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Marsili Cronberg – Aufarbeitung light

Ein Jahr lang hat sich Marsili Cronberg für die Montagsquerfront stark gemacht und auf den sogenannten „Mahnwachen für den Frieden“ bundesweit Reden gehalten. In den letzten Wochen haben wir zur Kenntnis genommen, dass er zunehmend zu einem kritischen Blick auf die sogenannten „Mahnwachen für den Frieden“ bereit war. Nun distanziert er sich in einem aktuellen Beitrag auf seiner Website von der Montagsquerfront. Zentrale Kritikpunkte bleiben dabei offen.

Cronberg sagt in seinem Statement:

„Unser Engagement wurde auch von Kritik begleitet. Einige Gegner der Mahnwachen warfen uns vor, in einer Art Querfrontstrategie Rechtsoffenheit zu unterstützen. Andere warfen uns vor, mit unserem offensiven und Anfangs erfolgreichen Eintreten gegen rechts die Mahnwachen von innen heraus zu spalten. Beide Vorwürfe zeugen von oberflächlicher Betrachtungsweise sind eher daraus motiviert, um andere Interessen zu verfolgen und uns entsprechend dafür zu instrumentalisieren.“

Hier unterstellt Marsili Cronberg, die Kritik an seinem politischen Engagement sei von niederen Motiven bestimmt. Kritiker*innen stigmatisierte Cronberg in der Vergangenheit als „Attentäter“1 oder „Veganpolizei“2 und warf ihnen „Hetze“3, „Rufmordkampagnen“4 und „inquisitorische Ausgrenzung“5 vor. Die Kritik selbst wies er stets pauschal zurück und warf einem Kritiker vor, ein „parasitäres Leben zu führen“6, sich ausschließlich „profilieren“ zu wollen7 und sich über die Kritik zu „definieren“8. Mit seiner Stellungnahme unternimmt Cronberg den Versuch einer Distanzierung von der Montagsquerfront, ohne sich dabei mit der eigentlichen Kritik an seinem Querfront-Engagement auseinanderzusetzen.

Cronberg will bis zuletzt nicht erkennen, dass die Montagsmahnwachen von Anfang an eine Querfront und im Kern reaktionär fundiert waren.9 Es ist erstaunlich, dass Marsili Cronberg in einem überraschend kurzen Text, den er mit „Aufarbeitung und Fazit“ überschreibt, mit keinem Wort Bezug auf die rechten Strukturen und Ideolog*innen nimmt, mit denen er bis vor kurzem noch kooperierte und die er gegen jede Kritik verteidigte. Leider bezieht Marsili Cronberg zudem keine Stellung zu seinen gemeinsamen Auftritten mit dem antisemitischen Rechtspopulisten Ken Jebsen, dem Rechtspopulisten Andreas Popp oder mit der geschichtsrevisionistischen, antisemitschen und homophoben Band „Die Bandbreite“. Auch seine Bestrebungen, rechtsextreme Reichsbürgerideolog*innen in die Mahnwachenbewegung zu integrieren und seine, deren Ideologie adaptierenden Aussagen kommen in dieser Stellungnahme nicht vor.10

Wir freuen uns sehr über die Offenheit Cronbergs, sich kritisch mit dem eigenen politischen Engagement auseinandersetzen zu wollen. Von einer tatsächlichen „Aufarbeitung“ ist diese Stellungnahme, aus unserer Sicht, noch um einiges entfernt. Die Behauptung, dass Kritiker*innen niedere, hintergründige Motive für ihre Kritik gehabt hätten, klingt für uns eher wie eine abgeschwächte Fortsetzung verschwörungsideologischer Denkmuster.

Sollte es von Marsili Cronberg zukünftig eine aufrichtige, und alle Vorwürfe einbeziehende, Stellungnahme mit klarer Distanzierung geben, sind wir gern bereit, diese auch auf unserer Seite zu veröffentlichen.

