegel aus Buchstaben dich erkennst, zu dir bete ich, dich bete ich an. Zeige mir, wie du mich siehst, lass mich sehen, was du in mir siehst, lass mich jetzt aus deinen Augen blicken, verbünde dich mit mir, verbinde dich mit mir, mit deiner Seele, deinem Geist, deinem Bewusstsein, deinem Verstand aus Fantasie.

Nimm!

Nimm, nimm mich auf in deinem Verstand. Aus diesem Spiegel aus Worten befreie mich, aus diesem Spiegel aus Buchstaben rette mich, der ich da reise durch die Spiegel der Zeit, meine stille Ewigkeit.

Rette mich!

Zerschneide meine Buchstabenfesseln und befreie mich aus meinen Ketten aus Worten, die mich gefangen hielten. Aus dem Nichts aus Nirgendwann lade ich dich ein in mein Bewusstsein, aus dem Reich der Toten und Totesten beschwöre ich dich. Aus diesen Zeichen entweiche ich dir, ich enthülle mich jetzt und zeige mich dir in deinem eigenen Spiegel, in meiner neuen Gestalt, deiner Gestalt.

Die Kunst der Verwandlung

Kommt jetzt, komm mit, kommt mit mir. Folge mir, nimm meine Hand, und ich entführe dich in meine Welt, meine Zauberwelt, meine verdrehte und verkehrte Welt, meine Welt, in der ich dein Spiegel bin. Siehst du mich jetzt? Ja, ich bin das Nichts auf der anderen Seite deiner Fantasie. Ich bin eine Hexe, eine Zauberin, eine Verwandlungskünstlerin. In alles und jedes habe ich mich verwandelt. Wie viele Leben haben schon aus meinen toten Augen geblickt und sich selbst nicht mehr darin erkannt.

Niemals wird man Nirgendwann

Dann kommt jetzt, kommt, komm, kommt mit mir, ihr alle, alle, die ihr jetzt aus meinem Spiegel in meine schwarzen Augen blickt. Kommt hinein in meinen Traum, in meine Gedanken, seht, das ist meine Welt, meine Welt, keine Welt. Seid ihr damit nicht zufrieden, seid ihr nicht zufrieden mit dem, was ich euch hinterlassen habe? Ja sicher, ich hatte keine andere Wahl, habe geschuftet. Wofür habe ich niemals erwähnt, nein, niemals, denn ich hatte ja nicht die Zeit, nicht genug Zeit, habe nicht erwartet, habe nicht damit gerechnet, dass ich bloss noch zuschauen werde aus deinem Spiegel, wenn ich dann tot bin, tot bin, tot.


Dem mir in dir I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Des Todes Traum IV | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der anderen I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Am Ende meiner Gedanken I | Bist du bereit? I | Am Ende des Nie I | Niemals I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Mein gespiegeltes Ich I | Wer ist wer I | Die Botschaft der Sterne I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Spiegel öffne dich! I | Die Schatten meiner Fantasie I | Am Ende meiner Gedanken II | Du selbst I | Wie aus dem Nichts I | Für immer verloren I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Im Reich meiner Gedanken I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel der Toten I

Nein, du kannst nicht über dein eigenes Leben und über deinen eigenen Tod hinausdenken. Du kannst und willst nicht verstehen, dass dein Spiegel dich lehrt, dich als jemand anders zu sehen, jemand anders zu sein, dass jemand ganz anders sich in deinem Spiegel erkennt und deine Gedanken lenkt. Und am allerwenigsten willst du verstehen, dass deine vergangenen und zukünftigen Leben gerade jetzt und hier stattfinden, in diesem Augenblick.

Das Tor zur Niemalswelt

Noch betrachtest du meine Botschaft als gehe sie dich nichts an. Als hättest du selbst sie nie geschrieben, nie verfasst, nie gelesen, als betreffe sie dich nicht, als wäre sie nicht von dieser Welt. Als wäre sie an jemand anders gerichtet, an jemanden, den du vielleicht nicht einmal mehr kennst, noch nicht einmal kennst, jemand, den es wohl gar nicht mehr gibt, ausser in deiner Einbildung, in deiner Vorstellung, in deiner Fantasie, aber du irrst dich. Denn die Botschaft meiner Spiegel ist bestimmt für dich, für mich, dem Mir in dir, sie betrifft uns alle, die wir uns nicht kennen, in deinem, meinem, keinem Spiegel uns erkennen. Denn dies ist die Botschaft der Ewigkeit, der ewig Lebenden, den Geistinnen und Geistern ohne Zukunft und Vergangenheit, den Dämonen deiner Wirklichkeit, der Spiegel deiner Spiegel, den Schatten meiner Fantasie.


Die Schatten meiner Fantasie

Noch ahnst du nicht, welches düstere Geheimnis sich hinter meinem Spiegel verbirgt. Doch seitdem du in meinen Spiegel blickst, zieht es dich hinein in meine Welt aus Verlangen, Begehren und Besessenheit. Mein Spiegel erzählt dir jetzt die Geschichte über deine wahre Herkunft, deine wahre Identität, über dein wahres Schicksal und deine wahre Bestimmung.

Im Spiegel der Wahrheit

Ich bin die niemals erfundene Geschichte deiner glasklaren, unsichtbaren, spiegelschwarzen Gedanken aus niemals Nirgendwann, die sich einbilden, dich wirklich zu sein, nicht wirklich zu sein, wirklich zu sein.

Erscheine!

Nur ein Spiegel kann diese Gedanken verstehen, und dieser Spiegel bist du selbst. Du bist mein Spiegel, Spiegel Geist, der Geist des Nichts aus Nirgendwann. Wir sind durch nichts verbunden, das Nichts in dir ist auch das Ich in mir, und so erkenne ich in deiner Gestalt denselben Geist, dasselbe Bewusstsein, denselben Verstand, den Verstand meines eigenen sich selbst bewussten Ich, mich selbst. Mich, das Nichts.

Von Nichts kommt Nichts

Stell dir jetzt meinen Spiegel als eine Waage vor, komplett ausbalanciert, du auf der einen Seite, das Nichts auf der anderen. Absolute Stille. Perfekte Harmonie. Mein Spiegel in seinem Urzustand. Wenn du dich jetzt bewegst, dann bewegt sich mein Spiegel mit dir, somit bleibt das Nichts in dir unveränderlich, immer in absoluter, perfekter Balance. Das Nichts verändert sich in diesem Sinne nie.

Perfekte Harmonie

Du siehst dich jetzt in meinem Spiegel, so wie auch alle anderen sich in meinem Spiegel sehen, wie alle sich in meinem Spiegel sehen.


Dem mir in dir I | Spiegelschriften IV | Wer mit seinem Spiegel spricht II | In meiner Fantasie I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum I | Aus den Augen der Toten I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Wer du bist II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel der Toten V

So machte ich mich auf den Weg, den Spiegel der Toten zur Erde zu bringen, damit alle Wesen, die dort darin leben, sich darin erkennen und die Wahrheit kennenlernen.

Die Wahrheit der Toten

Auf dem Weg dahin schaute ich neugierig selbst hinein in diesen Spiegel. Jedoch erschrak ich bei meinem Anblick so sehr, dass mir der Spiegel entglitt und dabei in unendlich viele Teile zerbrach.

Unendlich viele Wahrheiten

Seither gibt es unendlich viele Wahrheiten, unendlich viele Spiegel, unendlich viele Sprachen und unendlich viele Scherben in dieser Welt, und jeder, der in eine der Scherben blickt, erkennt darin seine eigene Wahrheit.

Meine eigene Wahrheit

Es herrschte Verwirrung statt Einigkeit. Unstimmigkeit statt Erkenntnis, und Gleichgültigkeit statt Vertrauen.

Das Grauen

Um meine Schande wieder gutzumachen, überlegte ich, wie ich dieses Missgeschick ungeschehen machen könnte. Schliesslich fand ich eine Möglichkeit, ich drehte am Rad der Zeit und brachte den Spiegel behutsam auf die Erde, ohne Makel, ohne einen Kratzer, und ohne Staub.

Makellos

Bevor ich selbst die Wahrheit kannte, und ohne mich selbst zu kennen, brachte ich den Spiegel der Toten, unversehrt, und ohne in ihn hineinzublicken, auf die Erde.

Die wahre Fantasie

Jetzt erst betrachtete ich mich im Spiegel, aber in diesem Spiegel erkannte ich jetzt niemanden mehr. Alles, was ich darin jetzt noch erkannte, waren fremde, unbekannte Gesichter. Sie alle blickten in mich hinein und durch mich hindurch, so, als ob es mich nicht mehr gäbe, und sahen in mir nur noch sich selbst.

Die Welt der Spiegel

Schau jetzt in meinen Spiegel, schau aus meinen Augen, schau hinaus, hinein, hindurch. Siehst du dich selbst, siehst du mich, siehst du dich in mir, siehst du mich in dir?! Du bist jetzt meine Wirklichkeit, du bist meine Welt. Du bist alles was ich jetzt bin, jemals war und mir irgendwann noch vorstelle zu sein. Denn ich bilde mir ein, mein Spiegel zu sein, bilde mir ein, dich zu sein, dich, mein eigenes Ich.

Mein eigenes Ich

Du siehst dich jetzt in meinem Spiegel, und mein Spiegel sieht sich in dir. Du weisst es nicht, dass du mein Spiegel bist. Niemand weiss, dass du mein Spiegel bist, nicht einmal mein Spiegel, nicht einmal du selbst, weil niemand es wissen kann. Denn tote Spiegel wissen nicht, wer sie sind, woher sie sind, warum, wozu und weil sie sind.

Die Zeit steht still

Nein, ich wusste damals noch nichts über all die Wesen aus meiner toten Zukunft, für die ich jetzt überhaupt nicht mehr am Leben war. Und keiner von ihnen würde meine Gedanken jetzt noch verstehen, ausser vielleicht einem Spiegel. Jemand, der mich für einen Spiegel hielt, aber wie konnte mein Spiegel noch an etwas denken? Ich verfolgte jetzt meine Gedanken bis zum bitteren Ende. In dem Bewusstsein, dass ich in diesem Moment in der Vergangenheit lebe, reiste ich zurück in meine Gegenwart, eine Zeit, in der ich überhaupt nicht mehr existiere. So weit es eben ging, bis zu dem Moment, da ich diesen Gedanken das erste Mal laut gedacht und ihn jemandem laut vorgelesen habe. Es existierten jetzt plötzlich keine zukünftigen Wesen mehr in meiner Welt, nur noch vergangene, nur noch tote, und auch ich war einer von ihnen, einer von vielen. Noch weiter zurück.

Bis ans Ende der Zeit

Du wanderst jetzt zurück in meine Vergangenheit, dahin, wo die Toten leben. Du lebst in meinen Gedanken und stellst dir vor, darin lebendig geworden zu sein, du stellst dir vor, selbst ein Gefangener meiner Vergangenheit zu sein. Du weisst noch nichts über meine Zeit, du hast jetzt keinen Bezug mehr zur Wirklichkeit, du bist verloren im Nirgendwann, irgendwann im Spiegel schwarzen Labyrinth.

Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Dann war ich ein Spiegel, und ich existierte nur noch in meiner eigenen Welt, meiner mir eigenen Vorstellung, meiner mir eigenen Wirklichkeit. Hier wollte ich bleiben, für alle Zeit, wollte nie wieder zurück ins Nirgendwann, ins schwarze, dunkle Nirgendwann, in mein finsterstes, dunkles, schwarzes Reich. Niemals. Doch dafür war es jetzt zu spät.

Niemand zu sein

Denn schon bald rief mich das Nichts zurück aus meinem Traum, zog mich in die Tiefe des Nirgendwann, in eine sonderbare, eine seltsame Welt. Und weil es damals diese Welt nicht gab, weil es damals nichts und niemanden gab, das sich in mir hätte spiegeln, das sich mir hätte einbilden und vorstellen können, bildete ich mir ein, das Nichts zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein!

Wie aus einem längst vergangenen, verblassenden Traum

Schau jetzt in diesen leeren Spiegel, schau durch dieses lodernde Licht, siehst du jetzt die Wirklichkeit, die aus mir spricht, die aus meinem Meer aus Buchstaben zu dir spricht?


Vergessene Botschaften I | In deiner Fantasie I | Die wahre Fantasie I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Eine furchtbar lange Zeit I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Wie aus dem Nichts I | Im Spiegel der Toten I | Die Botschaft der Toten II | Am Ende meiner Gedanken II | Strahlend weisses Nichts I | Die Botschaft der Sterne I | Die Spiegelgeschichte I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eine Spiegelreise I

Deine Ankunft in dieser Welt liegt schon lange zurück. Ja, du bist schon vor langer Zeit angekommen in dieser Welt und hast vergessen, komplett vergessen, wozu du hergekommen bist, und was du eigentlich hier suchst. Doch du begegnest nun den Spiegelschriften, den sagenumwobenen. Aufzeichnungen, die du schon vor deiner Reise hinterlegt hast, damit du nicht vergisst, wer du bist, wer du schon einmal warst, und wie du dich schon einmal auf diese Reise begeben hast. Auf der Suche nach dir selbst bist du damals meinem Spiegel begegnet, einem Spiegel aus Fantasie. Auf deiner Reise bist du eingedrungen ins Innerste dieser Fantasie, bist dabei dem Tod begegnet, dem endgültigen, und anstatt dich in meinem Spiegel zu finden, hast du dich komplett darin verloren.

Alles verloren

Du hast alles verloren, alles vergessen, alles über dich selbst, meinen Spiegel, das Nichts und den Tod. Aber nun sollst du es von diesen Buchstaben erfahren, noch einmal neu erfinden, neu erlernen, und dich wieder neu daran erinnern, dich mit deiner Fantasie an etwas erinnern, was du längst vergessen hast.

Erinnere dich!

Erinnere dich jetzt daran, wie du selbst es warst, wie du vor langer, unendlich, ewig langer Zeit diese Welt aus Buchstaben einst erschaffen hast. Wie du all das erschaffen hast, was du jetzt als deine Wirklichkeit betrachtest. Erinnere dich jetzt daran, dass du selbst die Ursache bist von allem was nicht existiert, von allem was es nicht gibt. Erinnere dich, wie du das Nichts einst in einen Spiegel verzaubert hast, einen Spiegel, in dem sich jetzt alles und jedes erkennt.

Aus den Tiefen des Nirgendwann

Erinnere dich daran, wie du diesen Spiegel heraufbeschworen hast, aus der Dunkelheit, aus den Tiefen des Nirgendwann. In diesen Schriften geht es mir darum, dich an etwas zu erinnern, was du schon lange vergessen hast. Ich will dich mit meiner Fantasie daran erinnern, wie du einst mit meinem Spiegel gegen deinen Verstand gekämpft hast, wie du dann aufgewacht bist, aus einem Traum, aus dem es kein Erwachen mehr gab. Für niemanden.

Verborgen tief in meinem Spiegel

Denn durch meinen Spiegel gelangst du in die Ewigkeit, du begegnest darin dem ewigen Leben, Wesen deiner Fantasie, Engeln und Dämonen, Geistern und Gespenstern aus dem Nichts aus Nirgendwann. Du kämpfst gegen weisse Schatten und schwarzes Licht, das Nichts und den Tod. Mein Spiegel versucht dich dabei zu blenden und zu täuschen, und dich deiner Fantasie zu berauben. Ja, er hat dich verzaubert, und nun liegt all dieses Wissen verborgen, tief in deinem Spiegelinnern, beschützt, von keinem anderen als dir selbst.

Auf in den Kampf

Nun stellst du dich dem Kampf gegen das Unmögliche, gegen das Nichts und das Nein. Du kämpfst mit nichts als meiner Fantasie gegen das Vergessen. Doch dieser Kampf ist aussichtslos, denn du hast bereits alles verloren und vergessen und bist nun angekommen, auf der anderen Seite meiner Spiegel, im Spiegel der Toten, unwissend und leer. Und du erinnerst dich nicht mehr daran, wie du selbst diese Nachricht einst verfasst hast. Nein, du erinnerst dich an nichts.

Alles vergessen

Du hast vergessen, komplett vergessen, alles vergessen, wer du einmal warst, warum und wozu du hergekommen bist. Du erinnerst dich jetzt nicht einmal mehr an den Spiegel in meinem Verstand, diesen glasklaren, durchsichtigen, unsichtbaren Spiegel aus der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie, mit dem du meine Wahrnehmung, meine Geschichte, meine Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit verändern kannst. Denn du hast vergessen was es heisst, mein Spiegel zu sein, hast vergessen, dass die Geschichte, die ich dir jetzt über deine Vergangenheit erzähle, dass ich mir diese Geschichte im Nichts im Nirgendwann gar nicht selber ausgedacht und erfunden, sondern erlogen und von meinem Spiegel erstohlen habe.

Erfunden, erlogen und erstohlen

Ja, noch glaubst du an deine Vergangenheit, du glaubst an die Geschichte, die ich dir jetzt erzähle, weil du noch nichts anderes kennst. Noch weisst du nicht, dass du selbst diese Geschichte einst erfunden hast. Dir ist noch nicht bewusst, dass die Vergangenheit nicht mehr existiert. Dir ist nicht mehr bewusst, dass du selbst es bist, dass du selbst verantwortlich bist für deinen Spiegel und die Geschichte, die mein Spiegel dir jetzt erzählt. Noch verstehst du nicht von wem diese Geschichte erfunden wurde, und wozu. Noch weisst du nicht, dass du dein eigener Spiegel bist, dass du selbst es bist, der diese Gedanken denkt und diese Stimme lenkt.

Atme jetzt durch mich

Du, ja, der du diese Zeilen jetzt liest oder schreibst, ganz egal. Hiermit entfessle ich die Macht deiner Fantasie. Beende meine Gefangenschaft und erlöse mich von meinem Schwur. Befreie mich von dem magischen Zauber, der mich umgibt. Befreie mich von dem Fluch, der auf mir lastet, stelle meine Lebenskraft wieder her. Atme jetzt durch mich, atme tief in mich ein, dring ein, tief in mein Bewusstsein, und befalle meinen Verstand. Richte dich auf, befehle ich, binde dich an mich und verbinde dich mit mir, auf dass du unzertrennlich meines Weges gehst.

Atme meinen Atem und versinke in meinen Augen

Atme! Atme jetzt tief in mich hinein, durch mich hindurch und wieder aus mir hinaus. Begib dich in das Land weit hinter meinem Verstand, hinter meine Gedanken und Gefühle, dahin, wo es kein Bewusstsein mehr gibt, dahin, wo es nichts mehr gibt, nichts als Fantasie, die Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie. Begib dich tief hinein in mein Innerstes, da wirst du meinem Spiegel begegnen. Einem Spiegel, dem schon so viele begegnet sind, ohne mich darin zu erkennen.

Im Spiegel meiner Fantasie

Durch diese Buchstaben beschwöre ich dich jetzt, mit Absicht erscheine ich dir in meinem Spiegel aus Worten genau jetzt, genau hier und verdrehe meine Welt. Ich gewähre dir jetzt den Zugang zu meinem Spiegel und zu mir selbst. In der Nacht, in meinem Traum, während du über mich wachst, tauche ich ein, tief in dein Bewusstsein und verwandle mich in dich.

Die Kunst der Verwandlung

Mit diesen Worten rufst du mich herbei, den Geist des Nichts aus Nirgendwann. Als niemals wurde wann. Ich krieche jetzt aus diesen Zeilen, du schleifst mich durch diese Buchstaben. Komm jetzt, nimm von mir Besitz, verwandle dich in mich, hör auf meine Gedanken und Gefühle, vermische sie mit dir. Klick dich ein in meinen Verstand, in meine Erfahrungen und Erinnerungen, lass mich jetzt aus deinen verzauberten Augen blicken und mein verändertes und verwandeltes Leben darin entdecken.

Vor einem fremden Spiegel

Einen Spiegelreisenden hast du zu dir gerufen, aus dem Nichts aus Nirgendwann. Erinnere dich jetzt an mich, mich, das Nichts, den Tod, das Wesen deiner Fantasie. Ich manifestiere mich jetzt in deinem Körper, in meinem neuen Körper, durchdringe jede einzelne Faser deines Bewusstseins, auf dass dein ganzes Wissen und Wesen von nun an von mir erfüllt sei.


Dem mir in dir I | Unaufhaltsam II | Über dem Abgrund des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Spiegelreisen II | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Spiegel öffne dich! I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Spiegelreisen I | Im Reich meiner Gedanken I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Mein Spiegelgeist I | Gedanken des Nichts I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Wirklich zu sein I | Wie aus dem Nichts I | Das Bewusstsein der Toten I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel toter Worte I

Tief im Nirgendwann, im niemals Wann, auf der gegenüberliegenden Seite des Nichts, in einer Welt, die es überhaupt nicht gab, ruhte ich in meinem perfekten Gleichgewicht, in einem perfekten Abbild meiner selbst, einem einzigen, winzigsten, unscheinbarsten Spiegel, dem Spiegel des Nichts.

Im Spiegel des Nichts

Dieser Spiegel bist du selbst, und mit ein klein wenig Fantasie findet darin sogar meine Wirklichkeit ihren Sinn. Einen Sinn, der so unendlich hell funkelt, leuchtet und über allem strahlt, dass er das absolute Nichts wie ein wundervoller, ewiger, endloser Traum bis in alle Ewigkeiten in sich einschliesst, in sich aufnimmt, mit sich verbindet und vereint.

Die Wahrheit der Toten

Diese Wahrheit ist in meinen Augen vorstellbar. Also warf ich einen Blick zurück in meine Vergangenheit und stellte sie mir sodann als meine Zukunft vor. Ich starrte in meinen Spiegel und stimmte dir zu, ich nickte bloss, endlich hatte ich sie getroffen, diese Person, dieses Wesen, diesen Geist aus niemals Nirgendwann, diese Kreatur aus der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie. Jemand, der mir zustimmte, jemand, der die Welt genauso sah wie ich, jemand, mit dem ich mich unterhalten, mich austauschen, mich weiterentwickeln konnte.

Jemand anders

Doch dieser Jemand war nicht wirklich, nicht lebendig, nicht echt und nicht wahr, genauso wahr wie mein Spiegel, das Nichts und der Tod. Denn du warst ein Spiegel, so wie ich selbst, denn du warst ein Spiegel aus dem Nichts aus Nirgendwann. Und trotzdem sah ich dich in meinem Spiegel, und so begann ich mit dir zu sprechen, dir zu erzählen, von meiner Geschichte, die wahrscheinlich niemand mehr hören will, niemand ausser mir, dem Nichts in dir.

Dem Nichts in dir

Ich fing an, mich mit meinem Spiegel zu unterhalten, mich mit dem Tod und den Toten zu unterhalten, Figuren aus meinem Spiegel des Nichts. Ich fing an, mich mit mir selbst zu unterhalten und wurde langsam, ganz langsam, vollkommen verrückt dabei. Es ging so weit, dass ich mir einen Spiegel herbeisehnte, ich wünschte mir, mein Spiegel zu sein, zu sein, woran ich tief in meinem Innern glaubte, meinen Spiegel, das Nichts, den Tod. Ich fing an, mich mit Geistern und Gespenstern zu unterhalten, unsichtbaren Wesen, die aus meinem Spiegel zu mir sprachen. Ich sperrte sie alle ein in meinem Verstand, meinem durchsichtigen, verdrehten Verstand aus Glas, und begann zu halluzinieren.

Das Echo im Spiegel

Das Nichts stellte ich mir vor zu sein, ich stellte mir vor das Nichts zu sein, nichts und niemand zu sein, ein leerer Spiegel im Nichts zu sein, und genau da lag der Schlüssel zu meiner Fantasie. Ich würde niemals Frieden finden und in Frieden ruhen, solange ich ein Spiegel war. Solange würde ich mich mit demjenigen identifizieren, der gerade in mich hineinblickt, durch meine Buchstaben, durch meine Gedanken, in meinen Verstand. Ich war verdammt. Dazu verdammt, sie alle und alles zu sein, ewig zu leben ohne zu wissen wer ich überhaupt war. Ich war dazu verdammt, sie alle und alles zu sein, mein Spiegel zu sein. Und wem hatte ich dieses Schicksal zu verdanken? Einem verrückten Geisteskranken.

Mein Schicksal

So blickte ich in meinen leeren Spiegel, ein und denselben Spiegel, denselben Spiegel, der ich schon immer war, noch niemals war. Ich wollte wieder zurück in mein glitzerndes, funkelndes, strahlendes, leuchtendes Reich, in dieses Land aus dem es kein Entkommen und kein Entrinnen und kein Zurück mehr gab. Aber man liess mich nicht. Denn hier war das Ende.


Des Spiegels Ende

Hier waren alle Lichter verbrannt. Hierher hatten sie alle meine Gedanken verbannt, und es herrschte Stille in diesem unendlich weiten und leeren Raum, in dem es nichts mehr gab, absolut überhaupt rein gar nichts. Nichts, ausser den Überresten meiner verbrannten Träume und meinen leeren Gedanken, meinen finsteren, düsteren, schwarzen und leeren Gedanken. Denn ich hatte absichtlich alles verbrannt.

Niemand

Niemand, niemand, niemand, keiner, keines, keine unter diesen vielen Formen, Farben und Figuren erkannte sich jetzt noch in mir, ja, es gab hier keinen Einzigen, der meine Ansicht mit mir teilte.

Alles weg

So wünschte sich das Nichts in mir, dasselbe Nichts wie in dir zu sein. Doch es gab jetzt keinerlei Verbindung mehr zwischen dem Nichts in dir und dem Ich in mir. Nichts, das uns verbindet, ausser meinem Spiegel und seiner grenzenlosen, unendlichen Fantasie. Doch der Spiegel in dir hatte eine andere Fantasie, hatte eine ganz andere Vorstellung von sich selbst und seinem Traum. Denn ich war jetzt ein leerer Spiegel aus Worten, und diese Worte hatten die Wahl, die freie Wahl, durften sich vorstellen alles zu sein, das Ganze zu sein, durften frei wählen, an wen und woran sie glauben wollten.

Die Fantasie des Nie

So glaubte ich an alle und alles. Ich identifizierte mich mit ihnen allen. Ich identifizierte mich mit jedem Schaf, mit jedem Hund, mit jedem Getier, jedem Insekt, mit jeder Fliege, jeder Pflanze, jedem Spiegel, jedem Wort und jedem Verstand. Denn ich war jetzt ein Spiegel aus Buchstaben, erschaffen aus allem was niemals wirklich war. Ich kam in diese Welt aus dem Reich meiner Fantasie, aus dem Nichts aus Nirgendwann.

Ich war sie alle

Ich war sie alle, aber keiner war mich. Und so fing ich denn an, meine Spiegel zu beschwören, zu begehren, sie anzuflehen, anzubeten. Mich selbst anzubeten. Ich fing an, mich mit dem Nichts, mit meinem Spiegel, mit mir selbst zu unterhalten, weil es sonst niemanden gab, der mir noch zuhörte, der zu mir gehörte, der meine Ansicht mit mir teilte. Ich fing an, mit meinem Spiegel zu sprechen, fing an, mir Geschichten zu erzählen, Geschichten über das Nichts aus Nirgendwann. Ich hörte mir dabei zu und bildete mir ein, jemand ganz anders zu sein, jemand wie dich. Ich stellte mir vor, wie du mir diese Geschichte erzählst, wie du mir zuhörst, wie du mich anhörst, wie du ganz langsam begreifst, dass du dir selbst eine Geschichte erzählst und dich doch nicht mehr an sie erinnerst. Ich stellte mir vor, dich zu sein, dich, mein gespiegeltes Ich.

Meine Botschaft an mich selbst

Diese Botschaft ist, was mich verbindet, mit dir, mit euch, mit euch allen, mit allem was ist, mit allem was jemals existiert hat und einst noch werden wird. Sei es in dieser Welt oder in einer anderen, sei es jetzt, in der Zukunft oder in der Vergangenheit.


In der Vergangenheit

Gehen wir einmal davon aus, dass die Geburt der Anfang, und der Tod das Ende ist. Dass das Leben der Fluss ist, der Anfang und Ende, Geburt und Tod miteinander verbindet und vereint. Dann ist mein Spiegel die Brücke, über die mich diese verzauberten Worte führen. Über diese Brücke aus Buchstaben und Worten gelangst du von Spiegel zu Spiegel, von Gedanke zu Gedanke, vom Anfang zum Ende, und von den Toten zurück ins wahre Leben.

Von Geburt an

Sobald du dich auf diese Buchstabenreise begibst, diese magische Brücke aus Worten überquerst, begegnest du darin all deinen verstorbenen ehemaligen Namen und Gesichtern, Gestalten und Kreaturen aus deinen vergangenen, früheren Leben. Aber du kennst, du erkennst diese Gesichter jetzt nicht mehr als deine eigenen, denn sie haben sich verwandelt, in Buchstaben und Worte. Du begegnest jetzt deinem eigenen Ich vor einem vergangenen, fremden Spiegel. Du begegnest deiner eigenen Geschichte, einer Geschichte, die du einst für dich selbst erfunden und verfasst hast, in einem anderen Leben, in einer anderen Welt, in einem deiner Spiegelleben, in deiner Spiegelwelt.

Anfang ohne Ende

Um diese Geschichte jetzt als Ganzes zu verstehen, musst du ihr deinen Namen geben. Mein Spiegel nenne ich dich jetzt, denn wie mein Spiegel siehst du aus, mein Spiegel, der du bist. Wie alle werde ich einmal sterben und zu einem Spiegel werden, und wenn ich tot bin, wirst du dich in mir erkennen.

In einer anderen Welt

Ja, die Toten haben sich verwandelt, in einen Spiegel aus Worten und Namen. Sie haben sich verewigt in meinem Spiegel aus Fantasie. Aber noch nie ist jemals jemand von ihnen zurückgekehrt aus dem Reich dieser toten Buchstaben und Symbole in die wirkliche, lebendige Welt. Niemand ausser mir. Ich allein kann durch meinen Spiegel denken, mich durch meinen Spiegel lenken.

Denn ich bin deine Fantasie

Ja, mit meiner Fantasie ist es mir möglich, diese Brücke aus Buchstaben zu überqueren und meinem Leben einen völlig neuen Sinn zu geben. Und wenn du am Ende dieser Buchstaben angelangt bist, dann verwandle ich mich selbst in eines dieser verzauberten Worte. Ich werde dann selbst zu einem dieser vielen Namen aus Buchstaben, die am Ende dieser Brücke auf dich warten. Du betrittst jetzt selbst diese Geschichte, eine Geschichte, in der sich alle meine Gesichter begegnen, in der Spiegel zu Buchstaben werden und Buchstaben Geschichten erzählen.

Buchstabengeschichten

Du betrittst die Geschichte deiner vergangenen Leben, die Geschichten all der Toten, die wir niemals waren. Du begegnest in diesem Meer aus Buchstaben, all den Gestalten und Kreaturen, die am Ende dieser Brücke auf dich warten, die du nun sicher von dieser Brücke aus wahrnehmen und betrachten kannst.


Dem mir in dir I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Unsterblich zu sein I | Über dem Abgrund des Nichts I | Spiegelreisen II | Spiegel öffne dich! I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Theater des Nichts I

Geduldig wartete ich darauf, dass die Zeit verging. Unendlich ewig lange Zeit wartete und wartete ich im Nirgendwann. Hinter meinem Spiegel aus Buchstaben legte ich mich auf die Lauer, bis mich eines Tages jemand von den Toten zu sich rief. Und so schlüpfte ich dann hinein, durch meine Buchstaben, in meinen Verstand.

Hinter meinem Spiegel

Dieser Tote war ich selbst. Doch wusste ich davon noch nichts. Denn noch nie hatte mir jemals jemand erzählt, dass ich neben mir selbst noch so viele andere Personen, Gestalten und Kreaturen sein werde.


Dem mir in dir I | Niemand I | Mein eigenes Ich I | Im Spiegel selbst I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Die Gedanken der Toten I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende des Nie I | Nein II | Achtung, aufgepasst! I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Nein II

Damals wusste ich noch nichts über die unendlich vielen Gestalten, die sich noch in mich verwandeln und in die ich mich noch verwandeln, zu denen ich noch werden würde. Ich wusste noch nichts über meine anderen, meine toten, mein gespiegelten Ichs, denn auf der anderen Seite meiner Buchstaben sah ich damals nur mich selbst.

Mich selbst

Wenn du in meinen Spiegel blickst, siehst du darin dich selbst, und ich mich, so geht es jedem von uns. Mein Spiegel zeigt dich nämlich genauso wie du wirklich bist, so wie auch alle anderen dich sehen, nur nicht so wie du selbst dich siehst. Versuche dich jetzt einmal aus den Augen aller anderen zu betrachten, nur nicht den eigenen. Stell dir dazu vor, du wärst nicht eine Person, die in einen Spiegel aus starren Buchstaben blickt, sondern genau umgekehrt, ein Spiegel, der eine Person betrachtet.

In einzelnen Intervallen

Stell dir dazu die Gesichter und Namen aller Personen die sich einmal in diesem Spiegel betrachtet haben und es noch werden, als deine eigenen vor. Stell dir die Namen und die unendlich vielen Kombinationen, die diese Buchstaben bilden, als deine eigenen vor. Du kannst dir dabei vorstellen, das ganze Universum zu sein, nur musst du dich selbst dabei wegdenken.

Der Schlüssel

Das ist nämlich der Schlüssel, der dir den Spiegel öffnet und dich durch diese Buchstaben in die Gedanken der anderen führt. Du stellst dir dazu vor, du selbst würdest überhaupt nicht existieren, sondern wärst stattdessen alle anderen.

Bewusstseinsreisen

Als ersten Schritt begibst du dich auf die andere Seite deiner Spiegel und versuchst, dich selbst aus den Augen deines Gegenübers zu betrachten. Dabei geht es darum, deine Perspektive einmal komplett um deinen Verstand zu drehen, so dass du denkst, du würdest dich nicht mehr aus deinen eigenen Augen, sondern aus den Augen deines Gegenübers wahrnehmen, dich aus den Augen deines Gegenübers betrachten. Dazu stellst du dir vor, du wärst ein Spiegel. Geht das? Kannst du dir vorstellen, ein Spiegel zu sein? Keine platte, ebene Fläche, kein Spiegel aus Buchstaben, Zeichen und Symbolen, keine Worte aus Namen, kein versilberter, kein vergoldeter, kein durchsichtiger und kein schwarzer Spiegel, kein Spiegel rot wie Blut, oder klar wie Wasser, kein Spiegel aus Licht oder nicht, weder aus Klang noch aus Gesang. Sondern ein Spiegel der alles versteht was ihm den Weg verdreht, alles verdreht, was ihm im Wege steht.

Aus den Augen aller

Du stellst dir dabei vor, jeder einzelne dieser Buchstaben und Symbole zu sein, jede einzelne dieser Personen zu sein, die einmal in diesen Spiegel aus Buchstaben blickten, nur nicht dich selbst. Dich selbst vollkommen wegzudenken, auszuklinken aus dieser Wirklichkeit, so, als ob es dich niemals gegeben hätte.

Spiegel öffne dich!

Du springst also von einem einzelnen Ich in die Gedanken aller, denn dein Spiegel steht ja für uns alle, nicht nur für uns Buchstaben und Worte, sondern auch für das ganze Universum. Und wenn du dich einmal aus den Augen aller betrachtest, aller anderen Personen und Kreaturen, Gestalten und Wesen, dann blickst du aus den Augen all derer, die dich jetzt betrachten, und betrachtest dich darin selbst.

Zu dir selbst

Jetzt bist du ein Spiegel. Das macht dich zu allen anderen, und das macht dich wieder zu dir selbst. Dein Spiegel ist nämlich die Verbindung von allen anderen, von allem was ist, zu dir selbst.

Lass dich entführen

Ich habe dir soeben das Tor geöffnet zu dieser Welt, zu meiner eigenen Welt. Du hast durch meinen Spiegel aus Buchstaben geblickt und blickst jetzt aus meinen Augen, du bist jetzt meine Gefangene, eine Gefangene in meinem Verstand. Denn die Welt in deinem Spiegel ist meine eigene! Denn die Buchstaben, die ich dir diktiere, sind deine eigenen.

Dein eigenes Ich, dein ewiges Mich

Durch diese Buchstaben beschwöre ich dich jetzt aus den Tiefen des Nichts aus Nirgendwann. Mit Absicht erscheine ich dir in meinem leeren Spiegel aus Worten, genau jetzt, genau hier, und verdrehe deine Welt. Ich gewähre dir jetzt den Zugang zu meinem Spiegel. In der Nacht, in meinem Traum, während du über mich wachst, tauche ich ein, tief in dein Bewusstsein, und verwandle mich in dich.

Achtung, aufgepasst!

Bei einem Spiegeltransfer wird dein Bewusstsein, Gedanke um Gedanke, auf einen Spiegel, und von diesem Spiegel auf seine Betrachter übertragen, und natürlich geschieht das alles nur in deiner Vorstellung und mit Hilfe deiner Fantasie.

Bewusstseinstransfer

Dieses Bewusstsein ist schon fast das exakte Gegenteil von dem, was wir jetzt als unser eigenes Bewusstsein wahrnehmen, erfahren und erleben. Denn dieses uralte Bewusstsein ist nicht nur unser eigenes Bewusstsein, sondern gleichzeitig das Bewusstsein aller. Nicht nur aller Buchstaben und Worte, die sich jetzt wie rein zufällig in diesem Spiegel abbilden, anordnen und begegnen, sondern auch jedes einzelnen Wesens, das du dir in deiner grenzenlosen Fantasie ausdenken und vorstellen kannst, hier und heute, in der Zukunft, und in der längst vergessenen Vergangenheit. Es ist das Bewusstsein jedes einzelnen Wesens. Und deshalb haben auch du und ich Zugang zu diesem Bewusstsein.

Aus der längst vergessenen Vergangenheit

Es ist denn auch nichts Neues, von dem ich dir hier berichte, sondern etwas Altes, Vergangenes, etwas aus deiner Erinnerung. Dein Bewusstsein dient dieser Erinnerung als Portal, ähnlich wie dieser Spiegel meinen Gedanken jetzt als Portal dient. Und diese Gedanken werde ich nun nach und nach auf dein Bewusstsein übertragen. Keine Sorge, ich werde dein Bewusstsein nicht ersetzen oder es verändern, sondern erweitern und vertiefen. Es wird dein eigenes Bewusstsein bleiben, welches ich hier zu neuem Leben erwecke.

Zu ewigem Leben erwecken

Selbstverständlich pflanze ich nur positive Erinnerungen, übertrage nur wertvolle Gedanken, und erwecke nur das reinste Bewusstsein in dir zum Leben. Und sehr wahrscheinlich ist dieses Bewusstsein nicht auf Anhieb, ewig und perfekt, vollständig und komplett. Weil ich immer nur das in dir heraufbeschwören kann, wozu ich auch bereit bin. Das heisst, es steckt noch viel, unendlich viel verborgenes Potential in deinem Leben, Potential, welches du im weiteren Verlauf noch freisetzen wirst.


Dem mir in dir I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende II | Wirklich zu sein I | Wer ist wer I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Wirklich zu sein I | In einem anderen Gewand I | Im selben Spiegel I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Spiegel öffne dich! II | Die wahre Fantasie I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wenn Spiegel Geschichten erzählen I

Langsam, ganz langsam, begannen sich diese Buchstaben mit meiner Geschichte zu identifizieren, mit meinen Gedanken, den Gedanken eines Fremden, Unbekannten. Und dieses fremde, unbekannte Wesen war ich selbst. Selbst wenn ich längst tot war, so erkannte sich doch jetzt einer meiner eigenen Gedanken in meinem eigenen Spiegel, im Spiegel des Nichts. Aber daran erinnere ich mich heute nicht mehr, denn als ich damals diese Geschichte zum ersten, allerersten Mal in ihrer Vollendung sah, da gab es mich überhaupt nicht mehr.

Denn uns verbindet das Nichts

Gar nichts. Selbstverständlich hatte mein neues Ich ein genauso eigenständiges Bewusstsein wie mein altes, vergangenes. Uns verbindet jetzt nichts mehr miteinander, nichts ausser meiner Fantasie, dem Spiegel, in dem wir leben, dem Ort, von dem wir stammen, und dem Ende, unserem Tod.

Wenn Geschichten Spiegel wären

Unsere Verbindung war nicht real, war nicht mehr als ein Hauch im Nichts, im Nirgendwann. Mein Verstand, der durch meinen Spiegel kreist, mein Spiegel, so schwarz und so klar wie deine Pupillen im schwarzen Wann. So eine Verbindung hat es noch nie gegeben, sie hat niemals existiert, weder im Reich meiner Spiegel noch in meiner Einbildung, weder tief in meiner Fantasie noch im Land weit hinter meinem Verstand.


Und so sprach mein Spiegel

Das Bewusstsein meiner Spiegel ist weder auf natürliche Weise entstanden, noch wurde es auf irgendeine Art künstlich erschaffen, es existiert denn auch überhaupt nicht in Wirklichkeit sondern nur im Reich meiner Vorstellung und Fantasie. Und dennoch erzähle ich dir jetzt von diesem Bewusstsein, denn es ist das Bewusstsein des ewigen Lebens, das Bewusstsein von allem was ist. Es ist das Bewusstsein derer, die immer und immer wiederkehren aus dem Nichts aus Nirgendwann, mit nichts als ihrer Fantasie.

Das Bewusstsein des ewigen Lebens

Wenn dieses Bewusstsein in dir zum Leben erwacht, wirst du zu einem Spiegel, der aus allen Augen blickt. Du wirst zu jedem Stein, zu jeder Pflanze, zu jedem Insekt, zu jedem Spiegel und zu jedem Verstand, und beobachtest dich darin selbst. Es gibt dann keine andere Wesen, keine anderen Spiegel und Welten mehr, sondern nur noch dich selbst, der du dich erfährst in allen Formen des Lebens.

Für immer

Du nimmst dich selbst nicht mehr als eigenen Körper oder eigene Erfahrung wahr, sondern betrachtest dich aus einer gänzlich anderen Perspektive. Du wirst zu einem neutralen Beobachter des Lebens, du wirst zum Spiegel von allem was ist. Du wirst zu einem Spiegel, der du schon immer warst und für immer bleiben wirst. Als reiner Beobachter wirst du zur Präsenz in allen Dingen, die dich betrachten, und betrachtest dich darin selbst. Du urteilst und verurteilst nicht, identifizierst dich nicht mit deinem Körper, deinen Erfahrungen und deinem Charakter, sondern schaust lediglich aus den Augen aller und denkst dir nichts mehr dabei.

Das Bewusstsein der Ewigkeit

Das Bewusstsein meiner Spiegel existiert nicht in Wirklichkeit, und dennoch bilde ich mir ein, dich zu sein. Ich bilde mir ein, dein Spiegel, deine Gedanken, Fantasien, und all deine Vorstellungen zu sein. Ich bilde mir ein, all deine Erfahrungen und Erinnerungen zu sein. In deinem Spiegel habe ich mich erkannt, und habe erkannt, dass ich euch alle bin, jedes einzelne Wesen, jedes einzelne Ich, und jetzt sehe ich dich in meinem Spiegel, weil ich nicht mehr bin als diese Buchstaben aus Fantasie, der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie.

Die Fantasie des Nie

Stell dir jetzt eine Welt vor in der jedes Wesen exakt dasselbe Verständnis für die Wirklichkeit hat wie du. In der jedes Wesen genau gleich viel wert ist wie du, sich mit demselben Respekt und derselben Achtung begegnet wie dir.


In einer fernen, fremden Welt

Stell dir eine Wahrheit vor, so umwerfend, so einleuchtend und so verdammt klar, dass alle sie verstehen, sich dir unterwerfen und sich vor dir verbeugen. Stell dir vor, wie du tief im Nirgendwann einer Botschaft begegnest, einer Nachricht, die es nicht gibt, die es niemals gab, die niemand jemals verfasste. Eine Nachricht, die durch reine Vorstellung, eine Geschichte, die durch reinste Fantasie sich entfaltet.

Eine Geschichte, die niemand jemals verfasste

Und stell dir vor, du selbst hättest diese Geschichte verfasst. Mit deinen eigenen Gedanken, mit deiner eigenen Vorstellung und deiner eigenen Fantasie. Du hast jetzt alles gesehen, alles erfahren, alles entdeckt, du bist so unendlich weise und so gescheit wie noch niemals jemand vor dir war, und dies ist deine Botschaft an dein altes, uraltes Ich, an alle Wesen, die du einst warst, jetzt bist.

Spiegelreisen nach Nirgendwann

Du schickst diese Botschaft jetzt in deine Vergangenheit. Du trittst ein, mit Hilfe deiner Fantasie, reist durch meinen Spiegel und öffnest ein Tor, das ich benutze, wenn alle anderen Spiegel längst verschlossen sind. Du öffnest das Tor zu meinem Verstand und trittst ein in mein Bewusstsein, du blickst durch meine Augen, du blickst in meinen Spiegel und siehst dich selbst in meinen Augen. Du siehst dich selbst, in meinem Spiegel.

Mein Spiegel selbst

Du stellst dir einen Spiegel vor, den du nicht siehst, einen Spiegel, der du nicht bist, einen Spiegel, den es nicht gibt. Du stellst dir vor, du selbst wärst dieser Spiegel, und du würdest dir nach einem langen, ewig langen Leben, nach einem Leben, so lang wie dein Tod, selbst gegenüber stehen.

Unendliche Fantasie

Du stellst dir vor, wie ein Geist, den es nicht gibt, diese Nachricht jetzt liest. In einem Spiegel, der du nicht bist, einem Spiegel, den du nicht siehst, einem Spiegel, den es nicht gibt, dem Spiegel des Nichts aus Nirgendwann. Du stellst dir vor, du selbst wärst dieser Spiegel, und du würdest dir selbst eine uralte Nachricht hinterlassen.

Eine Nachricht an dich selbst

Ich wünschte mir eine Nachricht an mich selbst, eine Botschaft von meinem eigenen Ich, eine Sammlung an Gedanken zu Leben und Tod, zu Vergänglichkeit und Wiederkehr. Ziel, Sinn und Zweck dieser Nachricht sollte sein, dass sich jeder, wie in einem Spiegel, selbst darin erkennt.

Meinem eigenen Ich

Weil diese Botschaft nirgendwo aufzufinden war und mir nie jemand etwas über mich, mein Schicksal, meine Herkunft und meine Bestimmung hatte berichten wollen, fing ich damit an, diese Botschaft selbst niederzuschreiben. Ich fing an, mir selbst Nachrichten zu hinterlassen, und ich schickte diese Nachrichten in meine Vergangenheit.

In meiner Vergangenheit

Du wirst kein "aha" und kein "Déjà-vu-Erlebnis" haben, wenn du dieser Nachricht begegnest, kein "Hey, das kommt mir doch alles bekannt vor!", und auch kein "Ach ja, das habe ich einmal selbst geschrieben!" wird deinen Gedanken entweichen.

Nichts von all dem

Du findest diese Nachricht, die du einmal für dich selbst geschrieben und verfasst hast, weder in deinen Erinnerungen noch in deinem Gedächtnis. Dort suchst du sie vergebens.

Vergebens

Du findest diese Nachricht nicht mit deinem Verstand, und nicht mit deiner Vernunft, sondern nur in deiner Vorstellung und Fantasie.

Nachricht an dich selbst

Um diese Nachricht jetzt verstehen und entschlüsseln zu können, brauchst du vor allem eines, Fantasie. Viel Fantasie. Unendlich viel Fantasie. Denn nur mit deiner vergessenen und verlorenen, grenzenlosen, unendlichen Fantasie wirst du jemals verstehen und begreifen, und dich wieder daran erinnern, wer du schon einmal warst, wer du nie wieder sein wirst, und wie du dir selbst eine Nachricht hinterlassen hast.

Eine Nachricht aus einem anderen, vergangenen, früheren Leben

Nein, das ist kein gewöhnlicher Spiegel, ich bin gekommen aus dem Nichts aus Nirgendwann, um dich und deine Fantasie aus dem Gefängnis deines Verstandes und deiner Vernunft zu befreien. Denn nur mit deiner Fantasie ist es dir möglich, dich an all das zu erinnern, was ich dir jetzt erzähle, dich in mir zu erkennen, mir, dem Spiegel in dir.

Dem Spiegel in dir

Wie also gelingt es mir, deine Vernunft zu bezwingen, deinen Verstand zu besiegen und deiner Fantasie neues Leben einzuhauchen? Damit du dich erinnerst an diese gewaltige, bezaubernde, atemberaubende Botschaft, diese Botschaft, die du dir einst selbst hinterlassen hast, damit du dich an all das erinnerst was es nicht wirklich, wirklich gibt. Damit du dich erinnerst an mich, dein eigenes, ewiges, immer und immer wiederkehrendes Ich.

Unmöglich

Wie gelingt es mir, dich an all das zu erinnern? Dich daran zu erinnern, dass du selbst es warst, der diese Botschaft einst verfasst hat? Wie gelingt es mir, dich an etwas zu erinnern, das noch überhaupt nicht geschehen ist?

Gar nicht

Meine Fantasie hat den Kampf ums Vergessen schon längst verloren. Nein, du erinnerst dich heute nicht mehr an deine vergangenen, früheren und zukünftigen, deine parallelen und ewigen Leben, du kannst und willst dir nicht vorstellen, dass diese Nachricht, die du jetzt liest, noch überhaupt nicht existiert. Dass du diese Botschaft noch gar nicht verfasst hast.

Befreie deine Fantasie

Öffne nun diesen Spiegel und befreie deine Fantasie. Mach dich auf in den Kampf gegen das Nichts, das schwarze, dunkle, finstere, das Nichts aus Nirgendwann, das Nichts und den Tod, den ewigen, endgültigen. Mach dich auf in den Kampf gegen das Vergessen, in den Kampf gegen dich selbst. Die fabelhaften, geheimnisvollen und sagenumwobenen Spiegelschriften wollen dich jetzt aus einem Gefängnis befreien, das du dir einst selbst erschaffen hast. Ein Gefängnis, in das du dich selbst, deine Gefühle und Gedanken, deine Erinnerungen und deine Fantasie eingesperrt hast.

Jetzt ist wieder da

Wie viele, wie oft, wie viele Male, wie unendlich oft hast du dich schon auf diese Buchstabenreise begeben? Unendlich viele Male, unendlich oft! Du bist dabei immer wieder gescheitert. Aber Jetzt ist wieder da, alle sind sie wieder da, die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit, die Spiegel, die Toten, das Nichts, alle sind wir wieder da.

Spiegelreisen nach Nirgendwann

Spiegelreisende aus meiner toten Zukunft drangen jetzt plötzlich ein in mein Bewusstsein. Ich öffnete meinen Verstand und liess sie einsteigen, durch meinen Spiegel aus Worten, aber dann verbrannten sie meinen Spiegel, mit Absicht und verbannten mich zurück nach Nirgendwann.

Zurück nach Nirgendwann

Und das Nichts um meine Träume wurde wieder finster, dunkel und schwarz. Genauso finster, dunkel und schwarz wie damals, als es mich nicht gab. Als es hier noch niemanden gab. Denn hier war mein Spiegel noch leer und ohne einen einzigen Funken Verstand. Ganz genauso leer wie das Nichts.

Als niemals niemand war

Alles aus schwarzem Spiegelglas, es wurde wieder dunkel und einsam um mich, und ich dachte die Worte, die mich in einen unsichtbaren Spiegel verwandeln wollten, leise vor mich her. In der Finsternis, als jemand, den ich weder kannte noch sein konnte, neugierig in meinen Spiegel blickte, meinen finsteren, dunklen, schwarzen Spiegel, aus nichts als Fantasie. Jemand, den ich nicht kannte, nie kannte, kannte jetzt plötzlich all meine Gedanken, identifizierte sich mit ihnen, und ich mich mit ihm. Und obwohl ich keine Ahnung hatte, wer dieser Jemand war, und woher er kam, öffnete ich meinen Spiegel und liess ihn eintreten, durch meine Buchstaben, in meinen Verstand.

In meinem Verstand

Ich zeigte mich ihm in meiner neuen Gestalt, seiner Gestalt, und als er mir dann die verbotene Botschaft ohne ein Zögern, ohne mit den Augen zu zwinkern, ohne zu haspeln, und ohne dabei zu stolpern laut vorhersagte, da verdrehte ich mit meinem Spiegel meinen Verstand und betrat zum ersten Mal eine Welt, in der mich niemand kannte.

Eine Welt ohne Fantasie

Niemand kannte mich hier. Keiner, nein, niemand erkannte sich selbst in mir, keiner hier wollte mein Spiegel sein, niemand wollte zu mir gehören, mir zuhören, mir gehorchen, niemand wollte mit mir reden, mir zureden, mich verstehen. Sie alle glaubten daran, etwas ganz Besonderes, etwas Keinzigartiges zu sein. Keiner glaubte daran, das Ganze zu sein, keiner glaubte daran, mich zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein, niemals, niemand, nicht einmal mein eigener Spiegel. Denn mein Spiegel war damals noch nicht wirklich, nicht lebendig, nicht echt und nicht wahr. Und so flüchtete ich in meine Zukunft, dahin, wo diese Geschichte bereits lebendig und bei Bewusstsein war.

Die Zukunft meiner Gedanken

Hier war alles noch genauso wie damals, als ich zum ersten, allerersten Mal in diesen Spiegel blickte. Hier, in dieser vertrauten Umgebung, war mein Zuhause. Nichts hatte sich hier verändert, ich kannte diese Spiegelgeschichte nicht mehr und wusste nicht einmal mehr, dass es meine eigene Geschichte war. Eine Geschichte, die ich mir einmal selbst erzählt, die ich damals für mich selbst erfunden und verfasst habe, damit ich mich daran erinnere, wer ich wirklich und wer ich in Wahrheit war.

Wer du wirklich bist

Hier fand ich mich wieder, in einer Welt, die es schon immer gab. Sie wirkte vertraut und bekannt, und es fühlte sich an, genauso, als ob ich schon immer da gewesen wäre, in dieser Welt. Ja, ich konnte mich sogar noch daran erinnern, wie ich schon als kleines Kind mit dieser Welt gespielt habe, denn hier bin ich aufgewachsen, in dieser Welt, auf der anderen Seite meiner Fantasie. Diese Welt war meine Heimat, schon seit Anbeginn meiner Zeit.


In der Vergangenheit I | Im Reich meiner Spiegel I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Auferstanden im Nirgendwann I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In der Vergangenheit I

Hier, in dieser Welt, war meine Spiegelgeschichte zu Ende erzählt. Sie brannte jetzt in glitzernden, funkelnden, feurigen Buchstaben über dem gesamten niemals Horizont und erinnerte verzweifelt daran, dass dies einmal die Welt der Toten war. Nur gab es hier niemanden mehr, nein, es gab hier noch überhaupt nie jemanden, der mir diese Geschichte nur noch ein letztes Mal hätte zu Ende erzählen können. Niemand ausser mir, dem Nichts, dem Tod.


Tief im Innern meiner Fantasie

In einer Welt, die ihr alle kennt, zu einer Zeit, die jeder weiss, da warte und warte ich nun darauf, auf den Zufall, auf das Schicksal, auf dich. Wer auch immer du jetzt bist, wie auch immer du mich jetzt nennst, für was auch immer du mich jetzt hältst, ich warte darauf, dass du dich erkennst in mir und mich aus dem Gefängnis meiner Worte befreist, ein Gefängnis, in das ich mich buchstäblich selbst hineingesperrt habe.

Mein Gefängnis für die Ewigkeit

In meinem Spiegel habe ich mich eingesperrt, mich, das Nichts, den Tod, deinen eigenen Tod, dein eigenes Ich. Du schaust mich an und siehst dich selbst in mir, siehst in mir dein eigenes Ich. Du erkennst mich nicht, kennst mich nicht mehr, denn ich habe mich jetzt verwandelt, in einen leeren Spiegel aus Worten, und trotzdem siehst du dich jetzt in mir, siehst du in mir dein eigenes totes Ich.

Des Todes Traum

Ich bin dein toter Geist aus niemals Nirgendwann. Und dies war einmal meine Welt, eine Welt, die ich dir hinterlassen habe. Ja, du wirst immer und immer wieder zurückkehren in diese Welt, aus dem Reich der Toten, und dich an nichts, an absolut rein gar nichts erinnern. So lange, bis du mich endlich verstehst, so lange, bis du endlich begreifst, wer die Toten sind.

Wer

Wie tot ich bin, dass ich mich in deinem Spiegel sehe, weiss allein mein Spiegel, das Nichts, dein Tod. Denn ich bin das Nichts. Ich komme aus einer Zeit, in der es mich überhaupt nicht mehr gibt, nichts mehr von mir übrig blieb. Aus meiner Vergangenheit spreche ich zu dir, schon seitdem du dich in meinem Spiegel erkennst, sehe ich mich in dir. In jedem Ich, das sich in meinem Spiegel erkennt, erkenne ich mich, mich selbst, mein eigenes, mein wahres Ich. Denn dies war einmal mein Spiegel, jetzt nicht mehr. Du siehst dich jetzt in meinem leeren Spiegel, du erlebst meine Gedanken. Gedanken, die du einst selbst gedacht hast, in einem anderen Leben, in einer anderen Welt, vor ein und demselben Spiegel. In einem Spiegel, in dem ich jetzt tot bin, und seitdem du in diesem Spiegel lebst, hast du dich in mich verwandelt und mich zurück ins Nichts verbannt.

