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Zelluloid
an eine puppe
du sprödes wesen
nein du horchtest wieder mal nicht hin
wer flüsterte dir zu ich wolle dich
mit deinem kalten rosaleib
den abgrundtief gelegten augen
ohne wimpernklang
den schneckennudeln seitlich angeköpft
und starren beinen x-beliebig
die hülle zu der androgynen kunstfigur
wog meinem christkindl zu schwer
nun spinn ich sie gefälligst selbst
und bin doch tochter nie genug
Geschenke, ganz prosaisch
Eines schönen Weihnachtens schenkten sie
mir diese kalte Schildkröt-Puppe.
Keine Ahnung, wer ihnen einredete, ich
hätte mir sowas gewünscht.
Viel lieber wäre mir der weiche Plüschteddy
meines Bruders gewesen.
Er nannte ihn Helmut und nahm ihn jeden
Abend mit ins Bett.
Aus Protest ging ich runter in den Hof und
spielte mit den Jungs Fußball.
Obwohl ich wusste, dass die Bolzerei jeden
Schuh ruinierte.
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Weihnachtsgedichte
Inhalt
1. Marienkirche zu Lübeck
2. Staubfänger
3. Verpackungskünstler
4. Nach einem Jahr / Silvester
5. Sterntaler / Christkindls Klage
6. Zelluloid / Geschenke
Weihnachtsgeschichten
Wintermärchen
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