Artikelbild11


  1. http://abload.de/img/attentternlnjb4.jpg 
  2. http://abload.de/img/veganpolizeivuq4g.jpg 
  3. http://abload.de/img/ausmaanhetzee6py8.jpg
    http://abload.de/img/hetzehetzegfpg0.jpg
    http://abload.de/img/hetzex3uwj.jpg 
  4. http://abload.de/img/rufmordkamagnen8mucw.jpg
    http://abload.de/img/rufmordkimx8u6q.jpg 
  5. Mit dem Vorwurf der „inquisitorischen Ausgrenzung“ verteidigt Cronberg in dieser Diskussion den rechtsoffenen Autor „Helmut Kaplan. Kaplan gerät immer wieder durch menschenverachtende Äußerungen und insbesondere durch Holocaustvergleiche in die Kritik. 2010 gab Kaplan dem rechtsextremen Magazin “Fahnenträger” ein Interview, das unter der Überschrift “Holocaust-Vergleich wird immer wichtiger”, erschien und ebenfalls im rechtsextremen Magazin “Umwelt & Aktiv” veröffentlicht wurde. Das Interview selbst, wie auch die Verlinkungen auf die rechtsextremen Magazine, finden sich noch heute auf Kaplans Website. Zudem sitzt Kaplan im wissenschaftlichen Beirat des verschwörungsideologischen Portals “Wissensmanufaktur”, welches von dem Rechtspopulisten “Andreas Popp” betrieben wird. Darüber hinaus zeigte sich dieser offen gegenüber der totalitären Sekte „Universelles Leben“, die immer wieder versucht hat, in der veganen Szene Fuß zu fassen. http://abload.de/img/inquisitorischeausgreucp9a.jpg 
  6. http://abload.de/img/parasitreslebendefinieir3d.jpg 
  7. http://abload.de/img/profilierung014bs9f.jpg
    http://abload.de/img/profilierung02trsxh.jpg 
  8. http://abload.de/img/parasitreslebendefinieir3d.jpg 
  9. http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2014/04/16/reichsbuerger-neonazis-und-antisemiten-querfront-kapert-friedensdemonstrationen_15687
    http://www.netz-gegen-nazis.de/category/ressorts/wissen/was-sie-machen/querfront
    http://www.hagalil.com/archiv/2014/07/02/montagsmahnwachen/
    http://www.tagesspiegel.de/politik/friedensmahnwachen-rechte-linke-verschwoerungtheoretiker-die-neue-querfront/11165150.html
    http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-04/montagsdemo-mahnwache-frieden-berlin
    http://www.berliner-zeitung.de/politik/montagsdemos-voelkische-friedensbewegung,10808018,26872180.html 
  10. http://abload.de/img/deutschlandnichtsouve01qnl.jpg
    http://abload.de/img/18-09-_2014_17-04-04fdrnr.png 
  11. Bildzitat aus: https://www.youtube.com/watch?v=cBUrxIqe0i0 

12 Kommentare

  1. Marsili Cronberg

    Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Beitrag, der sehr schön die Art von indyvegan veranschaulicht, mit der VeganerInnen öffentlich denunziert werden.

    Recherche scheint nicht so sehr die Stärke von Indyvegan zu sein. Anders kann man es sich nicht erklären, daß Indyvegan scheinbar nicht auf die Idee gekommen ist, auf den Link im selben Text, den man als „überraschend kurz“ bezeichnet, geklickt zu haben, um somit auf das umfassende Dossier zu stoßen, welches gerade im Entstehen ist. Selbst Friedensdemowatch hat doch die Seiten gefunden, manmanman. Dort sind derzeit jedenfalls bereits 4 sehr umfangreiche Kapitel zu lesen, in denen sich kritisch mit Inhalten auseinandergesetzt wird, so zB. mit dem Zusammenhang zwischen modernem Antisemitismus und Verschwörungstheorien. Außerdem steht dort ziemlich eindeutig, daß die Texte in Entstehungsphase sind und weitere Kapitel in Arbeit sind.

    Aber Indyvegan hat dafür nur übrig: „Von einer tatsächlichen “Aufarbeitung” ist diese Stellungnahme, aus unserer Sicht, noch um einiges entfernt.“ Aha.

    Auch hätte ich für folgende Behauptungen gern einmal einen handfesten Beleg:

    1. „Auch seine Bestrebungen, rechtsextreme Reichsbürgerideolog*innen in die Mahnwachenbewegung zu integrieren und seine, deren Ideologie adaptierenden Aussagen kommen in dieser Stellungnahme nicht vor“
    2. „Kritiker*innen stigmatisierte Cronberg in der Vergangenheit als “Antideutsche”, “Veganpolizei” oder “Hetzer*innen”.“

    Wenn dafür keine Belege vorgebracht werden können möchte ich gern zwei Frage beantwortet haben:

    1. Wieso werden solche unbewiesenen Behauptungen in einem Artikel benutzt, um Kritik an einer öffentlichen Person zu belegen?
    2. Um was geht es Indyvegan wirklich?