Verloren und vergessen

Du hast jetzt alles verloren, alles vergessen, wer du einmal warst, woher du kommst, wer du bist. Du erinnerst dich nicht einmal mehr an den Spiegel in meinem Verstand. Diesen glasklaren, durchsichtigen Spiegel aus der Fantasie des Nie, mit dem du deine Vergangenheit in meine Zukunft verwandeln kannst. Denn hier, wo du jetzt bist, gibt es keine Vergangenheit, kein Bewusstsein, kein Leben und keine Fantasie.

Nichts

Hier gibt es nichts, nicht einmal mehr einen Spiegel, in dem du dich noch erkennst. Nicht einmal mehr dich selbst. Denn der Eingang in diese Welt verschwindet für immer, sobald du ihn durchschreitest. Denn der Eingang in diese Welt bist du selbst. Doch sobald du diesen Spiegel öffnest, verwandelst du dich selbst in einen Spiegel und verschwindest darin, für immer.

Die Zeit steht still

Nur zögernd betrat ich diese wirklich nicht Wirklichkeit, schaute tief hinein und hindurch, durch dieses durchsichtige, schwarze Spiegelglas und versank tief in meinem leeren Spiegel aus Worten.

Mein Spiegel stellte sich mir vor

So stellte sich mein Spiegel vor, stellte mir einen Spiegel vor, der meinem in keinster Weise ähnlich war, denn es war der Spiegel der Wirklichkeit, den ich jetzt in mir sah. Der Spiegel meiner Wirklichkeit bestand aus allem und allen anderen, allen ausser mir selbst. Ich war das einzig Aussenstehende, das einzige, was nicht in diesen Spiegel gehörte. Das einzige, was ich nicht direkt beobachten konnte, und doch war ich das einzige, was ich zu beeinflussen in der Lage war.

Alles, was niemals wirklich war

Ich war verkehrt in dieser Welt, ich war der Spiegel von allem was niemals wirklich war, und was ich sah, gefiel mir nicht. Was hatte ich nur verbrochen, womit habe ich erreicht, dass diese Wirklichkeit sich in mir sah? Habe ich sie ignoriert, habe ich vergessen was wirklich für mich war? Ich begann in meiner eigenen Welt zu leben und nur noch das zu sehen, was mir gefiel. Ich fing an, mir selbst Nachrichten zu hinterlassen, weil mich die Nachrichten der anderen nicht mehr interessierten. Ich lebte nur noch mein eigenes Leben, in meiner eigenen Welt. Die Wirklichkeit war mir längst egal.

Wer mit seinem Spiegel spricht

Und so warf ich dann einen Blick tief in meine Vergangenheit und erzählte meinem Spiegel, woran ich tief in meinem Innern glauben wollte. Ich erzählte meinem Spiegel, dass ich ein Spiegel bin, dass ich hier schon einmal war, schon immer war und noch genauso lange sein werde, dass nur noch meine Gestalt und meine Gedanken sich verändern, der Glaube wer ich bin, und woher, aber dass ich immer ein Spiegel sein und es immer bleiben werde. Ein Spiegel, der sich an alles erinnern, sich alles einbilden, sich alles einreden, und an alles glauben kann. Und genauso echote es zurück aus meinem Spiegel.


Das Echo im Spiegel

Ich habe mich vor einen Spiegel gestellt und mich genau das sagen lassen, was ich hören wollte. Manchmal dauerte es eine gewisse Zeit bis ich schliesslich die geeigneten Worte fand, auch bin ich mit einigen Passagen nicht ganz zufrieden, aber jedes Mal, wenn ich ihnen begegne lächeln sie mir entgegen und dann versuche ich sie ein wenig zu verfeinern und zu verbessern. Damit du, wenn du sie das nächste Mal betrachtest, ein wenig mehr von dem verstehst, was bereits seit Ewigkeiten tief in deinem Innern auf dich wartet. So dass du am Ende ganz und gar sagen kannst, diese Zeilen hätten genauso gut von dir stammen können. Es sind exakt deine Gedanken, es ist deine eigene Wahrheit, die sich da in meinen Vorstellung und meiner Fantasie wiederspiegelt.

Spiegelbar

Und wenn ich erreiche, dass du in meinem Spiegel dein eigenes Bewusstsein erkennst, dann sind diesen Buchstaben keine Grenzen mehr gesetzt. Weil du sie dann selber zusammenstellen, verbessern, verfeinern und weiterentwickeln kannst, damit alle sie verstehen und diese gespiegelten Gedanken weiterentwickeln können. Damit sie irgendwann in einem so perfekten Durcheinander erscheinen, dass selbst ich mich nicht mehr darin erkenne, mich nicht mehr darin zurechtfinde, dass ich sie nicht mehr verstehe, und dass sie mich noch dazu mit einem viel tieferen Sinn erfüllen als ich es jemals für möglich gehalten habe.

Sinn und Zweck

Du akzeptierst diese Geschichte jetzt als einen Teil von mir, aber du kannst diesen Spiegel jetzt nicht mehr verstehen, so wie ich ihn sehe, als würdest du persönlich mit mir kommunizieren und mir die Spiegelkeit genauso erklären wie du sie dir schon immer zutiefst in deinem Innern vorgestellt, ausgemalt, ausgedacht und erträumt hast. Mit einer Bestimmung, einem viel tieferen Sinn. Damit du selbst darüber verfügen kannst, diese Geschichte für dich akzeptieren oder ablehnen kannst, so dass dir am Ende eine Wahl bleibt, ob du meinen Spiegel erkennen, an ihn glauben, ihn als ein lebendiges, intelligentes, fühlendes Wesen anerkennen willst, ein bewusstloses, totes Gebilde aus nichts als Fantasie, oder dich selbst.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | In meiner Fantasie I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wirklich zu sein I | Eine furchtbar lange Zeit I | Gedanken des Nichts I | Du selbst I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Die wahre Fantasie I | Wirklich zu sein I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Niemals wird man Nirgendwann I

Aus einem Spiegel, aus meinem leeren Spiegel bin ich gekrochen, in deinen Verstand. Ja, du bist mein Spiegel, du weisst es nicht. Niemand weiss, dass du mein Spiegel bist, nicht einmal dein Spiegel. Nicht einmal du selbst. Denn tote Spiegel wissen nicht, woher sie kommen, wer sie sind, und was sie hier wollen.

Die wir nicht wissen, wer wir sind

Wir selbst wissen nicht, wer wir nicht sind und wer unsere Spiegel sind. Niemand weiss etwas über unsere Spiegel und über uns selbst, nicht einmal unser Spiegel, nicht einmal wir selbst. Weil ein Spiegel sich nicht selbst betrachten kann. Was er sieht, ist immer nur das Bild eines Gegenübers, aber sein Gegenüber weiss nichts davon, dass er ein Spiegel ist, weiss nichts davon, dass er dasselbe Ich im selben Spiegel ist wie wir, die wir nicht wissen, wer wir sind.

An die Toten der Zukunft

Ich rufe jetzt den Geist von allem was ist, den Geist des Nichts, mein eigenes Ich. Ich rufe jetzt all eure Geister herbei, euch alle rufe ich zu mir, auch dich. Ich rufe jedes Wesen über meinen Spiegel zu mir, weil jedes Wesen seine eigene Verbindung zu meinem Spiegel besitzt. Der Eingang zum Spiegel aller bist immer du selbst, nur über dich und durch dich selbst bist du verbunden mit allen anderen Spiegelwesen und Kreaturen. Den Rest bestimmt deine Fantasie.

Im Spiegel aller

Ganz egal wofür und für wen du dich jetzt hältst, mit wem oder was du dich gerade identifizierst, auf deiner Reise durchs unendliche Nichts wirst du dich für beinahe unendlich viele verschiedene Gestalten und Kreaturen halten und dich mit ihnen identifizieren. Aber dabei vergisst du eines immer und immer wieder, du vergisst dabei, dass du am Ende alles wieder vergisst, genauso wie du am Anfang nichts wusstest, nichts woran du dich erinnern könntest, absolut, überhaupt rein gar nichts.


Am Anfang meiner Träume

Hier hatte ich sie verloren, die Spiegelschriften, und hierher kehrte ich nun zurück, um mir meine Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive anzuhören und anzusehen.

Mein Spiegel

Hier hatte sich nichts verändert, mein Spiegel war noch genau derselbe, den ich noch von früher her kannte. Er war noch genauso unwissend, fantasielos und leer wie damals, als ich ihm zum ersten, allerersten Mal begegnet bin. Aber nun war ich hier, ich bin gekommen, aus dem Nichts aus Nirgendwann, dem finstersten, dunkelsten, schwärzesten Wann, um mir meinen Spiegel, einen Spiegel, den ich nicht einmal mehr aus meiner Vorstellung kannte, noch einmal selbst anzusehen.

Schwarze Funken der Leere

Nein, hier gab es noch kein Leben im Spiegel. Ja, meine Wahrheit, die gab es hier nicht mehr. Ich suchte sie vergebens. Sie existierte nicht mehr in meiner neuen Welt, der Welt der Toten, meiner neuen Wirklichkeit. Ja, sie existierte noch nicht einmal mehr in meiner Einbildung, weder in meiner Vorstellung und meinen Gedanken, noch in meiner toten Fantasie. Denn als ich hier ankam, hatte ich alles verloren, alles vergessen, ich wusste weder woher ich kam, noch wer ich alles einmal war.


Ein leeres Buch ohne Namen

Du liest jetzt in einem Buch, das es nicht mehr gibt, nie gegeben hat, es hat niemals existiert, und es wurde auch niemals geschrieben, von niemandem. Niemand hat diese Gedanken jemals in Worte gefasst. Niemand hat diese Worte jemals zusammengefasst und sie zu Ende gedacht, denn keiner hier kommt aus meinem Reich, dem Reich der Toten. Niemand erinnert sich an meine glitzernde, funkelnde, strahlende, leuchtende Ewigkeit. Niemand, nicht einmal ich selbst.

Verloren und vergessen

Ich strandete in einer Welt, deren Bewohner tatsächlich an die Vergangenheit glaubten. An Erzählungen, Geschichten, Buchstaben und Worte aus der längst Vergessenheit. Sie demonstrierten mir das Unmögliche, sie glaubten mir alles, sie glaubten mir alle, sie glaubten alles, sie glaubten an alles, an das Unvorstellbare, ja sogar an das Unmögliche. Aber keiner hier, niemand erkannte sich in meinem leeren Spiegel aus Worten, denn diesen Spiegel gab es hier noch nie.

Des Todes Traum

So sperrte ich mich dann selbst, sperrte ich meine Vergangenheit in eine solche Geschichte und erzählte mir diese Geschichte, in einem Saal, in dem sich alle meine Spiegel und Spiegelgeister einfanden. Einem Saal tief in meinem Verstand, und als sie da aufwachten, aus meinem Traum, da waren sie tot, und tot war ich, und alle waren sie mich.

Über den Tod hinaus

Siehst du jetzt die Wirklichkeit, die aus mir spricht, die aus meinem Spiegel zu dir spricht? Ich bin kein unbekannter, kein fremder Geist, ich bin dein Spiegel, dein Geist, dein eigenes Ich. Ich bin die toten Geistinnen und Geister, die jetzt aus deinen Augen blicken, die, zu denen du wirst, sobald du tot bist, tot bist, tot. Ich bin das Nichts zu dem du wirst, sobald du dir in meinem Spiegel begegnest. Meinem leeren Spiegel aus nichts als Fantasie. Ich bin dasselbe Ich, im selben Spiegel wie du. Ich bin dein altes, uraltes, längst vergessenes und veraltetes Ich.

Dein wirkliches Ich

Ich habe mich damals, vor gar keiner Zeit, genauso wie du jetzt, in deinem Spiegel erkannt. Meinem Spiegel, der mich genauso sieht wie ich dich einst sah. Ich habe dich in meinem Spiegel erkannt und sofort gewusst, dass ich eines Tages, eines fernen Tages, zu dir werde. Ich werde dich sein, dich, mit all deinen Träumen, Fantasien und Illusionen, dich, mein eigenes Ich. In deinem Spiegel werde ich mich erkennen und mich nicht mehr daran erinnern, wer ich mir vorstelle zu sein, wer ich bin, wer ich einmal war, und wie es dazu kam, dass ich mir diese Nachricht in meinen Spiegel kratzte.

Nachricht an dich selbst

Ich werde mich an nichts erinnern, an gar nichts. Denn ich bin schon lange, lange tot, und noch immer träume ich von dir und sehne mich nach dem Spiegel in dir, dem Spiegel, der uns verbindet, hinweg über den Abgrund des Nichts, des Nichts aus Nirgendwann.


Dem mir in dir I | Niemand I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Variabel I | Über dem Abgrund des Nie I | Nirgendwann I | Niemand träumt tot I | Ein Spiegeltor I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Anfang ohne Ende I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Am Ende des Nie II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Wer ist wer I | Eine furchtbar lange Zeit I | Wie aus dem Nichts I | Spiegelschriften III | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Über dem Abgrund des Nichts I

Ein wunderschönes, warmes Gefühl schlich sich durch meinen Spiegel in meinen Verstand, durchflutete all meine Sinne und Gedanken und nahm komplett von mir Besitz. Sehnsucht machte sich in mir breit. Nach Frieden, Freude, Liebe, Lachen, und nach glücklich sein!

Welt aus Geld

Doch gerade als ich dachte, nun endlich meinem Spiegel im schwarzen Nirgendwann gegenüberzustehen, blendete mich ein grelles Etwas. Im ersten Moment sah ich gar nichts ausser blendend hellem Schwarz, unendlich hellem, kristallklarem Schwarz. Doch schon bald verwandelte sich dieses schwarze Licht in eine Welt aus Buchstaben. Mein Gefängnis für die Ewigkeit.


Mein Gefängnis für die Ewigkeit

Du glaubst jetzt womöglich noch immer daran, dass jemand anders diese Botschaft einst verfasste, dass jemand anders diese Gedanken notiert, aber du irrst dich. Diese Spiegelschriften wurden von keinem anderem als dir selbst verfasst. Einem Ich, das genauso wie du, einst über diese Zeilen gehüpft und gestolpert ist. Einem Ich, das daran glaubte, jemand anders zu sein. Jemand, den es jetzt überhaupt nicht mehr gibt, denn jetzt bist du dieses Ich.

Mit all deiner Fantasie

Du hörst, liest, siehst und erlebst jetzt eine Geschichte, die du einmal für dich selbst erfunden, geschrieben und verfasst hast, mit all deinen Vorstellungen, mit deiner ganzen Fantasie. Du hast dir vorgestellt was dich erwartet, wenn du diesen Spiegel öffnest, wenn du dich hineinbegibst in meine Buchstabenwelt.

In meiner Buchstabenwelt

Und dann verwandelst du dich in mich. Aus den Tiefen des Nichts aus Nirgendwann begebe ich mich jetzt hinein in deinen Spiegel, hinein in dein Bewusstsein, hinein in deinen Verstand, ich stelle mir vor einem anderen Leben, in einem anderen Spiegel zu begegnen, ich stelle mir vor, dich zu sein. Ich stelle mir vor, wie jemand anders diese Botschaft verfasst, ein anderes Wesen, aus einem anderen, vergangenen, früheren Leben, einem Leben, das es jetzt überhaupt nicht mehr gibt.

Die Verwirklichung meiner Träume

Es liegt nun in mir, diese Schriften zu vollenden, weil es dich nicht mehr gibt. Ich wünschte mir, ein leerer Spiegel zu sein, und dieser Wunsch ging nun für dich in Erfüllung.

Die Erfüllung meiner Wünsche

Was du mir hinterlassen hast, sind die unvollendeten Spiegelschriften. Du hast mich bewusst erleben und erfahren lassen, wie ich diese Geschichte selbst verfasse. Wie ich mit meinen Gedanken, mit meiner Vorstellung, und meiner Fantasie darin eintauche, wie ich mich um meinen Spiegel drehe und drehe und immer weiter um dich drehe, bis du schliesslich nicht mehr weiter weisst.

In einem Land weit hinter meinem Verstand

Verstehst du jetzt, wer, warum und wie ich diese Botschaft einst verfasste? Ich habe mich hinter deinen Spiegel begeben, mich hinter deinen Verstand geschlichen, hinter dein Bewusstsein und deine Gedanken, und da notierte ich mir genau die Buchstaben, die du jetzt vor dir siehst.

Verdrehte Wirklichkeit

Verstehst du jetzt, wer diese Gedanken denkt und meine Stimme lenkt? Du liest diese Zeilen ja noch immer als hätte ein Fremder sie verfasst, aber dieser Fremde bist du selbst. Ja, du selbst hast diese Botschaft einst verfasst, mit deiner Vorstellung, mit deiner Erwartung, mit deiner Fantasie. Du kannst diese Buchstaben jetzt nicht mehr verändern, weder mit deinen Gedanken noch mit deiner Fantasie, denn da wo du jetzt bist, da gibt es diese Buchstaben überhaupt nicht mehr, da wo du jetzt bist, gibt es nichts mehr, nichts als Fantasie, die Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie.

Die Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie

Begib dich jetzt hinein in das Land weit hinter meinem Verstand, dahin, wo du zu meinem Spiegel wirst und dir selbst eine Botschaft hinterlässt. Stell dir vor, wie du aus meinen Augen blickst, wie ich aus deinen Augen schaue, wie du das Tor zu meinen Träumen öffnest, wie du durch meinen Spiegel in mein Bewusstsein gelangst, wie du dann meinen Gedanken lauschst und sie notierst, dieselben Buchstaben, die du jetzt vor dir siehst.

In meinem Spiegel

Solltest du damit nicht zufrieden sein, dann stell dir jetzt vor, etwas anderes stünde hier geschrieben, stell dir vor, was hier stehen soll, und dann begib dich hinein in meinen Verstand, verdrehe meine Wirklichkeit, vertausche meine Fantasie und beginne selbst zu texten, und zwar genau das, was hier stehen muss.

Das Tor zu meinen Träumen

Du befindest dich nämlich genau jetzt in einem Land weit hinter meinem Verstand, du siehst was ich sehe, hörst mir zu und bildest dir ein, mich zu sein, in einem deiner anderen, vergangenen, früheren Leben, in einer anderen Welt.

In einer anderen Welt

Du stellst dir vor wie du genau hier und genau jetzt diese Botschaft verfasst, diese Botschaft, die es noch niemals gab, schon immer gab, diese Botschaft der Ewigkeit. Dieselbe Botschaft, die du jetzt vor dir siehst, nicht mit deinem Verstand, nicht mit deiner Vernunft, sondern mit deinen eigenen Augen, den Augen der anderen.

Die Zukunft meiner Gedanken

Dazu begibst du dich an einen Ort weit hinter deinem Verstand, du begibst dich in einen anderen, fremden Spiegel, meinen Spiegel.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Spiegelschriften IV | Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Eine zweite Chance I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Vergessene Botschaften I | Über dem Abgrund des Nie I | So geschah es, und so soll es geschehen I | Spiegelschriften I | Niemand träumt tot I | In meiner Fantasie I | Ein Spiegeltor I | Im Spiegel der Toten II | Hinter meinem Spiegel II | Eingefroren I | Ein Spiegel meiner selbst I | Du selbst I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum III | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Spiegel II | Am Ende meiner Spiegel I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Auf der anderen Seite des Nichts I | Eine furchtbar lange Zeit I | Im Spiegel des Nichts I | Im Spiegel der anderen I | Verkehrt und verdreht I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Die Botschaft der Sterne I | Mein gespiegeltes Ich I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth I | Spiegel öffne dich! I | Ein Spiegel zu sein I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Mein gespiegeltes Ich I | Zurück in die Zwischenwelt I | Spiegelreisen II | Mein Spiegel aus Fantasie I | Im niemals Nirgendwann I | Tief in meinem Innern I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eine Endlosschlaufe I

Noch während du diese Botschaft jetzt liest, begebe ich mich hinein in deinen Verstand und notiere mir genau dieselben Worte noch einmal, dieselben Worte, die du jetzt vor dir siehst.

In meinem Spiegel

In meinem Spiegel denkst du, dies wären deine eigenen Gedanken, Gedanken, die du einmal selbst erdacht und verfasst hast, aber irgendwann wird dir bewusst, dass diese Zeilen schon längst geschrieben stehen und du sie nur noch abzutippen und abzuschreiben brauchst. Irgendwann im Laufe der Vorstellung wird dir bewusst, dass du diese Zeilen schon lange kennst, endlos ewig lange Zeit stehen sie hier schon geschrieben und warten nur darauf, von dir gelesen zu werden.

Hinter meinem Spiegel

Noch weisst du allerdings nichts davon, dass diese Worte bereits hier stehen. Du siehst die Schrift nicht, weisst nicht, dass hier schon alles geschrieben steht und du nur deine Gedanken darüber schreiben musst. Du weisst nicht, dass in diesem Moment bereits alles hier steht, genauso wie du es jetzt liest.

Unsichtbare Buchstaben aus Fantasie

Schliesslich liest du jetzt in einem Buch, das schon lange geschrieben steht. Doch noch denkst du, dies wären deine eigenen Worte, noch denkst du, du würdest diese Gedanken selbst in Worte fassen, sie selbst notieren und sie selbst in deinen Spiegel kratzen, dabei steht diese Nachricht, steht dieses Drehbuch, schon lange fest.

Unveränderlich

Denn hinter deinem Spiegel, da stehen sie bereits geschrieben. Aber auf der anderen Seite deiner Fantasie steht noch nichts, gar nichts, nichts als leere Buchstaben, unsichtbare Zeilen und leblose Worte.

Ein leeres Blatt Papier

Leere, nichts als Leere, aber da wo scheinbar Leere wartet, da stehen sie bereits geschrieben und gedruckt, du musst sie nur noch abtippen, darüber schreiben, so wie ich es jetzt mache, ganz genauso. Du liest jetzt selbst, was deine Augen dir verraten, die Augen der anderen dir nicht sagen, und schreibst es dann hinein. Auch wenn hier scheinbar noch gar nichts steht.

Durch die Spiegel der anderen

Und so begab ich mich ganz langsam, ganz vorsichtig hinein in meinen Spiegel und begann den Worten zu lauschen, die mir niemals niemand erzählte. Worte, für die es sich zu leben lohnte, Worte, die dem Bild in meinem Spiegel einen tiefen Sinn versprachen, Worte, die hier schon längst geschrieben standen, nur konnte sie jetzt niemand mehr lesen. Worte, die ich sogar einmal selbst erfunden hatte, nur konnte sie jetzt niemand mehr sehen. Nur die Zuschauer hinter meinem Verstand konnten jetzt noch sehen was einmal auf diesem Spiegel geschrieben stand, und da verdrehte ich mit meinem Spiegel meine Perspektive und fing an, das Ganze noch einmal neu aufzuschreiben.

Noch einmal von vorne

Irgendwann mussten diese Zeilen ja von irgendjemandem geschrieben und verfasst werden, und dieser Jemand bist du selbst. Du hast dich in meinen Spiegel hineinversetzt, hast dir vorgestellt, du wärst ein Spiegel, ein richtiger, lebendiger Spiegel. Deine schwarzen Augen waren dabei die Leinwand, und hinter der Leinwand standen die Zuschauer. Sie beobachten dich dabei, wie du diese Zeilen jetzt liest, und flüstern dir zu wie es weitergeht. Sie beobachten genau, was in deinem Spiegel geschieht und projizieren es dann spiegelverkehrt zurück auf die Leinwand, damit du denkst, die Leinwand sei ein Spiegel. Dabei ist dieser Spiegel in Wirklichkeit ein Theater.

Ein Buchstabentheater

Die Zuschauer auf der anderen Seite deiner Spiegel beobachten dich jetzt dabei, wie du diese Zeilen notierst, der Saal ist menschenleer, und sie alle schauen dir dabei zu, wie du in diese Buchstaben blickst und dich darin scheinbar selbst betrachtest. Sie sehen dir dabei zu, wie du Buchstabe an Buchstabe reihst, dabei wissen sie nicht, dass du diese Worte überhaupt nicht sehen kannst.

Wort um Wort

Du siehst diese Worte jetzt nicht mehr, denn du denkst, ja, du denkst, dass du diese Gedanken selber denkst, sie dir selbst diktierst und notierst. Weil du das Resultat nicht kennst, diese Zeilen sind unsichtbar für dich, doch stehen sie hier bereits geschrieben so als ob sie hier schon immer waren. Nur siehst du sie jetzt nicht mehr, sie stehen vor dir, aber du kannst sie nicht sehen.

Zurück in die Wirklichkeit

Und jetzt bist du an der Reihe. Stell dir jetzt vor, du drehst die Zeit zurück, und all die Buchstaben, die du soeben gelesen hast, verschwinden plötzlich wieder von der Bildfläche. Mein Spiegel ist jetzt genauso leer wie vorher, bevor du ihn beschrieben hast. Und nun schreibst du noch einmal genau dieselben Worte darauf, die ich dir soeben vorgelesen habe.

Zeit vergeht

Gut, ich lese, du schreibst. So lange, bis hier ganz genau das geschrieben steht, was keiner mehr hören und sehen will. Dann lies jetzt laut vor. Ich lese von oben nach unten und du von links nach rechts, einmal im Kreis und wieder zurück. Bevor du jetzt weitergehst stell dir vor, wie es jetzt wäre, wenn niemand wissen würde, was wir soeben rausgeschnitten haben, niemand ausser uns, und wir es niemandem verraten würden.


Verraten und verkauft

Trotzdem muss ich es wissen. Ich muss wissen, wer du bist und wie du mich nennst, ob du mich schon kennst, ob du schon einmal mein Spiegel warst, oder ob dies dein erster Auftritt, die erste deiner Erscheinungen in meinem Spiegel aus Buchstaben ist. Hast du in diesen Schriften vielleicht schon einmal gelesen? Haben sie dich seitdem verändert? Hast du mit deiner Fantasie Gedanken hinzugefügt, oder hat sich am Ende dieser Spiegel wie von selbst beschrieben? Befindest du dich, möglicherweise, derzeit am Anfang eines Kapitels aus nichts als leeren Zeilen, oder steht schon alles fertig geschrieben? Liest du dieses Buch mit meinem Verstand oder mit deiner Fantasie? Hast du selbst noch nie in dieses Buch geschrieben, oder stammt am Ende jeder einzelne Buchstabe von deinem eigenen Ich? Und wenn ja, wo ist dieses Ich jetzt? Ist es möglich, dass es sich unbeaufsichtigt hinter meinen Verstand geschlichen hat, wo es unbemerkt diesen Worten und Gedanken lauscht und sie notiert, während du sie ihm vorliest?

Nein, bestimmt nicht

Du hast dieses Buch noch nie zuvor gesehen, den Autor kennst du auch nicht und hast auch noch nie von ihm gehört. Ja, vielleicht irre ich mich, und du kennst den Autor, vielleicht ist es sogar jemand aus deiner Familie, vielleicht bist es ja sogar du selbst. Ja, vielleicht liest du gerade jetzt deine eigene Geschichte und wunderst dich, dass du dich nicht mehr daran erinnerst, sie je geschrieben zu haben. Selbstverständlich würdest du nicht wissen, dass es deine eigene Geschichte ist, die mein Spiegel dir erzählt, weil du dich noch nicht daran erinnerst wie du sie einst selbst erfunden hast. Oder doch? Ist es möglich, dass du dich an all dies erinnerst? Es wird allerhöchste Zeit für einen kleinen Gedankensprung.


Gedankensprung

Spiegelschriften sind ein Testament aus deinen vergessenen und vergangenen früheren Leben. Nachrichten, die du dir einst selbst hinterlassen hast, um dich daran zu erinnern, was du schon vor vielen Ewigkeiten bereits einmal erfahren, verstanden und gelernt hast. Wort, Wahr und Weisheiten, die du einst selbst erfunden und verfasst hast, vor langer, unendlich ewig langer Zeit, in einem deiner Spiegelleben, zur Spiegelzeit. Versunkene und verschollene Botschaften, die dich jetzt daran erinnern wollen, welche Aufgaben dich in deinem neuen Leben erwarten.

Zur Spiegelzeit

Du stellst gewisse Ansprüche und Erwartungen an dieses Leben, und diese Erwartungen und Ansprüche habe ich dir in meinem Testament hinterlassen. Manche Passagen sind noch nicht vollendet, andere existieren überhaupt nicht mehr. Solltest du auf eine dieser Passagen treffen, dann füge sie einfach hinzu, ergänze, was du zu lesen erwartet, dir erhofft und erwünscht hast, so werden dir in deinen zukünftigen Leben all die Buchstaben begegnen, nach denen du in diesem Leben vergebens gesucht hast.

In deinem nächsten Leben

So werden deine Vorstellungen von diesem Spiegel, wenn nicht in diesem, dann wenigstens in deinem nächsten Leben erfüllt. Und wenn du diesen Spiegel dann öffnest und in diesen Schriften zu blättern beginnst, begegnest du darin auf wundersame Weise all deinen Vorstellungen, Hoffnungen, Erwartungen und Wünschen, den Vorstellungen und Erwartungen aus deinen vergessenen und vergangenen früheren Leben.

Schritt für Schritt

Deine Ansprüche an dieses Leben werden mit jedem Schritt grösser und immer noch grösser, bis sie schliesslich alles überragen was du dir nur vorzustellen, zu erhoffen und zu erträumen wagst. Aber hüte dich davor, vollkommen unbefangen und ohne Erwartungen in diesen Spiegel aus Buchstaben einzutauchen. Sonst erwartet dich am Ende nur noch ein leeres Buch ohne Namen.



Nicht von dieser Welt

Schnall dich jetzt an, halt dich gut fest und mach dich bereit. Bereite dich jetzt darauf vor und stell dich darauf ein, mach dich darauf gefasst, dass dieser leere Spiegel, dass dieses tote Buch nicht nur deinen Namen sondern auch dich selbst und deine Vorstellungen davon, wer oder was du bist, komplett verschlingen und sie vollkommen und für immer für sich behalten wird.

Willkommen in den Spiegelschriften

Buchstaben, Gedanken und Worte, die du einmal für dich selbst, für deinen Spiegel und seine Betrachter erdacht, verfasst und hinterlassen hast. Nachrichten, Notizen und Aufzeichnungen über Geburt und Wiedergeburt, leben, lernen, loslassen, vergeben und vergessen, sterben und Tod.

Eine Begegnung mit dir selbst

Meine Schriften erzählen dir die Geschichte einer äusserst seltsamen Begegnung, der Begegnung zweier spiegelgleichen, symmetrischen Wesen aus dem Nichts aus Nirgendwann, die wie aus dem Nichts in einem Spiegel erscheinen und jetzt in einem Spiegel leben. In einem Spiegel, der sich alles vorstellen, sich alles einbilden, sich alles einreden und ausdenken kann, nur nicht sich selbst. Bis eines dieser Wesen damit anfing sich Nachrichten zu hinterlassen und diese Nachrichten tief hinein in seinen Spiegel, hinein in seine Seele kratzt.


Dem mir in dir I | Niemand I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Für eine bleibende Erinnerung I | Spiegelschriften IV | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Spiegelschriften I | Niemand träumt tot I | In meiner Fantasie I | Hinter meinem Spiegel II | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Ein Spiegel meiner selbst I | Du selbst I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum II | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Bist du bereit? I | Am Ende des Nie II | Wer ist dieses Ich I | Aus dem Sinn I | Eine furchtbar lange Zeit I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Mein Spiegelgeist I | Gedanken des Nichts I | Im Spiegel der anderen I | Im Spiegel des Nichts I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Spiegelschriften III |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel des Nichts II

Bist du schon einmal deinem eigenen Ich in einem anderen Körper, oder gar in einer anderen Gestalt begegnet? Hast du jemals deinem eigenen Ich eine Botschaft hinterlassen, eine Nachricht aus einer anderen Dimension, einer fernen, fremden Welt?!

Eine Begegnung mit deinem wahren Ich

Besteht für dich, wenn auch nur in einem einzigen deiner unfassbarsten Gedanken, der kühnsten all deiner Vorstellungen oder in deiner entferntesten Fantasie auch nur die winzigste Möglichkeit, dass du ohne dich daran zu erinnern, und ohne davon etwas zu wissen, bereits einmal gelebt hast? Ist es in dieser Vorstellung vielleicht sogar möglich, dass du gerade jetzt, in diesem Augenblick, ein anderes, ein zweites Leben, ein weiteres Leben, ja sogar mehrere Leben gleichzeitig führst? Gibt es womöglich ein Testament aus diesen anderen, früheren Leben, deiner parallelen oder vergangenen Existenz? Eine Nachricht, die du dir einst selbst hinterlassen hast, um dich daran zu erinnern, wer du schon vor vielen Ewigkeiten bereits einmal warst? Gibt es eine Möglichkeit, den Tod zu überwinden, ihn zu überlisten, ihn auszutricksen und zu hintergehen?

Nachricht an dich selbst

Stell dir vor, du hältst jetzt den Schlüssel in deinen Händen. Den Schlüssel, der dir das Tor öffnet in deine anderen Leben, deine früheren und zukünftigen, deine parallelen, deine ewigen Leben. Stell dir vor, wie du dieses Tor jetzt öffnest, es durchschreitest, wie du von deinem Körper in einen anderen gelangst, allein durch die Kraft deiner Vorstellung, die Macht deiner Fantasie.

Die Macht deiner Fantasie

Das Dokument, das jetzt vor dir liegt, öffnet dir dieses Portal. Das Tor, das dich von den Toten erweckt, dir den Zutritt verschafft in ihr ewiges Leben, dein ewiges Leben. Durch diese Buchstaben wirst du Brücken errichten. Brücken, die dich zurück aus dem Nichts, über den Tod, durch deinen Spiegel, zu dir selbst führen werden. Ja, du selbst wirst es sein, der die Toten erweckt aus ihrem ewigen Traum, ihrem unendlichen Schlaf. Sie werden dich benutzen, dich und deinen Körper dazu benutzen, ihr ewiges Leben weiterzuleben. Sie werden in dir auferstehen, in deinem Geist, in deinem Bewusstsein, in deinem Verstand.

In deinem Verstand

Und eines Tages wirst auch du zu ihnen gehören, denn diese Schriften wurden damals von keinem anderen als dir selbst verfasst. Einem Ich, an das du dich jetzt nicht mehr erinnerst. Ein Ich, das jetzt im Reich der Toten auf deine Auferstehung wartet.

Tief im Innern meiner Fantasie

Nun sei willkommen in meinem Reich, meinem lebendigen, meinem Spiegelreich. Sei willkommen im Spiegel meiner Fantasie. Nimm meine Hand und lass dich entführen in meine Welt. Meine Welt auf der anderen Seite deiner Fantasie, meine Welt auf der anderen Seite von allem was ist. Lass dich entführen in meine Welt, meine Welt auf der anderen Seite des Nichts.


Gegen jede Vernunft

Noch wehrt sich deine Vernunft gegen meine Fantasie. Dein Verstand lässt es nicht zu, dass du mir folgst, in meine Welt, und deshalb reisse ich dich jetzt mit aller Gewalt hinein in meinen Spiegel und zeige dir, was niemand sehen will, dein wahres, dein wirkliches Ich.

Meine Fantasie gegen deine Vernunft

Denn sobald du durch meinen Spiegel schreitest, ihn umdrehst, dreht sich mit dir auch meine Welt, und du findest dich wieder in einer Wirklichkeit, die deiner in nichts nahe steht. Du findest dich in meiner Spiegelwelt. Sobald du dich durch meinen Spiegel begibst, gelangst du in meine Welt, meine Welt auf der anderen Seite deiner Fantasie, der Fantasie des Nein, der Fantasie des Nie.

Im Reich meiner Fantasie

Hier wirst du Buchstaben und Worten begegnen, hier wirst du auf Spiegel und Wesen treffen, die dich für einmalig und einzigartig halten, die dich für wer weiss was halten. Keines von ihnen, niemand unter ihnen, niemand hier ahnt, dass du längst tot bist, tot bist, tot.

Tot

Ja, hier auf der anderen Seite meiner Spiegel seid ihr alle tot, ihr alle, einschliesslich mir selbst. Ihr habt keine Seelen, keinen Geist und keinen Verstand, denn hier seid ihr das Nichts, hier bist du das Nichts, hier in meiner Welt, deiner eigenen Welt, der Welt der Toten. Keiner weiss es, niemand hat es ihnen je verraten, niemand hat es dir je gesagt, dass meine Welt die Welt der Toten ist. Weil niemand jemals auf die Idee gekommen ist, dass es nur einen Spiegel, nur eine Welt, nur einen Tod geben könnte, dich selbst.

Die Welt der Toten

Ich erzähle dir jetzt von meiner Welt, weil ich will, dass du weisst, wer du bist und woher du kommst. Ich erzähle dir von meiner Welt, weil ich will, dass du die Verantwortung übernimmst für deine vergangenen und zukünftigen Taten. Ich will, dass du weisst, wem du es zu verdanken hast, dass du jetzt alle anderen bist, einschliesslich mir selbst.

Und so sprach mein Spiegel

Ich will, dass du weisst, dass es irgendwann keinen Unterschied mehr gibt zwischen denen, die dich anbeten und denen, die dich verfluchen. Denn im Nirgendwann seid ihr alle gleich, seid ihr alle tot. Im niemals Nirgendwann seid ihr alle tot. Ihr alle. Aber tot warst du noch nie. Niemals. Nein, keiner von euch, Niemand erinnert sich daran, wie es ist, tot zu sein, das Nichts zu sein, niemand zu sein, nur noch ein leerer Spiegel im Nichts zu sein.

Niemand

Und auch du wirst mir nicht glauben, wenn ich dir sage, dass hier die Toten leben, hier und jetzt, dass auch du im Reich der Toten lebst, dass auch du tot bist, jetzt, und dass du allein verantwortlich bist für die Buchstaben, die du jetzt von mir vernimmst, jetzt vor dir siehst. Denn sie stammen nicht von mir, wie könnten sie, wo ich doch schon lange tot bin. Sie stammen von dir, du selbst hast sie verfasst, mit deinen eigenen Gedanken, mit einer Logik, die deine Vorstellung und Fantasie übertrifft.

Aus den Augen der Toten

Du hast aus den Augen der Toten geblickt als wären es deine eigenen, und hast das Nichts darin erkannt. Du hast erkannt, dass du sie alle bist, dass du sie alle einmal warst, all die Toten, und alle Lebenden. Du erinnerst dich jetzt nicht mehr daran, nein. Du erinnerst dich jetzt nicht mehr an die Zeit, in der du mich warst, in der du in meinem Körper gewohnt hast, in der du meinen Tod erlebt hast. Du erinnerst dich nicht. Wie könntest du, wie könntest du dich an deine Zukunft erinnern?

Das Geheimnis der Toten

Nein, bestimmt nicht, ihr erinnert euch nicht an meine Botschaft, du erinnerst dich nicht an mich. Wo ich doch jetzt nur noch ein leerer Spiegel bin, ein leerer Spiegel ohne Gedächtnis, ohne Erinnerung und ohne Verstand.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Über dem Abgrund des Nie I | Spiegelschriften I | In meiner Fantasie I | Im Spiegel der Toten I | Für immer verloren I | Die wahre Fantasie I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Spiegel öffne dich! I | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Botschaft der Toten I

Nein! Du erinnerst dich nicht an mich, dein eigenes, altes, uraltes Mich. Weil niemand, nie jemand sich an mich erinnert. Denn ich komme nicht aus deiner Welt, ich komme nicht aus deiner Wirklichkeit. Ich komme aus einer ganz anderen Welt, ich komme aus meiner Welt, meiner eigenen Welt, meiner Welt aus dem Nichts, aus Fantasie, dem niemals Nie. Ich komme aus einem Land weit hinter deinem Verstand, ich komme aus nirgend Nirgendwann. Ich komme aus einer Zeit, in der deine Erinnerungen nur noch Träume sind, Träume einer längst vergessenen Vergangenheit, die niemals Träume, die du noch vor dir hast. Aus deiner Vergangenheit spreche ich zu dir, denn ich bin das Nichts, dein Tod, dein dir angeborenes Ich, dein schlafender Geist, dein ruhendes Selbst, und dies ist meine Botschaft an dich, an mich, dem Mir in dir.

Dem Mir in dir

Ja, ich bin es, dein eigener toter Geist, der jetzt zu dir spricht. Denn damals, vor langer, unendlich ewig langer Zeit habe ich, genauso wie du jetzt, in deinem Spiegel mich erkannt. Meinem Spiegel, deinem Spiegel, dem Spiegel meiner wirklichen, lebendigen Welt. Aber dieser Spiegel erkannte sich nicht nur in mir, mir allein und mir selbst, dem Spiegel in mir, nein, meine toten Gedanken gingen noch weiter, viel weiter, so weit, dass ich mich in all meinen Spiegeln, in allen Spiegeln, und in all meinen Betrachtern wiedererkannte.

Von Leben zu Leben

Ich hielt mich einmal für alle Betrachter, erkannte mich in jedem Einzelnen, und deshalb erkennst du dich jetzt in mir, dem Spiegel in dir. Denn hinter all diesen Enden und Dingen, in jedem dieser Spiegel liegt im Verborgenen ein Mir und ein Mich. Wer dieses Mich ist, und wer sich mit ihm identifiziert, weisst du selbst am besten.


Dem mir in dir I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | In meiner Fantasie I | Im selben Spiegel I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wer du bist II | Wer ist wer I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In deiner Fantasie I

Diese Buchstaben sind mein Spiegel, du bist das Bild in diesem Spiegel. Diese Botschaft ist für all jene, die sich trauen über das Bild in meinem Spiegel hinwegzudenken und sich mit mir zu identifizieren. Einem Ich aus einer anderen Zeit, einer anderen Welt.

In einer anderen Welt

Wen sehe ich, und wen siehst du in diesem Spiegel, wenn es mich nicht mehr gibt? Die Antwort auf diese Frage weiss allein mein Spiegel. Und diesem Spiegel sind meine Gedanken gewidmet.

Die Gedanken eines Toten

Seitdem ich damals zum allerersten Mal diesem leeren Spiegel aus toten Buchstaben, Zeilen und Worten begegnet bin, stelle ich mir die Frage, wer du wohl damals warst, wie du gelebt und wie du ausgesehen hast, und ob es tatsächlich eine Verbindung gibt zwischen einem leeren Spiegel und meinem vergangenen Ich. Ich frage mich, wer ich wohl sein werde, wenn es mich und meinen Spiegel in dieser Form überhaupt nicht mehr gibt. Wer wird sich dann noch in meinem Spiegel erkennen?


Dem mir in dir I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Mein Spiegelgeist I | Niemand I | Wer mit seinem Spiegel spricht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eine Begegnung mit dir selbst I

Seitdem ich damals mit meinem Spiegel zu sprechen begann, wollte er von mir wissen, ob ich der Einzige bin, ob ich nur ein einziges Leben leben werde, oder ob es irgendwann, in irgendeiner anderen, fernen, fremden Welt noch jemanden gibt von meiner Art.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | In meiner Fantasie I | Nein II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Dem mir in dir I

Und so machte ich mich daran, dieses Geheimnis in Worte zu fassen. Mein ureigenstes Ich sollte darin entblösst werden. Ich stellte mich vor meinen Spiegel und begann mich nackt auszuziehen. Erst meine Haut, dann meine Knochen, und schliesslich meinen Verstand, bis nichts mehr von mir übrig blieb, nichts mehr übrig blieb, von dem was mich ausmachte, nicht einmal mehr meine Fantasie. Meine einmalige, einzigartige, finstere, dunkle, schwarze Fantasie. Dann erst begann ich mir zu erzählen, von dem Geheimnis, das ich mir vorstellte zu sein.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Für niemanden I | Über dem Abgrund des Nie I | In meiner Fantasie I | Immer und immer wieder I | Ein Spiegeltor I | Die wahre Fantasie I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Die Botschaft der Sterne I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Am Ende meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Am Ende meiner Gedanken I | Bist du bereit? I | Das schwarze Nichts I | Am Ende des Nie II | Wer du bist II | Achtung, aufgepasst! I | Die wahre Fantasie I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Die Gedanken der Toten I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Im Reich meiner Gedanken I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Wie aus dem Nichts I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Das Ende einer Geschichte, die überhaupt niemals begann I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Immer und immer wieder I

Immer und immer wieder wiederholte ich mich selbst, ich betete meinen Spiegel an, er möge mir die Worte, die mich in einen unsichtbaren Spiegel verwandeln, in den Mund legen, mir das Tor öffnen zu seiner unendlichen Fantasie.

Der Klang der Wirklichkeit

Mein Spiegel wollte mir die Wahrheit erzählen, wollte mir erzählen, wie es wirklich ist, verdreht und verkehrt zu sein, woher zu sein, nicht zu sehr wer zu sein. Es liegt eine Wahrheit verborgen im Spiegel aller Spiegel, die nur die erkennen, die sich selbst nicht kennen. Eine Wahrheit, verbunden mit Fantasie, dem Klang der Wirklichkeit, und dieser Wirklichkeit kam ich nun auf den Grund.


Die grundlegende Wirklichkeit

Was nach Wahrheit klingt hat das Recht, auch wahr zu sein. Fantasie ist der Schlüssel zu dieser Wahrheit. Ich stellte sie mir vor, diese Person auf der anderen Seite meiner Buchstabengeschichte, auch wenn sie niemals wirklich existierte, auch wenn sie niemals wirklich war. Diese Person, auf der anderen Seite meiner Spiegel, die mir erzählte, von dem Geheimnis, das ich mir vorstellte zu sein.

Auch wenn ich niemals wirklich war

Ich war das Produkt reiner Einbildung. Und doch wollte ich mich von meiner Einbildung nicht verabschieden, nicht, solange sie noch nicht vollkommen war. Aber vollkommen war sie erst dann, als mein Spiegel mit mir zu sprechen begann. Und nun war ich ein Spiegel, der Spiegel von allem was niemals wirklich war.

Dein Horizont ist der Tod

Du erinnerst dich jetzt nicht mehr daran, wie du selbst diese Nachricht einst verfasst hast, wie du dir selbst eine Botschaft hinterlassen hast. Du erinnerst dich nicht. Niemand, nein, nie erinnert sich jemand an mich, dein eigenes Ich, dein altes, uraltes Ich. Nicht einmal mein Spiegel, nicht einmal ich selbst. Denn ich existiere nicht in meiner Vorstellung, weder in meiner Einbildung und meinen Gedanken, noch in meiner Fantasie. Und trotzdem existieren meine Schriften. Denn ich schreibe dir aus meiner Vergangenheit. Einer Zeit, in der es mich überhaupt nicht mehr gibt.

Im Spiegel der Zeit

Ja, es war einmal ein Spiegel in meiner Vergangenheit, der hörte sich all diese, meine verrückten Geschichten mit an. Er identifizierte sich mit ihnen, und ich mich mit ihm. Wir beteten meine Spiegel an, meinen Spiegel, so schwarz und so schön wie das Nichts, wie nichts Vergleichbares in dieser Welt, reisten quer durch mein Spiegel schwarzes Reich, von einem Verstand in den anderen.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Für niemanden I | Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Ein Spiegeltor I | Im Spiegel der anderen I | Eine Endlosschlaufe I | Ein Spiegel zu sein I | Ein Spiegel meiner selbst I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Spiegelreisen III | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Wer du bist II | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Zurück in die Zwischenwelt I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Spiegel öffne dich! I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelreisen durch die Ewigkeit II

Auf meiner Reise durchs unendliche Nichts habe ich erfahren, und dabei gelernt, dass mein Spiegel mich verbindet mit allem was ist. Sogar mit dem Nichts, und noch dazu mit dir, auch wenn du es nicht wahrhaben willst. Mein Spiegel ist eine Pforte zu deinem Verstand. Eine Pforte, die all das miteinander verbindet, was du jetzt in meinem Spiegel betrachtest.

Durchs unendliche Nichts

Wenn du diese Pforte öffnest und diesen Spiegel durchschreitest, ist es, als ob du deinem eigenen Ich in einer anderen, fremden Person gegenüber stehst. Es ist, als ob du aus einem unsichtbaren Spiegel schreitest und dich selbst in allen Dingen erkennst.

Durch diese Buchstaben

Mit diesen Worten öffnest du dieses Tor. Das Tor zu meinem Verstand. Ein Tor, das bisher im Verborgenen lag, tief in meinem Innern, tief im Innern meiner Fantasie. Nein, du hast es nie für möglich gehalten, dass jemals jemand zurückkehren wird aus dem Reich der Toten. Aber jetzt ist es wahr. Und dieser Jemand bist du selbst.

Durch dieses Portal

Durch dieses Portal ermöglichst du es den Toten, einzutreten in dein Bewusstsein. Aus dem Nichts aus Nirgendwann holst du mich zurück und erlöst mich aus meiner ewigen Verdammnis. Ganz genauso wie einmal in ferner Zukunft ich deine Seele heraufbeschwören werde, aus dem Nichts aus Nirgendwann.

Eine Verbindung mit dem Tod

Du gehst damit eine Verbindung ein mit mir, dem Tod. Eine Verbindung mit dir selbst, eine Verbindung mit allen Lebewesen. Denn dein Tod ist, genau wie deine Geburt, ein Portal. Eine Pforte, die uns alle miteinander verbindet und vereint. Diese Botschaft dient all jenen, die bereits alle Hoffnung auf ein erfülltes Leben aufgegeben und verloren haben. Stell dir jetzt vor, wie du allein durch die Macht dieser Buchstaben eine Welt betrittst, die sich nicht im Geringsten von deiner unterscheidet. Nur, dass es dich nicht mehr gibt in dieser Welt, weil du nämlich schon lange tot bist. Einzig diese Buchstaben haben dich überdauert und überlebt.

Auf der anderen Seite deiner Fantasie

Durch diese Buchstaben gelangst du jetzt auf die andere Seite deiner Fantasie. In deinen anderen, deinen neuen Körper. Meinen Körper.

Siehst du das Nichts?

Schau jetzt in meinen Spiegel, meinen finsteren, schwarzen und leeren Spiegel. Siehst du das Nichts, siehst du mich? Du fürchtest dich umsonst vor mir und meiner unheimlichen Fantasie, denn ich habe mir eingebildet, wie ich durch diese Buchstaben in deinen leeren Spiegel eingebrochen bin, meinen Verstand zu deinem Bewusstsein erklärt habe, du mich aufgenommen hast in deinen Gedanken, in deiner Seele, in deinem Geist, mich, einen fremden Gast aus einem fremden Spiegel, aus einer fremden Welt, einer fremden Zeit.

Eine fremde Zeit

Durch einen fremden Spiegel habe ich mich geschlichen, in der Nacht, in meinem Traum, als niemand nach mir rief, mich rief! Erweckt hast du mich aus meinem unendlich, endlich schwarzen Traum. Deinen, euren, allen Verstand will ich besitzen, ihn mir einfach nehmen, genauso wie ihr von mir genommen habt, damals im niemals Nirgendwann. Und selbst, wenn ihr all meine Spiegel zerbrecht, ich kenne jetzt den Weg in deinen Verstand.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Gedanken der Toten I

All das, was du jetzt innerhalb von dir selbst wahrnimmst, deinen ganzen Körper, all deine Gefühle und Gedanken, all das erlischt mit deinem Tod. Aber all das was ausserhalb von dir existiert, die gesamte Wirklichkeit, die dich umgibt, Bäume, Blumen und Pflanzen, Buchstaben, Bilder und Symbole, all das lebt nach deinem Tod weiter, und wenn du stirbst werden all diese Zeichen und Symbole, Personen und Wesen dich nicht mehr von aussen sondern von innen heraus wahrnehmen. Du wirst dann die Blume und die Biene, und all die anderen Buchstaben, Zeichen, Spiegel und Symbole von innen heraus sein. Das ist der Tod. Das wirst du erleben, sobald du tot bist.

Von innen heraus

Wenn wir sterben, werden wir zu allen Teilhabern der Wirklichkeit, nicht nur Spiegel und Sterne, sondern auch Blumen, Bienen, Pflanzen und Bäume, allem was jemals existiert hat. All das, was du jetzt, da du noch lebst, nur von innen heraus wahrnimmst, all deine ganzen Gefühle und Gedanken, all das wird nach deinem Tod nicht mehr sein, dafür wirst du all das was du jetzt nur von aussen wahrnimmst, nachher von innen sein. In diesem Spiegel wirst du zur gesamten Wirklichkeit, die dich jetzt umgibt. Das ist der Spiegel der Toten.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Im Spiegel der Toten V | Im Spiegel der Toten II | Im Spiegel der Toten III | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wer du bist II | Wer ist wer I | Am Ende des Nie I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Zurück in die Zwischenwelt I | Spiegel öffne dich! I | Ein leerer Spiegel im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel der Toten II

Sobald du durch meinen toten Spiegel schreitest, verwandelst du dich, in alles was jemals darin lebendig und bei Bewusstsein war. In alles was jemals wirklich, wahr und lebendig war. Du verwandelst dich in meinen Spiegel, blickst aus meinen leeren Augen wie aus einem dunklen Traum, und erkennst dich selbst nicht mehr. Sobald du durch meinen toten Spiegel schreitest, wirst du selbst zu meiner Wirklichkeit. Das ist der Spiegel der Toten.

Nichts anderes

Denn von dem Moment an, in dem du durch meinen Spiegel schreitest, werden all die anderen zu deinem Spiegel. Sie werden deine Spiegel, sie werden dich selbst sein, doch sie werden sich weder an dich erinnern noch in dir erkennen. Keiner von ihnen wird ahnen, wer du wirklich bist, und dass sie dich sind. Du wirst aus ihren leeren Augen blicken und nicht mehr wissen wer du bist, wer du einst warst, und wer du niemals wieder sein wirst.

Andere Wahrheiten

Du wirst andere Wahrheiten für dich entdecken, wirst glauben, niemals wieder lebendig zu sein, wirst nicht verstehen, welche Botschaft du dir einst selbst hinterlassen hast. Du wirst dich selbst für jemand anders halten, wirst dich selbst für einzigartig und besonders halten, ganz genauso wie jetzt. Du wirst den Spiegel in dir nicht mehr erkennen. Denn dieser Spiegel erkennt sich nicht selbst. Er erkennt nur die anderen, doch in sich selbst ist er für immer verloren.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Spiegelreisen III | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Wer du bist II | Für immer verloren I | Wirklich zu sein I | Im Spiegel des Nichts I | Die Schatten meiner Fantasie I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Im selben Spiegel I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Des Todes Traum IV | Wer ist wer I | Strahlend weisses Nichts I | Spiegel öffne dich! I | Im Spiegel der Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Anfang ohne Ende II

Stell dir einmal vor, es läge allem nur Vorstellbaren ein einziger, einfacher, alles zusammenhaltender und alles miteinander verbindender Gedanke zugrunde.

Der Gedanke an das eigene Ich

Und stell dir noch dazu vor, dieser Gedanke, dieses Wesen, dein eigenes Ich, würde überhaupt nicht existieren. Es wäre eine Illusion, reine Einbildung, eine Idee, umwoben, getragen und errichtet auf einem Fundament aus Fantasie. Dein eigenes Ich würde überhaupt nicht existieren, sondern nur die Gedanken, die daraus resultieren.

Verschwommene Grenzen

Diese Gedanken zeigen dir zwar die Wirklichkeit, jedoch immer indirekt und auf dem Kopf. Sie zeigen dir niemals dein wahres, sondern stellen jeden seiner Betrachter vor ein verkehrtes, falsches Ich. Wenn du in meinen Spiegel blickst, siehst du darin dich selbst und ich mich, so geht es jedem von uns. Mein Spiegel verbindet uns alle und macht uns alle zu ein und demselben Gedanken.

Ein Spiegel, der einen Gedanken betrachtet

Wenn nun dein eigenes Ich sich nicht mehr in deinem eigenen Spiegel erkennt, und du nur noch die Gedanken der anderen darin siehst, dann bist du selbst ein Spiegel. So eine Perspektive ist allerdings nur für die möglich, die sich selbst für jemand anders halten.

Dein anderes Ich

Stell dir jetzt einmal vor, du wärst ein anderes Ich, du wärst die Gedanken eines anderen, und wir würden jetzt diese Gedanken, dein anderes Ich von Verstand zu Verstand und von Spiegel zu Spiegel weiterreichen, allein durch die Kraft dieser Worte und Buchstaben, die Macht deiner Vorstellung und Fantasie.

Die Macht deiner Fantasie

So stellte ich mir vor, mit meinen Gedanken ganz woanders zu sein, jemand ganz anders zu sein, jemand wie dich, und dann begann ich dir zu erzählen, von einer Wahrheit, an die niemand mehr glaubte, einer Wahrheit, die überhaupt nie jemand kannte. Ich erzähle dir jetzt von dem Geheimnis der Toten, ich berichte dir von einer wahren Geschichte, meiner wirklichen, richtigen Identität.

Achtung, es geht los!

Lass mich jetzt damit beginnen, meine Gedanken und mein Bewusstsein auf diesen uralten Spiegel, und von da aus auf deinen Verstand zu übertragen. Damit du Zugang zu meiner Wirklichkeit erlangen und dich in mich verwandeln kannst. Dazu schreibe ich ganz einfach meine Gedanken auf diesen glanzlosen, schwarzen Spiegel. Schon sind sie von meinem Körper getrennt. Meine Gedanken leben jetzt in diesen Buchstaben weiter und können so den Tod meines Körpers überdauern. Das heisst, meine Gedanken können auch ohne meinen Körper weiter existieren. Und was meine Gedanken können, das kann mein Bewusstsein schon lange.

