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Abschiedssprüche
Sammlung: Sprüche zum Abschied. Die Abschiedssprüche entstammen:
poetische Bibliothekar von 1845. Seite 1 von 3 [abschiedssprueche.htm]
Das Blümchen, das aus Deinen Augen spricht,
Sprech' auch für mich; es heißt Vergissmeinnicht.
Wir werden uns, selbst wenn uns Meere trennen,
Noch sehen, sprechen, lieben und erkennen.
Unter allen Zonen,
Wo nur Menschen wohnen,
Kann man glücklich sein.
Fremder Ort und fremdes Land
Trennen nicht das Freundschaftsband.
Du betest still in Gottes Heiligtume,
Verklärt vom Morgensonnenlicht,
Bedeutungsvoll erscheint Dir jede Blume,
Doch eine nur zum Herzen spricht:
Vergiss mein nicht!
Die Trennungsstunde winkt;
Und tiefer Wehmut voll
Ruft jeder Deiner Brüder:
O, Teurer! lebe wohl!
Einst sehen wir uns wieder!
Die Menschen sind nicht nur zusammen, wenn sie beisammen sind; auch der
Entfernte, der Abgeschiedene lebt in uns.
Trennung ist die Gattin des Todes,
Beides hässliche Eltern;
Aber sie zeugten der Kinder schönstes,
Das Wiedersehn.
Möge Dein Abend das Samenkorn einer blütenvollen Jugend werden!
Freude strahlet der Himmel in reiner, festlicher Bläue,
Grün ist der Hoffnung Gewand. Beides "Vergissmeinnicht" eint.
Freude der Hoffnung! von euch ernährt sich treu die Erinnerung.
Darum, du blumiges Bild, wurdest du ihnen geweiht!
Trennung ist das Menschenlos hienieden;
Träume sind die Freuden dieser Zeit:
Jedes Gut, das dieser Welt beschieden,
Trägt den Stempel der Vergänglichkeit.
O ein Anblick tief'rer Trauer,
Banger als des Sterbens Schauer,
Ist es, könnt' ein Aug' es fassen,
Wie zwei Herzen sich verlassen!
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