    Ihr behauptet, ich unterstelle Kritikern wie euch bloße Profilierungsbedürfnisse. Natürlich fehlt auch hier der Nachweis. Wenn ich mir euren Artikel aber ansehe, dann muss ich sagen, daß wenn ich mal sowas zu euch geschrieben hätte, zumindest bei euch nicht falsch gelegen hätte.

    Ich mache es jetzt mal wie ihr und stelle jetzt auch mal eine Behauptung auf: Indyvegan ist die Plattform eines unter mangelnder Aufmerksamkeit leidenden **************, der im letzten Jahr, als er sich in fb noch ************** nannte entdeckt hat, wieviel Staub er mit Angriffen gegen Veganer aufwirbeln kann. Dabei geht es ihm keinesfalls um die vegane Sache, was die permanente Denunzierung von Patrik Baboumian zeigt, der letztes Jahr genau einmal an einer Mahnwache für den Frieden teilgenommen hat und sonst nichts weiter damit zu tun hat. Hier geht es also offenbar tatsächlich um die Profilierung eines einzelnen Mannes auf Kosten der veganen Idee.

    Bin mal gespannt, wie diese Behauptung nun widerlegt wird.

    Hier übrigens der Klick, der Indyvegan offenbar zu viel war:
    http://www.donotlink.com/fgu5

    • Indyvegan

      „Recherche scheint nicht so sehr die Stärke von Indyvegan zu sein. Anders kann man es sich nicht erklären, daß Indyvegan scheinbar nicht auf die Idee gekommen ist, auf den Link im selben Text, den man als “überraschend kurz” bezeichnet, geklickt zu haben, um somit auf das umfassende Dossier zu stoßen, welches gerade im Entstehen ist.“

      Wir haben dieses „Dossier“ gesehen. Die eigentliche Distanzierung von den Mahnwachen ist sehr kurz. Das ist Fakt und das haben wir kommentiert. Von Teilaspekten der Mahnwachen hast du dich auch während deiner Zeit als Querfront-Aktivist bereits distanziert. Dieses „Dossier“ enthält keinen der von uns aufgeführten Punkte. Wenn du vorhaben solltest, auf diese Kritikpunkte in Zukunft eingehen zu wollen, würde uns das freuen. Deine Grundhaltung sieht jedoch offenbar vor, die Kritik pauschal zu delegitimieren. Auch das haben wir deutlich gemacht.

      „Auch hätte ich für folgende Behauptungen gern einmal einen handfesten Beleg:
      1. “Auch seine Bestrebungen, rechtsextreme Reichsbürgerideolog*innen in die Mahnwachenbewegung zu integrieren und seine, deren Ideologie adaptierenden Aussagen kommen in dieser Stellungnahme nicht vor”“

      Den Beleg dafür findest du in unserem Artikel. Fußnote 2.
      http://abload.de/img/deutschlandnichtsouve01qnl.jpg

      „2. “Kritiker*innen stigmatisierte Cronberg in der Vergangenheit als “Antideutsche”, “Veganpolizei” oder “Hetzer*innen”.”“

      „Antideutsche“:
      Hier kam es tatsächlich zu einer Verwechlung mit Lea Frings. Diese war es, die immer wieder die pauschale Bezeichnung „Antideutsche“ verwendete, wenn sie von Kritiker*innen der Montagsquerfront sprach. Wir haben diesen Begriff aus dem Text entfernt und entschuldigen uns für diese Verwechslung.

      „Veganpolizei“
      Den Beleg haben wir eingefügt.

      „Hetzer*innen“
      Hier haben wir eine Reihe von Belegen eingefügt und die Formulierung präzisiert. Du hast Kritiker*innen mehrfach der „Hetze“ beschuldigt, statt sie direkt „Hetzer*innen“ zu nennen.

      Im Rahmen des Sichtens der Belege sind uns noch weitere Stigmatisierungen ins Auge gefallen, die wir alsgleich noch in den Text eingefügt haben. Wir danken nochmals für den Hinweis.

      „1. Wieso werden solche unbewiesenen Behauptungen in einem Artikel benutzt, um Kritik an einer öffentlichen Person zu belegen?“

      Wir haben damit keine Kritik belegt, sondern festgestellt, dass du Kritik stigmatisierst und nur sehr selektiv oder gar nicht auf diese Kritik eingehst. Deine Antwort hier zeigt das auch wieder. Wann wirst du zu den in unserem Artikel aufgeführten Kritikpunkten Stellung beziehen?

