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Und auf einmal steht es neben dir
Und auf einmal merkst du äußerlich:
Wieviel Kummer zu dir kam,
Wieviel Freundschaft leise von dir wich,
Alles Lachen von dir nahm.
Fragst verwundert in die Tage.
Doch die Tage hallen leer.
Dann verkümmert Deine Klage -
Du fragst niemanden mehr.
Lernst es endlich, dich zu fügen,
Von den Sorgen gezähmt.
Willst dich selber nicht belügen
Und erstickst, was dich grämt.
Sinnlos, arm erscheint das Leben dir,
Längst zu lang ausgedehnt. -
Und auf einmal -: Steht es neben dir,
An dich angelehnt -
Was?
Das, was du so lang ersehnt.
Joachim Ringelnatz 1883-1934
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Joachim Ringelnatz -
Freundschaft II
An
Annetten
Es nannten ihre Bücher
Die Alten sonst nach Göttern,
Nach Musen und nach Freunden,
Doch keiner nach der Liebsten.
Warum sollt ich, Annette,
Die Du mir Gottheit, Muse
Und Freund mir bist und alles,
Dies Buch nicht auch nach deinem
Geliebten Namen nennen?
Johann Wolfgang von Gorteh
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Dichternder
Schmetterling
Es war einmal ein Dichterling,
der konnt es kaum erwarten,
dass seine Lyrik Feuer fing,
Drum schlich er in den Garten
und fing sich einen Schmetterling,
so einen bunten, zarten,
verpasste ihm nen Siegelring,
doch hat sein Denken Scharten:
Denn leider war der Schmetterling
so einer von den Harten.
Ein Siegelring war nicht sein Ding:
Er spielte lieber Karten!
© KR 2003
Inhalt:
1.
Freundschaftsgedicht
2.
Freundin
3.
Nachtblick, Blätterfall
4.
Räderwerk
5.
Countdown, Doppelkopf
6.Näh
mir den Tau,
Kein Tiger
7.Delphine
Fliegen
8.
Paul erinnert sich
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