Schleswig-Holstein
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Land zwischen Ostsee und
Nordsee
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Schleswig-Holstein...
"meerumschlungen", zwischen Ost- und Nordsee, von der Elbe
über die Eider und den Eiderkanal bis zur Königsau.
Der Boden
ist eine Fortsetzung des östlichen Teiles des
norddeutschen
Tieflandes, und zwar hat die Ostseeküste viele
tiefeinschneidende,
gekrümmte Buchten, hier meist Förden (Fjorde)
genannt, kleine Halbinseln, hohe Ufer, zahlreiche Hügel und
Hügelgruppen, anmutig gelegene Seen, einzelne schöne
Buchenwälder und große Fruchtbarkeit.
Der mittlere Landstrich, die Hohe Geest, ist ein hochgelegener, oft
völlig flacher Landrücken, nur in den
östlichen Hügelgürteln eingermaßen
fruchtbar. Sonst im großen und ganzen unfruchtbares Heide-
und Moorland von oft abschreckendem Gepräge, ganz im Gegensatz
zu dem der Geest im Westen vorliegenden dritten Landstreifen, einem
außerordentlich ergiebigen, von Feldfrüchten aller
Art prangenden oder von zahlreichen Viehherden belebten,
häufig baumlosen Flachland. Dies sind die wegen ihrer tiefen
Lage eingedeichten Marschen, die jüngste der drei
Oberflächenformen...
Hase
und Igel - Chronik
von Klingberg] - Lübeck
und Travemünde
Der Natur der ihnen benachbarten Festlandsgebiete entsprechend, sind
die wenigen, aber größeren, der Ostküste
naheliegenden
Inseln (Alsen und Fehmarn), hügelig und baumreich, sowie mit
guten
Häfen ausgestattet, dagegen die zahlreichen kleinen Inseln der
Westküste (Sylt, Föhr,
Amrum), flach oder von
Dünen bedeckt, aber stets baumarm. Vom Festlande werden
letztere
durch das Wattenmeer getrennt, welches die ganze deutsche
Nordseeküste umsäumt.
Ganz im Verhältnis zu der Lage der beiden Herzogtümer
(
Schleswig und Holstein) stehen die Hauptnahrungsquellen und die
Beschäftigungsweise der Bevölkerung, die in der
Hauptsache
aus Friesen (Nordfriesen an der Westküste) und Niedersachsen
(Angeln, Holsten) besteht; germanisierte Slawen auf der Halbinsel
Wagrien, Dänen im nördlichsten Teil von Schleswig.
Ackerbau
und Viehzucht sind die Hauptertragsquellen, außerdem
Schiffahrt,
Fischerei und Seehandel.
(aus einem Geographiebuch von 1892)
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