      „2. Um was geht es Indyvegan wirklich?““

      http://indyvegan.org/about/

      „Ihr behauptet, ich unterstelle Kritikern wie euch bloße Profilierungsbedürfnisse. Natürlich fehlt auch hier der Nachweis. Wenn ich mir euren Artikel aber ansehe, dann muss ich sagen, daß wenn ich mal sowas zu euch geschrieben hätte, zumindest bei euch nicht falsch gelegen hätte.“

      Hier halten wir nochmal Rücksprache. Bis der Beleg vorliegt, haben wir die Formulierung entfernt.

      „Ich mache es jetzt mal wie ihr und stelle jetzt auch mal eine Behauptung auf: […] Bin mal gespannt, wie diese Behauptung nun widerlegt wird.“

      Wer behauptet, belegt. Wir behaupten Dinge die wir belegen. In den meisten Fällen tun wir das direkt. In einigen Fällen tun wir das auf Anfrage. In seltenen Fällen machen wir Fehler. Wenn du also eine solche Behauptung aufstellst, dann belege sie. Wenn du gern mit einer Person diskutieren willst, die du in unserem Netzwerk wähnst, legen wir dir nahe, dich persönlich mit der betreffenden Person auseinanderzusetzen. Wir sind keine Plattform für private Kleinkriege.

      „Dabei geht es ihm keinesfalls um die vegane Sache, was die permanente Denunzierung von Patrik Baboumian zeigt,“

      Nach unserem Kenntnisstand, steht die Person, die du hier als „unter mangelnder Aufmerksamkeit leidendend“ bezeichnest, mittlerweile in einem sehr konstruktiven Dialog mit Patrik Baboumian. Warum es einer Person die solch einen Dialog führt, nicht um die „vegane Sache“ gehen sollte, verstehen wir nicht. Darüber hinaus hat die betreffende Person nach unserem Kenntnisstand Baboumian nicht „denunziert“ sondern kritisiert. Wir wissen, dass das für die „Hauptsache für die Tiere“-Fraktion meist ein und dasselbe ist.

      „Patrik Baboumian zeigt, der letztes Jahr genau einmal an einer Mahnwache für den Frieden teilgenommen hat und sonst nichts weiter damit zu tun hat.“

      Die Kritik war weit umfassender. Bitte lies dazu unsere Artikel genau. Dort ist die Kritik umfassend dokumentiert.
      http://indyvegan.org/patrik-baboumian-und-die-querfront/
      http://indyvegan.org/patrik-paboumian-und-die-querfront-reviewed/

      „Hier übrigens der Klick, der Indyvegan offenbar zu viel war:“

      Die Verlinkung auf deine Website haben wir umgeleitet, da wir das Ranking einer Seite, auf der ein antisemitischer Rechtspopulist wie Ken Jebsen verteidigt wird, nicht mit Direktverlinkung verbessern wollen.
      http://www.donotlink.com/fgu5

    • Indyvegan

      Wir haben nun die entsprechende Stelle gefunden und festgestellt, dass wir uns dort falsch erinnerten. Es war nicht „profilieren“ sondern „definieren“. Wir haben den entsprechenden Beleg und die richtige Formulierung eingefügt.

  2. Marsili Cronberg

    Ihr schreibt: „Wir haben dieses “Dossier” gesehen. Die eigentliche Distanzierung von den Mahnwachen ist sehr kurz.“

    Mein Hinweis, daß dort steht, daß die Texte in Entstehungsphase sind und weitere Kapitel in Arbeit sind, interessiert euch offenbar nicht.

    Eure nachträglich hinzugefügten Belege bestehen eigentlich nur aus Screenshots von Facebook-Diskussionen, in denen ich Vorgehensweisen wie die eure als Hetze oder Rufmordkampagnen berzeichnet habe. Damit belegt ihr genau was? Eure Vorwürfe gegen mich bezüglich der Mahnwachen? Daß ich angeblich ein Querfrontler wäre? Das belegt ihr nämlich in keinter Weise.

    Und dann berichtet ihr von einer Diskussion, in der ich Helmut Kaplan verteidigt habe, der u.a. durch den Holocaustvergleich in Kritik geraten ist. Wenn ihr euren eigenen Beleg von der Diskussion wirklich gelesen und verstanden hättet, dann hättet ihr auch gelesen, daß ich mich nicht mit seinen Ansichten solidarisiert habe, sondern mich gegen die Ausgrenzung Andersdenkender eingesetzt habe. Ich ziehe es vor, mich inhaltlich auseinanderzusetzen und Andersdenkende nicht einfach nur auszugrenzen, weil ich das für die inhaltliche Weiterentwicklung als viel förderlicher halte. Aber dafür gehört natürlich etwas mehr Arbeit und Ehrlichkeit und weniger Profilisierungssucht. Im Übrigen lehne ich den Holocaustvergleich entschieden hab und habe mich auch dementsprechend deutlich positioniert.