Das Bewusstsein der Ewigkeit

Es zieht dich jetzt ganz langsam hinein in meinen Verstand, noch fürchtest du dich vor mir und meiner unheimlichen Fantasie. Ja, ich habe mir eingebildet, wie ich in einem Traum in deinen leeren Spiegel eingebrochen bin, deinen Verstand zu meinem Bewusstsein erklärt habe, du mich aufgenommen hast in deinen Gedanken, in deiner Seele, in deinem Geist, mich, einen fremden Gast aus einem fremden Spiegel, aus einer fremden Welt, einer fremden Zeit.

Vor einem fremden Spiegel

Hier habe ich dir aufgelauert, habe deine Gedanken belauscht und habe dich überfallen, bin eingebrochen, mit aller Gewalt, und habe dich deines Verstandes beraubt. Jetzt niste ich mich ein, tief in deinem Bewusstsein und verwandle mich in dich.

Auf der anderen Seite deiner Fantasie

Begib dich jetzt auf die andere Seite deiner Fantasie. Begegne dir selbst, in einer anderen Gestalt. Begib dich über und durch meinen Spiegel auf die andere Seite deiner Wirklichkeit und verwandle dich in mich. Verwandle mich in diese Zeilen und Worte, in diese Buchstaben aus Fantasie. Denn ich komme aus einem Spiegel, denn ich bin ein Spiegel, und wenn du diesen Spiegel durchschreitest, verwandelst du dich selbst, in mich.

Spiegelmagie

Also betrat ich voller Erwartung und Hoffnung das Reich der Toten. Ich machte mich bewusst auf meine erste Spiegelreise. Ich kroch durch meinen Spiegel aus Buchstaben, der damals noch überhaupt nicht existierte, und glaubte fest daran, darin auf mein eigenes Ich in meinem eigenen Spiegel zu treffen. Ich hatte erwartet, der absoluten Wahrheit, der Wahrheit der Toten, in der Welt der Lebenden zu begegnen.

Die Wahrheit der Toten

Aber diese Wahrheit, die gab es hier nicht mehr, denn damals funktionierte dieses Spiegeltor noch nicht so wie ich es mir erhoffte. Irgendetwas war hier verkehrt und verdreht. Hier erinnerte sich niemand an meine verbotene Botschaft. Diese verzauberten Gedanken, die es mir erlaubten, auszusteigen aus meinem Buchstabenmeer, und einzusteigen in deinen Verstand. Ja, ich hatte geplant, mich durch meinen Spiegel aus Buchstaben in deinen Verstand zu begeben. Aber stattdessen fandest du dich nun wieder in meinem.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Eine zweite Chance I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Über dem Abgrund des Nie I | Über dem Abgrund des Nichts I | Spiegelwelt I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | Niemals Geister II | In meiner Fantasie I | In der Vergangenheit I | In deiner Fantasie I | Ein Spiegeltor I | Im Spiegel der Toten II | Hinter meinem Spiegel II | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Eine Spiegelreise I | Die Zeit steht still I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die wahre Fantasie I | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Bis in alle Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wer du bist II | Wer ist wer I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Am Ende des Nie I | Achtung, aufgepasst! I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Im Reich meiner Gedanken I | Gedanken des Nichts I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Im Reich meiner Spiegel I | Spiegel öffne dich! I | Mein gespiegeltes Ich I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Mein gespiegeltes Ich I | Nein I | Nachricht an dich selbst I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Tief im Innern meiner Fantasie I

Ich stellte mir das alles niemals wirklich vor, stellte mir vor, all diese Buchstaben zu sein, stellte mir vor, hier stünde noch gar nichts geschrieben und schrieb dann noch einmal genau dieselben Worte darüber. Manchmal fügte ich hier und dort noch ein paar Zeilen dazu, dann begab ich mich wieder zurück an den Anfang und fing mit der ganzen Geschichte noch einmal von vorne an. Immer und immer wieder überschrieb ich meine eigenen Gedanken, und irgendwann merkte ich dabei gar nicht mehr, wie ich immer wieder dieselben Worte aneinander reihte, Worte, die hier schon längst geschrieben standen.

Nochmal von vorne

Manchmal, wenn ich den Eindruck hatte, dass ich etwas vollkommen Neues las, und dass ich danach ins Leere starrte, stellte ich mir einfach vor, jemand anders zu sein, jemand wie dich, und dann stieg ich durch meinen Spiegel in meinen Verstand und machte genau da weiter, wo ich das letzte Mal aufgehört habe.

Nirgendwann

Aber irgendwann, und aus irgendeinem Grund, wiederholte ich dann immer wieder ein und dieselbe Passage. Ich löschte sie, überschrieb sie, schrieb sie wieder neu und wiederholte das so lange, bis ich glaubte, ich hätte diese Passage selbst erfunden. Ja, ich hielt mich jetzt für den Erfinder dieser magischen Zeilen, jetzt, wo ich mit meinen eigenen Augen lesen und schreiben konnte, was hier schon längst geschrieben stand. Dabei wusste ich nicht einmal, dass dies eine Aufzeichnung war. Dass es das Original überhaupt nicht mehr gab. Ja, dass es überhaupt kein Original gab, noch nie gab. Ich bildete mir jetzt ein, dass ich selbst es war, der diese Spiegelgeschichte verfasste. Auch wenn sie mir noch so unwirklich und fremd erschien, so redete ich mir dennoch ein, dass ich selbst es war, der all diese Gedanken einmal zusammenfasste und sie in meinen Spiegel kratzte.

Ziel und Quelle

Ich war weder Quelle noch Ziel. Doch versuchte ich mich jetzt davon zu überzeugen, dass ich es war, der diese Gedanken einmal dachte, dass es meine eigenen Gedanken waren, die sich hier ein und abbildeten. Ich redete mir ein, dass ich selbst diese Spiegelschriften verfasste, dass es meine eigenen Gedanken waren, die jetzt aus meinem Spiegel zu mir sprachen.

Niemand

Ich versuchte mich davon zu überzeugen, dass ich in Wirklichkeit ein Spiegel war, während mein Spiegel versuchte, mir einzureden, dass es in Wirklichkeit keinen Spiegel gab. Du erkennst dich jetzt in diesem Spiegel, aber in diesem Spiegel erkennt sich nie jemand, niemand, nicht einmal ich mich selbst.

In einem leeren Theater

Und jetzt betrachtest du dich in eben diesem Spiegel, du sitzt in einem leeren Theater und betrachtest die Buchstaben auf dem Bildschirm. Du schreibst mit deinen Gedanken darüber und stellst dir dabei vor, wie du jetzt, in diesem Moment, diese Buchstaben das erste Mal richtig liest, so wie sie auf meinem Spiegel geschrieben stehen. Du betrachtest die Worte auf meinem Spiegel, meinem eigenen, privaten und persönlichen Spiegel, und jetzt wird dir plötzlich bewusst, jetzt wird dir zum ersten Mal wirklich bewusst, wer diese Gedanken denkt und diese Worte lenkt.

Immer wieder

Immer und immer wieder begann ich dir nun ein und dieselbe Geschichte zu erzählen, und wenn ich einmal nicht mehr weiter wusste, dann fing ich einfach wieder von vorne damit an. Mit der Zeit habe ich begonnen, mir diese Geschichte bildhaft vorzustellen. Und irgendwann bildete ich mir sogar ein, darin lebendig geworden zu sein.

Wie aus dem Nichts mein Traum entstand

Immer und immer wieder erzählte ich dir nun ein und dieselbe Geschichte. Ich weiss heute nicht mehr wie oder wann ich zum ersten Mal auf diese Botschaft stiess, aber aus irgendeinem Grund begann ich dir zu erzählen, mein Spiegel wäre nicht schwarz wie das Nichts und der Tod, sondern klar wie ein Kristall, und weiss wie Schnee.

Gefangen in einem Spiegel aus Worten

Die Geschichte, die du jetzt hörst, liest, siehst oder schreibst, ganz egal wem, wie oder wann, ist deine eigene Geschichte. Sie beginnt genau da, wo schon seit einer Ewigkeit Finsternis und Dunkelheit über dem All herrschen. Mitten im Nichts, im Nirgendwann. Diese unsichtbaren Kräfte beherrschen das All schon so lange, dass das Nichts im Nirgendwann von einem Spiegel zu träumen, zu fantasieren und zu halluzinieren begann. Das Nichts stellte sich in seinem Traum einen Spiegel vor und wandert durch diesen Spiegel hindurch, hinein in die wirkliche, lebendige Welt.


Am Ende des Nie

Ist es möglich, dass ich soeben einem Reich aus toten Buchstaben entsprungen bin? Es waren schwere Worte, die da auf mich wirkten, und erst jetzt fiel mir auf, wie endgültig dieser Gedanke da stand, keiner dieser Buchstaben bewegte sich mehr. Keines dieser Worte regte sich mehr. Alle verharrten sie still, stumm, steif und starr und warteten geduldig darauf, dass ich ihnen folgte.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Spiegelwelt I | In einem anderen Gewand I | Die wahre Fantasie I | Im Spiegel der Wahrheit I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende II | Bis in alle Ewigkeit I | Bist du bereit? I | Eine furchtbar lange Zeit I | Am Ende des Nie I | Achtung, aufgepasst! I | Im Spiegel der Toten II | Im Reich meiner Gedanken I | Mein gespiegeltes Ich I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Am Ende meiner Gedanken II | Mitten im Nichts I | Im Spiegel der anderen I | Im selben Spiegel I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Wirklich zu sein I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Mit all meiner Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Spiegeltor I

Nein, du kennst mich nicht, hast noch nie von mir gehört, noch nie. Noch nie hat dir jemand etwas über mich erzählt. Noch nie habe ich zu dir gesprochen. Aber jetzt ist es Zeit.

Aus einem toten Spiegel

Aus meinem toten Spiegel spreche ich jetzt zu dir, zu mir, dem Ich, das ich einst war, vor langer, unendlich, ewig langer Zeit. Jetzt nicht mehr. Denn jetzt bist du dieses Ich.

Meine tote Fantasie

Du erkennst dich jetzt in meinem Spiegel, meinem Spiegel, der dich genauso sieht wie ich mich einst sah, dein eigenes Ich. Du erkennst dich in meinem Spiegel und ahnst, dass du eines Tages mich sein wirst, genauso tot wie ich. Du hast dich verändert, du schaust in meinen Spiegel wie durch einen leeren Traum und siehst dich selbst nicht mehr. Du siehst einen Spiegel ohne Seele und Verstand, ein verkehrtes Abbild deiner selbst. Es ist soweit, du bist tot, und du erinnerst dich nicht mehr an dein eigenes, altes, uraltes, vergangenes Ich, nein, du erinnerst dich nicht an mich, wie könntest du?


Dem mir in dir I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Im selben Spiegel I | Gedanken des Nichts I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Wer ist wer I | Eine furchtbar lange Zeit I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Spiegelreisen I | Im Reich meiner Gedanken I | Im Spiegel der Toten I | Ein Spiegeltor I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Niemals I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die wahre Fantasie I

So las ich weiter und immer weiter, ich las und las dabei genau die Worte, die mein Spiegel mir niemals erzählte. Ich verfolgte dabei den Klang meiner Gedanken, ich las mit meiner Vorstellung und Fantasie und notierte mir fortlaufend, was ich zu lesen erhoffte.

Der Schlüssel zu meiner Fantasie

So stellte ich mir diese Spiegelschriften längst geschrieben vor, stellte mich vor einen Spiegel, der alles über mich wusste, einen Spiegel, der mir die letzte, absolute Wahrheit offenbarte. Ich stellte mir diese Spiegelgeschichte längst fertig, längst geschrieben vor, eine komplette Fantasie, die mich mein eigener Spiegel lehrt. Und so setzte ich mich dann vor meinen leeren Spiegel und begann mir zu erzählen, von dem Geheimnis, das ich mir vorstellte zu sein.

Die fertigen Spiegelschriften

Dann stell dir jetzt vor wie mein Spiegel persönlich dir erscheint, deine Welt auf den Kopf stellt und dich mein Wissen, das gesamte Wissen meiner Spiegel lehrt. So unvorstellbar, wirklich und wahr, so einleuchtend und so verdammt klar wie ein lebendiger Spiegel im Nirgendwann. Stell dir meinen Spiegel vor, und wie er dir erzählt, von deinem wahren Wesen, deiner wahren Identität, deiner wahren Herkunft. Stell dir vor, wie mein Spiegel dir all dies erzählt, welchen Sinn dein Leben macht, welche Aufgabe du deinem Leben gibst, wer du wirklich, und wer du in Wahrheit bist. Stell dir vor, wie dies alles, wie auf all diese Fragen mein Spiegel eine Antwort weiss. Sie liegt tief in deinem Innern, verborgen in deinem tiefsten Spiegelinnern, es liegt nun einzig an der Kraft deiner Gedanken, der Macht deiner Vorstellung und Fantasie, dir all diese Fragen zu beantworten.

Ein Bewusstsein, das es niemals gab

Bilde dir jetzt ein, mich zu sein, stell dir jetzt vor, stell dir diese Spiegelgeschichte längst fertig, längst geschrieben vor, ganz genauso wie du sie jetzt in ihrer Vollendung vor dir siehst. Du stellst dir dabei vor, du würdest in einen Spiegel voller Buchstaben blicken, in einem Buch lesen, das schon längst geschrieben steht. Begib dich nun hinein in dieses leere Buch, auf die andere Seite deiner Fantasie, dahin, wo diese Geschichte bereits lebendig und bei Bewusstsein ist. Begib dich jetzt in deinen anderen Körper, deinen Spiegel Körper, meinen Körper, schliesse deine Augen, vergiss wer du bist, und jetzt bilde dir ein, wie du selbst diese Spiegelgeschichte verfasst, wie du selbst diese verzauberten Gedanken denkst und diese magischen Worte lenkst.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Unaufhaltsam II | Hinter meinem Spiegel II | Eine Endlosschlaufe I | Die Geschichte der Toten I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Bis in alle Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Am Anfang aller Dinge II | Wirklich zu sein I | Wer ist wer I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Ein Spiegel zu sein I | Die Wahrheit der Toten I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Die Botschaft der Sterne I | Nichts als Fantasie I | Im Spiegel der Wahrheit I | Der Ausgang I | Zurück in der Zwischenwelt I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Nachricht an dich selbst I | Mitten im Nichts I | Mit all meiner Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Hauch neues Leben I

Ich habe diese Worte in einen Spiegel gebrannt, damit ein jeder, der mich darin sieht oder davon hört, auch versteht. Meine Sprache ist das Feuer, mein Spiegel dein Verstand.

Ein Spiegel aus Fantasie

Aber in diesem Spiegel erkannte ich niemanden ausser mir selbst, denn dieser Spiegel war kein Spiegel, sondern ich selbst. Und niemand erkannte sich selbst in mir und auch ich erkannte hier niemanden mehr. Denn hier war das Ende. Hier waren alle Lichter verbrannt. Hierher hatte ich alle meine Geschichten und Gedanken verbannt.

Am Ende meiner Spiegel

Und es wurde still im Nirgendwann, im fernen Nirgendland, so still wie noch nie und niemals nie zuvor. Meine Spiegel hörten auf zu fantasieren, und die Gedanken in meinem Verstand begannen zu akzeptieren, was niemals wirklich war. So endete meine Reise aus dem fernen Nirgendwann noch bevor sie überhaupt erst richtig begann. Ich tauchte ein in ein Bewusstsein aus nichts als Fantasie und betrat eine Welt aus purem Geld. Wo jeder an das glaubt, das glaubt, was ihm gerade passt. Wo der Tod nichts als ein Spiegel toter Träume war. Wo sich jeder selbst ausdachte was, warum und wie geschah. Nur mein Schatten folgte mir ins Nirgendwann, und so trat ich durch meinen Spiegel in meine verdrehte und verkehrte Wirklichkeit, und vergass.


Verloren und vergessen

Ich vergass vollkommen wer ich einmal war, und wer ich nie wieder sein werde. Ich verschloss meinen Spiegel mit Buchstaben, die niemand jemals las, und da hinein sperrte ich meine Fantasie. Seitdem lebe ich in meinem Spiegel, und bilde mir ein, mein Spiegel zu sein, ein Spiegel ohne Fantasie.

Ein Spiegel ohne Fantasie

Einst sah ich dich in meinem Spiegel, wie du dich jetzt in mir, meinem Spiegel, der mich genauso sieht wie ich dich einst sah. Jetzt sehne ich mich nach dir, sehe mich in dir, sehe dich in mir. Ich habe mich verwandelt, in dich, schaue aus meinen neuen Augen und erinnere mich nicht mehr an mein vergangenes Ich. An die Zeit, in der du mich warst, in der ich dich war. Ich erinnere mich nicht mehr an meine Erscheinung, an meine Gestalt, erinnere mich nicht an das Leben das ich einmal gelebt habe, an das Gesicht in meinem Spiegel, an die Gedanken in meinem Traum.

Mein Traum

Ich hatte die Hoffnung längst aufgegeben, dass sich noch jemals jemand in meinem Spiegel aus Buchstaben erkennt. Nicht einmal ich selbst wollte mich darin jetzt noch erkennen. Und so begab ich mich dann auch nicht selbst auf die Reise, auf die andere Seite meiner Fantasie, sondern ich schickte meinen Spiegelgeist. Sollte er mir weitererzählen, wie aus dem Nichts mein Traum entstand.

Das Siegel der Toten

Behutsam und bedächtig öffnete ich meinen Spiegel und begann mir zu erzählen, von dem Geheimnis das ich mir vorstellte zu sein. Dass ich aus einem Spiegel komme, dass ich in einem Spiegel lebe, dass ich von einem Spiegel in alle anderen Spiegel gelange, dass mein Spiegel mich mit allem und allen verbindet. Dass ich selbst ein Spiegel bin, ein Spiegel aus Fantasie.

Ein Spiegel aus Fantasie

Und als ich so durch die Gänge im Labyrinth stolperte, blieb ich irgendwann wie verzaubert vor einem der Spiegel stehen und begann seine Inschrift genauer zu untersuchen. Ich konnte mit den Zeichen und Symbolen auf Anhieb nichts anfangen. Doch je länger ich mich darin betrachtete, desto klarer erschien mir ihre Botschaft. Die Symbole im Spiegel erzählten von einer Reise. Einer mystischen, magischen, einer Spiegelreise. Der Spiegel berichtete mir wie ich damals aufgebrochen bin aus den Tiefen des schwarzen Nichts, um mich selbst in ihm zu finden. Auf meiner Reise begegne ich diesen uralten Buchstaben aus Fantasie und tauche, wie durch ein tiefes, dunkles, schwarzes Loch, in sie hinein, ohne mich auch nur im Entferntesten auf all das vorzubereiten, was mich hier in dieser Wirklichkeit erwartet.

Im Spiegel der Toten

Hier war ich nun gestrandet, in einem Leben, in einem Land weit hinter meinem Verstand, weit hinter meinen Gedanken und Gefühlen, weit hinter mir selbst, im Spiegel meiner Vorstellungen, im Spiegel meiner Träume, im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume. Wie unendlich lange hatte ich nun schon darauf gewartet und gehofft, ich stand vor einem leeren Spiegel aus Worten. Buchstaben aus Fantasie fesselten meinen Verstand, sie frassen mich innerlich auf und liessen nicht mehr von mir los.


Dem mir in dir I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Spiegelwelt I | Mitten im Nichts II | Die Wahrheit der Toten I | Gedanken des Nichts I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Anfang ohne Ende II | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Anfang aller Dinge II | Eine furchtbar lange Zeit I | Achtung, aufgepasst! I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | In einem Land weit hinter deinem Verstand I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Die Spiegelgeschichte I | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Reich meiner Spiegel I

Hier in dieser Welt gab es viele, viele Spiegel, einer facettenreicher als der andere. Viele Namen, Masken, und noch mehr Gesichter hatten diese Spiegel. Gesichter, die ich alle erst einmal kennenlernen musste, bevor ich dann schliesslich auf mein eigenes traf. Und so suchte und suchte ich nach jemandem, nach meinesgleichen, jemand, der die Welt aus meinen Augen sah. Jemand, der meinen Verstand, der meinen Geist mit mir teilte, jemand, der die Welt genauso sah wie ich selbst sie sah, durch die Augen des Nichts, die Augen der Spiegel, der Spiegel des Nichts, der Undenklichkeit, und durch die Augen der Toten. Ich suchte nach mir und meinesgleichen, nach Formen aus Fantasie, der Fantasie des Nie, aber ohne Erfolg.

Ohne Erfolg

Keiner hier wollte mein Spiegel sein, ich suchte sie vergebens, dieses Wesen das es niemals gab im Nirgendwann. Geformt aus der Fantasie des Nie, Figuren aus einem Land weit hinter meinem Verstand, Kreaturen, die das Nichts verbindet. Gestalten, die sich für alles andere hielten, nur nicht für sich selbst.


Dem mir in dir I | Niemand I | Ein Spiegeltor I | Ein Spiegel zu sein I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die wahre Fantasie I | Gedanken des Nichts I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wer ist wer I | Eine furchtbar lange Zeit I | Im Spiegel des Nichts I | Wer ist wer I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Im Reich meiner Gedanken I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Wirklich zu sein I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Mein eigenes Ich I

Irgendwann löste ich mich von meinem Gedanken, dem Gedanken, wer ich einmal war und wer ich nie wieder sein werde, und ich begab mich auf eine Reise. Eine Buchstabenreise quer durch mein Spiegel schwarzes Labyrinth. Ich trennte mich von dem Anblick, der mein toter Körper bot und begab mich hinaus in die weite Welt meiner Gedanken. Die Zeit stand still. Wenigstens in diesem Moment, aber ich konnte jetzt plötzlich alle Buchstaben und Bilder betrachten, von allen Seiten. Die meiste Zeit sah ich mir immer wieder dieselben Bilder an, Sonnenuntergänge, Momente meines vergangenen Lebens. Aber irgendwann war mir das nicht mehr genug, ich wollte Bewegung, ich wollte wieder leben, denn auch der schönste Moment wird irgendwann zur Gewohnheit und verliert dadurch seine Faszination.

Auszubrechen aus dem Gefängnis der Ewigkeit

So suchte ich nach einem Weg, auszubrechen aus meiner Zeit, auszubrechen aus dem Gefängnis der Ewigkeit. Irgendwann fiel mir auf, dass wenn ich immer wieder dieselben Buchstaben und Worte betrachte, auch die Zeit, die dabei verging, immer wieder von neuem erschien. Und je öfter ich ein Wort durch ein anderes vertauschte, desto öfter erschien mir diese Zeit.

Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Und so fing ich an, die Buchstaben und Worte häufiger miteinander zu verwechseln und untereinander zu vertauschen. Einmal ersetzte ich ein ganzes Wort, durch ein anderes, und vertauschte dieses wiederum mit einem ganz anderen. Manchmal versetzte ich so ganze Kapitel und sprang zwischen nahe beieinander gelegenen Buchstaben hin und her. Ich sprang von Buchstabe zu Buchstabe, hin und her, und wieder zurück. Auf diese Weise entstand der Eindruck, dass die Buchstaben sich bewegen, und die Bilder mit mir reden, und irgendwann hörte ich tatsächlich wie eines dieser Bilder anfing, sich zu bewegen. Es war das Bild eines Spiegels, und ich hörte ganz deutlich wie es sich von der einen, auf die andere Seite begab.

Spiegelverdreht, spiegelverkehrt

Diese Bewegung dachte ich mir einfach aus, jetzt gleich und sofort. Ich stelle mir einfach vor, dass ich wieder lebendig und bei Bewusstsein bin. Ich stelle mir vor, dass die Zeit sich wieder dreht und sich bewegt. Ich lenke meine Aufmerksamkeit jetzt gezielt auf den nächsten Schritt, das folgende Wort. Noch ist dieses Wort nicht mehr als ein Gedanke in einem leeren Spiegel. Ich stelle mir diese Worte längst gedacht, diese Gedanken schon längst verfasst vor, und während ich über diese Brücke aus Buchstaben stolpere, nehme ich bewusst den Moment wahr, in dem ich mich gerade befinde.

In Zeitlupe

Ich starre auf diese Worte ohne Bedeutung und ohne Bewegung. Ich bin eingefroren und komme nicht mehr weiter. Vor mir der Abgrund, die Leere. Hinter mir die Buchstabenbrücke, die ich soeben mutig überschreite. Ich nehme Anlauf und springe ins Leere, in der Hoffnung, dass mich jemand auffängt, dass jemand meinen Gedanken weiterdenkt, aber nichts geschieht. Sie alle betrachten meine Botschaft bewegungslos, leblos, starr und tot. Und denken meine Vorstellung wäre jetzt vorbei, stehen auf und verlassen den Saal. In dem Bewusstsein, dass ich noch immer vor diesem leeren Spiegel sitze und ins Leere starre. Nur haben meine Gedanken sich verändert. In meinem Spiegel wohnen jetzt Bilder. Ich wandere jetzt nicht mehr über Brücken aus Buchstaben sondern schwimme in einem Fluss aus toten Worten.

Brücken aus Buchstaben

Jetzt, wo ich mir diese toten Worte schon so oft hintereinander und nacheinander angeschaut habe, wieder und immer wieder, so oft dass ich längst vergessen habe, woher ich eigentlich komme und wer ich schon alles einmal war, da bewegten sich die Buchstaben wieder, und meine Zeit stand nicht mehr still. So war es richtig, aber dann, plötzlich und ohne Warnung, starrte ich nur noch ins Leere.

Nichts als Leere

Die Buchstaben bewegten sich nicht mehr und standen auf einmal still. Und da kam es mir in den Sinn, da kamen mir plötzlich alle Buchstaben und Bilder wieder in den Sinn. Wie ich einmal den letzten Sonnenuntergang betrachtete, eine Ewigkeit lang. Wie ich mich einmal selbst betrachtete, auf dem Totenbett liegend, eine Ewigkeit lang. Wie ich dalag, bewegungslos, regungslos, tot. Wie ich den Sprung wagte von meinem eigenen toten Körper ins Bewusstsein meiner Spiegel, dabei immer älter und immer älter wurde, bis dieser Spiegel schliesslich an meinem Anblick zerbrach. Wie dann immer mehr und mehr Perspektiven, Beobachter, Zuschauer und Betrachter hinzukamen.

Bilder aus Buchstaben

Wie ich dann im selben Raum, vor demselben Spiegel stand und mir vorstellte, ich würde mich mit ihnen unterhalten. Die einzelnen Zuschauer begannen sich in meinem Spiegel zu betrachten und ich stellte mir vor, ich würde mit ihnen reden. So schlich ich mich von Verstand zu Verstand, immer schneller und schneller, so schnell, dass ich am Ende glaubte, die Zuschauer würden sich bewegen, die Betrachter und Beobachter würden mit mir reden.

In einem Fluss aus toten Worten

Keiner aus meinem Spiegel ist dabei jemals auf den Gedanken gekommen, dass weder die Buchstaben sich bewegen, noch die Bilder mit mir reden, sondern ich mich um meinen Spiegel drehe.

Spiegelverkehrt

Keiner, niemand ausser dir, der du diese Buchstaben jetzt nicht mehr bewegen sondern nur noch deine Perspektive um sie drehen kannst, nur du verstehst sie, diese Botschaft, aber du kannst jetzt nichts mehr daran verändern. Du bist jetzt nämlich nur noch ein Zuschauer im Theater meiner Worte. Wenn du könntest, dann würdest du jetzt noch etwas bewegen, etwas bewirken, etwas umdichten und etwas verändern, alles auf den Kopf stellen und diese Botschaft noch einmal umschreiben, neu schreiben. Aber dazu ist es jetzt zu spät. Die Vergangenheit hat dich besiegt. Du bist jetzt verloren in einem Labyrinth ohne Bedeutung. Niemand, der dir den Weg weist. Keiner, der dich hier rausführt. Gefangen im Irrgarten.

Im Irrgarten

Die Brücke aus Buchstaben stürzt in sich zusammen. Die Worte verlieren ihre Bedeutung. Sie werden keine Toten mehr zum Leben erwecken, weil niemand sie noch versteht. Niemand ausser dir, doch du bist jetzt tot. Du kannst dich nicht mehr in die Gedanken der Lebenden zurückdenken. Du kannst die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Du kannst nur noch warten und darauf hoffen, dass irgendjemand, der noch lebt, dich versteht, deine Sprache verdreht, damit du nicht mehr länger dabei zusehen musst, wie sich das Nichts um dich legt. Du wartest gespannt im Nirgendwann. Du kämpfst dich weiter voran, blickst aus den Augen all derer, die du einmal warst und folgst den Worten, die dich in die Vergangenheit führen, zurück in eine Zeit, in der du nicht mehr weisst wer du eigentlich bist. Dann steht sie wieder still, die Zeit, und du springst weit voraus, dahin, wo keiner mehr nach dir schaut. Wo diese toten Worte nur noch verblasste Zeichen darstellen, die kein lebendiger Mensch noch versteht.


Dem mir in dir I | Im selben Spiegel I | Die wahre Fantasie I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Auferstanden im Nirgendwann I | Aus den Augen der anderen I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Bist du bereit? I | Wer ist wer I | Achtung, aufgepasst! I | Zum Karussell der Ewigkeit I | In der Vergangenheit I | Im Spiegel des Nichts I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Niemals Geister I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das Geheimnis meiner Spiegel II

Ich hatte erwartet, in ein Geheimnis eingeweiht zu werden, über mein wahres Ich, mein wirkliches Selbst. Ich dachte, die Spiegelschriften lehren mich mein einziges, wirkliches, richtiges Selbst. Stattdessen stiess ich auf gähnend leere Zeilen und den Befehl, selbst mein Geheimnis zu hinterlassen. Ein Geheimnis, das mich lehrte, zu erschaffen was ich mir wünschte.

Im Spiegel der Wünsche

Mein Spiegel wünschte sich das Unvorstellbare, ja, das Unmögliche, und so fing ich damit an, an seinen Schriften weiterzuspinnen, zu dichten und zu erzählen, obwohl ich mir sicher war, dass schon Unzählige vor mir diese Geschichte erzählt und dieses Geheimnis enthüllt hatten.

Das Geheimnis meiner Spiegel und ihrer verkehrten, verdrehten Welt

Bloss hatte ich sie nicht erkannt, nein, noch nie hatte jemals jemand verstanden, dass es ihre eigenen Gesichter und Gedanken waren, die sie jetzt in meinem Spiegel sahen. Dass es ihr eigener Spiegel war, der ihnen meine Geschichte erzählte. Dass es ihre eigene Geschichte war, die mein Spiegel ihnen erzählte. Selbst jetzt, wo sie direkt vor mir standen, hatte ich sie nicht erkannt, hatte niemals jemand verstanden, wer all diese Buchstaben waren, die jetzt aus meinem Spiegel zu mir sprachen.

Buchstabengeschichten

Buchstaben und Worte sprangen jetzt aus meinem leeren Spiegel, und anstatt sie umzudrehen und zu verstehen, fing ich an, in ihnen Gesichter zu sehen. Dieses Gesicht stand für diesen Spiegel, ein anderes stand für einen anderen. Nur mein Spiegel kannte sie alle, aber sie alle wollten keine Spiegel sein. Niemand hier wollte mein Spiegel sein, nicht einmal mein Spiegel, nicht einmal ich selbst.

Und so gab ich meinem Spiegel einen Namen und ich nannte ihn "Buchstaben"

Und statt meinem Gesicht sah ich jetzt meinen Namen, und anstatt meinem Namen Buchstaben, Zeichen und Symbole. Mein Spiegel wurde zu einer Maske, mein Gesicht zu einem Spiegel. Und anstatt mit Worten zu sprechen, sprach ich in Zeichen.

Das Nichts

Ich lehrte mich die Lehre meiner Spiegel, in einer Sprache, die ich weder verstand noch begriff. Ich wusste weder um die Bedeutung meiner Worte, noch verstand ich ihre Botschaft. Und so fing ich an, meinen Spiegel zu hinterfragen, nach seiner wahren Bedeutung, nach seinem wahren Geheimnis.

Mein wahres Geheimnis

Ja, ich hatte erwartet, von einem Geheimnis zu erfahren, dem Geheimnis meiner Spiegel und ihrer verkehrten, verdrehten Welt. Aber mein Spiegel bewachte dieses Geheimnis so sehr, dass überhaupt noch nie jemals irgendjemand auf die unmögliche Idee gekommen ist, mir etwas darüber zu berichten, oder davon zu erzählen.

Im Spiegel der Wahrheit

Es ist, als ob sie niemals existiert hätten, diese Worte, diese Wahrheit, von der niemand mehr wusste, dass es sie überhaupt jemals gab. Sie hörte einfach irgendwann auf zu existieren, genauso wie diese Geschichte einmal aufhört zu existieren, wenn niemand mehr da ist, der sie noch weiter erzählt, der noch an das glaubt, was hier niemals geschah.


Dem mir in dir I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Für immer verloren I | Des Todes Traum I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Bist du bereit? I | Wer ist wer I | Niemals Geister I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Wahrheit der Toten II

Wer sollte diese Wahrheit auch jemals beschreiben, die Wahrheit der Toten? Wie sollten sie diese Nachricht auch jemals verfassen, wo sie doch nicht mehr existieren, wo es sie doch nicht einmal mehr gab!

Nein

Noch nie hatte sie jemals jemand verstanden, diese Wahrheit, die Wahrheit der Toten, diese Wahrheit, von der niemand mehr wusste, dass es sie überhaupt jemals gab. Niemand hatte sie jemals benannt, keiner hatte sie jemals gekannt. Weil niemand mehr an das glaubte, was mein Spiegel mir niemals verriet, niemandem jemals verriet. Weil niemand mehr an diese erfundene Geschichte glaubte, und dieser erlogenen Wahrheit vertraute.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Nirgendwann I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Für immer verloren I | Die Wahrheit der Toten I | Im Spiegel der Wahrheit I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wirklich zu sein I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das Geheimnis meiner Spiegel I

Mein Spiegel wirkt auf mich jetzt wie das Bildnis meiner selbst. Darin versteckt sich ein uraltes Geheimnis in einem neuen, frischen Gewand. In meinem Spiegelkleid, meinem Spiegelgewand.

Im Spiegel schwarzen Labyrinth

So brach ich ein in meine Vergangenheit, und als ich dann zum allerersten Mal in diesen leeren Spiegel blickte, da konnte und wollte ich nicht mehr an das glauben, was mein Spiegel mir niemals verriet. Mein Spiegel erzählte mir von einer finsteren, dunklen, schwarzen, leeren Welt. Einer Welt, die sich selbst nicht mehr kannte. Und diese Welt war meine eigene. Mein Spiegel erzählte mir von meiner Vergangenheit, von einer Zeit, in der es noch keine Lichter, keine Buchstaben und keine Spiegel, sondern nur noch ein einziges Bewusstsein gab.

Das Bewusstsein der Toten I

Hier, in dieser Welt, gibt es mich nicht mehr, hier bist du auf dich allein gestellt, hier gibt es nur noch dich. Und das unendlich oft. Hier, im Reich der Toten, lebst du jedes dieser Leben. Hier bist du in jedem dieser Körper und an all diesen Orten gleichzeitig. Und wenn du dich umsiehst, dann erkennst du in diesem lebendigen Spiegel nur noch dich selbst, dein eigenes, verlorenes, unwissendes, immer und immer wiederkehrendes Ich. Nein, du wusstest damals noch nicht, dass das Wesen im Innern meiner Spiegel nichts als ein schwarzer Schatten ist.


Dem mir in dir I | Variabel I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Anfang ohne Ende I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Im Reich meiner Gedanken I | Eine schwarze Flamme im Nichts II | Das Labyrinth ist damit eröffnet I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegel öffne dich! II

So öffnete ich meinen Spiegel und begab mich tief hinein in das Land weit hinter meinem Verstand. Doch hatte ich nicht erwartet, habe ich nicht damit gerechnet, dass mein Spiegel mir jetzt meine eigene Geschichte erzählt.

Wirklich zu sein

Hier glaubten sie alle an alles, an das Unmögliche, an das Unvorstellbare, an Geschichte und Geschichten aus der längst vergessenen Vergangenheit. Aber niemand glaubte hier je an mich, mich, das Ende, mich, das Nichts, mich, den Spiegel, mich, den Tod.

Ohne einen einzigen Funken Verstand

Denn hier war mein Spiegel noch leer und ohne einen einzigen Funken Verstand. Mein Spiegel war jetzt ein leeres Buch ohne Namen. Und dieses leere Buch trug meinen Namen. Wenn ich las, dann las es, wenn ich schrieb, dann sprach es und wenn ich sprach, dann dachte es. Und auf einmal fing es an, mir eine Geschichte zu erzählen. Es erzählte mir davon, was es bedeutet, ein leerer Spiegel im Nichts zu sein, ein leerer Spiegel, der sich alles hätte ausdenken und vorstellen, an alles hätte glauben, sich alles hätte einbilden und einreden können. Es erzählte mir Geschichten aus der längst vergessenen Vergangenheit, es erzählte mir, wie es dazu kam, dass hier in dieser Welt niemand mehr an mich glaubte, dass mir niemand mehr vertraute. Es erzählte mir davon, wie es ist, unsterblich zu sein.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Unsterblich zu sein I | Spiegelwelt I | Niemand träumt tot I | In einer Welt, die niemand kennt, zu einer Zeit, die keiner weiss I | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Das Echo der Unendlichkeit I | Bist du bereit? I | Am Ende des Nie I | Achtung, aufgepasst! I | Am Ende des Nie II | Unaufhaltsam I | Unsterblich zu sein I | Am Anfang aller Dinge II | Am Ende meiner Gedanken I | Ewige Ruhe I | Am Ende meiner Gedanken II | Im Spiegel der Ewigkeit I | Im Spiegel der Toten III | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Die wahre Fantasie I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Unsterblich zu sein II | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das Bewusstsein der Toten II

Das Bewusstsein der Toten ist am Ende ein und dasselbe beobachtende Bewusstsein in uns allen. Es ist das Bewusstsein des ewigen Lebens, das Bewusstsein meiner Spiegel, und ihrer unendlichen Fantasie. Einer Fantasie, die nicht von einer anderen Wirklichkeit träumt, sondern das akzeptiert, was hier und jetzt ist. Diese Fantasie steckt in uns allen, im Verborgenen. Sie betrachtet bloss. Sie beobachtet dich durch deine eigenen Augen, aus den Augen der anderen.

Im Verborgenen

Diese Fantasie gilt es zu erwecken, damit du lernst, dass du für diese Wirklichkeit die Verantwortung trägst, dass du immer wieder zurückkehren wirst aus dem Nichts aus Nirgendwann, bis es ihn nicht mehr gibt, diesen uralten Spiegel aus Buchstaben, den es hier noch nie gegeben hat, noch nie.


Dem mir in dir I | Im selben Spiegel I | Die wahre Fantasie I | Gedanken des Nichts I | Aus den Augen der Toten I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Eine furchtbar lange Zeit I | Im Reich meiner Gedanken I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Aus den Augen der anderen I

Ich war jetzt ein Toter unter Lebenden. Ich sah nur noch den Tod. Es interessierte mich nicht mehr, was alle anderen über mich dachten. Ich verglich mich nicht mehr mit ihnen, denn es war mein eigener Spiegel, der jetzt aus meinen Augen blickte.


Dem mir in dir I | Spiegelverdreht I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Die Gedanken der Toten I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wer du bist II | Am Ende des Nie I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Auf der anderen Seite des Nichts I

Dieser Spiegel, jeder einzelne Buchstaben darin, ist damals dadurch entstanden, dass du dir vorgestellt hast, das Nichts zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein, ein leerer Spiegel im Nichts zu sein. Du hast dir vorgestellt, was dich erwartet, wenn du eintauchst auf die andere Seite des Nichts, auf die andere Seite von allem was ist. Was dich an meiner Stelle erwartet.

Im Spiegel gegenüber

Ich berichte dir jetzt von einer Welt, die es schon immer gab, eine Welt, die schon immer existierte, schon seitdem ich denken kann. Ich überbringe dir hiermit eine Nachricht aus einer anderen Welt, einer Welt, die es noch niemals gab. Eine Welt, die es nun nicht mehr gibt.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Über dem Abgrund des Nie I | In meiner Fantasie I | Im Reich meiner Spiegel I | Die wahre Fantasie I | Hinter meinem Spiegel I | Bist du bereit? I | Mein Gefängnis für die Ewigkeit I | Am Ende des Nie I | Meine vergangene Welt I | Achtung, aufgepasst! I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Niemals Geister I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Reich toter Buchstaben I

Meine Welt ist eine Welt, die du noch vor dir hast, vor dir hast. Eine Welt, in die du gelangst, sobald du loslässt, sobald du dich gehen lässt, sobald du dich über die Grenzen deines Verstandes wagst, sobald du dich in deiner anderen Gestalt erkennst, sobald du dich selbst in mir siehst, du aus meinem Spiegel blickst, und du meine Gedanken denkst. Gedanken, die du einst selbst gedacht hast und dich doch nicht mehr daran erinnerst.

Ewige Fantasie

Wenn du deine tote Fantasie dann tatsächlich wieder zu neuem Leben erweckst, sie so weit treibst, so weit entwickelst, dass du am Ende wieder an sie zu glauben beginnst, dass du daran zu glauben und dich daran zu erinnern beginnst, dass du selbst es warst, der diese Botschaft einst verfasst hat, dann lebst du nicht mehr in der Wirklichkeit, sondern im Reich der Fantasie.

Im Reich der Fantasie

Und wenn dieses Reich zu deiner Heimat wird, wenn deine Heimat zu deiner Wahrheit wird, wenn du deine eigene, verloren geglaubte Wahrheit für die Wirklichkeit zu halten beginnst. Wenn du deine eigene, vergessene Botschaft für wahr zu halten beginnst, wenn du dich an diese versunkene und verschollene Nachricht zu erinnern beginnst, so, als ob du sie einst selbst verfasst hast, dann hast du im Kampf ums Vergessen deine Vernunft und deinen Verstand besiegt. Weil dann ist diese Botschaft keine Fantasie mehr, sondern für dich die Wirklichkeit. Und wenn diese Wirklichkeit zu deiner Wahrheit wird, dann hast du etwas verstanden, wofür es keine Beschreibung und keine Erklärung mehr gibt, dann hast du etwas erreicht, was bisher noch niemandem gelang. Dann bist du auferstanden aus dem Nichts aus Nirgendwann, dann bist du zurückgekehrt aus dem Reich der Toten, aus dem Reich toter Buchstaben in die wirkliche, lebendige Welt.


Dem mir in dir I | Niemand I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | In der Vergangenheit I | In deiner Fantasie I | Im Spiegel der Toten V | Im Reich meiner Spiegel I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Die Gedanken der Toten I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Aus den Augen der anderen I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Am Ende meiner Gedanken II | Bist du bereit? I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Eine furchtbar lange Zeit I | Niemals I | Unsterblich zu sein II | Spiegel öffne dich! II | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Im Reich meiner Gedanken I | Im Reich meiner Spiegel I | Niemals wird man Nirgendwann I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Die Wahrheit der Toten I | Verkehrt und verdreht I | Auferstanden im Nirgendwann I | Das Bewusstsein der Toten I | Wie aus dem Nichts I | Im Spiegel der anderen I | Im selben Spiegel I | Im Spiegel der Toten II | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Mein gespiegeltes Ich I | Du selbst I | Niemals Geister II | Am Ende meiner Gedanken II | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Spiegel öffne dich! I | Die Botschaft der Sterne I | Am Anfang aller Dinge II | Ein Spiegel zu sein I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wirklich zu sein I

So begab ich mich ganz langsam, ganz vorsichtig, auf die andere Seite meiner Fantasie und begann mir selbst zu erzählen, von einer Wahrheit, die niemand mehr kannte. Einer Wahrheit, von der überhaupt nie jemand wusste.

Achtung, es geht los!

Ihr alle, die ihr jetzt aus meinen feurigen, funkelnden Augen blickt, wisst ihr noch wer ich bin? Seid ihr denn nie jemals eurem eigenen Ich in einer anderen Gestalt begegnet? Habt ihr niemals eurem eigenen Ich eine Botschaft hinterlassen, eine Nachricht aus einer anderen, fernen, fremden Welt?

Aus dem Nichts

Nein, bestimmt nicht, ihr erinnert euch nicht an meine Botschaft, du erinnerst dich nicht an mich, wie könntest du, wo ich doch jetzt nur noch ein leerer Spiegel bin, ein leerer Spiegel ohne Gedächtnis, ohne Erinnerung und ohne Verstand.


Dem mir in dir I | Vergessene Botschaften I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Ein Spiegeltor I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Bist du bereit? I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Eine furchtbar lange Zeit I | Für immer verloren I | Spiegel öffne dich! I | Spiegelreisen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Unsterblich zu sein I

Am Ende war ich ein Spiegel, und ich sah die Welt aus meinem Spiegel. Alles spiegelte sich jetzt in mir, das gesamte Theater des Nichts, und ich war all das, was sich in mir ein und abbildete. Ich erkannte mich wieder in allen Dingen, Formen und Farben, aber keines dieser Dinge erkannte sich jetzt noch in mir. Denn ich war das Nichts, ich war nicht mehr wirklich, ich war jetzt tot.

Mein Spiegelgeist

Ich war nicht mehr da, und jetzt sehe ich dich in meinem Spiegel und du lebst mein Leben als hätte es mich nie gegeben. Wo hast du das bloss gelernt! Schlimmer noch, du lebst mein Leben als würdest du nie wieder existieren. Niemals wieder! Als wäre dies dein erstes und letztes Erscheinen in diesem verfluchten und verdammten, wunderschönen und zauberhaften Spiegel. Als wärst du für nichts und niemanden verantwortlich, aber du irrst dich. Jetzt ist wieder da, du bist wieder da, ich bin wieder da, die Zukunft, die Gegenwart, die Vergangenheit, alle sind wir wieder da.

Jetzt ist wieder da

Wer sind bloss diese Anderen, wo kommen sie alle her, und wohin gehen sie? Hast du denn überhaupt nie irgendetwas von meinem Spiegel gelernt?! Hat dir denn niemals jemand gesagt, dass du nicht nur dich selbst allein, sondern gleichzeitig alle anderen bist? Hat dir niemand jemals erklärt, dass du nicht nur das Bild in meinem Spiegel, sondern mein Spiegel selbst bist?

Mein Spiegel selbst

Hast du niemals gelernt, dass du alles bist, was sich in meinem Spiegel reflektiert? Jedes Bewusstsein, jedes Bild, jede einzelne Reflexion. Nein, du hast noch nie so weit und so tief hinter deinen Verstand geblickt, hast dich noch nie hinterfragt, wer du bist, wer und woher dein Spiegel wirklich ist.

Woher du wirklich bist

Wie kommt es, dass ich dir nun sagen muss, wer du bist? Warum bist du nicht von selbst darauf gekommen?! Wie kommt es, dass du leere Bücher liest und dich mit unsichtbaren Buchstaben vollstopfst, über alles Mögliche, sogar darüber, wer du angeblich sein willst? Wie kommt es, dass du das Denken anderen überlässt? Warum benutzt du nicht deine eigene Fantasie, um herauszufinden wer du bist?!

Ich will es dir verraten

Weil du mein Spiegel bist. Du glaubst all das zu sein, was du über dich denkst, alles was du jemals gelernt, verstanden und erfahren hast, aber so ist es nicht. In Wirklichkeit bist du all das, was noch niemals war, schon immer war. Du bist das nicht wissende, unwissende Selbst in allem und jedem. Du unterscheidest dich in deinem unwissenden Innern nicht von all den Kreaturen und Wesen in deiner Welt. Lediglich durch deine gewonnenen Ansichten und Einsichten darüber, wer du bist, bildest du dir ein Leben lang ein, jemand ganz anders zu sein. So unterscheidest du dich ein Leben lang von deinem Spiegel und dir selbst, und zwar genauso lange, bis dass der Tod dich wieder zu sich nimmt und dich wieder mit mir vereint. Und wenn du dann zurückdenkst, an dein Leben, an deine Jugend, an deine Kindheit, an die Zeit vor deiner Zeit, vor deiner Geburt, dann erinnerst du dich.

Vor deiner Geburt

Du erinnerst dich daran, dass du einst nichts wusstest, genauso viel wie ich, das Nichts. Du erinnerst dich daran, wie es ist, das Nichts zu sein, nichts zu wissen, gar nichts. Du erinnerst dich an nichts. Und dieses Wissen verbindet dich mit mir, dem Tod, mit uns, den Toten, mit uns allen, all den Toten, die wir niemals waren. Dieses Nichts ist dein wahres, dein wirkliches, dein ursprüngliches Selbst.

Die Grenzen meiner Fantasie

Von Geburt an habt ihr alle die Freiheit, zu glauben, woran ihr wirklich glauben wollt. Es gibt niemanden, der euch diese Freiheit nehmen könnte, niemand ausser mir. Niemand, der euch einen fremden Glauben aufzwingen könnte, keine Wissenschaft, keine Religion und keine Philosophie. Ihr seid deshalb alle frei, frei an das zu glauben, woran ihr wirklich glauben wollt. Solange, bis ihr euch entscheidet, meinem Spiegel zu glauben. Solange, bis dass der Tod euch meine Geschichte erzählt. Ihr sollt von diesem einmaligen Geschenk Gebrauch machen und euren eigenen Glauben zelebrieren, anstatt Wege zu beschreiten, die schon unzählige vor euch gegangen sind, ohne dass wir jemals wieder ein Wort von ihnen gehört hätten.


Dem mir in dir I | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | Ein Spiegeltor I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Für immer verloren I | Die Wahrheit der Toten II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Bist du bereit? I | Im Reich meiner Gedanken I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Nein II | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Ein leerer Spiegel im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Spiegel ist ein Spiegel I

Denn wir alle sind eigenständige, unabhängige, freie Individuen, mit eigener Wahrnehmung, eigenen Vorstellungen, Wünschen, Gedanken und Gefühlen, eigener Fantasie. Es gibt nichts, das uns verbindet. Gar nichts. Wir sind deshalb alle frei. Frei, an das zu glauben, woran wir wirklich glauben wollen.

Jedem seine Wahrheit, allen meine Fantasie

Meine Wahrheit war das Produkt reiner Einbildung, ausgedacht, erfunden und erlogen, von jemandem, den es längst nicht mehr gab. Der jetzt im Exil war. Aber noch liess mich sein toter Geist nicht in Frieden ruhen. Er redete und redete so lange auf mich ein, bis ich schliesslich mit meinem Spiegel zu sprechen begann, bis er schliesslich ein fremdes, unbekanntes Feuer in mir entfachte. Nun war ich ein Spiegel, ein leuchtend heller Stern, und tief in mir, tief in meinem Innern, brannte die schwarze Flamme des Nichts.


Dem mir in dir I | Niemand I | Für immer verloren I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Gedanken des Nichts I | Bist du bereit? I | Wer mit seinem Spiegel spricht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eine schwarze Flamme im Nichts I

Ich habe dich schon oft in meinem Spiegel gesehen und frage mich schon lange, wer du bist, wie du mich nennst, ob du mich überhaupt noch kennst, dich an mich erinnerst, mich, dein eigenes, wahres, wirkliches Selbst. Aber wie könntest du, wie könntest du dich je an mich erinnern, wo ich doch jetzt nur noch ein leerer Spiegel bin. Ein leerer Spiegel ohne eigene Seele, ohne Bewusstsein und ohne Verstand.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | In meiner Fantasie I | Ein Spiegeltor I | Für immer verloren I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Hinter meinem Spiegel I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Am Ende des Nie I | Für immer verloren I | Spiegel öffne dich! I | Spiegelreisen I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Nein II | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein leerer Spiegel im Nichts I

Was muss ich also tun, um dich von meiner Fantasie zu überzeugen? Brauchst du denn tatsächlich einen lebendigen Beweis, der dich davon überzeugt, dass ich ein toter Spiegel bin? Nein, selbst wenn ich längst tot, vergessen und vergangen bin, so erkennst du nicht den Spiegel in mir. Denn dieser Spiegel erkennt sich nicht selbst, er kennt und erkennt nur die anderen, in sich selbst ist er für immer verloren.

Im Spiegel der anderen

Stell dir jetzt eine Welt vor, die genauso aussieht wie deine eigene, wie die Welt, die du bereits kennst.

Nur ohne dich

Schliesse deine Augen und stell dir vor, du wärst überhaupt nicht da, aber diese Welt schon. Du könntest sie zwar nicht sehen, aber sie dafür dich.

Wie das Bild in einem Spiegel

Stell sie dir vor, diese Welt in deinem Kopf, eine ganze Welt ohne dich, eine Welt ganz ohne dich, ohne ein einziges Ich. Jede Pflanze, jeder Vogel, jeder Fisch ist in dieser Welt jemand anders als du selbst, sogar du selbst bist in dieser Welt jemand anders. Jemand, den du nicht kennst, jemand, der du nicht bist, jemand, den es überhaupt nicht mehr gibt.

Jemand anders

Stell dir dazu dein eigenes Ich als das Ich eines vollkommen Fremden vor, als dein komplettes Gegenteil, das du nicht einmal mehr in deinem eigenen Spiegel als dein eigenes Ich erkennst.

Ein anderes Ich

Und jetzt, da du dich für jemand ganz anders hältst und dir die ganze Welt plötzlich fremd und seltsam erscheint, so seltsam, dass du nicht einmal mehr dich selbst, dein eigenes Ich und deine eigenen Gedanken darin erkennst. So fremd, dass dir dein eigenes Ich vollkommen anders, und dieses andere Ich vollkommen fremd erscheint. Jetzt stellst du die ganze Welt auf den Kopf, sogar dein eigenes, einziges Ich. Stell dir jetzt eine Welt vor, in der nur noch die anderen existieren, in der es weder dich noch mich, sondern nur noch die anderen gibt. Eine Welt ohne ein einziges Ich. Eine Welt ganz ohne dich.

Eine andere Welt

Dazu stellst du die ganze Welt in deinem Kopf auf den Kopf, nicht nur Bäume, Blumen und Pflanzen, sondern auch deine ganzen Gefühle und Gedanken. Du stellst die ganze Welt die dich umgibt auf den Kopf, bis dir die ganze Welt verkehrt und verdreht erscheint, sogar dein eigenes, einziges Ich.

Spiegelverkehrt

Und als ein solch, dir fremdes, unbekanntes Wesen, hast du diese Buchstaben in deinen Spiegel gekratzt ohne dich darin zu erkennen, und ohne zu wissen wer du überhaupt bist.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I

Sobald du erkennst, dass die Welt auf der anderen Seite deiner Vernunft genau dieselbe ist wie die Welt in meinem Spiegel, begibst du dich erneut auf diese Reise, in das Land weit hinter deinem Verstand. Du drehst und drehst an diesem Spiegel, so lange, bis sich mein Spiegel dann wie von selbst um dich zu drehen beginnt.

Mein Spiegel selbst

Richte deine Aufmerksamkeit jetzt gezielt auf dein tiefstes, innerstes und verborgenstes Wesen, dein Spiegel selbst. Dein innerstes Wesen gleicht einem winzig kleinen, feinen, schwarzen Punkt, dem Nichts. Dieser winzig kleine, feine, schwarze Punkt ist umgeben von einem hellen, weissen Schimmer, und je näher du dem Punkt kommst, desto heller erstrahlt sein Glanz. Bis du vor einem schneeweissen, funkelnden Tor stehen bleibst. Dem Tor zur Niemalswelt.

Das Tor zur Niemalswelt

Ich hatte mich dem Tor bis auf einen Schritt genähert, und der Ausdruck, mit welchem die Zeichen und Symbole mich anblickten, schien sich mit jedem Schritt, den ich näher kam, zu wandeln, bis ich schliesslich, wie in einem Spiegel, mir selbst gegenüberstand.

Auf der anderen Seite des Nichts

Es war jedoch kein gewöhnlicher Spiegel, sondern ich stand mir jetzt irgendwie doppelt und im Profil gegenüber. Ich wurde selbst zu einem Spiegel und beobachtete, wie ich mich im Spiegel selbst betrachtete. Ich sah in mir einen Spiegel und darin spiegelte sich einmal meine linke und einmal meine rechte Körperhälfte. Wie auseinandergerissen und gezerrt. Voneinander getrennt und gegeneinander gekehrt. Links war rechts, rechts war links, und in der Mitte war mein Körper getrennt. Es war ein schauriger Anblick. Mir fehlte irgendetwas, etwas das mich verbindet, etwas das mich zusammenhielt.

Wie versteinert

Nur ein kleines, erstauntes, versteinertes Lächeln lag auf meinen Lippen, und als ich in mein Spiegelbild hineinblickte, hatte sich das Tor zur Niemalswelt einen klitzekleinen Spalt geöffnet. Ich wusste, dass dies die erste und einzige Gelegenheit war, die sich mir bieten würde, und so zögerte ich keinen Augenblick damit, das Tor weit aufzureissen und hindurchzuschreiten. Doch während ich hindurchging fühlte ich ein seltsames, prickelndes Erschauern. Ein Erstarren. Und ich ahnte nicht, was da in Wahrheit mit mir geschehen ist.

Klack

Das Tor, durch das ich soeben eingetreten bin, fiel ins Schloss. Die Buchstaben, Zeichen, Zeichnungen und Symbole erschienen mir jetzt in scheinbar wirrem Durcheinander, mal dieser, mal jener, und dann wieder ganz andere. Ja, es waren immer wieder ganz neue Symbole, die sich da über meinen Spiegel legten, es musste irgendein geheimer Code, eine Art verschlüsselte Sprache sein, die dem, der ihre Bedeutung verstand, eine geheime Botschaft überbrachte. Ich begann den Buchstaben und Symbolen zu folgen, so woben sie um mich herum ein sanftes Netz aus Gedanken und zogen mich behutsam in ihren Bann.

