«Fluor- und Jodkommission»


Annual report 2002

Members

back to 'SAMS at a glance'

 

Annual report 2002

Die Kommission beriet an ihrer Jahrestagung vom 6. März 2002 in Bern wie üblich den Stand der Kariesprophylaxe und Jodsupplementierung in der Schweiz. Sorgen bereitet zurzeit der Import von jod- und fluorfreien Spezialsalzen (z.B. «Himalaya-Salz»), deren Herkunft meist zweifelhaft ist und die zu einem hohen Preis verkauft werden. Zurzeit sind die importierten Mengen jedoch unbedenklich gering.

In der Absicht, den Gebrauch von fluoridiertem Salz auf grössere Kreise zu erweitern, schickte die Kommission eine Empfehlung über den Gebrauch von fluoridiertem Speisesalz in Grossküchen in Vernehmlassung.

Nachdem in den neuen WHO-Richtlinien zur Jodmangelbekämpfung eine periodische Kontrolle der Wirksamkeit («Monitoring») gefordert wird, arbeiteten Mitglieder der Kommission zuhanden des Bundesamtes für Gesundheit einen Vorschlag aus. In der Zwischenzeit hat das BAG dem kostengünstigen Konzept zugestimmt. Das Monitoring kann im Budget des periodisch erstellten Eidgenössischen Ernährungsberichtes vom BAG finanziert werden. Ausführend ist das Labor für Humanernährung der ETHZ. Vorgesehen sind für das Jahr 2004 Messungen von Jod (eventuell auch Fluor) im Urin von Schulkindern und in Kochsalzproben, sowie sonografische Messung des Schilddrüsenvolumens bei 600 Schulkindern. Da gemäss Gesetz die kantonalen Laboratorien für die Kontrolle der Kochsalz-Jodierung und -Fluoridierung zuständig sind, wurde den Kantonschemikern ein Sitz in der Kommission angeboten, was von diesen ausgeschlagen wurde. Vertrauend auf die Qualität der beiden schweizerischen Salinen verzichten nämlich die kantonalen Laboratorien weitgehend auf Kontrollen des Jod- und Fluorgehaltes von Speisesalz. Umso wichtiger sind somit die im Monitoring vorgesehenen Salzkontrollen.

Präsident und Mitglieder der Kommission befassten sich wie fast jedes Jahr mit negativen Artikeln über die Jodmangelprophylaxe in den Medien (Zeitschrift Pulstipp und Sendung Espresso von DRS). Zusammen mit einem Allergologen wurde im Bulletin des BAG eine Berichtigung verfasst. Der Präsident orientierte darüber auch an der 83. Sitzung der Eidgenössischen Ernährungskommission. Die Konsumenten scheinen gegen solche negative Artikel weitgehend resistent zu sein, da der Anteil von jodiertem Haushaltsalz konstant weit über 90% beträgt.

M. Zimmermann wurde als Voting Member in das Board des International Council for the Control of Iodine Deficiency Disorders (ICCIDD) gewählt. Zusammen mit H. Bürgi ist somit die Schweiz im Board dieser wichtigen Nichtregierungsorganisation gleich mit zwei Mitgliedern vertreten. Die SAMW unterstützte in verdankenswerter Weise die Teilnahme von M. Zimmermann an einem Workshop des ICCIDD über die Jodmangelsituation in Europa.

zum Seitenanfang
 
Members of the «Fluor- und Jodkommission» 
Dr. Hans B├╝rgi
Dr. Hans Bürgi
President


Dr. Hans Bürgi, Solothurn, President
Prof. Jürg Lieberherr, Schweizerhalle
PD Dr. Jürg Lüthy, Bern, BAG
Prof. Thomas M. Marthaler, Zürich
Dr. Giorgio Menghini, Zürich
Prof. Jürg Meyer, Basel
Dr. Paul Vogt, Basel
Dr. Michael Zimmermann, Rüeschlikon

back to 'SAMS at a glance'