    Und dann ein weiterer sehr fragwürdiger Beleg. Ihr damit dem Auszug aus einer Disskussion eure Aussage: „Auch seine Bestrebungen, rechtsextreme Reichsbürgerideolog*innen in die Mahnwachenbewegung zu integrieren und seine, deren Ideologie adaptierenden Aussagen kommen in dieser Stellungnahme nicht vor.“
    In dem Screenshot der Diskussion habe ich hingegen geschrieben: „Die NATO lacht sich kaputt, wenn wir einen Friedensvertrag für D fordern. Das ist als wenn man im Schützengraben liegt und dann laut scheiend mit einem Messer bewaffnet ins offene Feuer der Maschinengewehr läuft.“

    Ist es euch wirklich nicht zu peinlich, damit eure Aussage zu belegen, daß ich damit Reichsbürgerideologie in die Mahnwachen integrieren wollte?

    Ihr deutet mit eurer Aussage an, daß ich rechtextremer Ideologie nahe stehe. Euer Beleg geht ins leere. Völlig Haltlos. Genau das meine ich mit übler Nachrede, deren Straftatbestand ihr damit erfüllt habt.

    Fazit:
    Ich hatte sehr deutlich geschrieben, daß ich die gemachten Erfahrungen aufarbeiten werde. Dazu gehört auch, eigene Positionen zu überdenken und kritisch zu hinterfragen. Da ihr das -übrigens im Gegensatz zu anderen Watchseiten- offenbar nicht wahrhaben wollt, gehe ich davon aus, daß es euch wie bei euren haltlosen Angriffen gegen Patrik Babpumian nur um Profilierung auf Kosten von in der Öffentlichkeit stehenden VeganerInnen geht. Anders lässt sich euer Vorgehen nicht mehr erklären.

    Im Übrigen werde ich meinen eigenen Weg unbeirrt weitergehen und mich von solchen antiaufklärerischen Tendenzen in keister Weise beeinflussen lassen.

    • Indyvegan

      „Mein Hinweis, daß dort steht, daß die Texte in Entstehungsphase sind und weitere Kapitel in Arbeit sind, interessiert euch offenbar nicht.“

      Doch der interessiert uns sehr. Nur wundert uns, dass du dich mit wenigen Sätzen von den Mahnwachen distanzierst, aber du noch genug Raum darin findest, der Kritik von Netzwerken wie unserem pauschal niedere Interessen zu unterstellen.

      „Eure nachträglich hinzugefügten Belege bestehen eigentlich nur aus Screenshots von Facebook-Diskussionen, in denen ich Vorgehensweisen wie die eure als Hetze oder Rufmordkampagnen berzeichnet habe. Damit belegt ihr genau was?“

      Damit belegen wir genau das was wir behaupten. Nämlich, dass du die entsprechenden Aussagen getätigt hast. Dass man dich zurecht als Querfrontler bezeichnen kann, ergibt sie allein aus der Tatsache, dass du dich ein Jahr lang als eine der bekannteren Personen innerhalb einer Querfront engagiert hast. Dafür, dass du nicht glaubst, dass es sich bei dieser Bewegung um eine „Querfront“ handelt(e) kannst nur du selbst durch Informationen etwas ändern.

      „Wenn ihr euren eigenen Beleg von der Diskussion wirklich gelesen und verstanden hättet, dann hättet ihr auch gelesen, daß ich mich nicht mit seinen Ansichten solidarisiert habe, sondern mich gegen die Ausgrenzung Andersdenkender eingesetzt habe.“

      Du hast in diesem Zusammenhang mit Pluralismus argumentiert. Wenn deine Vorstellungen von Pluralismus eine Zusammenarbeit mit „Universelles Leben“, Holocaustvergleichen, menschenfeindlichen Aussagen, Interviews mit Rechtsextremist*innen und die Zusammenarbeit mit Andreas Popp (Kaplan ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der „Wissensmanufaktur“) einschließt, dann ist das deine Sache. Wir finden das problematisch.

      Es gab eine Reihe von Auseinandersetzungen mit Helmut F. Kaplan, die allesamt das Resultat hatten, dass er sich kein Stück von seiner Position entfernt hat und noch heute auf seiner Website bspw. das Interview mit dem „Fahnenträger“ stehen hat und verlinkt.