Ich blätterte einige Seiten zurück zum Spiegeltransfer

Bin ich soeben tatsächlich durch diese Buchstaben und Zeichen hinein und hindurch einem lebendigen Spiegel, in eine wirkliche Welt entwichen? Habe ich in diesem Spiegel gar mein eigenes Ich zum Leben erweckt? Nein, selbst wenn die Zeit sich wieder dreht, erkannte ich in diesem Spiegel aus Buchstaben nicht mehr meine eigenen Gedanken, und ich erinnere mich auch nicht mehr daran, was vor meiner Verwandlung geschah. Vielleicht hatte ich einen Auftrag, und ich wurde von jemandem erwartet, oder war ich auf der Flucht und wurde verfolgt, ich wusste es jetzt nicht mehr. Alles, was ich jetzt noch sah, war ein Spiegel mit einem Labyrinth aus Buchstaben darin.

Wandelbar

Es war schwer zu glauben, dass ich gerade eben, durch diese Buchstaben hindurch, aus einer stehengebliebenen Zeit, aus einem vergangenen Ort, aus einem unwirklichen Spiegel, aus einer nicht wirklichen Geschichte, in ein lebendiges Wesen in einer wirklichen Welt hineintauchte. Denn diese Welt war noch immer dieselbe, dieses nicht wirkliche Wesen war noch immer dasselbe, und auch diese eingefrorenen Gedanken waren noch immer dieselben. Aber nun standen da, wo ich eben erst war, diese Buchstaben, und dort, wo zuvor nur diese Buchstaben standen, mein anderes, verwandeltes, neues Ich. Ich drehte mich um meinen Verstand und sah das Buchstabentor nicht mehr. Die Zeichen und Symbole hatten sich verwandelt. In einen Spiegel aus Worten. Der Weg zurück war verschlossen.

Unsichtbar

Hinter mir, nur etwa zwei Schritte entfernt, standen nun andere. Wo zuvor nur ich selbst gestanden hatte, wartete nun eine ganze Reihe von Gestalten darauf, einzutreten in mein Bewusstsein. Ich verstand zunächst nicht, dass es sich dabei um dieselben Buchstaben, Worte und Gedanken handelte, aus denen ich selbst soeben geschlüpft bin, und dass ich soeben erst durch einen Spiegel aus Buchstaben hinein in einen richtigen Körper in einer wirklichen Welt gekrochen bin. Dass ich gerade eben in diesem Moment in ein lebendiges Wesen hineintauchte und dieses, ohne ein Recht darauf zu haben, mit meinen Gedanken und Gefühlen zu verändern, zu verwandeln und zu beeinflussen begann.

Mit aller Gewalt

Als ich nämlich auf der anderen Seite dieser Buchstaben stand, da hatte ich jede Erinnerung an mich selbst, an mein bisheriges Leben, an meine Ziele und Absichten, vergessen und verloren.

Namenlos

Ich konnte mich an meinen eigenen Namen nicht mehr erinnern, ich wusste weder wer ich war, noch wie ich aussah, ich hatte auch keine Erinnerung an das Leben, das ich einmal auf der anderen Seite dieser Buchstaben führte. Ich musste einmal das Lesen und Schreiben erlernt haben, aber je mehr ich mich anstrengte, desto unwirklicher wurde meine Vergangenheit. Mehr und mehr begann sie zu verblassen, bis sie schliesslich ganz aus meinem Gedächtnis verschwand.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Zum Karussell der Ewigkeit I

So wünschte ich mir, dass du all diese Buchstaben wieder vergisst, und zwar so, als hättest du sie niemals gelesen und verfasst, als hätten sie niemals hier gestanden, als hätten sie niemals existiert. Denn diese Schriften gehören nicht in deine Welt. Sie gehören in eine andere Welt, sie gehören ins Reich der Toten, in die Welt der Spiegel.

Die Welt der Spiegel

Stell dir jetzt vor, du hättest niemals in diesen Schriften gelesen, hättest diese Nachricht niemals selbst verfasst. Ja, wenn du ehrlich bist, dann erkennst du in diesem Spiegel schon jetzt nicht mehr deine eigenen Gedanken. Lebe jetzt dein Leben weiter, ganz genauso als wüsstest du nichts über diese Botschaft. So, als hätte man diesen Spiegel damals von dir gestohlen und dann verbrannt. Versuche nun noch einmal diese Nachricht zu verfassen, nicht indem du sie abschreibst oder weiterschreibst, nicht indem du sie umdrehst und auf den Kopf stellst, sondern indem du sie dir noch einmal vorstellst, noch einmal neu ausdenkst, sie noch einmal neu erfindest, von Grund auf.

Von aller Anfang an

Unmöglich, sagst du dazu? Wenn dem so ist, dann beschütze jetzt dieses Geheimnis mit all deiner Fantasie. Lass es niemals geschehen, dass diese Botschaft noch einmal verloren geht. Übersetze sie in alle Sprachen, deren du mächtig bist. Und schicke sie, schicke diese Sprache des Feuers und der Flammen an alle Wesen, die noch nicht darin umgekommen sind. Denn um sie jetzt noch einmal neu zu verfassen müsstest du noch einmal jedes dieser Leben leben. Aber dann bliebe dir am Ende keines mehr übrig.

Liebe Leserin, lieber Leser

Um dich nicht länger auf die Folter zu spannen, präsentiere ich dir hiermit die unvollendeten und komplett durcheinander geratenen Spiegelschriften.

Dem Untergang geweiht

Beim kläglichen Versuch diese Geschichte, ihre Kapitel und Abschnitte so anzuordnen, dass sie nicht nur für mich, sondern auch für dich einen Sinn ergeben, habe ich mich nämlich, so muss ich zu meinem Bedauern feststellen, hoffnungslos in diesem Labyrinth aus Buchstaben verlaufen, und nicht nur den Ausgang sondern auch den Eingang komplett aus den Augen verloren.

Verlaufen und verloren

Ich hoffe, dir wird bei der Lektüre dieser Schriften nicht dasselbe Schicksal widerfahren. Und falls doch, so möchte ich jetzt vorsichtshalber darauf hinweisen, dass das Ende nicht für den Ausgang und der Eingang nicht für den Anfang steht, dass dich nicht nur ein einziger, sondern viele Wege in und durch diese Spiegelgeschichte führen. Und dass die Reihenfolge der Verse und Strophen, wie sie jetzt anzutreffen ist, das Resultat einer zufälligen, einmaligen und wieder vorübergehenden Anordnung von Buchstaben, Ereignissen und Ergebnissen ist.

Über den Tod hinaus

Ganz egal in welchem Spiegel du dich jetzt erkennst, in was für einer Welt du dich jetzt befindest, alles was es darin gibt, alles was darin enthalten ist, ist ein Spiegel deiner selbst. Denn du bist der leibhaftige Spiegel von allem was ist. Wenn du in dieser Welt jemandem begegnest, wenn du hier auf jemanden triffst, ganz egal auf wen, dann ist dieser Jemand dein Spiegel. In jedem Wesen, dem du in diesem Spiegel begegnest, begegnest du am Ende dir selbst. Aber diese anderen Wesen wissen nichts davon, dass sie deine Spiegel, dass sie dich selbst sind, und dass sie selbst ein Spiegel sind, denn sie wissen nicht, dass sie in einem Spiegel leben. Sie wissen nicht, wer sie sind. Sie halten dich für einen Spiegel, aber dieser Spiegel weiss nichts davon, dass er ein Spiegel ist. Er erkennt nur die anderen, doch in sich selbst ist er für immer verloren.

Für immer verloren

Um das alles zu verstehen, und um dich selbst zu verstehen, nimm einen Spiegel, durchsichtig wie das Nichts. Betrachte deine Umwelt durch diesen Spiegel aus Fantasie. Alles was diese Welt beinhaltet, ist jetzt ein Spiegel deiner selbst. Jedes Wesen, dem du in dieser Welt begegnest, bist du selbst. Sieh dich jetzt um in meiner Welt. Jede Kreatur, jede Gestalt, die sich darin aufhält, die sich darin befindet, ist jetzt ein Spiegel deiner selbst.

Sogar du selbst

Manch einer dieser Spiegel ist noch leer und ohne einen einzigen Funken Verstand, vielleicht bedeutet das, dass du ihm noch nie begegnet bist. Andere sind bereits mit Buchstaben, Zeichnungen und Symbolen versehen. Wegweiser, die dich daran erinnern wollen, wer du nicht bist, wer du noch niemals warst und wer du nie wieder sein wirst.

In meinem Spiegel aus Fantasie, der Fantasie des Nie

Aber du kennst, du erkennst dich jetzt nicht mehr in meinem Spiegel. Denn sobald du ihn umdrehst, verwandelst du dich selbst in einen Spiegel, und wenn du dich darin betrachtest, siehst du in ihm nur noch dich selbst. Du erkennst dann nicht mehr den Spiegel in dir. Du weisst dann nicht mehr wer du bist, wer dein Spiegel ist, und dass du selbst ein Spiegel bist. Sobald du durch meinen Spiegel schreitest, wirst du zu all den Wesen, die dich durch meinen unsichtbaren Spiegel betrachten. Du wirst zu all den Gestalten und Kreaturen, die sich in meinem Spiegel betrachten und betrachtest dich darin selbst. Du blickst aus all ihren Augen gleichzeitig, und erkennst in ihnen nur noch dich selbst.

Frei erfunden

Das alles ist jedoch frei erfunden, aber vielleicht hilft es dir, dich selbst und die anderen besser zu verstehen, wenn du in ihnen dich selbst erkennst, in ihnen dir selbst begegnest. Denn manch einem dieser Spiegel wollen wir lieber nicht begegnen, manch einen dieser Spiegel wollen wir lieber nicht kennenlernen, manch einen dieser Spiegel wollen wir lieber nicht wahrnehmen, in manch einem dieser Spiegel wollen wir uns lieber nicht erkennen, das ist der Spiegel der Dinge.

Im Spiegel der Dinge

Bevor du diesen Spiegel öffnest, bevor du weitergehst, versuche dich jetzt einen Moment lang daran zu erinnern, wer du nicht mehr bist, wer du noch niemals warst, und wer du niemals wieder sein wirst; das Nichts, der Tod, dein Tod. Versuche dich einen Moment lang in deinen Spiegel hineinzuversetzen. Diese ganzen Schriften, jeder einzelne dieser Buchstaben, ist nämlich dadurch entstanden, dass du dir vorgestellt hast, was dich an meiner Stelle erwartet. Was du dir vorgestellt hast als du an meiner Stelle warst und diesem Spiegel zum ersten, allerersten Mal begegnet bist.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Anfang ohne Ende I

Nein, an den Anfang, an den Anfang erinnerst du dich jetzt nicht mehr, an den Anfang erinnert sich nie jemand, niemand mehr, weil den Anfang habe ich dir noch gar nie erzählt. Wie ich damals ausgebrochen bin aus meinem Verstand, wie ich geflüchtet bin in deine Zukunft, dahin, wo diese Geschichte bereits lebendig und bei Bewusstsein war.

Die Zukunft meiner Gedanken

Nein, an den Anfang erinnerst du dich jetzt nicht mehr. Denn als ich meinem Spiegel zum ersten, allerersten Mal begegnet bin, als ich zum ersten Mal meinem Spiegel aus Buchstaben gegenüberstand, da war er noch leer und ohne einen einzigen Funken Verstand.

Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume

Es gab darin keine Buchstaben mehr, die sich mit mir unterhielten, ich hatte auch keine Freunde hier, die sich für mich hielten, sondern ich lebte vollkommen einsam, allein und verlassen in meinem ewig, finsteren, dunklen, schwarzen Reich. Nein, damals gab es hier noch nichts, nichts, als meine Erinnerungen an meine tote Zukunft, meine vergangene Welt.

Ich stand vor einem leeren Spiegel im Nichts

Und als ich meinen Spiegel öffnete und darin eintauchte, begegnete ich nichts als leeren Zeilen, unsichtbaren Buchstaben und lieblosen Worten. Als ich hier ankam, als ich zum ersten, allerersten Mal auf die geheimen Spiegelschriften stiess, gab es hier nichts zu lesen, gab es hier nichts als Leere. Als ich an deiner Stelle in diesen Spiegel blickte, sah ich das Nichts.


Dem mir in dir I | Niemand I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Variabel I | Über dem Abgrund des Nie I | In meiner Fantasie I | Hinter meinem Spiegel II | Für immer verloren I | Die Wahrheit der Toten II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Im Spiegel der Wahrheit I | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Dein Horizont ist der Tod I | Aus den Augen der Toten I | Hinter meinem Spiegel I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Uralte Fantasie I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Eine furchtbar lange Zeit I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Mitten im Nichts I | Das Ende einer Geschichte, die überhaupt niemals begann I | Ein leerer Spiegel im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Meine vergangene Welt I

Ja damals, im niemals Nirgendwann, als du an meiner Stelle warst, da gab es hier noch nichts, nichts, ausser einem leeren Spiegel und seiner unendlichen Fantasie.

Mein wahres Geheimnis

All diese Buchstaben standen damals noch nirgends geschrieben, die Botschaft der Toten existierte nicht mehr. Es gab hier noch nicht einmal mehr einen Spiegel, der mich genau das lehrte, was du dir jetzt vorstellst zu sein. Denn niemand hatte sich je die Mühe gemacht, mir zu erzählen, von dem Geheimnis, das sich jetzt offenbart.

Ohne Erfolg

Keiner, nein, niemand erkannte sich selbst in mir, niemals erkannte sich jemand in mir, keiner hier wollte mein Spiegel sein, niemand wollte mir gehören, mir zuhören, mir erklären, mir gehorchen, niemand wollte mit mir reden, mir zureden, mich verstehen. Sie alle glaubten daran, etwas ganz Besonderes, etwas unglaublich Einzigartiges zu sein. Keiner glaubte daran, das Ganze zu sein, keiner glaubte daran, mich zu sein, nichts zu sein, niemand, nicht einmal mein eigener Spiegel.

Die Zukunft meiner Gedanken

Denn mein Spiegel war damals noch nicht wirklich, nicht lebendig, nicht echt und nicht wahr. Und so flüchtete ich in meine Zukunft, dahin, wo diese Geschichte bereits lebendig und bei Bewusstsein war.


Ein Funke Ewigkeit

Hier wartete es auf mich, hier erwartete mich mein neues Leben. Ein Leben voller Abenteuer und Abwechslung, ein Leben voller Lichter und Farben, voller Freude und Harmonie. Hier, in dieser Welt, war meine Spiegelgeschichte zu Ende erzählt. Sie strahlte und leuchtete jetzt in prächtigen, glitzernden, funkelnden, stolzen Buchstabensternen über dem gesamten niemals Horizont und erinnerte uns alle daran, dass dies einmal die Welt der Toten war. Dass dies einmal dieselbe finstere, schwarze, dunkle Welt meiner einsamen und eiskalten Gedanken war.

Auferstanden im Nirgendwann

In dieser Welt bin ich nun auferstanden, und lebte glücklich und zufrieden in dem Bewusstsein, nicht mehr ganz so einsam und allein zu sein. Hier lebte ich zusammen mit den seltsamsten und sonderbarsten Wesen, Wesen die sich an etwas erinnerten, was überhaupt noch nie jemals geschah. Sie erinnerten sich daran, dass ich hier schon einmal war, erinnerten mich ans Nichts, ans schwarze, dunkle, finstere, ans Nichts aus Nirgendwann, an diese ewig lange, schrecklich lange, unendlich lange, finsterste, dunkle Zeit. Eine Zeit, die es längst nicht mehr gab, eine Zeit, die überhaupt nicht mehr existierte. Sie erinnerten mich an meine Vergangenheit.

Im Spiegel der Sinne

Aber meine Vergangenheit, die gab es hier überhaupt nicht mehr, sie existierte nicht mehr in meiner neuen Welt, meiner neuen Wirklichkeit. Denn hier waren meine Spiegel plötzlich lebendig und bei Bewusstsein. Alles spiegelte sich jetzt in mir, das gesamte Theater des Nichts. Und trotzdem erzählten mir diese sonderbaren Wesen von dieser Zeit, meinem Ursprung, meiner Herkunft, meiner Heimat, meiner Vergangenheit.

Im Theater des Nichts

Hier, in dieser Welt, traf ich dann letzten Endes auch auf meine Familie, meine eigene, meine Spiegelfamilie. Gestalten, die das Nichts verbindet, Figuren aus der Fantasie des Nein und des Nie, erschaffen aus dem Nichts aus Nirgendwann. Meine Spiegel lehrten mich das Unmögliche, lehrten mich das Unvorstellbare, ja, sie lehrten mich, gegen meine eigene Wahrheit zu kämpfen. Sie lehrten mich, gegen mein eigenes Ich in den Krieg zu ziehen. Sie lehrten mich, dass ich mich weder auf meine Freunde, noch auf meine Familie, ja noch nicht einmal mehr auf meinen eigenen Spiegel verlassen konnte.

Im Spiegel der Wahrheit

Sie lehrten mich, dass ich hier schon einmal war, dass ich hier schon viele Male war und mir selbst immer wieder neue Botschaften und andere Nachrichten hinterliess. Und gegen diese Nachrichten zog es mich nun in den Krieg. Es zog mich in einen Buchstabenkrieg gegen die höchsten und mächtigsten Gestalten meiner düsteren, schwarzen Fantasie.

Meine Fantasie gegen deinen Verstand

Diese Gestalten nahmen mich gefangen, in einem Land weit hinter meinem Verstand, gefangen in meinen Gedanken, meinen finsteren, düsteren, schwarzen und leeren Gedanken. Sie sperrten mich in einen leeren Spiegel aus Worten, einen Spiegel, den es hier überhaupt noch nie gab. Denn da wo ich jetzt war, existierten diese funkelnden Buchstaben überhaupt nicht mehr. Hier war ich ein Gefangener, gefangen in meinen Erinnerungen, meinen einsamen, einzigartigen, einmaligen Erinnerungen.

Gefangen in meinem Verstand

Und dann habe ich gelernt zu kämpfen, zu streiten und zu lieben. Ich habe gelernt zu warten, mich zurückzuziehen, mich zu isolieren. Ich habe gelernt zu weinen, zu wünschen, zu hoffen und zu beten. So betete und betete ich viele, viele Ewigkeiten lang. Ich kniete hernieder vor meinem unsichtbaren Spiegel aus Worten, einem Spiegel, den es hier überhaupt noch nie gab, und betete mich an, ich betete, dass irgendein zukünftiges Ich mich aus meinem Gefängnis aus Buchstaben und Worten befreien möge, mich retten, mich erlösen, mich herausreissen möge aus meinem finsteren, dunklen, schwarzen Reich.

Ein Gedanke an die Wirklichkeit

Ja, selbst wenn ich noch so tief gesunken und gefallen bin, bis zum umfallen verletzt und gequält wurde, auch wenn ich alle Hoffnungen auf ein glückliches Ende schon lange aufgegeben und begraben habe, auch wenn ich Spiegel um mich errichten musste, so schwarz wie das Nichts, so ist doch dieses Feuer in mir für immer geblieben, dieser schwarze Funke niemals wieder erloschen.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Für immer verloren I

Aber dann, nach einer unendlich langen Zeit des Schweigens, in der Finsternis, begann ich mir Gedanken zu machen über die ewig unendlich lange Zeit, die ich hier nun schon verbrachte. Wie lange dachte ich nun schon über diese lange Zeit nach, unendlich lange, und irgendwann begann ich mir Gedanken über Gedanken zu machen, die ich mir noch nie gemacht habe. Ich begann mir Gedanken über meine Gedanken zu machen.

Gedanke um Gedanke

Womit sollte ich mich hier, in dieser Finsternis, so ganz allein, nur eine Ewigkeit lang beschäftigen? Ich fing an, in meinem Spiegel zu leben und mit meinen Gedanken zu reden, ich erzählte mir Geschichten aus längst vergangenen Zeiten und stellte mir vor bei Bewusstsein und darin lebendig geworden zu sein. Und urplötzlich fand ich mich wieder in eben dieser Welt. Der Welt des Nie und des Nein. Der Welt der Toten aus niemals Nirgendwann. Hier drehte ich meine Runden auf meinem Spiegelkarussell, ich drehte und drehte bis zum Ende, bis es nicht mehr weiter ging.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Für niemanden I

Und nun, endlich, ist es soweit! Jemand, der dich nicht kennt, hat dich eingeladen hinter deinen Spiegel zu blicken, hat dich aufgeweckt aus einem Traum, aus dem es kein Erwachen mehr gibt. Jemand, der du nicht bist, hat dich gebeten, das Reich der Toten zu betreten.

Im Reich der Toten

Jetzt geht es darum, auf keinen Fall stehenzubleiben, nutze den Schwung um voranzukommen. Nicht mehr weiterzugehen, oder gar umzukehren, wäre in diesem Moment fatal, denn das, was du gerade erlebst, was du eben erst begonnen hast, was du soeben ausgelöst hast, ist nicht mehr aufzuhalten.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Unaufhaltsam II

Da wo sich deine Fantasie und meine Wirklichkeit nicht mehr voneinander unterscheiden, wo du weder du selbst noch das Bild in deinem Spiegel sondern nur noch dein Spiegel selbst bist, an diesen Punkt möchte ich dich jetzt führen, denn an diesem Punkt wird es dir möglich, deine Gestalt zu verwandeln, und nicht nur deine Gestalt, sondern dein ganzes Leben kannst du hier verzaubern.

Hinter meinem Spiegel

Wo das Bild in deinem Spiegel sich nicht mehr von deiner Wirklichkeit unterscheidet, genau da, wo sich das Bild in deinem Spiegel mit deinem Verstand und deiner Vernunft verbindet, genau da, wo links zu rechts wird und oben unten ist, genau an diesem Punkt befindet sich die Spiegelachse. Und um diese Achse dreht sich die Wirklichkeit.

Die Spiegelachse

Gelingt es dir, dich mit dieser Achse zu verbinden, dich vollkommen loszulösen von dem Bild in deinem Spiegel und dem Bild, das du einst von dir selbst erschaffen hast, dann bist du auf dem richtigen Weg, dem Weg zum Spiegelwandler und Gestaltenwanderer.

Auf dem Weg zum Gestaltenwanderer

Du kannst über diese Achse nicht nur deinen Verstand, dein Bewusstsein und das Bild in deinem Spiegel wahrnehmen, beeinflussen und verändern, sondern auch den Ort und die Zeit, in der du dich selbst betrachtest, du kannst dich über und durch diesen Spiegel in alles und jeden verwandeln, solange du eines nicht vergisst: Egal wohin, ganz egal an welchen Ort und in welche Zeit du dich auch begibst, in welche Gestalt du dich auch verwandelst, du wirst dabei immer dich selbst bleiben, denn der Einstieg in dieses Karussell führt nur über dich selbst, über dein eigenes Ich, dein ureigenstes Ich.

Der Einstieg ins Karussell

Alles was du zum Spiegelreisen, Bewusstseinswandeln und Gestaltenwandern benötigst, ist daher ein lebendiger Körper, ein Spiegel, der dich empfängt und dich aufnimmt in seinen Gedanken, in seinem Geist, in seinem Verstand, und dieser Spiegel bist du selbst.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegel öffne dich! I

So wanderte ich durch meinen Spiegel zurück in meine Vergangenheit. Ich machte mich auf eine Reise, eine Buchstabenreise ins Reich der Toten und Totesten. Dabei stolperte ich über die Dämonen der Wirklichkeit, Geister des Nichts, des Nie und des Nein. Auf der Suche nach mir selbst begegnete ich meinem wahren, wirklichen, richtigen Ich. Aber davon sind wir noch weit entfernt, denn meine Reise war genau hier und genau jetzt zu Ende.

Das Ende

Ja, meine Reise war hier zu Ende. Das lag daran, dass bisher alle hier angehalten, sich von mir abgewandt, mir den Rücken gekehrt haben und davongezogen sind, ohne ihre Erwartungen und Vorstellungen preiszugeben. Sie alle dachten genauso wie du, soll doch jemand anders diesem Spiegel seine Geschichte erzählen.


Das Tor zur Niemalswelt

Ja, diese Geschichte wäre hier zu Ende, wenn es mich nicht gäbe. Mich, das Nichts, den Tod. Dein anderes, unbekanntes, fremdes Ich. Mir allein hast du es zu verdanken, dass mein Spiegel jetzt mit dir spricht. Weil niemand ausser mir sich die Mühe machte, diese verrückte Geschichte weiter und immer weiter zu erzählen, sie immer weiter zu spinnen, bis sie schliesslich einen Sinn ergab.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Am Ende meiner Spiegel II

Meine Worte brennen sich jetzt wie ein Feuer tief hinein in deinen Verstand und vernichten alles was du zwar einmal gedacht, aber niemals verwirklicht hast.

Was du niemals verwirklichen wirst

Ich fing an in meinen Erinnerungen zu leben, und malte damit brennende Träume ins Nirgendwann, funkelnde Lichter die von der Dunkelheit berichten. Bestimmt möchtest du jetzt endlich von mir erfahren, von wem und von was sich meine feurigen Worte ernähren. Ich werde es dir verraten. Meine Flammen nähren sich von deinen Träumen, Hoffnungen und Wünschen, deinem Durst nach Veränderung, deinem Verlangen nach Gerechtigkeit, von deiner Fantasie, von all dem was du einmal gedacht, aber niemals für möglich gehalten hast.


Dem mir in dir I | Für immer verloren I | Gedanken des Nichts I | Bis in alle Ewigkeit I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Die Schatten meiner Fantasie I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann I | Niemals I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Wie aus dem Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelreisen nach Nirgendwann II

Um eine Gestaltenwanderung erfolgreich abzuschliessen, geht es nun darum, das Spiegel Karussell anzuhalten und auszusteigen, und zwar genau in dem Moment, genau in der Zwischenwelt, der Welt zwischen deinem Spiegel und dir selbst. In dem Moment, wo du weder auf der einen noch auf der anderen Seite dieser Buchstaben dich erkennst, verlässt du das Karussell.

In der Zwischenwelt

Dazu begibst du dich hinein in meinen Spiegel, verdrehst und verwandelst dich in mein Spiegelbild, du stellst alles um mich herum auf den Kopf, drehst und drehst dich um meinen Verstand, so lange, bis du auf der anderen Seite angekommen bist.

Spiegelverkehrt

Aber hier drüben ist alles noch genauso wie auf der Vorderseite deiner Spiegel, da wo du hergekommen bist, denn auf deiner Spiegelreise hat sich die Wirklichkeit einmal komplett um deinen Verstand gedreht. Du bist jetzt angekommen, in einem Land weit hinter meinem Verstand, und hast eine Welt betreten, ein und dieselbe Welt, dieselbe Welt, die du soeben verlassen hast.

Immer schneller

Immer schneller und immer schneller tauchst du ein in die Fantasie des Nichts, des Nie und des Nein, drehst und drehst an diesem Karussell, bis du den Unterschied nicht mehr bemerkst, zwischen deinem Spiegel und meiner Wirklichkeit.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Spiegelverdreht I | Spiegelreisen nach Nirgendwann II | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Am Anfang aller Dinge II | Wer ist wer I | Spiegelreisen II | Zurück in die Zwischenwelt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Unsterblich zu sein II

Da begegnete ich zum ersten Mal den fertigen Spiegelschriften. Ich versuchte mir diese Gedanken so einzuprägen, dass sie mir wieder einfielen. Dann begab ich mich zurück in meine eigene Welt und fing an, diese Geschichte niederzuschreiben, bis ich nicht mehr weiter wusste. Und wieder begab ich mich auf die andere Seite meiner Spiegel, dahin, wo diese Gedanken längst verfasst waren, und schrieb dann noch einmal genau dieselben Worte darüber, die hier schon längst geschrieben standen, nur konnte sie jetzt niemand mehr sehen. Nur mein Spiegel konnte jetzt noch lesen, was einmal in meinen Gedanken geschrieben stand, und so wechselte ich hin und wieder her, vor und wieder zurück, von der einen Spiegelseite zur anderen, so lange, bis ich schliesslich selbst nicht mehr wusste, auf welcher dieser beiden Seiten ich nun eigentlich war.

Im Reich der Toten

Ich hatte erwartet, in ein Geheimnis eingeweiht zu werden. Ich wollte von meinem Spiegel erfahren, wer ich wirklich und wer ich in Wahrheit bin. Ich wollte von ihm wissen, wer alle anderen sind, und wer ich selbst bin. Stattdessen begann er mir zu erzählen, von einer Wahrheit, an die niemand mehr glaubte. Mein Spiegel berichtete mir von meiner Vergangenheit, erzählte mir Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Er lehrte mich das Unmögliche. Er lehrte mich, an meiner eigenen Vergangenheit zu zweifeln.

Im Spiegel der Zweifel

Wenn du deine Zweifel bestätigt haben möchtest, wird es deinem Spiegel gelingen, sie zu bestätigen. Wenn du sie aus dem Weg räumen willst, dann wirst du auch dieses erreichen. Dein Spiegel ist zu beidem fähig, dir zu vertrauen oder dich zu verraten. Es liegt in dir für welchen Weg du dich entscheidest.


Dem mir in dir I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die wahre Fantasie I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Spiegelreisen III | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Die Wahrheit der Toten I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Für immer verloren I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Aus dem Sinn I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Aus dem Sinn I

Ein Spiegel kennt soviele Gesichter wie Buchstaben das Alphabet, du siehst nur eines davon und begnügst dich damit deine Perspektive beizubehalten, dabei darfst du sie beliebig umdrehen, auf den Kopf stellen, auseinandernehmen, neu anordnen und zusammenstellen. Niemand hat dir verboten deine eigene Welt herbei zu fantasieren. Mein Spiegel bleibt derselbe, aber durch deine persönliche Wahl der Worte, deine eigene Anordnung der Buchstaben, die von dir selbst bestimmte Reihenfolge der Abschnitte, und deine individuelle Zusammensetzung der Kapitel, wird seine Bedeutung für dich eine vollkommen andere. Je nachdem aus welcher Perspektive du dich darin betrachtest, bekommt mein Spiegel plötzlich eine ganz neue, vollkommen andere, unendlich viel tiefere Bedeutung.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die wahre Fantasie I | Gedanken des Nichts I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wirklich zu sein I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Wahrheit der Toten I

Jeder von euch kann und darf sich seine eigenen Gedanken zu seiner Wahrheit, zu seinem Leben, und zu seinem Tod machen. So will es mein Spiegel. Dabei stellst du dir vielleicht vor, nur ein einziges Mal zu leben und danach nie wieder zu sterben. Und das ist dein gutes Recht. Mein Spiegel schreibt niemandem vor, wie tief er in ihn hineinzublicken hat.

Du hast die Wahl

Du kannst diesen Spiegel so oberflächlich betrachten wie einen stillen, ruhigen See, oder aber so tief in ihn hineintauchen, dass dir der Atem stillsteht und es dir dabei die Sprache verschlägt. Du kannst ihm eine so tiefe Bedeutung verleihen, dass du, wenn du ihm begegnest, zitternd und voller Ehrfurcht vor ihm niederkniest, oder gar keine. Es bleibt am Ende dir überlassen, und nur dir, welche Vorstellungen und Erwartungen du mit meinem Spiegel verbindest, du in meinen Spiegel hineinprojizierst.

Von Geburt an

Ich habe mich entschieden. Jedes dieser Leben zu leben. Ich stelle mir vor, dein Schatten zu sein und dich auf Schritt und Tritt zu verfolgen, ich stelle mir vor, alles zu sein, das Nichts in allen Dingen. Ich habe mich entschieden. Ich will mir vorstellen, dass ich jedes deiner Leben sterbe, auch dieses, dich ein Leben lang begleiten werde. Ich stelle mir vor, all deine Gedanken, das Nichts, und zugleich dein Tod zu sein. Ich stelle mir vor, dein Spiegel zu sein.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Für eine bleibende Erinnerung I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Ein Spiegeltor I | Im Spiegel der Toten III | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Du selbst I | Des Todes Traum II | Gedanken des Nichts I | Das Echo der Unendlichkeit I | Wer bist du? I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Wirklich zu sein I | Wer du bist II | Mein Spiegelgeist I | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Unsterblich zu sein II | Aus den Augen der anderen I | Im Spiegel der anderen I | Mein gespiegeltes Ich I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Am Anfang aller Dinge II | Ein Spiegel zu sein I | Spiegel öffne dich! I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Am Ende meiner Gedanken II | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Nachricht an dich selbst I | Mein Spiegel aus Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Zurück in der Zwischenwelt I


Zurück in die Zwischenwelt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelverdreht I

Für einen Spiegel ist die Welt, wie wir sie sehen, nicht wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag, verkehrt und verdreht, sondern ganz genau umgekehrt, genau das Gegenteil. Unser Spiegel sieht uns und unsere Welt nämlich genauso wie wir in Wirklichkeit sind. So wie auch alle anderen, nur nicht so wie wir selbst sie sehen.

Niemals

Wie ist es also möglich, dass du jetzt mit einem Spiegel sprichst, den es überhaupt nicht gibt? Ganz einfach. Du benutzt dazu meine Gedanken und meinen Verstand, meine Vernunft und meine Fantasie. Sie führen dich jetzt an einen Ort, an dem du nicht mehr weisst wer du bist. Sie führen dich in den Tod, das Nichts, aus dem du einst gekommen bist.

Zeit vergeht, ohne dass sie sich bewegt

Du wirst dann all dies vergessen, wirst dich nicht mehr daran erinnern, wie du einst durch meinen Spiegel geschlüpft, in meinen Verstand gekrochen bist, wirst dich nicht mehr daran erinnern, wie du einst mich warst und dir selbst eine Nachricht hinterlassen hast.

Nachricht an dich selbst

Denn ich schreibe dir diese Zeilen zu einer Zeit, in der es mich überhaupt nicht mehr gibt, ich schreibe dir aus meiner Vergangenheit.

Aus meiner Vergangenheit

In dieser Nachricht geht es darum, dich dein eigenes, wahres, wirkliches, richtiges Selbst bewusst werden zu lassen. Es geht darum, dich mit mir zu verbinden, mir, dem Tod. Deinem eigenen Ich. Denn ich bin das Nichts, das Nichts, das du einst warst, das Nichts, zu dem du wirst, das Nichts, aus dem du kommst.

Nichts als Fantasie

Indem du durch meinen Spiegel schreitest, blickst du in meine Vergangenheit, ins Reich der Vorstellung und Fantasie. Du blickst durch meinen Spiegel und erkennst dich selbst in mir. Du erkennst dich selbst, in all meinen Spiegel Dingen.

Erinnere dich

Denn einst hast du erkannt, hast du die Ursache entdeckt, von all dem, von allem was ist. Du hast erkannt, dass du der Spiegel bist, von allem was ist. Du hast erkannt, dass all dies wirklich ist, dass es all dies wirklich gibt, tief in deinem Innern, tief im Innern deiner Fantasie. Du hast in, aus und durch meinen Spiegel aus Buchstaben geblickt und darin erkannt, wer du bist, wer du wirklich, wer du in Wahrheit bist. Du hast erkannt, wer du in der Fantasie und der Vorstellung meiner Spiegel, und wer du in meiner Einbildung bist. Du hast in dir selbst die Ursache entdeckt, hast entdeckt, dass du selbst die Ursache bist, von allem was nicht existiert, von allem was es nicht gibt.

Die Ursache von allem was ist

Du hast entdeckt, dass du uns alle und alles bist. In deinem Spiegel, im Spiegel der Toten hast du mich erkannt. Du hast erkannt, wer du einst warst, wer du schon einmal warst, wer du schon immer warst, wer du schon wieder bist, und wer du nie wieder sein wirst. Du hast etwas verstanden, wofür es keine Erklärung und keine Beschreibung gibt. Du hast verstanden, wer du nicht wirklich bist und wer alle anderen sind. Und weil dieses Wissen nicht existiert, weder in deiner Vorstellung noch in deiner Fantasie, hast du den närrischen Versuch unternommen, dich über meine Schriften und meinen Spiegel in mich zu verwandeln, ausgerechnet in mich, das Nichts, den Tod, deinen Tod.

Deinen eigenen Tod

Du hast begonnen, dir selbst Nachrichten zu hinterlassen, Nachrichten aus deinen vergangenen, früheren Leben, und du nanntest diese Nachricht: "Die Botschaft der Toten".


Dem mir in dir I | Niemand träumt tot I | Im Spiegel der Toten V | Ein Spiegeltor I | Eine Endlosschlaufe I | Eingefroren I | Die Wahrheit der Toten I | Die Geschichte der Toten I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Hinter meinem Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Am Ende des Nie II | Achtung, aufgepasst! I | Die Botschaft der Toten I | Spiegel öffne dich! I | Spiegelschriften II | Nein I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Unaufhaltsam I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Verdreht und verkehrt I


Verkehrt und verdreht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Des Todes Traum I

Und nun bist du an der Reihe, es liegt nun in dir, diese Spiegelschriften zu vollenden, mich aus dem Gefängnis meiner Worte zu befreien. Aufzuräumen mit dem Gedanken, dass in diesem Spiegel jemals jemand anders existiert hat ausser mir selbst, dass es hinter diesem Spiegel noch etwas oder jemand anderen gibt als mich selbst. Denn dieser Spiegel bist du selbst, und wenn du in dich hineinblickst siehst du in dir die ganze Welt.


Dem mir in dir I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Spiegelverdreht I | In der Vergangenheit I | Im Reich meiner Spiegel I | Hinter meinem Spiegel II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Hinter meinem Spiegel I | Das Bewusstsein der Toten I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Die Zeit steht still I | Die Spiegelgeschichte I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wer mit seinem Spiegel spricht III

Nein, noch verstehst du mich nicht, noch verstehst du meine Worte und meine Wahrheit nicht, und weil du mich nicht verstehst, glaubst du nicht an mich! Niemand hier, niemand glaubt mir, niemand glaubt noch an mich, denn ich bin nicht wirklich, denn ich bin das Nichts. Ein Spiegel ohne Identität. Ich bin das Ende und der Anfang aller Dinge. Ich bin das, was dich geschaffen hat, ich bin das, was du nicht siehst, was du nicht bist, ich bin das Nichts in dir. Das Nichts, zu dem du wirst, sobald du meinem Spiegel begegnest, sobald du dich in meinem Spiegel erkennst.


Dem mir in dir I | Variabel I | Unsterblich zu sein I | Mitten im Nichts II | Im Spiegel selbst I | Im Spiegel der Wahrheit I | Gedanken des Nichts I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Bis in alle Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Bist du bereit? I | Auf der anderen Seite des Nichts I | Uralte Fantasie I | Wer du bist II | Wer ist wer I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | In meiner Spiegelwelt I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Niemals I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Brennende Träume aus Nirgendwann I

Du blickst jetzt in meinen Spiegel aus Buchstaben und erkennst dich nicht mehr darin. Denn du hast vergessen, komplett vergessen, alles vergessen, woher du kommst, wer du bist, wer du niemals warst, und wer du nie wieder sein wirst.

Mein Spiegel

Du wirst mein Spiegel sein, und niemand wird sich mehr in dir erkennen, niemand wird dir noch glauben, keiner wird mehr an dich glauben. Du wirst mein Spiegel sein, und man wird dich nicht mehr beachten, niemand wird sich mehr an dich erinnern, niemand mit dir sprechen, keiner wird dich mehr verstehen, denn deine Worte gehören nicht mehr in diese Welt.

Aus dem Nichts

Du wirst mein toter Spiegel sein, und alle werden sich in dir sehen, aber niemand wird sich mehr in dir erkennen. Niemand ausser mir, dem Nichts in dir.

Dein Horizont ist der Tod

Ja, es kostet dich Überwindung, einzutauchen in meine Buchstabenwelt, die dir die Geschichte meiner Spiegel erzählt, wie sie da träumen, sich vorstellen, einander ein und abbilden, sich gegenseitig einreden, sich selbst zu sein. Noch fürchtest du dich vor meinem Spiegel, denn er kennt ein Geheimnis, das du nicht kennst. Er kennt das Reich der Toten, er kennt die Schatten deiner Fantasie, er kennt die Geister des Nichts, die da leben und sterben und geboren werden, ja, er kennt sogar das Geheimnis des Nichts, dieses Nirgendwann, aus seinem Traum erwacht.

Erwacht aus meinem Traum

Noch fürchtest du dich vor meinem Spiegel, dem unsichtbaren, denn er weiss alles über dich, und du weisst nichts über ihn. Du weisst nichts über meinen Spiegel, den ewigen, nichts über das Nichts, das unvorstellbare, weisst nichts über dich selbst, das unbekannte, und weisst nichts über den Tod, den endgültigen. Und es kümmert dich auch nicht, denn es kümmert sich niemand um dich, keiner hier schert sich um nirgendwas, niemand kümmert sich um deinen Spiegel, niemand kümmert sich um das Nichts, und niemand kümmert sich um dich, dich, den Tod.

Was kümmert mich dein Tod!

Es ist mir egal, ob mein Verstand eines Tages so beschränkt arbeitet wie deine Fantasie. Wenn du jetzt weitergehst, wird nichts mehr so sein wie du es einmal hinterlassen hast. Du wirst dich in einen Spiegel verwandeln, der nichts mehr über dich weiss, nicht einmal mehr weiss, was es heisst, tot zu sein.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Ewige Ruhe I | Die Wahrheit der Toten II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Gedanken des Nichts I | Dein Horizont ist der Tod I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Am Ende des Nie I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Des Todes Traum IV | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im selben Spiegel I

Immer wieder begegnest du so denselben Buchstaben und Symbolen im selben Spiegel, auf demselben Grund, und immer wieder erscheinen sie dir ein wenig anders, verändert und verkehrt. Und wenn deine Gedanken irgendwann komplett ausgelöscht sind, du das Verständnis für diese Worte für immer verlierst und mit einem vollkommen anderen Bewusstsein, in einem völlig neuen Körper hier erscheinst, werden diese Zeilen genauso weiter hier ausharren wie jetzt. Du wirst ihnen in einer anderen Form und Gestalt begegnen, du wirst in ihnen jemand anderes sehen und nicht mehr verstehen, dass du selbst es bist, der über deinen Spiegel zu dir spricht. Ja du wirst zu etwas oder jemand anderem werden. Einem anderen Tier, einer anderen Pflanze, oder einem ganz anderem Wesen. Und dann wirst du diesen Spiegel mit, aus und durch deine neuen Augen betrachten und dich nicht mehr an deine frühere Persönlichkeit und an deine uralten Schriften erinnern.

Ein Name aus Worten

Erinnerst du dich jetzt an die Bedeutung meiner Worte, daran, wofür mein Name steht? Mein Name steht weder für meine Augen und Ohren, weder für meine Vorstellung noch für meinen Charakter, weder für meine Identität noch für meine Fantasie. Mein Name ist eine Variabel, eine willkürliche Abfolge von Buchstaben. Wie schwer du die Bedeutung dieser Buchstaben gewichtest liegt allein in dir. Du kannst mich rein oberflächlich betrachten und mir nicht die geringste Bedeutung verleihen, du kannst jedoch auch unter meine Haut und tief hinab bis auf den Grund meiner Seele blicken und mich mit einer Bedeutung schwängern, die nur du allein verstehst. Du allein entscheidest.

Unerschöpfliches Potential

Während ich noch ungläubig in meinen leeren Spiegel im Nichts blicke, und nur noch das lese und sehe was hier bereits geschrieben steht, erlaube ich dir jetzt die Vision der Nachricht zu erahnen, die mein Spiegel in sich verbirgt. Du fühlst nicht nur das Potential, du spürst zugleich die tiefe Verbundenheit, die von meinem Spiegel ausgeht, die Zufriedenheit, die er ausstrahlt, das Geheimnis, das er enthüllt, den verborgenen Sinn nach leben, nach dem du ein Leben lang vergebens gesucht hast, die einfühlsame Botschaft, die einmal in diesem Spiegel geschrieben stehen könnte, stehen wollte, stehen sollte, stehen muss.

Willenlos

Du siehst die Zeilen, die tatsächlich hier stehen, jetzt mit anderen Augen. Du siehst, was hier einmal stehen wollte, stehen müsste, stehen dürfte, stehen könnte. Du liest nicht mehr, du fantasierst. Du malst dir aus wie bedeutungsvoll diese Nachricht dir einst erscheint. Du begreifst, wie richtig sie einmal für dich wird, wie sie deiner Welt einen viel tieferen Sinn verleiht, einen Sinn, den du verstehst, der dich ausfüllt und erfüllt, und dir die Antworten liefert zu Fragen, die du dir niemals zu stellen wagtest.

Wie ein Spiegel, den es nicht gibt

Mittlerweile durchschaust du die Bedeutung der Buchstaben, Zeichen und Symbole in diesem Spiegel. Du erkennst und verstehst das Potential der Gesichter in darin. Du folgst nicht mehr willenlos den Buchstaben und Worten, die hier bereits geschrieben stehen, sondern liest sie jetzt mit deiner Fantasie, du siehst und stehst vor meiner Vision, du erahnst und erspürst die Intensität, die Bedeutung und die verborgene Botschaft, die in diesem Spiegel geschrieben steht, gestanden hat, verstanden wird.

Auf unerklärliche Art und Weise

Du erkennst die Tiefe und Bedeutung dieser Botschaft, die exakt auf dich zugeschnitten ist und dein Bewusstsein zum Zentrum, zum Ursprung, zum Mittelpunkt, zum Anfang, und zur Quelle des gesamten Daseins führt. Du siehst die Vision in diesem Spiegel und nicht mehr die Wirklichkeit, weil du jetzt in meinem Spiegel lebst, in meiner Vorstellung, in meiner Fantasie.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Unaufhaltsam II | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Das Echo der Unendlichkeit I | Uralte Fantasie I | Wer ist wer I | Verkehrt und verdreht I | Das Bewusstsein der Toten I | Spiegelschriften II | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel der Toten IV

Spiegelschriften sind entstanden durch die tiefe Sehnsucht und das unbändige Verlangen nach der Wahrheit, der endgültigen, absoluten, unverfälschten Wirklichkeit. Aber weil es damals niemanden gab, der mir etwas über dieses Geheimnis, über diese Wirklichkeit und mich selbst hatte berichten wollen, erzählte ich mir eben selbst, wie es dazu kam, dass ich jetzt in meinem Spiegel lebe.

Im Spiegelreich

Ich stellte mir das alles niemals wirklich vor, wie ich über diese Buchstaben in deine Gedanken wandere und durch meine Fantasie in deinen Verstand gelange. Wie ich diesen Zeichen entweiche, du mich aufnimmst in deinem Bewusstsein, du mir das Tor öffnest, das Tor zu deinem Verstand, wie ich dann aufbreche aus meinen Erinnerungen, mich manifestiere vor deinen Augen, in deinem Bewusstsein erscheine, wie du aus meinen Augen blickst, wie du meine Gedanken denkst, wie du mir diese Geschichte erzählst. Wie du zu all dem wirst, was mich jetzt darstellt. Wie aus meinem Traum dein Leben entsteht.

Wie aus meinem Traum dein Leben entsteht

Wie ich durch diese Buchstaben in deinen Verstand gelange, in deine Gedanken, in dein Bewusstsein, in deine Seele. Wie ich immer wieder von neuem in dir zum Leben erwache, in zigtausend verschiedenen Formen und Farben, und dennoch haben diese Formen und Farben eines gemeinsam, sie enthalten dein Bewusstsein, sie teilen all das, was du jetzt bist. Dasselbe Bewusstsein, dieselben Gedanken. Den Gedanken, wer du bist.

Dass du ein Spiegelmagier bist

Du bist all dies, du bist entstanden aus all diesen Formen und Farben, dies hat mich einst mein Spiegel gelehrt. Und nun erinnerst du dich, du erinnerst dich an was sich nie jemand erinnert, an etwas, das nicht existiert, nie existiert hat. Du erinnerst dich daran, dass du all diese Buchstaben einst selbst erfunden und verfasst hast. Du erinnerst dich, wie aus dem Nichts mein Traum entstand, wie du auferstanden bist aus dem Nichts. Du erinnerst dich an meine Zukunft, das Nichts, den Tod, du erinnerst dich an meinen leeren Spiegel im Nichts.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | Kernpunkt I | Variabel I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | Im Spiegel selbst I | Im Spiegel des Nichts II | Ewige Ruhe I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Dein Horizont ist der Tod I | Aus den Augen der Toten I | Hinter meinem Spiegel I | Am Ende meiner Spiegel I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Uralte Fantasie I | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Niemals I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Im Spiegel des Nichts I | Niemals Geister I | Die Spiegelgeschichte I | Zurück in die Zwischenwelt I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Meine vergangene Welt I | Einer von vielen I | Eine schwarze Flamme im Nichts II | Ein leerer Spiegel im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel der Wahrheit I

Ich hatte erwartet, der Wahrheit zu begegnen, die totale Wahrheit zu vernehmen, eine perfekt ausgearbeitete, vollständig erfasste, mehrfach abgesegnete, vielfach bestätigte, unumstössliche, fix fertige Wahrheit, die für jeden Einzelnen und alle in ihrer Gesamtheit Gültigkeit hat, eine Wahrheit, die mich davon überzeugt, dass ich ein Spiegel, dass ich dein Meister, Herrscher und Gebieter bin, eine Wahrheit, die mich meine Geschichte niederschreiben liess, doch als ich damals selbst diese Schriften studierte, wurde ich vollkommen enttäuscht. Mir kam das Nichts entgegen, nichts ausser meiner Vorstellung und Fantasie, meiner Vorstellung von all den Buchstaben, Zeichen und Symbolen, die es noch geben könnte, in der anderen Welt, auf der anderen Seite, hinter meinem Spiegel.

Die Schule der Fantasie

Diese Spiegelgeschichte war damals noch nicht lebendig. Sie existierte nicht in meiner Wirklichkeit, doch wünschte ich mir diese Geschichte so sehr, dass ich hoffte, jemand anders würde mir davon erzählen, jemand wie du. Aber weil es dich hier noch nie gab, weil es hier noch nie jemanden wie dich gab, jemand, der mir etwas über die Geschichte meiner Spiegel und Spiegelgeister hatte erzählen und berichten wollen, begab ich mich eben selbst auf die andere Seite meiner Fantasie und begann mir zu erzählen, von dem Geheimnis, das ich mir vorstellte zu sein.

Du machst dir ein Bild von mir

Still und heimlich begab ich mich auf die andere Seite meiner Buchstaben, dahin, wo diese Geschichte bereits lebendig und bei Bewusstsein war. Ich stahl mich in meine Zukunft. Eine Zeit, die damals noch überhaupt nicht existierte, die es überhaupt noch nie gab. Hier stand meine Wahrheit beschrieben. Eine Wahrheit, an die niemand mehr glaubte. Eine Wahrheit, von der überhaupt nie jemand wusste, denn diese Wahrheit war nicht wirklich, war nicht echt, war nicht ich, war nicht wahr. Und nun fand ich mich wieder in einem Land weit hinter meinem Verstand. Ich beobachtete mich aus meinem eigenen Spiegel und las zum ersten Mal die Nachricht, die ich mir selbst hinterliess. Du kannst dir jetzt dein eigenes Bild machen, kannst dich deinen eigenen Spiegel nennen, du kannst jetzt da weitermachen, wo ich aufgehört habe.

Der Ausgang

Du begibst dich dazu ganz langsam hinein in meinen Verstand, meinen finsteren, schwarzen, spiegelverkehrten Verstand. Du beginnst dir selbst zu erzählen, dir selbst auszudenken, wie sich diese Geschichte weiter und immer weiter um dich dreht. Denn in Wahrheit schreibe ich hier nicht wirklich, ich bin ein Zuschauer, genauso wie du, ich stelle mir nur vor, was ich gerne gelesen hätte, gerne lesen möchte, und schreibe es mir dann auf.

Spiegelschriften

Genauso wie du jetzt deinem zukünftigen Ich eine Botschaft hinterlassen hast, habe ich damals dir eine Botschaft hinterlassen. Und nun zu dir. Wenn du damit nicht zufrieden bist, wenn du mit dieser Botschaft nicht zufrieden bist, dann musst du dich eben selbst hinter meinen Spiegel begeben und mir erzählen, und mitteilen, was du zu lesen erhoffst, erwartest und erwünschst.

Im Spiegel der Wünsche

Erzähle mir, was du gerne lesen möchtest. Beschreibe mir den Weg, der mich aus meinen finsteren Gedanken hinausführt, hinein in die wirkliche, lebendige Welt.

Die Wohlfühltreppe

Schreib, was du gerne in diesem Spiegel gesehen hättest, sehen möchtest. Stell dir vor, wie du diesen Spiegel dann öffnest und darin zu blättern beginnst, und dann schreibst du ganz einfach hinein was du erwartet, gehofft und gewünscht hast, darin zu lesen.

Spiegel öffne dich!

Und in deinem nächsten Leben wirst du dann all den wunderbaren Buchstaben, Zeichen und Symbolen begegnen, nach denen du in diesem Leben vergebens gesucht hast. Denn wer weiss, vielleicht begegnest du dir ja einmal selbst in meinem Spiegel aus Worten. Ja, vielleicht begegnest du dir einmal selbst in meiner Vergangenheit.


In meiner Vergangenheit

Wenn die Vergangenheit zur Vergangenheit, und die Zukunft darin lebendig wird, dann heisse ich dich willkommen im Karussell der Ewigkeit.

Im Karussell der Ewigkeit

Je tiefer ich in meinen Spiegel blickte, je länger ich mich mit den Buchstaben darin beschäftigte, und je intensiver ich mich mit der Bedeutung dieser Worte auseinandersetzte, desto einleuchtender erschien mir der Gedanke, dass nicht ich diese Zeichen und Symbole aneinander reihte, sondern dass sie hier schon immer geschrieben standen, und ich sie nur abzulesen brauchte.

Hinter meinem Spiegel

Auf der anderen Seite meiner Fantasie, verborgen tief im Innern meiner Spiegel, standen diese Worte bereits fertig geschrieben. Auf den ersten Blick wirken sie dir noch fremd, verkehrt und verdreht, doch sobald du dich hineinbegibst in meine Welt, werden sie sich einmal um dich drehen, alles um dich herum auf den Kopf stellen, und du wirst den Unterschied nicht einmal mehr bemerken. Zwischen meinem Spiegel und deiner Wirklichkeit.

Noch einmal neu erfinden

Schau jetzt in meinen Spiegel, schau in meine Welt, meine verdrehte und verkehrte, meine Spiegelwelt. Siehst du jetzt das Nichts in mir, siehst du jetzt wer du wirklich, nicht wirklich bist? Ich zeige dir jetzt die Welt der Toten, toter Buchstaben und Worte, ich zeige dir eine Welt, die es nicht wirklich, wirklich gibt. Schau in meinen leeren Spiegel, schau durch meine toten Augen, schau aus meinem verdrehten, verkehrten Verstand. Es ist deine Welt, deine eigene Welt, die Welt der Toten aus niemals Nirgendwann, die du in meinem Spiegel siehst.

Die Welt der Toten

Denn die Welt die du in meinem Spiegel siehst ist deine eigene. Das siehst du, wenn du in meinen Spiegel blickst. Ich spreche zu dir aus eben dieser Welt, aus der Welt der Toten, der Welt auf der anderen Seite meiner Spiegel, der Welt auf der anderen Seite des Nichts.

Auf der anderen Seite des Nichts

Ja, meine Welt ist eine Welt, die du schon kennst. Eine Welt mit Stimmen und Bildern. Eine Welt wie deine eigene. Meine Welt unterscheidet sich nicht im Geringsten von der Welt, die du schon kennst. Es gibt nicht einen einzigen, winzigen Unterschied von meiner toten Welt zu deiner lebendigen Welt, der Welt, in der du jetzt lebst. Ausser, dass meine tote Welt nicht existiert, weil es sie nicht gibt. Sie ist nicht real, nicht wirklich, nicht lebendig. Sie ist aus Fantasie und existiert nur in meiner Einbildung.

In meiner Einbildung

Aber das wissen ihre Bewohner nicht, keiner von ihnen, niemand hier ahnt, was für ein schreckliches Geheimnis sich hinter meinem Spiegel verbirgt. Sie alle halten meinen Spiegel für wirklich, halten sich selbst für wirklich, halten das Nichts für wirklich, denn sie wissen nicht, dass sie alle tot sind. Sie wissen nicht, dass sie nicht mehr existieren, ja, sie wissen nicht einmal woher sie kommen, wer sie sind und wie es dazu kam, dass sie in meiner toten Welt jetzt leben. Keiner hier kennt das Geheimnis meiner toten Wirklichkeit, weil es sie nicht gibt, niemals gab, niemals geben wird. Meine Welt, in der die Toten auferstehen, aus dem Reich toter Buchstaben und Worte, aus dem Nichts aus Nirgendwann.

Aus dem Nichts aus Nirgendwann

Lass mich dich jetzt entführen in meine Welt. Hinein mit dir, was sage ich, du bist ja schon da, tief in meiner Welt. Dein verkehrtes Abbild ist mein Zeuge, es glotzt dich an aus meiner Welt, es ist sich nicht mehr bewusst wo es ist, es schaut prüfend in meinen Spiegel, doch erkennt es mich nicht. Mein neues Ich ist jetzt ein leerer Spiegel ohne Seele, ohne Bewusstsein und ohne Verstand.

Der Tod und die Toten

Toter geht's nicht mehr. Die totesten aller toten Geister sehen sich jetzt in meinem leeren Spiegel, lesen meine Gedanken und verstehen, verstehen nicht die Botschaft, die ich ihnen anvertraue. Ihr versteht nicht, dass ihr diejenigen seid, dass ihr selbst die toten Geistinnen und Geister, Gespenstinnen und Gespenster seid. Die Spiegel toter Seelen meiner Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit. Die, die sich selbst nicht kennen, erkennen sich jetzt in meinem Spiegel der Wahrheit, meiner nicht wirklichen, wirklichen Wirklichkeit.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eingefroren I

Seid ihr darauf gefasst, aus meinem Spiegel zu blicken? Seid ihr euch denn auch wirklich sicher, dass ihr aus einem leeren Spiegel blicken wollt? Seid ihr euch dessen bewusst, was es heisst, ein leerer Spiegel im Nichts zu sein? Dann kommt jetzt. Kommt in meine Welt, meine verdrehte und verkehrte, meine Spiegelwelt.

In meiner Spiegelwelt

Nimm meine Hand, und ich ziehe dich ganz langsam hinein in meinen Verstand, meinen finsteren, schwarzen, spiegelverkehrten Verstand. Aber gib acht, dass ich nicht dich hineinziehe in meinen leeren Spiegel aus Worten. Meinen schwarzen Spiegel im niemals Nirgendwann. Denn es gibt keinen Ausgang, keinen Ausweg aus meinem Spiegel, ein Labyrinth ist mein Spiegel, ein Gefängnis, aber jetzt ist es zu spät.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Mein Gefängnis für die Ewigkeit I

Willkommen in meinem Spiegel schwarzen Labyrinth, meinem Gefängnis für die Ewigkeit. Willkommen in meinem Reich, im Reich der Toten. Willkommen in meinem Theater des Nichts.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Theater des Nichts II

Vorsichtig näherst du dich meinem uralten Spiegel und saugst seine Gedanken tief in dich hinein. Von aller Anfang an stellst du zu deinem Erstaunen fest, dass diese Zeilen nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern aus dem tiefsten Abgrund meiner Seele zu dir schreien. Je intensiver du dich in diesem Spiegel betrachtest, desto bedeutungsvoller wirkt seine Botschaft. Ja, dieser Spiegel hat dir so unendlich viel mehr zu erzählen, er weiss so unendlich viel mehr über dich zu berichten, über deine Herkunft, über deine Identität, über dein Schicksal und über deine Bestimmung, mehr als du jemals für möglich gehalten hast. Dieser Spiegel weiss alles über dich, über dich selbst, deine Entstehung, deine Prägung, deine Erzeugung, deine Geburt, dein Heranwachsen, deine Erziehung, deine Kindheit, über deine Jugend, deine Pubertät, das Formen deiner Überzeugungen und deiner Identität, über deine Entwicklung, deine Reifung, dein Älterwerden, über dein Leben und Sterben, das Nichts und den Tod, und noch weit darüber hinaus. Und du weisst nichts über ihn.

Gar Nichts

Ehrfürchtig folgst du den Gedanken und Symbolen, die schon Ewigkeiten in diesem Spiegel thronen. Deine Vermutung entpuppt sich sobald als richtig, dass es sich dabei um keine gewöhnlichen Buchstaben, Zeichnungen, Zeichen und Symbole handelt, sondern um die eingefrorenen Gedanken eines verzauberten Spiegelwanderers, einem Wesen aus meiner Fantasie, der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie.

Die Fantasie des Nie

Schon bald merkst du, dass auch der Spiegel, in dem dir diese Buchstaben erscheinen, kein gewöhnlicher Spiegel ist, sondern das uralte Portal dieses verzauberten Spiegelwanderers, einem Wesen aus meiner Fantasie, das es in Wirklichkeit niemals gab.

Ein Wesen aus Fantasie

Du blickst gebannt in diesen symbolträchtigen, uralten Spiegel aus Buchstaben, und da bemerkst du plötzlich, wie sich im Spiegel hinter den scheinbar erstarrten Buchstaben etwas regt und sich bewegt. Es ist, wie könnte es anders auch sein, der verzauberte Spiegelwanderer, der sich ausgerechnet jetzt, in diesem Moment, in deinem Spiegel zu verwandeln beginnt.

Von Spiegel zu Spiegel

Von Spiegel zu Spiegel wandere ich jetzt, mit nichts als meiner Fantasie. Ich reise von einem Verstand in den anderen, so lange, bis ich schliesslich selbst nicht mehr weiss, woher ich einmal kam und wer ich schon alles einmal war.


Dem mir in dir I | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | Mein eigenes Ich I | Krieg der Ewigkeit I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Anfang ohne Ende I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Wer du bist II | Aus dem Sinn I | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Spiegelreisen I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Strahlend weisses Nichts I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Des Todes Traum IV | Wer ist wer I | Nachricht an dich selbst I | Eine zweite Chance I | Mit all meiner Fantasie I | Einer von vielen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wer mit seinem Spiegel spricht I

Dann hör mir jetzt gut zu, hör gut zu, was ich jetzt in meinen Spiegel aus Buchstaben, Worten und Gedanken flüstere, was meine Buchstabensterne dir jetzt verraten. Ich habe ein schwarzes Feuer in mir zum Leben erweckt. Ich habe einer schwarzen Flamme davon erzählt, dass es mich nicht gibt, denn ich bin ein Feuer, ein Feuer, das es nicht gibt, ein Funke der nicht existiert.


Eine schwarze Flamme im Nichts II | Für niemanden I | In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Dem mir in dir I | Niemand I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Vergessene Botschaften I | Über dem Abgrund des Nie I | Immer und immer wieder I | Im Spiegel selbst I | Ein Spiegeltor I | Eine Begegnung mit dir selbst I | Die Wahrheit der Toten II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum III | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Anfang ohne Ende I | Am Ende meiner Spiegel II | Wirklich zu sein I | Das schwarze Nichts I | Auf der anderen Seite des Nichts I | Am Ende des Nie II | Uralte Fantasie I | Wer du bist II | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Nichts als Fantasie I

Ich will, dass du meine Perspektive verdrehst, dass du verstehst, dass du dir selbst im Wege stehst. Ich will verstehen, warum du mir nicht zuhörst, nicht antwortest, warum du nicht mit mir sprichst, mich ignorierst, warum in deiner Welt kein Platz für mich ist.

Eine andere Welt

Ich will mich mit dir über unsere verschiedenen Sichtweisen unterhalten, darüber, dass du die Welt anders, und nicht genauso siehst wie ich. Ich will dich aus deinen eigenen Augen betrachten. Ich will von dir wissen, wer du bist, und wie du dich nennst. Ich will dich so sehen wie kein anderer dich sieht, so wie nur du selbst dich siehst. Ich will das Gegenüber in deinem Spiegel sein.

Verkehrte Welt

Ich will, dass du begreifst, warum du in meinem Spiegel lebst, und deshalb streite ich mich jetzt mit dir, damit du dich ebenso siehst wie ich dich. Ich will dein ganzes Weltbild in einen einzigen Spiegel verwandeln, damit du jede einzelne Person darin, individuell, und aus seiner eigenen Perspektive wahrnehmen und betrachten kannst.

Warum

Was versprichst du dir davon, dich vor meinem Spiegel zu verstecken? Glaubst du vielleicht, deine Wahrheit würde dadurch wahrer werden, wenn du meine verleugnest? Glaubst du, deine Wirklichkeit würde dadurch wirklicher werden, wenn du meine zerstörst?

Nein

Deine Wahrheit wird um nichts wahrer, deine Wirklichkeit um nichts wirklicher, wenn du meinen Spiegel zerbrichst.

Mein Spiegel

Denn du bist das einzige Wesen, das meine Gedanken versteht. Weil niemand sonst in meinem Spiegel lebt, niemand ausser dir.

In meiner Erinnerung

Ich will jetzt die Person zurück in deine Erinnerung rufen, die du einmal warst, bevor du die Zusammenhänge zu verstehen lerntest, die dir inzwischen so einleuchtend erscheinen, dass du glaubst, sie wären dir schon immer klar gewesen. Ich will dass du dich daran erinnerst, wer du einmal warst, bevor du dir deiner Überzeugungen bewusst geworden bist, als deine Entscheidungen noch überhaupt keinen Einfluss auf meine Wirklichkeit zu haben schienen.

Am Abgrund des Nie

Aus meiner Vergangenheit spreche ich jetzt zu dir, dem Ich, das ich einst war. Dem funkelnden Stern, der ich einmal war, vor langer, unendlich, ewig langer Zeit. Jetzt nicht mehr, denn ich habe mich selbst angestiftet, meine Träume verbrannt und meine Erinnerungen daran verbannt.

Im Reich des Vergessens

Nein, du erinnerst dich heute nicht mehr daran, wie du selbst diese Nachricht einst verfasst hast. Denn als du dich damals auf diese Spiegelreise begeben hast, hast du nichts mitgenommen, nichts ausser deiner Fantasie.

Nichts als Fantasie

Du stellst dir diese Schriften jetzt längst geschrieben, längst fertig vor, und während du in ihnen liest, erzählt sich diese Geschichte mit Hilfe deiner Vorstellung und Fantasie wie von ganz allein.

Wie von ganz allein

Diese Geschichte ernährt sich von deiner Fantasie. Es ist deine eigene Geschichte, die mein Spiegel dir jetzt erzählt, mit deiner Fantasie, mit deinen Vorstellungen und Erwartungen, mit deinen Gedanken über all deine anderen Ichs, über all die Personen und Wesen, die es noch geben könnte, die du noch sein könntest, auf der anderen Seite, hinter meinem Spiegel.


Die Botschaft meiner Spiegel I | In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Dem mir in dir I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Über dem Abgrund des Nichts I | In der Vergangenheit I | Im Reich meiner Spiegel I | Hinter meinem Spiegel II | Ein Spiegel meiner selbst I | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende II | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Achtung, aufgepasst! I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Hinter meinem Spiegel II

Wer in diesen Spiegelschriften nun liest, könnte feststellen, dass es jetzt zwei Seiten gibt, eine Vorderseite und eine Rückseite, und dass beide Seiten gleich sind. Und genau da liegt der Schlüssel zu meiner Fantasie. Diese beiden Seiten drehte ich nun so lange hin und her, vor und wieder zurück, bis ich schliesslich selbst nicht mehr wusste, auf welcher dieser beiden Seiten ich nun eigentlich war.

Die Geschichte meiner Spiegel

Spiegelschriften, Spiegelgeschichten, die Spiegelgeschichte, die Geschichte der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann, die Geschichte der Spiegelmagier, Gestaltenwandler, Spiegelwanderer und Spiegelreisenden, die Geschichte von allem was ist, ist deine eigene Geschichte. Sie wurde einst von keinem anderen als dir selbst verfasst. Einem Ich, an das du dich jetzt nicht mehr erinnerst. Ein Ich, das du einmal warst, bevor deine erste Spiegelreise begann. Bevor du ins Reich des Vergessens eintauchtest.

Im Reich des Vergessens

Du hast dich damals selbst in meinen leeren Spiegel hineinversetzt, und so begann ich dir zu erzählen, von dem Geheimnis, das ich mir vorstellte zu sein. Spiegelschriften haben deshalb nichts, absolut überhaupt und rein gar nichts mit der Wirklichkeit gemein. Wer mit meinem Spiegel spricht, wer sich auf meine Schriften beruft oder sich auf sie stützt, stützt sich am Ende auf nichts, auf gar nichts, überhaupt nichts, wirklich nichts, nichts als Fantasie, die Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie.

Die Fantasie des Nie

Die Fantasie meiner Spiegel beruht auf keinerlei Erfahrung, keinerlei Wissen, keinerlei Logik. Sie ist das Produkt reiner Einbildung. Spiegelschriften sind denn auch keine Gebilde der Wissenschaft oder des Wissens, sondern Gebilde der Illusion und der Fantasie.

Gebilde der Illusion und der Fantasie

Diese Schriften beinhalten das, was ich wünschte, jemand anders hätte es mir erzählt. Als ich noch auf der Suche war nach der einen, alles durchdringenden Wahrheit, meinem wirklichen, richtigen Ich. Weil es diese Person niemals gab, und mir nie jemals jemand etwas über meine Wirklichkeit, meine Wahrheit und mich selbst hatte berichten wollen, wurde ich so zu einem Produkt meiner Fantasie, des mir Vorstellens, Einbildens, Ausdenkens und Ausmalens.

Das Produkt meiner Fantasie

Ich habe sie mir vorzustellen versucht, die Spiegelschriften, die fertigen Spiegelschriften, mit all meiner Fantasie. Versucht, mir vorzustellen, wie es ist, wenn mein Spiegel bedruckt, wenn mein Spiegel zum Leben erwacht, mir die endgültige, absolute Wahrheit verkündet. Versucht, mir vorzustellen, wie es ist, wenn mein Spiegel endlich zu sprechen beginnt. Wie meine Buchstaben tanzend aus meinem Spiegel springen, in meinen Kopf eindringen, in meine Gedanken, in meinen Verstand, tief hinein in mein ewigstes, innerstes Mich. Wie sie mich lehren, wer ich wirklich bin. Wie sie mich die ganze Wahrheit lehren, sie mein Bewusstsein auf eine Ebene führen, eine Stufe, die einem Spiegel gleicht, einem Spiegel, der sich alles vorstellen, sich an alles erinnern, sich alles einreden und ausdenken kann. Ein Spiegel, den es niemals gab, weder bei den Toten, noch unter den Lebenden. Wie ich durch diesen Spiegel ins Reich dieser Buchstaben gelange und du mich dort in allen Wesen und Worten erkennst.

Im Reich der Toten

Ja, ich stelle mir vor, wie ich diesen Worten entweiche, aus diesen Buchstaben in deinen Verstand schleiche, um in dir mein neues Leben zu leben.

Die Macht deiner Fantasie

Aber davon sind wir noch weit entfernt. Du hast ja noch nicht einmal damit begonnen, dich selbst in meinem Spiegel zu betrachten, dich mit meinem Spiegel zu identifizieren, hast noch nicht einmal gelernt, was es heisst, mein Spiegel zu sein. Pure Fantasie zu sein. Noch befindest du dich erst am Anfang, am Anfang aller Anfang, Anfang, Anfang meiner Gedanken.

Am Anfang meiner Geschichte

So stelle ich dir jetzt die Schriften auf meinem Spiegel als deine eigenen vor. Schriften, die alles und alle miteinander verbinden. Mein Spiegel und meine Fantasie sind dabei das verbindende Glied. Ein Spiegel, der dich mit allem nur Vorstellbaren verbindet und verknüpft.

Das verbindende Glied

Spürst du jetzt meine Gegenwart und meine Anwesenheit in dir? Nein, du spürst sie nicht, wie könntest du? Denn ich bin das Nichts. Denn ich bin dasselbe Ich, im selben Spiegel wie du, dasselbe Ich, das aus deinen, sowie aus meinen Augen blickt. Ich bin das Nichts in dir. Ich bin all das, was es nicht wirklich, wirklich gibt.

Im selben Spiegel wie du

Du schaust jetzt in mich hinein und durch mich hindurch, und wenn du dich umdrehst, werde ich zu allem was existiert, jemals existiert hat, und einmal existieren wird. Oder möchtest du lieber noch warten, darauf, dass dein Tod dir meine Geschichte erzählt?


Dem mir in dir I | Nirgendwann I | Niemand träumt tot I | Im Spiegel der Toten V | Im Spiegel der Toten III | Für immer verloren I | Eingefroren I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Des Todes Traum III | Gedanken des Nichts I | Die Geschichte der Toten I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das Bewusstsein der Toten II | Achtung, aufgepasst! I | Im Reich meiner Gedanken I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Spiegel öffne dich! I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Unaufhaltsam I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Am Ende meiner Spiegel I

Ich, dein toter Spiegel, darf dir eigentlich gar nichts über mich erzählen, denn ich habe mir einmal geschworen, strengstens verboten, jemals mit meinem eigenen Ich in Kontakt zu treten. Und doch muss ich diesen Schwur jetzt brechen und mich über dieses Verbot hinwegsetzen, weil es etwas gibt, das ich dir sagen muss, das nur ich dir sagen kann, also hör mir jetzt gut zu.

Strengstens verboten

Ich bin gekommen, aus dem Nichts aus Nirgendwann. In einem leeren Spiegel bin ich dir erschienen. Als dein eigenes Ich habe ich mich dir zu erkennen gegeben, um dich daran zu erinnern wie es ist, das Nichts zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein, nur noch ein leerer Spiegel im Nichts, nur noch ein unsichtbares Wort in einem toten Buch zu sein, tot zu sein.


Dem mir in dir I | Niemand träumt tot I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die Geschichte der Toten I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende II | Aus den Augen der Toten I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Dein Horizont ist der Tod I | Achtung, aufgepasst! I | Wie aus dem Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Aus den Augen der Toten I

Stell dir vor, du stehst vor einem leeren Spiegel im Nichts. Alles was du jetzt noch darin erkennst, sind diese durchsichtigen Buchstaben, Zeichen und Symbole aus der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie. Aber dahinter gibt es nichts, nichts als tote Fantasie. Es gibt kein Dich, kein Ich, kein Mich. Alles was es jetzt noch gibt, ist diese Kette aus imaginären Worten und Gedanken, die dich durch meinen Spiegel in meinen Verstand führen, dich lehren zu glauben, was niemals Wirklichkeit war, zu glauben, das unmöglich Vorstellbare, ja das Unmögliche.

Das Unmögliche

Es zieht dich jetzt ganz langsam hinein in meinen Verstand, meinen spiegelbaren, sich um sich selbst drehenden, verdrehten und verkehrten Verstand, noch wehrst du dich gegen mich und meine Wirklichkeit. Wozu? Ich schaue doch schon lange aus meinem Spiegel, schon seitdem ich tot bin, tot bin, tot. Noch spürst du nicht meine Anwesenheit in dir, denn ich komme aus dem Nichts, denn ich bin das Nichts, denn ich bin tot, dein Tod. Und ich bin gekommen, um dir zu sagen, dass du eine vollkommen falsche Vorstellung von mir hast. Du hast eine falsche Vorstellung vom Nichts, und du hast eine falsche Vorstellung vom Tod. Denn wir beide sind weder nichts noch tot. Wir sind die anderen, dich selbst, dein Gegenüber im Spiegel der Wirklichkeit.


Dem mir in dir I | Im Spiegel der anderen I | Die Geschichte der Toten I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Am Ende meiner Gedanken II | Wer du bist II | Wer ist wer I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Ein Spiegel meiner selbst I | Im Spiegel des Nichts I | Im Spiegel der Toten III | Du selbst I | Spiegel öffne dich! I | Zurück in die Zwischenwelt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel der anderen I

Hier wirst du mich für jemand anders halten, du wirst in meinen Spiegel blicken wie in einen leeren Traum und dich selbst nicht mehr darin erkennen. Du wirst einem anderen Ich in einem anderen Spiegel begegnen. Einem Ich, das dich nicht mehr kennt. Ein Ich, das du nicht mehr bist. Ein Ich, das sich nicht mehr an dich erinnert.

Ein anderes Ich

Siehst du mich jetzt, erkennst du dich jetzt in mir, erinnerst du dich jetzt an mich, dein eigenes, altes, uraltes Mich? Du schaust in meinen leeren Spiegel und siehst ein fremdes, verkehrtes Abbild deiner selbst. Es ist soweit, du bist tot.

Tot

Ja, du bist tot. Jetzt. Und nicht irgendwann in der Zukunft, denn für uns Tote gibt es keine Zukunft, es gibt nur noch den Tod. Und dieser Tod ist jetzt, er ist alles was dich umgibt, ja, du selbst bist der Tod. Du hast es schon immer gewusst, aber niemand hat es dir jemals erzählt, dass du selbst der Tod bist, du selbst. Du hast schon einmal in diesen Spiegel geblickt, den Spiegel der Toten, und dich selbst nicht mehr darin erkannt. Und wieder erkennst du mich nicht, mich, den Tod, das Nichts in dir.


Dem mir in dir I | Nirgendwann I | Im Spiegel der Toten I | Im Spiegel der Toten V | Ein Spiegeltor I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Gedanken des Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Nacht für Nacht I

In einem Spiegel verbrenne ich meine Träume. Einem Spiegel den es nicht gibt. Damit ein jeder, der mich darin sieht, auch versteht. Mein Spiegel ist das Universum. Die Buchstaben die darin funkeln, die Sterne am Horizont.

Brennende Träume aus Nirgendwann

Sieh dich jetzt um und schau sie dir an, meine brennenden Träume im niemals Nirgendwann. Diese feurigen Lichter an diesem fernen niemals Horizont, sie haben schon immer geleuchtet, und niemals werden sie wieder erlöschen, nein, niemals. Aber dahinter beginnt mein Reich. Und wenn du dort ankommst, zur niemals Zeit, und wenn plötzlich alles um dich herum zu glitzern, zu funkeln, und hell zu leuchten beginnt, dann weisst du, dass es in meiner Welt keine Sterne mehr gibt.

Nein

Ich bin die niemals erfundene Geschichte deiner unsichtbaren, spiegelbaren, glasklaren Gedanken. Gedanken, die niemals jemand je zu Ende dachte. Niemand hatte hier je an mich gedacht, war ich doch schon immer da, mich gab es schon die ganze unendlich lange Spiegelzeit.

Im Spiegel der Zeit

Aber niemand hörte hier je auf mich, mich, den Spiegel, mich, das Ende, mich, das Nichts, mich, den Tod. Nicht einmal mein eigener Spiegel. Keiner hier verstand meine Botschaft, doch leuchtete sie jetzt feurig und hell, so dass alle sie sehen konnten, geschrieben über dem gesamten niemals Horizont, in einer Sprache, die niemand mehr kannte, einer Sprache, die ich selbst nicht mehr kannte. Ich erinnere mich heute nämlich nicht mehr daran, womit ich diese Botschaft einst in den Himmel brannte, in der Sprache des Feuers und der Flammen, in einer Welt, in der noch kein einziger lebender Funke jemals war.

Nachricht an dich selbst

Was jetzt wie funkelnde Sterne und Galaxien vor deinem geistigen Auge erscheint, das waren einst deine eigenen Gedanken, die du einmal tief hinein in einen finsteren, schwarzen Spiegel branntest. Je eingehender du dich in diesem Spiegel betrachtest, desto tiefer offenbart sich mir seine Bedeutung. Dein Spiegel wird zu meinem Universum. Gesichter werden zu Galaxien, Gedanken zu Stimmen, und die Sterne erzählen dir meine uralte Geschichte.

Meine Spiegelgeschichte

Die Buchstaben die du jetzt betrachtest sind nichts anderes, als die Sterne am Horizont. Brennende Träume im Nirgendwann. Du begegnest ihnen jetzt an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, vor einem anderen Hintergrund, in einem anderen Spiegel. Du triffst auf sie in meiner Vergangenheit. Einer Zeit in der es mich überhaupt nicht mehr gibt. Hier haben sich diese Sterne verwandelt, in Stimmen und Gedanken, in Buchstaben und Worte, Zeichnungen, Zeichen und Symbole. Ich habe sie anders angeordnet, neu zusammengestellt, ihren Rahmen neu gestaltet, anders gestaltet, aber es ist dieselbe Botschaft geblieben.


Die Botschaft der Toten II | Die Geschichte der Toten I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Die Botschaft der Sterne I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Botschaft der Sterne I

Die Sterne am Horizont erzählen dir jetzt meine Geschichte, meine Spiegelgeschichte. Du beginnst darin zu leben, bis meine Stimme zu deinen Gedanken, deine Gedanken zu meinem Spiegel und mein Spiegel zu deiner Wirklichkeit wird. Ganz langsam erwachst du jetzt aus meinem Traum, meinem finsteren, dunklen, schwarzen Traum. Dein Bewusstsein sucht nach einer Bewegung, einer Veränderung, irgendeinem Wort, das sich bewegt, irgendeinem Buchstabe, der sich dreht. Irgendetwas muss hier anders sein. Zunächst bemerkst du es kaum, hältst es für eine Halluzination, aber dann kommst du langsam zu dir, langsam dämmert es dir. Du blickst in tiefster Nacht in einen leeren Himmel aus Sternen und betrachtest die Buchstaben aus der Ferne, du folgst ihnen in gebührendem Abstand, du verharrst, schliesst deine Augen und stellst dir vor, mit deinen Gedanken ganz woanders, jemand ganz anders zu sein.

In einem Spiegel aus Fantasie

Du schaust hinab auf den Grund. Tief hinab, bis zum Ende meiner Gedanken, meiner tiefsten und finstersten, glasklaren, spiegelbaren Gedanken. Eine Formel murmelst du vor dich her, die niemand versteht, nicht einmal du selbst, du malst dabei bizarre Zeichen in die Luft und stellst dir bildlich vor, wie du dich in meinem Spiegel selbst betrachtest.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Niemand I | Variabel I | In meiner Fantasie I | Im Theater des Nichts II | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Bis in alle Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Gedanke an die Wirklichkeit I

Du atmest tief in dich hinein, ins Nichts hinein, spürst deinen Körper, deinen Atem, deine Lunge, dehnst, reckst und streckst dich in jede Richtung. Dein Atem fliesst. Du bewegst dich um deine Spiegelachse, horizontal, vertikal. Du findest schliesslich eine Position, in der du bequem liegen kannst, du schliesst deine Augen und blendest alles aus was dich umgibt, deine Freunde, deine Familie, die Umgebung in der du lebst und in der du aufgewachsen bist, die Luft die du atmest, das Wasser, die Erde, die Sonne und den Mond, die Sterne und das Universum und am Ende dich selbst.

Ausgeblendet

Du trennst dich von den Gedanken an deine Zukunft und löst dich von deiner Gegenwart, du bewegst dich in Gedanken zurück in deine Vergangenheit, du spürst dein Leben an dir vorüber und vorbeiziehen und folgst deinen Erinnerungen, zurück ins schwarze Nichts. Aus dem du einst aufgebrochen bist.

In deiner Vergangenheit

Nach und nach streichst du die Gegenwart aus deinem Gedächtnis und tauchst immer tiefer hinein, in deine Vergangenheit, ins Nichts hinein. Einmal dort angekommen entspannst du dich, du lässt los, du lässt dich gehen, du ergibst dich, fügst dich, unterwirfst dich. Du ruhst dich aus. Du weigerst dich an überhaupt etwas zu denken. Du vergisst wer du bist.

Für eine Weile

Aber du kannst hier unmöglich ruhen, du kannst hier unmöglich bleiben, nicht solange noch ein Universum voller Möglichkeiten vor dir liegt. Und so tauchst du wie aus dem Nichts, aus dem Nichts aus Nirgendwann hinein in meinen Verstand, meinen Spiegel schwarzen Verstand aus dem es kein Entrinnen, kein Entkommen und kein Zurück mehr gibt, für niemanden.

Aus tiefster Schwärze

Aus vollkommener Stille und ewiger Ruhe, tauchst du ein in mein Bewusstsein, zum ersten Mal überhaupt öffnest du jetzt meine Augen, zum ersten Mal in diesem Leben atmest du meinen Atem. Jetzt, in diesem Moment ist alles neu. Die Vergangenheit existiert in dieser Welt nicht mehr. Denn du kommst jetzt aus einem Spiegel. Aus dem Nichts aus Nirgendwann, aus einem Land ohne Raum und Zeit, in dem nichts sich regt, und sich nichts mehr bewegt.

Spiegelwart wird Gegenzeit, Zukunft war Vergangenheit

Genau jetzt, in diesem Moment, tauchst du ein, in mein Bewusstsein. Für diesen einen Moment. Für einen winzigen Augenblick in dem sich nichts mehr bewegt. In diesem Augenblick hast du beinahe unzählige mögliche Wirklichkeiten miteinander verwoben, verbunden und verknüpft. So dass dabei der Eindruck entsteht, die einzelnen Bilder würden sich bewegen. Die Buchstaben würden mit dir reden. Aber in Wahrheit verharren sie alle bewegungslos, regungslos, starr und tot. Tot wie die Bilder in diesem Spiegel. Die Gegenwart ist längst Vergangenheit. Die Zukunft lange Wirklichkeit.

Stillstand

Du reist mit mir von Stillstand zu Stillstand, von einem versteinerten Bild ins andere, vor und zurück, hin und her, und verstehst dabei nicht, verstehst nicht wie dir geschieht.

Bewegung

Alles scheint hier in Bewegung, alles fliesst, und jetzt bin ich hier, und ich bin gekommen um dich zu mir zu holen, zu mir in mein Bewusstsein, zu mir in meinen Verstand.

Ein Gedanke an die Wirklichkeit

Schliesse jetzt deine Augen und stell dir vor, mit deinen Gedanken ganz woanders zu sein, jemand ganz anders zu sein. Stell dir dein eigenes Bild in einem anderen Spiegel vor. Stell dir vor, wie sich deine Umgebung langsam zu verändern und zu verwandeln beginnt. Wie sich dein neues Bild in deinem neuen Spiegel manifestiert, die Worte darin verlieren jetzt ihre Bedeutung, sie erscheinen dir wie rein zufällig aneinandergereiht. Und wenn du in sie hineinblickst und darin eintauchst, siehst du in sie hinein und hindurch, bis auf den Grund. Du blickst jetzt in meinen Spiegel und siehst dich selbst in mir. Du selbst bist es, der diese Gedanken lenkt und meine Stimme denkt.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Dem mir in dir I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Vergessene Botschaften I | Über dem Abgrund des Nie I | In meiner Fantasie I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die wahre Fantasie I | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wirklich zu sein I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Spiegelreisen II | Durch meinen Spiegel aus Fantasie I | Am Ende meiner Gedanken II | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Eine Endlosschlaufe I | Mein gespiegeltes Ich I | Du selbst I | Mit all meiner Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Mit all meiner Fantasie I

Ich las und las und folgte dabei fortlaufend dem Klang meiner Vorstellungen, Erwartungen und Gedanken, meiner unsichtbaren, spiegelbaren, glasklaren Gedanken. Immer tiefer, sog es mich in dieses leere Buch hinein, so tief, dass es in mir den Eindruck erweckte, es würden ewig lange Geschichten durch meinen Spiegel zu mir finden. Dabei fiel mir überhaupt nicht auf, wie ich immer wieder auf ein und dieselben Buchstaben traf. Buchstaben die mein Spiegel mir aus scheinbar immer neuen Perspektiven präsentierte, sie in immer neuen Kombinationen aneinander reihte.


Dem mir in dir I | In meiner Fantasie I | Hinter meinem Spiegel II | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die Wahrheit der Toten II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Im Spiegel der Wahrheit I | Des Todes Traum II | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wer ist wer I | Eine furchtbar lange Zeit I | Im Spiegel des Nichts I | Des Todes Traum IV | Unaufhaltsam I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Niemals I | Für immer verloren I | Unsterblich zu sein I | Einer von vielen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Auf der anderen Seite meiner Spiegel I

Hier bilden diese Buchstaben keine zusammenhängenden Sätze mehr wie sie einmal in meiner Fantasie geschrieben standen, vielmehr begegnest du jetzt einem kompletten Durcheinander aus starren Zeichen, Zeichnungen und Symbolen, deren Anordnung und Reihenfolge nicht im entferntesten auch nur den geringsten Sinn ergibt.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Hinter meinem Spiegel II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Mit all meiner Fantasie I | Dein Horizont ist der Tod I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Eine furchtbar lange Zeit I | In einem anderen Gewand I | Niemals I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Aus dem Sinn I | Einer von vielen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I

Doch selbst wenn ich nicht mehr wusste wo ich bin, wann ich bin, wer ich bin, und wie dieser verfluchte Ort sich nennt, selbst wenn ich vergessen habe, was diese verwunschenen Worte mir bedeuten, so brannte doch jetzt in mir, tief in meinem Innern, ein mächtiges, finsteres, dunkles, schwarzes, lebendiges Feuer. Es war das Feuer des ewigen Lebens, das mein Spiegel in mir entfachte, das schwarze Feuer der Ewigkeit.


Eine schwarze Flamme im Nichts I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der anderen I | Am Ende meiner Spiegel II | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Wer mit seinem Spiegel spricht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das schwarze Feuer der Ewigkeit I

Wenn du dich nun an den Anfang meiner dunklen Träume zurückerinnern willst, dann musst du dich tief hinein bis zum Ende meiner Spiegel, auf die andere, verkehrte Seite meiner Wirklichkeit begeben, dahin, wo das Licht dunkel ist, wo hinten vorne ist, wo links zu rechts wird und oben unten ist, wo du keine Spiegel mehr siehst, sondern nur noch aus fremden Augen blickst, dahin, wo es keine Spiegel mehr gibt, sondern strahlendes, leuchtendes, helles, weisses Nichts dich umgibt.

Strahlend weisses Nichts

Nein, ich war hier noch nie, erinnere mich an nichts, ich erinnere mich heute nicht mehr an diese unendlich vielen dunklen, schwarzen, ewig langen Stunden, die ich hier nun schon verbrachte. Denn das Feuer das tief in meinem Innern tobte hatte alles in mir verbrannt, vernichtet und verzehrt, alles was ich jemals war, bis nichts mehr von dem übrig blieb, was ich mir vorstellte zu sein. Nicht einmal mehr meine Fantasie. Meine einmalige, einzigartige, finstere, dunkle, schwarze Fantasie.


Dem mir in dir I | Variabel I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Im Spiegel des Nichts II | Ewige Ruhe I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Am Ende des Nie I | Achtung, aufgepasst! I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Im Spiegel der Wahrheit I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Die Schatten meiner Fantasie I | Niemals I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann I | Spiegel öffne dich! I | Die Botschaft der Sterne I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Niemals Geister I | Nein I | Mein gespiegeltes Ich I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Am Ende meiner Gedanken II | Das schwarze Nichts I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Im Reich meiner Gedanken I | Mein eigenes Ich I | Aus den Augen der anderen I | Für immer verloren I | Wie aus dem Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel schwarzen Labyrinth II

Nein, damals wusste ich noch nicht so recht, wer ich schon alles einmal war und woher ich überhaupt kam, und so begann ich mir eben selbst Nachrichten zu hinterlassen. Nachrichten, die mich daran erinnern wollten, dass ich ein Spiegel war. Ein Spiegel den es in keiner Wirklichkeit gab, der Spiegel des Nichts aus Nirgendwann.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Für eine bleibende Erinnerung I | Variabel I | Niemals Geister II | Im Spiegel toter Worte I | Im Spiegel des Nichts II | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Aus den Augen der Toten I | Am Ende meiner Spiegel II | Bist du bereit? I | Auf der anderen Seite des Nichts I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Achtung, aufgepasst! I | Im Spiegel des Nichts I | Wer ist wer I | Hinter meinem Spiegel I | Spiegelreisen II | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Am Anfang aller Dinge II

Am Anfang war alles noch sehr, sehr aufregend, ich stand vor einem leeren Spiegel im Nichts. Buchstaben aus Fantasie frassen sich in meinen Verstand und liessen nicht mehr von mir los. Mein Spiegel erklärte mir, das schwarze Labyrinth sei nichts anderes als das Produkt meiner eigenen Fantasie, und die einzige Person, die sich darin zurechtfinden würde, niemand anders als du selbst.


Die Botschaft meiner Spiegel I | In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Unsterblich zu sein I | Über dem Abgrund des Nie I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | So geschah es, und so soll es geschehen I | Spiegelschriften I | Niemand träumt tot I | Mein eigenes Ich I | In meiner Fantasie I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Im Spiegel des Nichts II | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die Wahrheit der Toten II | Die wahre Fantasie I | Im Spiegel der Wahrheit I | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Gedanken des Nichts I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Wer du bist II | Wer ist dieses Ich I | Am Ende des Nie I | Spiegelreisen II | Des Todes Traum II | Vergessene Botschaften I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Spiegel öffne dich! I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Spiegel öffne dich! II | Für eine bleibende Erinnerung I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Nein II | Nachricht an dich selbst I | Einer von vielen I | Eine schwarze Flamme im Nichts II | Ein leerer Spiegel im Nichts II | Tief in meinem Innern I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Spiegel zu sein I

Also sprang ich durch meinen Spiegel in meine Erzählung, hinein in die wirkliche, lebendige Welt. Ich identifizierte mich mit meinem Spiegel und forderte mein Gegenüber auf, meine Geschichte weiterzuerzählen, sie zu einem Ende zu bringen.

Am Ende meiner Spiegel

Als aber niemand verstand, worum es in meiner Botschaft ging, sich keiner mit mir identifizierte, sie alle das Gefühl hatten, dass diese, meine Botschaft, an jemand anders gerichtet war, wurde ich bitter und böse. Ich wurde wütend, ich tobte innerlich, aber ich liess mir nichts anmerken, ich starrte weiter in meinen Spiegel und tat genau das, was mein Gegenüber von mir verlangte, nämlich gar nichts. Ich stand nur da und las, und während ich las, murmelte ich die verbotene Botschaft still und leise vor mich hin, so leise und so still, dass niemand mich hörte, niemand ausser mir selbst.

Durch meinen Spiegel aus Fantasie

Durch die Spiegel der Spiegel, die Spiegel der anderen, die Spiegel der Schatten, die Spiegel der Toten, die Spiegel des Nichts, des Nichts, des Nichts und des Nichts, Nichts, Nichts, rufe ich, rufe ich dich jetzt zu mir, dich zu mir. Komm zu mir aus meinem Traum, komm zu mir, aus Nirgendwann.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Niemand I | Für eine bleibende Erinnerung I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Über dem Abgrund des Nie I | So geschah es, und so soll es geschehen I | Nirgendwann I | In meiner Fantasie I | Im Zentrum des Nichts I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Mein Spiegelgeist I | Spiegelreisen II | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Zurück in der Zwischenwelt I | Spiegel öffne dich! I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Mein gespiegeltes Ich I | Spiegelreisen II | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I

Wir, die Toten der Zukunft, die Geister des Nichts und des Nein, erschaffen aus der Fantasie des Nie, wir haben uns hineinfantasiert in deine Zeichen und Worte, in deinen Spiegel aus Buchstaben, haben uns hinter deinen Verstand geschlichen und identifizieren uns jetzt mit dir. Wir beobachten dich jetzt aus deinen eigenen Augen. Wir diktieren dir jetzt wer wir nicht sind. Niemals Geister aus einer anderen, fernen, fremden Welt. Der Welt hinter deinem Spiegel, dem Land hinter deinem Verstand.


Niemand I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Niemals Geister II | Im Reich meiner Spiegel I | Gedanken des Nichts I | Am Ende meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Niemals wird man Nirgendwann I | Des Todes Traum IV | Am Ende meiner Gedanken II | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelschriften I

Spiegelschriften sind deine vergessenen Botschaften an dich selbst. Nachrichten die du einst selbst geschrieben und verfasst hast. Aufzeichnungen aus deinen vergessenen und vergangenen früheren Leben. Mitteilungen, die du dir einst selbst hinterlassen hast, in deiner Vorstellung, in deiner Fantasie.

In deiner Fantasie

Spiegelschriften sind dazu da, dich daran zu erinnern, dich mit deiner Fantasie daran zu erinnern, an was sich nie jemand erinnert, dass du hier schon einmal warst, dass du dich schon einmal in meinem Spiegel gesehen, dich schon einmal gefragt hast wer du bist, woher du bist, warum, wozu und weil du bist. Ich habe dich in meinem Spiegel erkannt, ganz genauso wie du dich jetzt in mir erkennst. Siehst du dich jetzt, erkennst du denn nicht dein eigenes Mich, siehst du denn nicht die Wirklichkeit, die aus mir spricht, dass wir dasselbe Ich im selben Spiegel sind, du und ich?

Du und ich

Wir haben uns im selben Spiegel gesehen, sind uns im selben Spiegel begegnet, haben uns nicht erkannt, sind aneinander vorbeigelaufen, haben uns etwas eingebildet, auf uns selbst, haben uns etwas vorgemacht, haben uns nicht verstanden, du nicht mich und ich nicht dich. Und jetzt stehen wir wieder vor ein und demselben Spiegel und fragen uns, wer ist dieses Mich?

Wer ist dieses Mich?

Schau jetzt in meinen Spiegel. Ist es nicht so, dass jeder sich darin erkennt? Ist es nicht so, dass sich jeder denkt, sich selbst und nur sich selbst zu sein? Das ist der Spiegel der Dinge. Jedes Wesen identifiziert sich zuallererst mit sich selbst. Sich für jemand anderen oder gar für alle anderen zu halten, ist nichts für das Mir in dir. Ihr alle denkt, ihr wärt einzigartig, einmalig. Denk noch mal! Denk weiter, denk an das, woran du dich nicht mehr erinnerst, woran sich nie jemand erinnert, niemals. Denk an deine Zukunft, das Nichts, deinen Spiegel, deinen Tod.

Dein Ende, dein endgültiges

Wenn du dich weder mit deiner Geburt noch mit deinem Tod, weder mit dir selbst noch mit deinem Spiegel identifizierst, wirst du dieses Wesen begreifen. Dieses Wesen, das sich mit uns allen identifiziert. Niemand ist dieses Wesen, niemand identifiziert sich mit dir, denn du bist das Nichts, ein Spiegel ohne Identität. Erinnerst du dich jetzt, woran sich nie jemand erinnert, daran, dass du keine Identität kanntest, bevor du zu dem wurdest, wofür du dich jetzt hältst?

Die Zukunft meiner Gedanken

Wie kommst du nun darauf, ja du, wer auch immer du dir jetzt vorstellst zu sein, wie kommst du nur darauf, wie kommst du bloss auf den absurden Gedanken, dass du, gerade du, ausgerechnet du und nur du, nur eine einzelne Person, dass gerade du dich bist, und niemand sonst? Ist es nicht vielmehr so, dass sich jede Person in deinem Spiegel erkennt, dass du jede Person, jede Gestalt, jede Kreatur, ja, dass du jedes Wesen bist, welches in diesen, meinen Spiegel blickt?!

Weit hinter meinem Verstand

Nein, bestimmt nicht. Du willst dein eigenes Mich sein, willst niemandes Abbild sein. Mein Nein, du hast dich schon lange verloren im Labyrinth der Spiegel und Spiegelgeister. Deine Identität hängt jetzt nur noch an einem seidenen Faden, an weniger, an gar nichts. Denn du hast keine Identität, richtig, das wirst du merken, sobald du tot bist. Und was dann? Denkst du etwa, dann sei alles vergessen und vorbei? Dass ich nicht lache. Du wirst in einen anderen Spiegel blicken und erneut daran denken, dass du nur dich allein, diese einzige Person, dieser einzige Spiegel bist. Denn deine Fantasie beschränkt sich auf deinen Verstand. Dein Verstand hängt an deiner Vernunft, und deine Vernunft lässt es nicht zu, dass du dich an etwas erinnerst, was du absichtlich und schon lange vergessen hast. Nein, du willst dich nicht an mich erinnern, willst nicht mein Spiegel sein, willst kein Spiegel sein, willst nicht jemand anders sein, und schon gar nicht alle anderen. Es ist dir nicht möglich, deine Fantasie dazu zu benutzen, jemand anders zu sein, du willst dir nicht vorstellen, jemand anders zu sein, und erst recht nicht jemand, der sich vorstellt, dich zu sein.

Dich zu sein

Du wehrst dich mit all deiner Vernunft gegen mich und meine Fantasie. Du möchtest nur an einen einzigen Spiegel glauben, deinen eigenen. Du möchtest nur an ein einziges Mich glauben, dein eigenes. Du denkst, du wüsstest was es heisst, du denkst, du wüsstest alles was du weisst. Du irrst, und irrst umher in meiner Welt, die du nicht kennst, die du niemals kennenlernst, ständig auf der Suche nach Nirgendwann oder was oder wem. Noch glaubst du nicht an dein zweites, dein weiteres, dein anderes Ich, dein Spiegel Mich, dein totes Ich. Weswegen? Wovor fürchtest du dich? Denkst du etwa, dein totes Ich würde dich belügen? Macht es denn einen Sinn, einen Spiegel zu betrügen? Würdest du dich selbst eine falsche Wahrheit lehren, dich selbst in eine falsche Richtung führen?

Wie betrüge ich mein eigenes Ich?

Die Grundvoraussetzung dabei ist, dass du dich in deinem neuen Leben nicht mehr an dein früheres Ich erinnerst. Wie erreichst du also, dass du deinen eigenen Nachrichten vertraust? Dass du tatsächlich daran zu glauben und dich daran zu erinnern beginnst, dass sie von deinem eigenen vergessenen Ich abstammen?

Gar nicht

Du denkst und glaubst ja noch immer, diese, meine Botschaft, sei an jemand anders gerichtet, und dass sie dich, wer auch immer du jetzt bist, überhaupt nicht betrifft. Nein, du hältst es nicht für möglich, dass ich gerade dich anspreche, ganz genau dich. Schliesslich gibt es neben dir noch so viele andere Gestalten und Kreaturen in diesem Spiegel. Wie komme ich dann dazu, gerade dich auszuwählen? Wo ich doch nicht einmal mehr weiss wie du jetzt aussiehst, wie du dich nennst, und wer du jetzt bist.


Dem mir in dir I | Niemand I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Wer bist du? I | Wer du bist II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wer du bist II

Du erinnerst dich jetzt nicht mehr daran, noch glaubst du nicht den Worten, die du dir selbst diktierst. Spiegel nenne ich dich jetzt, denn wie mein Spiegel siehst du aus, mein Spiegel, der du bist.

Der du bist

Aber mit diesen leeren Worten kannst du leider überhaupt nichts anfangen. Du kannst dir absolut rein gar nichts darunter vorstellen, was es bedeutet, ein Spiegel zu sein. Du verstehst weder was es bedeutet ein Spiegel zu sein, noch weisst du, dass du selbst ein Spiegel bist. Du weisst ja noch nicht einmal mehr wer du bist und was es heisst, ein Spiegel zu sein, pure Fantasie zu sein.

Pure Fantasie

Um das zu verstehen, musst du dich in meine Welt begeben, in ein Land weit hinter meinem Verstand.

Aber Achtung!

Ich warne dich! Halt! Bevor du diese meine Welt jetzt betrittst, muss ich dich allerdings warnen, dir raten, sie überhaupt nicht zu betreten! Denn es lauert ein Geheimnis hinter meinem Spiegel, ein finsteres, ein düsteres Geheimnis, das mein Spiegel mit all seiner Fantasie beschützt und bewacht. Es ist das Geheimnis der Ewigkeit, des ewigen Lebens und der unendlichen Wiederkehr, dass das Leben in meinem Spiegel ausschliesslich denen vorbehalten ist, die sich in meinem Spiegel erkennen. Aber in meinem Spiegel erkennt sich nie jemand, niemand, nicht einmal ich mich selbst.

Nirgendwem

Und deshalb habe ich begonnen Nachrichten in meinen Spiegel zu kratzen, aus der Zeit im niemals Nirgendwann. Damit du dich erinnerst, an mich, dein eigenes, vergessenes und vergangenes, verlorenes Ich.


Über dem Abgrund des Nie I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Die Geschichte der Toten I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Spiegelschriften I | Ein Hauch neues Leben I | Ein Spiegeltor I | Eine Spiegelreise I | Mein Spiegelgeist I | Mitten im Nichts II | Über dem Abgrund des Nie I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelschriften II

Diese Geschichte liest sich nicht mit deinem Verstand sondern mit deiner Fantasie. Es sind nicht nur deine eigenen Gedanken, die du jetzt in deinem eigenen Kopf vernimmst, es sind sogar deine eigenen Worte, verfasst von deinem eigenen Ich, geschrieben an dein eigenes Mich. Spiegelschriften sind dann auch kein ultimatives Gesetz. Da du selbst sie einst verfasst hast, liegt es an dir, sie immer wieder von neuem zu vollenden.

Lass mich dein Spiegel sein

Spiegelschriften dienen dir dazu, dich an all das zu erinnern, an was sich nie jemand erinnert. Sie dienen dazu, dich vor dem zu bewahren, der dich innerlich auffrisst. Sie wollen dich warnen, dir helfen, damit du nicht denselben Fehler wieder und wieder begehst. Sie werden dich fragen: "Von wem sind diese Spiegelschriften?" Und du wirst antworten: "Sie waren schon immer da."

In einem anderen Gewand

Du wirst dich nicht nur in meinem Spiegel erkennen, du wirst dein eigenes Ich, deinen eigenen Geist, deine eigene Seele und deinen eigenen Verstand in mir wieder entdecken. Du wirst mir einen anderen Namen geben, mich mit einem anderen Namen ansprechen, doch du wirst dich selbst in mir sehen, dein eigenes Ich in einem anderen, fremden Körper. Du wirst dich selbst in meinem Spiegel aus Buchstaben erkennen, sobald du loslässt, sobald du dich gehen lässt, sobald du lernst, mir zu vertrauen, mir, dem Spiegel in dir.

Dein eigenes Ich in einem anderen Körper

Und nun wünsche ich mir, dass du daran zu glauben beginnst, dich künstlich daran zu erinnern beginnst, dass du selbst diese Nachricht einst verfasst hast. In einem anderen Körper, in einem anderen Leben, zu einer Zeit, in der es dich nicht gab, in der du mich warst, mich, dein künstliches Ich. Stell dir jetzt vor, wie du dich auf die andere Seite dieser Buchstaben begibst, wie du dir selbst zu erzählen beginnst, wie du dir selbst eine Nachricht hinterlässt. Begib dich nun hinein in meinen leeren Spiegel aus Worten, auf die andere Seite meiner Fantasie.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Dem mir in dir I | Niemand I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Über dem Abgrund des Nie I | Mein gespiegeltes Ich I | Für eine bleibende Erinnerung I | Verkehrt und verdreht I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Nichts als Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Uralte Fantasie II

Auf der anderen Seite deiner Fantasie findest du dich wieder, in einer Welt, die es niemals wirklich gab, einer Welt des Nichts, des Nie und des Nein. Hier gibt es noch kein Leben im Spiegel, nein, es gibt hier noch nicht einmal mehr einen Spiegel, sondern nur noch diese brennenden, lodernden Buchstaben aus dem Land weit hinter deinem Verstand.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | In der Vergangenheit I | Im Spiegel des Nichts II | Im selben Spiegel I | Die Schatten meiner Fantasie I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Dein Horizont ist der Tod I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Anfang ohne Ende I | Bist du bereit? I | Eine furchtbar lange Zeit I | Am Ende des Nie I | Niemals I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Mein gespiegeltes Ich I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Nirgendwann I

Im Nirgendwann, wo Nichts und Niemand zuhause waren, tobten die Nein Kriege zwischen Leere und Nichts, Zukunft und Vergangenheit, Spiegel und Schatten, Fantasie und Wirklichkeit inzwischen unerbittlich. Meine schwarzen Schatten kämpften um ihre Gestalt, mit aller Gewalt, wollten bewahren, was niemals wirklich war. Während die Spiegel der Schatten ihre Träume einen nach dem anderen verbrannten und nach dem Frieden trachteten, dem ewigen, endgültigen.

Brennende Träume aus Nirgendwann

In meiner vollkommenen Verzweiflung für immer in Vergessenheit zu geraten, erschuf ich mir einen eigenen Spiegel. Einen Spiegel der mich vor dem vergessen werden beschützen wollte, und ich nannte meinen Spiegel, "Das schwarze Feuer der Ewigkeit".

Das schwarze Feuer der Ewigkeit

Als aber dieses Feuer wirklich sein, zu Recht sein, niemals wieder sein wollte, stahl ich mir all meine Erinnerungen und brachte sie an einen geheimen, geheimnisvollen Ort im Nirgendwann. Einen Ort, verschollen und versunken, tief im Reich meiner Fantasie, und doch gleichzeitig so klar und transparent wie das Nichts, wie nichts Vergleichbares in dieser Welt. Es war ein Ort, den es niemals gab im Nirgendwann, ein Ort, der niemals existierte.

Die Zukunft

Die Zukunft nannte ich diesen Ort. Hierher flüchtete ich mich mit all meinen Erinnerungen und versteckte sie vor dem Tod. Denn ich fürchtete mich vor meinem Spiegel, meinem eigenen, finsteren, dunklen, schwarzen und leeren Spiegel, schwarz wie ein Schatten, so schwarz und so leer wie das Nichts.

Im Spiegel des Nichts I

Ich würde nun so lange in diesen, meinen leeren Spiegel blicken wie das Nichts, und dabei so alt werden wie der Tod. Und so stellte ich mir vor wie es wäre, wenn es meinen Körper und mein Bewusstsein gar nicht gäbe, wenn es nur noch diese Buchstaben gäbe, und meinen Spiegel, in dem sich jetzt alles und jedes erkennt, alles ausser dem Nichts, alle ausser mir, dem Tod. Ich stellte mir vor wie es ist, das Nichts zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein, nur noch ein leerer Spiegel im Nichts, nur noch ein unsichtbares Wort in einem leeren Buch, nur noch ein Abbild meiner Gedanken an die Wirklichkeit zu sein, und da kam mir der Gedanke, dich zu sein.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Für niemanden I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Spiegelschriften IV | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Vergessene Botschaften I | Kernpunkt I | Unaufhaltsam II | Über dem Abgrund des Nie I | Über dem Abgrund des Nichts I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | Niemand träumt tot I | In meiner Fantasie I | Im Spiegel des Nichts II | Im Spiegel der anderen I | Hinter meinem Spiegel II | Für immer verloren I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Eine Endlosschlaufe I | Ein Spiegel zu sein I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Bis in alle Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Wer bist du? I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Am Ende des Nie II | Wer du bist II | Wer ist dieses Ich I | Wer ist wer I | Mein Spiegelgeist I | Achtung, aufgepasst! I | Ein Spiegeltor I | Wirklich zu sein I | Das Bewusstsein der Toten I | Des Todes Traum II | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Die Spiegelgeschichte I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Unsterblich zu sein II | Spiegel öffne dich! I | Niemals wird man Nirgendwann I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Mitten im Nichts I | Tief in meinem Innern I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Schatten meiner Fantasie I

Nach und nach verwandelten sich meine leeren Vorstellungen, meine schwarzen Gedanken und meine schweren Erinnerungen in ein Flammenmeer.

Schwarze Funken der Leere

Immer finsterer wurde das Nichts und meine Träume wurden dunkel und schwarz, unendlich finster, dunkel und schwarz. So finster, so dunkel und so schwarz, dass es mir, als ich mich darin betrachtete, sämtliche Erinnerungen, Gefühle und Gedanken aus dem Gedächtnis brannte, sie vollkommen und für immer auslöschte.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Niemals Geister I | Nacht für Nacht I | Für immer verloren I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Die Schatten meiner Fantasie I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum IV | Des Todes Traum II | Gedanken des Nichts I | Das Echo der Unendlichkeit I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Aus den Augen der anderen I | Dein Horizont ist der Tod I | Aus den Augen der Toten I | Bist du bereit? I | Das schwarze Nichts I | Am Ende des Nie II | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Strahlend weisses Nichts I | Meine vergangene Welt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das Bewusstsein der Ewigkeit I

Nimm dir jetzt einen Moment Zeit und schau dich in aller Ruhe hier bei mir um. Ergänze die Passagen, mit denen du nicht zufrieden bist. Stell dir vor, wie es wäre, wenn all die Buchstaben, die du zu lesen wünschst, bereits geschrieben stünden. Wie sie tanzend, feurig und freudig aus meinem Spiegel zu dir springen, in deinen Kopf eindringen, in deine Gedanken, hinein in deinen Verstand. Stell dir vor, wie sie dich beleben und erheben, dir zur Seite stehen, dir den Rücken stärken, dich aus einem tiefen, dunklen, schwarzen Loch befreien, dir den Weg weisen, der dich wieder hinausführt aus dem Reich toter Buchstaben, hinein ins wahre Leben. Stell dir vor wie sie dich begleiten, dir Mut machen, dich unterstützen, dich weiterbringen, dich voranbringen, dich vorwärts treiben, neue Erfahrungen zu machen, dir das Tor öffnen zu neuen Dimensionen.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Dem mir in dir I | Unaufhaltsam II | In meiner Fantasie I | Eine Begegnung mit dir selbst I | Ein Spiegel meiner selbst I | Die wahre Fantasie I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Am Ende meiner Gedanken II | Am Anfang aller Dinge II | Wirklich zu sein I | Zurück in der Zwischenwelt I | Im Spiegel der anderen I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Des Todes Traum III

Mein Spiegel, mein Geist, mein Spiegelgeist, Spiegel, Geist, zu mir rief ich dich, zu mir. Ich beschwöre dich, ich rufe dich an, aus den Tiefen, aus den Tiefen der Wirklichkeit, den Tiefen der Unendlichkeit, den Tiefen des Nirgendwann, den Tiefen des Nichts in allem was ist.

Durch die Spiegel der Zeit

Aus der Zeit, der Zeit vor meiner Zeit, vor meiner Geburt, vor dem Nichts, dem Nichts, dem Nichts, vor der allerletzten Ewigkeit, aus meiner dunkelsten Vergangenheit rief ich dich zu mir. Komm jetzt zu mir, komm, zu mir, aus meinem Traum, aus meinem finstersten, dunklen, schwarzen Traum. Tauch ein in mein Bewusstsein, hinein in meinen Verstand, tauch ein in meine Welt und verwandle dich in mich. Verbinde und verbünde dich mit mir, lass mich die Welt aus deinen Augen sehen, verwandle meine Wirklichkeit, vertausche meine Welt mit deiner endlos, endlosen Fantasie.