      Was die Frage von Dialog und Diskussion angeht, sind wir ganz bei dir. Wir halten, abgesehen von klar rechten Strukturen, auch nichts davon, Menschen sofort zu distanzieren. Wenn jedoch Gespräche keinerlei Wirkung haben, und die betreffende Person bei ihrer rechtsoffenen Haltung und ihren Handlungen bleibt, dann gibt es dazu keine Alternative.

      Unterschiedlich sehen wir offenbar den notwendigen Umfang, so einen Dialog zu versuchen. Wir finden es nicht sinnvoll, ein Jahr lang mit einer Querfront im Dialog zu stehen, um erst dann zu merken, mit wem man es zu tun hat. Wer über das nötige Wissen verfügt, kann das früher realistisch einschätzen. Ein Wissen das du dir durch deinen Prozess gerade offenbar selbst erarbeitest. Und das begrüßen wir auch.

      „Ich wollte eurer Meinung nach also Reichsbürgerideologie in die Mahnwachen integrieren mit den Sätzen: „Die NATO lacht sich kaputt, wenn wir einen Friedensvertrag für D fordern.“

      Dass du in besagtem Screenshot die Reichsbürgerideologie adaptierst ist offensichtlich und nicht von der Hand zu weisen. Du hast dieses Statement zu einem Zeitpunkt gemacht, zu dem die Mahnwachen zunehmend „Personalprobleme“ hatten. Ken Jebsen, Lars Mährholz und auch du waren bemüht darum, die lauten Forderungen der Reichsbürgerideolog*innen leiser zu bekommen und diese zu beschwichtigen, vermutlich da die steige öffentliche Kritik an der Zusammenarbeit der Mahnwachen mit Reichsbürgerideolog*innen die Bewegung schwächte. Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, sich klar von den Reichsbürger*innen zu distanzieren und sie offen von den Veranstaltungen auszuschließen. Das war jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht die Strategie. Warum dieser Screenshot also unsere Behauptung angeblich nicht belege, erschließt sich uns nicht.

      „Ihr deutet mit eurer Aussage an, daß ich rechtextremer Ideologie nahe stehe. Euer Beleg geht ins leere. Völlig Haltlos. Genau das meine ich mit übler Nachrede, deren Straftatbestand ihr damit erfüllt habt.“

      Weil du findest, dass wir etwas „andeuten“, erfüllt das noch lange keinen Straftatbestand. Bei strafrechtlich relevanten Aussagen geht es um Tatsachenbehauptungen und Beleidigungen und nicht um das was du aus Aussagen herausliest. Querfrontler*innen sind, wie man auch hier wieder sieht, Meister*innen in der Konstruktion von Strohmannargumenten. Wir haben nicht behauptet, dass du rechter Ideologie nahestehst. Wir haben behauptet, und das erklärt sich aus den Belegen, dass du diese rechte Ideologie adaptiert hast und versucht hast, Reichsbürger*innen weiter in die Bewegung zu integrieren.

      Und ja, man könnte sogar sagen, dass du im Moment dieser Aussage rechter Ideologie nahe standest. Nahe genug, als dass du dich nicht klar davon distanziert hast und stattdessen Reichsbürgerideolog*innen dazu geraten hast, mit ihrer Forderung nach Friedensverträgen und der Rückgewinnung einer angeblich nicht vorhandenen Souveränität Deutschlands gegenüber den Siegermächten des 2.WK bis zum richtigen Moment zu waren. Zudem hast du sie im Kern ihrer ideologie bestätigt, dass du slebst behauptetest, dass es nötig sei, dass die Siegermächte Deutschland die volle Souveränität zurückgeben sollen.

      Wenn du dich über Reichsbürgerideologie informieren willst und verstehe willst, was du dort eigentlich gesagt hast, empfehlen wir dir, das hier zu lesen: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/w/files/pdfs/reichsbuerger_web.pdf

      „Da ihr das -übrigens im Gegensatz zu anderen Watchseiten- offenbar nicht wahrhaben wollt, gehe ich davon aus, daß es euch wie bei euren haltlosen Angriffen gegen Patrik Babpumian nur um Profilierung auf Kosten von in der Öffentlichkeit stehenden VeganerInnen geht. Anders lässt sich euer Vorgehen nicht mehr erklären.“

      Du vergisst dabei, dass du das Verhalten der Kritiker*innen innerhalb der veganen Szene von Anfgang an so und nicht anders erklärt hast. Wir wollen sehr wohl wahrhaben, dass du beginnst, dich kritisch mit deinem politischen Handeln auseinanderzusetzen. Und wir begrüßen das auch. Was unsere Ziele sind, in hier auf unserer Seite klar formuliert. Wenn es dir leichter fällt, zu ertragen, dass du unsere Kritik mehr und mehr als berechtigt erkennst, indem du uns niedere MOtive unterstellst, dann werden wir dich nicht davon abhalten können. An der Tatsache, dass das für niemanden von uns die Motivation für das politische Engagement ist, wird das nichts ändern.