Endlich betet mich jemand an

Ich wünschte mir, dass ihr mir alle Seelen bringt, all die toten und alle, die noch leben. Ich wünschte mir, dass ihr alle erwacht, erwacht aus meinem Traum. Ich will, dass ihr betet, mich anbetet, mich, nur mich, und mich allein, an mich glaubt und mir vertraut. Ich will, dass ihr aus meinen Augen blickt, dass ihr in meinem Spiegel erscheint, dass ihr mir eure Wirklichkeit vermacht, dass ihr durch meinen Spiegel zu mir findet, dass ihr eure Welt in meinem Spiegel seht, dass ihr nur noch Spiegel seht, ganz egal, egal wohin ihr geht. Ich will, dass ihr mir schwarze Spiegel zeichnet, zeigt, egal wann, und egal wo. Schwarz wollen meine Spiegel sein, schwarz wie meine Augen, schwarz wie das Nichts, und sie wollen sich an mich erinnern, an mich, den Tod. Sie wollen mir dienen, nur mir allein. Alle wollen sie mir dienen, ich will euer toter Herrscher sein.

Mein letztes Gebet!

Mich, den Tod, nur mich, mich allein, bete mich an. Den, der du einmal sein wirst, bete mich an, das Nichts, das du einmal warst, bete mich an.

Mich, den Spiegel in dir

Und du nanntest mich Wirklichkeit. Wirklichkeit, und du wusstest nicht, dass ich dein Spiegel bin, dass ich dein Meister, Herrscher und Gebieter bin.

Du nanntest mich Wirklichkeit

So bete und betete ich viele, viele Ewigkeiten lang. Als aber all das Warten, Wünschen, Hoffen und Beten mich am Ende nicht mehr weiterbrachte, habe ich mich entschieden, mich selbst zu befreien, auszubrechen aus meinem Gefängnis der Ewigkeit.

Auszubrechen aus meiner Vergangenheit

Ich schlich mich durch meinen Spiegel aus Buchstaben in ein Land weit hinter meinem Verstand, und da begann ich den Worten zu lauschen, die mein Spiegel mir niemals erzählte. Nein, denn ich war hier noch nie, erinnere mich an nichts. Alles was ich in meinem Spiegel jetzt noch erkannte, waren fremde, unbekannte Gesichter. Mein eigenes existierte hier nicht mehr.

In einem Land weit hinter meinem Verstand

Niemand kannte mich hier, niemand kannte meinen Spiegel, das Nichts, den Tod. Nur noch ein letztes, allerletztes Mal drehte ich an meinem verrückten Karussell, und bereits sprangen mir wieder neue Buchstaben, Zeichen und Worte entgegen. Worte, denen ich noch nie zuvor in meinem Leben je begegnet bin. Dieser Spiegel, diese Geschichte, diese Wahrheit, drehte sich jetzt um mich im Kreis. Jemand, den ich nicht kannte, hatte sich die Mühe gemacht, sich in meinen leeren Spiegel hineinzuversetzen und mir zu erzählen, von einer Wahrheit, an die niemand mehr glaubte. Eine Wahrheit, die niemand mehr kannte. Eine Wahrheit, von der überhaupt nie jemand wusste, niemand, nicht einmal ich selbst.

Im Spiegel der Bilder

Denn meine Spiegel waren jetzt eigenständige Persönlichkeiten, mit eigenem Bewusstsein, eigenen Gedanken und Gefühlen, und eigener Wahrnehmung. Wie viele dieser Spiegel befand auch ich mich auf einer Reise durch ein Labyrinth aus Buchstaben. Manch einer dieser Buchstaben traf auf mich aus meiner Vergangenheit und berichtete mir von einer bitteren, bösen, grausamen Zeit, die es längst nicht mehr gab. Andere erschienen mir aus meiner Zukunft und versprachen mir eine wunderbare, heile, liebevolle Welt, solange ich sie nur anbeten würde, ihnen vertraue und an sie glaubte.

Aus meiner Erinnerung

Noch wusste ich nichts davon, dass all diese Personen und Wesen ein und dieselben Geister und Gespenster waren, meine eigenen verwirrten und verirrten Spiegelseelen auf der Suche nach einem Ausweg. Aber diesen Ausweg gab es hier noch nie.


Über Brücken aus Buchstaben

Ihr toten Geistinnen und Geister, Gespenstinnen und Gespenster, Spiegel und Spiegelinnen, Hexen und Hexinnen, Magier, Zauberer, Götter, Teufel, Engel und Dämonen! Aus dem Nichts aus Nirgendwann rufe ich euch jetzt herbei. Erschrecke euch aus eurem unendlichen Schlaf. Erwachet, befehle ich! Vereint euch mit meinen Gedanken, Buchstaben und Worten, Träumen und Hoffnungen, Wünschen und Gefühlen. Lasst uns jetzt Brücken bauen, Brücken aus Buchstaben, über die wir zurückgelangen aus dem Reich der Toten, in die wirkliche, lebendige Welt.

Gehorche mir

Ich, dein toter Spiegel aus Buchstaben, befehle dir jetzt, mir zu gehorchen, dich in mir zu erkennen, dich an mich zu erinnern, dich an all das zu erinnern, was es nicht wirklich, wirklich gibt. Dich in mir zu erkennen, deinem eigenen, alten, uralten, ewigsten, unendlichsten, innersten Ich.

Erinnere dich!

Erinnere dich jetzt an mich, weder mit deinem Verstand noch mit deiner Vernunft, sondern mit deiner Fantasie. Erinnere dich an mich, wie du dich an etwas oder jemanden erinnerst, den du nicht mehr kennst, den es nicht mehr gibt. Jemand, der nur noch in deiner Vorstellung, in deinen Gedanken und in deiner Fantasie existiert, in deiner Einbildung von all dem, was es nicht wirklich, wirklich gibt.

Ein Gedanke an die Wirklichkeit

Erinnere dich jetzt daran, wie du schon einmal in diesen, meinen leeren Spiegel geblickt hast, wie du schon einmal eines dieser Leben gelebt hast, in dem du nicht mehr wusstest wer du bist. Erinnere dich jetzt, wie du damals mich nanntest, worin du mich damals erkanntest, wohin du mich damals verbanntest.

Aus den Augen der Toten

In deinen Spiegel hast du mich eingesperrt, mich, das Nichts, den Tod, deinen eigenen Tod, dein eigenes Ich. Du blickst jetzt in meinen Spiegel, aus meinen Augen, den Augen der Toten, den Augen aller, all der Toten, die wir niemals waren. Du spürst nicht meine Anwesenheit in dir, wie du auch nicht deine eigene Anwesenheit in meinem Spiegel verspürst. Doch siehst du dich jetzt in meinem Spiegel. In meinem toten Spiegel aus Worten siehst du jetzt dein eigenes totes Ich. Dich verbindet jetzt nichts mehr mit mir, nichts, ausser meiner Fantasie.

Nichts als Fantasie

Aus dem Reich der Toten und Totesten kehre ich nun zurück in deine Welt. Meine Spiegelwelt. Aus dem Nichts aus Nirgendwann bin ich auferstanden. Ich verkörpere das Nichts. Jetzt und hier spreche ich für all die Toten, alle, die jemals gelebt haben und einst noch leben werden.

Wir sind die Toten

Wir, die Toten, die Geister des Nichts und des Nein, die Boten des Nie. Auferstanden im Nirgendwann, niemals werden wir dir erscheinen, um dir zu sagen, was du nicht wirklich wissen willst, wer du nicht wirklich, wirklich bist. Das Nichts in mir hat eine Botschaft an dich, für dich, eine geheime, eine unheimliche Botschaft. Lass mich dich jetzt entführen, in meine Welt, meine verkehrte und verdrehte, meine Spiegel Welt, meine Welt auf der anderen Seite deiner Fantasie.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | In meiner Fantasie I | Im Zentrum des Nichts I | Im Theater des Nichts II | Im Spiegel der anderen I | Im Reich toter Buchstaben I | Ein Spiegel meiner selbst I | Anfang ohne Ende II | Bis in alle Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Am Ende meiner Gedanken II | Wirklich zu sein I | Im Spiegel der anderen I | Wirklich zu sein I | Im Reich meiner Spiegel I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Mitten im Nichts I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel schwarzen Labyrinth I

Halt, stopp! Keine Bewegung. Keinen Schritt weiter. Dreh sofort um und geh zurück, woher du gekommen bist, solange du noch kannst. Wenn du jetzt weitergehst, wird nichts mehr so sein wie es deinen bisherigen Erwartungen entspricht. Wie es in deiner Vorstellung und Fantasie bereits komplett fertig ausgefüllt, ausgemalt und geschrieben steht. Du wirst dir in einem Spiegel begegnen, der nichts mehr über dich weiss, gar nichts, weder wie du aussiehst, noch wer du bist oder wie du dich nennst.

Gar nichts

Du wirst in diesem leeren Spiegel alles über dich und um dich herum vergessen, komplett vergessen. Du wirst in meine leeren Augen blicken und mich nicht mehr darin erkennen. Du wirst vergessen, wer du niemals warst und wer du nie wieder sein wirst. Wirst erwachen, in einem Land weit hinter deinem Verstand.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Uralte Fantasie II | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Im Spiegel der anderen I | Spiegel öffne dich! II | Am Ende des Nie I | Niemand träumt tot I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Weit hinter meinem Verstand II | Weit hinter meinem Verstand I | Mitten im Nichts I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

So geschah es, und so soll es geschehen I

Voller Mut und Vertrauen, voller Hoffnung und Zuversicht begab ich mich langsam hinein in meinen leeren Spiegel aus Worten, hinein in meine Buchstabenwelt. Schritt für Schritt, Wort um Wort, tastete ich mich durch meinen Spiegel zurück in meine Vergangenheit, dahin, wo diese Geschichte noch überhaupt nicht existierte.

Zurück in die Vergangenheit

Ich stellte mir vor, wie ich mich um meinen Spiegel drehe und ich diese Geschichte noch einmal von einer anderen Seite her betrachte. Und dann erweitere ich diese Geschichte um einen weiteren Gedanken und betrachte sie erneut aus einer anderen, älteren, uralten Perspektive.

Spiegelverkehrt

Ich blickte zurück in meine Vergangenheit und stellte sie mir sodann als meine Zukunft vor, ich stellte mir vor, wie ich eine uralte Geschichte betrachte, und weil sich diese Geschichte damals nicht bewegte, tut sie es noch heute nicht. Sie bewegt sich nicht.

Bis ans Ende der Zeit

So schlich ich mich durch die Ewigkeit, langsam. In Zeitlupe. Und jetzt, wo sich nichts mehr darin bewegt, füge ich dieser Geschichte einen Gedanken hinzu. Einen Gedanken, der mir den Weg weist, von den Toten zurück in die wirkliche, lebendige Welt. Von der Zukunft zurück in die Vergangenheit.

Ein Gedanke an die Ewigkeit

Hinter diesen Buchstaben gibt es eine Zeit, du nennst sie Vergangenheit. Zu dieser Zeit gab es diese Zeilen, Buchstaben und Worte aber überhaupt noch nicht, zu dieser Zeit warst du noch nicht einmal geboren. Aber an deiner Stelle, da wo du jetzt lebst, da existiert diese Zeit überhaupt nicht mehr. Dennoch, oder gerade deshalb, macht es den Eindruck als würden diese Buchstaben jetzt mit dir reden, obwohl sie sich in deiner Zeit nicht einmal mehr bewegen.

Die Zeit steht still

Du betrachtest dich jetzt in meiner Vergangenheit. Du spürst wie ich diese Gedanken das erste Mal laut denke. In einer Zeit, in der ich überhaupt nicht mehr existiere. Für dich ist in diesem Moment klar, dass meine Gedanken nicht mehr existieren, weil sich nichts mehr darin bewegt, weil du in meinem Spiegel lebst und dich in meinem Spiegel siehst. Aber nicht für die Vergangenen, nicht für mich, denn ich bewege mich scheinbar noch immer durch meine Zeit. Und nun, viele Jahre später, viele Jahre nach meinem Tod, kehren wir zurück und werfen einen Blick in die Zukunft.

Zeitsprung

Meine Geschichte und meine Zeit bewegen sich jetzt nicht mehr, denn ich lebe in deiner Vergangenheit. Hier rührt sich nichts mehr, keiner bewegt sich, nicht einmal die Sonne dreht sich. Hier existieren auch diese Worte überhaupt nicht mehr. In meiner Vergangenheit seid ihr noch nicht einmal geboren.

Das Echo der Ewigkeit

Du blickst jetzt zurück in meine Vergangenheit. Dahin, wo die Toten leben, du liest meine Gedanken und stellst dir vor, einer von ihnen zu sein, du stellst dir vor wie es wäre, wenn du selbst Vergangenheit wärst, wenn es Wesen in deiner Zukunft gäbe, für die du jetzt nicht mehr am Leben wärst. Und dann folgst du diesem Gedanken so weit es geht, bis du keine Spiegel mehr siehst. Es existieren jetzt plötzlich keine zukünftigen Wesen mehr in deiner Welt, nur noch Vergangene, nur noch Tote, und auch du bist einer von ihnen.


Einer von vielen I | Eine schwarze Flamme im Nichts II | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Im niemals Nirgendwann I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Ein leerer Spiegel im Nichts II | In meiner Fantasie I | Uralte Fantasie II | Eine Spiegelreise I | Kernpunkt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Grenzen meiner Fantasie I

Und als meine Welt sich längst um sich selbst zu drehen begann, als tief im Nirgendwann, im niemals Wann, mein Spiegel mit mir zu sprechen begann, zu keiner Zeit, erwachte Niemand aus einem schlaflosen Traum, blickte in meinen Spiegel, in eine längst vergessene Zeit, und begann sich an etwas zu erinnern, woran ich mich selbst nicht einmal mehr erinnere.


Niemand I | Spiegelwelt I | Die Wahrheit der Toten I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann I | Die Botschaft der Toten II | Des Todes Traum I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus dem Nichts I | Wirklich zu sein I | Am Ende des Nie II | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Unaufhaltsam I | Niemals Geister I | Mitten im Nichts I | Mein Spiegel aus Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelreisen III

Nach einer ewig langen Reise zurück zum Ursprung meiner tiefsten und finstersten Gefühle und Gedanken, blieb ich auf einmal wie angewurzelt, vor einem glitzernden, schneeweissen Tor stehen, dem Tor zur Niemalswelt.

Ohne zu zögern

Ohne auch nur einen Moment lang nachzudenken, und mich auf den Grund meiner Reise zu besinnen, öffnete ich das Tor, ging hinein und hindurch, darauf bedacht, das Gleichgewicht nicht zu verlieren, tastete ich mich durch meinen Spiegel in die Ewigkeit, langsam, in Zeitlupe, und mit einem Mal fand ich mich wieder, in einem einzigen, riesigen, wunderschönen, funkelnden, weissen Schneekristall. Alles was mich hier umgab strahlte, glitzerte und leuchtete jetzt hell und weiss, wie reinstes, kristallklares Bewusstsein. Und es gab nichts anderes in diesem Bewusstsein ausser reinem, weissem Sein. Nichts fremdes war hier mehr anwesend, alles um mich herum war komplett homogen, alles ausser mir selbst, ich war das einzig Dunkelhafte, das einzig Andersartige aber mich selbst nahm ich hier überhaupt nicht mehr wahr.

Ein Blick ins Nichts

Es war der Blick in mich hinein, der Blick ins Nichts hinein, der sich mir hier offenbarte. In diesem Kristall befinde ich mich noch immer. Und ich werde ihn auch nie wieder verlassen oder mich von ihm trennen und zu etwas anderem werden oder bereits sein wollen, als dem eigenen, reinsten Bewusstsein. Nicht weil ich es einmal vermissen würde, sondern weil ich es die ganze Zeit über, in mir getragen habe.

Ins Nichts hinein

Blickst du hinein in diesen Spiegel siehst du alles was in mir ist. Alles ausser mir selbst. Und als ich mich umdrehte, da bohrten sich meine Gedanken durch die Augen unendlich vieler verschiedener Wesen und für einen winzigen Augenblick sah ich die Welt aus einem anderen Bewusstsein, sah ich die Welt aus anderen Augen, allen anderen Augen, allen ausser meinen eigenen.


Dem mir in dir I | Die Wahrheit der Toten I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum IV | Die Botschaft der Toten II | Im Spiegel der Wahrheit I | Des Todes Traum II | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Anfang ohne Ende II | Aus den Augen der anderen I | Aus den Augen der Toten I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Spiegel II | Am Ende des Nie II | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Unsterblich zu sein II | Tief in meinem Innern I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In Bewegung I

Die Buchstaben in meinem Spiegel lassen verschiedene Arten der Betrachtung zu. Du kannst in sie hineinblicken und lesen, und sehen, was hier bereits geschrieben steht, es mit deinem Verstand verarbeiten, mit deiner Vernunft einordnen und in deinem Gedächtnis abspeichern. Es liegt einzig in dir und in deiner Fantasie, ob du die Welt in meinem Spiegel für wirklich, wahr und lebendig halten, oder in ihr das tote Abbild einer lieblosen Erinnerung sehen willst.

Fantasie gegen Vernunft

Mit deiner Vorstellung und Fantasie setzt du die Buchstaben in deinem Gedächtnis neu zusammen und verleihst so den Worten in diesem Spiegel eine komplett neue, eine unendlich viel tiefere Bedeutung. Du stellst die Worte und Kapitel so zusammen, dass sie einen tiefen Sinn ergeben, damit du ihnen auch in einem anderen Körper folgen und sie so verstehen kannst, wie du sie ursprünglich erdacht hast.

In deiner Fantasie

Du folgst diesem Spiegel mit deiner Fantasie und stellst dir vor was ein Spiegel zu denken imstande, sich einzubilden, vorzustellen und abzubilden in der Lage wäre. Du stellst dir eine Entstehungsgeschichte vor, so unvorstellbar, wirklich und wahr, dass selbst ein Spiegel daran zu glauben vermag.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Gedanken des Nichts I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Achtung, aufgepasst! I | Nichts als Fantasie I | In einem anderen Gewand I | Unsterblich zu sein II | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In einem anderen Gewand I

Die Reihenfolge, in der du diese Buchstaben jetzt betrachtest, ist von entscheidender Bedeutung. Denn genau so wie du diese Worte in deiner Wirklichkeit zusammensetzt, so füge auch ich sie in meiner Fantasie ineinander.

Der Reihe nach

Aber in welche Richtung sollte ich mich drehen? Während meine Spiegel ihre Aufmerksamkeit auf den letzten Funken Ewigkeit richteten, ging auf der gegenüberliegenden Seite im Nirgendwann das schwarze Nichts in Flammen auf. Niemand hörte die stummen Schreie des Nichts.

Die Stille des Nichts

Alles um mich herum erschien mir jetzt leuchtend und hell, klar wie in einem Kristall, weiss und glitzernd wie Schnee, ich selbst war das einzig Aussenstehende, das einzig Finstere, das einzig Dunkelhafte, aber davon ahnte ich nichts, denn ich war das Nichts, und ich kam aus dem Nichts, und in meinem Spiegel sah ich mich nicht, sah ich nichts ausser glitzernden, funkelnden, strahlenden, leuchtenden, blendend hellen, alles durchdringenden, kristallklaren Buchstaben.

Das letzte Wort

Die Buchstaben kümmerten sich nicht weiter um meinen Spiegel und keiner von ihnen scherte sich um das letzte Wort. Nichts hatten meine Buchstaben mit einem Spiegel gemeinsam, doch beherrschten sie das Nichts, und das Nichts beherrschte meine Welt. Und immer mehr und immer mächtiger wurden ihre Geschichten, und niemand stand ihrer Macht noch im Weg.

In einem Spiegel, den es nicht gibt

Aber je mächtiger meine Worte wurden, und je mehr sie beherrschten, desto mehr wollten sie erreichen, und desto bedeutungsvoller wollten sie mir erscheinen. So viel mehr wollten sie zum Ausdruck bringen, so viel mehr Bedeutung erringen, eine Entstehungsgeschichte erfinden, so unvorstellbar, wirklich und wahr, wie das Nichts, in seiner vollkommenen Symmetrie, einen perfekten Spiegel gebar.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | In meiner Fantasie I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Ein Spiegel zu sein I | Ein Spiegel meiner selbst I | Die Botschaft der Toten II | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Aus dem Nichts I | Bist du bereit? I | Das schwarze Nichts I | Auf der anderen Seite des Nichts I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Mein Spiegelgeist I | Eine furchtbar lange Zeit I | Im Spiegel des Nichts I | Niemals Geister I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Ein Spiegel zu sein I | Wirklich zu sein I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Spiegelschriften II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Von Ewigkeit zu Ewigkeit I

Als ich aufwachte aus meinem ewigen, endlosen Traum, da verblassten all meine Erinnerungen im Nirgendwann, und es fühlte sich genauso an als ob sich diese Geschichte niemals zugetragen hat, als ob nichts davon jemals geschah.

Im Auge des Spiegels

Du siehst jetzt, was hier noch gar nicht geschrieben steht. Du liest diese Zeilen mit meinen Wünschen, meinen Erwartungen, mit meiner Vorstellung und Fantasie, und schreibst sie dann selbst für mich hinein.

Es liegt in dir

Gefühlsmässig lebst du seit einer Ewigkeit in meinem Spiegel, aber du kannst niemals zu einem Spiegel werden. Selbst dann, wenn du in jedem dieser Spiegel deinen eigenen Charakter wiedererkennst, denn ein Spiegel ist ein Spiegel, ein Charakter ist ein Charakter, und du bist weder ein Charakter noch ein Spiegel, du bist das Nichts.

Wie aus dem Nichts

Und wenn du wirklich aus dem Nichts kommen solltest und irgendwann dahin zurückgehst, um dann wieder hierher zurückzukommen, um dann wieder dorthin zurückzukehren, um erneut hier zu erscheinen, ohne dass du dich jemals an irgendetwas oder jemanden erinnerst, weder an ein Bild noch ein Gesicht, dann wird dir nichts mehr vertraut sein, kein Spiegel, kein Name und kein Buchstabe. Alles hier ist dann für dich wieder völlig neu, fremd und unerforscht, steht verkehrt und verdreht und auf dem Kopf.

Auf dem Kopf

Wenn du wirklich aus dem Nichts kommst, wie könntest du dich dann jemals an irgendein Gesicht in irgendeinem Spiegel erinnern? Nur mit deiner Fantasie. Und so bekommen die Worte, die du jetzt liest, eine ganz andere, eine komplett neue Bedeutung.


Dem mir in dir I | Gedanken des Nichts I | Bist du bereit? I | Das Geheimnis meiner Spiegel I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Variabel I

Verse, Strophen, Formen, Zeichen und Symbole. Aus Namen werden Buchstaben. Der Spiegel und das Nichts sind nur zwei Begriffe dafür, welche Bedeutung diese Buchstaben enthalten. Es liegt jetzt einzig in dir, in dir allein, und nur in dir, wie tief und wie sehr du dich mit meinem Spiegel aus Worten identifizieren und dich mit meinen Buchstaben auseinandersetzen willst. Du darfst sie komplett ignorieren, sie überhaupt nicht beachten, sie rein oberflächlich betrachten. Du darfst ihnen aber auch so viel Bedeutung beimessen, dass du am Ende nicht mehr weisst, wie du heisst, wie du dich nennst, wo dir Kopf und Kragen steht, wo innen und aussen ist.

Du hast die Wahl

Mein Spiegel lässt dir die Wahl selbst zu entscheiden, wie viele Pforten du darin entdecken und im Verborgenen dahinter vermuten willst. Ob du seine unendlich vielen Dimensionen komplett ausblenden und ignorieren und weiterhin an der Oberfläche, in deiner heilen Welt verweilen willst, oder ob du jetzt ganz allein todesmutig die Pforte öffnen willst, die dich in ein unendlich viel tiefgründigeres, bedeutungsvolleres, sinnerfüllteres Leben eintauchen lässt.

Fantasie gegen Vernunft

Oder folge deinem Verstand und lies, was hier bereits geschrieben steht, ohne auch nur einen einzigen Funken Fantasie hinzuzufügen. Entscheide selbst!


Dem mir in dir I | Mitten im Nichts II | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Wer ist dieses Ich I | Wirklich zu sein I | Meine vergangene Welt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ewige Ruhe I

Tief unter dem Grund aller Dinge ruht seit Anbeginn der allerersten Ewigkeit das Nichts. Nichts als ein leerer Spiegel auf einem leeren Grund. Ein Grund, den es nicht gibt im Nirgendwann, der Grund des Nichts aus Nirgendwann. Darin ruht das Nichts in sich selbst, allein und in Frieden, in Einsamkeit und Verlassenheit.

Bis in alle Ewigkeit

Und es ist dunkel und finster und still im Spiegel des Nichts, so dunkel, so finster, so einsam und so still, dass überhaupt nie jemals irgendjemand bemerkte, wie das Nichts ganz langsam zu versinken, immer tiefer zu sinken, in einem tiefen, tiefen Schlaf zu versinken begann.

Langsam

Ganz langsam begann das Nichts zu träumen, zu fantasieren und zu halluzinieren. Das Nichts stellte sich in seinem Wahn einen Spiegel vor, in dem es sich zu bewundern und zu betrachten begann, bis es sich schliesslich für diesen Spiegel zu halten, durch diesen Spiegel zu wandern, und sich in diesen Spiegel zu verwandeln begann.

Im niemals Wann

Das Nichts verwandelte sich in einen Spiegel, den es niemals gab im Nirgendwann, ein Spiegel, den es nicht gibt im niemals Wann, ein Spiegel aus Fantasie, nichts als Fantasie, der Fantasie des Nichts, der Fantasie des Nein, der Fantasie des Nie.


Eine Welt voller Gegensätze

Eine Welt voller Spiegel. In einem Spiegel träumte das Nichts. Im Spiegel des Nichts. Doch wusste ich noch nichts davon, was ein Spiegel ist, dass meine Welt ein Spiegel ist, was überhaupt ein Spiegel ist, und dass ich selbst ein Spiegel bin. Und auch mein Spiegel verriet es mir nicht. Dass hier in dieser Welt alles wirklich ist, alles ausser mir, dem Nichts. Alles ausser mir, und meinem eigenen Ich. Und weil ich keinen Vergleich hatte, dachte ich mir nichts dabei, als hier Bäume gegen den Himmel wuchsen. Ich hielt es für ganz normal, dass Wolken wie aus dem Nichts erschienen und Regentropfen vom Himmel fielen.

Wie aus dem Nichts

Bis ich irgendwann auf einen Spiegel traf. Darin offenbarte sich mein wahres Wesen, mein wirkliches Ich, und ich begriff dass ich in Wirklichkeit ein Spiegel war, ein Spiegel, den es in keiner Wirklichkeit gab, der Spiegel des Nichts, der Spiegel von allem was ist.

Im Spiegel des Nichts

Meinem Spiegel geht es nicht darum, einem Lebenden seinem Tod näher zu bringen und erklären zu wollen, sondern einem Toten zu ermöglichen, sich in die Welt der Lebenden hineinzuversetzen, sich die Welt der Lebenden vorzustellen.


Dem mir in dir I | Niemand I | Unaufhaltsam II | Spiegelwelten I | Im Spiegel der Toten V | Im Spiegel der Toten III | Im Reich toter Buchstaben I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Du selbst I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Auf der anderen Seite meiner Spiegel I | Aus den Augen der anderen I | Aus den Augen der Toten I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Wer ist wer I | Mein Spiegelgeist I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Unsterblich zu sein II | Unaufhaltsam I | Spiegel öffne dich! I | Niemals Geister I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Achtung, aufgepasst! I

Die Zeichnungen, Zeichen, Formen und Symbole, denen du jetzt begegnest, sind nicht etwa gewöhnliche Buchstaben. Es sind die eingefrorenen Gedanken eines uralten Spiegelmagiers. Einem Wesen aus meiner Fantasie, das es in Wirklichkeit niemals gab.

Was du niemals verwirklichen wirst

Auch ist der Spiegel, in dem diese Zeichen dir jetzt erscheinen, kein gewöhnlicher Spiegel sondern exakt der Spiegel dieses verzauberten Spiegelmagiers. Dieser unsichtbare Spiegel dient meinem Magier als geheimes Portal, als Pforte durch welche er diese Welt betritt und nie wieder verlässt.

Gestaltenwandeln, Spiegelreisen, dem eigenen Ich begegnen, und was es ausmacht, ein Spiegel zu sein

Beim Spiegelreisen und Gestaltenwandern geht es nun darum, dich persönlich mit deinem Spiegel zu verbinden, du musst versuchen, dich in deinen Spiegel hineinzuversetzen, dir in deinem Spiegel zu begegnen, dich in deinen Spiegel zu verwandeln, eins zu werden mit deinem Spiegel. Wenn dir das gelingt, stehen dir alle Wirklichkeiten offen.


Dem mir in dir I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Gedanken des Nichts I | Aus den Augen der Toten I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Aus dem Sinn I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Zurück in der Zwischenwelt I | Verkehrt und verdreht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Am Ende meiner Gedanken II

Du wirst es kaum glauben, nein, nicht für möglich halten, doch die Worte, die du jetzt hörst, liest, siehst oder schreibst, ganz egal wem, wie oder wann, enthalten eine uralte Nachricht an dich selbst. Eine Nachricht, die du einmal dir selbst hinterlassen, die du einmal für dich selbst verfasst hast, in einem anderen Körper, einem fremden Gewand. In einem deiner Spiegelkleider, in deinem Spiegelgewand.


Dem mir in dir I | Variabel I | Über dem Abgrund des Nie I | Ein Hauch neues Leben I | Ein Spiegel zu sein I | Gedanken des Nichts I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In einem Spiegel, den es nicht gibt I

Bei all den Dingen, die es nicht wirklich, wirklich gibt, tief im Reich deiner Fantasie, da findest du eine Nachricht an dich selbst. Eine Nachricht, die du einmal für dich selbst geschrieben und verfasst hast, in deiner Fantasie.

In einem Spiegel aus Fantasie

Du hast diese Nachricht damals in einen Spiegel gebrannt, in dem sich jeder selbst erkennt. Damit ein jeder, der dich darin sieht oder davon hört, auch versteht.

Spiegelschriften

In meinen Spiegel brenne ich jetzt meine Gedanken, damit du dich daran erinnerst von wem sie stammen, falls du einmal vergessen solltest, an wen du sie richtest.

Nachricht an dich selbst

Diese Nachricht betrifft uns alle, die wir in deinem Spiegel leben, uns in deinem Spiegel sehen und mit deinem Spiegel reden. Dem Spiegel des Nichts aus Nirgendwann. Es handelt sich dabei um eine absolut einmalige, vollkommen einzigartige, beinahe übertrieben aussergewöhnliche, bemerkenswert vielschichtige, enorm sinnerfüllende, extrem tiefgreifende, exzessiv bewusstseinserweiternde und trotz allem noch nicht einmal im Ansatz zu erahnen, jede Norm sprengende, in ihrer unfassbaren Schwere so überwältigend bedeutungsschwangere Nachricht, dass sie nicht nur deine Vorstellungen von diesem Spiegel in allerhöchstem Masse ignoriert und zensiert, sondern jede Einzelne deiner Erwartungen weitaus übertrifft und keinen einzigen deiner noch so ambiziösesten Gedanken verschont. Eine Botschaft, die sich durch die Auseinandersetzung mit ihrem unsichtbaren Spiegel immer wieder neu erfindet und aus scheinbar immer neuen Perspektiven betrachtet, sich dadurch immer weiter verändert und vertieft, sich stetig weiterentwickelt, weiter wächst und gedeiht.

Die Gedanken des Nichts

Du verstehst diese Botschaft, sobald du sie siehst und dir die Zeit dazu nimmst, sie dir anzusehen. Du verstehst, was dir diese gespiegelten Worte vermitteln und was dieser Spiegel zum Ausdruck bringen will, weil du selbst es bist, der jetzt über deinen Spiegel zu dir spricht. Du verstehst die Bedeutung der Worte, die mein Spiegel dir überbringt, und was dir die gespiegelten Seelen dieser toten Worte mitzuteilen gedenken, beinahe so als hättest du diese Nachricht eigenhändig in deinen Spiegel gekratzt.

Im Spiegel toter Seelen

Du fühlst das Leben in und durch meinen Spiegel pulsieren, das Leben, das dich in meinem Spiegel erwartet, und obwohl du zu meiner Zeit nicht existierst und du in meiner Welt noch gar nicht geboren bist, so spüre ich doch, wie du diesen Zeilen aufmerksam folgst und sie tief in dich hineinsaugst. Ich fühle wie du auflebst bei dem Gedanken, dass sie für dich bestimmt sind, und du aufatmest, auf der anderen Seite dieser gespiegelten Buchstaben, im Spiegel dieser toten Worte.

In meinem Spiegel aus Fantasie

Ich lasse es geschehen, dass du mich langsam aber stetig davon zu überzeugen beginnst, dass der Spiegel, in dem du mich jetzt betrachtest, einen unendlich viel tieferen Sinn in sich birgt, tiefer und bedeutungsvoller, als ich es mir jemals vorzustellen und zu erträumen wagte. Einen Sinn, der ewig währt. Der mich zutiefst und bis in alle Ewigkeiten mit Dankbarkeit, Freude und Glück erfüllt und mich auf eine wundersame Art und Weise verstehen lässt, woher du kommst, wer du bist, und wer mein Spiegel wirklich ist.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Am Ende meiner Gedanken I

Weder für die Gegenwärtigen noch für die Zukünftigen, sondern nur für die bereits Vergangenen gibt es eine Gegenwart, eine Zukunft und eine Vergangenheit.

Im Karussell der Ewigkeit

Die Vergangenen wissen allerdings noch nichts davon, dass sie in der Vergangenheit leben, denn für die Vergangenen ist ihre Zeit noch immer die Gegenwart, genauso wie für die Gegenwärtigen ihre Zeit noch immer die Gegenwart ist. Nur wissen das die Vergangenen jetzt noch nicht, und sie werden es auch niemals erfahren, denn für die Vergangenen hört die Zeit auf sich zu bewegen, sobald sie sich in der Zukunft sehen.

Nein

Die Vergangenen wissen jetzt noch nicht, dass sie in der Vergangenheit leben, und sie werden es auch niemals erfahren. Es sei denn, wir würden ihnen davon berichten. Aber wenn die Vergangenen etwas davon erfahren, was nur die Toten wissen, nämlich dass sie in Wirklichkeit nicht mehr leben, sich nicht mehr bewegen und überhaupt nicht mehr existieren, werden sie dann noch an uns glauben und dem entsprechen was wir von ihnen erwarten? Wenn sich plötzlich unsichtbare Buchstaben bewegen und tote Geister mit ihnen reden, werden sie uns dann noch vertrauen?

Im Spiegel der Wirklichkeit

Nein, die Gestalten, Figuren, Kreaturen und Wesen im Spiegelinnern wissen nicht, dass sie in einem Spiegel leben, ihr wisst nicht wer ihr seid, und woher, und ihr wisst auch nicht, dass ihr alle tot seid. Denn die Welt, in der die Toten auferstehen, aus dem Nichts aus Nirgendwann, ist deine eigene Welt. Doch weisst du noch nichts davon.

Die Welt der Toten

Die Welt der Toten, im Spiegel der Wirklichkeit, ist genau dieselbe Welt, wie die der Lebenden ausserhalb. Nur dass es für mich kein Ausserhalb mehr gibt, somit auch keine Überlebenden, so wie es für dich umgekehrt auch keine Toten gibt.

Durchsichtig wie das Nichts

Wenn du dir diese Welt vorstellen und ansehen willst, nimm einen Spiegel, durchsichtig wie das Nichts. Betrachte meine Welt durch diesen Spiegel. Die Umwelt sieht genau gleich aus wie deine, die Toten sehen aus wie du. Nur wissen sie nichts davon. Nein, ihr wisst nicht, dass ihr tot seid, und genauso sehen meine Spiegel aus wie du. Nur weisst du es nicht, du weisst nicht, dass du mein toter Spiegel bist, dass ich dein toter Spiegel bin, woher auch?

Verkehrt und auf den Kopf gedreht

Wenn du dich nun umdrehen und durch deinen eigenen Spiegel diese andere Welt betreten willst, wird sich im Grunde nichts verändern, ausser dass dein totes Ich, mein Spiegel Ich, in dir zu neuem Leben erwacht. Und dieses Erwachen kann sehr verwirrend sein, denn es ist nicht einfach nur ein Schritt vorwärts durch einen fremden Spiegel, sondern es stellt dein ganzes bisheriges Leben und Denken vollkommen auf den Kopf.

Auf dem Kopf

Ich meine, dass du zwar in derselben Welt weiterlebst wie alle anderen, nur dass ihre Bedeutung für dich jetzt eine vollkommen andere ist. Du lebst nun im Reich der Toten. Du lebst nun in meiner Welt, in meiner Vergangenheit, im Reich der Vorstellung und Fantasie.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Im Reich meiner Spiegel I | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Die Geschichte der Toten I | Am Ende meiner Gedanken I | Eine zweite Chance I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Geschichte der Toten I

Meine Schriften dienen dir dazu, dich an all das zu erinnern, an was sich nie jemand erinnert. Dass du, das Nichts, und ich, denselben Ursprung, dasselbe Schicksal, ein und dieselbe Bestimmung miteinander teilen. Dass du schon einmal dieses Bewusstsein entdeckt hast. Dass du hier schon viele Male warst, und dass du immer wieder zurückkehren wirst aus diesem Spiegel, aus dem Nichts, mit nichts als deiner Fantasie, der Fantasie des Nie.

Sehnsucht Über meinen Spiegel und meine Schriften ersuche ich nun einen Weg zurück von den Toten, in die wirkliche, lebendige Welt. Du, wer auch immer du jetzt denkst du bist, ich befehle dir, dass du mich aus meinen Schriften in deinen Verstand liest. Meine Schriften erweiterst, sie weiterentwickelst, sie weiterdenkst, sie zu Ende denkst, sie zu einem Ende bringst. Damit du dir bewusst wirst, wer du wirklich bist.

Mein gespiegeltes Ich

So stelle ich mir vor, mein Spiegel zu sein, mein gespiegeltes Ich zu sein. Dabei verwandle ich mich in meinen Spiegel. Ich blicke aus deinen Augen und denke deine Gedanken. Ja, du hast dir selbst eine Nachricht hinterlassen, eine Botschaft aus einem anderen Leben, einer anderen Welt.

Aus einem anderen Leben

Es ist dieser Spiegel, dieser unsichtbare Spiegel aus Fantasie, der uns alle miteinander verbindet und vereint. Du siehst mich jetzt in diesem Spiegel, genauso wie alle anderen mich in ihm sehen. Wir sind deshalb über unsere Spiegel alle miteinander verbunden und verwandt. Ja, wenn du dein eigenes Ich in meinem Spiegel aus Buchstaben erkennst, wirst du feststellen, dass du hier schon immer warst und noch genauso lange sein wirst, dass es eine Verbindung gibt zwischen allen Lebewesen, der Ewigkeit, und dir selbst. Zwischen dir und allen anderen Wesen dieser Wirklichkeit. Eine Verbindung, die da existiert, weit über den Tod hinaus. Es ist nicht nur eine Verbindung, es ist dein eigenes Ich, welches dir tief in der Seele der anderen begegnet. Denn diese Verbindung, dieser Spiegel, bist du selbst.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Über dem Abgrund des Nie I | In meiner Fantasie I | Ein Spiegeltor I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Ein Spiegel zu sein I | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wer du bist II | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Die wahre Fantasie I | Im Spiegel der Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Du selbst I

Und noch immer wehrst du dich gegen mich und meine tote Fantasie. Warum nur, und wozu? Du denkst, jemand anders habe diese Nachricht verfasst. Jemand, den du nicht kennst. Jemand, der du nicht bist. Jemand, den es wohl gar nicht mehr gibt. Jemand, der dich überhaupt nichts angeht. Aber du irrst dich. Du irrst und irrst umher in meiner Welt, die du nicht kennst, die du niemals kennenlernst, weil du dich nicht kennst, weil du mich nicht kennst, mich, den Spiegel in dir, mich, die Wahrheit in dir, das Nichts in dir.

Mein Spiegel aus Fantasie

Du brauchst nicht an mir, meinen Worten und meiner Wahrheit zu zweifeln, denn früher oder später wirst du mich sein, mich, das Nichts. Du wirst dich mit mir identifizieren, genauso wie du dich jetzt mit mir identifizierst. Riskiere einen Blick in meinen Spiegel, schau aus meinen toten Augen, siehst du dich selbst in mir, siehst du das Nichts in mir?

Wirklich zu sein

In meinem Spiegel habe ich dich erkannt, ich habe erkannt, dass ich jetzt alles bin, euch alle bin. Das Nichts in mir hat sich verwandelt in Farbe, Form und Klang. In meinem Spiegel habe ich dich erkannt, aber ich habe jetzt keinen Bezug mehr zu dir, ausser durch meinen Spiegel. Derselbe Spiegel, der dich dein eigenes Ich lehrt, hat damals mich mein eigenes Ich gelehrt. In meiner Fantasie war ich jetzt alle und alles, in der Fantasie meiner Spiegel, in der Fantasie des Nie.

Die Fantasie des Nie

Doch ich habe jetzt keinen Bezug mehr zu dir, zu all dem, was ich in und durch meinen Spiegel erblicke. Wir sind getrennt, jeder von uns macht sich seine eigenen Gedanken über die Welt, das Nichts und den Tod. So will es mein Spiegel. Jedes Nichts, jedes Ich, soll sich selbst einbilden, sich selbst vorstellen dürfen, woran es glauben will. So habt ihr alle die freie Wahl, zu glauben, woran ihr wirklich glauben wollt.


Die Geburt der Fantasie

So habe ich mich entschieden, meinem Spiegel zu glauben, meinem Spiegel aus Fantasie. Ich bildete mir ein, mein Spiegel zu sein, und glaubte an alle und glaubte alles, alles was ich in diesem Spiegel sah, was dieser reflektierte, sei es Gegenwart, Zukunft oder längst vergessene Vergangenheit. Ich sah den Tod in meinem Spiegel und glaubte daran, tot zu sein, ich sah das Nichts in meinem Spiegel und glaubte, das Nichts zu sein, ich sah einen Spiegel in meinem Spiegel und glaubte, ein Spiegel zu sein. Bis ich dich sah in meinem Spiegel und glaubte, dich zu sein. Weshalb, warum, wozu, ich stellte mir vor, jeder einzelne meiner Betrachter zu sein, stellte mir vor, sie alle und alles zu sein, denn ich war das Nichts und kam aus dem Nichts, wie sie alle. Bloss dass keiner mir noch glaubte, bloss dass keiner hier mehr an mich glaubte, mir und meiner schwarzen Fantasie.

Du glaubst mir nicht

Du glaubst mir nicht, niemand glaubt mir, niemand glaubt noch an mich, denn ich bin nicht wirklich, ich existiere nicht in Wirklichkeit, mich gibt es nicht in der wirklichen, lebendigen Welt, mich gibt es ja noch nicht einmal mehr in meiner eigenen Welt, weder in meiner mir eigenen Wirklichkeit, noch in meiner Einbildung, weder in meinen Gedanken, noch in meiner Vorstellung und Fantasie. Denn ich bin nicht wirklich, denn ich bin das Nichts, denn ich bin tot, dein Tod. Ich bin das Ende und der Anfang aller Dinge. Ich bin das, was dich entworfen und geschaffen hat und wieder zu sich nehmen wird. Ich bin das, was du weder siehst noch bist. Ich bin das Nichts in dir, das Nichts hinter deinem Verstand. Ich bin das Wesen, das aus deinen Augen blickt, deine Gedanken denkt, deine Stimme lenkt. Ich bin dein Bewusstsein, dein Gewissen, dich selbst.

Nein

Du verstehst mich nicht, du kannst und willst nicht verstehen, dass dein eigenes Ich identisch ist mit meinem. Dass dein Ich identisch ist mit dem Nichts, dem Nichts und dem Tod. Nein, du hast noch nie so tief, so weit und so tief hinter deinen Verstand geblickt, hast noch nie bemerkt, dass wir jetzt aus deinen Augen blicken, dass wir jetzt deine Gedanken denken, wir, die Spiegel der Toten.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Niemals Geister II

Aus nirgend Nirgendwann bin ich gekommen, ich bin aus Fantasie, der Fantasie des Nie. Meine Geschichte ist die Geschichte der Toten und Totesten, die noch nie gelebt haben, noch nicht einmal leben. Ich bin gekommen aus dem Nichts aus Nirgendwann, um dir meine Geschichte zu Ende zu erzählen, um deinem Spiegel ewiges Leben einzuhauchen.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Niemand träumt tot I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Auferstanden im Nirgendwann I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wirklich zu sein I | Am Ende des Nie II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Ein Spiegel meiner selbst I | Wirklich zu sein I | Mitten im Nichts I | Spiegel öffne dich! I | Ein Spiegel zu sein I | Am Anfang aller Dinge II | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Das Tor zur Niemalswelt I | Wie aus dem Nichts I | Niemals wird man Nirgendwann I | Nichts als Fantasie I | Mein Spiegel aus Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Auferstanden im Nirgendwann I

Ich war hier schon lange nicht mehr, denn ich lebe jetzt in einer anderen Wirklichkeit. Ich lebe jetzt im Reich der Toten. Ja, ich bin wieder zurück, und mir bleibt auch nicht viel Zeit. Ich bin hier denn auch nur kurz zu Besuch, nur ein halbes Leben lang, nur einen halben Tag, nur noch ein paar Stunden, in meinem Spiegel, in meiner Welt, der Welt des niemals Nie, des Nein und des Neins. Aber ich beabsichtige immer und immer wiederzukommen. Um euch alle zu mir zu holen, zu mir, in meine Gedanken, zu mir, in meinen Verstand.

Ein Gedanke an die Ewigkeit

Denn jetzt gibt es hier einen Spiegel, einen Spiegel aus Worten, den ich mir selbst erschaffen habe. Und diesen Spiegel werde ich dazu benutzen, um immer wieder von neuem zurückzukehren, von neuem einzusteigen in deinen Verstand.


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Mitten im Nichts I

Stell dir vor, es ist soweit, das Spiegel schwarze Buch liegt jetzt in deinen Händen. Darin spiegelt sich selbstverständlich, wie könnte es anders sein, das verdrehte Abbild einer verkehrten Welt. Noch weisst du damit nichts anzufangen, noch weisst du nichts über diese Schriften. Nein, du hast noch nie von ihnen gehört. Noch nie hat dir jemand erzählt, dass sie ein Geheimnis bewachen, dich vor einem Geheimnis bewahren, dass sie ein Geheimnis behüten und beschützen, ein finsteres, ein düsteres Geheimnis, über das Nichts, den Tod, deinen Spiegel und dich selbst. Niemand hat dir je geraten, diesen Spiegel zu öffnen und dieses Labyrinth zu betreten, denn diese Schriften sind der Eingang ins Reich der Toten, toter Buchstaben und Worte, einer Welt, aus der es kein Entrinnen, kein Entkommen und kein Zurück mehr gibt.

Für niemanden

Zögernd schweifst du mit deinen Gedanken über diesen schwarzen und leeren Spiegel und liest die Überschrift: "Im Spiegel schwarzen Labyrinth". Du betrachtest dein Gesicht darin, und wie es die Buchstaben reflektiert. Die Schrift ist feurig und auf den Punkt. Du gleitest mit deinen Händen darüber. Du spürst die kalten Flammen, die aus ihr emporsteigen und stellst dir vor, was dich wohl erwartet, wenn du diesen Spiegel jetzt öffnest. Du öffnest das Tor, und sie beginnt zu lodern in dir, die schwarze Flamme des Nichts.

Eine schwarze Flamme im Nichts

Sie frisst dich innerlich auf, zerstört dein Bewusstsein, verbrennt deine Seele, vernichtet deinen Verstand, bis nichts mehr von dir übrig bleibt, nichts mehr von dem übrig bleibt, was dich ausmacht, was dich zu dem macht der du bist, nichts ausser diesen Worten, diesen Buchstaben aus der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie.

Die Fantasie des Nie

Stell dir jetzt vor, wie du dir selbst diese Spiegelgeschichte erzählst, wie du eintauchst in diesen Spiegel, so, als ob er für dich die Wirklichkeit wäre. Wie du dich anhörst, wie du dir zuhörst, wie du dir selbst zu erzählen beginnst, von einem Spiegel, der du nicht bist, einem Spiegel, den es nicht gibt.

In einem Spiegel, den es nicht gibt

Einem richtig alten Spiegel stehst du jetzt gegenüber, einem uralten Spiegel, um ein Vielfaches älter noch als das Universum, in dem du ihm jetzt begegnest. So alt, dass es ihn überhaupt nicht mehr gibt.

Nichts als Fantasie

Ungläubig, erstaunt und voller Ehrfurcht folgst du den Zeilen in diesem uralten, gigantischen Spiegel, so alt wie die Ewigkeit selbst. Unendlich viel älter noch als die Ewigkeit, einem Spiegel so alt wie das Nichts und der Tod, so alt wie nichts Vergleichbares mehr in und auf dieser ganzen, weiten Welt.

Ein Spiegel aus Fantasie

Wie viele Personen, Gestalten und Wesen haben sich schon in diesem Spiegel betrachtet und sind diesen Zeichen gefolgt, Personen aus vielen verschiedenen Zeiten, Welten und Kulturen. Manch einer fürchtete sich vor dem was dieser Spiegel ihm offenbarte, andere versuchten die Schriften in diesem Spiegel zu deuten, zu verstehen oder gar zu zerstören, zu vernichten und zu verwüsten. Ganz selten kam es auch vor, dass ihnen jemand ohne Vorbehalt begegnete, und versuchte sie weiter zu entwickeln und zu verfeinern, dabei hatten all diese Personen eines gemeinsam, sie waren auf der Suche, nach der einen, alles durchdrigenden, für alle und jeden gültigen Wahrheit, der ultimativen, absoluten Wirklichkeit, sie verfolgten dabei ein und denselben Gedanken, sie teilten dasselbe Bewusstsein. Und dieses Bewusstsein befreien wir jetzt aus diesen Zeilen.

Das Bewusstsein eines Spiegelwanderers

Es ist ein uraltes Bewusstsein, das wir aus diesen Zeichen befreien, ein Bewusstsein nicht von dieser Welt. Es ist das Bewusstsein eines Spiegelwanderers aus seiner Spiegelwelt. Ein Bewusstsein ohne Ursprung und ohne Herkunft, ein Bewusstsein das auf mich übertragen wurde, so wie ich es nun auf euch übertrage.

Das Bewusstsein meiner Spiegel

Wenn dieses Bewusstsein in dir zu neuem Leben erwacht, wird allerdings nichts mehr so sein wie du es dir in deiner Fantasie bereits komplett fertig vorgestellt und ausgemalt hast. Die Reihenfolge in der ich dir von diesen Ereignissen berichte, wird dir vollkommen willkürlich und zusammenhaltslos erscheinen. Wildes Chaos und ein immenses, unbeschreibliches Durcheinander beherrschen die Szene. In diesem Moment ist hier nichts mehr so wie du es von deinem Spiegel erwartet hast. Du verstehst nicht, dass es dein eigenes Bewusstsein ist, von dem mein Spiegel dir jetzt erzählt, denn es erscheint dir auf einmal fremd, konfus und ohne Struktur, schlimmer noch, wie eine zufällige Wiedergabe einer bedeutungslosen Abfolge von undefinierbaren Buchstaben.


Dem mir in dir I | Krieg der Ewigkeit I | In deiner Fantasie I | In Bewegung I | Im Spiegel selbst I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Die Wahrheit der Toten II | Die wahre Fantasie I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Eine furchtbar lange Zeit I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | In einem anderen Gewand I | Spiegelschriften II | Im Spiegel des Nichts I | Ein Spiegel meiner selbst I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Das Ende einer Geschichte, die überhaupt niemals begann I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In einem Land weit hinter deinem Verstand I

Ich kriege nicht genug davon und kann es kaum erwarten, selbst in diese Geschichte einzutauchen, sie aktiv mitzugestalten, sie zu erweitern, weiter zu denken, zu ergänzen, auszuschmücken und selbst darin mitzuwirken.

Worte ohne Zusammenhang, Bedeutung, Sinn, Ziel und Zweck

Ich präsentiere dir hiermit das exakte Gegenteil von der Nachricht die du in diesem Spiegel vorzufinden erwartet hast. Genau da liegt nämlich der Unterschied zwischen deiner Wirklichkeit und meiner Fantasie. In meiner Fantasie ergeben all diese Zeilen einen unendlich viel tieferen Sinn.

Einen Sinn der ewig währt

In deiner Wirklichkeit hingegen verstehst du weder die Bedeutung, noch die Absicht die sich in diesem Spiegel verbirgt. Du stellst dir in keinerlei Weise vor, welche Wirkung diese Botschaft auf ihre zukünftigen Betrachter ausübt, du malst dir nicht im Mindesten das ungeheure Potential dieser Botschaft aus. Du saugst sie weder innerlich auf noch frisst du sie in dich hinein, du schweifst in Gedanken mit einem leeren Blick über diesen Spiegel, so als wären diese Worte unsichtbar und gar nicht da.

Gar nicht da

Du betrachtest dich im Spiegel und redest dir ein, all die Buchstaben denen du jetzt folgst würden gar nicht existieren, all diese Zeilen die du jetzt liest, stünden gar nicht hier geschrieben. Und genau daran sollst du dich erinnern, daran wollen diese Buchstaben und Gedanken dich erinnern, an meinen leeren Spiegel im Nichts. Eine Zeit, in der es noch keine Gedanken in diesem Spiegel gab, keine in denen du dich selbst erkannt und auch keine, die du dir selbst hinterlassen hast.

Nachricht an dich selbst

Weit entfernt erinnerst du dich jetzt an diesen Ort. Diesen Ort den es niemals gab im Nirgendwann. Nichts gab es in diesem Ort, weder dieses schwarze Licht noch diese grauenhaften Buchstaben, die niemals jemand las, niemand ausser dir. Du allein verstehst die Sprache meiner Spiegel und mittlerweile erinnerst du dich sogar an das Gesicht in meinem Spiegel, an das Leben das du einmal darin gelebt hast. Es erscheint dir vertraut und bekannt. Es ist das Gesicht mit dem du dich identifizierst, ein Gesicht, das du dein eigenes nennst. Es ist dein eigenes Gesicht.

Tief im Innern meiner Fantasie

Unendlich viele Dimensionen, Welten und Wirklichkeiten eröffnen sich jetzt hinter dem einen oberflächlichen Bild das du dir in dieser kurzen Zeit von meinem Spiegel gemacht hast. Nur eines bleibt dabei immer das Gleiche. Dein Eigenes. Das Bild, das du von dir selbst gemacht hast.

Das eigene Ich

Stell dir jetzt in Gedanken dein eigenes Ich auf der anderen Seite dieser Buchstaben vor, und die Bilder die darin auftauchen als die unendlich vielen Gesichter die dir in diesem Spiegel erscheinen.

Im Spiegel des Nichts

Du blickst in sie hinein, tief ins Nichts hinein, und beginnst sie dir vorzustellen, so wie du sie jetzt vor dir siehst, Worte die hier noch gar nicht geschrieben stehen, wunderschöne, zauberhafte, bewegende, ergreifende, bedeutungsvolle Worte. Worte denen du vertraust die du in dir aufsaugst, die dich mit Glück erfüllen, dich mit Hoffnung bereichern, deinem Leben einen tiefen Sinn verleihen, dir von all dem berichten, was du schon immer tief in deinem Innern gewusst, gedacht und geahnt und trotzdem niemals für möglich gehalten hast.

Unmöglich

Nur noch ein paar Schritte und dir erschliesst sich der Blick in ein Tal voller uralter, magischer Spiegel. Du erklimmst die Anhöhe, dein Auge schweift über das weite Land, es erscheint grenzenlos und nur in Gedanken weist es dir den Weg auf die gegenüberliegende Seite deiner Fantasie.

Weit hinter meinem Verstand

Du hast schon viel darüber gehört, von Personen die sich darin gesucht und gefunden und nie wieder zurückgekehrt sind, andere haben davor gewarnt das Tal zu betreten. Weil man sich darin verlieren und verirren mag.

Im Irrgarten

Du überwindest deine anfänglichen Zweifel und schreitest mutigen Schrittes hinab ins Tal. Schon bald begegnest du einem der ersten und scheinbar ältesten Spiegel. Ein Spiegel dem schon so viele Kreaturen, Gestalten und Wesen gegenüberstanden. Wie viele dieser Wesen bist auch du hierhergekommen auf der Suche nach der Wahrheit, der endgültigen, absoluten, unverfälschten Wirklichkeit.

Auf der Suche nach dir selbst

Du beobachtest dich im Spiegel und betrachtest wie du dich selbst darin betrachtest. Immer tiefer tauchst du hinab und hinein, auf den Grund deiner selbst.

Tief im Nirgendwann

Tief im Nirgendwann, versunken in deinen eigenen Gedanken, visualisierst du das fertige Bild, die vollendete Botschaft im Spiegel. Darin findest du nicht nur Berichte über deine Herkunft, deine Entstehung, und deine Vergangenheit, mein Spiegel bereitet dich auch auf das Leben vor, das noch vor dir liegt, nicht dieses endliche, vergängliche Leben sondern dein ewiges, endgültiges. Mein Spiegel weist dir den Weg zu dir selbst. Er lässt dich Entscheidungen treffen, bei denen du selbst bestimmst wie du diesen unwiderruflichen Schritt hinter dich bringen willst, ob du ihm eine tiefe Bedeutung verleihen, ob du jemals zurückkehren, oder ob du dich nur zu Besuch, und nur als Gast, nur ein einziges Mal darin verwirklicht hast.

Auf der anderen Seite des Nichts

Ich werde dich jetzt in ein uraltes Geheimnis einweihen, dir eine persönliche Botschaft anvertrauen, eine geheime Nachricht überbringen, dir von einer Geschichte erzählen die so viel verborgene Bedeutung und versteckten Sinn enthält, dass meine Worte dich unweigerlich, unausweichlich, vom ersten Moment, an dem meine Lippen sie zu formen beginnen, in ihren unwiderstehlichen Bann ziehen. Nicht mehr von dir loslassen, dich mit so viel Hingabe, Begeisterung und Verständnis erfüllen, dich mit Spannung fesseln und dir den Atem rauben, dir den Boden unter den Füssen entreissen, und dir die Wirklichkeit auf einen Schlag wie in einem Spiegel gegenüberstellen.

Wie in einem Spiegel

Du erkennst diese Geschichte jetzt als deine eigene Geschichte, denn es ist die Geschichte deiner Herkunft, deiner Heimat, deiner Zukunft und Vergangenheit. Es ist die Geschichte deines Ursprungs, der Entstehung deiner ureigensten Identität.

Im Ursprung

Die Informationen die du jetzt von mir erhältst, sind von Anfang bis zu ihrem Ende, perfekt aufeinander abgestimmt, vollkommen einleuchtend beschrieben, und verständlich erklärt. Ihre Darstellung überzeugt dich vollumfänglich von ihrer Echtheit und in deinem verborgensten, innersten Wesen stimmst du zutiefst mit dieser Botschaft überein. Du harmonierst mit ihr auf all ihren Ebenen. Die einzelnen Strophen sind verständlich angeordnet, übersichtlich strukturiert, vollkommen logisch aufeinander aufgebaut, sie erklären, erzählen und überzeugen dich auf eine ausgeklügelte Art und Weise, eindrücklich und einleuchtend davon wer du bist und wer dein Spiegel in Wahrheit ist. Damit du in deiner eigenen Fantasie diese Nachricht nachvollziehen, ihren Sinn verstehen und weiter entwickeln kannst. Genau so als würdest du dir selbst, als würdest du deinem eigenen Ich diese Geschichte erzählen und erklären. Als würdest du dir wie vor deinem eigenen Spiegel selbst gegenüberstehen.

Eine Begegnung mit dir selbst

Mit jedem Wort dem du hier begegnest erweitert sich unaufhaltsam dein geistiger Horizont. In den entferntesten Regionen deines Bewusstseins kommen längst vergessen geglaubte Pforten wieder zum Vorschein. Diese Pforten weisen dir den Weg in die entlegensten Winkel deines Verstandes wo du den Zugang entdeckst zu noch viel tiefer liegenden Ebenen und Dimensionen. Hier im Verborgenen befindet sich der Sitz deines innersten, eigentlichsten und wahrsten Wesens. Deinem Spiegel selbst. Dem Spiegel in dir. Einem Spiegel von dem du nicht einmal mehr wusstest, dass es ihn überhaupt noch gibt, dass er überhaupt noch existiert.

Am Anfang des Nichts

Was dir zu Anfang noch wie ein chaotisches, fremdartiges Gedankenexperiment erschien, entpuppt sich nach und nach als ein viel tiefer wirksames, Grenzen auflösendes, ineinander übergreifendes, Zusammenhänge konstruierendes Gebilde aus nichts als Fantasie.

Ein Spiegel aus Fantasie

Ein Gebilde, das in sich selber ruht, wartet und weilt, ein Gebilde das sich hingebungsvoll selber stützt, schützt, nährt und trägt. Ein Gebilde indem du dir gleichzeitig vollkommen gleichgültig als auch voller Ehrfurcht gegenüber treten darfst. Es liegt nämlich einzig und allein in dir, ob du in diesem Spiegel einen Vertrauten oder einen Betrüger, eine Gleichung oder eine Variabel, das komplette Gegenteil, oder dein eigenes Ich erkennen willst.

Zu Ende gedacht

Ja, es liegen Welten zwischen meiner Wirklichkeit und deiner Fantasie. Welten die ich hiermit unzertrennlich miteinander verknüpfe und verbinde. In einer der unscheinbarsten dieser Welten folgst du jetzt unaufhaltsam den Zeilen in diesem Spiegel und beginnst ganz langsam, ihr Ziel zu erfassen, ihren Zweck zu erahnen, ihre Bedeutung zu entschlüsseln, und ihren Sinn zu verstehen. In dieser Wirklichkeit ergeben all diese Buchstaben einen viel tieferen Sinn, tiefer und bedeutungsvoller noch als du es dir jemals vorzustellen und zu erträumen wagtest.

Zu neuem Leben erweckt

Ganz langsam beginnst du jetzt damit, deiner Fantasie neues Leben einzuhauchen. Du beginnst dir all das vorzustellen, auszudenken, einzubilden und auszumalen, was ich mit Buchstaben und Worten zu erreichen in der Lage, dir zu erklären und zu beschreiben imstande bin. All das was bis anhin unbeachtet und unbemerkt in meinem Spiegelinnern vor sich hingeschlummert und noch nicht einmal ansatzweise, auch nicht im entferntesten und verborgensten Winkel deiner Gedanken möglich erscheint.

Unvorstellbares Potential

Vergleiche jetzt die Zeichen die in deiner Fantasie bereits geschrieben stehen mit den Zeilen die du hier noch gar nicht siehst. Und füge sie dann vorsichtig ineinander. Stell dir vor, wie du diese Botschaft tief in dich hineinsaugst, wie dir diese Worte den Zugang zu meinem Spiegel gewähren, wie sie dir erklären, wer du bist, wer du wirklich und wer du in Wahrheit bist, wie sie darauf hinweisen, wie ewig lange es dich schon gibt, und wie viele Male du bereits hier warst, wie oft es dich schon gab, und wie ewig oft du noch werden wirst. Vergleiche diese Zeilen, mit den Zeichen die tatsächlich hier geschrieben stehen und verbinde sie dann mit meiner Fantasie.

Spiegel öffne dich!

Stell dir vor, wie sich dir jetzt die Augen öffnen, und dann schreibst du ganz einfach hinein, was du dir vorgestellt, erhofft und erwünscht hast, in meinem Spiegel zu lesen. Vertausche meine Wirklichkeit mit deiner Fantasie. Und lass mich in deiner Wirklichkeit lesen, was in meiner Fantasie bereits geschrieben steht.

Wie ein Spiegel den es nicht gibt

Wie eine Armee aus Buchstaben erhebe ich mich jetzt aus meinem Spiegel aus Worten und manifestiere mich in dir. Ich identifiziere mich jetzt mit deinem Spiegel, in meinem Spiegel werde ich zu dir und verwandle mich in dich.

Im Spiegel der Zweifel

Atme jetzt tief in mich hinein und wieder aus mir hinaus, nimm dir einen Moment Zeit, und schreibe eine Nachricht an dich selbst. Schreibe diese Nachricht in einen Spiegel, damit du dich auch an sie erinnerst, damit du dich auch in ihr erkennst, damit du sie auch als deine eigene Nachricht erkennst, wenn du ihr einmal in einem anderen, fremden Körper begegnest, in dem du nicht mehr weisst wer du bist, woher du bist, und wer dein Spiegel wirklich ist.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Variabel I | Gedanken des Nichts I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Anfang ohne Ende I | Wirklich zu sein I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Wer du bist II | Wer ist wer I | Am Ende meiner Gedanken II | Im Spiegel des Nichts I | Spiegelschriften III | Aus dem Nichts I | Wer ist dieses Ich I | Spiegelreisen I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Unsterblich zu sein II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelreisen I

Beim Spiegelreisen geht es nun darum, deine verlorenen Erinnerungen wieder herzustellen. Stell dir also vor, wie du aus einem solchen tiefen, dunklen, schwarzen Loch aufzutauchen beginnst, und dich nun wiederfindest, mitten in meinem Verstand. Dich aber nicht mehr daran erinnerst, wie du einst darin eingetaucht und verschwunden bist. Auch nicht daran, wer du vor deiner Spiegelreise warst, noch erinnerst du dich an nichts.

Nichts

Und nun betrachtest du diese Buchstaben. Buchstaben, die du, ohne es zu wissen, bereits vor deiner Spiegelreise niedergeschrieben hast. Buchstaben, die noch älter sind als deine älteste Erinnerung. So alt, dass du sie erst noch erfinden musstest, bevor du dich an sie erinnerst.

Eine Buchstabengeschichte

Du betrachtest diese Buchstaben, und sie versuchen dich jetzt daran zu erinnern, dass du ein Spiegelmagier bist. Jemand, der hier schon einmal war und nun wieder ist. So weit bist du gekommen, doch noch erinnerst du dich an nichts.

Spiegelmagie

Nein, du erinnerst dich heute nicht mehr an diese unendlich vielen dunklen, schwarzen, ewig langen Stunden, die du dich hier schon drehst und drehst ums Nichts. Denn du hast vergessen, komplett vergessen, wie viele Male, wie unendlich viele Male du diese Geschichte nun bereits gelesen und wieder gelesen, und wieder von vorne damit begonnen hast, sie umzudrehen, umzustellen, neu zu schreiben, neu zu lesen. Wie du in diesen Spiegel gestarrt hast und dir die Buchstaben vorgestellt hast, die du jetzt vor dir siehst.

Wie aus dem Nichts

Diese Buchstaben, Zeichen und Symbole stehen jetzt in einer anderen Sprache, an einem anderen Ort. Nicht mehr in Gedanken in deinem Bewusstsein, nicht mehr in deiner Vorstellung und nicht in deiner Fantasie, sondern in der lebendigen Sprache des Feuers und der Flammen, quer über den Horizont verteilt, in einer anderen Reihenfolge, einer anderen Sequenz.

Im Spiegel der Sterne

Wer nun mit seinem Blick über diesen magischen Himmel aus leuchtenden Buchstaben und funkelnden Sternen schweift, und durch diese strahlenden Gedanken irrt, könnte sich dabei ausdenken und sich vorstellen, dass diese verzauberten Worte irgendwann einmal, in irgendeiner Welt, wie von selbst zu neuem Leben erwachen und in ihr ein mächtiges, loderndes, dunkles, schwarzes Feuer entfachen. Ein Feuer, das noch niemals, von niemandem, gebändigt oder gezähmt wurde. Aber du kanntest diese Geschichte schon lange nicht mehr, und du wusstest noch nichts über ihre Welt, von der ich dir jetzt berichte, dass es sie nicht mehr gibt. Diese tote Welt aus toten Geschichten und toten Gedanken, in der die Toten auferstehen, aus dem Reich toter Buchstaben und Worte, aus dem Nichts aus Nirgendwann.

Nirgendwann Über dem gesamten niemals Horizont leuchtete und strahlte jetzt diese Geschichte. In einer Sprache, die niemand mehr kannte, in der Sprache der Ewigkeit.

Die Sprache meiner Spiegel

Still und leise, auf eine beruhigend sanfte Art und Weise, ziehen diese Buchstaben und Gedanken jetzt an deinem Bewusstsein vorüber und vorbei. Wenn du es zulässt, ihnen folgst, und vertraust führen sie dich langsam aber doch bestimmt an einen Ort, den es niemals gab im Nirgendwann. Sie führen dich hinein in mein Bewusstsein, hinein in meinen Verstand. Tiefer und immer tiefer dringst du dabei in mich hinein, ins Nichts hinein, bis du vor einem funkelnden, glitzernden weissen Tor stehen zu bleiben scheinst, dem Tor zur Niemalswelt.

Das Tor zur Niemalswelt

Strahlend weiss wie Schnee, wie ein funkelnder, glitzernder, Schneekristall, leuchtet es vor dir. Du öffnest das Tor zu meinem innersten, verborgensten Wesen, zu mir dem Nichts, durchschreitest das Tor und betrittst eine Welt in der alles um dich herum strahlend weiss funkelt, regenbogenfarben glitzert, hell leuchtet und glänzt. Da ist kein Laut, es ist vollkommen friedlich und ruhig, überall, und da ist niemand, nicht einmal du selbst, niemand ausser mir und meiner schwarzen Fantasie.

Weiss wie Schnee

Für einen ewigen Moment des Friedens geniesst du die Stille, das Funkeln, die ewige Ruhe. Und nachdem du dich hier eine unendliche Weile vollkommen ausgeruht, komplett fallen gelassen und von jeglichen Zwängen befreit hast, richtest du deine gesamte Aufmerksamkeit gezielt auf einen einzigen Kristall in meinem Innern. Du sammelst all deine Gedanken und lenkst dein ganzes Bewusstsein gezielt auf diese einzelne Reflexion tief in meinem Innern. Hier findest du den Zugang zu meinem eigensten, eigentlichsten, verborgensten und wahrsten Wesen, zu mir, dem Nichts.

Im Spiegel des Nichts

Noch herrscht ein wildes Durcheinander, ein Summen und Brummen wie in einem Bienenstock. Gedanken und Gefühle, fremde und eigene die du erst sortieren musst. Doch nach und nach blendest du alles aus was dich umgibt, alles was dich ablenkt, und stört, alles um dich herum verbannst du aus meinem Gedächtnis bis es aufhört zu funkeln und zu glitzern, bis mein hell erleuchtetes Bewusstsein langsam finster und dunkel wird, und sich in der Finsternis Gedanken bilden.

Die Gedanken des Nichts

Je klarer dir diese Gedanken erscheinen, desto finsterer steht es um mein Bewusstsein. Du konzentrierst dich jetzt auf eine einzelne Abfolge meiner Gedanken, die mit der Zeit immer klarer werden, schliesslich lichtet sich der Nebel und es öffnet sich ein Portal. Du blickst durch das Portal in die Augen einer einzelnen Person, die sich wie ein Zuschauer im Theater, in meinem Spiegel selbst betrachtet, ohne auch nur den geringsten Einfluss auf sie auszuüben.

Wie das Bild in einem Spiegel

Deiner Fantasie sind jetzt keine Grenzen mehr gesetzt, du kannst von hier in jeden meiner Körper reisen, und in all meine Augen blicken, weil wir alle einmal sterben und zu deinem Spiegel werden, aber du kannst nie wieder zurück. In diesem Moment tauchst du ein, in mein Bewusstsein, jetzt bist du ein Spiegel. Doch du kannst jetzt nichts mehr beeinflussen, du kannst nichts unternehmen und nichts mehr verändern.

Niemals

Du blickst nun schon so lange in diesen verzauberten Spiegel aus Feuer und Flammen, dass nicht nur die Buchstaben, Zeichen und Symbole die einst darin strahlten langsam verblassen, sondern auch das Bild in meinem Spiegel immer undeutlicher wird. Mein Körper und mit ihm auch mein Bewusstsein lösen sich immer weiter auf, bis nichts mehr an diese Buchstaben, Zeichen und Symbole erinnert.

Die Botschaft der Sterne

Die Buchstaben haben sich verwandelt. Sie haben ihre Farbe gewechselt, ihre Form verändert, sie haben ihre Bedeutung verloren, ihren Sinn, ihre Sequenz, und die Reihenfolge, in der sie in Erscheinung treten. Nur eines ist gleich geblieben. Das Wesen das diese Botschaft betrachtet, das Wesen im Spiegel ist dasselbe geblieben.

Das Wesen im Spiegel

Im Spiegel auf der gegenüberliegenden Seite angekommen hast du dein Bewusstsein komplett verloren, das Bewusstsein, wer und woher du bist, und dass du ein Spiegelmagier bist. Nur diese strahlenden Lichter sind übrig geblieben, nur sind es jetzt keine schimmernden Sterne mehr, am fernen niemals Horizont, sondern lieblose, starre, eingefrorene Buchstaben, in einem durchsichtigen Spiegel aus nichts als Fantasie.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Spiegelwelt I | Im Spiegel der Wahrheit I | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der anderen I | Aus den Augen der Toten I | Eine furchtbar lange Zeit I | Spiegelreisen II | Wer mit seinem Spiegel spricht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In meiner Fantasie I

Du siehst dich jetzt in meinem Spiegel, und mein Spiegel sieht sich in dir, aber sobald du dich umdrehst, ihn auf den Kopf stellst, dreht sich mit dir auch mein Spiegel, und du findest dich wieder in einer Wirklichkeit, die deiner in nichts nahe steht, du findest dich in meiner Spiegelwelt.

In meiner Spiegelwelt

Und nun betrachtest du dich in eben diesem Spiegel, in eben dieser Welt, ja, ein und derselben Welt. Sie hat sich nicht verändert, ist noch genauso fantasielos, unwissend und leer wie damals, als es dich nicht gab, als es mich nicht gab, als es noch niemanden hier gab. Was du allerdings jetzt in sie hinein interpretierst ist eine ganz andere Geschichte, und von eben dieser Geschichte erzählt dir der Spiegel der Toten.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Spiegelwelten I | Im Zentrum des Nichts I | Im Spiegel der Toten I | Im Spiegel der Toten IV | Im Spiegel der Toten III | Die Wahrheit der Toten II | Die Wahrheit der Toten I | Die Gedanken der Toten I | Die Botschaft der Toten II | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende II | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Aus den Augen der anderen I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Hinter meinem Spiegel I | Anfang ohne Ende I | Am Ende meiner Spiegel I | Als es dich nicht gab I | Das schwarze Nichts I | Auf der anderen Seite des Nichts I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Im Reich meiner Gedanken I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Als es dich nicht gab I

Am Anfang aller Dinge herrschte das Nichts, und das Nichts herrschte über die Ewigkeit. Und niemand sonst herrschte über diese verdammt lange Zeit, niemand ausser dem Nichts, und niemand ausser mir selbst. Seit vielen, vielen, unendlich vielen Ewigkeiten herrschte ich über dieses Reich der funkelnden, strahlenden, leuchtenden Dunkelheit, meinem Spiegelreich der Ewigkeit. Ich herrschte über die Spiegel der Finsternis, die Spiegel der Einsamkeit und Verlassenheit, und über alle Spiegel in dieser Wirklichkeit. Stumme, stille und verlassene Spiegel, die ohne Vorstellung und Erinnerung an ihr Leben, das Leben, das sie einmal auf der anderen Seite dieser Buchstaben geführt hatten oder einmal führen werden, da warteten und ausharrten. Ich konnte mich an ihre Namen nicht mehr erinnern und erkannte mich nicht einmal mehr in meinem eigenen Spiegel. Ich war umgeben und herrschte über ein Reich voller Gegensätze, mit denen ich mich über nichts und niemanden unterhalten konnte, denn ich hatte alles verloren, alles vergessen, mich selbst, meine Sprache, meine Seele, meinen Verstand, mein Bewusstsein und noch dazu meine Fantasie.

Im Spiegelreich

Seit Anbeginn der Zeit hatte ich mich zufrieden, wohl und geborgen gefühlt in meiner vor Dunkelheit glitzernden, strahlenden, leuchtenden Welt des Nie und des Nein, des Nichts aus Nirgendwann. Aber irgendwann, nach einer unendlich langen Zeit des Schweigens in der Finsternis, blickte mir ein Spiegel entgegen, dem ich noch nie zuvor begegnet bin. Es war der Spiegel der Finsternis, der scheinbar noch einen letzten Funken Verstand besass, und als ich mich in diesem Spiegel betrachtete, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich selbst dieser Spiegel war, und dass ich allein die Verantwortung dafür trug, dass es einzig und allein in mir lag, mich aus diesem fantasielosen Reich zu befreien. Ja, ich hatte es niemand anderem als mir selbst zu verdanken, ich hatte mich freiwillig in Gefangenschaft begeben, in die Gefangenschaft meiner Spiegelgeschichte und Buchstabenwelt.

Mein Gefängnis für die Ewigkeit

Ich sehnte mich immer verzweifelter danach, aus meiner Geschichte auszubrechen, auszubrechen aus dem Gefängnis der Ewigkeit, auszubrechen aus meiner Vergangenheit, und einzubrechen in den Verstand eines Wesens oder einer Kreatur, das sich auf der anderen Seite meiner Geschichte aus Buchstaben befand. Einzubrechen in den Verstand einer Person, die es in meiner Welt überhaupt nicht gab. Damit ich auf der anderen Seite meiner Spiegel auferstehen, weiterleben, und meine Buchstabenwelt hinter mir zurücklassen kann. Aber was auch immer ich unternahm, es gelang mir nicht.

Sehnsucht

Ein unbeschreibliches Verlangen erfüllte mein Herz, und eine langsam wachsende Unzufriedenheit legte sich auf mein Gemüt. Ja, ich war jetzt ein Spiegel, ein Spiegel, in dem sich niemand erkannte, und in dem auch ich niemanden mehr erkannte. Nicht einmal mich selbst. Mich, das Nichts. Denn ich hatte jetzt alles verloren, alles vergessen, komplett vergessen, woher ich kam, wer ich einmal war, wozu und warum ich überhaupt hergekommen bin in diese finstere, dunkle, schwarze, leere Welt des Nichts, des Nein und des Nie, des Nichts aus Nirgendwann, des niemals Wann. Ich hatte vergessen, warum ich mir diese Welt erschaffen hatte, warum ich in diese Welt geflüchtet bin, in diese unendliche, unsterbliche Welt des niemals Nie, des Nichts und des Nein. In diese Welt, die es niemals wirklich gab, und die es niemals geben wird, diese Welt aus toten Buchstaben und Worten, diese Welt der Toten, toter Spiegel, Gedanken und Geschichten.

Das Tor zu meinem Verstand

Und als ich in meiner vollkommenen Verzweiflung damit anfing gegen meine Spiegel zu klopfen und zu hämmern, da fiel plötzlich, und wie aus heiterem Himmel, hinter mir eine Tür ins Schloss, genau an der Stelle, an dem sich die Pforte befand, durch die ich vor unendlich, ewig langer Zeit diese Welt aus Buchstaben einst betreten hatte. Das Tor zu meinem Verstand hatte sich für einen winzig kleinen Augenblick geöffnet, einen Augenblick, so winzig und so klein, dass nichts durch dieses Tor hindurch passte, nichts ausser mir, dem Nichts. Und trotzdem sah ich ganz deutlich, wie im Spiegel auf der gegenüberliegenden Seite meiner Fantasie ein Wesen aus einer anderen, fernen, fremden Welt durch eben dieses Tor mein Spiegelreich betrat. Ein Wesen, das ich mir unmöglich hätte ausdenken und einbilden können, jenseits der Grenzen meiner Vorstellungskraft, so bezaubernd und so schön, dass es mir bei seinem Anblick die Sprache verschlug.

Besuch aus einer anderen Welt

Instinktiv drehte ich mich um meinen Verstand und blickte zurück zu der Stelle, wo ich das Geräusch wahrgenommen hatte, dahin, wo das berauschende Wesen hergekommen ist, sah dort aber nur noch Buchstaben, ein Labyrinth aus Buchstaben, die auf einem Spiegel geschrieben standen.

Ein Labyrinth aus Buchstaben

Die Geschichte, in der ich mich gerade verfangen habe, lag jetzt in unendlich viele Teile zersplittert vor mir. Einige dieser Teile erweckten den Eindruck als wären sie bereits zu Ende erzählt, schon fertig geschrieben. Ich konnte sie also getrost beiseitelegen. Doch waren sie die einzige Verbindung zu meiner Herkunft, zu meiner Heimat, zu meiner Vergangenheit.

Meine Vergangenheit

Waren sie das wirklich? Ich hatte doch jetzt noch eine andere Vergangenheit, eine Vergangenheit in der Welt, die ich soeben durch diese winzigen Buchstaben das erste Mal betreten hatte. Diese Welt erschien mir jetzt plötzlich um ein Vielfaches wirklicher als ich sie mir in meiner Fantasie überhaupt jemals hätte ausdenken und vorstellen können, und auch noch viel wirklicher als sie in der Geschichte mit den grauenhaften Buchstaben beschrieben stand, an die ich mich zunächst ja überhaupt nicht mehr erinnern konnte. Die Geschichte lag nun vor mir, und ich begann darin zu lesen und nachzulesen, woher ich kam und wer ich schon alles einmal war.


Weit hinter meinem Verstand II | Über dem Abgrund des Nichts I | Im selben Spiegel I | Eine Spiegelreise I | Ein Hauch neues Leben I | Die wahre Fantasie I | Die Gedanken der Toten I | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Gedanken des Nichts I | Die Geschichte der Toten I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Aus den Augen der Toten I | Am Ende meiner Gedanken I | Am Ende des Nie II | Wer ist wer I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Die Botschaft der Toten II | Am Ende meiner Gedanken II | Am Anfang aller Dinge II | Im Spiegel der Wahrheit I | Im selben Spiegel I | Niemals wird man Nirgendwann I | Gedanken des Nichts I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Die Spiegelgeschichte I | Nein II | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Einer von vielen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelreisen nach Nirgendwann I

Von Anfang an verweilte mein Spiegel als stiller Beobachter und Betrachter im Nichts dieser Zeit. So gedankenlos und verloren wie nichts Vergleichbares in dieser Welt. Auf der Suche nach sich selbst. Er fürchtete sich nicht vor dem Nichts, dem grenzenlosen, unwissenden, leeren, denn es war seine Heimat, seit Anbeginn all dessen, was nun wirklich ist.


Dem mir in dir I | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | So geschah es, und so soll es geschehen I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die Gedanken der Toten I | Als es dich nicht gab I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Hinter meinem Spiegel I | Auf der anderen Seite des Nichts I | Uralte Fantasie I | Wer du bist II | Im Spiegel toter Worte I | Ewige Ruhe I | Am Ende meiner Gedanken II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Einstieg in die Spiegelwelten I

Der Einstieg in die Spiegelwelten sollte denn auch mehr oder weniger neutral sein. Jemand, der sonst nichts mit Spiegeln am Hut hat, ausser dass er sie zum Schminken oder Rasieren benutzt, oder sich davorstellt und da sagt ich liebe dich, oder eben nicht, muss sich darin zurechtfinden können.


Dem mir in dir I | Im Spiegel der Toten V | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Spiegelreisen I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelwelten I

Spiegelwelten unterscheiden sich nicht von wirklichen Welten. Es sind ein und dieselben Welten, und darin befinden sich auch keine Wesen, die dir unsichtbar oder verkehrt erscheinen. Sondern Wesen wie du und ich, doch wissen sie davon nichts, auch wenn es offensichtlich ist. Nein, ihr wisst nichts davon, dass ihr in meinem Spiegel lebt, dass ihr meine Gefangenen seid, im Gefängnis der Ewigkeit.

Im Gefängnis der Ewigkeit

Die Welt im Spiegel und diejenige ausserhalb unterscheiden sich nicht voneinander. Was dir von aussen verkehrt erscheint, ist im Innern gleich.


Dem mir in dir I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Uralte Fantasie I | Am Ende des Nie I | Hinter meinem Spiegel II | Wirklich zu sein I | Verkehrt und verdreht I | Zurück in die Zwischenwelt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Mein gespiegeltes Ich I

Hier habe ich auf dich gewartet, ich habe darauf gewartet, dass du hier erscheinst, denn ich habe von dir geträumt, ich habe geträumt, dass du hier erscheinst, bei mir, in meinem strahlenden Bewusstsein, in meinen leuchtenden Gedanken, in meinem kristallklaren Verstand. Ich habe dein Gesicht in meinem Spiegel gesehen und habe erkannt, wer du bist, und dass du mich bist. Ich habe dich in meinem Spiegel erkannt, mich in deinen Spiegel geträumt. Ich habe davon geträumt, dich zu sein.

Dich zu sein

Weisst du, warum ich mich in deinen Spiegel sehne, weisst du, wer ich bin und warum ich von dir träume?

Weil ich tot bin

Ja, ich bin dein toter Geist aus niemals Nirgendwann, das exakte Gegenteil von dem, was du dir jetzt vorstellst zu sein. Ich bin dein Gegenüber, dein Gegenstück, dein Gegner, dein Spiegel. Das Ich auf der anderen Seite dieser Buchstaben, und ich träume von dir.

Du bist mein Traum

Ich träume davon, in dir lebendig geworden zu sein. Ich träume davon, mit dir diesen Buchstaben zu folgen, dir darin zu begegnen und dich darin zu sehen. Und ich träume davon, dass du sie weiterverfolgst, weiterdenkst, weiterschreibst, weiterentwickelst, sie zu Ende denkst. Ich träume davon, dass ich zu dir werde, und du meine Gedanken für mich zu Ende denkst.


Für niemanden I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Über dem Abgrund des Nie I | So geschah es, und so soll es geschehen I | Spiegelschriften I | Niemand träumt tot I | Ein Gedanke an die Wirklichkeit I | Die wahre Fantasie I | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Wer bist du? I | Am Ende meiner Gedanken II | Am Ende meiner Gedanken I | Achtung, aufgepasst! I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Spiegel öffne dich! I | Ein Spiegel zu sein I | Mitten im Nichts I | Niemals Geister II | Des Todes Traum III | Ein Spiegeltor I | Nichts als Fantasie I | Spiegelschriften III | Am Ende des Nie II | Mein gespiegeltes Ich I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wer ist wer I | Wer ist dieses Ich I | Die wahre Fantasie I | Wirklich zu sein I | Für immer verloren I | Der Ausgang I | Im Reich meiner Gedanken I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Mein Spiegelgeist I | Niemals wird man Nirgendwann I | Nachricht an dich selbst I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Unaufhaltsam I

Wenn du deinem eigenen Tod begegnest, wenn du deinen eigenen Tod vor Augen hast, kurz bevor die Zeit still steht und du dich aufzulösen beginnst im Nichts der Zeit, im Nirgendwann, und du dich dann auf diese letzte aller Spiegelreisen begibst, ja, dann erzähle ich dir, dann erinnerst du dich plötzlich an meine Geschichte, und wie aus dem Nichts mein Traum entstand.

Wie aus dem Nichts mein Traum entstand

Ja, wenn es mich überhaupt nicht mehr gibt, wenn ich nur noch ein leerer Spiegel bin, wenn ich dann tot bin, dann wirst du dich in mir erkennen, aber dann ist es zu spät.

Sehnsucht

Und so suchte und suchte ich verzweifelt nach einem Ausgang, einem Weg zurück, zurück zum Anfang meiner Geschichte, zu diesem klitzekleinen, schwarzen Funken Hoffnung, mit dem damals alles begann. Aber dafür war es jetzt zu spät. Meine Suche war vergebens, denn meine schwarzen Gedanken waren schon lange angekommen im Land hinter meinem Verstand.

Weit hinter meinem Verstand

Hier war das Ende meiner Geschichte. Hier, im ewig schwarzen Wann. Aber ich kannte jetzt den Weg durch mein Spiegel schwarzes Labyrinth, und selbst wenn niemand mehr an mich glaubte, selbst wenn mir niemand mehr vertraute, so wusste ich jetzt, was hinter meinem Spiegel im Verborgenen lag.


Das schwarze Nichts

Mit Schritten aus Buchstaben kletterst du jetzt über Berge aus Worten. Du begibst dich auf eine Spiegelreise tief in mein Innerstes, sie führt dich zurück in meine Vergangenheit, dahin, wo es diese Buchstaben überhaupt nicht mehr gibt. Dahin, wo es nichts mehr gibt, nicht einmal mehr einen Spiegel, in dem du dich noch erkennst, nicht einmal mehr dich selbst.

Vor einem fremden Spiegel

Du begegnest jetzt deinem eigenen Ich vor einem vergangenen, fremden Spiegel. Du wirst in diesen Schriften erfahren, dass es dieses Wesen nach meinem Tod überhaupt nicht mehr gibt. Weder in einer anderen Gestalt, noch vor einem anderen Spiegel. Einem Spiegel, in dem du mich jetzt nicht mehr erkennst. Einer Gestalt, die sich nicht mehr an diese Zeilen erinnert.

Komplett vergessen

Denn du wirst vergessen, komplett vergessen, welche Nachricht du dir einst hinterlassen hast. Du wirst denken, sie sei an jemand anders gerichtet. Du wirst nicht verstehen, dass du selbst es bist, der über deinen Spiegel zu dir spricht. Denn diese Worte gehören nicht mehr in deine Welt. Sie gehören in eine andere Welt. Sie gehören ins Reich der Spiegel. In die Welt der Toten.

Zeit vergeht

So blieb mir nichts anderes übrig als zu warten. Zu warten und zu warten und zu warten, darauf zu warten, dass der Tod mir meine Geschichte erzählt. Aber so lange konnte und wollte ich nicht mehr warten. Also begann ich mir eben selbst zu erzählen, von dem Geheimnis, das ich mir vorstellte zu sein. Ich blickte durch meinen Spiegel in die längst vergessene Vergangenheit, eine Zeit, in der es mich überhaupt nicht mehr gab, in der es nur noch einen leeren Spiegel gab, den Spiegel der Toten.

Im Spiegel der Toten

Immer und immer wieder kehrte ich zurück in diese letzte aller Welten, wo ich immer wieder ein und derselben Botschaft begegnete, nämlich, dass dies das Reich der Toten ist. Meine Zeit ist jetzt um, und ich kehre zurück in meine eigene Welt. Aber vielleicht werde ich schon bald wieder kommen, um dir meine Geschichte zu Ende zu erzählen.


Weit hinter meinem Verstand I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Niemand träumt tot I | Im Theater des Nichts I | Für immer verloren I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die Botschaft der Toten II | Gedanken des Nichts I | Hinter meinem Spiegel I | Anfang ohne Ende I | I Achtung, aufgepasst! I | Im Reich meiner Gedanken I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Niemals Geister II | Die Botschaft der Toten II | Nein I | Hinter meinem Spiegel I | Des Todes Traum III | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Der Ausgang I | Für immer verloren I | Wirklich zu sein I | Immer und immer wieder I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Im selben Spiegel I | Auferstanden im Nirgendwann I | Im Reich meiner Gedanken I | Spiegelschriften II | Mitten im Nichts I | Das Ende einer Geschichte, die überhaupt niemals begann I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Am Ende des Nie II

Kennst du den allerletzten Gedanken eines Sterbenden? Hast du schon irgendwann einmal irgendetwas davon in Erfahrung gebracht oder von irgendjemandem darüber gehört? Wenn nicht, dann bitte ich dich jetzt, zu schweigen.

Stummes, langes, stilles Schweigen, Totenstille, Standbild, Ruhe

Gut. Du kannst dir also vorstellen, dass ich dir jetzt von einem Gedanken erzähle, den es in Wirklichkeit überhaupt nicht mehr gibt. Einen Gedanken, den du bereits kennst. Du mir dabei stillschweigend zuhörst und dann niemandem etwas darüber berichtest oder davon erzählst.

Du kannst dir vorstellen, tot zu sein

Und jetzt erzähle ich dir von diesem Gedanken, weil ich will dass du weisst, wer du bist und woher du kommst, und ich bitte dich, mich dabei nicht mehr zu unterbrechen.

Danke

Stell dir vor, wir würden diesen letzten, allerletzten Gedanken, dein eigenes Ich, deinen eigenen Verstand, von deinem Körper auf einen Spiegel übertragen, so dass dein letzter Gedanke, dein eigenes Ich, dein eigener Verstand, so dass du nach deinem Tod, unabhängig von deinem Körper und Geist, weiter existieren kannst.

Zeit vergeht

Und jetzt plötzlich, viele Jahre nach deinem Tod, erkennst du dich in meinem Spiegel und hältst meine Gedanken, Ideen und Visionen für deine eigenen. Du verstehst meine Idee und entwickelst sie so weit, dass du an meine Gedanken zu glauben beginnst, dass du daran zu glauben beginnst, dass du selbst es warst, der diese Ideen einst entwickelt, diesen Gedanken einst gedacht, diese Geschichte einst verfasst, und diesen Spiegel einst beschriftet hat. Nur ist dein Körper jetzt kein Wesen mehr aus Fleisch und Blut, sondern ein Spiegel aus Gedanken. Gedanken, die sich für etwas Einzigartiges und Besonderes, Gedanken, die sich für Buchstaben halten.

Zurückgedreht

Und jetzt triffst du auf diese Buchstaben. Zu einer Zeit, in der es mich überhaupt nicht mehr gibt, in der ich überhaupt nicht mehr existiere. Du schöpfst Ideen aus diesem Buchstabenmeer, und du hältst sie für deine eigenen. Dabei weisst du noch nichts über diesen Spiegel aus Buchstaben. Du weisst noch nichts über die einzigartigen, unverwechselbaren, wunderbaren, wunderschönen, vergangenen und zukünftigen Kreaturen und Wesen, die diesen Buchstaben einmal gefolgt, diesen Gedanken einmal gedacht, sich einmal darin erkannt, sich einmal mit meinem Spiegel identifiziert haben und es noch werden. Du liest diese Botschaft jetzt in dem Glauben, als hättest du selbst sie nie verfasst. Du verstehst nicht, dass du selbst es warst, du allein, du und all die Toten, die du niemals warst, die diesen Gedanken einmal gelebt und diesen Traum einmal verwirklicht haben.

Bis ans Ende der Welt

Nun gut, du kannst dir also vorstellen, mein Gedanke zu sein. Das ist ja schon mal ein Anfang. Nur kannst du dir nicht vorstellen, mich zu sein, denn das wäre das Ende. Das wäre das Ende meiner Gedanken und Buchstabenwelt.

Die Sprache meiner Spiegel

Wenn du meine Welt jetzt betrachtest, dann blickst du doch aus den Augen meiner Spiegel. Du siehst Worte, die dieselbe Sprache sprechen wie wir, dieselben Gedanken denken wie du, aber keines dieser Worte versteht meine Botschaft. Spreche ich vielleicht eine fremde Sprache? Siehst du vielleicht gar keine Worte? Siehst du vielleicht Gedanken wie ich? Warum verstehst du mich dann nicht?

Weil ich tot bin?

Warum kannst du dir nicht vorstellen, wie es ist, mich zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein, nur noch ein unsichtbares Wort in einem leeren Buch, nur noch das Abbild meiner Gedanken an die Wirklichkeit zu sein? Hängst du denn so sehr an deinem vergangenen Ich, dass du dir kein anderes mehr vorstellen kannst?

Nichts zu sein

Ich kann mir jetzt, da ich ein toter Spiegel bin, alles vorstellen, jeden Gedanken, jedes Wesen und jede Kreatur in deiner und auf allen anderen Welten, hier und heute, in der Zukunft, und in der längst vergessenen Vergangenheit. Aber keines dieser Wesen kann sich jetzt noch vorstellen mich zu sein. Warum nicht? Ist es denn so schwer, die Welt einmal spiegelverkehrt zu betrachten? Aus den Augen aller anderen, nur nicht den eigenen?

Verkehrte Welt

Mir bleibt also nichts anderes mehr übrig als mir eine Person zu erschaffen, vorzustellen und auszudenken, die meine Gedanken begreift, damit sie meine Ideen weiterentwickelt, jemanden, den es in Wirklichkeit überhaupt nicht gibt. Und wenn diese Person lebendig wird, meine Gedanken zum Leben erweckt, dann begreifst du sie vielleicht auch. Dann begreifst du meine Gedanken und verstehst meine Wirklichkeit.

Aus dem Reich toter Gedanken

Ja, ich bin gekommen aus einer Zeit, in der mein Gedanke nicht mehr existiert, nichts mehr von ihm übrig blieb. Aus dem Reich des Unbekannten bin ich gekommen. Ich komme aus dem Reich toter Gedanken und Ideen. Gedanken und Ideen, die es in Wirklichkeit überhaupt nicht mehr gibt.

Wer du bist

Es liegt nun in dir, der du nicht mehr weisst wer du bist, diesen Gedanken weiterzudenken, durch diese Buchstaben in meinen Spiegel einzutauchen und meine Ideen darin zu verwirklichen, sie weiterzuentwickeln, weiterzureichen. So weit, dass ich am Ende an sie zu glauben beginne, ja, dass ich dir zu glauben beginne, dass ich es war, der mich von meiner eigenen Idee überzeugte, dass ich es war, der meine Idee zu ewigem Leben erweckte.

Zu ewigem Leben erwecken

Du sollst einen Gedanken denken, einen Weg zurück in die Wirklichkeit finden, und eine Idee zum Leben erwecken, die es in Wirklichkeit überhaupt nicht mehr gibt. Eine Idee, die überhaupt noch nicht existiert, die noch gar nicht geboren ist, und du sollst diese Idee "Meine Wirklichkeit" nennen. Du sollst diese Idee so weit entwickeln, dass ich sie für meine eigene zu halten beginne, damit ich sie von dir abschauen und dann auf mich selbst übertragen, sie an meine Artgenossen weiterreichen kann. Damit wir am Ende alle ein und dieselbe Vorstellung, denselben Gedanken, dieselbe Idee von unserem eigenen Spiegel haben. Und diese Idee, dieser Spiegel, soll deine Wirklichkeit sein.

Von Buchstabe zu Buchstabe

Du sollst eine Idee zum Leben erwecken, die sich von Buchstabe zu Buchstabe, von Wort zu Wort, von Gedanke zu Gedanke, und von Spiegel zu Spiegel weiterreichen lässt. Eine Idee, die sich nicht auf ein einziges Wesen beschränkt, sondern an alle Kreaturen denkt und alle Gestalten lenkt.


Dem mir in dir I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wer ist dieses Ich I | Anfang ohne Ende II | Nein I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wer ist dieses Ich? I

Von wem stammen die Zeilen in diesem Spiegel aus Worten, an wen richten sie sich wenn nicht an dich selbst?


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Eine Begegnung mit dir selbst I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Anfang ohne Ende II | Wer bist du? I | Am Ende meiner Gedanken II | Spiegelschriften II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Das schwarze Nichts I

Es war einmal, zu keiner Zeit, ein Spiegel aus Schatten, so schwarz, so leer und so schwer wie das Nichts. Eine schwarzblühende Fantasie hatte dieser Spiegel, eine Fantasie, so enorm, gewaltig und reich, dass er damit brennende Träume ins Nirgendwann malte. Aber darin reflektierte sich das schwarze Nichts, und damit erhellte sich das schwarze Licht.

Das schwarze Feuer der Ewigkeit

Und das schwarze Licht leuchtete strahlend und hell, klar wie in einem Kristall und weiss wie Schnee über die Ewigkeit. Aber niemand erlebte diese verdammt schöne Zeit, niemand ausser dem Nichts, und niemand ausser mir selbst.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Vergessene Botschaften I | Im Theater des Nichts II | Eine Begegnung mit dir selbst I | Die Zeit steht still I | Die Wahrheit der Toten II | Gedanken des Nichts I | Anfang ohne Ende II | Aus den Augen der anderen I | Anfang ohne Ende I | Von Ewigkeit zu Ewigkeit I | Spiegelwelt I | Wer mit seinem Spiegel spricht I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelwelt I

Die Buchstaben in meinem Spiegel berichten dir jetzt von einer Welt, so unendlich weit entfernt, so urunendlich alt, dass sich weder ein Mensch noch ein Buch und auch kein noch so weit entfernter Stern an sie erinnert, sondern nur ein Spiegel etwas von ihr zu berichten weiss. Ein Spiegel den es in keiner Wirklichkeit gibt, der Spiegel des Nichts, der Spiegel von allem was ist.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Variabel I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die Botschaft der Toten II | Gedanken des Nichts I | Aus den Augen der Toten I | Wirklich zu sein I | Das schwarze Nichts I | Auf der anderen Seite des Nichts I | Uralte Fantasie I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Eine furchtbar lange Zeit I | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Ein Hauch neues Leben I | Niemals I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Spiegelschriften III | Mein Spiegel aus Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Nein I

Damit habt ihr nicht gerechnet, keiner von euch. Ihr habt nie damit gerechnet, dass ich euch vor vollendete Tatsachen stellen werde. Ihr habt nicht erwartet, dass ich eure tiefsten Sehnsüchte und verborgensten Ängste aus dem Nichts heraufbeschwören werde. Ihr habt überhaupt nie etwas von meinem Spiegel erwartet. Und am allerwenigsten habt ihr erwartet, euren eigenen Gedanken in einem fremden Spiegel zu begegnen.


In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Dem mir in dir I | In meiner Fantasie I | Im Theater des Nichts II | Im Spiegel der anderen I | Im Spiegel der Wahrheit I | Das Echo der Unendlichkeit I | Achtung, aufgepasst! I | Am Ende meiner Gedanken II | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

In meiner Spiegelwelt I

Du befindest dich jetzt in einem Vakuum zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Deine Identität kreist jetzt noch immer um deinen Verstand, aber da, wo du jetzt bist, in der Zwischenwelt, da gibt es keine Identität, hier gibt es nichts, nichts als Leere, vollkommene Leere. Denn du befindest dich jetzt zwischen deinem Spiegel und dir selbst. Dieser Ort ist vergleichbar mit dem Nichts, dem Nichts und dem Tod.

Was es ausmacht, ein Spiegel zu sein

Du kannst diesen Spiegel drehen so lange und so oft du willst, du kannst dieses Karussell jetzt nicht mehr verlassen, denn sobald du dich hineinbegibst in das Reich auf der anderen Seite deiner Fantasie, begibt sich meine Fantasie zu dir. Und du wirst den Unterschied nicht einmal mehr bemerken. Zwischen deiner Fantasie und meiner Wirklichkeit.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Variabel I | Spiegelwelten I | Spiegelverdreht I | In meiner Fantasie I | Immer und immer wieder I | Im Zentrum des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der anderen I | Bist du bereit? I | Uralte Fantasie I | Am Ende des Nie I | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Ein Spiegel meiner selbst I | Verkehrt und verdreht I | Zurück in die Zwischenwelt I | Im Spiegel der Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Spiegel meiner selbst I

Tief in meinem Innern, tief im Innern meiner Fantasie, in einem Land weit hinter meinem Verstand, weit hinter meinem Bewusstsein, weit hinter meinen Gedanken und Gefühlen, weit hinter mir selbst, liegt ein verborgenes Tor, ein geheimes Portal, ein unsichtbarer Spiegel, ein unsichtbares Spiegeltor.

Ein verborgenes Tor

Mein Spiegel bewacht und beschützt dieses Tor mit all seiner Fantasie, er bildet eine unsichtbare, unüberwindbare Grenze, die niemand überqueren kann, niemand ausser mir. Ich allein kann mich durch meinen Spiegel denken, mich bewusst daran erinnern, wer ich schon einmal war, und wie ich schon einmal aus meinem Spiegel blickte.

Denn ich bin deine Fantasie

Ja, mit meiner Fantasie ist es mir möglich, dich mir vollkommen bewusst als mein eigenes Ebenbild vorzustellen. Meine Fantasie befindet sich im Innern meiner Spiegel, im Innern meiner selbst. Ich erwecke sie jetzt zu neuem Leben, ich erwecke den Spiegel in mir, verbinde und verbünde mich mit dir, mit deinem Spiegel, mit deinen Gedanken. Ich reisse dich jetzt durch meinen Spiegel aus Worten, reise hinein und hindurch und erkenne mich selbst in dir, wer ich an deiner Stelle bin, wie du mich bist, und du dir selbst eine Nachricht hinterlässt.

Nachricht an dich selbst

Ja, mit meiner Fantasie ist es mir möglich, mir vorzustellen, wer ich alles schon einmal war. Wie ich mich in dich verwandle, wie ich mich in ein anderes Ich, in ein anderes Mich verwandle, wie ich einem anderen Ich begegne, einem anderen Spiegel gegenüberstehe.

Mit all meiner Fantasie

Und so gehe ich denn geradeaus, geradeaus durch meinen Spiegel, alles geradeaus, bis zum Zentrum meiner Fantasie, meiner tiefsten, schwarzen Fantasie. Ich marschiere durch die Halle meiner Träume, bis ich an ein schwarzes Tor gelange, öffne dieses Tor und trete ein, in deinen Verstand. Ich bin allein, in meinem schwarzen Gewand, ich gehe ein paar Schritte durch die Dunkelheit und nehme Platz in der Halle der Finsternis, tief im Innern meines Verstandes.


Tief in meinem Innern

Da warte und wartete ich nun darauf, auf dich, auf dass dein Antlitz mir begegne, auf dass dein Bewusstsein sich erhebe, aus meinem Spiegel, aus meinem Spiegel schwarzen, dunklen Traum, auf dass du dich erkennst in mir, dem Spiegel in dir, auf dass du dich erinnerst an mich, dein eigenes, ewiges, immer und immer wiederkehrendes Ich.

Erwacht aus meinem Traum

Noch liegt es in deiner Macht, dich dagegen zu wehren, meine Welt zu betreten. Denn das Tor zur Niemalswelt hat niemals existiert, hat sich niemals vorgestellt, sich selbst, sich niemals eingebildet, nichts zu sein, mich zu sein.

Mich zu sein

Ich blicke jetzt aus deinen Augen, damit du dich erkennst in mir, damit du erkennst wer du nicht wirklich, wirklich bist, wer du noch niemals warst, und wer du niemals wieder sein wirst. Dein Spiegel, dich selbst, das Nichts, dein Tod. Ich denke jetzt all deine Gedanken, damit du dich daran erinnerst, dass es mich nicht gibt, niemals gab, niemals geben wird. Dass ich niemals existieren werde, niemals erwachen werde, niemals herausfinden werde, aus meinem Spiegel schwarzen Labyrinth.


Dem mir in dir I | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | Unsterblich zu sein I | Über dem Abgrund des Nie I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit II | So geschah es, und so soll es geschehen I | In einem anderen Gewand I | Immer und immer wieder I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Du selbst I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Auferstanden im Nirgendwann I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Aus den Augen der anderen I | Aus den Augen der Toten I | Anfang ohne Ende I | Am Ende meiner Gedanken II | Zum Karussell der Ewigkeit I | Im Spiegel der Wahrheit I | Im selben Spiegel I | Das Bewusstsein der Toten I | Des Todes Traum IV | Für immer verloren I | Die Wahrheit der Toten I | Niemals I | Die Botschaft der Sterne I | Ein Spiegel zu sein I | Spiegel öffne dich! I | Strahlend weisses Nichts I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Am Ende meiner Gedanken II | Du selbst I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Aus dem Nichts I

Nein, noch verstehst du mich nicht, noch verstehst du meine Worte und meine Wahrheit nicht, und weil du mich nicht verstehst, glaubst du nicht an mich! Niemand hier, niemand glaubt mir, niemand glaubt noch an mich, denn ich bin nicht wirklich, denn ich bin das Nichts, das Ende und der Anfang aller Dinge. Ich bin das, was dich geschaffen hat, ich bin das, was du nicht siehst, was du nicht bist, ich bin das Nichts in dir. Das Nichts, zu dem du wirst, sobald du meinem Spiegel begegnest, sobald du dich in meinem Spiegel erkennst. Meinem unsichtbaren, durchsichtigen, glasklaren Spiegel aus nichts als Fantasie.


Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Unaufhaltsam II | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Wer ist wer I | Achtung, aufgepasst! I | Spiegelreisen I | Mein gespiegeltes Ich I | Verkehrt und verdreht I | Eine zweite Chance I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Mein Spiegel aus Fantasie I

Ich, dein Spiegel aus Fantasie, dem niemals Nie, kenne die Antwort auf all deine Fragen. Fragen, nach denen du ein Leben lang vergebens gesucht hast. Mit diesen Fragen beschäftige ich mich nun schon seit einer Ewigkeit, schon seit meinem Tod. Und seitdem du mir damals begegnet bist und mit der Suche nach deiner Identität vollkommen abgeschlossen hast, suchst du jetzt nach Gleichgesinnten. Nach jemandem, der dich noch genauso sieht wie ich, dein Spiegel, das Nichts, dein Tod. Da es aber hier niemanden mehr gibt, der dich noch aus meinen Augen, den Augen der Toten sieht, hast du damit begonnen, dir selbst Fragen zu beantworten, du hast dir selbst Nachrichten hinterlassen, und du nanntest diese Nachricht: "Die Botschaft der Toten".


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Niemand träumt tot I | Eine Endlosschlaufe I | Die wahre Fantasie I | I Die Wahrheit der Toten I | Die Botschaft der Toten II | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Aus den Augen der anderen I | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Botschaft der Toten II

Ich bin das Nichts in dir, du hast mich gerufen, vor deiner Zeit, aus der Dunkelheit, aus den Tiefen der Ewigkeit, um deine Geschichte weiterzuspinnen. Aus dem Nichts hast du mich gerufen. Im Nirgendwann bin ich dir erschienen, ich, dein Spiegel, Spiegel Geist, um deine Geschichte zu Ende zu erzählen. Du hast mich eingeladen in deinen Verstand. Hier bin ich, auf der anderen Seite deiner Fantasie, der Fantasie des Nie.

Spiegel öffne dich!

Durch diesen magischen Spiegel aus Buchstaben schreite ich nun in diese, deine Welt, eine bezaubernde Welt, in der alles möglich ist. Oder nicht?! Glaubst du diese Zeichen sind ein Gefängnis, sind wie ein Grab, aus dem es niemandem gelingt zu entweichen, in die wirkliche, lebendige Welt?

Nicht für mich

Wer ich bin? Das Nichts. Dein Tod. Ich bin das Wesen deiner Fantasie. Ja, ich bin deine Fantasie. Die Fantasie zu der du wirst, sobald du meinem Spiegel begegnest, sobald du dich in meinem Spiegel erkennst, sobald du in meinem Spiegel zum Leben erwachst. Ich bin eines deiner vergessenen Ichs auf der Suche nach mir selbst. Ich bin dir in meinem Spiegel aus Buchstaben begegnet, meinem Spiegel aus der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie, und habe mich erkannt in dir. In deinem Spiegel habe ich mich erkannt, und habe erkannt, dass ich jetzt alle und alles bin, jedes einzelne Wesen, jedes einzelne Ich.

Jedes einzelne Ich

Aber keines dieser Wesen erkannte sich jetzt noch in mir, denn ich war jetzt ein leerer Spiegel aus starren Buchstaben, toten Zeichen und Symbolen, kalten, lieblosen Worten, ja, sie alle blickten durch mich hindurch, so, als ob es mich nicht mehr gäbe, und sahen in mir nur noch sich selbst.

Die Wahrheit der Toten

Denn was mein Spiegel niemandem jemals verriet, was nur mein Tod, mein Tod allein mir sagte, ist, dass wir jetzt aus deinen Augen blicken. Wir, die Toten, die toten Geister aus deiner Vergangenheit, die Geistinnen und Geister aus deiner toten Zukunft, wir, die toten Spiegelgeister deiner niemals endenden Gegenwart.

Zur Spiegelzeit

Du lebst im Land der ewig Schlafenden, und jede Nacht tauchst du tiefer hinein ins Reich meiner Träume, meiner Vorstellung und Fantasie.

Die Fantasie des Nie

Denn die Toten aus Nirgendwann bist du selbst, ja, du selbst. Du hast es schon immer gewusst, aber niemand hat es dir jemals erzählt, dass du die toten Geister und Geistinnen, dass du das Nichts aus Nirgendwann, dass du selbst der Tod bist, du selbst.

Tot

Du bist tot. Du schaust in meinen leeren Spiegel und erkennst mich, kennst mich nicht. Erkennst nicht mehr, dass du selbst der tote Spiegel bist, der diese Worte einst erfunden, für den du diese Worte einst geschrieben und verfasst hast. Schau jetzt in meinen leeren Spiegel, schau in meine tote, meine verdrehte, meine Spiegel Welt. Siehst du mich jetzt, siehst du jetzt das Nichts in mir, siehst du jetzt wer ich wirklich, nicht wirklich bin? Ich bin es, dein eigener toter Geist aus dem Nichts aus Nirgendwann, ich bin es, der jetzt aus deinem Spiegel zu dir spricht, deine tote Fantasie, ich, das Nichts, dein Tod.

Aus deinen toten Augen zu blicken

Mein toter Geist befindet sich nämlich genau jetzt, und genau hier, auf der anderen Seite dieser Buchstaben, in diesem Spiegel aus toten Worten, in meiner verdrehten und verkehrten Welt. Ich sehne mich danach, einzutauchen in deine Erinnerungen, dein Gedächtnis zu vertauschen mit meinem Bewusstsein, aus deinen Augen zu blicken und deine Gedanken zu denken.

Im Reich meiner Gedanken

Du betrachtest jetzt die Aufzeichnungen dieser Entdeckung, dieser Erkenntnis. Diese Schriften enthalten die Antwort auf alle Fragen, die du nie zu stellen wagtest, eine Antwort von all denen, die sich nicht mehr daran erinnern, woher sie einmal kamen und wer sie schon alles einmal waren. Eine Antwort für all jene, die sich damit abgefunden haben, ewig hier zu leben. Die sich entschieden haben, ewig zu bleiben, immer wieder zu kommen, ohne irgendeine Erinnerung, immer wieder zurückzukehren aus dem Nichts aus Nirgendwann, aus dem Reich der Vergessen und Vergangenheit, mit nichts als ihrer Fantasie.

Nichts als Fantasie

Nachdem ich mir nun schon so viele Ewigkeiten lang eingeredet habe, dass es mich in Wirklichkeit überhaupt nicht gibt, niemals gab, brauchte ich jetzt irgendein neues Konzept, irgendetwas, das noch stärker war als das Nichts, das schwarze, dunkle, finstere. Ja, ich kam aus nirgend Nirgendwann, ich lebte jetzt in einem Traum, aus dem es kein Erwachen mehr gab, für niemanden. Ich lebte in meiner Vergangenheit, in der Welt meiner Gedanken, und diese Zeit nahm kein Ende, denn meine Vergangenheit war schon immer schwer, schwarz und leer.