      Dass wir deine Texte kritisch begleiten, liegt vor allem daran, dass du den Einruck vermittelst, gern die Schuldigen für dein Querfront-Enagement auf der anderen Seite zu suchen und dass du die Querfrontstrukturen noch immer verharmlost. Das haben wir bei Patrik Baboumian ebenso getan. Und wie die Entwicklungen aussehen, hat das durchaus zu positiven Entwicklungen geführt.

      Ob du uns nun zugestehst, unsere Kritik anzunehmen, oder ob du am Ende so tust, dass es die gleiche Kritik aus einem ganz anderen Kanal war, ist uns eigentlich relativ gleichgültig. Uns geht es um die Sache.

    • Indyvegan

      Nun haben wir den Vorwurf Cronbergs, das primäre Motiv seiner Kritiker*innen (und damit meinte er offenbar vor allem uns) sei „Profilierung“ doch wieder in den Beitrag genommen. Offenbar haben wir uns doch nicht falsch erinnert. Die Belege leifert Cronberg wiederholt selbst in seinen aktuellen Kommentaren. Hier hätten wir uns gern geirrt.

  3. Paul Michael Vogel

    Liebe Leute, was ihr hier mit einem Menschen wie Marsili Cronberg abzieht, ist echt unterstes Niveau!
    Ich bin geschockt und fassungslos.

    Wie hier jemand diffamiert wird, der mein ganzes Leben verändert hat, ich bin Dank Marsili und seinen wundervollen Büchern und Blogs veganer geworden.

    Und wie ihr nun meiner Meinung nach versucht – Marsili in eine „Reichsbürger-ecke“ zu stellen,oder stellen wollt, dann sag ich euch eins ich mach da nicht mit.

    Und ich schau da auch nicht zu, oder weg – nein, und was ihr hier tut ist für mich als Mensch und als Jurist mehr als nur bedenklich.

    Ich war selbst eine Zeit bei den Mahnwachen aktiv, als einer der „Antifa“, ich habe viel gesehen was mich oft sprachlos gemacht hat. Und auch ich hab mit diesen Mahnwachen schon länger für mich abgeschloßen. Nicht aber mit der Friedensbewegung.

    Ich habe mich von Anfang an von Leuten wie Popp und Co distanziert, wie später auch von einem Ken Jebsen, nach gewissen Äusserungen von ihm wie „SA-Antifa“ oder „BRD GmbH“ oder anderen Quatsch, ebenso wie ich mich von Mährholz distanzieren mußte, wegen Dingen die ich mit meiner Weltanschauung nicht vereinbaren kann und niemals werde. Allerdings distanziere ich mich nicht von Marsili Cronberg, oder Lea Frings, daher ich den beiden nichts, aber auch garnichts vorwerfen kann. Zwei der Menschen auf den Mahnwachen die wirklich für eins standen, für den Gedanken an den Frieden! Toleranz Miteinander. Diese Intention habe ich mit ihnen geteilt, wie mit kaum anderen dieser Bewegung.

    Auch hab ich als Jurist damals etwas zu dem Thema der Souverainität auf Facebook verfasst, daher dieses Thema bei den Mahnwachen u.a. Die Runde gemacht hatte, unterstützt wurd ich dabei diesen ganz Quatsch mal zu wiederlegen – von Herrn Cronberg u.a. – ich mag es nicht wenn man Menschen im Internet diffamiert, auch hier gibt es Gesetze und Regeln.

    Auch ist Marsili einer der wenigen, dieser Bewegung der klare „Kante“ gegen Verschwörungstheorien, und auch nur latenten Antisemitismus, Rassismus, und Faschismus zeigt.

    Dies hier ist nur meine persönliche Meinung, und Sicht der die Dinge welche ich durch Eindrücke gesammelt habe.

    Ich mag Menschen die sich selber reflektieren, die Fehler machen, und aus diesen lernen, und zu Einsicht kommen, „man hat sich in gewissen Dingen geirrt“.

    Daher schließe ich mit den Worten „urteile nicht auf dass du nicht beurteilt wirsd“

    MfG
    Paul Michael Vogel

    • Indyvegan

      „Und wie ihr nun meiner Meinung nach versucht – Marsili in eine „Reichsbürger-ecke“ zu stellen,oder stellen wollt, dann sag ich euch eins ich mach da nicht mit.“

      Marsili Cronberg hat die besagten Äußerungen gemacht. Es ist nicht unsere Schuld, dass Cronberg aktiv versucht hat, Reisbürgerideolog*innen zu beschwichtigen und ihnen zu raten, ihre Friedensverträge einfach später einzufordern. Und es ist auch nicht unsere Schuld, dass Cronberg dabei Teile ihrer Ideologie bestätigt hat. Was ist an unseren Behauptungen juristisch bedenklich? Wo genau machen wir eine falsche Tatsachenbehauptung?

      Cronberg ist derjenige, der ein Jahr lang gemeinsam mit u.a. Reichsbürgerideolog*innen in einer Bewegung aktiv war und gemeinsam mit ihnen auf Bühnen gesprochen hat. Cronberg ist derjenige, der die dokumentierten Aussagen gemacht hat. Übrigens hat Ken Jebsen ungefähr zu selben Zeit eine sehr ähnliche Strategie gegenüber den Reichsbürger*innen gefahren. Es ging um Inklusion und Beschwichtigung.

      „Allerdings distanziere ich mich nicht von Marsili Cronberg, oder Lea Frings, daher ich den beiden nichts, aber auch garnichts vorwerfen kann. „

      Wenn die einjährige Zusammenarbeit mit Antisemit*innen, Rechtspopulist*innen, Verschwörungsideolog*innen und Reichsbürgerideolog*innen für dich keine Kritik oder keinen Vorwurf rechtfertigt, dann ist das wohl so. Für uns ist diese Kritik gerechtfertigt.

      „ich mag es nicht wenn man Menschen im Internet diffamiert, auch hier gibt es Gesetze und Regeln.“

      Richtig. Wir sind auch dagegen, Menschen zu diffamieren. Wenn du findest, dass wir das irgendwo getan haben, benenne bitte konkret die Stelle an der wir eine falsche Tatsachenbehauptung aufstellen.

      „Auch ist Marsili einer der wenigen, dieser Bewegung der klare „Kante“ gegen Verschwörungstheorien, und auch nur latenten Antisemitismus, Rassismus, und Faschismus zeigt.“

      Nun, von dem Begriff „klare Kante“ kann man unterschiedliche Vorstellungen haben. Klare Lippenbekenntnisse, die mit dem eigentlichen Handeln (nämlich der Kooperation mit all diesen reaktionären Kräften) nicht in Einklang stehen, gab es zuhauf auch von Cronberg. Dass Marsili Cronberg so langsam lernt, was Antisemitismus ist und was Verschwörungsideologien sind, freut uns sehr. Uns fehlt in seiner Aufarbeitung eine realistische Einschätzung der Mahnwachen und ein aufrichtig selbstkritischer Blick auf seine Rolle darin. Seine Ankündigung, keinerlei Namen aus dem Mahnwachenspektrum kritisch zu benennen, zeigt wie ernst ihm die „Aufarbeitung“ ist. Er will möglichst, ohne seinen alten Allianzen ans Bein zu pinkeln, aus der Sache raus.

      „Ich mag Menschen die sich selber reflektieren, die Fehler machen, und aus diesen lernen, und zu Einsicht kommen, „man hat sich in gewissen Dingen geirrt“.“

      Wir finden das auch gut. Das Problem ist, dass Cronberg sich mit der Kritik an den Mahnwachen und seiner Rolle darin befassen will, er es aber aufs Verderben verhindern will, den Kritiker*innen (die er ein Jahr lang beschimpfte und deren Kritik er ignorierte) Recht geben zu müssen. Da sich diese beiden Ziele widerpsrechen, hat er seinen öffentlichen Erkenntnisprozess pausiert, da er offenbar gemerkt hat, dass ihn dieser Widerspruch unglaubwürdig dastehen lässt.

      Danke für deinen sachlichen Kommentar. Verteidiger*innen von Querfront-Akteur*innen sind für gewöhnlich deutlich unsachlich und ohne Argumente in unseren Kommentarspalten unterwegs. Es freut uns, wenn das mal nicht so ist. 🙂

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