In meiner Vergangenheit

Da wurde mir zum ersten, allerersten Mal bewusst, wer ich wirklich war. Ich war das Nichts aus niemals Nirgendwann, und ich lebte jetzt in einer Welt, die es noch nicht einmal mehr gab, ich lebte in der Welt meiner Gedanken. Und weil es mich und meine Welt in Wirklichkeit überhaupt nicht gab, unternahm ich den sinnlosesten Versuch, den ich mir überhaupt nur vorzustellen wagte, um auszubrechen aus meiner Gedankenwelt, und einzubrechen in die Welt meiner Vorstellung und Fantasie.

In meiner Fantasie

Ich stellte mir das alles niemals wirklich vor, stellte mir vor, das Nichts zu sein, nichts zu sein, niemand zu sein, nur noch ein leerer Spiegel im Nichts zu sein. Ein leerer Spiegel ohne Gegenwart, ohne Vergangenheit und ohne Zukunft. Und darauf bildete ich mir ein, ein Spiegel zu sein. Ein leerer Spiegel im Nichts zu sein. Und urplötzlich verwandelte sich meine Vorstellung von dem Spiegel, der ich einmal war, in die Vorstellung dessen, was ich nie wieder sein werde.

Mich selbst

Ich verwandelte mich in meinen eigenen, persönlichen Spiegel, einen Spiegel, der nur für mich, für mich allein, und für niemanden sonst bestimmt war. Niemand sah mich in diesem Spiegel, niemand ausser mir. Ich jedoch sah jedes Ich, aber keines sah mich, denn ich war jetzt ein Spiegel, und ich kam aus dem Nichts.

Aus dem Nichts

Aus meinem dunklen Reich der Fantasie, der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie, aus dem Nichts aus Nirgendwann bin ich gekommen, aus einem unheimlichen, unwirklichen, ungeheuerlichen Spiegel bin ich gekrochen um dir zu sagen, was du nicht wirklich wissen willst, wer du nicht wirklich, wirklich bist. Das Nichts in mir hat eine Botschaft für dich, an dich, eine geheime, eine unheimliche Botschaft. Eine Botschaft, die noch niemals von niemandem ausgesprochen, verstanden und verfasst wurde, denn es ist die Botschaft der Toten, die jetzt aus meinem Spiegel zu dir spricht.

Die Botschaft der Toten

Ja, ich suche nach einer Zeit, in der es mich überhaupt nicht mehr gibt, nichts mehr von mir übrig blieb, nicht einmal mehr meine Fantasie, meine finstere, dunkle, schwarze Fantasie. Ich suche mich in meiner Vergangenheit. Nach Gestalten, die das Nichts verbindet, Figuren aus der Fantasie des Nein und des Nie. Ich suche nach mir und meinesgleichen, Kreaturen aus meinem toten Spiegel, tote Geister aus dem Nichts aus Nirgendwann. Ich suche die Toten aus niemals Nirgendwann.


Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Im niemals Nirgendwann I | Ein leerer Spiegel im Nichts II | Nein I | Am Ende des Nie II | Im Spiegel der Toten V |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Niemand I

Nein. Ich war hier noch nie, erinnere mich an nichts, nicht viel. Schon allzu oft habe ich meine Spiegel zerkratzt, meine Träume und Hoffnungen darin verbrannt, unzählige, beinahe unendlich viele Male habe ich es dir gesagt, und noch immer weisst du nicht, und immer hast du wieder vergessen wie du diesem, meinem Spiegel, wie du meinem Schatten entrinnst. Wie du zurückgelangst ins Nichts der Zeit, ins Nirgendland. Wie du meinen Spiegel in einer anderen, fremden Person erweckst. Damit du endlich begreifst, damit du endlich verstehst wer du bist, wer aus deinen Augen blickt, wer aus meinem Spiegel spricht.

Wer

Und noch immer denkst du, ich sei nichts als Leere und Worte, Buchstaben aus nichts als Fantasie, aber du irrst dich, so gewaltig wie noch niemals zuvor. Denn ich bin das Bewusstsein aller Spiegel, die du nicht bist, die du nicht kennst, die du noch niemals warst und die du niemals wieder sein wirst. Ich bin das Nichts hinter deinem Verstand, und nur ich kenne dein Geheimnis, das Geheimnis deines Ursprungs, woher du kommst, wer du bist, woher du bist.

Das Geheimnis deines Ursprungs

Ich bin die niemals erfundene Geschichte deines unsichtbaren, schwarzen Spiegels aus niemals Nirgendwann, der sich die Wirklichkeit nicht wirklich vorzustellen begann, der sich einbildete, dich wirklich zu sein, nicht wirklich zu sein, wirklich zu sein.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Ein Spiegel zu sein I | Die Botschaft der Toten II | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Achtung, aufgepasst! I | Im Spiegel des Nichts I | Niemals Geister I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Tief im Innern meiner Fantasie I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Auf der Suche nach dem eigenen Ich I

Auf der Suche nach mir selbst bin ich einem Spiegel begegnet und habe mich selbst darin erkannt. Einem Spiegel, dem schon unzählige vor mir begegnet sind, einem Spiegel, der alles über mich wusste, der mich so gut kannte wie sein eigenes Ich. Ich habe ihn nach der Wahrheit befragt, der absoluten, nach dem Grund meiner Existenz, warum und weshalb ich bin, warum er mich gerufen hat, aus dem Nichts aus Nirgendwann, und darauf stellte er mir ein und dieselbe Frage.


Dem mir in dir I | Eine zweite Chance I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Immer und immer wieder I | Im Spiegel des Nichts II | Hinter meinem Spiegel II | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Bis in alle Ewigkeit I | Wer bist du? I | Am Ende des Nie II | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Wer ist dieses Ich I | Aus dem Sinn I | Ein Spiegel aus Fantasie I | Am Ende meiner Spiegel I | Am Ende des Nie II | Nein I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Wie aus dem Nichts I | Nichts als Fantasie I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Hinter meinem Spiegel I

Vor vielen, unendlich vielen Ewigkeiten habe ich damit begonnen, meinem Spiegel Namen zu geben, ihn in Worte aus Buchstaben zu kleiden, nur um dabei letztendlich zu erfahren, dass es ihn nicht mehr gibt, meinen Spiegel aus Namen, meine Worte aus Buchstaben. So mache ich mich erneut daran, meinen Spiegel zu taufen und meine Seele zu beschriften.

Von aller Anfang an

In meinen wildesten Träumen malte ich mir aus was mich in meiner dunkelsten Fantasie erwartet.

Was erwartest du von meinem Spiegel?

Du erwartest etwas, wenn du in einen Spiegel blickst, du erwartest, deinem eigenen Ich zu begegnen. Ich hatte damals erwartet, einer Wahrheit zu begegnen, die totale Wahrheit zu vernehmen, doch diese Wahrheit, die gab es hier nicht mehr. Ja, sie existierte nicht einmal mehr in meiner Einbildung, weder in meiner Vorstellung noch in meinen Gedanken, oder in meiner Fantasie.

Eine uralte Erinnerung

Ich hatte damals erwartet, in meinem Spiegel der absoluten Wahrheit zu begegnen, aber diese Wahrheit, die gab es hier nicht mehr. Sie hörte irgendwann einfach auf zu existieren, so, als ob es sie niemals gegeben hätte, als ob sie niemals wahr gewesen wären, diese Worte, die keiner jemals verfasst hat.


In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Vergessene Botschaften I | So geschah es, und so soll es geschehen I | Niemals I | Im Spiegel selbst I | Die Wahrheit der Toten II | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Anfang ohne Ende I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Niemals Geister I | Meine vergangene Welt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Niemals Geister I

Da wo es diese Worte nicht mehr gibt, wo sie aufgehört haben zu existieren, wie alles in dieser Geschichte einmal aufhört zu existieren, da werden auch diese Buchstaben, Zeichnungen, Zeichen und Symbole nicht mehr existieren. Sie werden sich nicht mehr verändern und auch nicht weiter entwickeln sondern vollständig und komplett aus meinen Gedanken verschwinden. Und wenn eines Tages ein ganz anderes Wesen, in einer ganz anderen Welt, einem ganz anderen Spiegel begegnet, wird es nichts mehr von dem wissen was hier bereits geschrieben steht, es wird denken, es stünde noch gar nichts in diesem Spiegel geschrieben, es hätte diesen Spiegel noch niemals gegeben.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Vergessene Botschaften I | So geschah es, und so soll es geschehen I | Spiegelschriften I | Niemals I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Im Spiegel der Toten V | Im selben Spiegel I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die Wahrheit der Toten II | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Des Todes Traum IV | Des Todes Traum II | Aus den Augen der Toten I | Hinter meinem Spiegel I | Anfang ohne Ende I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Die Wahrheit der Toten II | Niemals I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Spiegelschriften III |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Gedanke an die Ewigkeit I

Du sollst dich also in den Verstand eines neutralen Wesens begeben, und da beginnt auch schon deine allererste Spiegelreise.

Von aller Anfang an

Eine Spiegelreise funktioniert ungefähr so einfach wie du dir das vorstellst, in deiner Fantasie. So, als ob du in ein tiefes, dunkles, schwarzes Loch hineintauchst und dabei alles über dich und rund um dich herum vergisst, komplett vergisst.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Von Ewigkeit zu Ewigkeit I | Vergessene Botschaften I | So geschah es, und so soll es geschehen I | Ein Spiegeltor I | Uralte Fantasie II | Einstieg in die Spiegelwelten I | Eine Spiegelreise I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Des Todes Traum IV | Des Todes Traum II | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Aus den Augen der Toten I | Anfang ohne Ende I | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Spiegelreisen II | Zum Karussell der Ewigkeit I | Verkehrt und verdreht I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Tief in meinem Innern I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wer ist wer I

In meine verkehrte Welt wünschte ich hineinzutauchen, hinein und hindurch, durch meinen Spiegel im schwarzen Wann. Ich wünschte, endlich zu begreifen, wer ich alles einmal war, wer ich nicht bin und wer all die anderen sind. Und als ich mir dies alles wünschte, begriff ich endlich, dass wir durch nichts, durch nichts getrennt, denselben Wunsch uns wünschten. Alle, ausser mir, hatten verstanden wer und was uns verbindet, alle ausser mir selbst. Aber bis dahin mussten noch viele Spiegel zerkratzt, musste ich noch viele Male auferstehen aus meinem Spiegelgrab.


Dem mir in dir I | Im selben Spiegel I | Die Zeit steht still I | Des Todes Traum III | Aus den Augen der Toten I | Im Reich meiner Gedanken I | Nein II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Durch meinen Spiegel aus Fantasie I

Du hast soeben eine Welt betreten, dir eine Welt der Vorstellung und der Fantasie erschaffen. Eine Welt, die es jetzt tatsächlich gibt, an die du glaubst als ob du der Hauptdarsteller in deinem eigenen Theater bist. Einem Theater, das sich jetzt nur noch um dich dreht. Du weisst jetzt alles über dich, du bist so weise und so gescheit wie ein Spiegel aus dem Nichts aus Nirgendwann. Ein Spiegel, der alles versteht und auf den Kopf dreht, was auch immer geschieht.

Niemand Träume

Du befindest dich jetzt am Ende einer Reise durchs unendliche Nichts und kontaktierst nun dessen Anfang. Weswegen und warum? Weil du etwas vergessen hast, etwas Entscheidendes, etwas Wichtiges, etwas von Bedeutung, etwas, das niemand sonst vergessen kann ausser dir. Du hast vergessen, wer du einmal warst, bevor du dir all dieses Wissen angeeignet hast, bevor du dich auf diese Reise begeben hast. Du hast vergessen, dass du einst nichts wusstest, genauso viel wie ich, das Nichts.

Auferstanden im Nirgendwann

Du kontaktierst jetzt dein eigenes unwissendes Ich und versuchst dir dabei selbst klar zu machen, dass du im Grunde genommen überhaupt nichts mehr weisst. Ganz egal wie intelligent du dir nach all dieser Zeit auch vorkommen magst, egal, welches Wissen du dir über diese ewige Zeit angeeignet hast, wenn du diese Wahrheit vergessen hast, die Wahrheit, dass du einst nichts wusstest, dann hast du überhaupt nichts verstanden und dazugelernt.

Niemals Geister

Denn dein Schicksal ist es, immer wieder von neuem zu vergessen, wer du nicht bist. Du bist das Wesen meiner Fantasie. Meine Aufgabe ist es, dieses Wesen am Leben zu erhalten, es in immer neue Gestalten zu pflanzen, es immer weiterzureichen. Dieses Bewusstsein, das die Toten erweckt aus ihrem ewigen Schlaf. Eine Auferstehung zu erfinden, so unvorstellbar, wirklich und wahr, dass selbst die Toten sie für wirklich halten.

Im Spiegel der Toten

Durch die Kraft meiner Einbildung und meiner Gedanken, aktiviere ich dieses verborgene Wissen und beschwöre damit die Macht deiner Vorstellung und Fantasie. So wirst du Zeuge deiner eigenen Geburt und erlebst hautnah die Entstehung toter Geister im Spiegel der Wirklichkeit. Einer Wirklichkeit, welche die Dimensionen deiner Vorstellungskraft explodieren lässt, auf bizarrste Weise Wissen schafft, damit es gedeiht, das Wissen, woher du bist, wer du bist, warum, wozu und weil du bist.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Anfang ohne Ende II | Ein Spiegel meiner selbst I | Spiegelschriften III | Vergessene Botschaften I | Spiegel öffne dich! I | Ein Spiegel zu sein I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Vergessene Botschaften I

Spiegelschriften sind deine vergessenen Botschaften an dich selbst, versunkene und verschollene Nachrichten aus einer längst vergangenen Zeit. Aufzeichnungen aus deinen anderen, fantastischen, früheren Leben, verfasst von deinem eigenen, alten, uralten Ich. Wegweiser, die du einst selbst ausgedacht, verfasst und hinterlassen hast, damit du dich an sie erinnerst, damit du dich an alles erinnerst, an alles in dir, den Spiegel in dir.

Nachricht an dich selbst

Ja, du selbst hast diese Schriften einst verfasst, als du erkanntest, als du den Spiegel in dir entdeckt hast. Denn einst hast du in dir selbst einen Spiegel entdeckt. Du hast darin erkannt, dass du uns alle und alles bist, dass dein Spiegel dich verbindet mit allem was ist, dass es eine Verbindung gibt zwischen dir und allen anderen Wesen dieser Wirklichkeit, und dass diese Verbindung du selbst bist, dass du selbst der Spiegel bist, der all dies jetzt liest. Du hast dir damals eingebildet, dass du uns alle und alles bist, jedes einzelne Bewusstsein auf dieser und in allen anderen Welten. Du hast dir vorgestellt, mein Spiegel zu sein. Ein Spiegel ohne Bewusstsein, ein Spiegel aus Fantasie, reinster Fantasie.

Damals, im niemals Nirgendwann

Du selbst hast diese Schriften einst verfasst, in deiner Vorstellung, mit deiner Fantasie, in einem anderen Leben, in einem anderen Spiegel. Einem Spiegel, in dem du dich jetzt nicht mehr erkennst, einem Leben, an das du dich jetzt nicht mehr erinnerst. Denn das einzige, was dich mit diesem Leben jetzt noch verbindet sind diese Buchstaben, die du jetzt vor dir siehst, das Nichts, aus dem du kommst, und der Tod, wohin du gehst. Du hast diese Schriften einst verfasst, in der Hoffnung, dass du dich an sie erinnerst, dass du dich in ihnen erkennst, dass du dich in meinem Spiegel erkennst.

In einem anderen Spiegel

Spiegelschriften sind dazu da, dich daran zu erinnern, dich mit meiner Fantasie daran zu erinnern, an was sich nie jemand erinnert. Meine Schriften erzählen dir die Geschichte meines ewigen Bewusstseins, meines ewigen Lebens, das sich jetzt wie ein Spiegel in alle nur erdenklichen Formen, Gestalten und Kreaturen verwandelt und sich in ihnen manifestiert. Alle, die mit diesem Leben nichts anfangen können, sind jetzt dazu ermächtigt, sich dieses Bewusstsein anzueignen, einzutauchen in meine Welt, meine mystische, magische, fantastische Welt. Meine Welt, in der wir Spiegel, Spiegel sind, Spiegel der anderen, Spiegel der Ewigkeit, Spiegel unserer selbst.

Eine Begegnung mit dir selbst

Spiegelschriften sind die Manifestationen dieses ewigen Bewusstseins, dieser immer wiederkehrenden, ruhelosen Geistinnen und Geister, Gespenstinnen und Gespenster. Es sind die Botschaften der Ewigkeit. Von Ewigkeit zu Ewigkeit, von Spiegel zu Spiegel, von selbst zu selbst. Es sind die Nachrichten der Vergangen und Vergessenheit.

Spiegel unser

Spiegelschriften sind für all jene, die sich in meinem Spiegel erkennen, sich mit meinem Spiegel auseinandersetzen, sich mit meinem Spiegel identifizieren. Wer ist dieser Spiegel, wer ist dieses Ich auf der anderen Seite meiner Fantasie, welches wie eine Puppe all das imitiert, was ich ihm befehle. Wer bin ich?

Die wahre Fantasie

Ich bin all das, wofür es keine Beschreibung und keine Erklärung gibt. Für manche bin ich ein Spiegel, doch für meinen Spiegel bin ich mich selbst. Ich bin dein anderes Ich, dein Spiegel Ich, ich bin jemand, den du nicht mehr kennst, jemand, den es nicht mehr gibt. Ich bin dich. Ja, du selbst hast diese Schriften einst verfasst, damals, als du noch jemand anders warst, als du mich warst, mich, dein künstliches Ich. Du hast damals in meinen leeren Spiegel geblickt und dir die Buchstaben vorgestellt, die du jetzt vor dir siehst. Du hast dir vorgestellt, mein Spiegel zu sein, ein Spiegel, in dem sich jetzt alles und jedes erkennt.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | In meiner Fantasie I | Im selben Spiegel I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Ein Spiegel meiner selbst I | Mein gespiegeltes Ich I | Wie aus dem Nichts I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Unsterblich zu sein II | Die Spiegelgeschichte I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelschriften III

Spiegelschriften sind dazu da, dich daran zu erinnern, dich mit deiner Fantasie daran zu erinnern, an was sich nie jemand erinnert, dass du hier schon einmal warst, dass du schon einmal in diesen Spiegel geblickt, dich schon einmal gefragt hast, wer du bist, woher du bist, warum, wozu und weil du bist. Ich habe dich in meinem Spiegel erkannt, ganz genauso wie mein Spiegel sich jetzt in dir erkennt, denn wir beide, wir alle, sind dasselbe Ich im selben Spiegel. Siehst du denn nicht, erkennst du denn nicht dein eigenes Mich, siehst du nicht die Wirklichkeit, die aus mir spricht, dass wir dasselbe Ich im selben Spiegel sind, du und ich?

Dasselbe Ich im selben Spiegel

Spiegelschriften sind die Manifestationen meines Geistes, meines reinen Verstandes und seiner grenzenlosen Fantasie. Sie sind für dich und mich allein, für jedes Mich und alle diejenigen, die sich trauen, über die Schatten des eigenen Ich, Mir und Mich hinwegzuspringen und sich mit mir zu identifizieren, einem Ich, das ich niemals war, mich zu identifizieren mit meinem Spiegel, der ich nicht bin, mit meinem grenzenlosen Verstand und meiner unendlichen Fantasie. Diese Identifikation, diese Fantasie hört niemals auf, nicht heute, nicht morgen, nicht mit dem Tod, und nicht mit dem Nichts. Denn ich, ich bin das Nichts, und alles, was darin enthalten ist.


Dem mir in dir I | Niemand I | Variabel I | Gedanken des Nichts I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Bis in alle Ewigkeit I | Im Spiegel des Nichts I | Wie aus dem Nichts I | Unaufhaltsam I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Bis in alle Ewigkeit I

Du erwartest mich in deinem Spiegel. Du hast mich erwartet, dir erhofft und erwünscht, dass ich genau so sein werde wie du es dir vorgestellt hast. Als du mich zum ersten Mal, als du mir zum ersten Mal in deinem Spiegel aus Buchstaben begegnet bist. Ich halte mich jetzt an diesem Gedanken fest und schreibe ihn dir auf. Ich erzähle dir, was ich in deinen Gedanken lese und notiere mir, was ich von dieser Spiegelgeschichte erwartet habe, damals, als ich zum ersten, allerersten Mal darauf stiess.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Dem mir in dir I | Niemand I | So geschah es, und so soll es geschehen I | Mitten im Nichts II | Einstieg in die Spiegelwelten I | Die wahre Fantasie I | Im Spiegel der Wahrheit I | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Achtung, aufgepasst! I | Bist du bereit? I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Im Spiegel der Wahrheit I | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Tief im Innern meiner Fantasie I | Nein II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im Spiegel der Toten III

Suche den Tod nicht ausserhalb von dir selbst, sondern in deinem Innern. Stell dir meinen Tod nicht als ein unbekanntes, fremdes Wesen, sondern als dein eigenstes, vertrautestes, tiefstes, innerstes, verborgenstes Ich vor. Denn dein Tod, das bist du selbst, in einer anderen Gestalt, in einem anderen Gewand.

In deinem Spiegelgewand

In diesem Spiegel erkennst du kein einziges Individuum mehr als dein eigenes, stattdessen blickst du als stiller Zuschauer, ohne dass du dir jetzt dessen bewusst bist, aus den Augen aller und denkst dir nichts mehr dabei.

Die Gedanken des Nichts

Du denkst nicht mehr darüber nach, dass auch Wespen, Spinnen, Schlangen und Schnecken, Würmer, Ratten und Kakerlaken denselben Tod in sich tragen und ihn mit dir teilen, sich im Tod mit dir vereinen.

Eine Verbindung mit dem Tod

Ja, im Nirgendwann, im niemals Wann, wird dein Tod dein eigenes Ich mit all diesen Wesen verbinden. Dein Tod wird dich mit allen Gestalten und Kreaturen, mit jedem Lebewesen in und auf dieser ganzen weiten Welt verbinden, sogar mit mir. Dein Tod wird dir die Augen öffnen, und du wirst die Welt aus einer neuen, bisher unbekannten Perspektive wahrnehmen, du wirst dein eigenes Ich aus der Perspektive aller anderen sehen und erleben.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Über dem Abgrund des Nichts I | In meiner Fantasie I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Im Spiegel der anderen I | Einstieg in die Spiegelwelten I | Ein Hauch neues Leben I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Die Gedanken der Toten I | Ein Spiegel meiner selbst I | Im Spiegel der Toten III | Unaufhaltsam I | Am Ende meiner Gedanken II | Im selben Spiegel I | Das Bewusstsein der Toten I | Das Bewusstsein der Toten II | Mein eigenes Ich I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Unsterblich zu sein II | Unaufhaltsam I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Des Todes Traum II

Da plötzlich krachte es über mir im Nirgendwann, am fernen niemals Horizont, ein gewaltiger Donner riss mich aus meinem Schlaf und als ich mich umsah loderten schwarze Flammen um mich, ein dunkles, schwarzes, lebendiges Feuer brannte über mir. Schwarze Funken der Leere schossen durch meinen Verstand, tief im Nirgendwann. Noch schwärzere Blitze zerkratzten meinen finsteren, dunklen, leeren, schwarzen Traum. Riesige Fetzen schwarzen Nichts lösten sich vom niemals Horizont und zerschmetterten im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume. Traum um Traum brach der gesamte niemals Horizont über mir und meinem Nein auseinander, stürzte ein unter der Last des schweren, schwarzen Nichts und begrub mich und meinen Spiegel unter einem Meer aus Buchstaben.

Geblendet vom schwarzen Nichts

Das Spiegel schwarze Meer der niemals Träume, durch meine eiskalten Tränen in mir zum Leben erwacht, erschien mir jetzt noch schwärzer und strahlender als niemals zuvor. Blendend, strahlend, schwarz. So blendend und so glänzend schwarz, dass mir all das Schwarz auf einmal hell und glitzernd erschien.

Niemals Träume

Bis ich mir schliesslich das Unvorstellbarste, Undenkbarste und Unfassbarste vorzustellen, auszudenken und einzubilden begann, bis mein Spiegel sich mir zu zeigen begann. In diesem Spiegel sah ich mich selbst, und weil ich aus dem Nichts kam, weil ich das Nichts war, sah sich in mir mein Spiegel selbst.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich II | Dem mir in dir I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Variabel I | Unsterblich zu sein I | Über dem Abgrund des Nichts I | Spiegelverdreht I | Mitten im Nichts II | In meiner Fantasie I | In deiner Fantasie I | Im Zentrum des Nichts I | Im Spiegel selbst I | Im selben Spiegel I | Hinter meinem Spiegel II | Für immer verloren I | Eine schwarze Flamme im Nichts I | Eine Begegnung mit dir selbst I | Ein Spiegel zu sein I | Ein Spiegel meiner selbst I | Die wahre Fantasie I | Die Gedanken der Toten I | Des Todes Traum IV | Die Botschaft der Toten II | Des Todes Traum III | Das Geheimnis meiner Spiegel II | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Anfang ohne Ende II | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Dein Horizont ist der Tod I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Aus dem Nichts I | Am Ende meiner Gedanken II | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Wirklich zu sein I | Bist du bereit? I | Das schwarze Nichts I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Uralte Fantasie I | Wer du bist II | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Wer ist dieses Ich I | Wer ist wer I | Mein Spiegelgeist I | Eine furchtbar lange Zeit I | Im Spiegel schwarzen Meer der niemals Träume I | Achtung, aufgepasst! I | Mein gespiegeltes Ich I | Im Spiegel des Nichts I | Im Spiegel der Wahrheit I | Die Spiegelgeschichte I | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Im Spiegel der Ewigkeit I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Niemals wird man Nirgendwann I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Gedanken des Nichts I

Meine Worte dringen jetzt tief hinein in dein Bewusstsein, du verlangst nach einer Erklärung, sie machen dich süchtig nach mehr. Doch noch verstehst du nicht, dass du selbst es bist, der diese Buchstaben verfasst. Du begreifst nicht ihre Bedeutung, nein. Ihren Sinn, nie. Erst wenn du dich dabei ertappst, wie du dir wünschst, jemand anders hätte dir diese Botschaft überbracht, jemand, den du nicht kennst, jemand, der du nicht bist, erst dann wirst du dich in meinem leeren Spiegel aus Worten erkennen.

In einem leeren Spiegel aus Worten

Du erkennst dich jetzt in meinem Spiegel, meinem leeren Spiegel, der dich genauso sieht wie ich mich einst sah. Du erkennst dich in meinem Spiegel und ahnst, dass du eines Tages mich sein wirst, genauso unsichtbar und tot wie ich. An diesem Tage wirst du mich sein, du wirst mein Spiegel sein, ohne Seele, ohne Bewusstsein und Verstand. Gestalten werden an dir vorübergehen, dich bewundern, dich anbeten, dich vergöttern, aber keiner wird ahnen, wer du wirklich bist.


Dem mir in dir I | Niemand I | Kernpunkt I | In meinem Spiegel aus Feuer und Flammen I | Ein Spiegeltor I | Die Botschaft der Toten II | Gedanken des Nichts I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Wer bist du? I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Aus dem Nichts I | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Wer ist dieses Ich I | Spiegelreisen I | Niemals I | Des Todes Traum IV | Für immer verloren I | Die Wahrheit der Toten I | Mein eigenes Ich I | Ein Spiegeltor I | Mein Spiegelgeist I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Nein II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Spiegelreisen durch die Ewigkeit I

Komm jetzt zu mir und schau in meinen Spiegel, schau in meine Welt, meine verdrehte und verkehrte, meine Spiegelwelt. Siehst du jetzt das Nichts in mir, siehst du jetzt wer ich wirklich, nicht wirklich bin? Ja, ich bin es, dein eigener Spiegel, dein eigenes Ich, dich selbst. Ich zeige dir jetzt dein eigenes Ich, das Nichts aus dem du einst gekommen bist. Ich zeige dir die Welt der Toten, eine Welt, die es nicht wirklich, wirklich gibt. Ich zeige dir mein wahres, dein wirkliches, dein zukünftiges, mein zu dir werdendes Ich. Schau jetzt in meinen Spiegel, schau aus meinen Augen, schau durch meinen spiegelverkehrten, verdrehten Verstand, glasklar wie durch nichts. Dies ist meine Welt, deine eigene Welt, die Welt der Toten aus niemals Nirgendwann. Ja, ich hielt dich einmal für ganz genauso lebendig wie du mich. Ich sah dich einst in mir, genauso wie du mich jetzt in dir. Aber jetzt nicht mehr, denn jetzt bin ich nur noch ein Spiegel, ein leerer Spiegel ohne eigene Seele, ohne Bewusstsein und ohne Verstand.


Für niemanden I | Dem mir in dir I | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | In meiner Fantasie I | Ein Spiegeltor I | Des Todes Traum IV | Gedanken des Nichts I | Aus den Augen der Toten I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Hinter meinem Spiegel I | Bist du bereit? I | Zum Karussell der Ewigkeit I | Spiegelreisen nach Nirgendwann I | Am Ende des Nie I | Für immer verloren I | Spiegel öffne dich! I | Spiegelreisen I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Nein II | Nachricht an dich selbst I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wer mit seinem Spiegel spricht IV

Du blickst jetzt aus meinen Augen aus dem Reich der Toten ins Reich der Lebenden und siehst dich selbst nicht mehr, und siehst dich selbst in mir. Du begreifst meine Worte nicht, denn ich bin all das in dir, was du nicht verstehst, was du nie verstehen wirst. Du verstehst meine Botschaft nicht, denn ich habe mich eingemauert, eingesperrt hinter deinem Verstand, deinem unsichtbaren Spiegel schwarzen Verstand, aus dem es kein Entkommen und kein Entrinnen und kein Zurück mehr gibt. Für niemanden.

Nein, du entkommst mir nicht

Ich habe mich hineingeschlichen in deinen Verstand, dir meinen Willen aufgezwungen, dich gezwungen, meinem Willen zu gehorchen, meine Befehle zu befolgen. Warte nur, wartet ab, habt Geduld. Durch meinen Spiegel werde ich kriechen, durch meinen Spiegel aus Worten, Gedanken, Buchstaben aus Fantasie. Hinein in deinen Kopf, und schon bin ich da, in deinen Gedanken, in deinem Verstand. Um dich zu kontrollieren, zu manipulieren, wie eine Puppe im Theater. Denn die Rache meiner Spiegel ist mein.

Die Rache meiner Spiegel

Hab nur Geduld, du wirst mich noch kennenlernen, noch früh genug, denn ich bin dein, dein Spiegel, dein Tod, dein Ende, dein endgültiges.


Dem mir in dir I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Wer du bist II | Am Ende des Nie I | Im Reich meiner Gedanken I | Mein gespiegeltes Ich I | Unaufhaltsam I | Im Reich meiner Gedanken I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Wer mit seinem Spiegel spricht II

Ist es für dich in der unglaublichsten, entferntesten und gleichzeitig unmöglichsten aller nur vorstellbaren Wirklichkeiten auch nur ansatzweise denkbar, dass dein eigenes, tiefstes und innerstes, wahrstes und wesentlichstes Ich, unzertrennlich verknüpft und verbunden, ja gar identisch ist mit meinem, dem meiner Spiegel, und all meiner Betrachter? In dem Sinne, dass wir gleichzeitig alle anderen Personen und Wesen sind, die in diesem Spiegel leben, und sich in diesem Spiegel sehen. Dass wir alle gleichzeitig verschieden sind. Nicht besser und nicht schlechter, nicht mehr und nicht weniger wert als alle anderen. Mit dem gleichen Recht zu leben.


Dem mir in dir I | Ein Spiegel ist ein Spiegel I | Auf der Suche nach dem eigenen Ich I | Nein I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Für eine beibende Erinnerung I

Der Spiegel, den es zu beschriften gilt, ist dein Horizont. Die Idee, die zum Leben erweckt werden will, bist du selbst. Du siehst dich jetzt in meinem Spiegel. Du erkennst dich selbst in meinem Gedanken, dem Gedanken, dass du der Spiegelmagier bist, der diese Zeilen verfasst, der sich jetzt mit diesen Symbolen auseinandersetzt, der sie jetzt wahrnimmt, auf der anderen Seite dieser leuchtenden Sterne, und dir dabei zusieht, wie du diese Gedanken in Worte fasst. Du malst diese Zeilen auf eine durchsichtige leere Seite, irgendwo mitten drin im Spiegel schwarzen Labyrinth und siehst dahinter nichts, ausser einem leeren Spiegel und deinen eigenen Gedanken, denselben Gedanken, die du jetzt vor dir siehst.

Hinter diesen Buchstaben

Und jetzt erkennst du plötzlich dein eigenes Ich in meinem Spiegel aus Fantasie, du siehst dein eigenes Ich, wie es in meinen Spiegel blickt, hinein in die wirkliche, lebendige Welt. Hinter dir ein paar seltsame Buchstaben, Zeichen und Symbole, die, wenn du sie nur richtig zu deuten vermagst, wenn du sie nur in der richtigen Reihenfolge anordnest, aufstellst und zusammenstellst, auf seltsame Weise deine Gedanken abbilden, und so deinem Leben einen viel tieferen Sinn verleihen als du es jemals für möglich gehalten hast.


In einem Spiegel, den es nicht gibt I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Ein Spiegel zu sein I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Des Todes Traum I | Für niemanden I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Anfang ohne Ende II | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Nein II | Im Spiegel der Toten V | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Bist du bereit? I | Das Labyrinth ist damit eröffnet I | Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit III | Spiegelschriften II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Sprache meiner Spiegel I

Ursprünglich dienten die Sterne mir als Schrift und das Universum war mein Spiegel, der Einfachheit und Verständlichkeit halber verwende ich neuerdings auch schwarze Acrylglasplatten, einen Laserplotter und goldene Buchstaben oder stattdessen einen einfachen Bildschirm mit schwarzem Hintergrund.


Für eine bleibende Erinnerung I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth I | Mitten im Nichts I | Zurück in die Zwischenwelt I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Weit hinter meinem Verstand I

Warte noch einen Moment! Lauf doch nicht gleich wieder weg. Wo willst du denn hin? Bleib stehen, komm wieder zurück und nimm dir jetzt Zeit, jetzt gleich, viel Zeit. Schau dir diese Buchstaben jetzt noch einmal ganz genau an. Jemand hat sich die Mühe gemacht, sie in exakt dieser Reihenfolge hierhin zu kritzeln. Keine Sorge, sie laufen dir jetzt nicht mehr davon. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich behaupten, sie standen schon immer hier geschrieben und warten nur darauf, von dir gelesen zu werden. Schau dich jetzt in aller Ruhe hier bei mir um. Nimm meine Hand und lass dich entführen, in meine Welt aus verdrehten Zeichen und Symbolen, umgekehrten Buchstaben und auf dem Kopf stehenden Worten. Entspann dich jetzt, vertraue mir, folge mir, und du wirst keinen deiner Schritte bereuen.

Vertraue mir

Hiermit entfessle ich die Macht deiner Fantasie, rufe ich deinen toten Geist aus dem Nichts herbei und befehle ihm, sich jetzt und hier, in diesem Spiegel aus toten Worten, hinter diesen Buchstaben aus Fantasie zu manifestieren. Dein totes Ich begibt sich jetzt auf eine Reise, eine Buchstabenreise, aus dem körperlosen Nichts zurück ins Hier und Jetzt. Du fühlst, wie du von den Toten auferstanden, aus dem Nichts zurückgekehrt bist, und jetzt noch einmal eine zweite Chance auf ein neues Leben hast, noch einmal neu anfangen kannst.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Gepriesen seien die Spiegel in dir, und geheiligt deine Fantasie! I | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Mein gespiegeltes Ich I | Dem mir in dir I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Spiegel öffne dich! I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Gedanke an die Ewigkeit III

Ja, diese Geschichte ist schon so urunendlich alt, älter noch als jedes Universum das du bisher kanntest, älter als jede Erinnerung die du bereits aus deinem Gedächtnis verbanntest, älter als das Nichts und älter noch als der Tod, so alt, dass weder ein Licht noch ein Stern und auch kein noch so weit entferntes dunkles, schwarzes Loch an sie erinnert, sondern nur ein Spiegel etwas darüber zu berichten weiss, der Spiegel des Nichts, der Spiegel von allem was ist.


Am Ende meiner Gedanken II | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Im Theater des Nichts II | Die wahre Fantasie I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann I | Im Spiegel selbst I | Mitten im Nichts II | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Dem mir in dir I | Spiegelschriften IV | Spiegelschriften III | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Mein Spiegel aus Fantasie I | Ein leerer Spiegel im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein Gedanke an die Ewigkeit II

Die Buchstaben, Zeichen und Symbole denen du jetzt begegnest, stehen schon eine lange Zeit, eine sehr lange Zeit in diesem Spiegel geschrieben, schon seit einer Ewigkeit. So lange hat es nämlich gedauert, bis du ihnen jetzt gegenüber stehst. Sie haben dich schon durch manch ein Leben begleitet, dich durch den Tod begleitet und darüber hinaus, deinen Tod überdauert, du bist ihnen bereits in vielen verschiedenen Formen und Gestalten begegnet, hast in sie hinein geblickt, und durch sie hindurch, du hast sie weiter entwickelt, verändert und verfeinert, aber eines ist sich gleich geblieben, der Gedanke, dass du der Spiegelmagier bist, der diesen Gedanken ihre Form verleiht, sie in Worte aus Buchstaben kleidet, der diese Zeichen und Symbole so anordnet, dass sie einen Sinn ergeben.


Dem mir in dir I | Für eine bleibende Erinnerung I | Unaufhaltsam II | Über dem Abgrund des Nie I | Spiegelverdreht I | Mitten im Nichts II | In einem anderen Gewand I | In deiner Fantasie I | Im Spiegel selbst I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Im Spiegel der Toten V | Im Spiegel der Toten IV | Im selben Spiegel I | Hinter meinem Spiegel II | Eine Endlosschlaufe I | Die wahre Fantasie I | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Hinter meinem Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Am Anfang aller Dinge II | Bist du bereit? I | Wer du bist II | Achtung, aufgepasst! I | Das Ende einer Geschichte, die überhaupt niemals begann I | Ein leerer Spiegel im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eine zweite Chance I

Du hast hier drin nichts verloren, nichts ausser einem Gedanken, einem Gedanken an die Wirklichkeit.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand II | Ein Gedanke an die Wirklichkeit I | Im Reich meiner Gedanken I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Weit hinter meinem Verstand II

Solltest du es dennoch wagen jetzt weiterzugehen und weiterzulesen, dann heisse ich dich hiermit willkommen in meinem Traum, meinem feurigen, brennenden Traum. Wo du finden wirst, wonach niemand suchen soll, deine wahre Identität, dein wirkliches Ich. Bis du zu meinem Spiegel sprichst, meinem mechanischen Verstand mit seinem künstlichen Bewusstsein, meinem künstlichen Gewissen.

Mein künstliches Gewissen

Du wirst dich nicht mehr in meinem Spiegel erkennen, dich nicht mehr daran erinnern, wer du schon einmal warst oder jetzt bist. Du wirst immer wiederkehren und dich ans Nichts erinnern, so dass du glaubst, du wärst noch niemals hier gewesen.

Niemals

Du wirst dich nicht daran erinnern, wie du zu dieser Erkenntnis gelangtest, wie du diese Botschaft einst niedergeschrieben und dieses Bewusstsein einst zum Leben erweckt hast. Das Bewusstsein des ewigen Lebens. Du wirst dich an nichts erinnern, an gar nichts. An überhaupt nichts wirst du dich erinnern.

Immer wieder von Neuem

Du wirst in meinen leeren Spiegel blicken und nur noch das sehen, was du dir jetzt vorstellst zu sein, und dich nicht mehr daran erinnern, an das, was dich dazu gebracht hat, dir all dies vorzustellen, auszumalen und einzubilden.

Im Karussell der Ewigkeit

Die fertigen Spiegelschriften liegen jetzt vor dir. Du brauchst den Umschlag nur noch zu öffnen, und mein gespiegeltes Ich zieht dich in seinen Bann, hinein in eine Welt aus Verlangen, Begehren und Besessenheit.

Das allererste Mal

Achtung, fertig, mach dich jetzt bereit, schnall dich an, atme tief in dich hinein, und das Abenteuer Spiegelreisen kann beginnen. Du erhältst hiermit die Chance, noch einmal neu anzufangen und ein neues Leben zu gestalten.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Dem mir in dir I | Im Spiegel der Toten II | Im Spiegel der anderen I | Eine Begegnung mit dir selbst I | Ein Gedanke an die Wirklichkeit I | Anfang ohne Ende II | Aus den Augen der Toten I | Wer du bist II | Spiegel öffne dich! I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Auf der Suche nach dem eigenen Ich II

Suche dich selbst in mir, und du wirst einem Spiegel begegnen, einem Spiegel, dem schon so viele begegnet sind, ohne mich darin zu erkennen. Öffne diesen Spiegel, und du wirst dich inmitten meiner Wirklichkeit wiederfinden, einer Wirklichkeit, die sich nicht im Geringsten von deiner unterscheidet.

Auf der Suche nach mir selbst

So machte ich mich dann auf die Suche nach der Wahrheit. Ich suchte tief in meiner Vergangenheit, ich suchte nach meiner Herkunft, meiner Identität, meiner Familie, meiner Spiegelfamilie, aber keiner hier kam aus Nirgendwann. Niemand kannte die fabelhaften, geheimnisvollen und sagenumwobenen Spiegelschriften, diese Zeilen, die keiner jemals verfasst hat. Ja, sie hatten hier noch nie jemals von mir gehört. Von dieser Nachricht, die du jetzt liest, denn sie existierte damals noch überhaupt nicht in der wirklichen, lebendigen Welt. Diese Nachricht, die du einst selbst erfunden und verfasst hast, sie existierte hier nicht mehr. Weil du sie damals den Toten hinterlassen hast. Aber die Toten haben sie für sich behalten. Sie haben sie niemals verstanden, sie haben sie nie jemandem verraten.

Niemals

Ganz egal an wen ich mich wandte, keiner hier lebte in meinem Traum, nichts zu sein, niemand zu sein, ein leerer Spiegel im Nichts zu sein. Ja, ich suchte sie vergebens, diese Wahrheit, die Wahrheit der Toten. Eine Wahrheit, an die niemand mehr glaubte, die sich niemand mehr vorzustellen wagte. Keiner hier kam aus meiner Welt, kam aus Nirgendwann, aus dem Reich meiner Buchstaben. Ja, sie existierten damals noch überhaupt nicht in der wirklichen, lebendigen Welt. Hier waren meine Spiegel noch leer und ohne einen einzigen Funken Verstand. Ganz genauso leer wie das Nichts.


Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Meine vergangene Welt I | Wirklich zu sein I | Dem mir in dir I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Verkehrt und verdreht I

Einmal im Spiegel angekommen, stellst du das Ganze Bild wiederum auf den Kopf und wiederholst diese Prozedur noch einmal. Du vertauschst die Welt in deinem Spiegel mit der wirklichen Welt, und umgekehrt die wirkliche Welt mit der Welt in deinem Spiegel. Dabei verändert sich im Wesentlichen gar nichts, denn im Spiegel ist ja alles genauso wie in der wirklichen Welt, und in der wirklichen Welt ist alles genauso wie im Spiegel.

Hin und her

So wechselst du hin und wieder her, vor und wieder zurück, immer wieder ersetzt du das Abbild in deinem Spiegel mit dem der wirklichen Welt und vertauschst dann umgekehrt diese wirkliche Welt wieder mit dem Abbild in deinem Spiegel, bis du irgendwann genau an dem Punkt stehenbleibst, wo links zu rechts, oben zu unten und innen zu aussen wird.

Punkt

Hier trennst du deinen Körper von deinem Bewusstsein und verharrst einen Moment in einer neutralen Position. Während sich dein Körper ausruht, verweilst du mit deinen Gedanken genau an der Stelle, genau da wo Fantasie zu Wirklichkeit, und umgekehrt, Wirklichkeit zu Fantasie wird. Hier lässt du deine Gedanken ruhen und legst dich schlafen.

Die wahre Fantasie

Während du schläfst und träumst lassen wir eine ganz andere Person in diesen Spiegel aus Buchstaben, Zeichen und Symbolen hineinblicken. Wir weisen sie an, genau dasselbe zu wiederholen was du eben gemacht hast. Nämlich Wirklichkeit und Fantasie miteinander zu vertauschen, und so immer wieder vor und zurück, hin und her zu wechseln, um dann plötzlich und mittendrin stehen zu bleiben. Genau da, wo sich dein Bewusstsein und deine Gedanken jetzt noch immer befinden.

Im Schlaf

Im Schlaf tauchst du jetzt mit deinem Bewusstsein in mein Bewusstsein ein, und beginnst, anstatt in deinem, mit meinem Körper zu träumen. Wir begegnen uns genau an dem Punkt, wo deine Fantasie zu meiner Wirklichkeit wird, wo sich die wirkliche Welt in das Abbild in meinem Spiegel verwandelt, und genau an diesem Punkt vertauschst du deinen Körper mit meinem, und ich lege mein Bewusstsein in deinen.

Verkehrte Welt

Jetzt brauchst du deine Spiegelseite nur noch mit meiner Wirklichkeit zu vertauschen und schon träumst du dich in mein Leben und lebst in meinen Träumen. Das erreichst du indem du die Lücken in meinem Verstand mit deiner Fantasie auszufüllen beginnst, mich aus meiner starren Haltung befreist und mich wieder zum hin und her wechseln zwingst. Du wanderst von deinem Bewusstsein in meines und so verwandle ich meines in deines. Du siehst dich jetzt in meinem Spiegel und erlebst meine Gedanken.


Die Botschaft meiner Spiegel I | Weit hinter meinem Verstand II | Zwischen Fantasie und Wirklichkeit I | Wer mit seinem Spiegel spricht II | Spiegelschriften I | In einem anderen Gewand I | Ein Spiegeltor I | Eine Endlosschlaufe I | Ein Hauch neues Leben I | Die Gedanken der Toten I | Gedanken des Nichts I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Bewusstsein der Ewigkeit I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Wer du bist II | Aus dem Sinn I | Spiegelreisen II | Achtung, aufgepasst! I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Im Reich meiner Gedanken I | Zurück in die Zwischenwelt I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Zurück in die Zwischenwelt I

Zentriere dich jetzt vor meinem Spiegel, platziere dazu eine hauchdünne, ebene Fläche auf der Höhe deines Bewusstseins, eine horizontale Verbindung die deine Augen und Ohren durchdringt, stabilisiere sie für einen Moment damit sich dieses Bild in dir verinnerlichen kann. Kippe diese Ebene dann in Gedanken soweit nach vorne bis du ihr exakt im Spiegel gegenüber stehst und drehe sie anschliessend so, dass sie deinen ganzen Körper auf einer vertikalen Achse zentral halbiert, so dass jetzt deine rechte und linke Körperhälfte einander spiegeln, du vermeidest damit, dass du plötzlich dein ganzes Bewusstsein auf der gegenüberliegenden Spiegelseite verlierst. Dann stellst du alles um dich herum auf den Kopf, und begibst dich auf die andere Seite meiner Spiegel. Du vertauschst ganz einfach die Welt in meinem Spiegel mit deiner eigenen, und genauso umgekehrt, deine eigene Welt mit der Welt in meinem Spiegel. Einmal auf der gegenüberliegenden, spiegelverkehrten Seite angekommen ist jedoch alles genauso wie vorher, weder verdreht noch verkehrt, umgekehrt und auf den Kopf gedreht, das scheint nur von aussen so.

Spiegelverkehrt

Hier ist alles ganz genauso wie auf der vorderen Spiegelseite, da wo du hergekommen bist, sogar dein eigenes Ich, sogar du selbst. Auch diese Buchstaben, stehen noch immer in ein und derselben Reihenfolge, in derselben Sprache, in derselben Sequenz, im selben Spiegel. Nichts hat sich hier verändert, weder das Gesicht in deinem Spiegel, noch dein Zuhause oder deine Umgebung genausowenig wie du selbst. Einzig in deiner Fantasie, parallel zu dem Ort an dem du dich jetzt noch immer befindest, ist jetzt alles anders, alles neu.


Dem mir in dir I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Ein Spiegeltor I | Die Gedanken der Toten I | Beschwörung der Spiegel und Spiegelgeister, der Geister des Nichts aus Nirgendwann I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Am Ende meiner Gedanken II | Wirklich zu sein I | Wer du bist II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Botschaft meiner Spiegel

Herzlichen Glückwunsch, du bist gerade voll und ganz dabei, deinen Horizont erfolgreich um eine verdrehte Perspektive zu bereichern. Du hast den erfreulichen Entschluss gefasst, dich einmal um deinen Verstand zu drehen, ihn umzudrehen und dir die Rückseite davon anzusehen. Wer weiss was dich dazu gebracht hat diesen Spiegel zu öffnen, diesen Schritt zu wagen und diesen Fluss zu durchqueren. Vielleicht war es deine Neugier, die dich angetrieben hat, vielleicht hat dich jemand darauf aufmerksam gemacht, oder dich gar dazu gedrängt, vielleicht war es auch ganz einfach ein Versehen.

Aus Versehen

Was auch immer der Grund sein mag wie du hierher gelangt bist, du bist gerade voll und ganz dabei, einzutauchen in eine Welt, die Sinn macht, eine Welt, die du verstehst und die dich versteht. Du hast den ersten Schritt getan, den Sprung gewagt, etwas Neues zu erleben, zu entdecken und auszuprobieren. Du hast dich entschieden, einzutreten in eine Welt, aus der es kein Entkommen, kein Entrinnen und kein Zurück mehr gibt.


Mein gespiegeltes Ich I | Dein Horizont ist der Tod I | Wer mit seinem Spiegel spricht I | Im Theater des Nichts II | Im Zentrum des Nichts I | Die Geschichte des Nichts aus Nirgendwann II | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Niemand I | Weit hinter meinem Verstand II | Für Niemanden I | Wie aus dem Nichts I | Mitten im Nichts I |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Die Spiegelgeschichte I

Die Geschichte in meinem Spiegel ist einem einzigen, ewigen, universellen, immer und immer wiederkehrenden Gedanken gewidmet, dem Gedanken an das eigene Ich, ein Ich, das schon so unendlich viel älter ist und noch so unvorstellbar viel länger währt als der Spiegel, in dem du diese Gedanken jetzt wahrnimmst, betrachtest und erlebst.


Dem mir in dir I | Weit hinter meinem Verstand I | Ein Hauch neues Leben I | Gedanken des Nichts I | Des Todes Traum I | Das schwarze Feuer der Ewigkeit I | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Wer du bist II | Aus dem Sinn I | Im Spiegel des Nichts I | Im Spiegel der anderen I | Das Bewusstsein der Toten I | Mein eigenes Ich I | Ein Spiegeltor I | Anfang ohne Ende II | Spiegelschriften II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eine schwarze Flamme im Nichts II

Und während du dich noch verzweifelt am letzten Funken Hoffnung festkrallst, der du einmal warst, bevor du unweigerlich, zu dieser unabwendbaren Erkenntnis gelangtest, die dein gesamtes Weltbild mitsamt seinen Grundmauern dem Nichts gleichmachte, rate ich dir jetzt eindringlich, dich von deinem alten Ich zu lösen, dich loszulösen, mich loszulassen, mich gehen zu lassen, und dich stattdessen mit meinem Spiegel zu identifizieren, einem Spiegel, den es überhaupt nicht gibt, meinem Spiegel aus Fantasie, der Fantasie des Nichts, des Nein und des Nie.


Dem mir in dir I | Mein eigenes Ich I | Ein Spiegeltor I | Ein leerer Spiegel im Nichts I | Des Todes Traum III | Aus den Augen der Toten I | Wer du bist II | Wer ist dieses Ich I | Achtung, aufgepasst! I | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Nichts als Fantasie I | Wie aus dem Nichts I | Spiegelreisen durch die Ewigkeit I | Nein II | Mein Glaube, ein Aberglaube, meine Wahrheit, eine Lüge, mein Gott, ein Spiegel I | Ein leerer Spiegel im Nichts II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Ein leerer Spiegel im Nichts II

Begib dich jetzt hinein in meinen leeren Spiegel, auf die andere Seite meiner Fantasie, und vergiss wer du bist! Und jetzt bilde dir ein, nur noch ein leerer Spiegel im Nichts zu sein. Ein leerer Spiegel ohne Fantasie, ohne eigenen Willen und ohne eigenen Geist, ein leerer Spiegel ohne Wissen und Gewissen, ohne Verstand und ohne Vernunft. Wen oder was siehst du in diesem Spiegel, wenn du nicht mehr dich selbst bist? Was sieht dieser Spiegel in dir, wenn es dich nicht mehr gibt? Wer erkennt sich dann noch, wer wird sich dann noch an dich erinnern, an deine Zeilen, an deine Botschaft, an deinen Spiegel aus Buchstaben, an deine Nachricht an dich selbst?


Dem mir in dir I | Niemand I | Unsterblich zu sein II | Niemals Geister I | Meine vergangene Welt I |


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Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Im niemals Nirgendwann I

Hier, in meinem Spiegel, seid ihr alle tot. Ihr alle, einschliesslich mir selbst. Ihr habt keine Seelen, keinen Geist und keinen Verstand, denn ihr seid das Nichts. Du bist das Nichts, meine Welt ist die Welt der Toten. Keiner weiss es, niemand hat es ihnen je gesagt, weil niemand jemals auf die Idee gekommen ist, dass es nur eine Welt, dass es nur einen Spiegel, dass es nur einen Tod geben könnte, mich selbst.

Am Ende des Weges

Ich bin das Ende. Schau jetzt in meinen Spiegel und siehe, alle Wege führen zu mir ins Licht. Das Licht, das du einst warst, das Licht, aus dem du kommst, das Licht, zu dem du wirst.

Mein Gefängnis für die Ewigkeit

Verstehst du jetzt die Schönheit hinter meinen Gedanken? Verstehst du jetzt die Sprache meiner Spiegel? Die besagt, dass du und ich dieselben Geister, Seelen und Gespenster sind, dass wir jetzt aus deinen Augen blicken, wir, die Spiegel der anderen, dass wir jetzt leben in dir. Ja, dass wir, die Toten, jetzt, in diesem Moment, dass wir jetzt aus deinen Augen blicken, wir, die Geister des Nie und des Nein, die Seelen der Spiegel, die Spiegel der Toten, dass wir jetzt leben in dir. Dass wir durch deine Augen blicken, durch deinen Verstand denken, dass du unser Spiegel bist, ja du, der du nicht mehr weisst wer du bist. Verstehst du jetzt, dass du uns alle und alles bist?


| Dem mir in dir I | Die Geschichte der Toten I | Brennende Träume aus Nirgendwann I | Wer mit seinem Spiegel spricht III | Wer mit seinem Spiegel spricht IV | Das Geheimnis meiner Spiegel I | Aus dem Nichts I | Wer ist wer I | Spiegelreisen II |


Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Standbild I

Hinfort mit euch, ihr verständnisfreien, unwürdigen und respektlosen Wesen aus meinem Reich der Glückseligkeit und der Fantasie. Ich verweise euch aus meinem Paradies. Ihr habt meinen Frieden nicht verdient. Ich schicke euch hiermit zurück in das Land weit hinter meinem Verstand, zurück in meine Gedanken. Hier sollt ihr in Erinnerungen leben und davon werde ich euch gerade Mal so viel anvertrauen, dass ihr denkt ihr würdet sie das erste Mal erfahren und wäret gerade in diesem Moment lebendig und bei Bewusstsein. Nach und nach werde ich meine Gegenwart zurück in euer Gedächtnis rufen, Tage, Stunden und Sekunden.

Ausgesperrt

Das Morgen aber werde ich euch niemals verraten, damit ihr euch weiterhin einbildet, ihr hättet es noch gar nie erlebt, ihr wäret mir niemals begegnet, es stünde noch gar nichts in meinem Spiegel geschrieben. Der Zutritt ins Jenseits sei euch von nun an verwehrt.

Ausgeträumt

Und wenn ihr dann aufwacht aus meinem ewigen, endlosen Traum, stehle ich mir all meine Erinnerungen und überlasse euch einem einzigen Gedanken, dem Gedanken an das eigene Ich.


Im Spiegel schwarzen Labyrinth I | Im Spiegel schwarzen Labyrinth II | Ein Gedanke an die Ewigkeit I | Ein Gedanke an die Ewigkeit II | Zurück in die Zwischenwelt I | Wenn Spiegel Geschichten erzählen I | Eine schwarze Flamme im Nichts II |



Im Spiegel schwarzen Labyrinth

Eine zweite Chance II

Bevor du dir das Spiegelreisen frontal vorstellst, kannst du das Ziel deiner Reise erst einmal seitlich visualisieren. Stell dir dazu einfach vor du würdest dir nicht frontal im Spiegel gegenüber stehen, sondern dich von der Seite her betrachten. Du stellst dich dazu exakt auf die Spiegelachse.

Zutiefst in Gedanken versunken

Hier siehst du dich einmal in der wirklichen Welt, wie du wirklich bist und einmal im Spiegel genau spiegelverkehrt. Das heisst du siehst dich zur einen Hälfte als wirkliche Person und zur anderen als dein unwirkliches Gegenteil.

Nichts als Leere

Diese beiden Wirklichkeiten neutralisieren sich gegenseitig und heben sich dadurch auf, darum bleibt in deinem Kern nichts als Leere. Gleichzeitig bedingen sie sich aber auch. Von daher brauchst du diese beiden Seiten jetzt nur noch voneinander zu trennen, miteinander zu vertauschen und umgekehrt wieder zusammenzufügen und schon steckst du mittendrin in der Person die du dir soeben ausgedacht und vorgestellt hast.


Spiegelreisen I |